Saab Aktuell: Youngman bleibt dran !

Eigentlich ist der Sonntag nicht der Tag für Wirtschaftsmeldungen aus Schweden. Da aber viele Saab Fans um unsere Marke bangen, gibt es Updates, wann immer sie anfallen. Rachel Pang hat sich über die Presse zu Wort gemeldet und betont, dass sie Youngman nach wie vor als Käufer an der ersten Stelle der Interessenten sieht.

Rachel Pang in Schweden
Rachel Pang in Schweden

Dass die Zeit Zeit drängt, hat man bei Youngman erkannt und deshalb einen Vorschlag zur weiteren Produktion in Trollhättan bereits vor Weihnachten eingereicht. Innerhalb der nächsten zwei Wochen möchte man jetzt eine weitere Zusammenkunft mit den Konkursverwaltern.

Youngman hat in der Vergangenheit viele Millionen in Saab investiert und hat immer Wort gehalten. Daher ist es erfreulich, dass Rachel Pang noch mit an Bord ist, nachdem es in den letzten Tagen sehr ruhig um die Chinesen geworden ist. Zu Recht sieht man sich an erster Stellle, denn man besitzt bereits einige Rechte an der Saab PhoeniX Plattform, die als Sicherheit für Kredite zum Teil von Muller an Youngman verpfändet wurde.

Rachel Pang hat die Lage erkannt, und hoffentlich honoriert der Konkursverwalter das Engagement der Chinesen ! Um so zeitnaher Entscheidungen fallen, um so besser für Saab und die Mitarbeiter.

Text: tom@saabblog.net

13 thoughts on “Saab Aktuell: Youngman bleibt dran !

  • Was für eine Ansammlung von Pseudoninsidern und Hintergrungwissenden.
    Nix von dem was hier gemutmaßt wurde, ist eingetreten und wird eintreten.
    SAAB ist schon lange Pleite – nicht nur, aber auch wegen einer in Schweden ( und bei SAAB ) ausgeprägten verwaltungtechnischen Ignoranz und geistigen Unbeweglichkeit.
    GM wollte sich nur die Schmach des Versagens und die sozialen Verpflichtungen nicht an den Schuh kleben lassen.
    Wahrscheinlich suchten Sie ( mit Billigung der amerikafreundlichen schwedischen Regierung ) einen Dummen, den man im Regen stehen lassen kann.
    SAAB ist Geschichte und die Brösel werden von den gierigsten ( nicht den nettesten ) gefressen.

    Gruß
    GALLIX

  • Es ist interessant zu lesen, wie sehr jeder hier um unsere Lieblingsmarke mitbangt. Der eine spricht sich für die Chinesen aus, der andere hingegen wieder dagegen. Jeder von uns auf dem Blog kennt die Qualität die Saab Autos immer hatten. Und ich hoffe, sollte Saab überleben, ganz egal welcher Käufer es auch ist, dass dem dieses bewusst ist und weiterhin Qualität und Sicherheit im Fahrzeugbau bei Saab ganz oben ansiedelt. Youngman hat jedenfalls bis jetzt voll und ganz hinter Saab gestanden, viel investiert und jederzeit Wort gehalten. Wenn wir China hören, dann denkt jeder an billigstes Plastikspielzeug, mit schadstoffen belastet das nach dem ersten Gebrauch unbrauchbar ist. Aber es geht auch anders. Vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber wenn ich meinen Braun Rasierer anschaue, stört es mich nicht im geringsten, dass er in China produziert wurde. Ich vertraute eben beim Kauf auf den Namen, und sah nicht erst nach, wo er produziert wurde. Viel wichtiger ist es doch, sollte es einen Käufer geben, dass der sich der Premiummarke bewusst ist, und auch dementsprechend wieder Qualitätsautos herstellt.

  • Ich bin für einen Button “bitte eine E-Mail wenn das Drama vorbei ist”, wo ich dann meine E-Mail-Adresse eingeben kann, das hält man ja langsam nicht mehr aus hier. 🙂
    Ach wäre ich froh wenn die Marke überlebt, es wäre schon für die Arbeiter, die Händler und am ende auch für mich wenn ich irgendwann mal zum Saab fahren kommen würde.

    Grüße aus Sachsen

  • Youngman ist Geschichte, die Investitionen sind weg und müssen als Lehrgeld angesehen werden.

    Youngman hatte ein Jahr Zeit gemeinsam mit SWAN und GM eine tragfähige Lösung zu bringen. Man hat auf Zeit gespielt, und darauf gehofft, dass der Einstiegspreis sinkt. Die unlauteren 100%-Spiele mit Hr. Lofalk haben GM in die Totalblockade getrieben. Der Konkurs von SAAB war die Folge.

    Warum in aller Welt sollte man nun Youngman irgendeinen Vortritt lassen. Damit sie dann mindestens 2 Jahre ohne jegliche GM-Duldung mit nur einer Baureihe dahinvegetieren. Welche Auswirkung das auf Personal- und Händlerbestand hat, mag ich mir gar nicht ausmalen.

    Jeder Interessent, der eine Lösung mit 3 Baureihen gemeinsam mit GM hinbekommt, sollte eindeutig bevorzugt werden. Das ist besser für die Marke, für die Mitarbeiter und die Händler. Die Herkunft eines Investors ist dabei nicht relevant.

    Youngman kann nur die letzte Chance für SAAB sein. Die erste Chance für einen Neuanfang ist nicht chinesisch.

    • Vielleicht hast Du recht. Aber was unser lieber Tom mal wieder als einzigster verstanden hat ist dass Youngman Teile von PhoeniX als Sicherheit hat.
      Damit sind die Jungs von Youngman ganz vorne mit dabei und haben einen fetten Trumpf in der Hand. Ich glaube wir können was die SAAB Rettung angeht auch nicht allzu wählerisch sein, oder ?

      • Hallo M850,

        ist das wirklich so mit der Phoenix-Plattform?

        Zitat aus “SAAB Konkurs: Konsequenzen, Chancen, Täter” vom 19.12.11:
        “Beendet ist definitv am heutigen Tag die Ära Swedish Automobile, Youngman und Pang Da. Alle haben Geld im großen Maßstab verloren und auch Victor Muller steht vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Alle Lizenzverträge sind ebenso ungültig auch das Abkommen mit BMW.”

        Welche Rechte hat Youngman wirklich?

        • Leider ja. So wie die EIB Sicherheiten hat und im Falle einer Verwertung bedient werden würde , so hat auch Youngman Rechte an der Plattform. Würde diese verkauft werden würde Younman auf jeden Fall am Ergebnis beteiligt sein.
          So gesehen ist Youngman in der Tat an erster Stelle, ob das gut ist für SAAB oder nicht, das ist eine der Fragen.

  • Die Chinesen sind überall auf der Welt unterwegs, ihre (bald wertlosen) Dollar in Sachwerte zu stecken. Vor allem in Technologie made in europe. Letztens gab es einen netten Bericht über die Einkaufstour der Chinesen bei Solar- und Windenergiefirmen. Die Öl – Scheichs haben das bei VW und BMW doch auch schon gemacht.

    Sie bekommen über diesen Weg zwei “wertvolle” Dinge. Gute Fahrzeugbau- und Produktionsttechnik aus Schweden und einen guten Namen. Und die wollen auch im Fahrzeugbau mitmischen. Doch hier kommen Sie mit einer agressiven Preispolitik nicht mehr so weit. Sie brauchen einen guten Namen.

    Welche Fahrzeugmarken auf der Welt haben das beste Image: Audi / BMW / VW / Mercedes / Volvo und natürlich Saab 😉

    Auch wenn z.B. Franzosen (Renault / Peugeot) oder Skoda gute Autos bauen, der gefühlte (und bezahlte) Wert eines BMW & Co ist höher. Daher bauen die Chinesen die Volvos auch weiter in Schweden. Einen China-Volvo wird keiner kaufen. Und erst recht keinen Chinesischen SingSang, oder so.

    Es stellt sich nun die Frage, was den Chinesen die Technik wert ist. Selbst wenn Sie wohl bei null anfangen müssen, sind sie der Auffassung später damit Gewinne erzielen zu können. Und Geld haben die genug, am Ende der Kette steckt dort eh der Staat hinter.

    Ich könnte mir gut Vorstellen, dass Sie bei Saab das geleiche machen wie bei Volvo, Zusammenbau der Fahrzeuge in Schweden und die Komponenten in China oder sonstwo produzieren.

    Warten wir es ab, es bleibt spannend.

  • Hallo Tom.

    Was ich nicht verstehe,warum halten die Chinesen so am Saab Kauf fest(finde ich toll),wo Sie doch wissen,daß GM nicht an China verkaufen will.
    Bitte beantworte mir diese Frage.

    Danke für deinen tollen Blog und liebe Grüße aus der Steiermark

    Klaus

    • Ich denke sie wollen nur den 9-3 bauen und auf 9-4x und 9-5 verzichten. Mit dem 9-3 soll die Fabrik gesichert werden bis SAAB eigene Produkte entwickelt hat.

    • Hallo Klaus. Den aktuellen Vorschlag von Rachel Pang kennen wir nicht. Aber es ist in etwa so, wie von Saab900 geschrieben. Für den 9-3 rechnet man mit Zustimmung aus Detroit, da die Basis als veraltet gilt. Damit möchte man eine Produktion sichern, bis in zwei Jahren die neuen, lizenzfreien Modelle kommen.

    • Das mit den Rechten an was und GM wirklicher macht ist ein Zweischneidiges schwert.
      Zum einen Pflegen ja die Amis einen ungehinderten Handels einzufordern, anderseits wollen sie das meist nur in eine Richtung.
      Erstens GM weigert sich wegen der Nationalität.
      Das könnte für die USA gravierende folgen haben ( nicht nur für GM), was aber wiederum vom Stand Youngmanns von der chinesischen Regierung abhängig ist.
      Mal durch die Reden des letzten Parteitages der KP Chinas gelesen.
      China hat heute genug Macht um ein Wirtschaftschaos in der westlichen Welt anzurichten.
      ( Hast du ne Ahnung was die an USA Staatsanleihen bunkern??)
      Möglich währen auch Strafzölle als Antwort ( siehe Stahlkrieg vor paar Jahren)
      Da hat man von Seiten der USA schnell eingelenkt.
      Bei sagen wir mal 50 % Einfuhrzoll auf GM Erzeugnisse in die VR China, werden die ihre Meinung garantiert überdenken.
      Und Momenta schwimmt ja ihre Macht auch bei anderen Herstellern davon.
      Auch in Rüsselsheim soll ja nicht alles so glatt laufen.
      Vielleicht sind wir schneller auf dem Punkt von 2009 als manche so denken.
      Ja und die Chinesen, ich denke die wollen mit einer Marke, sicher den Fuß in Europa, in die Tür bekommen.

      MfG
      gunter

  • Wenigstens zum Sonntag eine gute Meldung. 🙂

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