Der Verbrenner wird uns noch lange begleiten

Die Elektromobilität dominiert die aktuellen Diskussionen. Alternativlos soll es sein. Die ultimative Lösung,  um unsere Mobilität zu sichern. Und der Verbrenner? Der ist tot. In der öffentlichen Wahrnehmung. Nachrichten, jenseits des Mainstreams, können da leicht durch das Raster fallen. Der Blog ist von seiner DNA her schon immer schwedisch. Weil uns die Produktion bei Saab abhanden gekommen ist, liefert heute Volvo das Thema. Die Göteborger waren in der Vergangenheit für Schlagzeilen gut. Unter anderem ließen der bevorstehende Abschied vom Verbrenner und ein selbst verordnetes Tempolimit aufhorchen.

Volvo Verbrenner Herstellung in Skövde
Volvo Verbrenner Herstellung in Skövde. Bild: Volvo

Aufmerksamkeit, die eine aktuelle Pressemeldung kaum fand. Was Ihrer Bedeutung nicht angemessen ist. In der letzten Woche verkündeten die Schweden die Auslagerung der Verbrenneraktivitäten. Was Volvo und Geely bisher getrennt voneinander taten, soll in ein gemeinsames Unternehmen überführt werden. Betroffen sind 3.000 schwedische Mitarbeiter und das Motorenwerk in Skövde, 5.000 Angestellte von Geely kommen hinzu. Entlassungen sind nicht geplant.

Volvo wird sich in Zukunft auf die Entwicklung der Elektromobilität konzentrieren. Die lukrative Entwicklung der Verbrenner bleibt dem neu entstehenden Unternehmen überlassen. Tatsächlich sind heute in vielen Konzernmodellen Volvomotoren zu finden. Bei Lynk zu 100 %, bei anderen Marken mit unterschiedlicher Durchdringung. Für Geely könnte der Schachzug lukrativ sein. Außerhalb des Konzerns können andere Marken beliefert werden, in China dürfte die Nachfrage hoch sein. Nicht wenige chinesische Hersteller verwenden Lizenzmotoren japanischer Hersteller, die veraltet sind. Und Volvo Verbrenner spielen in der ersten Liga.

Die Herkunft der Volvo Motoren

Geheimnisumwittert ist die Herkunft der Motoren. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass sie einen Saab Ursprung haben. Dafür spricht, dass die Motorenblöcke für Diesel und Benziner identisch sind. Eine Idee ursprünglich aus der Stallbacka, die nicht verwirklicht wurde. Angeblich wurden die Motoren im Auftrag bei AVL in Södertälje entwickelt, dem früheren Standort des Saab Motorenwerks. Mit dem Konkurs von Saab wurden sie im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium für eine kleinere Millionensumme an Volvo verkauft, wo sie gerade zur rechten Zeit kamen. Göteborg benötigte nach der Trennung von Ford eine neue Motorengeneration und bekam sie kostengünstig und schnell.

Der neueste Ableger sind die Volvo Mild-hybride. Diesel und Benziner werden mit 48 Volt Technologie elektrifiziert, erhalten einen Riemen-getriebenen Elektromotor,  der zur Rückgewinnung von Bremsenergie dient. Der Einspritzdruck der Benziner nähert sich den Dieselmotoren an, bei geringer Belastung schalten 2 Zylinder ab, der Motor läuft nur noch auf zwei Töpfen. 15 % Kraftstoffersparnis sollen die Mild-Hybride bringen, Partikelfilter sind serienmäßig. Die Produktion der Dieselantriebe läuft bereits, die der Benziner beginnt jetzt. Das Werk in Skövde wurde dafür für mehrere Millionen € umgebaut.

Verbrenner werden uns noch lange begleiten

Auch wenn in der öffentlichen Wahrnehmung der Verbrenner seine letzte Runde dreht, er wird uns in einer elektrifizierten Form noch lange begleiten. Es ist verpönt darüber zu schreiben, vielleicht zu mutig und zu sehr gegen den Trend. Aber es gibt Argumente für den totgesagten Verbrenner, und die Zukunft wird ein Mix aus verschiedenen Antriebsarten sein.

Verbrenner liefern, was das Gewicht betrifft, ein unschlagbar günstiges Paket. Ein Dreizylinder mit Getriebe wiegt rund 100 Kilogramm, viel weniger als Batteriepakete mit 300 bis 700 Kilogramm. Die Infrastruktur zur Betankung steht, der Abschied von fossilen Energieträgern rückt näher. Das Zauberwort sind synthetische Kraftstoffe, die klimaneutral hergestellt werden und die Verbrenner weiter am Leben halten können.

Weltweit wird mit Druck geforscht und entwickelt, Pilotanlagen sind entstanden. In einigen Jahren werden synthetische Kraftstoffe klimaneutral im industriellen Maßstab hergestellt und damit den endgültigen Abschied vom Öl-Zeitalter einläuten. Die Aktivitäten rund um Designerkraftstoffe sind international und entwickeln eine beeindruckende Dynamik. In der öffentlichen Diskussion spielen sie kaum eine Rolle, was einmal mehr bedauerlich ist. Einen guten Überblick verschafft Bioenergy International, wo die verschiedenen Trends nachzulesen sind.

Doch bleiben wir in Schweden – dem Land der Wälder und der guten Ideen. Zu Saab Zeiten wollte man E85 aus Forstabfällen gewinnen, bis fossiler Dieselkraftstoff plötzlich als besser für das Klima galt. Ein Irrweg, wie man heute erkannt hat, doch die Idee,  aus Pflanzenresten Kraftstoffe zu gewinnen existiert nach wie vor.

Synthetische Kraftstoffe aus Schweden

Im Norden deckt Anbieter Preem AB mit zwei Raffinerien 80 % des nationalen Bedarfs an Kraftstoffen ab. Die Schweden funktionieren immer schon etwas anders als der Rest von Europa, synthetische Kraftstoffe und das Streben nach Autarkie haben Tradition.  HVO 100 ist ein schon länger verfügbarer Designerkraftstoff, der zu Teilen aus Abfällen der Forst-, Papier- und Nahrungsmittelindustrie besteht. Wer in Schweden „Evolution-Diesel“ an einer Preem Zapfsäule tankt, der bekommt zu 50 % synthetischen Kraftstoff in den Tank. Damit fährt er klimafreundlich. Ähnlich ist es beim „Evolution-Benzin“, das seit 4 Jahren angeboten wird. Hier ist der Anteil an klimaneutralen Stoffen etwas geringer, soll aber aufgestockt werden.

Ein weiteres zukunftsfähiges Projekt treiben die Preem AB und die Setra Group gemeinsam voran. Ihr Unternehmen Pyrocell wird in Gävle, nördlich von Stockholm, erneuerbare Brennstoffe aus Sägemehl produzieren. Ein nachwachsender Rohstoff aus Abfällen der Forstindustrie, der in riesigen Mengen anfällt. Die Pilotanlage in Gävle produziert bereits. Ab Ende 2021 soll die Produktion in größerem Umfang die Raffinerie in Lysekil mit synthetisch hergestelltem Öl beliefern.

Mobilität in einem heterogenen Umfeld

Designerkraftstoffe sind ein wichtiges Zukunftsthema. Die Ansätze sind von Land zu Land verschieden. Die Schweden setzen auf Abfälle aus nachwachsenden Rohstoffen. Viel futuristischer klingt eine deutsche Idee. Das deutsche „Crowd Oil“ Projekt will aus CO2 und Wasser dezentral synthetische Energieträger produzieren. Die weltweit erste Konversionsanlage läuft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Perspektiven sind vielversprechend. Mit dem CO2, welches die Lüftungsanlagen von 25.000 Supermärkten der drei größten Lebensmittelhändler emittieren, könnte man 30 % des nationalen Kerosinbedarfs oder 8 % des Bedarfs an Diesel decken.

Vor ein paar Jahren wären diese Forschungen zum Scheitern verurteilt gewesen. Die Mineralöl-Lobby hätte früher oder später dafür gesorgt, dass vor der Marktreife der Stecker gezogen wird. Heute hat sich das Umfeld im Zuge der Klimadiskussion verändert, die Projekte haben Chance auf Realisierung und können unsere Mobilität klimafreundlich machen.

Der Verbrenner ist noch lange nicht tot. Er wird uns noch weiter begleiten. Elektrifiziert, mit synthetischen Kraftstoffen klimaneutral betrieben. Er könnte, in einem heterogenen Umfeld, die bessere Wahl sein. Neben Batterie-elektrischen Fahrzeugen und Wasserstoffantrieben kann er die dritte Säule bilden, um Energie- und Ressourcenschonend unterwegs zu sein. Der Käufer hätte die Wahl, für seine Lebenssituation das beste Antriebskonzept zu wählen. Elektroautos für die Stadt, für die Langstrecke synthetische Kraftstoffe oder Wasserstoff. Technologieoffenheit, die einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Planeten Rechnung trägt.

11 Gedanken zu „Der Verbrenner wird uns noch lange begleiten

  • Danke Tom für den super Bericht!
    Ich sehe den derzeitigen Hype um die Elektromobilität kritisch.Wer sich zum Beispiel mal Tests von den derzeitigen Plug-in-Hybrid Modellen durchliest (z.B.VolvoS60T8 Plug-in-Hybrid )wird feststellen das die Fahrzeuge nicht so sparsam sind wie die Fahrzeughersteller es vorgeben.
    Reine Elektroautos kommen für mich auch nicht infrage, die sind für mich nicht Alltagstauglich.
    Ich denke das die Zukunft in der Brennstoffzelle und den Alternativen Krafstoffen liegt.
    Das größte Problem sehe ich nicht in der Forschung oder Entwicklung von alternativen Kraftstoffen oder Motoren,sondern das größte Problem ist die Deutsche Politik, die ausser Elektromobilität und weniger Autofahren nicht sonderlich viel einfällt.

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  • Die Zukunft wird viel komplexer als man sich das vorstellt. Es wird viele Antriebsarten nebeneinander geben, unsere Politiker haben einfach nicht die Vorstellungskraft um das zu realisieren. Das Crowd Oil Projekt kannte ich bisher nicht, es liest sich sehr vielversprechend. Ich bin mir sicher, es wird in Zukunft noch mehr innovative Ideen geben. Das Elektroauto alleine wird es jedenfalls nicht sein.

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  • Dieser Artikel ist ein Kracher!
    Danke für die vielen neue Infos, die auch aufzeigen, das der Hype um die E-Mobilität rein geschäftlich zu betrachten ist…, die Umwelt, wie bisher üblich, nur die untergeordnete Nebenrolle spielt. Die Zukunft wird in der Tat immer komplexer…

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  • Kraftstoff aus der Luft?

    Bis eben wusste ich noch gar nicht, dass wir schon so weit sind. CO2-Abscheider für die mehr oder minder CO2-neutrale Produktion von Kohlenwasserstoffen?

    Das klingt ziemlich genial. Die Branche muss sich sicherlich auf einen oder ein paar Kraftstoffe verständigen, was aber nicht für deren Erzeugung gilt. Woher der Kohlenstoff für die zu definierenden Kohlenwasserstoffe stammt (Gas, Diesel, E85, Benzin?) ist positiv egal, so lange er – auf welche Art und Weise auch immer – schonend oder gar klimaneutral gewonnen wird …

    Traurig ist nur noch, dass dieser geniale und informative Blog kein Leitmedium ist. Dass Politik, Gesellschaft und Medien in Deutschland sich längst auf die Elektromobilität als alleinigen Heilsbringer eingeschworen haben. Na ja, vielleicht ist aber auch noch nicht aller Tage Abend? Vielleicht ist der grenzenlose Raubbau für seltene Erden noch nicht endgültig gesetzt?

    In jedem Fall aber vielen Dank an Tom für diesen tollen Artikel ! ! !

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  • Mal wieder sehr interessant. Im Spiegel, einem glühenden Verfechter von E-Autos, war gerade ein Artikel dass man die Batterien nur zum Teil, aber nicht komplett recyclen kann. Die Elektroauto Sache hat also auch gewaltige Nachteile. Technologieoffenheit ist deshalb um so wichtiger, der Trend keinen Blick nach links oder rechts wagen zu wollen ist höchst problematisch.

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  • Synthetische Kraftstoffe erscheinen mir als Medaille mit zwei Seiten, von denen die erste sagt, vergesst es:
    Der Hintergedanke von synthetischen Kraftstoffen ist ja, aus Strom (möglichst zu 100% regenerativ) mittels Kohlendioxid und Wasser bzw. Wasserstoff (die sich in einem geschlossenen Stoffkreislauf bewegen) einen gasförmigen oder flüssigen Kraftstoff zu erzeugen, der ohne Umrüstungen in heutigen Verbrennern genutzt werden kann. Die Verbrenner werden quasi zu „Elektroautos“ gemacht, allerdings kursieren für den Wirkungsgrad dieses Prozesses Zahlen von etwa 15% (z. B. https://www.sueddeutsche.de/auto/synthetisch-kraftstoff-grenzwerte-1.4385693 ), die so viel schlechter als die von Elektroautos sind, dass das Argument, wir werden nie genug Strom für alle Elektroautos erzeugen können (was in meinem Augen allerdings noch nicht wirklich bewiesen ist), sich umwandelt in, wir werden nie genug Strom für die nötige Menge an synthetischem Kraftstoff erzeugen können.

    Die andere Seite der Medaille ist aber, was übrigens auch kaum thematisiert wird, dass sich der Klimawandel ohne negative Emissionen (sprich entfernen von Kohlendioxid aus der Atmosphäre) bei unserem jetzigen und vermutlich auch zukünftigen Verhalten, kaum innerhalb der gewünschten Grenzen (maximal 2°C-Anstieg der mittleren Temperatur) halten lassen wird. Ein Teil dieses Kohlendioxids muss endgelagert werden, damit der Kohlendioxidanteil der Atmosphäre auch tatsächlich zurück geht, aber wenn man es schon mal hat, kann man auch synthetische Kraftstoffe erzeugen, um die laufenden Verbrenner klimafreundlicher zu machen. Wo der ganze regenerative Strom dafür herkommen soll, ist damit aber auch noch nicht geklärt.

    Auch preislich werden die möglichen Kunden vermutlich schlucken. Ich habe letzte Woche aus Neugier mal CARE-Diesel (ein HVO-Diesel aus Abfall-Ölen und -Fetten) getankt, da hat der Liter 1,80 € gekostet. Da freuen sich ja Benzinerfahrer, die Ultimate-VPower-SuperDuper-Kraftstoff tanken über ihr Schnäppchen.
    Und CARE-Diesel ist noch nicht synthetisch, für diese synthetischen Kraftstoffe werden momentan Anfangspreise zwischen 4 – 5 € je Liter prognostiziert, das rechnet sich wohl nur bei Anwendern, die die Kosten auf sehr viele Kunden umlegen können, vermutlich Fluggesellschaften und Reedereien, für Speditionen und Privatfahrer wird sich das kaum finanziell ausgehen.

    Stand jetzt fehlen ein Haufen Anreize, um überhaupt auf breiter Front in die Entwicklung zu gehen. Es muss sich halt von einer wirtschaftlichen zu einer Überlebensfrage wandeln, aber wenn wir Pech haben, ist es dann schon zu spät …

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  • Auch ich sage Danke für den Artikel. Toll das hier über Alternativen berichtet wird. Was davon nun ausgereift und bis zuletzt durchdacht ist, ist erstmal nicht so wichtig. Wichtig finde ich, dass nicht blind nur in eine Richtung gegangen wird sondern viele Optionen und Möglichkeiten in Betracht gezogen und geprüft werden.

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  • Technik & Synthetik

    Mir gefällt der optimistische Tenor des Blog-Artikels (und der Kommentare). Der Umstand, dass künftig wohl breiter gedacht wird und vielfältige Lösungsansätze erprobt und ermöglicht werden, macht Hoffnung auf mehr …

    CO2-Abscheider, Zwischen- & Endlager

    Bislang vermisse ich in der Diskussion ein Augenmerk auf die Chancen, die uns die Natur selbst bietet. Jede Pflanze ist ein CO2-Abscheider von 100%iger Energie- und Klimaeffizienz. Je nach Verwendung und Verwertung sind sie zudem natürliche Zwischen- oder gar Endlager für Kohlenstoffe.

    Alleine auf meinem bescheidenen Grund und Boden sind mehrere 100 Tonnen Kohlenstoff in Pflanzen, Gebäuden und Möbeln gebunden.

    Der CO2-Anstieg in unserer Atmosphäre kommt genau daher, dass wir über Millionen von Jahren gewachsene Endlager pflanzlich aus der Atmosphäre abgeschiedenen Kohlenstoffs (Erdöl, Erdgas, Kohle) geöffnet und ausgebeutet haben und es weiterhin tun.

    Aber wie dem auch sei, die von Leser StF angesprochene 15% Effizienz der synthetischen Kraftstoffe ist nicht etwa gering, sondern sensationell – zumindest wenn ich Link und Artikel der Süddeutschen richtig verstanden habe. Denn 15% sind ganz erstaunlich dicht am kinetisch maximal möglichen Wirkungsgrad eines Verbrenners …

    Einem synthetischen und aus abgeschiedenem CO2 klimaneutral gewonnenem Kraftstoff hätte ich eine solche Effizienz zwischen Gummi und Asphalt nicht ansatzweise zugetraut. Gleichwohl hoffe ich, dass Medien und Politik auch über derlei technische Ansätze hinaus ihre Scheuklappen nunmehr ablegen. Denn da geht noch sehr viel mehr, wenn man nur will oder es wenigstens zulässt …

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  • Wow, toller Artikel, Tom.
    Solche Worte wünsche ich mir aus dem Munde des Bundesverkehrsministers.
    Aber ich glaube, der ist mit „Technologieoffenheit“ überfordert.
    Sicher: Diese Möglichkeiten der Kraftstoffgewinnung sind zunächst teuer, aber das war bei allen neuen Erfindungen so. Das erste Mobiltelefon kostete ca. 4.0000 DM, heute nur einen Bruchteil davon.

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  • P.S. (Technik & …)

    Die jüngsten Medienbeiträge die ich mitbekommen habe, sind erstens die Nachricht, dass ein Antrag der Grünen auf ein Tempolimit von 130 für die BAB vor dem Bundestag gescheitert ist.

    Zweitens ein Interview, in dem die Frage, ob es denn wirklich sinnvoll sei, Wälder für die Windenergie abzuholzen, mit ganz eindeutig JA beantwortet und wie folgt begründet wurde.
    Windräder würde mehr CO2 einsparen, als der Wald auf der gleichen Fläche speichern könnte …

    Ob wir nicht dennoch mehr (statt immer weniger natürliche) CO2-Abscheider, Zwischen- und Endlager bräuchten, hat die Journalistin nicht weiter hinterfragt …

    Ich habe mich gefragt, wie es denn sein kann, dass Abholzungen und Flächenverbrauch in Deutschland dem Klima dienen, andernorts (Südamerika, Asien) diesem aber so sehr schaden, dass wir uns bereits seit 35 Jahren dauerhaft darüber aufregen und echauffieren?

    Mein Fazit ist, dass wir noch immer mit zweierlei Maß messen. Und wir sind schon lange durchschaut worden. Man zeigt uns schon seit 25 Jahren einen Vogel dafür, die „Grüne Lunge“ dieser Erde kolonialisieren zu wollen.

    Practice what you preach, schallt es uns entgegen. Und es stimmt. Wir sind ganz einfach unglaubwürdig und verlieren unsere Stimme in der internationalen Gemeinschaft der Menschheit, wenn unsere nationalen „Klimapakete“ weiterhin in einen Brief von max. 20g passen, weil wir an Porto sparen wollen …

    Ich mag Verbrenner, ich mag Autos. Ich mag Kerzen, Kaminöfen, Reh, Wildschwein, Fasan und Gasherde mit einem potenten Wokbrenner, Feuerschalen, Holzkohle-Grills, Pizza und Brot aus dem Steinofen, Petroleumlampen, Streichhölzer und Fackeln im Garten. Und ich hätte bei alldem gerne ein ruhiges Gewissen …

    In einem Land, dass ohne Tempolimit auf seltene Erden setzt und in dem ein Windrad mit Flügeln aus Kunstharz ökologisch wertvoller als ein Ha Wald (mit all seinen Bewohnern) ist, könnte das sehr, sehr schwierig werden. Nur so ein Gedanke …

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  • Great article Tom, and super answers/points/questions from everybody else ……..

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