Vor dem Urlaub – schicken Sie Ihren Saab in die Inspektion?
Die Urlaubssaison läuft auf Hochtouren und viele Leser sind in diesem Jahr mit ihrem Saab unterwegs. Unsere Autos werden immer älter, die jüngsten Exemplare sind 14 Jahre alt, und immer mehr bewegen in den Ferien auch einen klassischen Saab. So kommt zusätzlich zum Urlaub noch die Freude am schwedischen Klassiker dazu, aber was tun Sie, damit es wirklich Freude bleibt?
In längst vergangenen Zeiten gehörte es zum guten Ton, vor der längsten Fahrt des Jahres noch einmal die Werkstatt aufzusuchen. Eine kurze Urlaubsinspektion, einige Hersteller warben offensiv damit, die garantieren sollte, dass man nicht auf dem Brennerpass strandet. Das sind Geschichten von vorgestern, aber wie hält man das heute? Mit einem Saab 900 Turbo, einem 9000 oder einem Saab 9-3 SportCombi der ziemlich viele Kilometer gesammelt hat?

Vor dem Urlaub – schicken Sie Ihren Saab in die Inspektion?
Generell ist es bei Saab so, dass die jährliche Kilometerleistung kontinuierlich sinkt. Die Zusammenhänge sind klar, die Marke ist längst in den Liebhaberbereich abgebogen, das harte Brot des täglichen Einsatzes leisten immer weniger Fahrzeuge. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass aktuell immer mehr klassische Saab reaktiviert werden.
Mal sind es junge Besitzer, die ihre Zuneigung zu alten, analogen und ehrlichen Autos entdeckt haben. Und ein anderes Mal sind es Menschen, die in den Ruhestand wechseln und die sich mit einem 900 oder 9000 einen lang gehegten Wunsch erfüllen und entgegen aller Trends auf ein SUV verzichten, obwohl dort der Einstieg so viel bequemer sein soll.

Wie halten Sie es, wenn Sie mit Ihrem Saab in den Urlaub fahren? Ist Ihr Saab so gut gewartet und ist das Zutrauen so groß, dass Sie sorglos starten? Oder kontrollieren Sie selbst vor der Fahrt die wichtigsten Flüssigkeitsstände oder nehmen Sie es ganz genau und schicken Ihren Saab in die Inspektion?
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Bisher nicht, wenn habe ich ab und mal die Aktionen des ÖAMTCs genutzt.
In letzter Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass unterschiedlichste Saabwerkstätte unterschiedliches finden, oder schon für austauschbar halten, die andere aber noch nicht
Leider wird nicht immer gleich alles entdeckt, was die Sache manchmal etwas mühsam macht.
Mein 9000 ist mein treuer Alltagsbegleiter – trotzdem bekommt er natürlich regelmäßig seine Wartung, auch wenn das im laufenden Betrieb nicht immer einfach zu planen ist.
Ölwechsel steht bei mir spätestens alle 10.000 km an, die Kühlflüssigkeit wird alle 4 Jahre gewechselt – ganz normale Pflege, kein Extra für die Urlaubsreise.
Für die Tour zur IntSaab25 in die Schweiz tausche ich jetzt noch alle Kühl- und Ladeluftschläuche. Aber das stand sowieso schon länger auf der Liste.
Die jährliche Inspektion meiner 2 SAAB steht außer Frage. Für den 9-3 Sport Combi steht immer der Termin im Juni bei Zimpel & Franke in Zwickau auf dem Plan.
Wir sind gerade heute aus unserem Urlaub, nach 3000 problemlosen Kilometern, aus dem Heimatland unserer Autos zurückgekehrt. Ein Besuch im SAAB Museum stand auch auf dem Programm. Erfreut hat mich doch die noch hohe SAAB Dichte auf den Straßen in Mittelschweden. Wir sind mit vielen Menschen mit dem Thema SAAB ins Gespräch gekommen.
Die Autos, die am Rande der deutschen Autobahnen mit Warnblinker standen, waren alle deutlich neuere Baujahres.
Eine Frage, die mich schon länger bewegt, wird in dem Artikel nur ganz am Rande gestreift, aber ich nehme die Gelegenheit beim Schopf und stelle dazu den Lesern mal eine Frage bzw. berichte über eine interessante Entdeckung:
Nach meiner neuesten Erfahrung werden die ach so bequemen hohen Einstiege der SUV nämlich von dem elektrisch verstellbaren Beifahrersitz beim 9-3 SC locker in den Schatten gestellt. Seit April habe ich ja jetzt meinen 9-3 SC BioPower – meinen ersten Saab mit Memory-Sitzen und elektrisch verstellbarem Beifahrersitz (beim Cabrio ist nur der Fahrersitz elektrisch). Jedenfalls kann man den Beifahrersitz in so ungeahnte Höhen stellen, dass die betagte und zum Teil stark gehbehinderte Verwandtschaft nun plötzlich ratzfatz ein- und ausgestiegen ist und darauf besteht, nunmehr ausschließlich mit dem Saab und nicht mehr mit dem BMW Kombi meines Liebsten chauffiert zu werden. Die Unterschiede sind in der Tat erstaunlich, man kann den Sitz im Saab ganz erheblich höher stellen als im BMW. Als ich das selbst als Beifahrerin zunächst eher zufällig ausprobierte, konnte ich gar nicht glauben, dass es immer noch höher ging und immer noch nicht Schluss war. (Ob das auf der Fahrerseite ebenfalls so ist, habe ich mangels Bedarfs noch nicht ausprobiert.)
Ich finde das jedenfalls total genial! Es freut uns sehr mitzuerleben, wie die 94-jährige Tante nun plötzlich wieder problemlos ein- und aussteigen kann. Ist das bei sämtlichem elektrischem Saab-Gestühl der Fall? Wurde das von Saab jemals werbetechnisch oder jedenfalls im Verkaufsgespräch hervorgehoben? Das wäre für manche doch auch ein Kauf-Argument gewesen. Oder entdeckt man das, so wie ich jetzt, einfach nur zufällig?
Das muss ich direkt mal bei meinem mit manuell einstellbarem Beifahrersitz ausprobieren. Mein Vater (77) hat schon deutliche Schwierigkeiten, in den 9-3 NG rein- und wieder rauszukommen. Das könnte helfen. Warum habe ich da nicht früher dran gedacht? Danke für den Gedanken!
Ich drücke Dir die Daumen, dass es da auch geht. Bei meinem vorherigen 9-3 SC mit manuellen Sitzen (normale Vector-Ausstattung) war der Beifahrersitz leider gar nicht höhenverstellbar, sondern nur der Fahrersitz (manuell mit dem Hebel zum “Hochpumpen”). Beim Cabrio weiß ich es, ehrlich gesagt, gar nicht (es ist eh nicht geeignet, um ältere Herrschaften zu chauffieren).
Ich freue mich jedenfalls sehr über diese völlig unverhoffte Entdeckung. Ich würde schätzen, dass der Sitz in meinem “neuen” Saab wirklich ca. 10 bis 15 cm höher geht als der – ebenfalls vollelektrische – im zeitgenössischen BMW. Aber das werde ich mal ausmessen. 🙂
Vergessen wir nicht, dass die elektrisch verstellbare Sitze in den 901+9k schon diese Einstellungsdifferenz gegenüber den herkömmlich manuellen Sitzverstellungen aufwiesen; d.h. man gewann bei el.verstellbare Sitzen einige Millimeter bis gar Centimeter sei es in Neigung sowie Tiefe und Höhe, die Verstellung war deutlich mehr gegenüber der manuellen Sitzen!
Zudem gab es für die Modelle 99+900+9000 auf Sonderbestellung längere Sitzschienen für länger Gewachsene Personen oder gar drehbares Sitzgestell für “Behinderte”; ob es dies für die spätere Modelle auch noch gab, entgeht sich meinen Kenntnissen.
Klasse, vielen Dank, sehr interessante Informationen, auf die ich gehofft hatte!
Und ich werde definitiv mal nachmessen. 🙂 Ich meine, es sind viele Zentimeter
Meine drei SAAB bekommen regelmäßig die angeratenen Inspektionen und alle 10.000 bis 15.000 Kilometer einen Ölwechsel. Fällt etwas auf, das demnächst fällig werden könnte, wird es von der Werkstatt gesagt und ins Protokoll aufgenommen. Vor einer Reise kann man das noch einmal kurz nachsehen (lassen). Mein Credo ist: niemals mit Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen stehen. Daher die vorausschauende Wartung.