Evergrande – Hoffnung für Trollhättan?

Jetzt träumen sie wieder in Schweden. Die Hoffnung auf eine Automobilproduktion in Trollhättan geht um. Nach dem Einstieg der Evergrande Health Industry Group Limited bei NEVS, die nicht anderes als eine Übernahme ist. Evergrande hält nun 51% der Anteile und stellt die Mehrheit im Vorstand.

Evergrande - neue Chance für Trollhättan

Beglichen werden 930 Millionen US Dollar (818 Millionen €) in zwei Tranchen. Die erste Zahlung über 430 Millionen US Dollar wurde am 15. Januar fällig, der Rest zum 31.01.2019. Damit wird NEVS mit rund 1.6 Milliarden € bewertet. Ist das Unternehmen diesen Betrag wert?

Ja, sagt ein Freund,  der näher an der Autoindustrie dran ist als ich. Auf der Habenseite stehen das Werk in Tianjin, das fast fertig sein soll. Die Produktions- und Verkaufslizenzen und ein Elektroauto,  was zumindest nahe an der Produktionsfähigkeit ist. Ausserdem die Immobilien in Schweden, mit einem Entwicklungszentrum und einer nicht mehr produktionsfähigen Automobilfabrik. Zusätzlich wäre da noch das angekündigte Werk in Shanghai; dessen Status ist allerdings ungeklärt.

Wer ist Evergrande?

Gründer Hui Ka Yan (auch als Xu Jiayin genannt) gilt als einer der reichsten Menschen Chinas,  und Evergrande soll der zweitgrößte Entwickler von Immobilien sein. In den 7 Millionen Wohnungen des Unternehmens leben rund 30 Millionen Chinesen. 140.000 Menschen arbeiten für Evergrande. Das Unternehmen ist erfolgreich, aber auch schlagzeilenträchtig. Die Evergrande Gruppe ist hoch verschuldet. Nach Informationen des SvD sollen ca. 94 Milliarden € an Verbindlichkeiten aufgelaufen sein. Heikel: Die Hälfte der Schulden sind kurzfristiger Natur und müssen innerhalb der nächsten 12 Monate refinanziert werden.

Das trifft Evergrande in einer denkbar schlechten Phase. Auf dem chinesischen Immobilienmarkt herrschen eisige Verhältnisse, die großen Akteure leiden unter einer hohen Verschuldung. In diesem Umfeld wird es für die Gruppe immer schwieriger, frisches Kapital zu beschaffen. Das Unternehmen zahlt daher hohe Risikozuschläge, wie 2018 einen Zinssatz von 13.75% auf 5-jährige Anleihen.

Im Oktober 2018 machte Evergrande durch einen ungewöhnlichen Schritt auf sich aufmerksam. Von einer neuen 1,8 Milliarden US Dollar Anleihe musste Gründer Xu Jiayin 1 Milliarde selbst zeichnen, um die weitere Finanzierung der Unternehmensgruppe sicherzustellen.

Für europäische Ohren klingen die Zahlen desaströs, und es kommen Zweifel auf. Allerdings haben wir gelernt, dass China nach eigenen Gesetzen spielt. Neben Fakten zählt die Nützlichkeit für das System, die Vernetzung mit den Herrschenden und der Zugang zur verdeckten Finanzierung durch staatliche Stellen mindestens eine ebenso große Rolle. Und wahrscheinlich gilt für Evergrande das, was überall auf der Welt seine Gültigkeit hat: „too big to fail„.

Die Evergrande Gruppe steht für spektakuläre Investments, wie auch für den spontanen Rückzug aus Investitionen. Im Jahr 2015 startete der Konzern in China eine 12 Milliarden US Dollar Investition in Solar-Kraftwerke. Beendete ihr Engagement aber abrupt – mit dem Hinweis auf ein verändertes Marktumfeld.

Evergrande drängt in das Automobil-Geschäft

Der bisher spektakulärste Abbruch war das Investment in Faraday Future. Im absoluten Luxus E-Auto Segment wollte Evergrande 700 Millionen US Dollar investieren, zog aber völlig überraschend die Zusage zurück. Seitdem streiten sich die Parteien vor Gericht. Es geht um den Diebstahl geistigen Eigentums, die angeblich geplante kalte Übernahme der US-Firma FF durch Chinesen. Und FF will Evergrande zur zugesagten Investition zwingen. Das Projekt selbst liegt vorerst aus Eis.

Die Investition in FF war einer der Bausteine der 2018 verkündeten Strategie der Diversifizierung der Evergrande Gruppe. Am 23. September 2018 gab das Unternehmen die strategische Kooperation mit der Guanghui Group bekannt, einem der größten Autohändler des Landes. Guanghui soll jährlich 6 Millionen Neuwagen absetzen. Seither ist Evergande zum zweitgrößten Anteilseigner der Guanghui Group aufgestiegen.

Am 17. Februar, kurz nach der Übernahme von NEVS, verkündete die Evergrande High Technology Group ausserdem die zum 2. Januar erfolgte Gründung der Evergrande Smart Charging Technology. Ein Unternehmen für Ladetechnologie, das Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen soll. Die strategische Diversifizierung wird mit Nachdruck verfolgt.

Die beiden Investitionen in Faraday Future und in die NEVS AB könnten unterschiedlicher nicht sein. Farday ist im prestige- und ertragsstarken Luxussegment verankert. NEVS möchte das wesentlich ertragsärmere Geschäft mit Flottenbetreibern beliefern. Dem futuristischen FF91 steht ein sichtlich konservativeres Elektroauto Konzept von NEVS gegenüber.

Es stellt sich die Frage wofür NEVS steht, und was Evergrande in NEVS sehen möchte? Im Rückblick auf die letzten Jahre ist das Profil von NEVS unscharf. Man wollte schon so vieles sein. Vom Saab Nachfolger über Tesla Jäger, Auftragsfertiger, Hardware-Lieferanten bis hin zum weltweit agierenden Anbieter für nachhaltige Mobilität.

Hoffnung für Trollhättan?

In schwedischen Medien träumen sie jetzt wieder von einer Produktion in Trollhättan. Noch vor 2020 soll sie möglich sein,  ist zu lesen. Aber die Fabrik in der Stallbacka ist geplündert, Teile wurden nach Tianjin verschifft. Große Investitionen wären nötig, und es drängt sich die Frage auf, was man in den Zeiten von Industrie 4.0 wirklich mit den historischen Gemäuern machen soll. Die Fabrik war einst im GM Verbund die modernste. Aber das ist gut 10 – 15 Jahr her und heute nicht mehr relevant.

Für die NEVS AB könnten die Zeiten besser werden. Erstmals seit langer Zeit gibt es die vermisste klare Aktionärsstruktur mir einer einfachen Mehrheit. Evergrande hat die Führerschaft, Gründer Kai Johan Jiang steht ab sofort nur noch in der zweiten Reihe. Das könnte Prozesse beschleunigen, für die Ausrichtung und endlich ein klar definiertes Profil nützlich sein.

300 Millionen US Dollar soll Evergrande bereits überwiesen haben. Für eine weitere Milliarde hat sich die Gruppe verpflichtet. Die Liquiditätskrise ist damit beendet, nicht aber die Krise in der Stallbacka. Den Weggang des Entwicklungschefs und weiterer Leistungsträger in den letzten Wochen kann man in einem Zusammenhang mit der Übernahme durch Evergrande sehen. NEVS Gründer Kai Johan Jiang hat in der vergangenen Woche die Löhne und Gehälter um 3% erhöht. Als Zeichen, dass die Krise nun überstanden sei. Ob das genügt?

Alles ist möglich. Nichts ist sicher.

Die Konsequenzen der Übernahme der NEVS AB durch Evergrande und Xu Jiayin sind schwer einzuschätzen. Für unser europäisches Verständnis sprechen etliche Fakten dagegen. Hinein spielt sicher aber auch unser westliches Unverständnis für China und die Spielregeln des Systems. Man liegt vielleicht nicht verkehrt, wenn man sich an eine andere Übernahme vor einigen Jahren erinnert.

Am 28. März 2010 erwarb ein gewisser Herr Li Shufu die Marke Volvo von Ford. Man gab ihm damals in Schweden kaum eine Chance. Er war ein unbeschriebenes Blatt, sein Hintergrund galt als zweifelhaft. Ihm wurde Vermögenslosigkeit unterstellt, kein Verständnis für Schweden und für die Marke.

Rund 13 Milliarden US Dollar hat der angeblich nicht vermögende Herr Li Shufu seitdem in Göteborg investiert. Heute ist die Geely Gruppe der erfolgreichste private Autohersteller Chinas und mit den höchsten Wachstumsraten weltweit. Volvo ist mit chinesischem Geld zu neuer Stärke gekommen, London Taxi, Lotus, Proton, Lynk & Co und 9.7% von Mercedes gehören 9 Jahre später ebenfalls zum Reich von Li Shufu.

Man muss abwarten,  was die Zeit bringt. Die nächsten Wochen, Monate, Jahre. Für NEVS, Evergrande und Trollhättan gilt daher: Alles ist möglich. Nichts ist sicher.

31 Gedanken zu „Evergrande – Hoffnung für Trollhättan?

  • Deutlich das Chinesen es jetz zu sagen haben in dem Betreibs Welt aber es bleibt immer wieder spannendmit denen. Geht es weiter oder scheitert es wieder irgendwo auf dem Weg zum Erfolg?
    Hoffen wir fuer Schweden das es durchhaelt.

  • Schon spannend (mal wieder)…. Vielleicht macht Evergande aus NEVS Tesla 2.0? Oder verhandelt mit der SAAB AB und kauft die Markenrechte zurück. Ja, ja, träumen darf man wohl.

    2
    3
  • Too big to fail …

    … ist für mich ein Schlüsselsatz des Artikels. Nach westlichem Verständnis ist er vor allem auf die letzte große Finanzkrise gemünzt. Ergo auf international agierende westliche Banken und die Immobilienblase vor allem in den USA.

    Too big to fail …

    … geht mir im Zusammenhang mit NEVZ schon seit geraumer Zeit durch den Kopf. Man ist kein Automobilhersteller, bis man tatsächlich Autos gebaut und verkauft hat. NEVZ hat diese Frage elegant und mit minimalem Einsatz gelöst. Man hat einfach eine Handvoll SAAB 9-3 Limousinen gebaut und darf sich fortan „car manufacturer“ nennen – ganz gleich, ob man diese überhaupt selbst entwickelt hat, ganz gleich, wie wenig Autos es waren, ganz gleich, wie hoch das Investment und die Verluste seit der SAAB-Übernahme sind.

    Denn darum geht es hier auch gar nicht. Nach der (westlichen) Immobilienblase kommt die (östliche) Automobilblase. KJJ und andere werden ihren Schnitt machen oder längst gemacht haben. Westliches oder östliches Verständnis der Sachlage hin oder her, bei NEVZ geht es ebenso wenig um konkurrenzfähige und hochwertige Autos, wie es zuvor in den USA um grundsolide Immobilien ging.

    Es wird gepokert. Und wer den eigenen Einsatz kleiner als den eigenen Gewinn hält, der hat gewonnen.
    Private Millionen oder Milliarden als ganz persönliches Spiel- und Taschengeld. Man wird sehen …

    • Mit „too big to Fail“ ist wohl etwas anderes gemeint als die Sache mit der westlichen Immobilienblase oder gar östlichen Automobilblase – letztere halte ich für nicht mal existent, da die große Nachfrage nach Automobilen dort tatsächlich vorhanden ist.

      Ein passendes Beispiel wäre GM in den USA – zeitweise der global größte Automobilhersteller.

      Bekanntlich hat vor einigen Jahren, beim Konkurs und sich abzeichnenden endgültigen Aus dieses Unternehmens, der amerikanische Fiskus schützend eingegriffen und mit staatlichen Milliardenhilfen dem Niedergang ein Ende bereitet.

      Derartige Vorgänge um große Konzerne würde ich in die Kategorie „too big to fail“ einreihen – das Konglomerat von Evergrande gehört mit Sicherheit ebenfalls in diese Kategorie.

      • Na ja, wir könnten hier über die Details streiten …

        Wenn Sie aber selbst das „Konglomerat von Evergrande“ in diese Kategorie (“too big to fail”) einreihen, dann sind wir uns doch in allen wesentlichen Punkten einig.

        Was sollte oder könnte ich Ihnen da noch entgegensetzen ? ? ?

        Ich finde den Vergleich einer immobilen mit einer automobilen Blase schon allein aus semantisch, semiotischen Gründen sehr reiz- und auch sinnvoll. Im Falle von NEVZ und China sehe ich aber durchaus noch andere Bezüge. Etwa den Umstand, dass NEVZ dort nur eines von 400 Unternehmen ist, die sich EVs widmen wollen …

        Das ist ja quasi die Reinkultur einer Blase, dass man Teil eines großen Ganzen ist, was bereits deutlich größer als alles ist, was der Markt jemals sinnvoll aufnehmen wird. Ich bin der Überzeugung, dass China in diesem Punkt (wie modern man dort auch sonst immer sein mag) ein Nachholbedürfnis hat.

        Die westlichem Demokratien arbeiten sich spätestens seit WW II an der sozialen Marktwirtschaft ab. Seit ein paar Jahren versucht das undemokratische und in Menschenrechtsfragen fragwürdige China diese sozialen Marktwirtschaften mit der eigenen und seither plötzlich radikal asozialen Marktwirtschaft rechts zu überholen.

        Das sind theoretisch gute Voraussetzungen für Glücksritter. Sie müssen aber auch zum Zuge kommen, bevor die Blase platzt. Wohl an ! ! ! Just go for it, KJJ …

  • Fakt ist, das NEVS in den letzten Wochen verstärktes Marketing in diversen sozialen Medien betreibt. So langsam scheint das Ganze ins Rollen zu kommen, dafür das man über Jahre fast nix gehört hat.

    Aber was soll man nun von der Übernahme halten ? Volvo wurde damals zwar auch unter finanziellen Schwierigkeiten übernommen, allerdings herrschte dort eine funktionierende Produktion, es gab Fahrzeuge und – ein Teil der für mich auch den Erfolg von Volvo ausmacht- SAAB ist in diesem Zeitraum des wachsenden Erfolgs von Volvo pleite gegangen. Viele Ingenieure haben den Weg zu Volvo gefunden. Die neue Volvo Limousine lässt sich nicht umsonst seit kurzem in der Mittelkonsole starten 😉

    Und auch wenn Volvo ein chinesisches Investment gerettet hat, hoffe ich nicht das Evergrande in die Versuchung kommt den Markennamen der SAAB AB zu verhandeln. Es ist schon schlimm genug, das NEVS die Historie des Ur-SAAB, den Meilenstein den der 99- Turbo erreichte oder das bis heute hoch geschätzte 900 Cabrio für Marketing Veranstaltungen verwendet und sich darauf ausruht.

    Gegenteilig wäre es vielleicht mal ganz interessant zu wissen wie die Patente verteilt sind.
    Gibt es dazu einen Kenntnisstand ? Für etwaige Versuche die Marke wieder zum Leben zu erwecken.

    3
    1
  • ..danke für den Text. Warten wir ab und fahren SAAB! …..und wenn dann was neues aus Schweden kommt was uns gefällt,..um so schöner!

  • Dank an das Redaktionsteam auch für diesen „erhellenden“ Artikel. Es sind wohl die vielen unbekannten Fakten aus Fernost, die eine sachliche Bewertung der ganzen Situation schwierig/unmöglich machen…
    Ob daraus ein „gutes Ende“ wird…, wir werden sehen und lesen. Die Gedanken an Einsatz von „Spielgeld“ von Megareichen halte ich für möglich. Ob das Nützlich für den Markt ist…, kann ich nicht beurteilen. Ob schiere Größe auch langfristigen Erfolg bedeutet, wird die Zeit zeigen. Ich bleibe skeptisch.
    Dieser Artikel zeigt aber auch, wie schnell sich Firmen, Zuständigkeiten und Geldflüsse ändern!!!

  • Glaube nicht das NEVS nur alleine von Elektrofahrzeugen überleben kann.

    • Schön wären auch Hybridfahrzeuge made in Trollhättan – zumindest für den europäischen Markt. Warum nicht auch wieder unter dem alten Markennamen. Warten wir mal ab, was Evergrande so auf der Pfanne hat.

      2
      2
  • Zahlenspiel im ein- bis zweistelligen Bereich:

    Nur 7 Leser haben sich zu bislang 10 Kommentaren hinreißen lassen. Am Artikel liegt das nicht. Der ist ausgewogen und informativ (danke). Ein Troll namens Snurg hat 24 Kommentare generiert, so viele wie die letzten beiden Artikel der Rubrik NEVZ zusammen. Die Probefahrt eines 9000 fanden die Leser sogar so spannend und bewegend, dass sich 37 Kommentare unter dem Bericht finden – einer mehr als die letzten 3 NEVZ-bezogenen Artikel zusammengenommen generiert haben …

    Streng genommen sind es sogar 11 Kommentare mehr, die der 9000 generiert hat, da 10 Kommentare in der Rubrik NEVZ keinerlei Bezug auf NEVZ nehmen, sondern auf ein niederländisches Museum. Es bleiben 26 und somit im Schnitt 8,66 NEVZ-Kommentare je NEVZ-Artikel versus 24 für einen Troll und versus 37 für einen SAAB 9000. Zwischen Snurg und dem 9000 reiht sich zudem ein SAAB-Bilderrätsel mit 28 international generierten Kommentaren ein.

    Das Interesse der SAAB-Fahrer an NEVZ befindet sich in einem Sink- bis Sturzflug. Die Probefahrt eines gebrauchten SAABs, ein längs verbauter SAAB-Motor und die Geschichte hinter einem bunten Aufkleber sind jeweils für sich genommen und schon allein so spannend und bewegend, wie 3 bis 4 Meldungen zum Thema NEVZ in Summe. Faszinierend ! ! !

    • Noch ein paar Zahlen zum Morgen: Der gestrige Artikel war 2.5k Lesern einen Besuch wert. Exakt die Werte, die auch Troll Snurg hatte.

      • Auch faszinierend. Dank für die Info …

        Rückfrage: Ist die Zahl der Leser vielleicht unabhängig vom Artikel und dessen Inhalt relativ konstant? Wird nicht jeder Abonnent und auch jeder andere Leser zumindest mal kurz reinklicken, ganz egal worum es geht?

        Zeigen sich Emotionen und Interessen der Leser in den Kommentaren also womöglich zuverlässiger als in den vielleicht relativ konstanten Aufrufen?

        Ich habe jedenfalls auch jenseits der von mir hergestellten Bezüge und Vergleiche das Gefühl, dass das Thema NEVZ hier früher emotionaler und engagierter und mit mehr auch internationaler Beteiligung diskutiert worden sei. Da kann ich mich natürlich täuschen, aber im Zweifelsfall traue ich nur den Statistiken, die ich selbst gefälscht habe …

        Na ja, das war natürlich ein Kalauer. Sagen wir mal so, Zahlen und Fakten lassen in aller Regel erstaunlich viel Spielraum für unterschiedliche Interpretationen zu.

        Die Leserzahl alleine scheint mir kein zuverlässiger Indikator für die Interessenlage oder eventuelle Verschiebungen derselben …

        • Nein. Auffällig ist das sinkende Interesse an NEVS, das sich seit Monaten abzeichnet. Im Gegenzug haben „normale“ Saab Artikel mehr Leser als früher. Ein alter 9000 schlägt ein NEVS EV im Publikumsinteresse. Das ist relativ neu.

          • Schade, dass es keinen (würdigen) Nachfolger für SAAB gibt. Aber schön, dass das Leser-Interesse so eindeutig pro SAAB ist. Es ist ja ein SAABBLOG 😉

            Schön auch, dass der Blog mit einer Vielzahl an sehr begeistert aufgenommenen Beiträgen ins noch junge Jahr gestartet ist, ganz so, als hätte das Blog-Team die relativ neue Entwicklung prophetisch vorhergesehen …

            P.S.
            Und schön, dass Ihr NEVZ trotzdem nicht aus dem Focus genommen habt. Manche Leser haben noch immer ein ungebrochenen Optimismus und ein ungebrochenes Interesse. Das mag sich weiter ändern und reduzieren, aber für den Moment ist ja auch das anhand der Kommentare (noch) evident. Ein fantastischer Start für alle Leser …

            Kann und darf man schon für 2020 spenden, oder ist das noch zu früh?

          • Das sinkende Interesse an NEVS hängt vielleicht auch damit zusammen, dass zwischenzeitlich bei genauerer Betrachtungsweise Elektroautos allgemein in Sachen Umweltbilanz nicht mehr ganz so unangefochten dastehen.

            Wie auch Herbert Hürsch vor einigen Tagen richtigerweise kommentierte, wären gut gemachte Hybridfahrzeuge oder auch althergebrachte E 85-Fahrzeuge in Sachen Umwelt eigentlich die bessere Lösung im Vergleich mit reinen Elektroautomobilen. Dummerweise wird E 85 mit fadenscheiniger Begründung in Deutschland so gut wie nicht mehr angeboten – anders als beispielsweise in Frankreich (dort bei vielen Markentankstellen nach wie vor erhältlich).

          • Das ist sicher korrekt was Detlef Rudolf schreibt. Dazu kommt: 2012 wäre ein Elektroauto noch was Besonderes gewesen. Mittlerweile nervt die kritikfreie Befürwortung des Elektroautos durch manche Teile der Presse und der Politik nur noch. Und auch einen Tesla, fand ich mal toll, möcht man nicht mehr fahren wenn man die Einstellung der Tesla Leute in den einschlägigen Foren liest.

          • Hallo Herr Rudolf,

            dasThema Hybrid / E 85 sehe ich genauso! In Frankreich wird sogar nicht nur „nach wie vor“, sondern m.W. aufgrund einer Regierungsinitiative seit Frühjahr 2018 verstärkt auf E 85 gesetzt. Waren es im April noch etwas mehr als 1.000, so soll es jetzt schon weit über 3.000 Tankstellen sein, an denen E 85 zu einem Literpreis von ca. 60 bis 70 Cent verkauft wird! In einigen Bezirken Südfrankreichs werden seit neuestem Linienbusse ausschließlich mit E 85 betrieben, das aus Abfällen bei der Weinherstellung gewonnen wird. Wenn man da an die verfehlte deutsche Energiepolitik denkt, kann man einfach nur sauer werden und vor Unverständnis den Kopf schütteln! Was ist denn eigentlich mit den ganzen Biogasanlagen hierzulande? Aus denen könnte anstelle von Gas ja wohl auch E 85 gewonnen werden.

            Eine Frage: Sie schreiben „Dummerweise wird E 85 mit fadenscheiniger Begründung in Deutschland SO GUT WIE NICHT MEHR angeboten“.

            Kennt irgendjemand noch irgendeine Tankstelle in Deutschland, die aktuell noch E 85 anbietet?? Für sachdienliche und zutreffende Hinweise wäre ich bereit, eine höhere Spende an den Blog, auch für 2020 zu leisten! 🙂

  • Es gibt im Zusammenhang mit NEVS noch eine interessante Neuigkeit:

    https://www.saabplanet.com/what-is-required-for-the-citizens-in-trollhattan-to-be-prepared-to-share-a-car-with-others/

    Folgt diesem link und ihr erfahrt daß in Trollhättan ein Projekt angelaufen ist um die Einwohner zu ihren Fahrgewohnheiten zu befragen. Das macht man mit dem Ziel nach Möglichkeit NEVS-Fahrzeuge für Carsharing einzusetzen (in Zukunft).
    Für die meisten von uns ist es wohl noch üblich ein Auto zu besitzen. Das Umdenken in Richtung Carsharing ist in Schweden wohl gewünscht von der Politik. (?) Der Antrieb soll dazu elektrisch sein und autonom fahren können die irgendwann auch.

    • Interessant. Und lustig …

      So heißt es u. a. und sinngemäß, NEVZ sei wohl der einzige Automobilhersteller, der die Anzahl an zugelassen Fahrzeugen reduzieren wolle. Man generiert sich fortschrittlich, umweltbewusst und selbstlos.

      Ich prognostiziere, dass es NEVZ sehr schwerfallen wird, die Anzahl zugelassener NEVZ von der gegeben Null noch weiter zu reduzieren. In Wahrheit sucht man verzweifelt nach einer Nische, in der andere Automobilhersteller – die den Namen verdienen und tatsächlich Autos bauen – vielleicht ein Stück vom Kuchen vergessen haben.

      Und wenn ich mir den Lebenswandel der Schweden und anderer Skandinavier sowie die Struktur der relativ großen und für europäische Verhältnisse dünn besiedelten Länder angucke, gehe ich davon aus, dass Carsharing nur für wenige praktikabel ist.
      Wie und mit wem teile ich mir ein Auto, wenn der nächste Nachbar einen oder 10 Kilometer weit weg ist und alle gleichzeitig zum Bäcker, Einkaufen, auf ein Festival, in die Blaubeeren, auf die Jagd oder Pilze sammeln wollen? Das gilt sogar für viele Städter, die gerne viel Zeit in der Natur und abgelegenen, oftmals sogar eigenen Hütten verbringen …

      Ein Leben in Schweden könnte ich mir gut vorstellen. Aber nicht ohne alles. Nicht ohne die Natur, ohne ein Haus, ohne Kamin und ohne Boot und ohne eigenes und allzeit frei verfügbares Auto (am besten ein relativ großes und trotzdem noch mit AHK). Das mag heute schon fast ein wenig reaktionär und nach Fortschrittsverweigerung klingen, aber ich denke, es ist schlicht und einfach realistisch …

  • Betreffend der NEVS Artikel, den Saabblog lese ich sehr gerne, aber die NEVS Artikel überfliege ich mehr oder weniger, geht es um Saab lese ich sehr aufmerksam, den jede Saabinformation finde ich wichtig. Auch wenn ich keinen 9000 habe, die Chance das ich irgendwann auch mal einen 9000 fahre, ist wesentlich höher als einen Nevs Saab zu fahren.

    • Geht mir ganz genauso! NEVS-Artikel überfliege ich nur, weil meines Erachtens NEVS mit Saab, bzw. dem, was wir an diesen feinen und besonderen Autos lieben, rein gar nichts mehr zu tun hat. Für mich hat das Ganze eher nur noch den Charakter von Leichenfledderei. Natürlich verstehe ich die Hoffnung, dass Saab bzw. die Saab-Gene noch nicht ganz tot sein könnten – in dem Sinne, dass es vielleicht doch eine Zukunft geben könnte. Das ist eine schöne Idee, meiner Meinung nach aber (jedenfalls derzeit) pure Illusion. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt …

      Trotzdem bin ich Tom sehr dankbar, dass er uns immer über die neuesten Entwicklungen betreffend NEVS auf dem Laufenden hält. Früher, und natürlich auch noch nach der Insolvenz, habe ich bei den verschiedenen Investoren immer gedacht, jetzt geht es doch noch wieder weiter. Aber insbesondere dank der vertieften Informationen und auch der verschiedenen Kommentare hier auf dem Blog (ich gehöre zu den Neuen hier, habe den Blog nämlich erst im Frühjahr 2018 „entdeckt“, lese seither aber mit Begeisterung jeden Beitrag) bin ich zu dem Schluss gelangt, dass das, was wir unter Saab verstehen, per heute leider keine Zukunft hat. Dafür gibt es (bezogen auf den jetzigen Stand, nicht die Gründe, die zur Insolvenz führten) so viele Hinderungsgründe: Die auf verschiedene Inhaber aufgesplitteten Patente, die endgültige Abwanderung von Know-how, die endgültige Abwanderung der Designer, Entwickler und anderer, die für das gewisse Etwas und das gewisse Andere bei Saab standen, der Abbau der Stallbacka, das Aufblühen von Volvo infolge der Insolvenz von Saab (Personal, Know-how und ein Großteil jedenfalls des schwedischen Käuferkreies dürfte übernommen worden sein) usw. usf. und natürlich der Zeitablauf, der jedes etwaige Interesse des schwedischen Staates oder von Investoren endgültig zerstört haben dürfte. Tot ist eben tot.

      Aus dem geistigen Erbe und den seinerzeit schon extrem fortschrittlichen Ideen gäbe es per heute noch einiges zu übernehmen bzw. weiterzuentwickeln, z.B. den BioPower-Hybrid, das E-Cabrio etc. Traurig, traurig, traurig …

      Aber wer weiß – vielleicht wird es ja irgendwann, eventuell nach weiteren Jahren, einen Neuanfang unter dem (gekauften) Namen Saab geben, wie ja auch andere tote Autonamen wiederbelebt wurden, teils mit interessanten Ergebnissen, teils einfach nur furchtbar. Es bliebe abzuwarten, ob das dann etwas wäre, mit dem sich ehemalige Saab-Freunde identifizieren könnten. Dass es sowieso etwas ganz anderes sein wird – und sein muss – ist meines Erachtens angesichts der verstrichenen Zeit sowieso klar. Vielleicht ist das auch eine Chance: Die ganze Automobilindustrie steht vor radikalen Umwälzungen und einem neuen Denken (Antriebsart, automatisches Fahren etc.), so dass man ohnehin nicht mehr da weitermachen könnte, wo man vor fast zehn Jahren aufgehört hat.

      • E 85 / Ihre Frage

        Nein, meines Wissens gibt es in D keine einzige Tanke mehr, die noch E 85 bietet. Gäbe es noch eine, dann wäre der Liter fiskalisch bedingt ungefähr so teuer wie ein Liter Benzin, weil unsere Legislative das so beschlossen und gesteuert hat. Nämlich die volle Mineralölsteuer auf einen zu 85% regenerativen und biologischen Energieträger zu erheben.

        Daher ist E 85 bei uns fast wie auf einen Stichtag hin überall verschwunden.

        • Danke für die Info! Ich hatte gedacht oder gehofft, dass die seinerzeit noch steuerbegünstigt eingekauften Restbestände dann auch so von den Tanken weiterverkauft werden dürften. Ist aber wohl auch schon zu lange her, als dass es noch irgendwo solche Reste geben könnte.

          • Ja, so ist es. Restbestände wurden schon lange abverkauft und die Tanks und Zapfsäulen zügig umgestellt und anders befüllt …

            Die Nachfrage in D war ja auch zu den besten E85-Zeiten schon größer, als das Angebot oder als das Netz engmaschig genug gewesen wäre.

            D hat seine international langjährig anerkannte Rolle als Vorreiter in Fragen des Klimaschutzes vielleicht nicht ganz grundlos und auch nicht zu Unrecht eingebüßt? SAAB war ja beileibe nicht die einzige Marke, die ich an den E85-Säulen gesehen habe …

            Was Sie wiederholt über F zu berichten wissen (vielen Dank dafür), macht mir aber (zumindest ein wenig) Mut und Hoffnung, dass vielleicht auch D hier nochmals nachdenken und umsteuern könnte. Auch wenn Bio-Gas und Ethanol sehr wenig miteinander zu tun haben. Dafür bedarf es zwei getrennter Verfahren und Anlagen. Aber im Prinzip (warum nicht Abfälle für das eine wie auch das andere verwerten) liegen Sie vollkommen richtig.
            F macht es vor. Vive la France ! ! !

          • Ja, hoffentlich guckt sich Deutschland da doch noch was von seinem engsten Freund Frankreich ab.

            Übrigens: Ein weiteres wichtiges Argument, das den ganzen Irrsinn der Diesel-Hexenjagd verdeutlicht, ist die heutige Stellungnahme der Lungenärzte, die die Irrelevanz der Grenzwerte offenlegt.. Das war überfällig! Laut einem Interview mit einem Pneumologen, das ich gerade im NDR gehört habe, sollen Stickoxide zudem natürliche Stoffe sein, die der Körper selbst produziert. Zudem sei z.B. an einem Sommertag bei einem Spaziergang im Wald der Grenzwert um ein Vielfaches überschritten – produziert von den Bakterien im Waldboden!

            Ich werde mir jetzt jedenfalls einen spritsparenden Diesel-Chrombrillen-Kombi, nachhaltig (weil bereits) produziert, als umweltfreundlichen Zweit- und Winterwagen anschaffen, um mein herrliches BioPower Griffin Cabrio zu schonen! 🙂 Und die nächsten Cabrio-Reisen nach Schweden und Südfrankreich sind bereits fest geplant! 🙂

          • Ja, der Diesel, Silvesterknaller, Kerzen im Haus, Kühe auf der Weide und sogar der Wald …

            Ich recherchiere selber fast täglich zu dem unglaublich komplexen Spannungsfeld aus Mensch, Umwelt, Gesundheit und Natur. Je mehr ich darüber weiß, desto fester bin ich davon überzeugt, dass wir, die Menschheit, noch fast nichts wissen …

            Und trotzdem gibt es – neben einiger und durchaus vorhandener Kompetenz – kaum ein Mitglied des Bundestages oder der Landtage, welches, je unwissender es ist, nicht um so genauer wüsste, welche Sau es gerade mit aller Gewalt, Macht und Rhetorik durchs Dorf zu treiben gilt …

            P.S.
            Stickstoff ist ein fester Bestandteil unserer Atemluft/Atmosphäre. Dass Stickoxide auch im Wald entstehen, wundert mich nicht weiter. Stickoxide könnte man nur dann zuverlässig ausschließen, wenn alle Oxidation (eben auch die Verbrennung eines Diesels, eines Benziners, einer Kerze oder der Stoffwechsel einer Bakterie) in einer Atmosphäre aus reinem Sauerstoff stattfinden würde. Vielleicht sollten wir uns stattdessen mit der Atmosphäre anfreunden, die wir haben? Ich kenne keine bessere …
            Vielleicht hat aber der eine oder andere Parlamentarier ja einen Horizont, der über den meinen und den dieser Erde sehr, sehr weit hinausreicht? Aber dann soll er oder sie doch bitte auch auf den Heimatplaneten zurückkehren und diesen hier der Menschheit, den Bakterien und dem Wald überlassen …

            P.S. II
            Apropos Wald, Wiederaufforstung und Renaturierung würden uns auf vielfältige Art und Weise zugute kommen. Die CO2- und Sauerstoff-Bilanz eines wachsenden (!) Waldes ist dabei nur ein Aspekt. Wälder kühlen auch. Zwar nur mikro- und makroklimatisch, aber letztlich ist das globale Klima auch nichts anderes, als die Summe all seiner Teile. Eine solche Forderung hört man aber nichtmal von den Grünen. Alle reiten die gleiche Sau. Wer sie zuerst über die Ziellinie getrieben hat, hat gewonnen. „Es ist mal wieder etwas alternativlos“, schrieb hier kürzlich ein anderer und offenbar kluger Leser …

  • Habe gerade die Meldung gelesen, dass der schwedische Staat ab 2030 Diesel- und Benzinmotoren verbieten wird, d.h., von 2030 an sollen in Schweden keine Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Bedeutung für NEVS?? Ist ja jetzt aber ohnehin eine chinesische Firma. Der Technologietransfer, der fortwährend von Eurooa nach China – einen Staat, der sich nicht an internationale Abkommen hält, fremdes geistiges Eigentum und Schutzrechte missachtet, die Menschenrechte ignoriert, weder Meinungs- noch Pressefreiheit kennt, übelste Arbeitsbedingungen wie im Manchesterkapitalismus toleriert usw. – in diversen Branchen stattfindet, ist eine Katastrophe!

    • Das musste ich erstmal verdauen. Ich kenne die Meldung (noch) nicht, aber wenn Sie es schreiben, wird es schon stimmen. Auch ist der Beschluss ja nicht ohne Vorbilder …

      Dänemark und Norwegen haben allerdings keine eigenen Autohersteller. Aber ist Schweden mit seinen einundeinhalb Chinesen da heute noch so viel anders? Na ja, sollen die Schweden mal machen …

      Wenn man irgendwo im nirgendwo auf einer Schotterstraße inmitten der Blaubeeren und jenseits von Haus und Hauptstraße liegen bleibt, dann holt man ganz einfach den Kanister aus dem Kofferraum und gießt etwas Strom in die Batterie!

      Und der Jäger schleppt gerne eine Kofferraumwanne für das Wildbrett und eine Box für seinen Hund 10 bis 20 Kilometer von seinem Haus querfeldein (kürzester Weg) bis zum nächsten Carsharing. Dort erwartet ihn dann ein NEVZ, der eigentlich zu klein ist, zu wenig Bodenfreiheit und zu wenig Allradqualitäten hat …

      Schweden 2030.

      Politik und Lebenswirklichkeit haben sich nicht nur in D einander entfremdet.

      • Ja, leider! Und völlig irre. Ich habe die Meldung gestern über einen Newsletter von Xing bekommen, der auf einen Artikel der Welt weiterleitete (sonst nicht meine bevorzugte Informationsquelle). Wird wohl leider stimmen. Es bleibt zu hoffen, dass bis 2030 sich vielleicht doch noch einiges ändert und die Verantwortlichen die desaströse CO2-Bilanz bei der Herstellung von E-Autos endlich erkennen und danach handeln. Schweden war doch auf so einem guten Weg mit Ethanol aus Abfällen – umweltfreundlicher gehts nicht! Und dazu als Hybrid wäre klasse gewesen. Und was ist eigentlich mit Wasserstoff? Dann auch verboten? Wieso passiert eigentlich so wenig in der Richtung? In HH gibts, glaube ich, drei Tankstellen. Mein Mann muss sich dieses Jahr einen Neuwagen zulegen und hat auch schon mit dem Gedanken gespielt. Ist aber alles sehr unsicher: Tankstellennetz, Preisentwicklung, Wiederverkaufswert?

        • Sie überfordern mich. Wasserstoff (für Verbrennungsmotoren, für Brennstoffzellen oder als lokaler Energiespeicher [etwa für überschüssigen Strom aus Windenergie]) ist ein großes und eigenes Thema …

          „Völlig Irre“ trifft es wohl schon ganz gut. Die Politik überschlägt sich in blindem Aktionismus und lässt Verbraucher, Märkte und auch Wissenschaftler ratlos und verunsichert zurück. Das ist keine energiepolitische Wende, sondern das perfekte Chaos …

          P.S.
          Außer vielleicht in Frankreich. Vielleicht sollte man dorthin auswandern? Gut essen, ab und an ein Glas Wein trinken, mit dem SAAB Ethanol tanken und den Rest Europas sich selbst überlassen …

          3
          1

Kommentare sind geschlossen.