Der Skandal

Freitagnachmittag…das Wochenende steht vor der Türe. Im Radio laufen die neuesten Nachrichten zum VW Umweltskandal. Die Ampel der Baustelle steht auf rot, der Gegenverkehr rollt am Saab vorbei. 7 von 10 Fahrzeugen sind SUV. Blogger unterwegs in Katmandu?

Volkswagen und der Umweltskandal. Bild: Volkswagen.
Volkswagen und der Umweltskandal. Bild: Volkswagen.

Nein ! Der Ort des Geschehens ist ein kleines fränkisches Dorf. Gut ausgebaute Strassen prägen das Ortsbild. Die Geländewagen sind nicht auf dem Weg ins Basislager; die größte unmittelbare Herausforderung ist das Bewältigen der Bordsteinkante. Und ja, es gibt diesen Umweltskandal von VW, der auf Grund der Baukasten-Monokultur den Konzern erschüttert. Als deutscher Autoblog kann man nicht darüber hinweggehen. Die Wurzeln des Skandals liegen tief. Sie sind das Resultat von 20 Jahren immer größer, immer stärker, immer schwerer. Dies ist kein Artikel über Fehler und Versäumnisse bei VW. Darüber kann man an anderer Stelle genug lesen. Es geht um die Spezies hinter dem Steuer…

Denken wir uns zwei Dekaden zurück !  Fahrzeuge der oberen Mittelklasse brachten 1.300 bis 1.400 Kilogramm auf die Wage. 20 Jahre später sind es 2 Tonnen. Geländewagen mit dem Luftwiderstandsbeiwert eines Scheunentors wurden lange Zeit nur von Landwirten und Förstern bewegt. Heute dominieren das Strassenbild diese Fahrzeuge, deren größte Herausforderung im automobilen Leben das Erklimmen der Tiefgaragenausfahrt ist. Es läuft etwas schief, wenn immer mehr automobile Masse pro Person eingesetzt wird. Masse ist gleich Verbrauch, ist gleich Abgas. Eine einfache Formel, Physik lässt sich nicht austricksen.

Der Blick zurueck: Bloggers Rueckspiegel
Der Blick zurueck: Bloggers Rueckspiegel

Dass irgendetwas nicht stimmen kann,  wussten wir alle ! Wenn an der Zapfsäule rund 50% Mehrverbrauch auf der Rechnung steht als im Datenblatt des Herstellers, dann sollten Alarmglocken läuten. Eigentlich… Aber wir, die Käufer, wollten nicht hinschauen. Wir haben schweigend akzeptiert; das Thema Auto ist in Deutschland sehr speziell, denn wir haben es erfunden. Das Thema Verbrauch, und damit verbunden leise Kritik, läuft maximal am Stammtisch, sonst nicht. Weil wir eben glauben möchten, was nicht sein kann. Mit über 200 Km/h den schweren Diesel über die linke Spur jagen, und dazu noch umweltfreundlich? Pustekuchen ! Größer, stärker, schwerer. Das alles fordert Tribut. Zu Lasten der Umwelt, kommender Generationen, unserer Gesundheit.

Eine Lösung, so lesen wir es bei unzähligen Kommentaren dieser Tage zum Umweltskandal, könnte das Elektroauto bringen. Tesla wird den Wolfsburgern als innovatives Beispiel um die Ohren gehaut. Ernsthaft ! Was bitte ist bei Tesla innovativ? Mehr als 8.000 Notebook-Akkus unter ein Auto zu schrauben, damit die Kiste mit 2.1 Tonnen Gewicht bis zu 4 menschliche Körper durch den Frankfurter Feierabendverkehr beschleunigen kann? 2.1 Tonnen! Innovativ ist maximal der Mut,  so etwas zu tun. Der nächste Unfug von Tesla wird ein elektrisches SUV sein. Ein übergewichtiger Batterieklotz mit Flügeltüren…

Klima Auswirkungen der Fahrzeugherstellung. Quelle: Umweltbilanz Elektromobilität
Klima Auswirkungen der Fahrzeugherstellung. Quelle: Umweltbilanz Elektromobilität

Vergessen wird in der Hitze der Diskussion, dass die Herstellung eines Elektroautos die Umwelt höher belastet wie die Produktion eines konventionellen Autos. Dabei könnte die generelle Lösung des Problems simpel sein. Das Zauberwort: Gewichtsreduzierung.

Benötigen wir wirklich mehr als 2 Tonnen Leergewicht,  um automobil unterwegs zu sein? In den 80er und 90er Jahren gab es intelligent gemachte Autos, und nicht nur bei Saab. Aber Saab 900 und 9000 sind Beispiele dafür. Kleine Turbomotoren, die viel Leistung auf Abruf bringen. Smarte Raumkonzepte mit Heckklappe. Sie boten Platz für 5 Personen, einen mittleren Umzug oder den Einkauf einer Großfamilie. Und ja, man konnte mit diesen Autos auch auf Feldwegen unterwegs sein. So ganz ohne Allrad und Geländewagen-Mimikry. Nein, früher war nicht alles besser. Aber vielleicht smarter.

Dinge entwickeln sich weiter. Techniken,  die Leben retten,  fordern ihren Tribut. Sie bringen mehr Gewicht in unsere Autos. Auf sie soll auch in Zukunft niemand verzichten. Wenn Menschenleben geschützt werden können, dann darf es keinen Kompromiss geben.

Aber vielleicht könnte der VW Skandal auf beiden Seiten etwas ändern. Hersteller könnten die Krise als Chance begreifen. Sie könnten den Mut haben,  leichtere und smartere Autos zu bauen. Die Materialien dafür existieren, deutsche Hersteller könnten der Welt zeigen,  dass aus unserem Land mehr kommt als automobile Dinosaurier. Ein schönes, intelligentes Beispiel für Leichtbau war der Audi A2. Seiner Zeit voraus, ein Flop. Aber heute gefragt.

Der Käufer selbst sollte endlich mündig werden. Seine Intelligenz einsetzen, die Auswahlkriterien des nächsten Autos smart den Bedürfnissen und der Verantwortung für die Umgebung anpassen. Dazu gehört auch, dass man sich verweigern darf. Nicht jeder Trend macht Sinn. Und nicht jeder Unfug verdient das Prädikat Innovation. Aktuellste fragwürdige Innovation: Elektrische Heckklappen und Kofferraumdeckel. Zusätzliches Gewicht, ein Feature für ein Volk mit grassierendem Muskelschwund.

Mittlerweile steht der Saab auf dem Supermarkt-Parkplatz. Ich lade die Einkäufe für das Wochenende ein. Um mich herum geschäftiges Surren und Klicken. Elektrische Heckklappen öffnen und schließen bei fast allen der Neuwagen der gehobeneren Klasse. Komfortfeature nennt sich das. Mehr Gewicht, mehr CO2 und Stickoxide verteilt über das Autoleben. Das Umdenken hat noch nicht begonnen.

78 Gedanken zu „Der Skandal

  • Einer der besten Kommentare, die ich bis jetzt gelesen habe. Hut ab!

    • Genau, so sehe ich das aus. Sehr guter Kommentar. Danke

    • Der Skandal – Ist das man nicht mehr den Kunden im Fokus hat, die größten Abnehmer von Neuwagen sind Leasing Firmen, Autovermietungen, Händler mit Zwangsabnahmen. Erst wenn der Neupreis in Regionen kommt wo ein Fahrzeug erschwinglich wird ist der Absatz noch möglich. Oder bedeutet es vielleicht das der Kunde für Dinosaurier nicht zuviel Geld ausgeben möchte. Warten wir auf die zündende Idee, im der individual Mobilität?

      Ich behaupte – Ja!
      Warum? Es gibt einen Trend – wer den nicht kennt der hat die Zeit verpennt!
      Soll ich diesen mal umschreiben? Erklären? An beispielen belegen?

      • Peter, umschreibe mal. Bin gespannt…

  • Denke mal soll ein A2 sein, der war damals wirklcih seiner Zeit vorraus

    • Natürlich, der A2. Danke!

      • Vielen Dank für diesen Artikel Tom . Ich lese den Blog nun schon ca. 4 Jahre und ich wüsste keinen anderen Artikel , der mir so aus der Seele gesprochen hat wie dieser.

        • Sehe ich genau so; Danke Tom dies war richtig gut und erfrischend.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag! Der Audi A2 (im Text als A1 erwähnt?) war, wie Saab seit den 70/80ziger Jahren, seiner Zeit voraus. Es gab auch damals schon den 3L-Lupo. Alles Flops. Marketing siegt über Vernunft. Politische Gesetzes-Regelungen werden aufgrund der starken Lobby nicht zielführend gestaltet. Erwähnenswert fände ich noch,dass der Kauf eines gebrauchten KFZ die ressourcenschonenste Möglichkeit von individualisierter Langstrecken-Mobilität darstellt. Ok, man verzichtet damit auf modernste Sicherheitserrungenschaften, aber mir persönlich wäre zumindest ein 9-5 der ersten Generation sicher genug…

    • Wir haben lange einen A2 gefahren und werdne uns, weil es wohl nicht anders geht, wieder einen als Zweitwagen holen.
      Der A2 ist ein fast perfektes Auto (zur Perfektion fehlen mir persönlich Heckmotor/antrieb 🙂 ) und ich hätte mir gewünscht, dass irgendein Hersteller in diese Richtung weitergemacht hätte

  • Eines vorweg, dass die “Laborwerte” der EU-Normrunde nicht mit dem Alltag übereinstimmen ist nur logisch und sehe ich nicht als Problem.
    Die Norm-Runde dient zum Vergleich und vergleichen kann man nur, wenn das Testszenario für alle exakt gleich ist.
    Gleiche Temperatur, gleiche Luftfeuchtigkeit, gleicher Fahrstil, gleiche Fahrstrecke, usw.
    Sowas schafft man ausschliesslich auf einem Rollenprüfstand in einer Halle. Und jeder Massenhersteller passt seine Steuerelektronik mehr oder weniger darauf an.
    Der Fehler, den VW gemacht hat, ist, dass sie zu extrem optimiert haben und den Motor in ein völlig anderes Programm versetzt haben. Weniger Leistung usw.
    Btw. wer hier die sportauto liest, der weiss schon länger, dass fast alle Hersteller ihr Motormanagement ändern, wenn das Auto auf einem Rollenprüftstand steht.
    Fast alle Teilnehmer des Supertests haben dort exakt die Nennleistung, aber bei den Beschleunigungstests haben sie dann aber immer irgendwie 10% mehr Leistung.

    Tesla würde ich schon als Innovativ bezeichnen. 2.1 Tonnen in dieser Fahrzeugklasse ist doch Norm! Ich zitiere mal dein Beitrag oben:
    “Fahrzeuge der oberen Mittelklasse brachten 1.300 bis 1.400 Kilogramm auf die Wage. 20 Jahre später sind es 2 Tonnen.”
    Tesla schafft es also, Massen an Batterien unterzubringen und dabei kaum mit dem Gewicht auf Audi-/BMW-/Mercedes-/Volvo-Nivau zubleiben.
    Aber ja, ich sehe den Elektroantrieb per Batterie auch nicht als die Lösung für die Zukunft an, aber momentan ist es der effektivste Weg.

    Aber die Innovation von Tesla ist weniger der Fahrzeugbau, also vielmehr die Infrastruktur, die sie schaffen. In Kalifornien kann man bequem den Bundesstaat von Nord nach Süd durchqueren und hat immer Supercharger für eine schnelle Beladung in Reichweite.

    Zur Umweltbelastung beim Autobau: Schon Ende der 1990er hatte der (ich glaube es war der) Oldtimer Markt einen Artikel über Oldtimer-/Yountimer-fahrende Grüne, die erkannt hatten, dass ein Grossteil der Umweltbelastung beim Bau eines Fahrzeugs entsteht und nicht im Betrieb (verglichen mit der restlichen Industrie ist das Auto ja noch sauber)

    Ich hatte immer gehofft, dass es, so wie es LPG-umrüstungen gibt, eines Tages auch Wasserstoff-umrüstungen für Otto-Motoren geben wird … aber das wird wohl nie passieren.

    • “Schon Ende der 1990er (…)”

      Stimmt, das ist nicht neu. Und damals waren die Autos noch vergleichsweise leicht. Wie viel mehr Energie (und Umweltgifte) fließen heute und nach einer Gewichtszunahme von ca. 50% in die Herstellung eines Autos der gehobenen Mittelklasse?

      Ganz gleich ob nun Automobil oder die hochgiftige (und damals wegen ihres hohen Fertigungsaufwands [Energie?] für 39,95 DM verkaufte) Energiesparlampe 1.0 …

      Zu nix aber auch rein gar nichts, was mit der Energie- und Umweltdiskussion zu tun hat, liegen transparente Gesamtbilanzen vor. Gut möglich, dass die politische Steuerung des letzten Vierteljahrhunderts unter dem Strich für Mensch und Umwelt fast nichts erreicht, sondern den Energieverbrauch schlicht vom Verbraucher in die Industrie verlagert hat. Es gibt zumindest einige Indikatoren, die dafür sprechen.

      Und wieso wird nur noch über Energie geredet? Umweltgifte sind gar kein Thema mehr. Wie sieht denn die Gesamtbilanz eines mit fragwürdigem Baukleber und Styro nachträglich gedämmten und kurz darauf mit Fungiziden wegen Schimmels (energie-) sanierten Hauses aus, in dem zudem alle Leuchtmittel gegen Energiesparlampen der ersten Generation gewechselt wurden?

      Klingt doch sehr menschen- und umweltfreundlich, oder nicht? Die Bilanz möchte ich sehen!

  • Moin.

    Tom, das ist wirklich ein sehr guter Artikel!
    (auch wenn ich mich darin irgendwie teilweise “angesprochen” und “ertappt” fühle). ;-(

    P.S.:
    Mein Frisör fährt immer noch einen A2 und meint, es sei das beste Auto, das er je hatte (vorher VW, Audi, BMW). Und er meint auch, er wolle den trotz anstehender Reparaturen wohl auch weiterfahren, da er kein “flexibleres” und passenderes Auto für sich aktuell findet.

    Ich pers. war/bin ein großer Fan der alten Saab-“Fließhecks” …. was man da alles bei Bedarf reingekriegt hat war schon erstaunlich.

    • “Ertappt” trifft es ganz gut, denn dieses Gefühl beschlich mich auch beim Lesen. Seit einem halben Jahr bewege ich einen 9-5 NG TTiD, Format und Gewicht alles andere als smart und an der Zapfsäule gehen auf 100 km im Schnitt locker 1,5 bis 2 Liter Diesel mehr durch den Schlauch als es die Werksangabe verspricht. Das Gewissen wird beruhigt durch die These, keinen Neuwagen zu fahren und also keinen Beitrag zur Umweltbelastung durch den Neuwagenbau beizutragen. Wiegt das auf? Ich weiß es nicht… Schließlich verdanken wir in Deutschland dem Automobilbau Arbeitsplätze ohne Ende und einen nicht unerheblichen Anteil unseres Wohlstands. Wir müssen wohl schlicht und ergreifend anerkennen, dass so manches, was wir denken und tun, widersprüchlich ist…

  • Gemeint ist wohl der A2 und nicht der “A1”, oder?

    In jedem Fall teile ich diese Art der Nachdenklichkeit voll und ganz. Der A2 wäre meiner Meinung nach nicht gefloppt, wenn die Konzernspitze ihn nicht – bekanntermaßen – regelrecht gehasst hätte.

    Es gab kaum Werbung für das feine, kleine (auch leichte!) und intelligente Auto und die Werbung, die es gab, stellte den Wagen als “feminin” dar.

    Und doch kenne ich drei Männer die einen hatten oder noch haben. Auch sonst niemand, den ich je zu diesem Auto sprach, machte ein Hehl aus seiner Begeisterung.

    Ebenso wie bei Audi ist man ja bei Daimler anscheinend auch der Meinung, dass intelligente Fahrzeugkonzepte dem eigenen Image schaden würden. Sonst sähe die neue A-Klasse nicht so aus, wie sie nun mal geworden ist. Und schon gar nicht käme sie mit Motoren bis 360 PS.

    Dabei haben sich deren Vorgänger gut verkauft. Nicht ganz so konsequent und ausgeklügelt wie der A2, war die A-Klasse dennoch so etwas wie der einzige und somit nächste deutsche Verwandte des A2. Beide tot.

    Dass bestimmte Konzepte als minderwertig belächelt und aus dem Portfolio genommen werden, zeugt von bornierter Arroganz.

    Dabei zeigen der große und langjährige Erfolg von Dinosauriern – etwa dem Land Rover Defender, der bar jeglichen Schnickschnacks ist – und der Erfolg von Retrodesigns eine Sehnsucht signifikanter Käuferschichten nach Einfachheit und der guten alten Zeit deutlich auf.

    Woher weiß man also, dass sich Autos ohne immer neue, zusätzliche und das Gewicht zu immer neuen Rekorden treibende Komfortmerkmale (Stichwort motorisierte und automatisierte Heckklappen) nicht verkaufen würden?

    Neben dem Gewicht wird auch die Komplexität und somit die Anfälligkeit des Systems/des Autos ständig erhöht. Bei der Autoindustrie regiert der helle Wahnsinn! Und mein Eindruck ist, dass man auch zunehmend über Volk und Kunden hinweg regiert …

    Die Entwicklung der letzten 10 Jahre und die immer schnelleren Modellwechsel und Facelifts dämpfen meine Lust auf einen Neuwagen ganz erheblich.

    • Wenn die Lieblingsmarke verschwindet setzt ein Umdenken ein… In früheren Zeiten war ich bekennender Neu- oder Jahreswagenkäufer. Das ist Vergangenheit, man sieht Dinge aus einer anderen Perspektive. Die “Lust auf Neuwagen” ist da plötzlich auf Null, die alten Saab Konzepte werden immer interessanter 😉

      • Das war jetzt das i-Tüpfelchen zu dem tollen Artikel 🙂 .

  • Sehr gut geschriebener Artikel Tom! Du schreibst mir aus der Seele, aus dem Verstand und der Vernunft! Es war mir schon lange klar, ohne Fachmann zu sein, dass es nicht besonders ökologisch sein kann, wenn man 80000 i-Phone Batterien unter dem Hintern spazieren fährt. In Bezug auf die SUV, um der Mode ein Ende zu bereiten, wäre die Lösung einfach: die Preise für die Fahrzeuge, wegen erhöhter Umweltbelastung, mit einem Ökosteuer zu belasten. Mal sehen wie lange der Blödsinn anhält…

  • Interessanter Artikel und ich finde diese “Schw….verlängerungen” auch mehr als sinnlos für die normale Fahrt,doch so sind nun mal die Menschen, das dümmste Tier auf Erden.
    Anderer Seits ist es doch so das auch unsere Marke etwas abgedriftet ist… 9-5 NG , 9-4 x 9-3 XWD V6 Turbo X und und und…
    Selbst mein 1,8 🙂 Turbo (200 PS ) automat ist in der Stadt nicht groß unter 12l zu bewegen.Zum anderen sind viele modernen Benziner mit mehr Leistung unterwegs und verbrauchen weniger… auch mein 9000der Aero und das mit 22 Jahren Altersunterschied. Wo ist da der Fortschritt im eigenen Haus ?
    Finde z.b.die neue Motorenflotte von Renault ganz gut. Kleiner Hubraum mit Turbo und das selbst in großen Autos. Wenn man dann die Testberichte liest wird wieder gejammert das der Motor etwas schwach ist auf der Autobahn! Es wird also erst gejubelt über kleine Motoren und dann wieder gejammert das man im Stau oder in der Stadt etwas zu schwach motorisiert ist… völlig sinnlos!
    Deshalb kaufe ich mir noch einen alten CD mit 2l Turbo und schraube noch etwas an meinem Aero rum,sodass er noch lange Spaß macht und im Schnitt weniger verbraucht als mancher neuer! Hoffe das Orio noch lange Ersatzteile auf Lager hat! 😉

    PS: Solange auf der ganzen Welt noch genügend Brennstoff für Kriegsgeräte da ist , ist doch eine Diskussion über Spritverbrauch und Schadstoffe eh ein Witz!

    • Natürlich hat auch Saab sich nicht dem Trend entziehen können. Auf der anderen Seite stehen e-power und Biopower Konzepte, die mit dem Unternehmen untergegangen sind. Und es hätte, wäre die Geschichte nicht so gelaufen wie sie nun mal lief, auch eine Kleinwagen aus Trollhättan gegeben.

      • Ich fahre nun, auch wegen der Bannerwerbung hier, MapTun BioPower. Fährt sich gut für ein 15 jähriges Auto. Klar, den Literverbrauch ist natürlich relativ gross gegenüber den aktuellen Konkurrenten mit ihrem Papierverbrauch. Aber ich habe auch mal gelesen, E85 ergibt ein Mehrverbrauch von 30% ( kann ich bestätigen), aber eine CO2 Reduktion um 60%. Es erstaunt mich schon, dass Erdgas und Bioethanol nicht mehr Zuspruch erfährt.

      • Gibt’s zum Kleinwagen (9-1?) nähere Informationen ?
        Und war nicht auch noch ein kleiner SUV (9-2x) geplant?
        Vlt. wären die gescheiterten Projekte wie der 9-5 auf Alfa 159 Basis, 9-6x und eben der Kleinwagen und mini SUV auch ein interessantes Blogthema….

        • Zum Kleinwagen gibt es leider nichts was wir an Material haben. Aber es gibt etwas über andere geheime Projekte was noch nie gezeigt wurde… Zwei Themen sind in Vorbereitung und gehen spätestens im Winter online 😉

          • Super… da freut man sich ja richtig auf den Winter 🙂
            Und an der stelle muss ich mich bei dem Blog-Team mal für seine Arbeit bedanken, denn ohne den Blog wäre meine Familie nie zu SAAB gekommen (und ich würde heute bestimmt kein 9000 fahren)
            Es ist wirklich bemerkenswert mit wie viel Herzblut und Engagement dieser Block betrieben wird und dadurch das SAAB-Virus weiter verbreitet!

    • Was ein Auto in der Stadt verbraucht ist doch egal. Autos sind als innerstädtisches Verkehrsmittel absolut ungeignet, warum sollte man sie also dort einsetzen?

      • Ein interessanter Denkansatz… 🙂 Der sollte Verbreitung finden!!! Grüsse 🙂

  • Hallo Tom
    Hier sprichst Du gleich viele Themen an. Wer sparsam fahren will sollte sich eben keinen SUV kaufen. Der Abgasskandal ist doch nur eine Frage der Zeit gewesen. Die Politik fordert Grenzwerte die nun mal (wenn überhaupt) für Fahrzeuge der heutigen Generation nur schwer erreichbar sind. Dann können diese auch nur ca 130km/h fahren. Wollen wir das ??!! Sind wir schon soweit? Die Politik gaukelt doch den Menschen nur vor das sie etwas tun. Und die die am lautesten schreien lassen sich jeden Tag mit ihrem Dienst-Audi A8 kutschieren. Die Schwere der heutigen Fahrzeuge ist doch das Resultat dessen was die Kunden wollen. Immer mehr (schwachsinnige) Extras bis hin zum autonom fahrenden Auto. Wollen wir das überhaupt??!!
    Ich will selber die Verantwortung übernehmen. Wenn ich mich fahren lassen will, fahre ich Bahn oder fliege. Das Gewicht ist ein Baustein des Verbrauchs. Nur Gewicht zu sparen bringt auch nicht das gewünschte Ziel.

  • DANKE für diesen phantastischen Artikel!
    Er kommt dem Gedanken “Wie kann ich persönlich mein Leben auf unserem gemeinsamen Globus gestalten, um so wenig wie möglich Schadstoffe/Dreck zu hinterlassen?” recht nahe.
    Spass und Emotion soll natürlich auch dabei sein. Es ist ein weiter Weg…, aber er lohnt sich für Jeden ! 🙂 Weniger Lärm, Abgase, Müll, Sondermüll, Plastik in den Meeren etc. und mehr Bewegung, menschliche Kontakte, soziale Verknüfpungen, offene Sinne etc.
    Ich nutze jetzt mein umgebautes Singlespeed für die 7 Km zum Dienst…. 😉

    • Es gibt eine Faustformel die besagt dass die Produktion eines Neuwagens die Umwelt so stark belastet wie der Verbrauch eines durchschnittlichen Gebrauchten auf 30.000 Kilometer. Jeder “Neue” muss erst einmal diese Zahl durch Minderverbrauch gut machen, bis die Umwelt einen Vorteil hat. Vielleicht sind wir mit unserer Saab Infektion und dem Bewahren von nicht mehr ganz so jungen Autos nicht so verkehrt unterwegs?

      • Das wären dann ca. 3.000 L Benzin?

        Nach dieser Faustformel (bei einem Minderverbrauch von 2 L auf 100 Km) hätte man mit einem Neuwagen dessen energetischen Herstellungsaufwand ja tatsächlich nach 150 TKm wieder rausgefahren …

        Ich habe Zweifel, ob die Faustformel tatsächlich eine Gesamtbilanz spiegelt. Wäre es so, hätte die Industrie Recht und man sollte regelmäßig nach einem verbrauchsgünstigeren Neuwagen Ausschau halten, bis man auf 0 L ist und kein Benzin mehr sparen kann.

        Diese Faustformel kann ich so nicht glauben, weiß es aber auch nicht besser …

        Der Brennwert von 3.000 L entspricht immerhin ca. 27.000 kWh. Um eine Tonne Stahl zu schmelzen reichen 350 kWh. Das macht nachdenklich. Kann es also sein?

        Andererseits kosten 3.000 L Benzin derzeit nur 4.000 € und ein Auto der gehobenen Mittelklasse 30.000 – 70.000 €.

        Das sind ja nicht nur Gewinn und Lohnkosten, sondern lässt auch einen hohen Energieverbrauch – von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung – vermuten …

        Hmmm …

        Weiß da jemand mehr? Da hängt ja einiges dran. Und da liegt auch die Antwort nach Sinn und Unsinn des einen oder anderen Autokaufs.

        • Die Faustformel stammt nicht von mir, ist aus einer gewissen Autozeitung (Springer Verlag). In die Bilanz der Autoproduktion fließen so viele Faktoren ein…die Tonne Stahl ist der kleinste Faktor. Was ist mit der ganzen Elektronik die verbaut wird und deren Umweltbilanz? Problematisch, oder? Schwierig zu sagen wie zutreffend die Formel ist. Da man in der gewissen Zeitschrift “Autofreundlich” schreibt gehe ich von der Richtigkeit aus – eventuell ist die Rechnung aber auch zu positiv.

          • Ja, die Herstellung eines Autos beginnt ja schon (zumindest anteilig) mit dem Abbau und Transport von Rohstoffen für die Herstellung von zum Abbau und Transport von Rohstoffen bestimmter Maschinen …

            Vor der Auslieferung eines Autos steht eine nahezu endlose Kette aus Ressourcen- und Energieverbrauch. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, es gibt zu nix transparente Gesamtbilanzen. Es ist zum Mäusemelken.

  • Also, dass Tesla sein Model S nicht unter 2 Tonnen bekommt, liegt u.a. daran, dass es einen möglichst geringen cw-Wert bekommt. Wenn also auch die Griffe elektrisch versenkt werden, hat das damit etwas zu tun. Und der Nutzen bei dem Auto ist vielfach größer. Das Auto ist ein 5 Sitzer und kann um 2 Sitze vergrößert werden. Der Kofferraum hinten ist wirklich riesengroß und vorne ist auch noch einer….aber auch solche Extras wie Panoramadach wiegen mehr als Blech.
    Das Ziel ist ja die Umwelt mindestens lokal zu schonen. Ich verstehe auch grundsätzlich nicht warum man(n) ein SUV braucht. Wenn ich dann auch noch höre, dass für einen (1!) Reifen z.B. des Touareg 350,-€ fällig sind und für eine Inspektion 1200,-€, frag´ ich mich, wieso sich Menschen so etwas kaufen. Und da ist es egal, ob man es sich leisten kann oder nicht.
    Der erste Service meines Elektro-UP kostete 126,-€ bei km 8000. Die nächste Inspektion ist bei km 60.000 fällig. Da wird aber auch nur das Panoramadach gecheckt und der Filter für die Klimaanlage getauscht….günstiger geht´s nicht. Weniger Werkstattbesuche ist auch Umwelt schonen. Meinen Strom mache ich auch selbst.
    Warum ein SUV, wenn durchschnittlich 80% aller Fahrten unter 50 km sind…?
    Elon Musk hat sinngemäß gesagt, warum man das Erdöl verbrennen muss, die Dinosaurier sind doch schon tot….er hat auch gesagt (in einem Interview einer Zeitung), dass die Batterieentwicklung im Jahr 2020 (in 5 Jahren) die Autos 1.200km weit fahren lässt….wer schafft das noch?
    Ich persönlich glaube, dass die Entwicklung des Otto- und Dieselmotors zu Ende ist.
    Aber warum baut auch Tesla ein SUV…weil er es kann oder der Markt es so will?
    Warum baut Audi als erstes Elektroauto (e-tron) einen SUV ?
    Warum Porsche einen Supersportwagen als Elektroauto? Um Tesla die Stirn zu bieten?
    Warum bauen die nicht einfach ein einfaches Auto?
    Ich warte auf das Model 3, für den Massenmarkt bestimmt, für 35.000,-Dollar.

    Wenn ihr mal Lust habt (und Tom mir erlaubt darauf hinzuweisen) schaut euch ein Werbevideo von VW an: Stichwörter Emobility Enjoy the silence. Dann versteht man, dass Lärm auch Umweltverschmutzung ist.

    Mein Nachbar hat gesagt,es sei ja lebensgefährlich auf der Straße weil man das Auto nicht hört.
    Fahrräder hört man auch nicht, Busse auch erst dann wenn der Motor hinten an einem vorbei lärmt…diese Diskussion gibt es nur noch 25 Jahre, dann wird es überall viel leiser und damit die Lebensqualität deutlich steigen. Achtet mal drauf….

    • Motorengeräusch ist bei Neuwagen doch ehkaum noch vorhanden. Und Abrollgeräusche machen die Reifen eines Elektroautos auch.

  • Wenn man diese Kommentare so liest , und liest sich mal durch was NEVS so auf ihrer Seite publiziert für was sie stehen möchten und was sie vorhaben , dann wären wir mit den in den Kommentaren beschriebenen Absichten bei NEVS richtig gut aufgehoben . Allerdings gibt es bekanntlich viele Wege nach Rom und ob Elektromobilität im Focus der Richtige ist ?

    • NEVS hatten wir schon lange nicht mehr auf dem Blog… 😉 Blog Autor Michèl hält Kontakt und war vor einigen Tagen in der Stallbacka. Die Parkplätze am Werk füllen sich zusehends. Immerhin ein positiver Indikator.

  • Länger, breiter und somit schwerer und trinkfreudiger. Das ist doch in etwa die Formel für neue Autos.
    Wenn ich in meinem 9000 sitze habe ich vorne mehr als genügend Platz und hinten kann man auch mehr als komfortabel platz nehmen.
    Für mich ist der “Größenwahn” bei neuen Autos ein Beweis für die Einfallslosigkeit der Automobilindustrie. Wenn einem nichts innovatives mehr einfällt wird das neue Modell mit unnützer Technik vollgestopft, breiter und noch ein bisschen länger als der Vorgänger. Und das soll dann angeblich revolutionär und die Innovation schlechthin sein.

    Und mal ne Frage: Gibt’s eigentlich was neues von NEVS? Wollten die zum Herbst hin nicht ein weiteren neuen Partner/Eigner präsentieren ?

  • Ich fahre keinen SUV weil ich genau der Meinung bin, das ich nicht soviel “mitschleppen” möchte um mich und meine Aktenmappe zu transportieren. Aber ich kann jeden verstehen der einen haben möchte. Und ich glaube nicht, das die Autos, egal was für eins, unser Problem sind. Mit dem Gewicht der Autos ist natürlich der Komfort, aber auch die Sicherheit gestiegen. Das Problem ist doch, das wir gar nicht so viele Autos brauchen, zu viele Anbieter die jede noch so kleine Sparte abdecken. So schaukelt sich die Industrie mit immer größeren, besseren und stärkeren Autos nach oben, ein ganz normaler Vorgang.

  • viel mehr als durch den Verbrauch des Autos lässt sich durch die tägliche Organisation des Lebens einspaaren. Wie Bergziege mit Fahrrad auf Arbeit, zu Fuß in die Eckkneipe, eine Wanderung im heimischen Wald sowie der Einkauf beim Metzger im Ort. Bei allem kann das Auto stehen bleiben. Ich bin früher zu Fuß in die Schule, meinen Sohn müssen wir fahren weil die Schule nicht mehr im Ort ist und mit den öffentlichen er ca.2h eher los müsste. Zum Glück konnten wir mit anderen Eltern eine Fahrgemeinschaft bilden. Es ist doch gewollt das wir alle Autos haben und bewegen. Das Rinderstaek von meinem Dorffleischer wird keinen Meter in einem Kfz transsportiert, aber wie sieht es mit dem Fleisch im Supermarkt aus, mit der Milch, dem Bier,den Anziehsachen, unseren Möbeln,……flexibilität und der günstige Preis ist doch immer das entscheidende Kriterium und natürlich der Spaß!, war da nicht jemand 1.200km zum Saabtreffen unterwegs?

    Wir können uns nicht davon frei machen und sind somit Teil eines funktionieren Wirtschaftssystems, ich genieße auch die Weiterentwicklungen im 9-5NG oder die Größe und Flexibilität des 9-7x, und NEIN ich brauch ihn nicht als …..-verlängerung und er wird auch nur manchmal Artgerecht bewegt oder bekommt schwere Dinge an den Haken bzw. eingeladen. Ich muß zugeben das mich ein Doge Ram im Straßenbild mittlerweile mehr freut als ein Toyota Prius! Lasst die Leute fahren was sie wollen, SUV, Bus, Saab oder Fahrrad aber jedes sollte den Gesetzlichkeiten seiner Zeit entsprechen und möglichst für den jeweiligen Einsatzzweck optimiert sein. Dabei könnte ich mir in der Kurzstrecke auch ein E-Fahrzeug vorstellen. Momentan ist für mich für Transport, auf Schnee und Eis, in der Baustelle, mit Familie ins Wochenende, mit Trailer am Haken nen Saab geholt, der 9-7x der der alles kann!

    Eines noch, wir sanieren Häuser wo alle Wohnflächen beheizt werden und freuen uns über energetische Sanierung des ehemals Kohlebeheizten Hauses und verbrauchen am Ende mehr Energie, weil alles warm ist, wie zu vor. Warum verbieten wir nicht dort den Einsatz von Öl/Gas/Kohle, ein Neubau und auch einen Altbau kann ich locker mit Fernwärme(Abwärme aus Stromerzeugung), Wärmepumpen beheizen, da muß ich keine schwere Batterie bewegen.

    Also locker bleiben,….wir schaffen das!! 😉

    • Ebenfalls vielen Dank für den guten Artikel. Er hat mich nochmals ein wenig nachdenklich gestimmt. Mangels neuer SAAB Modelle ist mein 932 – Cabrio in die Zweitwagen Position gerückt. Ein anderes Fahrzeug aus Stuttgart hat den Erstplatz eingenommen, quasi als Geschäftswagen. Zwischenzeitlich hatte ich mich schon ein wenig mit dem Gedanken in Richtung Tesla angefreundet für den Zeitpunkt wenn ein Fahrzeugwechsel ansteht. Auf der jetzigen IAA 2015 war jedoch ein Tesla Chassis ausgestellt mit angebautem Dual Motor Antrieb. Ich war wirklich erstaunt über die doch simple Fahrzeugkonstruktion. Hier gab es vornehmlich Stapelraum für die derzeit noch eingesetzten Panasonic Batteriezellen. Das ausgestellte Tesla S Modell hatte u.a. eine schlechte Verarbeitungsqualität im Innenraum. Da erscheint dann der Preis von 100.000 ++ doch ein wenig hoch angesetzt zusein. Hier sind die kostenlosen Supercharger Kwh’s wohl schon eingekreist. Also nochmals in Ruhe nachdenken und abwarten.

  • Ein Kompliment an alle Schreiber vor mir. Es ist toll in einem solchen Blogg mitzulesen. Nach Toms super Bericht gehen einem natürlich tausend Dinge durch den Kopf. Nachdem ich mich durch alle Berichte durchgearbeitet habe, wurde das meiste aber schon geschrieben.
    So freue ich mich also auch weiterhin auf meinen 9000er, der täglich, ja auch ab und zu zu viel, bewegt wird. Da er seit 1997 durchgängig in unserer Familie ist, haben wir somit geschätzte 5-6 Neuwagenkäufe ausgelassen. Und damit fühle ich mich recht gut, zumal auch der Verbrauch so bei 8-9 Litern liegt. Insgesamt erscheint mir das lange Fahren unserer Saabs, wie das ja hier alle machen, zumindest als einen kleinen Beitrag dem Wahnsinn der Ressourcenverschwendung entgegen zu steuern. Vom Neuwagenkauf habe ich mich persöhnlich vor ca. 18 Jahren verabschiedet und sehe derzeit, auch was ein innovatives Fahrzeug angeht, keine Veranlassung dies zu ändern.

    • Genau so sehe ich das auch. Mein letzter “Neuer” war der 9K CSE von 98 und seitdem hat mich nichts mehr dazu bewegen können, den zu tauschen. Geringfügiger Fortschritt wäre mit Einschränkungen verbunden gewesen.

  • Solch Beiträge sind das Salz in der Suppe! Ich liebe diesen Blog und freue mich jedes Mal wenn ich eine Mail erhalte und endlich wieder was spannendes lesen kann! DANKE!!!

  • Auch bei mir schwindet die “Lust” auf einen Neuwagen. Zum einen liegt das an der technischen Entwicklung der letzten Jahre und zum anderen an dem verhalten der Automobilkonzerne. Ich habe das Gefühl, man hat schon etwas länger das eigentliche Produkt “Automobil” zu gunsten von Profit vergessen. Die Automobile werden technologisch immer anspruchsvoller, haben mehr Leistung aber kleine hochgezüchtete Motoren, immer mehr Helferlein an Bord. Es gibt regelmäßig ein Facelift um über den teilweise hässlichen Inhalt hinwegzublenden. Will der Verbraucher das wirklich? Ich jedenfalls nicht…
    Für mich muss ein Auto solide verarbeitet sein (gerne auch so, dass man kleine Reparaturen am Auto selbst vornehmen kann), eine gute Laufleistung bieten können, ein paar PSchen haben (dafür nehme ich auch gerne einen höheren Verbrauch in Kauf – solange der Motor auch einen langen Dienst leistet), schick aussehen und als Sonderausstattung brauche ich maximal eine Sitzheizung und ein Navi.
    Mit anderen Worten – das Produkt Automobil ist nicht mehr so ehrlich wie es noch vor 10 oder 20 Jahren war. Aktuelle Neuwagen sind bis ins kleinste mit Software ausgestattet, die einem auch die Lust zum fahren nimmt. Ich sehne mich nach ehrlichen Auto’s, ohne Angst davor zu haben ein “Konsumgut” zu fahren, bei dem es normal ist, wenn es nur noch 5-7 Jahre fährt.
    Meinen Anforderungen haben Saabs ganz gut entsprochen – ein Navi kann man sich als TomTom auch noch nachträglich einbauen.

    Meine Forderung sind schlichtweg ehrlichere Autos und die Rückbesinnung auf alte Werte. Zuverlässigkeit, Fahrgefühl (dazu gehört für mich auch das Gefühl von Freiheit, dass durch alle möglichen Assistenten immer weiter eingeschränkt wird) und und und…

  • Auf der letzten IAA konnte man als Gegenpart zu dem Tesla und dem neuen Porsche E-Mobil? einen Neuwagen aus deutscher Produktion sehen, der schon mal mit Benzinmotor herausgekommen war. Hier aber mit E-Motor, geringerem Gewicht als dem Tesla, Beschleunigungswerten und Reichweite des Tesla bzw. dem Porsche. Es geht doch….Nur: Die alteingesessenen Hersteller von PKWs möchten erst in den nächsten Jahren ihre Benzin und Dieselschlurren verkaufen, die auf Halde stehen. Das kann und konnte man auch an den niedrigen Verkaufszahlen von LPG Fahrzeugen sehen. Nicht wegen dem Verkaufspreis oder dem nicht so dichten Tankstellennetz. Letzteres hat sich in den letzten Jahren verbessert. Damit wäre ein Übergang bis zur Marktreife für Wasserstoff und/oder Elektroauto möglich gewesen und man hätte die Umwelt (zumindest bei den Abgasen) entlastet. Das jetzt leider einer der grössten Autokonzerne geschummelt hat, bringt einiges Durcheinander bei den Verkäufen solcher PKWs mit Diesel und Otto Motor.

  • Grundsätzlich hast Du (was Autos mit Verbrennungsmotoren angeht) recht, dass hohes Gewicht den Verbrauch erhöht (Bei den Artikeln zum NG 9-5 oder 9-4x kann ich mich nicht daran erinnern, dass das hier so sehr kritisiert oder thematisiert wurde).

    Deine Ausflüge in die Elektomobilität meiner sind meiner Meinung nach leider (mal wieder) schlecht recherchiert. Zum Einen zu der fehlenden Innovation bei Tesla: das Model S hat keine Batterie aus “mehr als 8000” Notebookakkus. Auch wenn derselbe Formfaktor (18650) wie in manchen Laptops oder auch Pedelec-Akkus verwendet werden, heisst das noch lange nicht, dass es die selben Akkus sind (Chemie, Aufbau der Zelle etc.). Selbst die Anzahl “mehr als 8000” stimmt nicht. Wenn Du den Akkupack z.B. eines e-Golf oder Nissan Leaf mit dem eines Model S vergleichts, wirst Du herausfinden, dass die Energiedichte beim Model S deutlich höher ist, die Batterie also wesentlich leichter ist als bei den heutigen Mitbewerbern (pro kWh). Das Gewicht eines Model S ist nicht sehr viel höher als das der Mitbewerber mit fossilem Antrieb (CLS, A7, Panamera etc.).

    Dazu kommt noch, dass das Gewicht beim Elektrofahrzeug weit weniger in den Verbrauch eingeht, als bei einem Benzin- oder Dieselverpenner, da ja bekanntermassen bei einem Elektroauto ein Teil der Energie beim Bremsen zurückgewonnen werden kann. Also leider alles etwas am Thema vorbei geschrieben.

    Vielleicht noch eine Anmerkung: Verglichen mit einem Saab 9000 Aero, kann ein Model S in der Praxis ungefähr mit 1/3 bis 1/4 der Energie betrieben werden (Umrechnung des Energieinhalts von Benzin in elektrische Energie), trotz des höheren Gewichtes und der ganz anderen Leistungsdaten.

    Zum Vergleich der benötigten Energie zur Produktion: hier macht es m.E. eher Sinn die Energie / CO2 Belastung über das Autoleben zu betrachten, vom TÜV gibts diese Analysen z.B. für die Mercedes B-Klasse oder den Kia Soul (beide gibt es sowohl mit fossilem und elektrischem Antrieb). Bei beiden schneidet die elektrische Version, selbst bei der Annahme eines europ. Strommixes besser ab (abgesehen von den nicht vorhandenen lokalen Emissionen und dem geringerem Lärm).

    BTW: Ich finde es sehr schade, dass NEVS es nicht geschafft hat, beizeiten ein konkurrenzfähiges Elektroauto fertigzustellen, in dieser Nische hätten sie durchaus die Chance gehabt, Autos abzusetzen.

    Zum eigentlichen Skandalthema der Software beim VW/Audi/Skoda/… Motormanagement: Dass Autos erkennen, wann sie auf dem Prüfstand betrieben werden und das Programm entsprechen anpassen ist nun wirklich schon jahrzehntelang bekannt, das einzige was mich wundert ist, wie viele Leute darüber heute erstaunt sind.

    Gruss
    Thilo

    • Nun ja, ich orientiere mich eben am Formfaktor der Batterien. Das Gewicht ist in meinen Augen zu hoch, ich vermisse das Karroseriekonzept welches mutig in die Zukunft zeigt. Auch wenn der Tesla eine große Heckklappe hat, so bleibt man weit unter den Möglichkeiten die es gegeben hätte. Denn Tesla startete mit einem leeren Blatt Papier…
      Ausserdem sollte man die Umweltbilanz der Batterieproduktion nicht ganz aus den Augen verlieren. Und nein – ich habe nichts gegen Tesla. Ganz im Gegenteil.

      • Du hättest also gerne ein Elektroauto mit grosser Reichweite, das wesentlich leichter als ein vergleichbarer Verbrenner ist? Geht heute eben nicht, so einfach ist das, aber wie gesagt, das Gewicht ist nicht wirklich ein Problem.

        Die Käufer wollen aber nicht, dass ein Elektroauto komplett anders und futuristisch aussieht, genau deshalb verkauft sich z.B. der e-Golf relativ gut. Im grössten europäischen Elektroautomarkt in Norwegen, liegen e-Golf (7306), Model S (3116) und Nissan Leaf (2372) z.B. deutlich vor einem i3 (1103), der sich am meisten von einem herkömmlichen Fahrzeug abhebt (jeweils 01-08/2015).

        Ich verstehe nicht, was Dir am Model S wirklich fehlt, welche Sportlimousine hat denn ähnlich viel Platz, einen riesigen und variablen Kofferraum und zudem noch extra Stauraum im Frunk? Dazu noch wahlweise zwei Kindersitze entgegen der Fahrtrichtung, die sich komplett im Kofferraumboden versenken lassen, wenn sie nicht gebraucht werden? Und jetzt komm mir nicht mit irgendeinem SUV, wir reden hier von einer Sportlimousine, die selbst in der nicht Performanceversion in weniger als 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt (S85D) – und das ganz ohne Krawall oder gar den Einsatz einer Launch Control ;).

        • Ich finde das alles hier sehr Unterhaltsam und schicke gleich mal vorweg das ich E Mobile für den größten Unfug halte den es auf Zwei, Drei und Vier Rädern gibt.
          Aus meiner Sicht ist der Verbrennungsmotor noch lange nicht am Ende!!
          Meiner Meinung nach Stürzt sich die Autoindustrie nur so sehr auf die E Mobile weil sie da nichts mehr Großartig Entwickeln müssen. Sie mussten nur an ihre Schreibtische gehen und aus der untersten Schublade ein Uraltes Konzept (E Auto) herauskramen, Abstauben und in eine Moderne Karosserie stecken.

          Und alle Welt Freut sich über ein ganz Neues Konzept das es in seinen Grundzügen seit über 100 Jahren gibt 🙂
          Ehrlich ich finde es auf der einen Seite zum Todlachen das sich der Moderne Konsument so einfach Blendern lässt. Auf der andern Seite finde ich es sehr Traurig das es sich die Autoindustrie so einfach macht und nicht wirklich ein Bezahlbares Umwelt schonendes Konzept auf die Räder stellt.
          Die basis wäre mit Ethanol, LPG und Wasserstoff gerne in Kombination mit Hybridantrieb (ohne Plug-In Funktion !) gegeben!!!!

          Mir kommt sicher kein E Auto, E Roller oder E Fahrrad ins Haus.
          Wenn es eines Tages nur noch Selbstfahrende, Emotions und Hirnlose E Mobile gibt stelle ich meine SAAB zum Anschauen in eine Halle und verlege mich aufs Fahrrad oder gehe zu Fuß.
          An so eine Zukunft möchte ich zwar nicht wirklich denken aber wenn sie kommen sollte mache ich es genau so.

          • Ja die Autoindustrie hat schon seit Jahren bestimmte Konzepte in der Schublade liegen, die Benziner wie Diesel bez. den Abgasen zu “sauberen” Autos machen würde. Ich betone würde. Denn die müssen erst mal alle “Stinker” die auf Halde stehen verkaufen. Oder meinst du, die werden nun aufgrund des VW-Skandals bei VW zumindest, alle verschrottet, um neuen Modellen mit “sauberen” Motoren Platz zu machen? Mitnichten….Denkst du auch an die Tausenden von Menschen, die jährlich an den Folgen der Abgase besonders aus Dieselfahrzeugen erkranken und dann sterben? Wäre es nicht besser, vorläufig als Übergang, die jetzigen Benzin und Diesel Modelle auf Hybrid umzurüsten, verstärkt die verachteten LPG-Modelle, sowie derweil E und Wasserstoffmodelle zu bauen und etwa in 4-5 Jahren zu verkaufen?

          • Noch etwas zu deiner E-Mobil Affinität: Du wirst als Städter kaum um ein E-Auto oder E-Roller oder E-Fahrrad herumkommen, etwa so in 10 Jahren. Der ÖPNV wird immer mehr zurückgefahren, wir Menschen werden immer älter und damit nicht mehr so mobil sein wie früher. Du wirst mit deiner ollen Benzinschleuder kaum im städtischen Verkehr dich bewegen können, weil es dann mehr Busspuren und Spuren für E-Fahrzeuge gibt, sofern dir nicht schon an der Stadtgrenze, die Einfahrt verboten sein wird und auf Bus oder Strassenbahn umsteigen musst….

          • @900S16V

            1)
            Hast du meinen Beitrag eigentlich genau Durchgelesen?
            Da steht was zum Thema LPG, Ethanol, Wasserstoff und Hybrid.
            Dagegen ist nichts zu sagen im Gegenteil da sollte die Industrie endlich etwas machen!
            E Mobile sind in Stätten vielleicht eine brauchbare Lösung aber das wars auch schon.

            2)
            Ich bin Glücklicherweise kein Städter.
            Die letzte Größere Stadt die ich besucht habe war Klagenfurt und das ist schon ein 3/4 Jahr her.

          • Sie sollten sich die Frage stellen, warum fast alle Motoren (ausser beim Verkehr) elektrisch sind. Weil sie massiv effizienter sind! Kleiner, stärker, leiser und verbrauchsärmer. Der beste Diesel hat in etwa einen Wirkungsgrad von 30%, der Elektromotor von bis zu 90%, also 3x effizienter! Das Problem liegt bei der Batterie. Dort kommt die neue Technik zum tragen und da kann und wird noch sehr viel geschehen. Die Effizienz nimmt laufend zu und schon bald kann der Verbrennungsmotor einpacken. Ich fahre einen Tesla und versichere Ihnen, viel mehr Emotion geht nicht! (Und ich bin sehr lange Saab gefahren)

          • @Jürg Unterweger

            Eigentlich habe ich zum Thema E Mobile alles gesagt aber ich sag es gern Nochmal.
            Jeder der Meint das E Mobile für ihn oder auch Sie das richtige sind darf diese Dinger gerne Kaufen und Fahren.
            Das ist mir völlig Wurscht.
            Mich Interessiert es nicht die Bohne wie Schnell oder wie Effizient E Mobile sind.
            Die einzige Emotion die sich bei mir regt wenn ich so ein Ding sehe ist das verlangen es mit einen Bulldozer platt zu Walzen. Daran hätte ich wirklich Freude und es ist die einzige Sinnvolle verwendung für ein E Mobil die mir einfällt.

    • Aus der Gigafactory kommen dann auch wieder Panasonic Notebookzellen, Tesla hat hierzu ganz einfach die Lizenz gekauft. Recycelten Zellen aus den Tesla sowie die ausserhalb der Toleranz liegende werden dann in die Stromspeicher für das Eigenheim gepackt. In Kalifornien wir dann am meisten Strom (für die Klimaanlagen) gebraucht, wenn die Sonne am höchsten steht. Die Stromnetze haben doch öfter mal Ausfälle. Die Erschliessung abgelegener Häuser mit Stromleitungen ist teuer. Das sind alles Faktoren, welche es ermöglichen Stromspeicher für das Eigenheim für diesen Markt abzusetzen. Also wird die Gigafactory, unabhängig vom Fahrzeugbau, mal ausgelastet werden.

      Wenn Tesla dann mal die Software für den universellen Fertigungsroboter im Griff haben, dann können sie vielleicht die Produktion des Model S auf 55’000 pro Jahr steigern. Ich habe die Zahlen nicht, doch sind die Verluste pro Quartal noch erheblich. Da fällt noch lange kein Gewinn ab um in die Entwicklung des Model III zu stecken, das Geld kommt aus anderen Quellen. Aber es ist schon beeindruckend, wie Aktionäre gefunden und Fördergelder abgegriffen werden.

      Das Modell III werde ich, wenn es erhältlich ist, genauer ansehen. Wobei ich aber nicht gerne mit verwanzten Fahrzeugen herum fahre. Muss wohl mein Saab noch sehr lange pflegen (lassen).

      Die Franzosen gehen irgendwie in fast allen Diskussionen vergessen, Renault z.B. hat doch auch schon einige Z.E. Fahrzeuge, welche je nach Einsatzzweck durchaus bereits jetzt verfügbar sind.

      • Aus der Gigafactory kommen 26650 Zellen (also Zellen, die etwas 1/3 grösser sind als die heutigen 18650er), Wie oben geschrieben beschreibt das nur den Formfaktor, nicht die Auslegung der Zellen. Notebookzellen waren es nicht und werden es nicht sein.

        Wenn Du ein Auto das online ist, als verwanzt ansiehst, dann kannst Du bald eh kein Auto mehr neu erwerben – in absehbarer Zeit wird e-Call bei Neuwagen obligatorisch. Ist immer eine Abwägung zwischen Datenschutz und Bequemlichkeit. Ich wollte beim Model S nicht auf den Onlinezugang verzichten: Überwachung der Ladung, Starten von Heizung oder Klima und natürlich Internetradio, Google Maps undnicht zu vergessen die OTA Updates/Upgrades der Systemsoftware.

        Naja, Franzosen haben halt nicht das beste Image, aber das stimmt schon, der ZOE ist schon eine Alternative zu e-Golf, Leaf und Co.

        • Stimmt, den Formatwechsel auf 26650 Zellen hatte ich schon wieder vergessen. Dann braucht es nicht mehr 8000 Zellen für ein Auto. Bei mir kommen die Panasonic 18650 Zellen (lustiger weise mit NCR angeschrieben) in meinen LED-Taschenlampen zum Einsatz. Verwendet werden sie auch im Modellbau, Kameras und, Achtung, Notebooks. Die Panasonic Zellen sind bekannt dafür, dass die Angaben stimmen. Die 26650 Zellen sind bei den LED-Taschenlampen immer beliebter, ich habe selber aber nur eine in diesem Format.

          Ja, e-Call macht mir sorgen. Musk hat die richtigen Leute eigekauft. Seine IT-Infrastruktur ist von Grund auf neu und wurde in Rekordzeit errichtet. Bei Tesla funktioniert der OTA Update/Upgrade. Über die Lebensdauer des Produktes ist es dann trotzdem möglich, dass ein Hacker ein Sicherheitsloch findet. Tesla ist möglicherweise gut aufgestellt, da sie diese Bedrohungen sicher ernst nehmen. Mit e-Call kommt wieder eine neue Technik ins Fahrzeug, welche nicht alle Anbieter im Griff haben werden.

  • Genau diese Überlegungen habe ich mir ebenfalls gemacht. Ich bin seit gut 20 Jahren Saab gefahren (9000, 9-5 SC, 9-3 Cabrio, 9-3 II TTID, 9-3 X) und wollte eigentlich dann einen 9-5 NG, das war aber leider bekanntlich nicht mehr möglich. Ich hatte dann einige Zeit einen A4 2.7 TDI und habe mich dann nach einem Occasion 9-5 NG umgeschaut, habe jedoch keinen mit der gewünschten Ausstattung gefunden.
    Aufgrund des (aus meiner Sicht) komplett gescheiterten NEVS-Konzepts habe ich mir dann einige grundsätzliche Gedanken gemacht: Warum soll ich, da ich meistens alleine/zu zweit im Auto unterwegs bin, eine 1.7 bis mehr als 2 T schwere Kiste anschaffen mit völlig übertriebenem Verbrauch ?
    Ich habe mich dann für einen S (uzuki) entschieden, 1140 kg, 136 PS und ich bin absolut zufrieden damit. Alles dran, fast alles drin, Verbrauch ca. 6.5 Liter Super.
    Ich muss dazu jedoch noch sagen, dass ich in der Schweiz wohne und deshalb selten in D mit 200 km/h über die Autobahn brettere und meine Frau immer noch meinen gehirschten 9-3 II TTID fährt mit 240000 km und ich gerne immer wieder mal umsteige. Das Saab-Gen ist halt nicht mehr auszutreiben 😉

  • Moderne Fahrzeuge sind eben Computer auf Rädern. Das fahrgefühl bei den Produkten aus dem Skandalkozern ist überall annähernd gleich, synthetisch irgendwie.
    Meine Sääbe haben ihr Alter, aber eben Charakter. Ein Grund zum bleiben 😉

  • Mr. Musk hat AUCH gesagt, dass es die gigafactory nr 1 ist. D.h. weitere werden folgen. Und: fast 80% der Maschinen bei Tesla kommen aus Deutschland…

  • Immer diese Fördermitteldiskussion! Tesla erstellt im Alleingang eine weltweite Ladeinfrastruktur, während BMW VW und allen anderen jammernd auf Papa Staat warten. Mit dem Model S wird sehr gut Geld verdient, aber es wird reinvestiert und nicht an “gierige” Aktionäre ausgeschüttet. Das Model 3 kommt. Sicher! Und die Fabrik hat eine Kapazität für 500’000 Fahrzeuge im Jahr, zudem gibt es seit kurzem auch eine Fertigungstätte in Europa. Die Verluste von Tesla waren im 1. Quartal 2015 ca. $150 Mio. Das sind ca. 2% von der VW Rückstellung für den Betrug (6.5 Mia.!) VW hätte die Milliarden, die sie jetzt bezahlen müssen auch besser in Innovation als in Betrug investiert.

    • Als die Fabrik noch GM und Toyota gehört hatte, hatten sie mal maximal 500‘000 Fahrzeuge im Jahr hergestellt. Die Fabrik ist nun komplett umgebaut. Geplant waren 55‘000 Tesla S pro Jahr, die Zahlen wurden nach unten korrigiert. Ich vermute, es liegt am zickenden universellen Fertigungsroboter. Die Kapazitätsgrenze dieser einen Fabrik ist noch nicht bekannt, es ist aber schon möglich, dass die dann einmal wieder bei 500‘000 Fahrzeugen liegen wird.

      Aber das Thema ist ja, weshalb werden immer grössere und schwerere Fahrzeuge mit immer mehr Elektro Hilfsmotoren verkauft. Ich vermute, Werbung funktioniert, und geworben wird für Fahrzeuge, bei welchen die Margen besser sind. Ausserdem wird mit irgend welchen obskuren Energieeffizienz Etiketten das Gewissen beruhigt. Für gute Abgaswerte (ausser den geschönten CO2 Angaben) gibt es keine Etiketten.

      Die Lärmvorschriften tragen natürlich auch dazu bei, dass in den Motorsteuerungen zu Tricks gegriffen wird und die Fahrzeuge unsinnig viele Gänge bekommen. Für die Lärmmessung sollen die Fahrzeuge unelastisch gemächlich beschleunigen, für die Prospektangaben braucht es aber eine gewisse Sportlichkeit.

      • Verwechsle Verkaufszahlen nicht mit Fertigungszahlen. Sie wollten dieses Jahr 55’000 Fahrzeuge verkaufen!

        • 3. Quartal 2012 bis 4. Quartal 2014 wurden 56’747 Fahrzeuge verkauft.
          1. und 2. Quartal 2015 wurden 21’577 Fahrzeuge verkauft.

          Um Fahrzeuge zu verkaufen müssen sie zuerst hergestellt sein. Ich will mich jetzt nicht festlegen, ob die Produktions- oder Verkaufszahlen nach unten korrigiert wurden. Tatsache ist, dass der universelle Fertigungsroboter zickt und dieses Jahr wohl kaum 55’000 Fahrzeuge verkauft werden.

  • Ich finde, dass die kleinen Fahrzeuge in der Polo und Golfklasse im Verhältnis zu den großen SUV oder Oberklasse Fahrzeugen viel zuviel verbrauchen. Ich finde auch nicht, dass unsere Autos generell das Umweltproblem darstellen. Da gibt es andere Dinge. Als 4. größte Volkswirtschaft weltweit, einen Anteil von 2,23% am co2 Ausstoss lässt sich doch sehen, oder anderes gefragt, was sollen wir bewirken können um die Erderwärmung signifikant zu reduzieren?! Verzicht ist keine Lösung, weil keiner mitmacht.

  • äh, ist da nicht das Thema verfehlt? Beim Skandal geht es doch um den Ausstoß von Stickoxiden, der im Realbetrieb das Vielfache von demjenigen der Testsituation ausmacht. Es geht _nicht_ um Kraftstoffverbrauch.

    Es geht darum, dass bei den AddBlue-Modellen VW sich einen größeren Harnstoff-Tank sparen, oder den Kunden häufiges Nachfüllen ersparen wollte. Oder bei den Rußfiltermodellen, dass die Reinigung ausfiel, weil diese ein bisschen mehr Kraftstoff oder Leistung gekostet hätte.

    Hat nix mit SUVs zu tun, auch wenn die Dinger natürlich die Krätze sind.

    Was den Leichtbau anbetrifft, so stimme ich im Prinzip zu. Als gelegentlicher Hängerfahrer freue ich mich allerdings über Masse im Zugfahrzeug, und will eigentlich nicht gezwungen werden, einen SUV zu kaufen, nur um sicher Hänger fahren zu können.

    Übrigens gibt es eine Million Pferde in Deutschland, und Pferdehalter fahren gerne mal SUVs, aus den obigen Gründen. Es ist also nicht nur die Bordsteinkante, die manchen fränkischen Kleinstädter zum SUV-Kauf bewegt haben könnte, sondern das Rumschlepppen von Pferden.

    • Ich helfe Dir mal weiter/Zitat Text:

      “Dies ist kein Artikel über Fehler und Versäumnisse bei VW. Darüber kann man an anderer Stelle genug lesen. Es geht um die Spezies hinter dem Steuer…”

      Alles klar?

  • oder die bessere Übersicht im Straßenverkehr zu haben. Aber was ist wenn ALLE ein SUV fahren…wird dann noch größer gebaut?
    Große Autos = teuer in de Anschaffung, Unterhalt = viel MwSt und Benzinsteuer = für alle gut 😉

  • Die Autohersteller sind auf dem Holzweg! Der Kunde mit seinen Wünschen ist nicht mehr der Mittelpunkt. Wie komme gerade ich darauf, so etwas zu behaupten? Ich war Verkaufsleiter in einem Autohaus, einem Marken – Autohaus. Bin seit Jahrzehnten im Vertrieb und kenne verschiedenen Branchen.

    Autohersteller sind sehr konservativ und folgen Zeitströmen erst Jahre später, hier greift dann entweder “the fast eat the slow” oder “the biggest never give up”

    Wobei letztere von Steuergeldern gestützt werden, ach stimmt nicht? Natürlich nicht ganz richtig formuliert, also die großen (GM, VW, uvm.) können mit dem Standort und Arbeitsplatz Daumenschraube immer öffentliche Gelder bekommen.
    Die “Großen” sind in der “Lobby”, gut vertreten dadurch, werden Gesetze konform verbogen. So kann man auch noch alte Hüte beibehalten und ein Risiko weitest gehend ausschließen.
    Die Vorstände sind gleichgeschaltet durch eine vergleichbare Ausbildung, auf den üblichen Elite Unis.
    Kennen somit keinen Tellerrand über den Sie mal schauen müssten. Satt und zufrieden?
    Innovation kommt oft/immer, durch die Zerstörung alter Strukturen.

    Winterkorn hatte das alter für den Ruhestand, war dem Patriarchen ein Dorn im Auge und wurde taktisch versiert auf Eis gelegt. Ein schon länger bekanntes Problem, diehte dazu und verfehlte nicht seine Wirkung. VW wird es durch stehen/ überleben, der Nebeneffekt, die Aktie ist günstig wie lange nicht mehr!
    Wie sonst kann man seinen Einfluss ausbauen an einem so großen Unternehmen, wie der durch den zukauf von Aktien? Familie Piech kauft jetzt, nicht offen, verdeckt?

    Jetzt haben wir schon wieder den Kunden aus den Augen verloren!
    Was will der? Geiz ist Geil! Sauber ist der Zauber! Alternative Antriebe ist die vorherschende Liebe! Time out for new cars, time in for old ones – Youngtimer und Oldtimer sind ganz oben auf jung und alt sind längst dabei ihren Alltagsklassiker zu sichten, zukaufen, zufahren, oder gar zu behalten.

    “Retro” ist chic! Doch “Vintage” it`s better than the other! Eine Blase in der Oldtimerszene zu vermuten ist vielleicht nicht ganz richtig?
    Saab, Volvo, sind dabei sehr gefragt im Altfahrzeugbestand her zeigbar, auch Nachhaltiger geht es kaum.
    Deutschlands Bürger sind Grün bewegt, ja sogar Europa ist es. Japan und China wird es und Deutschland könnte seinen Vorsprung im grünen denken verlieren – Damit auch eine Marktchance für Automobile, Lastkraftwagen, Schiffe, Solartechnik, Heizungsanlagen, Rüstungsgüter, Landmaschinen, uvm.

    Mit 19 Jahren fuhr ich einen Renault R5 GTL mit 45PS der hatte einen 1000ccm Benzinmotor 5Gang Getriebe, sein Verbrauch 4,5liter/100km. Das wurde von Renault als Idealwert angegeben und das konnte man schaffen! Dieser Wagen hatte ein Gewicht von 550kg leer. Für mich eine verbesserung zu meinen ersten Auto einem VW Käfer 1302 mit 44PS und 15 Litern/10km dieser war auch 10Jahre älter. Sieht man das Konzept dieser Fahrzeuge muss man sagen was hat sich VW doch entwickelt. Sicher hatte Renault auch das “Cremeschnittchen”(4CV) aber wann war damit ende?

    So hier auf deine Aufforderung, Tom
    Von meinen Andeutungen ein kleiner Teil, meiner “Antwort”

    Der Rest wenn ich in einer Position bin und diese Umsetzen darf für Wen? Ich warte auf Angebote, eine Sekretärin ist dringend nötig. Bin nicht so der Schreiber, rede lieber

    Gruß Peter

    • Tja Peter, eine Sekretärin für Dich habe ich nicht. Aber der Trend ist klar. Klassiker & Youngtimer sind eine stabile Markttendenz. Und es geht noch weiter. Wurde früher nur der Jaguar Klassiker für den Kunden Rechtsanwalt auf aktuellen Stand der Technik gebracht, so darf es heute auch ein Citroen CX sein. Der restauriert und mit vielen Verbesserungen die Alternative zum Neuwagen ist. Die Entwicklung ist spannend, Luft nach oben ist auch noch.
      Saab ist gut dabei. Man kann hier ja lesen wie viele Fans mit Begeisterung täglich in den 9000, 900 oder 9-3 I steigen.

      • (SAAB/Volvo) Old-/Youngtimer Vermietung und Leasing wäre doch auch mal was…
        Scheint in Hamburg bei Mercedes Youngtimern zu funktionieren…. warum dann nicht auch bei Charakterautos aus Skandinavien

  • Lieber Tom , Dein Artikel ist wirklich gut , und zu dem Thema E-Auto die frage , warum der Stromverbrauch nie eingeplannt wird, wie wird der Strom produziert , Frankreich baut neue Atomkraftwerke, bei uns werden Kohlekraftwerke weiter betrieben , die die Umwelt belasten.
    Wieviel Prozent der Bundesbürger können Ihren Strom selbst dauerhaft produzieren? Wie schaut die Energiebilanz denn dann aus ? Die Befürworter des E Autos gehören meistens zur Fraktion der Leute , die sagen bei mir kommt der Strom aus der Steckdose, und dies ist doch immer noch aus
    Atomstrom oder Strom aus Verbrennung fossiler Brennstoffe. In Kalifornien mag das anders sein,
    haben ja auch mehr Sonne und andere ( nicht restrictive ) Bauvorschriften

    • Sorry aber das ist nonsens. Wir Deutsche liefern bei Überkapazitäten Ökostrom nach F und andere EU-Staaten. Viele Privatleute würden sich eine eigene Solaranlage für die eigene Stromversorgung aufbauen. Nur das wird vom Gesetzgeber hier in D verhindert u.a. durch Bauvorschriften und vor allem dem EEG, das jeden Solaranlagenbetreiber zwingt, den Solarstrom einzuspeisen, geschweige denn die Versicherungspflicht hinsichtlich Brand, VDE usw….

      • Erfolgreiche Lobby arbeit ist hier zusehen! Selbstversorger sind nicht gewollt! Es gab zurück liegend ein vorgehen der Stromriesen gegen verbliebene Wassermühlen auch das sollte verhindern das die Strom gewinnen. Ist schon bezeichnend, Autosektor werden in Schubladen Ideen verschwinden die dem gewöhnlichen fluss der Dinge, abträglich sind. Bleiben dort zum letzten Tag…des Erdöls?!
        “Tropical island” ist die frucht des Niederganges einer tollen Idee der Schwerlastbeförderung mit dem Zeppelin, welche Lobbisten stecken dahinter? Wem hat es genutzt?

  • Erfolgreiche Lobbyarbeit ist hier zusehen! Selbstversorger sind nicht gewollt! Es gab zurück liegend ein vorgehen der Stromriesen, gegen verbliebene Wassermühlen. Auch die sollten verhindern das Wassermühlen, Strom gewinnen. Ist schon bezeichnend, im Autosektor werden in Schubladen, Ideen gehortet. Die dem gewöhnlichen Fluss der Dinge, abträglich sind. Bleiben dort bis zum letzten Tag…des Erdöls?!
    Beispiel:„Tropical island“ ist die Frucht, eines solchen Niederganges! Die tollen Idee der Schwerlastbeförderung mit dem Zeppelin, welche Lobbisten stecken dahinter? Wem hat es genutzt?

    • Richtig Peter das habe ich vergessen. Wind und Wassermühlenbetreiber wurden in D dazu verdonnert, den gewonnenen Strom einzuspeisen anstatt selbst zu verbrauchen.

  • Zu den angesprochenen FFV (Biopower von SAAB) sollte man anmerken, dass zum 31.12. Schluss sein wird mit E85. E85 verliert zum 31.12. die Steuervergünstigung und es sieht nicht nach einer Verlängerung aus.
    Die ersten Tankstellen (Classic) nehmen Ethanol bereits aus den Tanks. Wie soll man Tankstellen zukünftig, nach dem Biodiesel und E85 Debakel, erklären, dass sie Wasserstoff oder etwas anderes anbieten sollen?

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