Eine Menge Saabs in der Familie. Eine Mail von Max.

Prägend für die Saab Leidenschaft scheint die Tatsache, dass ein Saab kaum alleine bleibt. Vor einigen Tagen kam eine längere Mail von Leser Max in meinem Postfach an. Er schildert, wie alles begann und wie sich die Begeisterung über die Marke aus Trollhättan in seiner Familie ausbreitete. Mittlerweile gilt die Familie als recht gut versorgt. Max schreibt dazu folgendes:

Eine ganze Menge Saabs
Eine ganze Menge Saabs

Ich denke, nun ist es vonnöten etwas von mir zu erzählen damit Sie mich ein wenig kennenlernen und einen Einblick in meine Saab Welt bekommen. Ich heiße Max Heckert und bin mit meinen 28 Jahren eher ein etwas jüngerer Vertreter in dieser Welt. Dennoch besteht meine Liebe zum Saab nun schon seit 2012, das Jahr, in dem ich meinen KFZ-Gesellenbrief erhielt und vom Opel Vertragspartner zu einem Saab Service Partner wechselte.

Die Liebe begann etwas hölzern da die Welt von Saab mir völlig neu war und lange nicht so bunt und schrill wie bei Opel. Nach den ersten Ausfahrten mit verschiedensten Saab wuchs in mir ein immer größer werdendes Gefühl der Zuneigung zu diesen Fahrzeugen. Ich machte parallel zu meinem Vollzeit Job in der Werkstatt zuerst meinen Service-Techniker und dann anschließend meinen KFZ-Meister den ich dann 2017 mit 25 Jahren erhielt. Die Zugehörigkeit zum Saab Service Partner endete leider ebenfalls 2017, was mich zu einem VW, Audi, Skoda, Seat Partner brachte. Dies hat meine Faszination zu unseren Saabs noch mehr vertieft, da ich nun sehen konnte wie Langweilig Autos sein können.

Zurück ins Jahr 2013, als erster in der Familie kaufte sich mein Vater einen Saab. Es wurde ein 9-5 Aero Kombi Baujahr 2004 in Silber mit restloser Vollausstattung denn er heute noch liebt und alltäglich fährt. Dann war ich im Sommer 2013 am Zuge. Ich kaufte mir ebenfalls einen 9-5 Aero Kombi allerdings Baujahr 2006 in Stahlgrau-Metallic. Über ein Jahr habe ich nach der Kombination der Außenfarbe und den schönen Bi-Color Ledersitzen gesucht. In Holland aus erster Hand fand ich ihn dann.

Es dauerte nicht lange dann brauchte meine Schwester ein Pendler Auto, was ist es wohl geworden? Na klar ein Saab 9-5 Kombi dieses Mal aber ein 2005er 2.2 TID in Schwarz als Linear, robust und günstig. Es verging ein wenig Zeit und wir bekamen ein 902 Cabrio in die Finger Baujahr 1994 in Petrolgrün als 2.3i. Na ja, eine Liebe ist daraus nicht geworden aber er darf bleiben.

Als September 2017 dann der Zafira meiner Mutter den Geist aufgegeben hatte und mit knapp 400.000 km exportiert werden musste stand der Kauf eines neuen Autos an. Was kauft sich der Vielfahrer dann? Ja einen Saab 9-5, gesucht gefunden ein 2002er 9-5 Kombi 2.3 185PS in Schwarz mit wenig Laufleistung. Die Idee war die eine LPG Gasanlage einzubauen so wie ich es ja schon bei vielen Saab zu meiner Zeit beim Service Partner gemacht habe und auch selber fahre.

Leider gab es wohl zum Oktober 2017 eine gesetzliche Änderung in Bezug auf die Abgasgutachten. Dies machte es leider unmöglich diesen Saab umzurüsten und auch weiterzufahren da schlicht zu teuer. Nach reichlich hin und her kaufte ich einen 2003er 9-5 Aero Kombi mit Gasanlage in ebenfalls Stahlgrau-Metallic. Auf den Zustand des Autos gehe ich hier nicht näher ein, es sei gesagt, dass es echt viel Arbeit war. Als dieser dann fertig war verkauften wir den schwarzen 9-5. Nun fährt Muttern schön mit 250PS gediegen durch die Welt Geschichte.

Der fleißige Aufpasser hat vielleicht gemerkt, dass wir nun schon 5 Saabs in der Familie zählen. Was sind schon 5 Saabs, dachte sich dann wohl der Freund meiner Schwester. Kurzerhand kaufte er sich dann 2019 am heißesten Tag des Sommers einen 2007er 9-5 Vector Kombi 1,9 TID Hirsch in Saphir-Blau Metallic in einem atemberaubend gutem Optischen Zustand. Mit an Bord Bi-Color Ledersitze mit blauen Leder Inlays und geprägten “SAAB” Schriftzug. Das ist also Nummer 6 in der Familie.

Wie es dann der Zufall will, fiel mir zum Ende 2019 ein 2006er 9-5 Vector Kombi 1,9 TID mit Motorproblemen in die Hände. Ich reparierte ihn durch und machte eine optische Aufbereitung, um diesen Stahlgrau Metallischen 9-5er zu verkaufen. Es kam der Kinderwunsch und die Möglichkeit den Corsa meiner Freundin innerhalb der Familie zu verkaufen dazwischen. Nun fährt auch meine Freundin ein Saab, sie wollte es nie aber es fiel ihr so zu. Mittlerweile mag sie ihren Kombi. Ein kurioser Anblick, wenn auf der Einfahrt 2 9-5er aus demselben Baujahr und in derselben Farbe stehen.

Es ist noch nicht Schluss bei Saab Nummer 7. Um all die Saab am Laufen zu halten, kaufte ich mir mit meinem Vater ein Schlacht 9-5, eine leicht verunfallte 2009er Griffin 2.3T Limousine als RHD (Saab Nr.8).

Da ich seit Anfang des Jahres meinen Betriebswirt HWO in Vollzeit mache und der Lehrgangsbetrieb durch die Corona-Krise leider zum Erliegen kam, hatte ich Zeit gefunden mit dem Schlachten anzufangen. Alle Ausstattungsmerkmale die den Griffin auszeichnen habe ich in meinen 2006er Aero eingebaut was ihn nun zu einem absoluten Unikat macht. Grade die ganzen Zusatz-Ausstattungen, die ich mit den Jahren montiert habe machen den 9-5 zu etwas ganz Besonderem. Zu den nachträglichen Finessen gehören z.B.: LPG Gasanlage, Standheizung, Coming/Leaving Home, voll integriertes Android Radio, Sitzheizung hinten, belederte Mittelkonsole und Türgriffe, Pedalgummis vom Insignia OPC, DO88 Ladeluftkühler, 314 mm Bremse vorne, Maptun Stage1 und so weiter zu viel zum Aufzählen.

Nebenbei besitze und fahre ich noch einen Opel Calibra V6 aus 1996 im Original Zustand welcher aus Uusikaupunki stammt genauer gesagt im Werk von Valmet neben dem Saab 900 CV produziert worden ist. Ein nettes Randthema.

Nun habe ich ja schon fast meine ganze Lebensgeschichte erzählt und nebenbei einen ganzen Beitrag für den Blog erstellt. Apropos Blog ich betreibe nebenbei einen Instagram Saab Blog wo ich vieles über unser Saab Familie und deren Instandhaltung etc. der Welt mitteile. Ich habe grade einmal nachgeschaut der Saab Blog ist auch schon ein Follower von meinem Blog. Das Ganze ist zu finden auf Instagram unter “saab_heckert” und ist ein Projekt meinerseits.

Text und Fotos: Max Heckert

7 thoughts on “Eine Menge Saabs in der Familie. Eine Mail von Max.

  • Vielen Dank für die tollen Kommentare. Papa war am Wochenende mit unserem Cabrio zu Besuch und als ich es mir in der Sonne anschaute kam in mir doch eine gewisse Zuneigung zu der Farbe und dem Auto hoch. Ich denke es wird noch das ein oder andere Jahr dauern bis ich es komplett liebgewonnen habe.

  • Hatte er. Mittlerweile hat er reduziert auf nur noch 1 Fahrzeug.

  • sehr schöne Sammlung, glaube ein anderer Max hier auch 7 Saabs oder?

  • Herbert – Cabrio

    Stimmt – und noch dazu eine extravagante Farbe!

  • Tolle Geschichte. Danke.

    Ich wundere mich nur, was mit dem Cabrio nicht stimmt? Ist doch ein schönes Auto mit einem guten Motor. Inmitten all der 9-5 SC bestimmt eine willkommene Abwechslung?

  • Hallo Max
    Interessante Geschichte wie der SAAB-Virus (hier zur Abwechslung mal positiv behaftet) Dich und Deine Familie “infisziert” haben. Tolle Sammlung von 9-5er! Freut mich ganz besonders, wenn junge Leute Zugang zu SAAB finden! Denn ohne Nachwuchs und demzufolge “Überalterung”
    (bin über 50) wird es in Zukunft schwierig….
    Keep Saabing, Daniel

  • Wow, auch hier wird einem schwindelig vor so vielen Saabs! Ein sehr charmanter Bericht eines jungen, unter 30-jährigen Saab-“Veteranen”! 🙂 Das macht Mut und erfreut das Herz. Vielen Dank!

    P.S. Wenn ich mal den Teil meiner Familie in der Grafschaft Bentheim mit einem meiner beiden Saabs besuche, werde ich Ausschau halten – und bei der Saab-Dichte bestimmt fündig werden! 😉

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