SAAB Werk Quingdao rekrutiert Mitarbeiter

Vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, dass Saab-Geschichte nicht mehr nur in Schweden, sondern auch in China geschrieben wird. In der Qingdao Economic Development Zone entsteht momentan das erste Saab Montagewerk Asiens.

Qingdao Economic Development Zone
Qingdao Economic Development Zone

Das Unternehmen ist ein Joint Venture der Millionenstadt Quingdao mit Saab Produzent NEVS. Gegründet wurde Qingdao Phoenix New Energy Vehicle Co. Ltd im August 2013; das Stammkapital liegt umgerechnet leicht unter 25 Millionen €. Im April wird Stufe 1 der neuen Fabrik fertiggestellt sein und die Montage des ersten Elektro-Saabs beginnen. Die Karosserie dazu kommt aus dem Werk in Trollhättan, die Batterien von der Beijing National Battery Technology Co. Ltd, einem weiteren Unternehmen aus dem Konzernverbund von NEVS Gründer Kai Johan Jiang.

Das neue Werk liegt in Huangdao, einem Stadtbezirk mit mehr als 1.3 Millionen Einwohnern, der als Verwaltungsgebiet zu Quingdao gehört. In der Wirtschaftszone selbst arbeiten mehr als 300.000 Menschen. Im Moment läuft die Rekrutierungsphase,  Qingdao Phoenix New Energy Vehicle Co. Ltd sucht über die Agentur zaopin.com nach einer „größeren Anzahl“ von Mitarbeitern für die Montage.

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Phase 2 des Ausbaus soll im Jahr 2015 abgeschlossen sein, insgesamt sieht der 120 Millionen € umfassende Investitionsplan 4 Ausbaustufen vor. Final soll die Anlage in Quindao neben einer Fertigung auch eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie ein Vertriebszentrum erhalten.

Auf der Website von zaopin.com wird der erste rein elektrische Saab als Produkt von „hervorragendem Handling, Form und Fahrzeugsicherheit“ beschrieben. Die Reichweite soll mehr als 220 Kilometer betragen. Was etwas untertrieben ist, denn mittlerweile kommen aus offizieller Quelle Werte, die noch einige Kilometer mehr versprechen. In Zukunft, so schreibt zaopin.com, wird die Qingdao Phoenix New Energy Vehicle Co. Ltd. die Produktpalette um weitere High  Performance Produkte erweitern und so die Zukunft von Chinas „New Energy“ Automobilindustrie gestalten.

Ganz gleich, wie man zum Thema Elektroauto steht, ob man darin die Zukunft sieht oder nicht, NEVS macht ordentlich Druck. Im April erleben wir zwei weitere Meilensteine in der Entwicklung von Saab. Das erste Werk in Asien und das erste Elektroauto. Kai Johan Jiang schreibt damit ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der Traditionsmarke aus dem Västragötland.

Text: tom@saabblog.net

7 Gedanken zu „SAAB Werk Quingdao rekrutiert Mitarbeiter

  • Wie konkreter wie interessanter !!

  • Gut zu lesen. Natürlich wären mir NEWS von NEVS noch lieber die erzählen wie es hier bei uns weitergeht 😉

  • „Final … eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie ein Vertriebszentrum erhalten“
    Bei solchen Meldungen habe ich immer „Bauchschmerzen“.

    Aber trotzdem Danke, für die Meldung.

    • Kann Deine Bauchbeschwerden verstehen….wenn Wurzeln einer Marke gekappt werden, stirbt die Marke!
      Es entsteht aber auch etwas NEUES. So könnte NEVS auch gedeutet werden….Wir werden SAAB kritisch begleiten dürfen. Z. Zt. sehe ich die Entwiklung eher positiv! Es werden ja auch Job´s in Trollhättan geschaffen!!!!

  • Mich würde interessieren wo die EVs dann für den Europäischen Markt Endmontiert werden? In China wäre ja albern. Oder steht Europa Vertriebs technisch gar nicht mehr zur Diskussion.

    • Zumindest in Schweden soll man im Spätherbst oder Anfang nächsten Jahres das EV bestellen können. Mehr ist nicht bekannt…

  • Europa ist längst nicht mehr die Nummer 1 für SAAB . Wenn man noch etwas bewegen will, dann verlagert sich der Markt, dahin wo Umsatz und Wachstum winken(z.B. China)Bei uns wackeln doch schon ganz andere Marken am LIMIT und die hatten höhere Absatzzahlen. Einige sind mit ähnlichen niedrigen Absatzzahlen schon weg ( Daihatsu/Lancia stirbt/Alfa Romeo fast am Ende). Keiner hatte einen Produktionsstopp!!
    Ich will hier SAAB fahren und nicht in China. Die Zeit nähert sich ,wo ich bei 5 SAAB für mindestens 2 Wagen nun eine Alternative suchen werde. Nur Mittelklasse wird nicht reichen, SUV u. Kompaktklasse braucht man auch, um veränderte Kundenwünsche aufzunehmen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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