Genug ist genug. Aber wann? Fortsetzung.

Etliche unserer Leser sind dem Blog schon lange verbunden. Matthias aus der Schweiz hatte 2017 einen ungeschminkten Beitrag über seine Saab Leidenschaft veröffentlicht. Mittlerweile scheint beim ihm eine Schmerzgrenze erreicht zu sein, denn wir erhielten im April eine weitere, alarmierende Mail. Und weil wir wissen, dass einige Saab Fahrer mit ganz ähnlichen Fragen kämpfen, veröffentlichen wir sie als Fortsetzung seines ersten Artikels.

Saab 9-5 Aero
Saab 9-5 Aero

Genug ist genug. Jetzt wirklich?

„Hallo Leute, im August 2017 habe ich einen Artikel hier geschrieben, der sich wie folgt nannte: „Genug ist genug. Aber wann?“ Damals habe ich über die Kosten gesprochen, die ich in den letzten Jahren bei meinem 9-5 Aero Kombi hatte. Wann ist es genug? Wann hat man genug Geld investiert, um einen Saab am Leben zu erhalten?

Nun scheint der Moment gekommen zu sein. Gerade wurde mir beim Autospengler eröffnet, was die Beseitigung der braunen Pest für meinen Kombi kosten solle. Mein geliebter Kombi sollte nur für die Reparatur des rechten Kotflügels (Rost) in die Spenglerei.

Leider kam unter den diversen Kunststoffabdeckungen in den beiden hinteren Radhäusern viel mehr Rost zutage als gedacht. Die Kosten werden von der Spenglerei mit 8.000 – bis 10.000 – CHF beziffert für beide Radhäuser und Kotflügel. Sicherlich ginge das auch günstiger. Wäre aber die Qualität die gleiche? Auch im Ausland wäre es bestimmt günstiger. Vielleicht kämme es günstiger, wenn ich es selber machen könnte, doch ist meine Möglichkeit beschränkt und mein Können in Schweißarbeiten doch sehr bescheiden.

Ist der Rost das Ende für den 9-5?

So wie es jetzt aussieht, muss ich mich von meinem Wagen trennen, denn so viel Geld, möchte ich bei aller Liebe für meinen Kombi nicht mehr investieren.

Es würde mir aber das Herz umdrehen, wenn er beim Autoverwerter landen würde. Denn, technisch ist der Wagen in einem sehr guten Zustand. Trotz seinen 250.000 km. Vieles wurde in den letzten Jahren gemacht und ersetzt. Er läuft wie ein Uhrwerk. Alle Reparaturbelege der Jahre 2012 (Kauf aus 2. Hand) bis heute sind vorhanden. Also eine komplette Historie zum Teil sogar über das Jahr 2012 hinaus.

Jedes Jahr wurde von mir (Automechaniker bzw. Mechatroniker) ein Service gemacht. Mindestens Öl mit Filter und alle zwei Jahre auch Kerzen, Benzinfilter und einiges mehr. Für die Reparaturen ging es in eine Garage des Vertrauens. Die letzte Reparatur betraf das SID2 Display. Für ganze 285.- CHF wurde das Display und die „Übertragungsfolie“ getauscht. Alles mit Garantie.

Hier noch die Daten zum Wagen sowie eine Aufstellung der Reparaturen aus den letzten Jahre:

Saab 9-5 Aero Kombi 2.3T Jg. 2002, ca. 255.000 km, Farbe Grau Metallic, innen Schwarz/Grau Leder, Automatik mit fast kompletter Vollausstattung. (Belüftete Sitze und Schiebedach fehlen). Einige Kratzer und kleine Dellen an den Türen.

Durchgeführte Reparaturen:

– 2019= SID2 repariert (Spezialisierte Firma, Auto Meter)
– 2018= Radlager vorne Links ersetzt, Drehzahlsensor ersetzt, Service mit Innenluftfilter und Zündkerze
– 2017= Kurbelwellendichtung, Ölstabsdichtung, Service mit Benzinfilter, neuer Katalysator, neue Batterie mit neuen Batterieklemmen.
– 2016= Auspuffendtopf neu, div. Motorentlüftungsschlauch, Zylinderkopfdichtung, Ventildeckeldichtung, Öldruckschalter, Zündkassette, Service, Hauptlichtrelais.
– 2015= LED Leiste drittes Bremslicht ersetzt, neue Lichtmaschine (Alternator), Nebelscheinwerfer links, Benzinpumpe neu, vorne Bremsscheiben neu (geschlitzt mit CH Gutachten), Service mit Zündkerzen, Wasserpumpe, beide Hinterachslager ersetzt.

Alles belegbar und einiges mehr. Zu haben ist der Wagen mit original Saab 16 Zoll Leichtmetallräder mit Wintergummis. Der Wagen ist noch bis Ende Mai eingelöst. Fahrbereit sowieso.

Ich trenne mich nur sehr ungern von diesen tollen Wagen. Aber behalten oder gar reparieren kann ich ihn auch nicht. Leider. Es würde mich sehr freuen, wenn er noch einen Platz bekommen könnte oder zumindest als Ersatzteilspender dienen könnte.

Das endgültige Ende der Leidenschaft?

Die Mail endet mit einer Preisidee und der Frage, ob wir einen guten Platz für den Saab kennen. Die Bilder zeigen Rost am 9-5 Aero, der Preis für seine Rettung steht in keinem Aufwand zum Zeitwert. Matthias scheint mit seinem Saab abgeschlossen zu haben und ist schon auf der Suche nach Ersatz.

Das Ende einer Geschichte, die 2017 auf dem Blog erschien? Vielleicht, denn im Mai erhalten wir überraschend eine weitere, lange Mail von Matthias. Es gibt eine Entscheidung. Und die folgt am kommenden Sonntag.


Danke für die Saab Geschichte am Sonntag. Wie fährt es sich im Alltag mit einem älteren Saab? Was erlebt man, wie reagieren Freunde, Kollegen und die Familie? Mit Nachsicht, Begeisterung oder Mitleid? Wie hält man den Saab am Leben, was erlebt man mit Ersatzteilen und Werkstätten, wie optimiert oder restauriert man den alten Schweden?

Ein weites Themenfeld für die “Saab Geschichten 2019!”. Herausfordernd, aber auch interessant. Wie sieht es bei den Fans aus, wie stark schlägt das Saab-Herz im Alltag? Schreibt es uns, es lohnt sich!

Wir bedanken uns für jeden veröffentlichten Artikel mit einer exklusiven Saab-Scania Bordmappe.

28 Gedanken zu „Genug ist genug. Aber wann? Fortsetzung.

  • 2. Juni 2019 um 1:46 PM
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    Ojemine …

    Bin jetzt gespannt wie ein Flitzebogen auf den nächsten Sonntag.

    Ist die Versorgung an Reparaturblechen und Karosserieteilen tatsächlich so katastrophal, dass man alles individuell und für teuer Geld entweder nachbauen müsste oder nur noch vom Schrott beziehen könnte?

    Das wäre ja traurig. So ein schönes, ansonsten gepflegtes und noch immer junges Auto …

    Traurig, traurig, traurig. Ojemine …

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 1:47 PM
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    Der Rost ist ein problem der 9-5. Aber ess gibt bei uns hersteller die dass reparieren fur niedriger Kosten. Mit dem SAAB Hobby Club haben wir mehrere fahrer weiter geholfen in die Niederlande. Reparieren und wieder weiter fahren, weil ess gut zu reparieren ist und nicht so viel Kosten soll, allerdings bin Ich mir nicht bekannt mit dem Schweizerische Preisverhaltnisse. Viel gluck!

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 1:51 PM
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    Beim Durchlesen des ersten Artikels fiel mir auf dass der Besitzer regelmäßig in den SAAB investiert. Trotzdem stellt sich mir die Frage warum der Rost sich so ausbreiten konnte? Hattte Matthias keinen Blick dafür, wurde das Problem etwa auf die lange Bank geschoben?

    Oder sind die Winter so hart uns so voller Streusalz in der Schweiz?

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 2:27 PM
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    Bin auch etwas erschrocken, dass das Auto so stark vom Rost befallen werdne konnte, wenn das Fahrzeug ansonsten viel Pflege bekommen hat. Ich denke, dass das Thema Rost generell von Werkstätten noch nicht so genau genommen wird bzw nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird wie vielleicht notwendig um solche Fälle zu vermeiden. Als Nichtschrauber kann ich selber halt nur schwer unter Schwellern, und Verkleidungen nachsehen.

    Antwort
    • 2. Juni 2019 um 3:34 PM
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      Gut gesagt.

      Selbst der weggefressene Radlauf wird sich vermutlich von innen her und verdeckt aufgelöst haben. Die anderen dokumentierten Stellen sind für Nichtschrauber ohnehin nicht zugänglich. Das Thema braucht offenbar mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit durch die Werkstätten.

      Hoffentlich lesen die hier mit und verinnerlichen Ihren Kommentar.

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      • 2. Juni 2019 um 11:08 PM
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        Den Rost am Radlauf kann man recht gut im Anfangsstadium erkennen und entsprechend behandeln. Der Wagen ist einfach nicht gepflegt, sondern total vergammelt !!!
        Man sollte ein Auto halt regelmäßig waschen besonders im Winter. Am Besten noch etwas Ballistol ins Waschwasser. Den Autolack zweimal im Jahr wachsen.
        Unterbodenschutzwachs und Fluidfilm in den Hohlräumen wirkt zusätzlich gegen Rost.
        Mein 9-5 von 2001 ist in Ordnung und Ölwechsel bekommt meiner alle 5000 -7000 km
        Die Ledersitze werden alle zwei Wochen mit Sonax Pflegetücher behandelt.
        Übrigens wer sein Auto von Hand abledert, kann Rost sofort erkennen.

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        • 3. Juni 2019 um 5:44 AM
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          Not a fair comment.

          Most will not see this until, attention is needed to axle Springs etc, when arch liner is needed to be removed..

          Older 9000’s (front wings) suffer some similar problems, seems once you remove the liner, problems start, maybe not refitting/sealing properly??.

          In the Uk,\za good active sire on facebook is: https://www.facebook.com/groups/Saab9.5/

          I have seen this problem on there, search for it………

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        • 3. Juni 2019 um 8:34 AM
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          Der hier gezeigt Rost hat rein gar nichts damit zu tun, dass der Wagen zu wenig gewaschen wurde. Genausowenig hilft ein gewachster Lack gegen Rost. Der Rosst frisst sich hier von innnen nach außen.

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          • 3. Juni 2019 um 10:13 AM
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            Gerade im Winter sollte man den Wagen öfters waschen……damit das Streusalz entfernt wird.
            Wer seinen Autolack regelmäßig wachst,wird sofort kleinste Roststellen entdecken. Und dann kann man Gegenmaßnahmen einleiten. Innenkotflügel raus und Schwellerverkleidung abnehmen.

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          • 3. Juni 2019 um 12:07 PM
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            @ capri 73

            Sie insistieren weiterhin auf Kosten des Autors.
            Wie Terry Hawkins schon zuvor sinngemäß schrieb, not fair at all …

            Und Sie scheinen das Problem noch immer nicht zu verstehen. Wenn Sie die “Innenkotflügel raus und Schwellenverkleidung abnehmen”, erst nachdem Sie (beim hochfrequenten Waschen und Wachsen) außen Rost entdeckt haben, ist der Radlauf schon längst von innen her vergammelt. Genau darum geht es in dem Artikel …

            Insofern ist auch Ihr Hinweis auf Motoröl oder Lederpflege erstens OT und zweitens infam. Sie unterstellen dem Autor, sein SAAB sei rundum und allumfassend vernachlässigt, dieser sei (Zitat) “total vergammelt !!!”.

            Zitat Hawkins: “Not a fair comment.”

            Ich hoffe trotzdem, dass Ihr SAAB tatsächlich rostfrei ist und wünsche allzeit gute Fahrt und viel Freude.

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      • 3. Juni 2019 um 10:08 PM
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        @ Herbert Hürsch
        Sie hoffen , dass mein Saab Rostfrei ist….mein Saab hat von Classis Data die Note 2 bekommen ist von 2001 und hat 212000km gelaufen.
        Für mich sieht Fahrzeugpflege etwas anders aus.

        Antwort
        • 4. Juni 2019 um 8:53 AM
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          Ja, ich hoffe tatsächlich, dass Ihr SAAB allerorten und auch an unzugänglichen Stellen komplett rostfrei ist. Jeder Hohlraum, jeder Stoß, jeder Schweißpunkt, jede Falz, jedes Gewinde. Das wäre doch schön.

          Und ich wünsche allzeit gute Fahrt und viel Freude. Das ist doch sehr solidarisch und nett. Wo ist denn da das Problem?

          Antwort
          • 4. Juni 2019 um 9:10 PM
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            Lieber Herr Hürsch , ich hoffe , dass ich Sie einmal auf einem Saab -Treffen persönlich kennenlerne . Dann können Sie sich persönlich über den Zustand meines Fahrzeugs überzeugen.
            Übrigens War mein Saab heute zur Rost Kontrolle in der Werkstatt. Hintere Innenkotflügel raus , alles kontrolliert und nachversiegelt. Alles Top ! Mache ich alle zwei Jahre…..das letztemal 2017.
            Das ist Autopflege.
            Natürlich wünsche ich Ihnen auch allzeit gute Fahrt bzw. Reise in Ihrem Saab. Soweit ich weiß, fahren Sie ja auch einen 9- 5 .

          • 5. Juni 2019 um 9:42 AM
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            Lieber Herr capri 73,

            aber ich habe doch gar keinen Zweifel, dass Ihr Auto gepflegt ist. Hatte ich nie …
            Und trotzdem haben Sie das eindrücklich über mehrere Kommentare hinweg allumfassend dargestellt.
            Für den Innenraum, die Antriebstechnik, die Karosserie und inkl. Note …

            Wir reden aneinander vorbei. Unfair war Ihr erster Kommentar nicht etwa deshalb, weil Sie selber vielleicht doch auch irgendwo einen Krümel Rost am Auto haben könnten, sondern weil Sie den Autoren des Leserbeitrags und sein Auto (“total vergammelt !!!”) nach Strich und Faden runtermachen.

            Dieser Leserbeitrag handelt von einer Lernkurve in Sachen 9-5 und kommt allen Lesern zugute, die sich seiner Problemzonen bislang nicht hinreichend bewusst waren. In diesem Sinne sind auch Ihre Kommentare erhellend und Ihre Pflegetipps konstruktiv.

            Schade ist nur (und eben auch unfair), dass Sie auf Ihrem Wissen und dem eigenen Auto wie auf einem Streitross eine Attacke gegen den Autor (und gegen alle, die ihm beispringen) reiten und vernichtende Urteile fällen.
            Das gibt Ihren wertvollen Tipps und gültigen Gedanken einen bitteren Beigeschmack.
            Der Ton macht die Musik. Sie haben sich vergriffen. Kommt mal vor.

            Am liebsten würde ich einen Leserbeitrag von Ihnen zum Thema Pflege und Vorsorge lesen. Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen können vielen helfen und sind viel zu wertvoll, um scheibchenweise über Kommentare verstreut zu werden und möglicherweise in einem Disput gänzlich unterzugehen.

            Ich habe jedenfalls durch den Beitrag des Autors und Ihre Kommentare hinzugelernt.
            Vielen Dank an Matthias und an Sie.

  • 2. Juni 2019 um 3:42 PM
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    Es gibt in Bad Dürkheim eine sehr gute Karosseriewerkstatt die auch bezahlbare Angebote macht.Dort werden auch Oldtimer restauriert und diverse Teile selbst angefertigt.Kann dieseAdresse nur empfehlen.
    Bin selbst KFZ Meister mit langjähriger Saab Erfahrung.Fahre bereits den 9.Saab und Kann mir keine andere Marke in meiner Garage vorstellen.
    Automobile Genieser
    67098 Bad Dürkheim
    Bruchstr.53
    06322-61267

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  • 2. Juni 2019 um 3:51 PM
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    So wie es aussieht sind das Stellen an denen das Karosserieblech doppelt liegt oder an Kanten mit einer Kunststoff -Abdeckung in denen das Wasser mit Schmutz festgehalten wird.
    Da wurde bei der Konstruktion und Lackierung etwas gespart.
    Das ist auch nicht typisch für Saab
    t

    Antwort
    • 2. Juni 2019 um 7:25 PM
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      Es ist typisch für die 90er Jahre. Sowohl 9-5 I als auch 900 II und 9-3 I wurden mit übereinanderliegenden Blechen gebaut. Damit haben sie eine konstruktive Schwachstelle bei der auch der beste Rostschutz nicht mehr greift. Denn die Fahrzeuge befinden sich mittlerweile in einem Alter, wo man ein Auge darauf haben muss. Und eben notfalls handelt – oder bis zum bitteren Ende weiter fährt.

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  • 2. Juni 2019 um 5:26 PM
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    Die Bilder haben mich auch etwas erschrocken. Scheint aber kein generelles Problem beim 9-5 zu sein, oder gibt es evtl. besonders kritische Baujahre? Meine bisherigen Modelle (Bj. 00, 01 und 04) waren jedenfalls immer unauffällig.
    Auch die avisierten Reparaturkosten sind wohl eher Schweiz-Style und jenseits der Grenzen bestimmt deutlich günstiger zu haben. Aber ich kann verstehen, dass irgendwann mal die (finanzielle) Schmerzgrenze erreicht ist. Bin jedenfalls gespannt, wie es weiter geht…..

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 6:35 PM
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    Wenn der Saab jährlich im Service war das noch bei einem Saab Partner dann hätte man den Rost sehen müssen.Der Rost an dieser Stelle ist ja jedem Saab Insider bekannt und wenn man jedes Jahr etwas macht dann hat der Rost an dieser und weiteren Stelle keine Chance. Ich hatte an meinem Saab 9-5 MY01 mit jetzt 285’000km genau das gleiche, zusätzlich eben noch die bekannten Roststellen am Unterboden beim Saab Servicepartner erledigen lassen, danach ging es mit Erfolg durch die MFK (TÜV). Das ganze mit dem Rost hat mich auch Geld gekostet allerdings mit CHF 700.- ungefähr € 625 detulich günstiger als die Offert der Spenglerei. Die Flügelteile hinten links und rechts diese sind beim Saab Servicepartner in der CH zu je CHF 380.- zu haben also man kann das ganze Blech/Seitenteil bei der Orio, dem Saab Original Ersatzteile Lieferant, für wenig Geld bekommen. Die meisten Saab Händler schneiden dann eventuell einfach die Ecke raus die es für die Reparatur braucht um einerseits die Kosten so möglichst tief zuhalten anderseits um die Reparatur so schneller zu erledigen. Stehe Matthias sonst auch gerne per Email daniel.blaesi@orio.com oder telefonisch +41 78 745 4466 zur Verfügung.

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 7:13 PM
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    Ich bin bei meinem 93I Bj.98 eigentlich auch an dem Punkt angelangt. In den letzten 10 Jahren wurde er einmal komplett durchrepariert und trotz nunmehr 312000 Km, fährt er sich immer noch sehr schön. Aber das Thema Rost ist nicht mehr weg zu diskutieren und nachdem ich vor 3 Jahren richtig Geld hierfür in die Hand nahm, zeigt sich an den selben Stellen nun wieder das selbige Dilemma. Hätte ich einen Viggen sähe es vielleicht anders aus, aber faktisch ist mein 131 PS Derivat nichts mehr wert..So akzeptiere ich es nun und werde ihn solange weiterfahren, bis das der Rost uns scheidet..

    Antwort
  • 2. Juni 2019 um 7:54 PM
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    Hallo Leute, Danke für Euren Zuspruch. Ihr könnt wirklich gespannt sein wie es weiter geht. Soviel sei gesagt, es gibt ein Happy End.
    Kurz zum Rost:
    Es stimmt, ich habe die Thematik etwas unterschätzt. Auch weil mich einige technische Probleme gefordert haben und der Blick nicht unbedingt beim Rost war. Dazu kommt, dass der 9-5er in vielen Bereichen, geradem Heck, versteckte Rostfallen hat. Da sei nur die Kunststoffverschalung im Kotflügel erwähnt, den man weg nehmen muss um den Rost zu finden. Die Kotflügelspitzen rosten von Ihnen nach aussen. Das ist wie ein Eisberg. Sieht man ihn, sprich sieht man die ersten Pickel, ist dahinter schon der Rost fortgeschritten. Andere Stellen wurden unter einer nicht definierten Schmiere verborgen.
    Was alle haben ist der starke Flugrast überlas ganze Chassie. Habe noch keinen gesehen, der dies Nichthaben.
    Preise:
    für alle die noch nie in der Schweiz waren oder Wohnen. Die Schweiz ist, leider, in gewissen Dingen sehr teuer. Jeder möchte natürlich gut verdienen. Das ist dann ein Spirale. Beispiel: Es gibt bei uns Markenvertrettungen (Volvo) die haben einen Stundenansatz von 185.- sFr!
    Der Spengler der mir die erste Offerte erstellt hat, wüsste jedenfalls nichts von Reparaturbleche für dieses Model und wollte mir eine Luxusreparatur vorschlagen, bei der er aber selber auch sagen musste, dass dies nicht mehr Rentiere.
    Wie gut das es noch andere Lanzleute gibt. Im zweiten Teil dann mehr.

    Matthias

    Antwort
  • 3. Juni 2019 um 7:41 AM
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    Meine Frau fährt auch einen 9-5 Kombi. Dieses Jahr hat die Reparatur auch einen Betrag von etwas mehr CHF 4’000.00 gekostet. Einige Roststellen mussten geschweisst werden, jedoch nie in dem Ausmass von Deinem, Matthias. Nun ist das ganze Fahrwerk und die Bremsanlage erneuert. Der Unterboden ist aufgearbetet und die neu gegen Rost versiegelt und der Hohlraumschutz wurde erneuert. Das Fahrzeug wurde ohne Probleme bei den Schweizer Behörden vorgeführt. Und das ist nicht mehr so einfach, denn auch hier wird auch nach Jahren ein “Neufahrzeug” erwartet. Leider ist auch dort eher die Tendenz, dass das durchschnittliche Fahrzeugalter 10 Jahre nicht mehr übersteigen sollte und es wird genauestens geprüft.

    Für uns war es keine Frage, den 9-5 wieder aufzurüsten, denn die sonstigen Kosten halten sich in Grenzen. Auch der Benzinverbrauch liegt mit rund 8 – 9 Liter im Rahmen. Mit dem verkürzten Oelwechsel um die 10’000 km und der Automatikgetriebeölspülung alle 60’000 schaltet auch der Automat bei nun fast 300′ km immer wie beim Neuwagen.

    Zudem sind die Sitze wie auch die Klimaanlage perfekt. Das Auto ist praktisch, auch als grösserer Fahrer hat man viel Beinraum. In den heutigen Autos hat man bedeutend weniger Platz. Und auch der Komfort beim Fahren ist gut und was man wirklich benötigt, hat das Auto verbaut und funktioniert.

    Insgesamt fahren wir 8 Sääbe. Wovon der Turbo X und 9-5 hauptsätzlich den Alltag bestreiten. Dank meiner Tätigkeit sehe ich die Unterhaltskosten von VW, Audi, Porsche und anderen. Auch koreanische oder japanische Automarken sind im Unterhalt hoch. Kommt dann noch der Wertverlust hinzu, der bei den günstigeren Marken wiederum höher ist, wendet sich das Blatt klar zu unserem Konzept. Und ich finde, dass dieses auch nachhaltig betreffend Umwelt ist.

    WIchtig ist eben, dass die Fahrzeuge gepflegt werden und eben auch der Rostschutz gemacht wird. Das 900er Cabrio von 1990 bekam von 13 Jahren eine Rostschutz-Behandlung bei Timemax in Hamburg. Diese hat sich sehr bewährt. In den nächsten Jahren werden alle Fahrzeuge selbst mit dem TImemax Rostschutz behandelt werden.

    Daher behaltet Eure Sääbe und pfegt und geniesst die so länge ihr könnt.

    Grüsse aus der Schweiz

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    Antwort
    • 3. Juni 2019 um 8:02 AM
      Permalink

      Sehr guter Kommentar ! Das meine ich ja, zur Guten Pflege gehört Vorsorge !!! Hohlraumversiegelung und Unterbodenwachs ist gar nicht so teuer und man erspart sich teure Folgekosten.
      Das ein Auto repariert wird , wenn es kaputt ist , gehört für mich nicht zur Pflege ! Wenn Wasserpumpe , Kupplung oder etc. kaputt ist muss man ja reparieren !
      Übrigens wer Sommer und Winterreifen in der Werkstatt wechseln lässt, einfach mal unter Auto schauen , Handylampe hat heute doch jeder und wenn man der Werkstatt sagt sie sollen noch eben eine Dose Wachs für 10 € unter Auto sprühen…..sollte doch auch kein Problem sein.

      Antwort
  • 3. Juni 2019 um 8:31 AM
    Permalink

    Alter Hut und typische Schwachstelle beim 9-5. Einfach mal die Schwellerverkleidung und den Innekotflügel entfernen. Da werden viele ihr blaues Wunder erleben.

    Antwort
  • 3. Juni 2019 um 1:41 PM
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    Ich habe tiefen Respekt für jeden, der soviel in seinen betagten und täglich genutzten Saab investiert. Ich selbst war nicht mehr bereit dazu. Die Diesel Thematik und die vielen Kilometer, die im Jahr zurückgelegt werden haben die Entscheidung zur Scheidung besiegelt. Den Verkaufserlös habe ich in ein 9-3I Cabrio investiert mit Saisonkennzeichen. Ich bin froh und dankbar diese Möglichkeit zu haben.

    Antwort
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