Brightwell will auch ein Angebot für Saab abgeben

Nach der Ankündigung des Youngman Angebots, was recht hoch liegt, dachte ich Brightwell würde sich zurückziehen. Falsch gedacht. Zamier Ahmed von der Brightwell Holding sagte heute in einem Telefoninterview gegenüber Bloomberg, man plant in Kürze ein Komplettangebot für Saab abzugeben. Damit haben wir defintiv zwei Käufer die nächste Woche für Saab bieten werden.

Im Gegensatz zu Youngman hofft Brightwell auf GM Lizenzen um auch Saab 9-5 und Saab 9-4x bauen zu können. Youngman hingegen scheint komplett auf GM verzichten zu können.

Rachel Pang hat mit etwas mehr als 550 Millionen € heute kräftig vorgelegt. Aktuell läuft in China ein „Beauty Contest“ in dem sich Youngman der schwedischen Delegation als optimaler Investor präsentieren will.

Brightwell wird nachziehen, mit einem Angebot was höher und einem Konzept was besser sein muss als das der Chinesen. Jetzt kommt die spannende Frage ob unser dritter Investor ebenfalls an die Öffentlichkeit geht und  mitzieht. Oder ob man von Bord geht und die Saab Geschichte zu den Akten legt.

Die Marke Saab ist für Käufer interessanter als man denkt. Das ist gut so. Die nächsten Tage werden spannend. Wir bleiben dran.

Text: tom@saabblog.net

6 thoughts on “Brightwell will auch ein Angebot für Saab abgeben

  • Nach diesen News bleibt mal abzuwarten wer von den vermeintlichen Investoren ausser Youngman noch ernsthaftes Interesse an Saab hat…, nachdem GM anscheinend jedem Investor die Lizenzvergabe verweigert……….. damit dürfte Brightwell nicht gerechnet haben… und dürfte dieser Umstand Youngman und einem vermeintlich interessierten westeuropäischen Autobauer vermutlich leichter fallen dies zu verkraften…………….

    http://www.saabsunited.com/2012/01/gm-will-not-license-to-anyone.html

  • Hie,
    so langsam scheint sich der Kreis zu schließen. Youngman scheint ja tatsächlich ernsthaft an der Automobilproduktion ohne GM-Lizenzen interessiert zu sein. Wie man hört ( Zitat unten von der Life with Saab Plattform ) hat sich Youngman an das Fiat-GM-Powetrain-Projekt erinnert, wo man zusammen einen Dieselmotor entwickelt und sich dann im Streit getrennt hat.

    „Earlier it has been mentioned that Youngman would like to source engines from an Italian suppplier, which could point to Fiat. The diesel engines Saab currently use were developed by a Fiat and GM joint-venture, which would make Fiat diesels easier to adopt to the Saab 9-3.“

    Am Ende kann man vielleicht auf eine gegenwärtige „stille“ Youngman/Fiat Kooperation hoffen, bei der beide Seiten profitieren. Das könnte auch die Zurückhaltung der „dritten Partei“ erklären.
    Youngman setzt die restlichen Interessenten mit der kolportierten 550 Mill. EUR Offerte mächtig unter Druck. Wie man so liest, würden die bestehenden Verbindlichkeiten nahezu abgelöst werden können. Selbst wenn jetzt Brightwell mit staatl. Unterstützung nachzieht, hat die Sache einen Makel. Die Brightwell-Leute haben Victor Muller im Boot. Mal gespannt, wie sich das auf die Sichtweise der schwedischen Administratoren auswirkt.
    Gruß aus Koblenz.
    Peter

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      Hier geht es letztendlich nur darum, wer die sog. tiefsten Taschen hat (das dürfte die schwedische Administration auch so sehen) – ich vermute, dass sowohl Youngman-Lotus aber auch die bisher unsichtbare dritte Partei den türkischen Investoren locker Paroli bieten könnten.

      Bleibt abzuwarten, ob Nr. 3 auch antritt.

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    Ich les‘ täglich die Berichte über SAAB und inzwischen ist das ganze so spannend wie ein Krimi von Henning Mankell oder Stieg Larsson. Ich wünsche mir sehr, das es bei SAAB weitergeht, weil dies auch das erste Auto ist, was bei mir richtige Emotionen geweckt hat. Mein erstes schwedisches Auto war auch nicht schlecht, aber es war halt kein SAAB.

    Nebenbei möchte ich erwähnen, dass die Karossen mit 4 Ringen und dem weiß-blauen Propeller etwa 50 KM Entfernung von mir vom Band gehen, aber ICH würde mir keinen von beiden zulegen.

    Gruß Ralf aus Bayern

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      Die Hersteller dieser Karossen beschäftigen nebenbei zigtausende Mitarbeiter, zahlen Steuern und Sozialabgaben, tragen erheblich zum BIP bei und finanzieren u.a. dadurch auch die Straßen, mit denen Du hoffentlich zufrieden mit Deinem Saab fahren kannst. Das nur mal so nebenbei.

      Gruß von einem sehr zufriedenen weiß-blauen Propellerfahrer, der auch schon schwedische Erzeugnisse genießen durfte.

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    Jetzt wird es richtig spannend.

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