Der Skandal

Freitagnachmittag…das Wochenende steht vor der Türe. Im Radio laufen die neuesten Nachrichten zum VW Umweltskandal. Die Ampel der Baustelle steht auf rot, der Gegenverkehr rollt am Saab vorbei. 7 von 10 Fahrzeugen sind SUV. Blogger unterwegs in Katmandu?

Volkswagen und der Umweltskandal. Bild: Volkswagen.
Volkswagen und der Umweltskandal. Bild: Volkswagen.

Nein ! Der Ort des Geschehens ist ein kleines fränkisches Dorf. Gut ausgebaute Strassen prägen das Ortsbild. Die Geländewagen sind nicht auf dem Weg ins Basislager; die größte unmittelbare Herausforderung ist das Bewältigen der Bordsteinkante. Und ja, es gibt diesen Umweltskandal von VW, der auf Grund der Baukasten-Monokultur den Konzern erschüttert. Als deutscher Autoblog kann man nicht darüber hinweggehen. Die Wurzeln des Skandals liegen tief. Sie sind das Resultat von 20 Jahren immer größer, immer stärker, immer schwerer. Dies ist kein Artikel über Fehler und Versäumnisse bei VW. Darüber kann man an anderer Stelle genug lesen. Es geht um die Spezies hinter dem Steuer…

Denken wir uns zwei Dekaden zurück !  Fahrzeuge der oberen Mittelklasse brachten 1.300 bis 1.400 Kilogramm auf die Wage. 20 Jahre später sind es 2 Tonnen. Geländewagen mit dem Luftwiderstandsbeiwert eines Scheunentors wurden lange Zeit nur von Landwirten und Förstern bewegt. Heute dominieren das Strassenbild diese Fahrzeuge, deren größte Herausforderung im automobilen Leben das Erklimmen der Tiefgaragenausfahrt ist. Es läuft etwas schief, wenn immer mehr automobile Masse pro Person eingesetzt wird. Masse ist gleich Verbrauch, ist gleich Abgas. Eine einfache Formel, Physik lässt sich nicht austricksen.

Der Blick zurueck: Bloggers Rueckspiegel
Der Blick zurueck: Bloggers Rueckspiegel

Dass irgendetwas nicht stimmen kann,  wussten wir alle ! Wenn an der Zapfsäule rund 50% Mehrverbrauch auf der Rechnung steht als im Datenblatt des Herstellers, dann sollten Alarmglocken läuten. Eigentlich… Aber wir, die Käufer, wollten nicht hinschauen. Wir haben schweigend akzeptiert; das Thema Auto ist in Deutschland sehr speziell, denn wir haben es erfunden. Das Thema Verbrauch, und damit verbunden leise Kritik, läuft maximal am Stammtisch, sonst nicht. Weil wir eben glauben möchten, was nicht sein kann. Mit über 200 Km/h den schweren Diesel über die linke Spur jagen, und dazu noch umweltfreundlich? Pustekuchen ! Größer, stärker, schwerer. Das alles fordert Tribut. Zu Lasten der Umwelt, kommender Generationen, unserer Gesundheit.

Eine Lösung, so lesen wir es bei unzähligen Kommentaren dieser Tage zum Umweltskandal, könnte das Elektroauto bringen. Tesla wird den Wolfsburgern als innovatives Beispiel um die Ohren gehaut. Ernsthaft ! Was bitte ist bei Tesla innovativ? Mehr als 8.000 Notebook-Akkus unter ein Auto zu schrauben, damit die Kiste mit 2.1 Tonnen Gewicht bis zu 4 menschliche Körper durch den Frankfurter Feierabendverkehr beschleunigen kann? 2.1 Tonnen! Innovativ ist maximal der Mut,  so etwas zu tun. Der nächste Unfug von Tesla wird ein elektrisches SUV sein. Ein übergewichtiger Batterieklotz mit Flügeltüren…

Klima Auswirkungen der Fahrzeugherstellung. Quelle: Umweltbilanz Elektromobilität
Klima Auswirkungen der Fahrzeugherstellung. Quelle: Umweltbilanz Elektromobilität

Vergessen wird in der Hitze der Diskussion, dass die Herstellung eines Elektroautos die Umwelt höher belastet wie die Produktion eines konventionellen Autos. Dabei könnte die generelle Lösung des Problems simpel sein. Das Zauberwort: Gewichtsreduzierung.

Benötigen wir wirklich mehr als 2 Tonnen Leergewicht,  um automobil unterwegs zu sein? In den 80er und 90er Jahren gab es intelligent gemachte Autos, und nicht nur bei Saab. Aber Saab 900 und 9000 sind Beispiele dafür. Kleine Turbomotoren, die viel Leistung auf Abruf bringen. Smarte Raumkonzepte mit Heckklappe. Sie boten Platz für 5 Personen, einen mittleren Umzug oder den Einkauf einer Großfamilie. Und ja, man konnte mit diesen Autos auch auf Feldwegen unterwegs sein. So ganz ohne Allrad und Geländewagen-Mimikry. Nein, früher war nicht alles besser. Aber vielleicht smarter.

Dinge entwickeln sich weiter. Techniken,  die Leben retten,  fordern ihren Tribut. Sie bringen mehr Gewicht in unsere Autos. Auf sie soll auch in Zukunft niemand verzichten. Wenn Menschenleben geschützt werden können, dann darf es keinen Kompromiss geben.

Aber vielleicht könnte der VW Skandal auf beiden Seiten etwas ändern. Hersteller könnten die Krise als Chance begreifen. Sie könnten den Mut haben,  leichtere und smartere Autos zu bauen. Die Materialien dafür existieren, deutsche Hersteller könnten der Welt zeigen,  dass aus unserem Land mehr kommt als automobile Dinosaurier. Ein schönes, intelligentes Beispiel für Leichtbau war der Audi A2. Seiner Zeit voraus, ein Flop. Aber heute gefragt.

Der Käufer selbst sollte endlich mündig werden. Seine Intelligenz einsetzen, die Auswahlkriterien des nächsten Autos smart den Bedürfnissen und der Verantwortung für die Umgebung anpassen. Dazu gehört auch, dass man sich verweigern darf. Nicht jeder Trend macht Sinn. Und nicht jeder Unfug verdient das Prädikat Innovation. Aktuellste fragwürdige Innovation: Elektrische Heckklappen und Kofferraumdeckel. Zusätzliches Gewicht, ein Feature für ein Volk mit grassierendem Muskelschwund.

Mittlerweile steht der Saab auf dem Supermarkt-Parkplatz. Ich lade die Einkäufe für das Wochenende ein. Um mich herum geschäftiges Surren und Klicken. Elektrische Heckklappen öffnen und schließen bei fast allen der Neuwagen der gehobeneren Klasse. Komfortfeature nennt sich das. Mehr Gewicht, mehr CO2 und Stickoxide verteilt über das Autoleben. Das Umdenken hat noch nicht begonnen.

78 thoughts on “Der Skandal

  • @Jürg Unterweger

    Eigentlich habe ich zum Thema E Mobile alles gesagt aber ich sag es gern Nochmal.
    Jeder der Meint das E Mobile für ihn oder auch Sie das richtige sind darf diese Dinger gerne Kaufen und Fahren.
    Das ist mir völlig Wurscht.
    Mich Interessiert es nicht die Bohne wie Schnell oder wie Effizient E Mobile sind.
    Die einzige Emotion die sich bei mir regt wenn ich so ein Ding sehe ist das verlangen es mit einen Bulldozer platt zu Walzen. Daran hätte ich wirklich Freude und es ist die einzige Sinnvolle verwendung für ein E Mobil die mir einfällt.

  • Sie sollten sich die Frage stellen, warum fast alle Motoren (ausser beim Verkehr) elektrisch sind. Weil sie massiv effizienter sind! Kleiner, stärker, leiser und verbrauchsärmer. Der beste Diesel hat in etwa einen Wirkungsgrad von 30%, der Elektromotor von bis zu 90%, also 3x effizienter! Das Problem liegt bei der Batterie. Dort kommt die neue Technik zum tragen und da kann und wird noch sehr viel geschehen. Die Effizienz nimmt laufend zu und schon bald kann der Verbrennungsmotor einpacken. Ich fahre einen Tesla und versichere Ihnen, viel mehr Emotion geht nicht! (Und ich bin sehr lange Saab gefahren)

  • @900S16V

    1)
    Hast du meinen Beitrag eigentlich genau Durchgelesen?
    Da steht was zum Thema LPG, Ethanol, Wasserstoff und Hybrid.
    Dagegen ist nichts zu sagen im Gegenteil da sollte die Industrie endlich etwas machen!
    E Mobile sind in Stätten vielleicht eine brauchbare Lösung aber das wars auch schon.

    2)
    Ich bin Glücklicherweise kein Städter.
    Die letzte Größere Stadt die ich besucht habe war Klagenfurt und das ist schon ein 3/4 Jahr her.

  • Noch etwas zu deiner E-Mobil Affinität: Du wirst als Städter kaum um ein E-Auto oder E-Roller oder E-Fahrrad herumkommen, etwa so in 10 Jahren. Der ÖPNV wird immer mehr zurückgefahren, wir Menschen werden immer älter und damit nicht mehr so mobil sein wie früher. Du wirst mit deiner ollen Benzinschleuder kaum im städtischen Verkehr dich bewegen können, weil es dann mehr Busspuren und Spuren für E-Fahrzeuge gibt, sofern dir nicht schon an der Stadtgrenze, die Einfahrt verboten sein wird und auf Bus oder Strassenbahn umsteigen musst….

  • Ja die Autoindustrie hat schon seit Jahren bestimmte Konzepte in der Schublade liegen, die Benziner wie Diesel bez. den Abgasen zu “sauberen” Autos machen würde. Ich betone würde. Denn die müssen erst mal alle “Stinker” die auf Halde stehen verkaufen. Oder meinst du, die werden nun aufgrund des VW-Skandals bei VW zumindest, alle verschrottet, um neuen Modellen mit “sauberen” Motoren Platz zu machen? Mitnichten….Denkst du auch an die Tausenden von Menschen, die jährlich an den Folgen der Abgase besonders aus Dieselfahrzeugen erkranken und dann sterben? Wäre es nicht besser, vorläufig als Übergang, die jetzigen Benzin und Diesel Modelle auf Hybrid umzurüsten, verstärkt die verachteten LPG-Modelle, sowie derweil E und Wasserstoffmodelle zu bauen und etwa in 4-5 Jahren zu verkaufen?

  • Ich finde das alles hier sehr Unterhaltsam und schicke gleich mal vorweg das ich E Mobile für den größten Unfug halte den es auf Zwei, Drei und Vier Rädern gibt.
    Aus meiner Sicht ist der Verbrennungsmotor noch lange nicht am Ende!!
    Meiner Meinung nach Stürzt sich die Autoindustrie nur so sehr auf die E Mobile weil sie da nichts mehr Großartig Entwickeln müssen. Sie mussten nur an ihre Schreibtische gehen und aus der untersten Schublade ein Uraltes Konzept (E Auto) herauskramen, Abstauben und in eine Moderne Karosserie stecken.

    Und alle Welt Freut sich über ein ganz Neues Konzept das es in seinen Grundzügen seit über 100 Jahren gibt 🙂
    Ehrlich ich finde es auf der einen Seite zum Todlachen das sich der Moderne Konsument so einfach Blendern lässt. Auf der andern Seite finde ich es sehr Traurig das es sich die Autoindustrie so einfach macht und nicht wirklich ein Bezahlbares Umwelt schonendes Konzept auf die Räder stellt.
    Die basis wäre mit Ethanol, LPG und Wasserstoff gerne in Kombination mit Hybridantrieb (ohne Plug-In Funktion !) gegeben!!!!

    Mir kommt sicher kein E Auto, E Roller oder E Fahrrad ins Haus.
    Wenn es eines Tages nur noch Selbstfahrende, Emotions und Hirnlose E Mobile gibt stelle ich meine SAAB zum Anschauen in eine Halle und verlege mich aufs Fahrrad oder gehe zu Fuß.
    An so eine Zukunft möchte ich zwar nicht wirklich denken aber wenn sie kommen sollte mache ich es genau so.

  • Stimmt, den Formatwechsel auf 26650 Zellen hatte ich schon wieder vergessen. Dann braucht es nicht mehr 8000 Zellen für ein Auto. Bei mir kommen die Panasonic 18650 Zellen (lustiger weise mit NCR angeschrieben) in meinen LED-Taschenlampen zum Einsatz. Verwendet werden sie auch im Modellbau, Kameras und, Achtung, Notebooks. Die Panasonic Zellen sind bekannt dafür, dass die Angaben stimmen. Die 26650 Zellen sind bei den LED-Taschenlampen immer beliebter, ich habe selber aber nur eine in diesem Format.

    Ja, e-Call macht mir sorgen. Musk hat die richtigen Leute eigekauft. Seine IT-Infrastruktur ist von Grund auf neu und wurde in Rekordzeit errichtet. Bei Tesla funktioniert der OTA Update/Upgrade. Über die Lebensdauer des Produktes ist es dann trotzdem möglich, dass ein Hacker ein Sicherheitsloch findet. Tesla ist möglicherweise gut aufgestellt, da sie diese Bedrohungen sicher ernst nehmen. Mit e-Call kommt wieder eine neue Technik ins Fahrzeug, welche nicht alle Anbieter im Griff haben werden.

  • Zu den angesprochenen FFV (Biopower von SAAB) sollte man anmerken, dass zum 31.12. Schluss sein wird mit E85. E85 verliert zum 31.12. die Steuervergünstigung und es sieht nicht nach einer Verlängerung aus.
    Die ersten Tankstellen (Classic) nehmen Ethanol bereits aus den Tanks. Wie soll man Tankstellen zukünftig, nach dem Biodiesel und E85 Debakel, erklären, dass sie Wasserstoff oder etwas anderes anbieten sollen?

  • 3. Quartal 2012 bis 4. Quartal 2014 wurden 56’747 Fahrzeuge verkauft.
    1. und 2. Quartal 2015 wurden 21’577 Fahrzeuge verkauft.

    Um Fahrzeuge zu verkaufen müssen sie zuerst hergestellt sein. Ich will mich jetzt nicht festlegen, ob die Produktions- oder Verkaufszahlen nach unten korrigiert wurden. Tatsache ist, dass der universelle Fertigungsroboter zickt und dieses Jahr wohl kaum 55’000 Fahrzeuge verkauft werden.

  • Verwechsle Verkaufszahlen nicht mit Fertigungszahlen. Sie wollten dieses Jahr 55’000 Fahrzeuge verkaufen!

  • Richtig Peter das habe ich vergessen. Wind und Wassermühlenbetreiber wurden in D dazu verdonnert, den gewonnenen Strom einzuspeisen anstatt selbst zu verbrauchen.

  • Erfolgreiche Lobbyarbeit ist hier zusehen! Selbstversorger sind nicht gewollt! Es gab zurück liegend ein vorgehen der Stromriesen, gegen verbliebene Wassermühlen. Auch die sollten verhindern das Wassermühlen, Strom gewinnen. Ist schon bezeichnend, im Autosektor werden in Schubladen, Ideen gehortet. Die dem gewöhnlichen Fluss der Dinge, abträglich sind. Bleiben dort bis zum letzten Tag…des Erdöls?!
    Beispiel:„Tropical island“ ist die Frucht, eines solchen Niederganges! Die tollen Idee der Schwerlastbeförderung mit dem Zeppelin, welche Lobbisten stecken dahinter? Wem hat es genutzt?

  • Erfolgreiche Lobby arbeit ist hier zusehen! Selbstversorger sind nicht gewollt! Es gab zurück liegend ein vorgehen der Stromriesen gegen verbliebene Wassermühlen auch das sollte verhindern das die Strom gewinnen. Ist schon bezeichnend, Autosektor werden in Schubladen Ideen verschwinden die dem gewöhnlichen fluss der Dinge, abträglich sind. Bleiben dort zum letzten Tag…des Erdöls?!
    “Tropical island” ist die frucht des Niederganges einer tollen Idee der Schwerlastbeförderung mit dem Zeppelin, welche Lobbisten stecken dahinter? Wem hat es genutzt?

  • (SAAB/Volvo) Old-/Youngtimer Vermietung und Leasing wäre doch auch mal was…
    Scheint in Hamburg bei Mercedes Youngtimern zu funktionieren…. warum dann nicht auch bei Charakterautos aus Skandinavien

  • Tja Peter, eine Sekretärin für Dich habe ich nicht. Aber der Trend ist klar. Klassiker & Youngtimer sind eine stabile Markttendenz. Und es geht noch weiter. Wurde früher nur der Jaguar Klassiker für den Kunden Rechtsanwalt auf aktuellen Stand der Technik gebracht, so darf es heute auch ein Citroen CX sein. Der restauriert und mit vielen Verbesserungen die Alternative zum Neuwagen ist. Die Entwicklung ist spannend, Luft nach oben ist auch noch.
    Saab ist gut dabei. Man kann hier ja lesen wie viele Fans mit Begeisterung täglich in den 9000, 900 oder 9-3 I steigen.

  • Sorry aber das ist nonsens. Wir Deutsche liefern bei Überkapazitäten Ökostrom nach F und andere EU-Staaten. Viele Privatleute würden sich eine eigene Solaranlage für die eigene Stromversorgung aufbauen. Nur das wird vom Gesetzgeber hier in D verhindert u.a. durch Bauvorschriften und vor allem dem EEG, das jeden Solaranlagenbetreiber zwingt, den Solarstrom einzuspeisen, geschweige denn die Versicherungspflicht hinsichtlich Brand, VDE usw….

  • Lieber Tom , Dein Artikel ist wirklich gut , und zu dem Thema E-Auto die frage , warum der Stromverbrauch nie eingeplannt wird, wie wird der Strom produziert , Frankreich baut neue Atomkraftwerke, bei uns werden Kohlekraftwerke weiter betrieben , die die Umwelt belasten.
    Wieviel Prozent der Bundesbürger können Ihren Strom selbst dauerhaft produzieren? Wie schaut die Energiebilanz denn dann aus ? Die Befürworter des E Autos gehören meistens zur Fraktion der Leute , die sagen bei mir kommt der Strom aus der Steckdose, und dies ist doch immer noch aus
    Atomstrom oder Strom aus Verbrennung fossiler Brennstoffe. In Kalifornien mag das anders sein,
    haben ja auch mehr Sonne und andere ( nicht restrictive ) Bauvorschriften

  • Die Autohersteller sind auf dem Holzweg! Der Kunde mit seinen Wünschen ist nicht mehr der Mittelpunkt. Wie komme gerade ich darauf, so etwas zu behaupten? Ich war Verkaufsleiter in einem Autohaus, einem Marken – Autohaus. Bin seit Jahrzehnten im Vertrieb und kenne verschiedenen Branchen.

    Autohersteller sind sehr konservativ und folgen Zeitströmen erst Jahre später, hier greift dann entweder “the fast eat the slow” oder “the biggest never give up”

    Wobei letztere von Steuergeldern gestützt werden, ach stimmt nicht? Natürlich nicht ganz richtig formuliert, also die großen (GM, VW, uvm.) können mit dem Standort und Arbeitsplatz Daumenschraube immer öffentliche Gelder bekommen.
    Die “Großen” sind in der “Lobby”, gut vertreten dadurch, werden Gesetze konform verbogen. So kann man auch noch alte Hüte beibehalten und ein Risiko weitest gehend ausschließen.
    Die Vorstände sind gleichgeschaltet durch eine vergleichbare Ausbildung, auf den üblichen Elite Unis.
    Kennen somit keinen Tellerrand über den Sie mal schauen müssten. Satt und zufrieden?
    Innovation kommt oft/immer, durch die Zerstörung alter Strukturen.

    Winterkorn hatte das alter für den Ruhestand, war dem Patriarchen ein Dorn im Auge und wurde taktisch versiert auf Eis gelegt. Ein schon länger bekanntes Problem, diehte dazu und verfehlte nicht seine Wirkung. VW wird es durch stehen/ überleben, der Nebeneffekt, die Aktie ist günstig wie lange nicht mehr!
    Wie sonst kann man seinen Einfluss ausbauen an einem so großen Unternehmen, wie der durch den zukauf von Aktien? Familie Piech kauft jetzt, nicht offen, verdeckt?

    Jetzt haben wir schon wieder den Kunden aus den Augen verloren!
    Was will der? Geiz ist Geil! Sauber ist der Zauber! Alternative Antriebe ist die vorherschende Liebe! Time out for new cars, time in for old ones – Youngtimer und Oldtimer sind ganz oben auf jung und alt sind längst dabei ihren Alltagsklassiker zu sichten, zukaufen, zufahren, oder gar zu behalten.

    “Retro” ist chic! Doch “Vintage” it`s better than the other! Eine Blase in der Oldtimerszene zu vermuten ist vielleicht nicht ganz richtig?
    Saab, Volvo, sind dabei sehr gefragt im Altfahrzeugbestand her zeigbar, auch Nachhaltiger geht es kaum.
    Deutschlands Bürger sind Grün bewegt, ja sogar Europa ist es. Japan und China wird es und Deutschland könnte seinen Vorsprung im grünen denken verlieren – Damit auch eine Marktchance für Automobile, Lastkraftwagen, Schiffe, Solartechnik, Heizungsanlagen, Rüstungsgüter, Landmaschinen, uvm.

    Mit 19 Jahren fuhr ich einen Renault R5 GTL mit 45PS der hatte einen 1000ccm Benzinmotor 5Gang Getriebe, sein Verbrauch 4,5liter/100km. Das wurde von Renault als Idealwert angegeben und das konnte man schaffen! Dieser Wagen hatte ein Gewicht von 550kg leer. Für mich eine verbesserung zu meinen ersten Auto einem VW Käfer 1302 mit 44PS und 15 Litern/10km dieser war auch 10Jahre älter. Sieht man das Konzept dieser Fahrzeuge muss man sagen was hat sich VW doch entwickelt. Sicher hatte Renault auch das “Cremeschnittchen”(4CV) aber wann war damit ende?

    So hier auf deine Aufforderung, Tom
    Von meinen Andeutungen ein kleiner Teil, meiner “Antwort”

    Der Rest wenn ich in einer Position bin und diese Umsetzen darf für Wen? Ich warte auf Angebote, eine Sekretärin ist dringend nötig. Bin nicht so der Schreiber, rede lieber

    Gruß Peter

  • Peter, umschreibe mal. Bin gespannt…

  • Der Skandal – Ist das man nicht mehr den Kunden im Fokus hat, die größten Abnehmer von Neuwagen sind Leasing Firmen, Autovermietungen, Händler mit Zwangsabnahmen. Erst wenn der Neupreis in Regionen kommt wo ein Fahrzeug erschwinglich wird ist der Absatz noch möglich. Oder bedeutet es vielleicht das der Kunde für Dinosaurier nicht zuviel Geld ausgeben möchte. Warten wir auf die zündende Idee, im der individual Mobilität?

    Ich behaupte – Ja!
    Warum? Es gibt einen Trend – wer den nicht kennt der hat die Zeit verpennt!
    Soll ich diesen mal umschreiben? Erklären? An beispielen belegen?

  • Als die Fabrik noch GM und Toyota gehört hatte, hatten sie mal maximal 500‘000 Fahrzeuge im Jahr hergestellt. Die Fabrik ist nun komplett umgebaut. Geplant waren 55‘000 Tesla S pro Jahr, die Zahlen wurden nach unten korrigiert. Ich vermute, es liegt am zickenden universellen Fertigungsroboter. Die Kapazitätsgrenze dieser einen Fabrik ist noch nicht bekannt, es ist aber schon möglich, dass die dann einmal wieder bei 500‘000 Fahrzeugen liegen wird.

    Aber das Thema ist ja, weshalb werden immer grössere und schwerere Fahrzeuge mit immer mehr Elektro Hilfsmotoren verkauft. Ich vermute, Werbung funktioniert, und geworben wird für Fahrzeuge, bei welchen die Margen besser sind. Ausserdem wird mit irgend welchen obskuren Energieeffizienz Etiketten das Gewissen beruhigt. Für gute Abgaswerte (ausser den geschönten CO2 Angaben) gibt es keine Etiketten.

    Die Lärmvorschriften tragen natürlich auch dazu bei, dass in den Motorsteuerungen zu Tricks gegriffen wird und die Fahrzeuge unsinnig viele Gänge bekommen. Für die Lärmmessung sollen die Fahrzeuge unelastisch gemächlich beschleunigen, für die Prospektangaben braucht es aber eine gewisse Sportlichkeit.

  • Sehe ich genau so; Danke Tom dies war richtig gut und erfrischend.

  • Ich helfe Dir mal weiter/Zitat Text:

    “Dies ist kein Artikel über Fehler und Versäumnisse bei VW. Darüber kann man an anderer Stelle genug lesen. Es geht um die Spezies hinter dem Steuer…”

    Alles klar?

  • oder die bessere Übersicht im Straßenverkehr zu haben. Aber was ist wenn ALLE ein SUV fahren…wird dann noch größer gebaut?
    Große Autos = teuer in de Anschaffung, Unterhalt = viel MwSt und Benzinsteuer = für alle gut 😉

  • äh, ist da nicht das Thema verfehlt? Beim Skandal geht es doch um den Ausstoß von Stickoxiden, der im Realbetrieb das Vielfache von demjenigen der Testsituation ausmacht. Es geht _nicht_ um Kraftstoffverbrauch.

    Es geht darum, dass bei den AddBlue-Modellen VW sich einen größeren Harnstoff-Tank sparen, oder den Kunden häufiges Nachfüllen ersparen wollte. Oder bei den Rußfiltermodellen, dass die Reinigung ausfiel, weil diese ein bisschen mehr Kraftstoff oder Leistung gekostet hätte.

    Hat nix mit SUVs zu tun, auch wenn die Dinger natürlich die Krätze sind.

    Was den Leichtbau anbetrifft, so stimme ich im Prinzip zu. Als gelegentlicher Hängerfahrer freue ich mich allerdings über Masse im Zugfahrzeug, und will eigentlich nicht gezwungen werden, einen SUV zu kaufen, nur um sicher Hänger fahren zu können.

    Übrigens gibt es eine Million Pferde in Deutschland, und Pferdehalter fahren gerne mal SUVs, aus den obigen Gründen. Es ist also nicht nur die Bordsteinkante, die manchen fränkischen Kleinstädter zum SUV-Kauf bewegt haben könnte, sondern das Rumschlepppen von Pferden.

  • Ich finde, dass die kleinen Fahrzeuge in der Polo und Golfklasse im Verhältnis zu den großen SUV oder Oberklasse Fahrzeugen viel zuviel verbrauchen. Ich finde auch nicht, dass unsere Autos generell das Umweltproblem darstellen. Da gibt es andere Dinge. Als 4. größte Volkswirtschaft weltweit, einen Anteil von 2,23% am co2 Ausstoss lässt sich doch sehen, oder anderes gefragt, was sollen wir bewirken können um die Erderwärmung signifikant zu reduzieren?! Verzicht ist keine Lösung, weil keiner mitmacht.

  • Immer diese Fördermitteldiskussion! Tesla erstellt im Alleingang eine weltweite Ladeinfrastruktur, während BMW VW und allen anderen jammernd auf Papa Staat warten. Mit dem Model S wird sehr gut Geld verdient, aber es wird reinvestiert und nicht an “gierige” Aktionäre ausgeschüttet. Das Model 3 kommt. Sicher! Und die Fabrik hat eine Kapazität für 500’000 Fahrzeuge im Jahr, zudem gibt es seit kurzem auch eine Fertigungstätte in Europa. Die Verluste von Tesla waren im 1. Quartal 2015 ca. $150 Mio. Das sind ca. 2% von der VW Rückstellung für den Betrug (6.5 Mia.!) VW hätte die Milliarden, die sie jetzt bezahlen müssen auch besser in Innovation als in Betrug investiert.

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