Neuinterpretation des 96: Saab 9-2 Design von Johan Wejedal
Die Idee eines kleinen Saab war immer wieder präsent. Zuletzt hatte er echte Chancen, auf der Basis des MINI 2011 verwirklicht zu werden. Ein fertiges Design, das interessanterweise auf Münchner Initiative in einem italienischen Designstudio entstand und nicht auf schwedische, soll es bereits gegeben haben.
Zur Realisierung kam es nicht, was definitiv nicht an den Bayern, sondern an schwedischen Fehlentscheidungen lag. Doch das ist eine lange, schwierige Geschichte, und sie merken es bereits: Wir wagen einen Blick zurück in das Jahr 2011 und zu einem Designvorschlag aus Göteborg.

Neuinterpretation des 96: Saab 9-2 Design von Johan Wejedal
Damals war der Saab 96 das Maß aller Dinge, Retrodesign war auf der Tagesordnung und die Inspiration kam wohl vom Fiat 500 und dem MINI von BMW.
Entsprechend zeitgeistig gerundet sollte er aussehen. Der neue Saab 9-2, der als neues zusätzliches kleines Modell hätte erscheinen können und der die Palette der Trollhättan Marke nach unten hätte abrunden können.
Das war zumindest der Designvorschlag von Industriedesigner Johan Wejedal aus Göteborg.

Der Designer ging behutsam vor, um die Linien des klassischen 96 weiterzuentwickeln und den 9-2 als Nachfolger zu zeigen, so als ob Saab niemals die Produktion dieser Modelle eingestellt hätte. Sondern, als ob man in Schweden den Klassiker als eine Designikone der Marke immer wieder behutsam gepflegt hätte.
Ein grundsätzlich guter Gedanke, welcher der Geschichte des Porsche 911 ähnelt.
Ein weiterer Schritt, um die Designlinie nicht zu zerstören, sind die kleinen, hinten angeschlagenen Türen, durch die Mitfahrer bequem auf die hinteren Plätze gelangen können.

Die Idee ist aus dem Mazda RX8 und manchen Mini Modellen bekannt. Sie war also nicht ganz neu, aber gut gemacht. Johan Wejedal führte damals den Entwurf so aus, dass auch ein Kombi, ein Cabriolet oder ein kleines SUV auf Basis des Retro 9-2 denkbar gewesen wären.
Wejedal zeichnet keine Saab mehr, er designt für Zeekr
Wie wir alle wissen, wurde aus den 2011er Entwürfen niemals Wirklichkeit. In Trollhättan verschmähte man die MINI Produktion im Saab Werk und auch den bei BMW designten neuen, kleinen Saab-Mini-Ableger.

Mit dem Resultat, dass Jahre später gar keine Autoproduktion mehr vor Ort stattfindet und statt werthaltiger Arbeitsplätze ein Versand für Süßigkeiten und eine Altreifen Recycling Anlage in den früheren Hallen der Autoherstellung anzutreffen sind.
Immerhin machte Johan Wejedal seinen Weg. Er bringt heute seine Kreativität bei der Geely Premium Marke Zeekr ein, und wer sich fragt, warum ein sehr aufregender Zeekr 7GT (Link) auch von Saab vorstellbar gewesen wäre, der ahnt hier die Antwort.
Danksagung Bilder: Johan Wejedal
Die ursprüngliche Fassung dieses Beitrags erschien erstmals am 12. März 2011, er wurde seitdem aktualisiert und redaktionell bearbeitet
Wuerde ich sofort kaufen! Einfach wunderbar anders als der ganze Asien Design Mix.
Ich würde sogar sagen, der Designer wagt sich an eine Tropfenform. Leider gibt es keine Bilder vom Heck, das wäre interessant gewesen und vielleicht in Richtung Ur-Saab gegangen.
Stromlinie – mutig, aber es hätte gepasst. Vielleicht heute mehr als damals. Denn man muss sich nur umschauen: Auch Audi ist jetzt mutig und bringt den A2 zurück