Evergrande Auto startet Produktion im ersten Halbjahr 2021

Interessante Details der Produktionspläne von Evergrande Auto wurden veröffentlicht. Im ersten Halbjahr 2021 startet die Pilot-Produktion in den beiden Hauptwerken der Marke. Dann soll alles sehr schnell gehen. Mit Hengchi 1 und Hengchi 2 beginnt die Eroberung des Marktes. Oder zumindest der Versuch. Evergrande Auto ist auf dem Weg einer der wichtigsten Anbieter zu werden.

Hengchi 1 von Evergrande Auto startet 2021
Hengchi 1 von Evergrande Auto startet 2021

Mit weltweiten Ambitionen.

Zum Start beschränkt sich die Produktion noch auf die Werke in Shanghai und Guangzhou. Beide Fabriken sind fast fertig gestellt und nach Industriestandard 4.0 aufgebaut. Sie garantieren eine kostengünstige Herstellung rund um die Uhr und Fahrzeuge in einer stets gleichbleibend hohen Qualität. Das Werk in Nansha, einem Bezirk in Guangzhou, läuft bereits im Probebetrieb.

Die Vorserien Fertigung von Hengchi 1 beginnt im ersten Halbjahr 2021. Für das 2. Halbjahr ist die Serienproduktion schon eingeplant. Evergrande glänzt mit auffallend kurzen Entwicklungszeiten. Möglich wird diese durch den Einsatz der flexiblen Chassis Architektur von FEV-Benteler. Die Chinesen hatten die exklusiven Rechte daran im September 2019 erworben. Was die erfolgreiche Verkürzung der Entwicklungszeit betrifft, zahlt sich diese Investition bereits jetzt aus.

Evergrande geht von nur 10 Monaten für die Entwicklung eines neuen Elektroautos auf dieser Basis aus. Trifft dies zu, die Zukunft wird es zeigen, hätte Evergrande-Hengchi eine Führungsrolle in der Autoindustrie.

Die Ambitionen sind enorm. Mit hochmodernen Fabriken und einer kostengünstigen Fertigung wird Evergrande Massen von Elektroautos in den Markt drücken wollen. Ab dem Jahr 2023 will das Unternehmen eine Million Autos, ausschließlich reine Elektrofahrzeuge, jährlich herstellen.

Aber immer noch Ruhe in Trollhättan.

Um die Ernsthaftigkeit, und Unumkehrbarkeit dieser Entscheidung zu untermauern, hat sich die Gruppe am 26. August von Evergrande Health Industry Group Limited in China Evergrande New Energy Vehicle Group Limited umbenannt.

Die Aktie notiert nun an der Börse in Hongkong unter dem neuen Kürzel “EVERG VEHICLE”. Die Aktienkennung HKG: 0708 blieb unverändert.

Aktion in China, Ruhe in Trollhättan. Vom einzigen europäischen Standort gibt es keine Aktivitäten zu melden. Weder sind Investitionen in die Anlagen sichtbar, noch Vorbereitungen für eine eventuelle Produktion. Keine offenen Stellen und auch keine Aktivitäten, die auf eine Produktion im Lohnauftrag für Dritte 2021 schließen lassen würde.

8 thoughts on “Evergrande Auto startet Produktion im ersten Halbjahr 2021

  • @ Tom (Löschung),

    vielen Dank für die Mühe.
    Das ist mehr, als ich zu hoffen wagte.
    Nochmals sorry für die Umstände.

  • @Volvaab Driver -> Habe ihn gelöscht. Umlegen geht leider nicht 😉

  • Mist, dieser letzte Kommentar von mir gehört natürlich zum 9-5 Neuzugang des Bloggers. Wie peinlich …

    @ Tom,
    kann man den umplatzieren oder andernfalls löschen? Vermutlich nicht?

    Sorry @ All für den Ausrutscher

  • Sollen sie mal machen. Die Zukunft gehört den Immobilien.

    Insbesondere im Inneren der großen Metropolen kennt die Verdichtung der Bebauung anscheinend keine Grenzen.

    Politik und Stadtplaner arbeiten weltweit emsig daran, breite Straßen, Verkehrsinseln, Mittelstreifen und große Kreuzungen so rückzubauen, dass neuer Baugrund entsteht.

    Investoren stehen teils langjährig Schlange, schließen Vorverträge und beschleunigen die Entwicklung hin zu autofreien (Innen-) Städten.

    Das Antriebskonzept spielt dabei überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist vielmehr, was ein ehemaliger Parkplatz, was Straßenland wert ist, wenn er oder es X Stockwerke hoch überbaut ist?

    Das sind Hunderttausende oder gar Millionen auf der Grundfläche eines jeden einzigen PKWs und deshalb kommt es auch so und nicht anders.

    EV hin oder her, ich finde es bemerkenswert, dass ausgerechnet ein Immobilienkonzern, seine eigene Zukunft im Automobil und dann auch noch im gehobenen Segment sucht.

    Ich glaube nicht, dass in 20 Jahren westliche Metropolen mit großen Hengchis verstopft sein werden. Nichtmal (fern-) östliche. Das sollten die sich besser abschminken.

    Und im ländlichen Raum haben die Dinger auch keine Zukunft.

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  • Ob es sich lohnt ein altes Werk um/aufzurüsten, oder gar abzureißen und neu zu bauen bezweifele ich. Ich gehe davon aus wenn EVERG hier in Europa fertigen will, wird man denen Grundstücke hinterher werfen um die Produktion und damit Arbeitsplätze ins Land z holen. So wie mit Tesla hier in D. Warum teuer ein altes Gebäude abreißen und entsorgen!? Was mich ehrlicher Weise viel mehr “beschäftigt” ist die Tatsache wie schnell die sind und was die aus dem Boden stampfen. In der Batteriefertigung werden die wahrscheinlich auch ganz weit vorne sein und Batterien liefern die kleiner, leichter, schneller zu laden sind und eine größere Reichweite haben. Dann kann ich nur sagen, gute Nacht europäische Hersteller, ihr habt alle geschlafen. Ich versehe das nicht, wollen die etablierten Hersteller nicht, sehen die nicht was kommt? Hat der Name Hengshi eigentlich eine Bedeutung? Oder hat da ein Werbetexter Zuviel Sake getrunken?

  • Was Detlef hier sagt ist Richtig. Aber es gibt vielleicht noch eine ganz kleine Hoffnung und das ist wenn Everg Vehicle so erflogreich wird in China das Man eine Produktions site in Europa braucht. Aber dann sprechen wir bestimmt ueber 5 – 10 Jahren.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, das in Trollhättan nichts passieren wird. Das Werk umrüsten oder auf die Freiflächen was komplett neues bauen. Nach Industriestandard 4.0 – dann produziert man in Trollhausen genau so günstig wie in der mongolischen Steppe.

  • Es könnte durchaus sein, dass man Trollhättan nicht mehr weiter auf dem Schirm hat. Sollte es so kommen, würde das Versagen der schwedischen Administration vor nunmehr 10 Jahren nochmal deutlich herauskommen. Nicht immer kommt ein Retter irgendwoher – das Heft des Handelns sollte man als Politiker besser nicht aus der Hand geben. Nicht nur schwedische Arbeitnehmer sind nun möglicherweise die Benachteiligten – auch die weltweite treue SAAB-comunity wäre mit Sicherheit sehr gerne bei der altbekannten Marke geblieben.

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