Volvo Recharge Highways – Volvo baut eigene Schnellladestationen

Volvo wird elektrisch und bewegt sich immer mehr in Richtung Tesla. Überraschend haben die Schweden angekündigt ein Netz mit eigenen Schnellladestationen aufbauen zu wollen. Bislang verzichtete Volvo Cars auf eigene Stationen und war  Partner von Ionity. Jetzt fiel der Entschluss für ein eigenes Netz. Los geht es in diesem Jahr mit 175kW Ladesäulen. Aber nicht in Schweden.

Schnellladestation von Volvo für zwei E-Autos
Schnellladestation von Volvo für zwei E-Autos

Volvo Recharge Highways

Italien ist nicht unbedingt das Land, dem man spontan eine Pionierrolle in Sachen E-Mobilität zuschreiben würde. Daher erstaunt es etwas, dass Volvo Cars auf der italienischen Halbinsel ein Netzwerk von 175kW Ladesäulen etablieren will. Der Start für die “Volvo Recharge Highways” ist verkündet, in diesem Jahr werden 30 Volvo Schnellladestationen entstehen. 25 davon sollen bis zum Ende des Sommers fertig sein, mehr als die Hälfte soll an Autobahnabfahrten platziert werden. Andere werden auf dem Gelände von Volvo Partnern stehen, alle sollen leicht erreichbar sein.

Obwohl die Ladestationen öffentlichkeitswirksam mit dem Volvo Logo werben, stehen sie auch für andere Marken offen. Der Strom soll ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammen. So wie es scheint, umfasst eine 175kW Station nur zwei Ladeplätze, E-Fahrzeuge sollen in 30 Minuten die Batterien zu 80 % laden können.

Historisch gesehen erinnert die Aktion an alte Zeiten, als die Nordeuropäer nach dem Krieg Italien als bevorzugtes Reiseziel entdeckten. Um Volvo und Saab Fahrern ein möglichst stressfreies Reisen zu ermöglichen wurden Ersatzteildepots entlang der Hauptrouten angelegt. Ähnlich ist es jetzt, mit den Elektroauto-affinen Skandinaviern. Die in einem Land Urlaub machen möchten, dessen Infrastruktur noch nicht auf diese Antriebsart ausgelegt ist.

Testlauf in Italien?

Volvo sagt, dass man mit der Initiative dem italienischen Markt einen Schub geben möchte. Sicher ist das berechtigt, denn das Interesse an Elektromobilität beschränkt sich in Europa auf wenige wohlhabende Märkte. In weiten Teilen der EU spielt E-Mobilität und der Ausbau der Infrastruktur bisher eine geringe Rolle.

Im Moment beschränken sich die Volvo Pläne auf Italien. Für andere Märkte ist nach offizieller Lesart kein eigenes Netz mit Schnelladern geplant. Ob diese Einstellung mittelfristig Bestand haben wird, bleibt für den Moment offen. Möglicherweise ist der überschaubare Markt in Italien ein Testfeld um Erfahrung mit dem Aufbau eines eigenen Netzes von Ladestationen zu sammeln.

6 thoughts on “Volvo Recharge Highways – Volvo baut eigene Schnellladestationen

  • @Volvaab Driver

    1. Die Daumen (wobei ich unabhängig von diesen agiere) sprechen ja eher für mich als für Sie, und zwar nicht nur bei diesem Thema: Zählen Sie doch einfach einmal – das ist beweisbar!
    2. Ich finde es erschütternd und gleichzeitig erbärmlich, dass Sie zu erkennen beanspruchen, von wem hier welcher Daumen stammt. Besitzen Sie hierfür ein bestimmtes Gerät oder übermenschliche Fähigkeiten? Spätestens hier sollten Sie Ihre absurd anmaßende Art, anderen gegenüber aufzutreten, erkennen und überdenken. Wer zeigt denn Ihnen, von mir abgesehen, den Daumen nach unten? Ich helfe Ihnen auf die Sprünge: Ich! Ich zahle jedem, der Ihre Beiträge in diesem Blog negativ bewertet, zwei Euro. Erkennen Sie die Lächerlichkeit? Ich fürchte leider, nein.
    3. Als Erwachsener sollten Sie Ihre Grenzen kennen: Sie befinden sich nicht in der Position – genauso wenig wie ich -, anderen Bloglesern vorzuschreiben, wie sie auf welchen Beitrag zu reagieren respektive diesen zu bewerten haben. Dies versuchen Sie nämlich in Ihrem Kommentar (vgl. Z. 5-7), obwohl Sie an anderer Stelle die Diversität (in der Blase) hochgehalten haben.
    4. Dass Sie meinen Beitag als explizit politisch verstehen, liegt meines Erachtens an Ihrem Verständnis des Politikbegriffs, welches ich zur Kenntnis genommen habe, jedoch nicht teile (s.u.): verschiedene Auffassungen im pluralistischen Diskurs.
    Dass Sie beanspruchen, Ihre Lesart sei – allen Auffassungen von Interpretation diametral entgegenstehend – die einzig richtige, ist mir spätestens seit Ihrem gestrigen Beitarg klar: Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung.
    5. Meines Wissens gibt es hier keine maximale Zeichenzahl, die ein Beitrag unfassen darf. Wenn ich hier irre, lasse ich mich gerne eines besseren belehren, wenn nicht, betrachte ich Ihren diesbezüglich Einwand zu Recht als gegenstandslos.
    6. Ich fasse Ihre hiesige Strategie, die Sie inzwischen vermutlich internalisiert haben, zusammen: gegen die Regeln der Logik und der Empirie absichtlich falsch verstehen, sich missverstanden fühlen, pauschalisieren, skandalisieren, separieren, und das alles mit dem Ziel, den anderen abzuwerten und sich selbst aufzuwerten.

    Da diese Strategie bei mir nicht zum Ziel führt und ich mich nicht auf Ihre Ebene ziehen lasse – dies habe ich Ihnen gestern zu vermitteln versucht, leider anscheinend trotz der Deutlichkeit erfolglos -, werde ich auch im Sinne der anderen bzw. des Blogs (Toms Werk, wie Sie gestern zu Recht betont haben) nicht mehr auf Ihre saabfremden Antworten auf meine Beiträge reagieren.

    Ich bin mit 47 Jahren dem Reifestadium, immer das letzte Wort haben zu müssen, entwachsen. Ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie das für sich ebenso sagen würden, ansonsten überlasse ich in dieser “Fehde” gerne das letzte Wort, womit Sie einfach nur “mega” wären.

    An die anderen (z.B. Stefan H.): Ich kann es nachvollziehen, weshalb ich es hiermit beende (auf meinen “Kontrahenten” habe ich keinen Zugriff).

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  • Ich mag diesen „neuen Ton“ hier in den Kommentaren nicht. Bitte Fehden beenden.
    Danke

  • Zitat: “Mist, jetzt habe ich mich soeben (….).”

    Wie haben Sie das bloß realisiert? Ist es der Umstand, dass Ihr Kommentar von Anfang bis Ende politisch und ziemlich lang ist?

    Ihr Geschwätz von gestern interessiert Sie heute nicht mehr? O k a y . . .

    Nur eine Bitte, aero50 ist mir hier nie unangenehm aufgefallen. Er ist Enthusiast durch und durch und war auch Gastautor. Da sind Sie mit Ihrem Daumen und Bezügen bitte etwas zurückhaltend – egal, wie viele Daumen, Bitcoins oder Tesla-Aktien Sie haben und egal, wie wichtig Sie sich nehmen.

    Danke.

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  • Wie man die Welt rettet (ob man sie überhaupt hätte retten können), kann man, wenn überhaupt, nur mit Wissensvorsprung rückblickend beantworten, aber wir und unsere Kinder werden wohl zu früh sterben. Ich persönlich denke auch nicht, dass es damit gelingt, aber zum einen muss man heute probieren, um morgen vielleicht zu haben, und zum anderen wird die Rettung der Welt m.E. nur durch fundamentale Veränderungen in verschiedenen Bereichen ermöglicht werden, und der weltweit zunehmende Individualverkehr ist hierbei ein nicht zu vernachlässigendes Stück vom Kuchen.
    Max Horkheimer hat “Alles-oder-Nichts-Denken” als die große Theorie derjenigen bezeichnet, die überhaupt nichts ändern wollen – nun gut, die Meinung eines schon längst verstorbenen Philosophen.
    Meine Familie und ich, ebenso zahlreiche Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, freuen uns über jeden Nichtverbrenner, der leiser und nicht aus dem Auspuff stinkend auf der vielbefahrenen Straße an unserem Haus vorbeifährt. Und wenn der Strom regenerativ gewonnen wird, ist das doch schön (ich weiß, auch auf diesem Gebiet ist die Welt respektive der Raum endlich). Beim Verbrenner sind ja momentan, wenn ich mich da nicht irre, 90 bis 95 Prozent fossil, es sei denn, man tankt z.B. in Schweden E85, solange es noch geht und man über ein taugliches Fahrzeug (z.B. Saab) verfügt. Außerdem wird – warum eigentlich – immer verschwiegen, wie energieintensiv der Weg des Kraftstoffs von der Ölquelle über die Raffinerie bis hin zur Zapfsäule ist: Beim Elektroauto wird aus bestimmten Ecken immer besonders viel Wert darauf gelegt, dass es doch nur eine Verlagerung vom Auspuff hin zum Schornstein ist (was stimmt, aber zu selektiv betrachtet ist – vgl. nationaler Strommix oder individuelle Situation vor Ort) und die Akkuherstellung (insbesondere in China) unvorstellbar umweltschädlich ist (was auch stimmt).
    Und wenn Tesla diesbezüglich Konkurrenz – fast hätte ich “aus Schweden” gesagt – bekommt, ist es doch auch eine Bereicherung, selbst wenn es den Kurs meiner Teslaaktien wahrscheinlich weiter sinken lässt.
    Und trotzdem werde ich mir aus verschiedenen Gründen in absehbarer Zeit weder einen solchen Volvo noch einen Tesla kaufen. Sollte ich es doch tun, lasse ich es die anderen wissen. Nicht, weil ich denke, dass es irgendjemanden interessiert, sondern damit mir nicht so leicht Doppelbödigkeit nachgesagt werden kann. Mist, jetzt habe ich mich soeben zu wichtig genommen, es aber gerade noch realisiert.

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  • Die Welt rettet man so nicht, hat aber ein Chance gegen Tesla.

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  • ….und rettet damit die Welt.

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