Meine Saab Story – Endless Saab Love

Seit ein paar Monaten lese ich hier regelmäßig mit, wie mir scheint, eine der wenigen Frauen, die sich auf diesem Blog tummeln. Auch die jüngsten Summer Stories wurden alle von Saab begeisterten und zum Teil sehr Automobiltechnik versierten Männern verfasst. Zeit, dass hier auch einmal eine Frau schreibt – unvernünftig Saab verrückt – technisch ein Totalausfall.

Saab 9-5 Sportkombi in der Hauptstadt

Meine Geschichte beginnt in der Mitte der 90iger Jahre in Berlin. Als Studentin lernte ich meinen ersten Mann kennen, Rechtsanwalt und Saabfahrer! Ich verliebt mich in den Mann und in das Auto: Ein schwarzes 900er Cabrio, schon ein paar Jahre alt, Holzlenkrad, Wurzelholz, Ledersitze – einfach total cool. Wir unternahmen die schönsten Touren quer durch die Republik. Offen in diesem besonderen Wagen, das Kopftuch stylisch umgeschlungen, Sonnenbrille – so ging Auto fahren. Ich lernte, dass besondere Menschen einen Saab fahren – insbesondere alle Architekten und Anwälte in meinem Umfeld. Leider wurde mir auch recht schnell klar, dass die wohl alle zu der Sorte gehören mussten, für die Stil über Wirtschaftlichkeit ging. Irgendwie hatten wir alle ständig Pannen mit unseren Trollen.

Irgendwann gab es die Diagnose Motorschaden und wir gaben auf. Der Wagen war ein Re-Import aus den USA und hatte so einen besonderen Motor, von dem wohl nur wenige gebaut worden waren, so dass es weder Teile noch einen Austausch zu einem adäquaten Preis gegeben hätte. Schweren Herzens ging das Cabrio in Zahlung und wir – mittlerweile verheiratet – gönnten uns einen Neuwagen: Natürlich wieder einen Saab, einen 93 in dunkelblau und total solide. Im Rückblick betrachtet, der unkomplizierteste Wagen, den ich je hatte.

Wir blieben unserer Marke treu, der Wagen machte überhaupt keine Mätzchen, und wir waren sehr entspannt darüber, dass wir ganze 3 Jahre lediglich zu den Inspektionen die Werkstatt aufsuchen mussten. Der 93 war wirtschaftlich vernünftig und ein zuverlässiger Gefährte, unser Herz zum Hüpfen brachte jedoch erst wieder der schwarze 95 Kombi, den wir uns im Sommer 2001 gönnten. Die Familie war gewachsen und brauchte Platz für Kinderwagen, Reisebettchen und Windelpakete. Diesen Wagen haben wir uns selber konfiguriert, einmal bitte die Zubehörliste komplett. Vor kurzem wurde hier über die Besonderheiten der alten 95 geschrieben wie doppelte Sonnenschutzblenden, Schalter für den Kofferraum und die Tankklappe – alles in diesem Wagen vorhanden. Ein paar Jahre hatten wir es fein mit dem Großen. Erst ganz kurz nach dem die Garantie abgelaufen war, kamen die ersten größeren Reparaturen. Ich habe vergessen, was es damals war, weiß nur noch, dass es mal locker über € 3.000,00 die wir murrend und knurrend zur Saab Vertragswerkstatt trugen. Zeitgleich gingen auch der Mann und ich auseinander. Den Saab habe ich ihm überlassen mit der Vereinbarung, dass ich ihn regelmäßig für Reisen „ausborgen“ könne.

Ich erinnere einige schöne Reisen nach Schweden ins Ferienhaus von Freunden. Es gibt kaum etwas Schöneres, als im Saab mit gemächlichen 100 entspannt aber zügig über schwedische Landstraßen zu gleiten. In den Folgejahren nutzte ich den Wagen immer weniger und beobachtete, wie sein Besitzer regelmäßig ein Vermögen in das Auto investierte. Es gab ständig Pannen, die abwechselnd für Panikattacken oder Heiterkeitsausbrüche sorgten. So erlebt mein Sohn auf einer dieser Reisen auf dem Rückblick vom Skiurlaub den Ausfall der Heizung. Alle Insassen froren auf dem Weg nach Berlin in ihren Skianzügen und mit klammen Fingern.

Ich selber fuhr einige Jahre diverse Kompromisse – zuletzt hatte ich einen geerbten alten Volvo, der wenigstens ein schwedisches Auto war. Im letzten Frühjahr schien das Ende des Trolls besiegelt – eine defekte Steuerkette beendete eine Reise an die Ostsee schon an der Müritz – und sein Besitzer gab auf. Zeitgleich verabschiedete sich mein Volvo und ich bot an, unseren alten Saab 95 zu retten.

Ich fasse kurz zusammen: In den letzten 1,5 Jahren sind ca. € 8.000 in die Sanierung geflossen. Nach einer kurzen aber heftigen Erfahrung mit einer kleinen Oldtimerwerkstatt, die wohl bisher mit allem außer Saab zu tun hatte, bin ich in Berlin bei den Saab-Brüdern meines Vertrauens gelandet und habe nur noch „echte“ Teile einbauen lassen. Ach ja, und nach einer dicken Panne in Bayern habe ich wundervolle saabige Erlebnisse mit Taubenberger Senior machen dürfen. Er zeigte echte Begeisterung für meinen alten Troll, das war wie Balsam auf meiner Seele, nachdem viele Taler geflossen waren. Taubenberger half mir auch dabei, nicht allzu verzweifelt über die hohen Kosten zu sein, ein vergleichbares anderes Auto zu erwerben würde doch viel teurer sein. Das stimmt, wenn ich irgendwann die Gewissheit hätte, dass nun alles fertig sei.

Trotzdem unfassbar viele Neuteile drin stecken, sind wir leider doch nie zu dem Punkt gekommen, an dem wir ein paar Monate ohne Werkstattbesuch ausgekommen wären. Ich glaube, der längste Zeitraum ohne „check engine“ war mal 8 Wochen. Auch wenn das Mobiltelefon, die goldene ADAC Karte und die Sorge immer mit fahren, waren wir mit dem Saab noch 2 Sommer in Österreich und haben diverse längere Touren unternommen.

Unser Saab ist jetzt über 16 Jahre alt und ich liebe diesen Wagen immer noch. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass mir gar kein anderes Auto gefällt – bis auf das dazu passende 93 Cabrio – das hat meine Schwester. Die Ledersitze sind noch immer total gemütlich, das Innere mutet nostalgisch, aber total edel an. Ich komme auch ohne eingebautes Navi klar und höre meine alten CD’s. Neulich schrieb mal einer, dass Saabfahrer sich im Weggehen immer noch einmal nach ihrem Wagen umblicken – das kenne ich! Allerdings sagte auch neulich ein Freund von mir aus unserer alten Saab Community: Saab fahren ist, dem schlechten Geld, das Gute hinter zu werfen. Und wann hört man auf? Oder gibt auf? Auch diese Fragen wurden schon oft gestellt.

Seit einer Weile habe ich einen neuen Job zu dem auch ein Firmenwagen gehört. Schweren Herzens habe ich mir nun einen Neuwagen bestellt. Dazu der Kommentar meiner 8jährigen Tochter: „Wir werden nie wieder so einen schönen Wagen haben wie unseren Saabi. Wir können ihn nicht abgeben, schließlich haben wir so viel miteinander durchgemacht.“ Ja, das stimmt wohl, allerdings leuchtet seit heute Nachmittag schon wieder „check engine“ und der Wagen geht im Leerlauf immer aus. Ich fürchte, ich muss mich geschlagen geben.

Ich starte jetzt mit der Suche nach einem Abnehmer: „Saab in liebevolle Hände nur an echten Fan abzugeben“.


Danke an Natascha für ihre Saab Story! Dafür geht eine unserer exklusiven Saab Bordmappen auf die Reise. Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, einer Restauration oder einer anderen Begebenheit im Leben mit der Kult Marke aus Trollhättan?

Was immer es ist, schreibt uns. Wir freuen uns darauf!

26 Gedanken zu „Meine Saab Story – Endless Saab Love

  • 10. November 2017 um 11:38 AM
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    Ach ja, wieder so eine der ergreifenden SAAB Geschichten (seufz). Ich kenne das alles nur zu gut. Aufgeben kommt für mich noch nicht in Frage, aber die Konstellation ist auch anders. Natascha, überlegs Dir noch mal! Ein fast durchreparierter 9-5 er der dann gelegentlich brillieren darf, sowas wird immer seltener! Und macht glücklich! Du hast ihn dann für besondere Fahrten und wenn es Dich einfach mal wieder zwickt und Du SAAB fahren musst!

    Ich war gestern in Kiel, ihr wisst schon bei wem. Die Preise steigen. Und es ist immer wieder erfrischend zu sehen, wie SAAB einfach weiter gelebt wird. Natürlich hätte ich Sie wieder alle kaufen können 🙂

    Saabige Grüße vom Erik

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  • 10. November 2017 um 11:55 AM
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    ORIO übernehmen Sie!

    Die Geschichte ist zu gut um so zu Ende zu gehen….

    Nicht aufgeben, Natascha!

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  • 10. November 2017 um 12:05 PM
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    Es freut mich auch einen Kommentar über die Mängel zu lesen. Seit wir ein 9-3 Cabrio, Bj. 2004, fahren, bin ich überzeugt, daß diese Modelle überhaupt nichts mehr mit Saab zu tun haben – es steckt mehr GM darin, das dementsprechend kurze Standzeit aufweist.
    Für mich, der schon 30 Jahre Saab-Fahrer bin, wundert es somit nicht, daß Saab mit diesen Modellen keinen Fortbestand hatte!

    LG – burkhard.

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  • 10. November 2017 um 12:06 PM
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    Meinen 9-5 Kombi habe ich mit fast 300000km abgegeben – “check engine” hat während der gesamten Laufzeit von über 10 Jahren nicht einmal geleuchtet und Reparuren haben sich insgesamt recht überschaubar im unteren 4-stelligen Bereich abgespielt. So unterschiedlich können auch bei SAAB die “Lebensläufe” sein.

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  • 10. November 2017 um 12:24 PM
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    Nicht aufgeben, einfach weiter machen! ja, manchmal tut das im Portemonaise weh, stimmt. Aber sich dann wieder reinsetzen und das entspannte dahingleiten auf der Autobahn geniessen, ist unbezahlbar.
    Ich hab auch grad sowas ähnliches durch. Habe ein halbes Jahr auf meinen 9-5 verzichten müssen, weil Zeit und Geld für Reparaturen und TüV nicht vorhanden waren. Jetzt ist es endlich vollbracht, ich darf ihn wieder fahren und freue mich darüber. Zwar hat nach zwei Tagen nun auch wieder die CE aufgeleuchtet, aber das juckt mich jetzt auch nicht mehr. Jetzt zieh ichs durch. Wird bestimmt nur ne Kleinigkeit sein… 😉

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    • 10. November 2017 um 12:29 PM
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      Ist es oft. Bei dem 9-5 eines Freundes war es ein kleiner Bruch im Kabelbaum. Saab Service Frankfurt hat einen Bypass gelegt. Seit dem ist zuverlässig Ruhe eingekehrt.

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  • 10. November 2017 um 12:54 PM
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    Ich gehöre auch zu den «unvernünftig SAAB verrückten» Frauen und bin regelmässige Blog Leserin. Es ist schon so, eine Frau die Autos liebt stößt grösstenteils auf Unverständnis und wenn sie sich auch noch für die Motoren interessiert und wissen möchte wie sie funktionieren erst recht. Ich habe 2 SAAB’s, ein wunderschönes, 16 jähriges 9-3er Cabrio für den Sommer und mein schöner Schwarzer 9-5 NG als Winterauto. Ich liebe beide! Der Kleine erhält gerade eine neue Zylinderkopfdichtung in der SAAB Garage in Kirchberg. Sonst hatte ich aber noch keine nennenswerte Reparaturen. Ich werde die Zwei so lange wie möglich fahren auch wenn der 9-5er manchmal nervt, aber nur weil er so gross ist, kaum in die Garage passt und überall viel Platz braucht. Liebe Natascha behalte deinen SAAB er ist es wert!

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  • 10. November 2017 um 12:54 PM
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    Saab hin oder her, wenn ich die Mängelliste lese frage ich mich schon: Wieso tut man sich das an? Eine solche Pannenhäufigkeit ist weder für einen Saab noch für ein anderes Fabrikat normal. Ausschlachten (wenn man will) und den Rest ganz schnell beim Schrotti um die Ecke in die Presse.

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  • 10. November 2017 um 1:24 PM
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    Ha, habe meinen SAAB 9-5 kombi 2002 letztes Jahr von Herrn Johann Taubenberger mit neuem Motor bekommen.
    Soll keine Schleichwerbung sein, da für mich beste SAAB-Werkstatt im Süden.
    Habe neue Bilsteins eingesetzt und das Auto läuft wie ein Neuwagen.
    Dank des Tech2-Diagnosegerätes bin ich über die Elektronik bestens informiert und kann abschätzen was im Fehlerfall zu tun ist. Dies ist mein 4ter SAAB, der wird mich lange begleiten. Außer SAAB gibt es für mich keine brauchbaren Autos mehr.

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    • 10. November 2017 um 3:02 PM
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      Ist keine Schleichwerbung! Wir vom Blog freuen uns über positive Rückmeldungen! Familie Taubenberger gehört sei Jahren zu den Unterstützern des Blog Projekts, von denen es viel zu wenige gibt. Ohne dieses Engagement wäre der Saab Blog nicht zu realisieren.

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      • 10. November 2017 um 7:00 PM
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        Dann mal ein ganz grosses DANKE an die Familie Taubenberger !!!

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        • 13. November 2017 um 12:07 PM
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          Wir unterstützen den Blog gern. Die Story haben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen.
          Für uns steht einmal mehr fest: solange es Saabs auf der Straße gibt, werden wir uns darum kümmern. Rechnen DARF man da nicht, man muss es mit Leidenschaft tun! Saab-Fahrer, wie die Verfasserin dieser Tragik-komischen Geschichte sind es einfach wert!

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  • 10. November 2017 um 3:38 PM
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    Nachtrag: Meine Saab Spezialisten in Berlin haben den Schaden innerhalb von 5 Minuten unentgeltlich behoben: Eine Klammer am Drosselkammerventil (heißt es so?) hatte sich gelöst. Danach ging es mir wie immer nach einer Schadenbehebung: reinsetzen, wohl fühlen, los fahren, wohlfühlen…Lieben Dank für die Mut machenden Worte. Ich mag nur nicht an die schon angekündigten Reparaturen denken: Auspuffendtopf, Teile der Unterbodenbleche, Bremsleitungen…. Mein technisches Verständnis ist leider so gering, dass ich den Gesamtzustand so schlecht beurteilen kann. Der Wagen hat einen großen Motor drin und fuhr früher mal über 200 – heute wohl auch noch. Ich habe das leider länger nicht mehr gecheckt – trau mich nicht. Also, wenn jemand unter euch ist, der in Berlin lebt und mir seinen automobilen, insbesondere saabschen Sachverstand zur Verfügung stellen würde um mit mir mal eine kleine Ausfahrt zu machen, sich mal alle Rechnungen anschaut und mir eine Einschätzung gibt, würde ich mich total freuen.

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    • 10. November 2017 um 4:43 PM
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      Um so älter ein SAAB wird um so mehr muss man ihn kennen. Man sollte kleinere Sachen auch selbst erledigen können. Dafür gibt es jede menge Literatur zum 9-5. Les dich rein oder lass dir von einem Bekannten erklären wie was Funktioniert.
      Würde dir gern helfen, nur Wohne ich etwas weit weg von Berlin.

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    • 12. November 2017 um 10:42 PM
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      Ja, Natascha – da stellt Dich der schwarze 9-5 (die schönste Kombination, die ich mir für dieses Modell vorstellen kann) ja immer wieder auf die Probe.
      Ich würde, wenn ich wieder in Berlin bin, gerne mal vorbeikommen und Dir auch gut zureden. Das wird schon.
      Gib mir mal eine Kontaktmöglichkeit zu Dir und ich melde mich bei Gelegenheit.

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      • 15. November 2017 um 9:00 PM
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        Danke, sehr gerne. Tom hat meine Kontaktdaten, ich habe ihn gebeten, sie dir bei Nachfrage zu geben.

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  • 10. November 2017 um 3:46 PM
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    Hallo Natascha,
    Auspuffendtopf ist normales Verschleißteil, Unterbodenbleche/Bremsleitungen kann jede Werkstatt.
    Hatte bei meinen 15 Jahre alten gebrauchten 9-5er die hinteren Radhäuser komplett für 500,- perfekt schweißen lassen.
    Andere Kfz´s werden als Schrott verwertet, SAAB kann man richten und ewig fahren.

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  • 10. November 2017 um 3:54 PM
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    Übrigends die “Check-Engine” Lampe hatte ich auch mal plötzlich während einer Autobahnfahrt.
    Danach war sie wieder weg, tauchte wieder auf, ohne Leistungsabfall des Motors. Probleme könnten z.B. den Katalysator zerstören. Habe einfach die schwarze Zündkassette gewechselt und Problem gelöst.

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  • 10. November 2017 um 5:54 PM
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    Hallo Natascha, sehr schöner Bericht. Ein wunderschöner Saab 95, hatte ich auch einmal, in schwarz, Aero. Ich habe ihn geliebt, gekauft bei den Saab Brüdern in Berlin als er 1 Jahr alt war von einem GF von Saab Deutschland. Ein schwarzer Kombi, wie Deiner. Habe ihn geliebt, hatte aber dann bei ca 150000 km einen Getriebeschaden. Der ist dann nach Polen gegangen. Mann hatte mir nämlich empfohlen lieber einen Neuen zu bestellen. Habe ich auch getan. War dann ein schwarzer 93 Kombi. Heute hätte ich anders entschieden und auf das Getriebe gewartet. Habe z.B. bei meinen alten 93 Cabrio Baujahr 99 neuen Motor, neues Getriebe und Turbolader einbauen lassen. Musste bei meiner Freundin lange Überzeugungskünste leisten. Saab ist Leidenschaft. Das verstehen nur Saab Fahrer. Du mußt entscheiden. Am liebsten würde ich Dir den 95 abnehmen, aber es stehen schon 2 Museumsstücke in der Garage. Ich würde wahrscheinlich eine Menge Stress bekommen. Also mußt Du ihn wohl weiter fahren. Liebe Grüße aus dem Rande von Berlin Carsten

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  • 11. November 2017 um 10:41 AM
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    Sehr schöner Wagen! Meine Frau und ich haben auch 3 9³er und fahren die so lange es möglich ist.

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  • 11. November 2017 um 11:34 AM
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    da hört man die Hoffnung heraus, dass andere Autos problemlos funktionieren, aber dafür trägt man 4-stellige Beträge für Wartung und Garantie zur Vertragswerkstatt, bezahlt für Öl und Filter und Zündkerzen den notwenigen Werkstattaufenthalt und darf sich dann freuen, wenn nach 2-3 Jahren der Hersteller sich an den Reparaturkosten für Lichtmaschine oder Wasserpumpe beteiligt, ach ja sie waren einmal zu späte zur Vorsorge, dann greift natürlich unsere Garantie nicht vollständig. Saab wie alle anderen Autos bestehen aus Teilen, die sich größtenteils auch in anderen Autos befinden, und diese Teile unterliegen dem Verschleiß, manches ärgerlich anderes normal. Check-Engine ist meisten ein Problem mit der Zündkassette, die ist mit einem Stecker und 4 Schrauben befestigt, der Wechsel dauert max. 5 Minuten und das Problem ist gelöst, die Preise schwanken zwischen 100 und 300 Euro und kommen im langen Leben eines Saab wahrscheinlich einmal vor. Auch die Benzinpumpen halten nicht solange wie der Saab, nervige Arbeit aber auch kostenmäßig überschaubar, ein ähnliches Modell befindet sich so gut wie in allen anderen Autos des Marktes mit ähnlicher Problematik. Benzinlumen mögen es nicht wenn man den Tank fast leer fährt, ach ja dann gibt es noch die Pixelfehler in den Zusatzdisplays SID und Klima.
    Lässt sich wie bei Audi BMW und anderen Modellen als Alterserscheinung erklären und kann in Eigenregie für kleines Geld und wenig Zeit oder im Austausch gemacht werden (1h bis 10Minuten) , Bremsen, Fahrwerk, Stoßdämpfer, Scheibenwischer, Öl und Waschwasser sind dem natürlichen Verbrauch untergeordnet. Ansonsten ab und an kümmern oder eine nette Dorf-Werkstatt mit Lust an Autos kontaktieren und weiterhin problemlos fahren. Alternativ kaufen wir Ihren Saab für kleines Geld und Sie kaufen sich so einen Audi-BMW-Passat machen Ihren neuen Händler glücklich und bezahlen hohe Inspektionskosten und dürfen dann auf dem Parkplatz immer raten, welchen von den 20 bis 30 Wagen in der gleichen Farbe ihrer ist. P.S. egal für welche Marke Sie sich entscheiden, auch die anderen kochen nur mit Wasser und P.S. 2, man muss nicht Architekt oder Jurist sein, um Saab zu fahren, das ist ein Vorurteil, genauso wie, dass solche Professionen keine Ahnung von Autos haben und sie solange fahren bis alles in Grund und Boden gerockt ist. Viele wissen ja auch nicht, dass die Physik für alle Autos die gleiche ist und nach dem Ende der Bodenhaftung der Abflug kommt.
    Wenn Ihnen diese Autos gefallen, dann hören sie auf ihre Tochter und bleiben bei der Marke und kümmern sich ein bißchen um ihr Auto, damit sie nicht erst bei der Urlaubsfahrt merken, dass ab und an bestimmte Dinge gecheckt werden müssen.
    Fahre seit 37 Jahren Autos und bin nach Audi, BMW, VW, Volvo bei Saab gelandet und denke, warum diesen Umweg.
    Bis auf den 240er Volvo habe ich nichts zuverlässigeres erlebt und kann das ganz gut mit den Autos meiner Kollegen (German Premium vergleichen) … ich schleiße mich den Worten meiner Vorschreiben an … weiter fahren genießen, pflegen und freuen. Christian

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  • 11. November 2017 um 3:48 PM
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    Hallo Natascha
    Meine Ehefrau und ich fahren zwei 9 5 o. g. (old generation, wie wir). Wir möchten keine anderen Wagen.
    Bei meinem 9 5 Jg. 2004, 152’000 km, leuchte die check engine Lampe im Sommer 2016 einige Male. Das Problem war immer das waste gate Ventil. Es liess sich für wenig Geld beheben. Im gesamten 2017 leuchtete das c. e. Lämpchen nie mehr.
    Ich würde ebenfalls auf deine kleine Tochter hören. Die wichtigen Dinge im Leben kann man nur mit dem Herzen sehen. Kurt, mitten aus der Schweiz

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  • 11. November 2017 um 9:10 PM
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    Hallo Natascha

    Ich selbst fahre als Alltagsauto einen 95 Kombi, dem ich vor zwei Jahren auch einige Renovationen gegönnt habe. Zwei negative Erfahrungen mit sogar relativ teuren Audis haben mit gezeigt, dass Summa Summarum, ein SAAB auf lange Zeit die bessere Investition ist. Alles was man benötigt, hat man ja. Und ich habe wirklich nie etwas zuverlässigeres gehabt, als einen SAAB. Und es macht mir Spass, mit einem “alten Autos” bei Anlässen neben den Luxusautos zu parkieren. Denn ich bin mindestens ebenso bequem und noch sicherer hin gekommen.

    Mein zweitältester SAAB ist aus 1990. Ausser einer Antriebswelle war noch nichts defekt. Nun nach so 270′ km muss das Getriebe wegen dem Rückwärtsgangzahnrad raus, aber da war ich selbst zu unvorsichtig. Die erste grössere Investition, ausser den normalen Verschleissteilen. Ja ein neues Verdeck war noch vor 10 Jahren nötig.

    Hör auf Deine Tochter … und behalte Deinen SAAB. 🙂

    Grüsse aus der Schweiz.

    Joachim

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  • 11. November 2017 um 10:18 PM
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    Es ist verständlich, jeder (auch ich) hat sich schon überlegt, ob er sein Saab nicht doch verkaufen will. Doch immer wieder fällt einem auf, das ein Saab etwas hat was kein Hersteller der Welt hat: Flair!
    Man habt sich von der Masse ab, man Setzt sich auf die (unverschämt) gemütlichen Sitze, Startet den Motor und Cruist durch die Welt und denkt garnicht ans Anhalten. Ein Saab ist leistungsstark, sicher, gemütlich, vielseitig, zuverlässig (lieber paar Kleinigkeiten als überteuerte und wehleidige Lifestyleautos), gut ausgestattet und einzigartig. In meinen Augen sehe ich kein Grund umzusteigen.

    Behalt Ihn!!!

    Mfg, Besmir 😀

    Antwort
  • 12. November 2017 um 2:43 PM
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    Hallo Natascha, wer sind diese Saab-Brüder in Berlin?
    Viele Grüße, Uwe

    Antwort
    • 12. November 2017 um 3:50 PM
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      Ich nehme die Antwort vorweg: Bredlow. Ältester Saab Händler Deutschlands.

      Antwort

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