Verbrenner oder Elektro? Wir bestellen einen Citroën Neuwagen!

Zu den unendlichen Diskussionen, privat und in der Firma, gehört die Frage Verbrenner oder Elektro? Was sollen wir bestellen? Konkret dreht es sich um einen Kompaktwagen für die Stadt und fest steht, dass es ein Citroën werden muss. Hier schlägt meine Affinität für die Traditionsmarke aus unserem Nachbarland durch. Aber offen ist, welches Modell es werden wird. Die Neuwagen Geschichte beginnt im Januar 2022.

Ein Citroën Neuwagen - Verbrenner oder Elektroauto?
Ein Citroën Neuwagen – Verbrenner oder Elektroauto?

Ein Citroën Elektroauto, klein und kompakt, wäre ideal

Eigentlich, das ist meine Überzeugung, sind Elektroautos ideal für das urbane Umfeld. Emissionsfrei in den Innenstädten mit kompakten, pfiffig gemachten Fahrzeugen. Nur, wo gibt es die? Bei Citroën ist Anfang des Jahres der neue ë-C4 dazu gekommen. Der ist zum damaligen Zeitpunkt so neu, dass es nicht möglich ist einen Probefahrt Termin zu bekommen.

Trotzdem, ich finde den C4 sympathisch und die Idee des Elektroautos für ideal. Denn wir möchten in den kommenden Jahren unsere Nebengebäude nach und nach mit Fotovoltaik Anlagen bestücken und autark eigenen Strom produzieren.

Allerdings habe ich in Sachen Neuwagen Bestellung nur beratende Funktion. Der neue Citroën ist nicht für mich, die beste Ehefrau von allen wird ihn fahren. Er wird den viel zu groß gewordenen Berlingo ersetzten, aktuell ist es eben ein Stadtauto, das in ihr Leben passt. Ich hingegen bleibe der Altauto und Saab Fraktion treu, und sehe kaum einen Grund das zu ändern.

Elektrisch - Citroën ë-C4
Elektrisch – Citroën ë-C4

Tatsächlich versuche ich Citroën C4 Werbung zu machen. Unterschwellig und vorsichtig. Wenn wir auf der Straße einen sehen, weise ich auf den neuen Citroën hin.

Das nutzt natürlich – gar nichts. Der C4, er passt in die berühmte Golf Klasse, ist meiner Frau für die Stadt einfach zu groß. Klar, er sieht nicht gerade zierlich aus und objektiv gesehen liegt sie absolut richtig.

Damit ist aber, nach endloser Diskussion, die Frage nach dem Elektroauto komplett vom Tisch.

Ein Wort, das mir unangenehm ist

Denn kleiner, kompakter und elektrisch, das wäre nur der Citroën AMI. Der aber ist eine extreme Lösung, mehr ein Stadtfloh für Transportaufgaben in der Großstadt oder als Drittwagen. Und scheidet daher aus.

Zum Schluss bleibt nur die C3 Produktfamilie. Es gibt den normalen C3 und den Aircross, der modischer und viel interessanter daher kommt, ein Fahrzeug aus der trendigen Gattung City SUV.

Citroën AMI
Citroën AMI

Womit ich das unangenehme SUV Wort, um das ich mich irgendwie drücken wollte, dann doch geschrieben habe.

Natürlich lässt sich Citroën den Aircross, mit einer Extra Portion Lifestyle, ordentlich bezahlen. Der normale C3 ist das Sonderangebot, der Aircross die feine, kleine Hermès Tasche. Dazu kommen die kleinen, netten Möglichkeiten der Individualisierung.

Farbakzente vom Dach angefangen über die Außenspiegel und Karosserieteile kann der Kunde selbst setzen und dazu gibt es einen nett gemachten Online Konfigurator für den C3 Aircross. Ich muss zugeben, das macht sogar Spaß, denn es befördert den Spieltrieb. Als Saab Mensch kommt man bekanntlich nicht mehr zum Vergnügen, irgendetwas neu zu konfigurieren. Habe ich das vermisst?

Ich erkenne – so ist es. Ich spiele immer wieder mit dem Online Konfigurator, das Ergebnis wird optisch ansprechend aufbereitet, und der Konfigurator ist leicht zu bedienen.

Stadtauto Citroën C3
Stadtauto Citroën C3

Nach kurzer Zeit hat man raus, was kombinierbar ist und was nicht. Wir setzen Schwerpunkte.  Wichtig ist ein großes Schiebedach, das Automatikgetriebe und Komfortdetails, wie die Rückfahrkamera. Einfach ist hingegen die Farbwahl.

Schwarz muss er sein, wie in den alten Zeiten!

Der C3 Aircross wird, wie zu Saab Neuwagenzeiten, selbstverständlich schwarz. Der C3 Aircross erfüllt die Anforderungen an ein Stadtauto perfekt. Er ist nur knapp mehr als 4 Meter lang, und weniger als 1,8 Meter breit. Das passt, und daran gemessen ist der Innenraum relativ großzügig.

Am Ende des Tages wirft der Online Konfigurator für unseren Stadtwagen in der idealen Variante einen Preis von fast 30.000 € aus. Mein letzter Saab Neuwagen war günstiger. Aber, das ist auch schon wieder länger als ein Jahrzehnt her.

Auf der anderen Seite sind das Listenpreise. Da sollte etwas möglich sein. Oder etwa nicht?

In der Frankfurter Stellantis Niederlassung schauen wir uns den C3 Aircross an. Das alte Modell, denn es ist ein Facelift unterwegs, das noch nicht verfügbar ist. Sind wir sicher, dass wir bestellen wollen? Meine Frau plädiert dafür, ich habe immer noch den C4 im Hinterkopf, aber bin nur in Beraterfunktion vor Ort.

Zur Bestellung des Citroën Neuwagen wechseln wir im Februar nach Neu-Isenburg. Unseren neuen Berater, Nummer 3 in 3 Jahren, kennen wir bisher nur vom Telefon. Er hat vorab die Wunschkonfiguration erhalten und ich setze auf einen Bestellvorgang nach meinem Geschmack.

Citroën C3 Aircross
Citroën C3 Aircross

Schnell und problemlos, konzentriert auf die Sache. Denn, was ich ungefähr so liebe, wie einen Besuch beim Zahnarzt, das sind endlose Verkaufsgespräche und Monologe rund um das Auto.

Entspannt oder angespannt? Wir bestellen einen Citroën Neuwagen

Enttäuscht werde ich nicht. Der Citroën Berater ist jung, kompetent und freundlich. Und er ist gut vorbereitet. Es wird ein angenehmes Gespräch. Die Konfiguration des C3 Aircross wird leicht angepasst, der gewohnte Rabatt für Gewerbekunden eingetragen. Am Ende steht wieder einmal ein Full Service Vertrag mit der Option der Übernahme am Ende der Laufzeit zu Konditionen, die man kaum ausschlagen kann.

Es bleibt die Sache mit der Lieferzeit. August 2022 steht im Vertrag, ob Stellantis den Termin halten kann, ist offen. Die Situation mit Neuwagen ist angespannt, bei allen Marken. Citroën spezifisch ist das nicht. Wir könnten länger den Berlingo fahren, bekommen das Angebot, lehnen aber ab. Denn wir können die Wartezeit auf den Citroën Neuwagen entspannt angehen. Zu Hause steht eine Halle voller alter Saab.

Auch die möchten bewegt werden.

Meine Frau greift zu, holt sich (Geschmack-sicher) den 9-3 Aero Hirsch aus dem Hangar. Ein vernünftiges Stadtauto ist das nicht. Aber ein schnelles, sportliches, mit allen Nebenwirkungen. Ob das gut gehen wird, denn irgendwann wird sie vom Aero auf den Aircross umsteigen müssen.

Wird sie Entzugserscheinungen haben, oder ist sie froh, den alten Saab los zu sein? Wir werden sehen.

Fortsetzung folgt

Mit Bildern von Citroën Communication

 

10 thoughts on “Verbrenner oder Elektro? Wir bestellen einen Citroën Neuwagen!

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    Der C3 Aircross (klingt fast wie Aero) ist ganz pfiffig gemacht, eine Arbeitskollegin fährt einen. Sie liebt den kleinen Franzosen über alles und hat ihn schon einige Jahre. Klein und zuverlässig und optisch nicht langweilig. Ich denke, das war eine gute Entscheidung!

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    Meine Produktivität leidet bei solchen Geschichten…

    Da sitzt man bei der Arbeit, dann liest man diese Story und ist abgelenkt. Herrlich! Ich frage mich nur, ob Zitrön Deutschland hier mitliest und ob es einen Presserabatt on Top gab? Wenn nicht, dann sollte Tom einen Antrag stellen!

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      Was für eine Idee! Nein, kein Presserabatt. Aber auch so zufrieden.

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    … wenn das Wort SUV „unangenehm“ ist, der sollte allein beim Gedanken an „Drittauto“ doch schon ganz heftige Scherzen verspüren, oder!? 😉

    Netter Artikel! Schöne Story.
    Ich brauch zwar noch längst kein neues Auto (und hoffe mein Dickschiff macht es noch mehrere/viele Jahre), aber aus Neugier schau ich auf den Herstellerseiten & -Konfiguratoren ab und an auch mal vorbei.

    Ich stelle dabei aber leider immer wieder fest, dass ich bei den „deutschen“ Marken nichts optisch ansprechendes mehr finde (oder aufgrund. div. „Skandale/Skandälchen“ oder anderen – zumindest meiner Meinung nach Fehlverhaltens – nicht kaufen möchte).

    Hängen bleib ich eben aber dann öfter mal bei Citroën/DS und auch ab und an Peugeot.

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      Beim Drittauto nicht. Denn das ist ja längst Realität und parkt vor dem Büro. Und im Hangar steht das Viertauto, Fünftauto…

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        Wollt nur etwas unqualifiziert „pöbeln“ … bin ja eigentlich nur auf deinen Hangar (und Fuhrpark) neidisch … 😉

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          Das war mir fast klar. Ich liebe meinen Altmetall Bestand.

          Mit DS bin ich bei Dir. Gefällt mir auch sehr gut. Peugeot weniger. Ich kann mich mit dem Cockpit nicht anfreunden.

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      Geht mir genau so! Konfiguriere auch ab und zu bei DS, wenn dann aber der Endpreis angezeigt wird, oh ja, dann wir alles wieder relativ schnell gelöscht.
      Wir haben im Dezember einen neuen Suzuki Swift Allgrip Mildhybrid gekauft. Was fü ein schnuckeliges Auto. Fährt wunderbar und sehr sparsam. Und der Neupreis unter 20k Euro! Für ausgedehnte Fahrten stehen ja diverse Saab zur Verfügung, das macht es natürlich leichter einen Kleinwagen zu kaufen.

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        DS ist wirklich extrem interessant. Auch der DS 4 ist raffiniert, mit viel Blick für Details gemacht. Der Preis ist natürlich happig, aber Geschmack kostet halt. Mir geht es wie Ihnen. Der Online Konfigurator ist dann ganz schnell wieder zu 😉

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        Auf den Internetseiten von Suzuki schaue ich auch jährlich vorbei. Viel zu sehen gibt es nicht, aber der Swift gefällt mir schon seit vielen Jahren und seine behutsame Entwicklung. Klasse auch der neue Jimny, der wieder ein echter und absolut ernsthafter Geländewagen und KEIN albernes SUV geworden ist …
        Mit dem kann man auch nach Island oder Afrika verreisen. Als ich damals Algerien mit einer Enduro (Suzuki DR 600) gemacht habe, war die Fähre Marseille – Algier mit zahlreichen Jimnys gut bestückt. Schade, dass der auf Reisen nur für 2 Personen taugt. Schade, dass es keinen Viertürer und verlängerten Radstand gibt, so wie früher Toyota, Jeep Wrangler, G-Klasse oder den Land Rover Defender (90 & 110) …

        Es wäre ein hochfunktionales Spielmobil für bis zu vier Personen mit Augenmaß. Meine Jungs sind noch nicht aus dem Haus und ich würde höchstwahrscheinlich schwach werden. Aber wie dem auch sei, ich finde, dass Suzuki mit Swift und Jimny zwei sehr attraktive Autos im Programm hat, die inmitten unseres globalen Überangebots an allem Möglichen erstaunlicherweise noch immer gewisse Alleinstellungsmerkmale besitzen. Es sind Underdogs und zugleich coole Socken, die da von einem relativ kleinen (Automobil-) Hersteller kommen, den viele nur mit Außenbordern oder Motorrädern assoziieren. Ist schon irgendwie eine coole Nummer. Mir ist das sehr sympathisch.

        Allzeit gute Fahrt mit Saab, Lancia und Swift.

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