Einen Rettungsschirm bauen. Werkstätten und COVID-19 Marathon.

Diese Woche in Frankfurt – Frühsommerwetter, die Sonne strahlt. Der Himmel ist immer noch verdächtig leer, kaum ein Flugzeug ist in Richtung Rhein-Main Airport unterwegs. Anders sieht es am Boden aus. Bei Saab Service Frankfurt ist die Werkstatt und der Hof voll. Saab neben Saab, es geht eng zu. Fast könnte man vergessen, dass wir in Corona Zeiten leben.

Anna auf der Runway. Babenhausen Airfield.
Anna auf der Runway. Babenhausen Airfield.

Aber nur fast. Denn Vieles ist anders. In der Auftragsannahme halten selbstgebaute, durchsichtige Wände die Kunden auf Abstand. Schutz für die Mitarbeiter, die im täglichen Kontakt mit vielen Menschen stehen. In der Wartezone sitzt ein Besucher. Er trägt, vorbildlich, einen Mundschutz. Ich halte mich lieber im Freien auf, so wie 3 – 4 andere Kunden auch. Auf Abstand zueinander, das alles klappt sehr gut. Fast so, als ob es immer schon so gewesen wäre.

Setzt schon die Gewöhnung ein? Ich bin mir nicht sicher. Ich sehe nur, dass wir es lernen,  mit COVID-19 zu leben. Autos werden vor der Übergabe desinfiziert, jedes Risiko ausgeschlossen. Die Jahreszeit und die Tatsache, dass wir uns vorwiegend im Freien aufhalten, macht den Umgang mit der Situation einfacher. Wir dürfen jetzt nur nicht übermütig werden!

Denn wir befinden uns auf einem Marathon.

Der hat gerade erst begonnen. Der nächste Herbst und Winter, er kommt mit einiger Wahrscheinlichkeit. Verlagern sich die Aktivitäten in geschlossene Räume, steigt das Infektionsrisiko erneut. Eine zweite Welle droht, die intensiver werden könnte als das, was hinter uns liegt. Da hilft nur Disziplin und Vorsicht.

Die gute Nachricht der Woche? Den Saab Werkstätten geht es gut. Besser als gedacht, viele melden volle Auftragsbücher. Saab ist ein schwedischer Fels in der Krise. Gut,  wer in den letzten Jahren auf die Marke gesetzt hat. Er ist antizyklisch unterwegs; repariert und saniert wird im Youngtimer und Klassiker Bereich immer.

Eine andere Branche hat es hingegen schwer. Sie steht nicht im Fokus der Berichterstattung, hat keinen Rettungsschirm, ist aber nicht minder wichtig. Ich spreche von den Medien, und es betrifft sowohl den Print- als auch den Online-Bereich. Die Werbeerträge brechen dramatisch weg, den Verlust zu kompensieren wird schwierig. Unsere Lokalzeitung erhöht nun die Bezugspreise kräftig. Die Zeitung, dünner denn je, wird teurer denn je. Ich trage das mit, weil ich das Medium schätze und sichern will. Es ist mein kleiner, privater Rettungsschirm für meine lokale Zeitung.

Selbst einen kleinen Rettungsschirm bauen!

Die Probleme treffen eine Branche, die seit Jahren nicht verwöhnt wurde. Die DSGVO fegte viele kleinere Seiten vom Markt, die mediale Vielfalt sinkt kontinuierlich. Ein US Finanzinvestor zog beim Springer Verlag ein, was auf längere Sicht nichts Gutes ahnen lässt. Der Spiegel, ein anders Schwergewicht der Szene, bewahrt sich seine Unabhängigkeit,  muss aber in diesem Jahr 20 Millionen € einsparen.

Medienvielfalt geht uns alle an. Portale, Magazine, Blogs –  die verschwunden sind,  kommen seltenst wieder. Die Gefahr, dass Finanzinvestoren die Medienlandschaft planieren,  ist immer da, und in der Krise größer denn je. Natürlich will in Deutschland kaum einer für ein Online-Magazin oder ein Nachrichtenportal zahlen. Intelligente Kommentare zu diesem Thema findet man überall im Netz. Sie sind, das ist das Beunruhigende, mehrheitsfähig. Man muss dann aber für die Konsequenz bereit sein. Eines Tages könnte das mediale Umfeld dann doch sehr uniform sein.

Man kann etwas tun? Einen kleinen Rettungsschirm bauen! Ein Abo abschließen auf den Seiten, die man täglich liest und die man wertschätzt. Mit wenigen € im Monat sichert Mann und Frau mediale Vielfalt und Unabhängigkeit. Ein privater, kleiner Rettungsschirm für eine bunte, interessante Zukunft.

Und nächste Woche auf Saabblog?

Die Vorschau auf das,  was kommt. Und das wird nicht kuschelig. Volvo im Doppelpack? Das wird eine Herausforderung für die Lesenden, die es in den nächsten Tagen schwer mit mir haben. Denn die Woche beginnt alles andere als gemütlich. Von wegen Espresso trinken, im Sessel sitzen und Saab Geschichten lesen.

Im Gegenteil! Ich fordere zur Mitarbeit auf. Mal sehen,  was passiert.

Seid weiter vernünftig und bleibt gesund!

20 Gedanken zu „Einen Rettungsschirm bauen. Werkstätten und COVID-19 Marathon.

  • Medienlandschaft

    Jetzt habe ich ein wenig ein schlechtes Gewissen. Andererseits ist es gar nicht so einfach, im Bereich der Tagespresse, Wochenblätter und Magazine etwas zu finden, was ich regelmäßig lesen und gerne unterstützen wollte …

    Die gut gemachten Publikationen mit Tiefgang und Anspruch sind häufig monothematisch und/oder verfolgen eine Agenda.

    Inhaltlich universelle Publikationen betreiben schon langjährig kaum noch irgendeinen personellen und journalistischen Aufwand, der dem Tenor des aufgeblähten und zwangsfinanzierten Öffentlich Rechtlichen neue Aspekte und Informationen hinzufügen könnte.

    Und wenn sich in den unabhängigen Medien doch etwas von Relevanz nach öffentlich rechtlicher Gnade findet, dann dreht der ÖR den Spieß einfach um und vermeldet, was Journalisten von X recherchiert oder was Y gegenüber Z im Interview geäußert hat …

    Unter solchen Rahmenbedingungen – wenn der gut und sicher finanzierte ÖR auch noch kostenfrei “auf anderer Leute Pisse Kahn fährt” – können unabhängige Medien ihre eigenen Leistungen nicht wirtschaftlich verwerten.

    Hier liegt für mich unabhängig von Covid und schon langjährig ein – wenn nicht sogar das – Problem.

    Und um abschließend eine Brücke zu Saab (BioPower) zu schlagen, die gesamte dt. Medienlandschaft schafft es, der dt. Öffentlichkeit das französische Modell mit E85 und anderem Biosprit zu verschweigen. Frankreich, ein Freund und Nachbar, ein wichtiger EU-Staat, verkehrs- und umweltpolitisch ein Buch mit 7 Siegeln …

    Das kann und darf doch gar nicht wahr sein.
    Ist es aber …

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  • Wie gut es funktioniert mit bezahlen fürs Lesen habt ihr ja hier schon mehrfach erlebt. Der kleinste Teil der lesenden ist dazu bereit. Interessant finde ich die Einstellung umsonst Nachrichten, Berichte (meine jetzt nicht den Blog) Lesen können und dazu noch Unabhängigkeit erwarten. Die Folge ist eine zum Teil merkwürdige Medienlandschaft und Berichterstattung.

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    • Leider Realität. Besonders Clevere haben natürlich zusätzlich einen Adblocker aktiviert. Damit kein einziger Cent bei den besuchten Seiten bleibt. Sie feiern sich vermutlich dafür, dass sie Informationen und Entertainment für umsonst abgreifen.

      Irgendwann wird es nur noch Bezahlschranken geben, als zwingende Konsequenz. Corona könnte die Entwicklung zu beflügeln.

      Antwort
  • Unabhängigkeit und Neutralität sind die Schlagworte.

    Es wird vom Sender (Verlage, ÖR, etc.) erwartet, dass die vorgesetzt Informationen freudig übernommen werden, was aber nur bei Personen die nur bis zum Brillenglas denken passiert.

    Wenn bei Kommentaren zu Nachrichten -was mir bei einer bekannten Nachrichtenseite immer wieder passiert-, diese ohne Hinweis was denn falsch daran sein soll (ein anklicken das der Kommentar nicht erscheint oder aus einer Auswahl per Klick wählen warum er nicht erscheint ist ein identischer Aufwand) nicht veröffentlicht werden ohne das ich gegen die Statuten verstoßen habe erzeugt bei mir den Eindruck von Zensur.

    Und ganz ehrlich, dafür ist mir jeder Cent zuviel.

    Und ja, diese Information als Verbesserungsvorschlag habe ich natürlich kommuniziert nur wird das selbstgefällig ignoriert und nicht darauf reagiert. Im Gegenteil immer wieder tauchen Kommentare auf, dass Abos wegen dieser sonderbaren Handhabung storniert werden.

    Also suche ich mir Alternativen bei denen ich nicht das Gefühl einer “InformationsManipulation” habe.

    Und die liegen spannenderweise alle außerhalb von Deutschland. Natürlich ist der Saab Blog nicht damit gemeint.

    Über gute Vorschläge zu neutraler Berichterstattung, ohne politische Agenda in Deutschland würde ich mich freuen.

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  • @ Alter Schwede,

    wenn es denn so einfach wäre.

    Es ist immer bequem, eine bestimmte Mentalität (Geiz ist geil) und das dumme Volk für bestimmte Phänomene verantwortlich zu machen.

    Politik und Medien haben die falschen Bürger und Rezipienten und wenn man es so glaubt, dann machen sich Mitbürger untereinander für alles Mögliche verantwortlich …

    Aber was ist im Bezug auf die Medien Henne und Ei ? ? ?

    Schon vor einem Vierteljahrhundert waren die meisten “unabhängigen” Medien durch Werbung finanziert. Und damit meine ich nicht die Privatsender mit ihren permanenten und penetranten Unterbrechungen, sondern tatsächlich die printmedale und etablierte Presse …

    Ja, auch diese finanziert sich schon seit mind. 30 Jahren zu mehr als 50% durch Werbung. Und das spürt und ließt man auch. Etwa wenn eine “renommierte” Tageszeitung an Samstagen Autos getestet haben will, alle Fotos und der Text aber offensichtlich PR des Herstellers sind.

    Ja, was ist da jetzt “Geiz (oder Geld) ist geil” und wer ist dieser Mentalität zuerst anheim gefallen?

    Haben sich wirklich die Leser von einer kritischen Presse abgewandelt, oder kritische Leser von der Presse? Was ist da Henne und was das Ei …

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  • Dass die Ansicht mehrheitsfähig ist, alles im Internet wäre gratis, ist ja nur die Spitze eines Eisbergs. Das Grundrauschen in der Gesellschaft ist: Ich will alles, und zwar jetzt. Ich will gute Straßen, chice Schulen, ausreichend Polizei – aber Steuern sind pfui, die stecken sich nur die Politiker in die Taschen.

    Hier im SAAB-Blog ist das Niveau doch glücklicherweise ein anderes. Insofern halte ich das Bashing öffentlich-rechtlicher Medien für einen kleinen Ausreißer. Ich bin beruflich in der Medienlandschaft unterwegs und muss täglich feststellen, unter welchem Spardiktat die Öffentlich-Rechtlichen stehen – hier nicht, um möglichst satte Dividenden zu erwirtschaften, sondern um mit dem zwangsweise erhobenen Geld auszukommen.

    Privat finanzierte Medien sind Unternehmen. Wie jedes Unternehmen in der Marktwirtschaft müssen sie Gewinne erwirtschaften. Das geht nur, wenn man Produkte anbietet, die die Menschen konsumieren wollen, und die Kosten so niedrig wie möglich hält. Private Medienunternehmen nutzen die Produkte “Informationen” und “Unterhaltung”, um Renditen zu optimieren. Von solchen Unternehmen echte Beiträge zu Informationsvielfalt zu erwarten, halte ich für sehr gewagt.

    Öffentlich-rechtliche Medien sind keine Staatsmedien. Sie sind paritätisch geführt und haben einen sehr vielfältigen Auftrag, Informationen, Unterhaltung und Kultur zu verbreiten und nicht nur solcher Art, die die Mehrheit der Menschen konsumieren will. Sie haben nicht den Auftrag, Finanzinvestoren maximale Renditen in die Kasse zu spülen. Sie sind ein Ausdruck unserer demokratischen Gesellschaft, ein hohes Gut.

    Aber es ist schon richtig: Welche Informationen in welcher Aufbereitung wann in die Öffentlichkeit gegeben werden, darüber kann man schon trefflich debattieren. Das wird in Redaktionen aller Medien selbstverständlich auch getan. Dass vielleicht das Kanzleramt darüber bestimmt, was in den Medien verbreitet wird, glauben allenfalls „besorgte Bürger“.

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  • Medienpraxis (P.S.)

    Ich habe übrigens selbst vielfach “unabhängige journalistische” Beiträge verfasst, weil ich für Kunden Anzeigen gebucht hatte.

    Eine Viertelseite buchen und es gibt “redaktionell” eine ganze Seite gratis dazu. Verlag und Redaktion sparen Zeit und Personal und der (Anzeigen-) Kunde bekommt genau was er will …

    Verraten und verkauft wird der Leser und Abonnent. Denn diese Praxis kenne ich durchaus auch von gut bepreisten hoch glänzenden Magazinen.

    Das nachträglich zur Erklärung, warum mir das Thema so aufstößt. Und wenn ich so darüber nachdenke …

    Henne und Ei scheinen mir hier sehr eindeutig. Lange bevor Covid, Internet oder was auch immer, hat die Henne den Pfad der Tugend verlassen …

    Trotzdem oder gerade deshalb finde ich Toms Aufruf und Artikel sehr wertvoll. Wir sollten alle gründlich und kritisch nach Wegen suchen, eine unabhängige Presse zu fördern und zu unterstützen – auch wenn es leider längst bedeutet, die Nadel im Heuhaufen zu suchen …

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  • DSGVO …
    Bitte um Auflösung der “Buchstabenreihe”…
    Danke.

    Antwort
  • @ Sprott
    Zitat:
    Private Medienunternehmen nutzen die Produkte “Informationen” und “Unterhaltung”, um Renditen zu optimieren. Von solchen Unternehmen echte Beiträge zu Informationsvielfalt zu erwarten, halte ich für sehr gewagt.

    Öffentlich-rechtliche Medien sind keine Staatsmedien. Sie sind paritätisch geführt und haben einen sehr vielfältigen Auftrag, Informationen, Unterhaltung und Kultur zu verbreiten und nicht nur solcher Art, die die Mehrheit der Menschen konsumieren will. Sie haben nicht den Auftrag, Finanzinvestoren maximale Renditen in die Kasse zu spülen. Sie sind ein Ausdruck unserer demokratischen Gesellschaft, ein hohes Gut.
    Kurz und knapp und von Sprott auf den Punkt gebracht beschrieben.
    D.h. für mich als Bürger, von den Privaten Medien kann/sollte ich nur Interessengeleitete Info erwarten…,
    ÖR-Medien sollten dementsprechend keine Interessengeleitete Info betreiben und auch keine parteipolitische Ausrichtung haben. Und all´ das mit festgeschriebenen/gleichbleibenden €-Beiträgen. Ich würde es schwierig nennen…
    Ich wünsche mir ÖR-Medien, die der Wissenschaft verpflichtet sind, facettenreich Themen anbieten, im engen Dialog mit den Nutzern stehen. Unbequeme Themen sachlich aufarbeiten und publizieren. Themenschwerpunkte über ein 1/4 Jahr (z.B.) bearbeiten.
    Auf tägl. Krimiserien etc. zur Primetime nach 20 Uhr kann zumindest ich verzichten.

    Wenn der Spinger-Verlag/Konzern von US Investoren “heimgesucht” wurde, lässt das in der Tat nichts Gutes erwarten…
    Konsequenz für mich: keine Springer-Medien-Produkte erwerben. Aber dieser “Konsumpunkt” fiel mir bei diesem Unternehmen noch nie schwer…

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  • Da bin ich völlig einverstanden. Volksmusiksendungen, Rateshows zur Primetime, die 27. Wiederholung des Tatorts Nr. xxx – da darf sich schon Unmut regen, finde ich.

    „Die Wahrheit“ kann es nicht geben, die Welt ist bunt. Farbreste in Berichterstattungen und Kommentaren finden sich natürlich überall. Medienkompetenz zu fördern, ist das Schlüsselwort. Das Gesehene, Gehörte, Gelesene zu hinterfragen bringt uns weiter. Nicht das empörte, zum Teil millionenfache weiterverteilen von „News“ zweifelhafter Herkunft.

    Wie gut, dass wir den SAAB-Blog haben, eine Oase im täglichen Informationsgewitter.

    Antwort
  • @ Sprott,

    wo und bei wem sehen Sie das Bashing/den Ausreißer?
    Ich vermute, dass Sie meinen Kommentar meinen?

    Wenn Sie selbigen verstanden hätten, hätten Sie auch herausgelesen, dass der ÖR von solcher Güte (aber eben auch Dominanz ist), dass er es den unabhängigen Medien schwer macht.

    Wo ist denn da bitte das Problem?

    Sie beschreiben den staatstragenden und zugleich neutralen Auftrag des ÔR ja selbst sinngemäß als einen solchen, der auch die Interessen von Minderheiten mit abdecken solle …

    Wo ist denn da der Widerspruch zu meiner These, dass ein derart allumfassender Auftrag freien Medien wenig Spielraum für eigene und wirtschaftlich verwertbare Leistungen lässt?

    Passt doch wie Faust auf Auge. Denken Sie mal darüber nach.

    Vielleicht finden Sie bei der Gelegenheit auch eine gute Erklärung, welcher “besorgte Bürger” hier sich wann und wie in dem Sinne geäußert haben sollte, der ÖR käme aus dem Kanzleramt …

    Das hat hier nie jemand gesagt und Ihr Kommentar – mit einer Anspielung auf politisch fragwürdige Einstellungen – ist ganz deutlich unter der Gürtellinie.

    Von einem Medienfuzzi zum andern, sollte wenigstens auf einem Saabblog ein ehrlicher Dialog möglich sein. Und wer hier kommentiert, schuldet dem Blogger und der Community ein Mindestmaß an Ehrlichkeit.

    Sehr, sehr schade, dass Sie sich hier lieber staatstragend und bundespräsidial generieren, als uns Leser mit Ihrer Erfahrung und Praxis offen und ehrlich um interessante und signifikante Infos zu bereichern …

    Ist aber ein Erfolgsmodell.
    Weiter so und alles wird gut.

    Es waren schon immer konforme Stoiker, welche politisch, technisch und gesellschaftlich für den Fortschritt gesorgt haben. Stoiker & Fortschritt, das ist schon rein sprachlich zwingend logisch …

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  • Es wird hier vielen und besonders Tom nicht schmecken, aber ich habe für mich die Medien schon lange vor Corona weitgehend abgeschafft. Ich konnte diesen täglichen Wahnsinn, Schwachsinn, Katastophen, … wiederholt bis zum Erbrechen einfach nicht mehr ertragen. Es machte nur noch schlechte Laune diese Typen wie Trump, Orban, den Türken und andere Irre (demokratisch gewählt) um uns herum, oder z.B. die Riege der Bayern (Verkehrsminister, Innenminister, …) von morgens bis spät in die Nacht vorgesetzt zu bekommen – und am nächsten Morgen den gleichen Unsinn nochmal in der Zeitung. NEIN!

    Zeitung abbestellt, tat mir ehrlich Leid, denn an den Leuten und der Zeitung an sich lag es nicht. Nachrichten im Fernsehen auf ein absolut homöopathisches Minimum heruntergefahren. Überhaupt suche ich nur noch Sendungen aus der Mediathek, wenn es die Zeit hergibt und nichts besseres zu tun ist. Sonst bleibt die Kiste aus, gerne auch mal tagelang 😉

    Ich spreche wenig darüber, aber wenn das Thema aufkommt stelle ich fest, dass es erstaunlich vielen Menschen in meinem Umfeld ähnlich geht und die es genauso handhaben.

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    • Gefällt natürlich nicht. Wir haben das Glück in einem Land mit freien Medien zu leben, die es (noch) in guter Auswahl gibt. Ein Privileg. Ich denke, wir sollten dies auch nutzen.

      Allerdings: Ich gebe zu, Du stehst nicht alleine. Auch in meinem Umfeld gibt es Menschen, die ähnlich denken und gleiche Schlüsse gezogen haben.

      Antwort
  • @ Herbert Hürsch

    Inhalt und sprachliche Form Ihres letzten Kommentars erstaunen mich denn doch etwas. Wenn Sie zum Beispiel oben schreiben:

    Zitat Anfang: „Und wenn sich in den unabhängigen Medien doch etwas von Relevanz nach öffentlich rechtlicher Gnade findet, dann dreht der ÖR den Spieß einfach um und vermeldet, was Journalisten von X recherchiert oder was Y gegenüber Z im Interview geäußert hat …

    Unter solchen Rahmenbedingungen – wenn der gut und sicher finanzierte ÖR auch noch kostenfrei “auf anderer Leute Pisse Kahn fährt” – können unabhängige Medien ihre eigenen Leistungen nicht wirtschaftlich verwerten.“ Zitat Ende

    dann frage ich mich allen Ernstes, wo denn in diesen Äußerungen die „interessanten und signifikanten Infos“ enthalten sein sollen, die den SAAB-Blog bereichern können? Was Sie schreiben, ist in dieser Form eine pauschale, nicht belegte Kritik einseitig an den öffentlich-rechtlichen Medien.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass jemand aus dem Kommentatorenkreis sich in die Verwechslung von öffentlich-rechtlichen Medien und Staatsmedien verstiegen hätte. Ich habe mich im Gegenteil über das Niveau hier im SAAB-Blog positiv geäußert und lasse auch keine Gelegenheit aus, diese Einstellung immer wieder zu betonen. Was hier – wie Sie schreiben – „unter die Gürtellinie“ gezielt sein soll, ist mir nicht klar, lasse es mir aber gern erklären.

    Ebensowenig kann ich Ihren Vorwurf der Unehrlichkeit nachvollziehen, mir so etwas vorzuwerfen, ist schon ein starkes Stück, das ich nicht unwidersprochen stehen lassen kann und das mit der Atmosphäre hier im Blog kaum kompatibel ist. Skurril auch die Begriffe „staatstragend und bundespräsidial“. Ich bin der Meinung, dass meine Einlassung niemals anmaßend oder großspurig sind, auf keinen Fall sind sie so gemeint.

    Im übrigen bin ich immer davon ausgegangen, dass wir es in der Blog-Kommentafunktion mit Kommentaren zu tun haben. Kommentare geben immer eine Meinung wieder, hier werden keine investigativ recherchierten Dossiers erwartet.

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  • @ Sprott,

    ich bitte Sie. Sie schreiben von Bashing und sehr explizit von einem Ausreißer auf dem Saabblog und wollen jetzt niemanden gemeint, niemanden kritisiert und im Gegenteil ausschließlich das hohe Niveau gelobt haben?

    Sie wissen genau, was Sie geschrieben haben, können es andernfalls nachlesen und ich soll es Ihnen jetzt erklären?

    Ja, wozu das denn?

    Apropos wozu erklären. Wozu erklären Sie uns Funktion und demokratisch gesellschaftlichen Stellenwert des ÖR, wenn Sie keinerlei Zweifel an der Leserschaft gehabt und niemanden adressiert haben wollen?

    Das meinte ich mit staatstragend und bundespräsidial.

    Ansonsten halte ich es mit AERO-9-3.

    Der ÖR muss nicht immer alles und jederzeit. Eine gewisse Konzentration täte ihm gut und höbe sein Niveau. Auch wäre er finanziell in der Lage, seine Kooperation mit freien Medien und unabhängigen Journalisten zu vertiefen, die Bandbreite von Recherchen und Meinungen zu erweitern und im Zuge dessen die Medien- und Meinungsvielfalt sowie unabhängige Journalisten und Medien auch finanziell zu fördern.

    Darum geht es ja auch im Artikel.

    Wenn der ÖR meinen Kindern eine Wiederholung der Pupsburger Augenkiste gegönnt hätte, hätte er dafür ein paar Groschen übrig.

    Aber nein, statt einer ruhigen und analogen Insel mit zwei Bergen musste ein vergleichsweise hysterisches Remake aus dem Rechner her. Uh huo hu huo hu ho, Jim Knopf macht Dampf ! ! !

    ADHS, GEZ & ÖR – die von Ihnen angesprochene Medienkompetenz würde ich mir zuallererst vom ÖR wünschen. Ist schon traurig, wenn die staatstragenden Profis hier achselzuckend auf die Eltern und Kinder verweisen, von deren Geld sie leben …

    Antwort
  • Die ÖR haben es schwer. Verglichen mit anderen europäischen Ländern muss man sie aber wirklich in Schutz nehmen. Sie liefern meist (nicht immer) ein gutes Niveau. Manchmal ist alles etwas zu bemüht, weil sie halt der meinen der Zielgruppe hinterher hecheln zu müssen. Aber das muss Frau (Mann) abkönnen.

    Recht können sie es niemanden machen, wie man hier deutlich herauslesen kann.

    Antwort
  • @ Anna Maria,

    ja, sie haben es schwer. Aber die Hauptkritik – soweit ich diese überblicken kann – lautet ja auch nicht, dass der ÖR an Formaten, Sendezeit und Kanälen Mangel leiden würde.

    Vordergründig und mehrheitsfähig scheint mir die Kritik, dass der ÖR es sich doch bitte und ganz im Gegenteil wieder leichter machen, sich stärker fokussieren und konzentrieren solle …

    Wo soll es denn hinführen, wenn man erst den Privaten und nun auch den Streaming Diensten das Wasser abgraben will?

    Qualität statt Quantität. Konzentration auf das Wesentliche. Dort aber mit mehr Breite und Tiefgang. Anders geht es doch gar nicht …

    Es kann nicht Sinn und Zweck des ÖR sein, jetzt auch noch den “besseren” YouTube-Channel via GEZ zu finanzieren.

    Antwort
  • Habe ich leider auch was aber anderen Seiten mit deutlich aggressiverer werbe Strategie geschuldet ist.
    Dafür habe ich aber im Dezember überwiesen.

    Antwort

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