Die Saab Werkstätten brauchen unseren Besuch. Jetzt!

Der Frühling beginnt, und mit ihm startet die Saison für Liebhaberfahrzeuge. Viele Saab verlassen die Winterquartiere,  und vor nicht allzu langer Zeit gab es zu diesem Anlass Post von den Werkstätten. Sonderaktionen lockten und der Hinweis, dass es an der Zeit für eine Durchsicht sei. Das ist Vergangenheit. Ich finde kein Schreiben meiner Werkstatt im Postkasten. Irgendwie vermisse ich das.

Saab Werkstätten brauchen unsere Unterstützung - jetzt
Saab Werkstätten brauchen unsere Unterstützung – jetzt

Das Ausbleiben der Post ist in doppelter Hinsicht ärgerlich. Nach 2011 war die Werbesendung immer ein Hinweis, dass es Saab noch gibt und die Marke nicht komplett ausgelöscht ist. Und gerade jetzt, in Zeiten der Pandemie, wäre ein solcher Hinweis besonders wertvoll. Denn nach über einem Jahr, angereichert mit Lockdown und Kontaktbeschränkung, droht für manches Unternehmen das Aus.

Am Anfang kamen die Saab Werkstätten recht gut durch die Krise. Denn Saab Fahrer sind loyal, sie schätzen in der Regel,  was sie haben. Saab als sichere Bank und als Umsatzbringer, das zog für eine lange Zeit. Doch jetzt wird es auch bei vielen Kunden eng. Selbstständige, Künstler, kleinere Unternehmen, viele spüren jetzt die Auswirkungen. Nicht alle, denn es gibt auch die Profiteure, die in der Pandemie reich werden. Aber eine gar nicht so kleine Gruppe kämpft, und das meist alleine.

In der Folge wird gespart. Die Motorkontrollleuchte, früher ein Grund in die Werkstatt zu fahren, lässt man jetzt vor sich hin brennen. Solange das Auto fährt, spart man und schaut, dass man irgendwie durch diese Zeit kommt. Diese Kunden fehlen aktuell den Werkstätten. Die Rückhaltung, und die Dauer der Krise, lässt für manche Unternehmen die Situation von Monat zu Monat schwieriger werden.

Das Problem: Geht einmal die Luft aus, ist ein Neustart fast unwahrscheinlich.

Was einmal weg ist, bleibt weg. In Zeiten der Mobilitätswende und dem staatlich propagierten Drang zum E-Auto überlegt man sich jede Investition und einen Neustart gut. Im Zweifelsfall, und die Zweifel werden überwiegen, lässt man es sein.

Jetzt handeln ist wichtig

Wichtig ist, das zu bewahren, was unsere Fahrzeuge auf der Straße hält. Saab Werkstätten und ihre Kompetenz sind dafür unverzichtbar. Alternativlos, wie man in der Politik zu sagen pflegt. Gerade jetzt, nach dem Winter, der traditionell schwach ist, brauchen sie unsere Unterstützung.

Was kann man tun?

Geplante Investitionen vorziehen wäre ein guter Weg. Ein neues Verdeck für das Cabrio, eine Neulackierung für den Kombi, was immer für dieses Jahr geplant ist, man kann es vielleicht schon jetzt auf den Weg bringen. Nicht erst im Sommer, nicht vielleicht im Herbst. Das Timing ist wichtig, damit die Werkstätten wieder vollere Auftragsbücher und mehr Luft zum Atmen bekommen.

Planen Sie jetzt Ihren Besuch, nicht erst im Mai oder Juni. Ziehen Sie jetzt eine Investition vor, wenn es machbar ist. Legen Sie Ihre Planung von 2022 auf dieses Jahr, starten Sie ein kleines, privates Konjunkturprogramm. Ihre Saab Werkstatt wird sich freuen,  und im Ergebnis gewinnen beide Seiten.

Denn das, was Sie heute unternehmen, sichert die Möglichkeit, dass es auch nach der Pandemie einen kundigen Schrauber für Ihren Saab ganz in der Nähe geben wird.

27 thoughts on “Die Saab Werkstätten brauchen unseren Besuch. Jetzt!

  • Also ich versuche meine regionale Saab Werkstatt zu unterstützen, aber nötig haben die das offensichtlich gar nicht. E-Mails werden nicht beantwortet oder erst nach Wochen, Aufträge nur halb abgearbeitet, Fragen nicht beantwortet. Die einfachsten Terminabsprachen scheitern. Und dafür dann jedes Mal 75 km dorthin fahren? Seit 22 Jahren fahre ich nun Saab, aber so ein merkwürdiges Verhalten habe ich noch nie erlebt. Mainz war ja am Ende schon erkennbar wenig motiviert und hat wenig überraschend aufgehört. Da ist es bei der freien Werkstatt bei mir um die Ecke wesentlich einfacher. Bei aller Euphorie, nur weil es Saab ist, sollten Service und Interesse am Kunden schon vorhanden sein.

  • Ein kleines regionales “Konjunkturprogramm” für meine altbekannten Werkstätten ist bereits angelaufen.

    War heute Morgen bei meiner Saab-Werkstatt, um einen Auftrag in gerade noch vierstelliger Höhe zu besprechen. Hatte gedacht, dass mein Reparaturauftrag schon recht erheblich ist. Doch dann zeigte man mir zwei in Arbeit befindliche Vollrestaurationen von 900er Cabrios, die dann im mittleren fünfstelligen Bereich seien. Und der Hof steht auch voll.

    Bei meinem VW-Bus Spezialisten sieht es ähnlich aus. Aufträge ohne Ende und entsprechende Wartezeiten bei umfassenderen Arbeiten. Meiner bekommt im Moment einen Motorumbau, welcher mit Sicherheit nicht mehr vierstellig ist.

    Beides sind mittelständige Familien-Unternehmen, ohne die ich wahrscheinlich schon ein Elektroauto fahren müsste. Deshalb ist da jeder Cent gut investiert.

    Würde behaupten, es läuft zumindest hier noch ganz gut 🙂

  • @ Saab 900 Turbo S,

    kann es sein, dass Sie Toms Kommentar nicht richtig verstanden haben?

    Der ist explizit an Sie gerichtet. Ich lese da heraus, dass es im Großen & Ganzen mit der Hygiene hier klappt. Sie fangen jetzt sogar zu schreien an und haben offenbar einen Aufruf gelesen, als Lesender verstärkt Verantwortung für Inhalte & Kommentare übernehmen zu sollen …

    Mit Toms Definition von so unpolitisch wie möglich ist hier, so glaube ich, jeder Leser voll und ganz einverstanden. Hier werden Saab-Tassen lokal produziert, hier wird Tee und Espresso hinsichtlich auch sozialer Nachhaltigkeit thematisiert, hier erfuhr ich von einer Online-Petition für E85 und hier gab es einen Artikel, der die Auswirkungen von Fahrverboten auf eine spanische Saab-Werkstatt beleuchtet hat.

    Und hier schreien Sie mich typografisch an, weil ich ihrer Meinung nach zu politisch und eines Saab-Fahrers unwürdig unterwegs sei?

    Der aktuelle Artikel ist sinngemäß so überschrieben: Support your local Saab-Service. Now!

    Sie dürfen mich gerne zitieren und entlarven. Kein einziger meiner nachstehenden Kommentare ist politisch. Kein einziger hat hier eine Latte gerissen. Sind Sie sich trotzdem sicher, nicht selbst über das Ziel hinaus zu schießen – zumal “schreiend”?

    Bleiben wir doch bitte sachlich. Danke.

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  • @Volvaab Driver

    “Und da es hier, wie der Blogbetreiber unten noch einmal betont hat, weiterhin ‘so unpolitisch wie möglich’ zugehen soll, hätte es des Exkurses ja irgendwie gar nicht bedurft, weshalb ich eine saabfremde Erwiderung nicht mehr saabfremd erwidern werde” (s.u.).

    Manche (z.B. Menschen, die gar nicht mehr dem anderen antworten, sondern nur noch eigenes abspulen) benötigen einen dritten Versuch (“visuelles Schreien”):

    “Und da es hier, wie der Blogbetreiber unten noch einmal betont hat, weiterhin ‘so unpolitisch wie möglich’ zugehen soll, hätte es des Exkurses ja irgendwie gar nicht bedurft, WESHALB ICH EINE SAABFREMDE ERWIDERUNG NICHT MEHR SAABFREMD ERWIDERN WERDE” (s.u.).

    Ich habe es mir zur Richtschnur gemacht, insbesondere bei Erwachsenen im Falle des Scheiterns des dritten Versuchs im Sinne eines guten Lebens keinen vierten Versuch zu unternehmen, sondern alles Weitere Nemesis zu überlassen.

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  • @ Saab 900 Turbo 16 S,

    ob Sie das nun gut finden oder nicht, aber die Politik redet über Saab-Fahrer – redet und handelt, streicht E85 von den Zapfsäulen und bietet im Gegenzug Abwrackprämien für unsere Saab, diskutiert und erlässt Fahrverbote für Saab-Diesel und bietet im Gegenzug Subventionen für ein EV.

    Dass Sie vor diesem Hintergrund (mit moralisch sich selbst zugemessener Überlegenheit und erhobenem Zeigefinger) Maulkörbe an Saab-Fahrer verteilen, finde ich ein starkes Stück. Dass Sie dies als Plädoyer für Höflichkeit und wider den erhobenen Zeigefinger zu gestalten wissen, als großes Kunststück. Chapeau.

    Und doch ist es albern.

    Das Kanzleramt, Umwelt-, Verkehrs-, Wirtschafts-, Finanz- und Gesundheitsministerium fühlen sich sämtlich für Sie und Ihren Saab unter wechselnden Vorzeichen zuständig.
    Das sollte Ihnen klar sein.

    Wenn die Politik über Saab-Fahrer redet und entscheidet, reden Saab-Fahrer eben auch über Politik. Es geht doch gar nicht anders …

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  • @Stefan Tischler ´´Herr Tischler Sie scheinen ja einen besonders tollen Tag gehabt zu haben !! Freut mich das mein Beitrag Sie so angesprochen hat !! Aber immer cool bleiben´ … nicht das Sie uns noch einen Herzinfarkt bekommen´ das will ja keiner hier verantworten müssen !! Schöne restliche Woche für ALLE hier´!!

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  • Interessante Diskussion 🙂
    SAAB fahren war schon immer ein Statement. Aber wer heute seine(n) SAAB(e) nicht als Sonntagsauto neben dem Firmenleasingwagen, sondern als Alltagsauto bewegt, gibt irgendwie auch ein politisches Statement ab.

    Für mich hat es noch einen anderen Gesichtspunkt. Die Zeit der qualitativ hochwertigen Gegenstände ist weitgehend vorbei. Ich habe einige Dinge – neben den SAAB – für mich bewahrt, für die ich hart arbeiten musste und die ich bis heute sehr schätze, egal wie alt sie sind.
    Dafür braucht es natürlich Werkstätten, die ebenfalls Fachwissen und Lust auf diese Dinge haben.

    Durch Leasing in allen Lebensbereichen und kurze Halbwertzeiten ist die Wertschätzung bei den meisten Menschen im Mainstream verloren gegangen – worüber sich die Wirtschaft freut.

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  • Saab verkaufen …wenn kein Geld da ist
    dann können die investieren die den Saab am leben lassen …..erhalten

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  • @Volvaab Driver

    Nein, das kann und will ich nicht ausschließen. Andererseits halte ich mich nicht für so wichtig als ein Menschlein von gut 80 Millionen allein in Deutschland, dass ich glaube, für einen messbaren Effekt sorgen zu können (es sei denn, ich lasse eine Bombe platzen).
    Aber selbst in diesem Fall wären weder mein Verhalten noch mein Kommentar politisch. Es sei denn, man begreift diese Kategorie so, dass man als Bürger gar nicht unpolitisch sein könnte (s.u.), womit die Kategorie auf das Niveau einer Allerweltsvokabel sinken würde.
    Außerdem halte ich Ihren Versuch, den Spieß umzudrehen, für wenig innovativ und ziemlich misslungen, auch weil er eine fragwürdige Umwertung wichtiger Werte voraussetzt, für die es zumindest in meinem Umfeld keinen Konsens gibt: Man befindet sich in keiner Blase, wenn man keinen Zeigefinger erhebt – Blase und Diversität schließen sich, nebenbei erwähnt, dem Wesen nach aus: In der Blase begegnet man nämlich nur seinesgleichen. Und es ist auch nicht der bequemere Weg, wenn man diesen gegenüber anderen Leuten nicht erhebt, sondern höchstens der zurückhaltendere, höflichere, sich selbst weniger wichtig nehmende, also durch mehr Selbstreflexion geprägte. Der moralische Zeigefinger sollte sich für einen erwachsenen Menschen erübrigen, aber wahrscheinlich sehen das andere anders.

    Doch eigentlich, das ist jetzt auch an mich selbst gerichtet, soll es hier um Autos gehen, was ja auch mir so wichtig ist (s.u.).
    Und da es hier, wie der Blogbetreiber unten noch einmal betont hat, weiterhin “so unpolitisch wie möglich” zugehen soll, hätte es des Exkurses ja irgendwie gar nicht bedurft, weshalb ich eine saabfremde Erwiderung nicht mehr saabfremd erwidern werde.

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  • @ Saab 900 16 Turbo S,

    ich bin da ganz bei Ihnen. Als “explizit” politisch versteht wohl auch sonst niemand diesen Blog.

    Als parteipolitisch will ihn gleich und ganz und gar niemand verstanden wissen …

    Aber können Sie zuverlässig ausschließen, dass Ihr Handeln, Ihr Tun und Ihre Unterlassungen eine gesellschaftlich relevante Dimension, zumindest einen gewissen und messbaren Effekt haben?

    Das ist doch albern. Schon allein Ihr jüngster Kommentar wird einen gewissen Effekt haben. Und sei es nur der, dass sich 2 oder 3 Menschen darin bestätigt sehen, dass sie auch ohne erhobenen Zeigefinger und umso bequemer und moralisch umso überlegener unterwegs sind ….

    Ich finde, schon allein das hat auch eine gesellschaftlich relevante und somit politische Komponente …

    Je bequemer man unterwegs ist, desto besser. Je weniger Zeigefinger, desto überlegener. Perfekt. Genau so will ich auch fahren …

    Allerdings hätte ich dann das Gefühl, ich wäre in so einer “Blase” unterwegs, die Sie vorgeben, tunlichst vermeiden zu wollen. Ich kann mir durchaus andere Meinungen anhören oder durchlesen. Wo ist denn da das Problem? Und wieso schafft Diversität eine Blase? Ich dachte immer, es sei genau umgekehrt …

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  • Ich fände es schön und richtig, wenn wir uns im Blog auf das Wesentliche konzentrieren würden. Und dies ist m. E. die Faszination, die die Marke Saab und ihre Produkte in all ihrer Vielfalt ausstrahlen. Bisher fand ich es immer als angenehm, das dieser Blog frei von oberlehrerhaften Statements geblieben ist.

    Tom hat in seiner unnachahmlich packenden Art des Schreibens hier eine Gemeinde von Lesern versammelt, die eine Leidenschaft vereint, die sich fernab der Politik versucht zu bewegen und die vielleicht auch ein bisschen “old school” daherkommt, aber immer genug Raum gelassen hat für jeden, die Marke Saab nach seiner Auffassung hoch zu halten. Und dies sollte – verdammt nochmal (!) – auch so bleiben. Wir sind Autonarren, kein Debattierclub!

    Und damit zu der heutigen zentralen Botschaft – Unterstütze deine Saab-Werkstatt. In meiner Umgegend gibt’s leider keine Saab-Dependance, die ihren Namen auch verdient hätte. Das Autohaus in meiner Nähe, welches meinte, einen Saab-Service anzubieten, hat sich durch eigene Leistungen zu meinem Leidwesen erfolgreich disqualifiziert. Zwischenzeitlich erhalte ich von dort auch keine Post mehr.

    Zum Glück fand sich ein Schrauber (oder auch eine auf Young- und Oldtimer spezialisierte freie Werkstatt) mit den sprichwörtlich “Goldenen Händen”, dem ich das Wohl und Wehe meiner Sääbe gern in die Hand gebe. Und – vielleicht ist auch das berichtenswert – die Arbeitsleistungen für das 9-3er Coupe, dass noch in dieser Woche aus dem Winterschlaf geholt werden soll, stehen bereits dort im Auftragsbuch. Das scheint glücklicherweise gut gefüllt zu sein, ich habe trotz gutem Zuredens erst Anfang Mai einen Termin bekommen 🙂

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  • @Saab 900 Turbo 16S Der Blog ist so unpolitisch wie möglich, und soll dies auch bleiben. Bisher funktioniert das sehr gut, Moderation ist kaum nötig und für nötige Blog-Hygiene sorgen die Lesenden.

    @all Danke für die Rückmeldungen. Schön, dass die Tradition der Frühjahresbriefe von etlichen Werkstätten fortgeführt wird und positiv, dass es an vielen Orten Wartezeiten gibt. Das liest sich gut.

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  • Nächste Woche gehen zwei meiner Saab für Kleinigkeiten zur Saab Garage nach CH-Augst. Auch wenn ich jetzt in Deutschland lebe nehme ich den Weg und die wirklich teuren Stundenansätze in der Schweiz in kauf. Das sind mir meine Saab wert und ich hoffe, dass ich mit diesem Tun eine langjährige Saab Werkstatt weiter unterstützen kann.

  • Es ist mir wichtig zu äußern, dass ich diesen Blog bislang nicht als explizit politisch verstanden habe und ich mich freuen würde, wenn dies auch in Zukunft so bliebe. Wenn ich es richtig begriffen habe, hat diese Meinung auch die “Statuten” des Blogs hinter sich. Warum? Auch deshalb, weil politische Meinungen m.E. sowohl formal als auch inhaltlich zunehmend zum allgemeingültigen und moralisch überlegenen Dogma stilisiert werden, die zumindest implizit die Funktion haben, den Urheber dieser über andere Meinungsträger zu stellen, sie also schlichtweg einen exklusiven Charakter besitzen.

    Vielmehr sollten wir uns, wie ich persönlich meine, primär der Marke Saab (oder auch anderen Autos) mit ihrer integrativen Funktion widmen. Für politischen Meinungsaustausch gibt es im Netz andere Echokammern respektive Filterblasen, aber auch diese Aussage will ich als rein persönlichen Eindruck kennzeichnen.
    Außerdem lege ich Wert darauf, dass meine Vorliebe für alte Autos und so manch andere alte (und damit analoge) Dinge keine politische Dimension besitzt, was auch – da bin ich mir sicher – auf den ein oder anderen Mitmenschen zutreffen dürfte. Denn indem ich diese Begebenheit, zur Haltung stilisiert, womöglich noch als Monstranz vor mir hertrage, erhebe ich anderen gegenüber, die den Weg der Meisten gehen, bereits den moralischen Zeigefinger. Aber vielleicht bin ich da zu sensibel.

    Freilich kann man, analog zu P. Watzlawicks Diktum “man kann nicht nicht kommunizieren”, auch die Ansicht vertreten, man könne außerhalb der eigenen vier Wände nicht nicht politisch agieren, aber das ist zumindest meinem Verständnis nach ein zu weit gefasster Politikbegriff, der dem Kern dieses Feldes wegen der Betonung der Auffassung “der Laie ist überall Experte”, eine m.E. weitere fatale Entwicklung der engeren Gegenwart, eher schaden denn nützen dürfte.

    Sollte ich irgenwo fälschlicherweise Versalien, Unterstreichungen oder Satzzeichenanhäufungen verwendet haben, so war dies ein Versehen, denn ich setze auf die Kraft des reinen Wortes.

    Und jetzt wieder zu Saab: Ich freue mich auf Freitag und hoffe, meine beiden Oldtimer springen nach dem Winterschlaf ohne Murren an, nachdem ich den Batterieschalter umgelegt habe.

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  • @ Stefan Tischler,

    mir ist der Kommentar von Herrn Redegold auch zu aufgeregt – zumal ich mich von Wörtern oder gar ganzen Sätzen in Kapitalen einfach nur angeschrien fühle …

    Andererseits war mir das aber nichtmal einen Daumen runter wert. Warum ? ? ?

    Ich persönlich empfinde Meinungsvielfalt (auch politisch) als Bereicherung …

    Ihr Einsatz für diesen Blog, sein Kernthema und die Hygiene der Kommentare in allen Ehren, aber ich empfinde diesen Blog längst als politisch. So oder so …

    Wer noch immer Saab fährt, sich mittlerweile der x-ten Abwrackprämie, Neuwagenprämie, einem politischen oder wirtschaftlich motivierten Bonus verweigert hat, der handelt per se auch politisch.

    Man kann heute gar nicht mehr absichtsvoll ein mind. 10 Jahre altes Auto fahren (Saab oder sonstige), ohne dabei auch politisch zu handeln (zu denken, und vielleicht zu kommentieren) …

    Ich denke, es ist eher mit einer Zu- als Abnahme solcher Kommentare zu rechnen …

    Für mich persönlich wäre das auch okay, wenn diese die Form & Nettikette wahren würden. Visuelles Schreien mit Großbuchstaben gehört allerdings nicht dazu …

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  • Hallo liebe SAAB Gemeinde,
    ich weiß nicht wie es bei Euch in Deutschland ist, aber bei uns in Wien benötige ich einen Termin bei meiner SAAB Werkstätte in Himberg. Die Wartezeit auf einen Termin beträgt im Augenblick ca. 3 Wochen.
    Die Werkstätte ist immer gut ausgelastet und unsere Familie mit im Augenblick 5 SAAB und bald kommt der 6 sind Stammgast bei Mario.
    Leider gibt es dort auch sehr gute gebrauchte SAAB. Angebote die man nicht ablehnen kann.
    Liebe Grüße aus Wien.

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  • @ Herrn Redegeld:
    Dieser Blog ist nicht und war noch nie für politische Statements gedacht und wir wollen diese erst recht nicht in Großbuchstaben lesen.

    Wir Saab-Liebhaber konzentrieren uns auf die Marke SAAB und wenn Tom, dessen unermüdlicher Einsatz allergrößte Anerkennung verdient, einmal eine Meinung vertritt, der – selten genug – nicht alle zustimmen, diskutieren wir das sachlich und ohne politische Bezüge.

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn das so bliebe…
    …und habe mich gefreut, von meinem Saab/Volvo Autohaus am Goetheplatz (früher Saab Bauer, München ) ein sehr attraktives Frühjahrsangebot für Inspektion und TÜV erhalten zu haben.

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  • Den guten Ratschlag haben wir schon vor zwei Wochen befolgt und erledigt bei Lamborghini Zürich, welche den Saab Service von Hirsch Ruckstuhl Kloten weiterführen. Der Senior Techniker fährt selber einen Saab 9-5 SC Aero. Der Frühjahrsbrief ist auch gekommen, aber natürlich nicht zu Gunsten von Saab, sondern für die neuesten Mercedes Benz Modelle, die von Hirsch Ruckstuhl jetzt vertreten und angepriesen werden… Der Ersatzwagen während des Service ist auch kein Saab sondern ein Mercedes GLA…. Aber Hauptsache, die machen ihre Arbeit weiter und sehr gut, so dass die technische Inspektion am Folgetag mit Bravour und Kompliment über die Bühne ging und der Sohn des Experten sogar selber kürzlich einen Saab 9-5 SC erster Generation für 1000 CHF gekauft hat und davon total begeister ist. Das sind doch gute Nachrichten, was ?

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  • Dann zähle ich zu den privilegierten Kunden, die weiterhin ein freundliches Erinnerungsschreiben zur fälligen Durchsicht erhalten und ich freue mich auch darüber. Nach Ostern werde ich einen Termin im mobilforum vereinbaren und meinem Cabrio etwas Gutes gönnen. Geht los!

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  • …nochmal:
    Ganz wichtig ist mir eine SAAB-Werkstatt wo der “SAAB-Meister” nicht viel älter ist als mein Sohn, so in die Zukunft gedacht! Und ja, hier haben alle gut zu tun und wir müssen immer sehen das wir einen zeitnahen Termin bekommen.

  • Ganz wichtig ist mir eine SAAB-Werkstatt wo der “SAAB-Meister” nicht viel älter ist wie als Sohn, so in die Zukunft gedacht! Und ja, hier haben alle gut zu tun und wir müssen immer sehen das wir einen zeitnahen Termin bekommen.

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  • Eine sinnvolle Anregung Tom.

  • Nach meiner Meinung ist die Lage komplett unterschiedlich. Der eine Schrauber hat zu viel, der andere bräuchte ein paar Aufträge mehr. Das ist so meine Beobachtung der letzten Wochen. Gut wäre es tatsächlich, würde man etwas vorziehen können (wenn man finanziell Luft hat). Denn der nächste harte Lockdown wartet schon um die Ecke und die Werkstatt hat ihre Fixkosten die laufen.

    Natürlich alles was man tut unter Einhaltung der Hygienegegeln, Schutz der eigenen Gesundheit und die der anderen hat Priorität.

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  • Mein Saabschrauber – besser Saabexperte – ersticke nach wie vor in Arbeit und hat viele Wochen Wartezeit, da es ja außer ihm im Umkreis praktisch keinen mehr gebe, der das wirklich machen könne respektive wolle. Vielleicht unterstütze ich demnächst einmal den bekannten Saabstützpunkt im Allgäu, um meinem 900er, den ich am Karfreitag aus dem Winterschlaf wecken will, einige Kleinigkeiten (?) zu gönnen. Was jetzt erledigt wird, braucht später, wenn wieder alle wollen, nicht mehr erledigt zu werden. Grundsätzlich ist der springende Punkt, dass es freilich kontinuierlich weniger Saab, die im Alltag bewegt oder so wie ein “junger Gebrauchter” gewartet werden, gibt. Man (ich noch nicht) verbraucht und wartet (unter der Oberfläche) ab, auf welchem Gleis der Mobilitätszug der Welt weiterfahren wird. Und die Gewerbetreibenden müssen unter solchen Rahmenbedingungen zumindest mittelfristig planen, d.h. ein Stück weit “glaskugeln”.

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  • ´´SERVICE-EUPHORIE ODER KATASTROPHE´´??
    ´´Man vergisst bei der ganzen Frühlings-Werkstatt-Euphorie´ die ja jetzt wieder los gehen sollte´ das für die SAAB-Anhänger wie für alle anderem im Lande das selbe gilt´ … das auch diese Ihre Fahrzeuge weniger bewegt haben´ unnötige Fahrten oft vermieden haben´ um sich unnötigen Gefahren im Hinblick auf die Covid-19 Krise nicht auszusetzen und so viel weniger Kilometer auf dem Tacho haben dürften die den Werkstattbesuch erst mal nach hinten verschieben´´!!

    ´´Außerdem dürften auch diese Menschen-Gruppen an Saab-Fahrern NICHT alle aus den gut situierten Akademikern oder Selbstständigen bestehen (gewisser Anteil natürlich schon privilegiert)´ und so doch gewisse Einkommens-Nachteile ob wegen Kurzarbeit oder anderer Gründe im Portemonaie gespürt haben´ weshalb jede noch so unnötige komfortable Ausgabe sich im Moment wegen der weiter unübersichtlichen Lage wohl doch eher nicht getätigt wird´´!!

    ´´ES WIRD BESSER – – GARANTIERT – – ABER DA SELBST UNSERE VOLKSVERTRETER

    DEN ÜBERBLICK VERLOREN HABEN – – KANN ES NOCH LANGE ANDAUERN MIT DER UNGEWISSHEIT´´!

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  • Ich schätze der Trend wird sich weiter fortsetzen und vielleicht eine Kettenreaktion auslösen. Fallen die Betriebe weg, könnten auch bestehende Kunden Probleme kriegen ihre Schätze von wissenden Werkstätten repariert bzw. gewartet zu kriegen und interessierte “Neukunden” scheuen den Schritt weil sie niemanden kennen der ihnen helfen kann. Ich selbst habe das Glück das mein Saabvertrauter breit aufgestellt und gut gebucht ist. Leider reicht ein wachküssen aus dem Winterschlaf bei meinem Cabrio nicht aus. Wenn ich Glück habe ist es nur der Turbo, habe ich Pech muss der ganze Motor revidiert werden, was eine erhebliche Summe mehr verschlingen würde. Ich werde den Drops wohl schlucken müssen, da ich im letzten Jahr schon viel investiert habe und das wäre dann in Gänze umsonst gewesen.

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  • Sinnvoll ist das. Meine Werkstatt jammert. Die Leute sparen wo es geht.

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