Eine Saab Story

Ein Krimi Autor fährt Saab und kauft ihn ausgerechnet zu einer Zeit, in der sich der größte Krimi um unsere Marke abspielt. Die nächste Saab-Story unserer Leseraktion.

Wie weit reicht eigentlich meine eigene Saab-Geschichte zurück? Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Erst seit fünf Jahren fahre ich selbst einen Schweden und dann auch noch das „Massenmodell“ 9-3 Sportcombi.

Saab 9-3 von Peter
Saab 9-3 von Peter

Doch die Leidenschaft für die Marke lodert viel, viel länger in mir (dazu später mehr). Warum war ich dann so lange dumm genug, auf deutsche oder französische Fahrzeuge zu setzen? Im Nachhinein ist das für mich selbst schwer verständlich. Seit knapp 100 000 Kilometern pilotiere ich nun meinen schwarzen 9-3 Vector. Das Auto hat mir noch nie Schwierigkeiten gemacht und die Kundendienstkosten halten sich angenehm in Grenzen. Weder das eine noch das andere kann man von den vier Audi behaupten, die ich zuvor besessen habe, ganz zu schweigen von den VW-, Opel- oder Peugeot-Modellen, die mich in meinem Autofahrerleben bisher begleitet haben.

Es ist schon ein Stück weit absurd: ausgerechnet die Krise unserer Marke hat mich dazu gebracht, letztlich doch endlich einen Saab zu kaufen. Das Angebot war zu verlockend: Der offenbar unter großem Verkaufsdruck stehende Händler im Schwäbischen bot den vollausgestatteten Vorführwagen zu etwa der Hälfte des Neupreises an. Natürlich meldete sich der Verstand: Wenn Saab von der Bildfläche verschwinden würde, wie sollte ich den Wagen je wieder verkaufen oder in Zahlung geben können? Wie würde es mit der Ersatzteilversorgung aussehen? Egal – ich entschloss mich, zuzugreifen und mir damit einen kleinen Traum zu erfüllen. Und bis heute habe ich das noch keinen Tag bereut (was wirklich keine Phrase ist).

Die 150 Turbodiesel-PS sorgen für weitgehend ausreichenden Vortrieb, in den Ledersitzen ruht man perfekt, das Bose-Sound-System steuert immer den richtigen Klang bei.  Die Autos aus Trollhättan haben mich emotional schon seit Jahrzehnten viel mehr angesprochen als andere. Natürlich war es das Design, das mich an Saab zuallererst und schon in jungen Jahren fasziniert hat. Mit der Technik hatte und habe ich es nicht so. Saab stand schon immer für Individualität, das gefiel mir außerordentlich, schließlich habe auch ich meinen eigenen Kopf. Wer gegen den Strom schwimmt, braucht Kraft. Wie passend! Welch großartiger Slogan, der das Saab-Feeling treffend transportiert. In vier meiner frühen Kriminalromane („Albtraum“, „Machenschaften“, „Ballonglühen“, „Epizentrum“) lasse ich den Helden, den Journalisten Jörg Malthaner, ein nicht näher definiertes Saab-Modell fahren. Vor dem geistigen Auge hatte ich dabei immer den 9000. Die Bücher sind längst vergriffen, daher wird man mir an dieser Stelle auch keine Schleichwerbung vorwerfen können.

Mit meinem 9-3 besitze ich ein Auto, das weiß Gott nicht jeder fährt. Nein, ich möchte nicht mit diesen C-Klasse-, A 4- oder Dreier-Fahrern tauschen. Viel lieber würde ich eines schönen, möglichst nahen Tages meinen Sportcombi durch einen fabrikneuen Saab ersetzen. Wie wenig realistisch diese Vision ist, wissen wir alle. Aber Träumen darf man ja noch und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

4 Gedanken zu „Eine Saab Story

  • Schöne Story. Danke dafür. Gelernt ist eben gelernt und ein wenig habe ich mich bei der Geschichte sogar wiedererkannt. 🙂

    • Freut mich!

  • Kann nur zustimmen, eine tolle Geschichte.

    Die Krimis bekommt man übrigens noch als ebook, werde sie gleich mal holen.

    • na, dann geht das ja doch als Schleichwerbung durch….

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