SAAB Wochenende. Wahre Helden.

In Bamberg stand ein Saab 900 Turbo 16 S zum Verkauf. Ein Artikel über ein (Fast-) Drama und ganz offen eine Schande für die Saab Gemeinde. Kein freundlicher Artikel also, den ich heute schreibe. Wer das nicht lesen will, der sollte jetzt abbrechen. Hier die Details zum angeblich so begehrten Kult -Saab. Letztes Produktionsjahr, zwei Vorbesitzer. Lückenlose Saab-Historie in der legendären Saab Farbe „odoardo-grau“. Unverbastelter Zustand, Lederausstattung mit Wildleder-Applikationen und den begehrten, weil raren, Ledereinsätzen in den Türen. Seltene Saab Zusatzinstrumente, die mit dem Original Saab-Schriftzug, im Cockpit.

Das interessanteste Angebot bei Mobile.de: Saab 900 Turbo 16 S
Das interessanteste Angebot bei Mobile.de: Saab 900 Turbo 16 S

Das Airflow-Kit ist komplett, der Motor mit Red-Box und das Getriebe sind im Top Zustand, die Karosserie braucht, dem Alter entsprechend, Zuwendung. Es sind die üblichen Stellen, die auch dickstem Schwedenstahl nach 20 Jahren zu schaffen machen. Da wäre ein  Achswellentunnel, für das es von der Saab Parts AB seit einiger Zeit wieder Reparatur-Sets gibt, ausserdem Aufnahmen der Federbeine, die Türen und die Haube. Nichts ist, und das macht den Saab so interessant, in einem Zustand, als dass man nicht mit vertretbaren Aufwand das Original-Blech überholen könnte. Und ein Schiebedach hat er natürlich auch noch, und als Zugabe bekommt man noch zusätzlich Winterreifen auf Originalfelgen und ein Original Holz-Armaturenbrett. Rechnet man den Wert von Zusatzinstrumenten, dem zweiten Felgensatz und dem zweiten Armaturenbrett raus, kommt man auf einen lächerlich niedrigen Fahrzeugpreis.

Ein Kult-Saab, der Begehrteste überhaupt, zum realen Preis und mit kalkulierbaren Aufwand zur Restaurierung. Sollte eigentlich kein Problem sein, einen Käufer zu finden, der Geld und Zeit investiert, um den 900 Turbo zurück auf die Straße zu bringen ! So dachte ich mir, nachdem das Saab Zentrum Bamberg die Anzeige geschaltet hatte. Ich konnte nicht ahnen, wie sehr ich mich irren sollte !

In drei Tagen hatte das Inserat gut 900 Zugriffe und lag damit in der Statistik von Mobile.de am ersten Platz der Automobilinserate im Umkreis von 100 Kilometern. Ein 20 Jahre alter Saab ist begehrter als alles, was rund um Bamberg sonst verkauft wird. Verrückte Welt !

Dann allerdings folgte ein Trauerspiel für die Saab Gemeinde. Ralf Muckelbauer, mit dem ich regelmäßig telefoniere, bekam in den folgenden Tagen 200 (!) Mailanfragen und Telefonate im Minutentakt. Interessenten schickten Mails, die mehr Fragebögen als Anfragen entsprachen, und viele Fans – sind es wirklich Fans – erwarten scheinbar für deutlich unter 4000,00 € einen 20 Jahre alten Neuwagen. Im Jahr 1993 liefen gut 500 Saab 900 Turbo 16 S in Serienversion vom Band in Trollhättan. Trotzdem wollten „Fans“  den 900 Turbo – einen der Letzten, der im Serientrim vor den Last-Run Modellen gebaut wurde – schlachten. Oder wollten nur die Innenausstattung, das seltene Leder oder nur die Zusatzinstrumente.

Ein unglaubliches Trauerspiel, andere Worte fallen mir nicht ein, das sich in den letzten Wochen rund um den Saab ereignete. In Bamberg wuchs der Frust, und es ist die Frage, was mache „Freunde“ der Marke erwarten. Wäre es kein Saab, sondern ein  Porsche, BMW  oder Mercedes, dann wäre dieses Auto schon längst zum Restaurieren gewandert. Vor einigen Tagen haben Ralf Muckelbauer und ich mal wieder telefoniert und dabei auch über den 900 gesprochen.

Wie der Zufall es so wollte, waren Freund Marco und ich am Abend vorher mit einem jungen Saab Fan bei unserem Lieblingsitaliener. Dort erzählte er uns, dass er einen Saab 900 sucht, und so waren wir am Samstag zusammen in Bamberg und haben den 900 angeschaut.

Was soll ich sagen ?  Es gibt sie noch, die wahren Helden ! Der Saab 900 Turbo 16 S wechselte am Samstag noch den Besitzer – ohne langes Gerede und Gefeilsche übrigens – und wird Stück für Stück wieder aufgebaut. Unser junger Saab Fan hat einen seltenen Saab gerettet und mir ein kleines Stück den Glauben an die Fans zurückgegeben.

SAAB 900R auf der Rundstrecke in Hockenheim
SAAB 900R auf der Rundstrecke in Hockenheim

Gut gegangen, gerade noch mal so ! Wenn wir nicht lernen, besser mit den Zeugen der Saab Geschichte umzugehen, dann werden wir irgendwann keine alten Schweden mehr in unseren Kreisen haben. Denn das Drama rund um den 900 Turbo 16 S ist kein Einzelfall. Leser erinnern sich bestimmt an den Saab 900R, der zum Verkauf steht. Die Geschichte dort ähnelt dem von Bamberg, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen. Das Einzelstück, ein Saab mit Rennhistorie und spezifischer, deutscher Saab Vergangenheit, wäre fast für immer verloren gewesen.

Erst in letzter Minute hat sich ein Käufer aus Deutschland gefunden, der den Saab, alle Teile und die kompletten Entwicklungs – Unterlagen übernehmen wird. Er will den Saab neu aufbauen, und Konstrukteur Uli Weinmann wird ihn dabei unterstützen. Der Saab 900R soll dann wieder an die Öffentlichkeit kommen und auch auf Saab Veranstaltungen zu sehen sein.

Auch dieser Käufer ist einer der wahren Helden ! Handelt, statt in irgendwelchen Foren oder Stammtischen ewig zu diskutieren. Wer meint, dass in diesem Fall ein Saab Fan eingesprungen wäre, der irrt. Der Käufer kommt nicht aus der Saab Gemeinde.

Text: tom@saabblog.net

Bilder: saabblog.net

17 Gedanken zu „SAAB Wochenende. Wahre Helden.

  • Das erinnert ja schwer an die Volvo Szene…. wehe du willst einen seltenen und guten Volvo an den Mann bringen.
    Da darfst du dir ganze Märchen, Sagen und Geschichten anhören, spätestens beim Preis hört dan die Träumerei auf. Den ein rostfreier Volvo 240 BJ 1991 mit Klima, Automat, ABS, El Scheiben und Tempomat in schönem Zustand sollte doch um sFr. 1500.– zu haben sein… ach aber inseriert ist er doch für 3500.–

  • Schön auf den Punkt gebracht. Der reale Wahnsinn der sich zur Zeit oft um gesuchte Autos abspielt. In einem Forum wurde vor gut 3 Wochen als der graue ehemalige Tour Combi auftauchte wenn ich mich recht erinnere sinngemäß geschrieben, man könne wohl für ein solches Auto nicht mehr als 25.000 Euro erzielen. Absolut lächerlich und mit dem Wissen von heute zu welchem Preis dieses Auto den Besitzer gewechselt hat und was für Angebote den Besitzern dieser absolut raren Autos gemacht werden kann man nur den Kopf schütteln. Ob man bei solchen Anfragen dann noch über Fans der Marke und Kenner sprechen kann sollte jeder für sich entscheiden.

  • Danke für einen unangenehmen Artikel, der alles sehr treffend beschreibt. Es passt zu den Erfahrungen die wir mit dem Verkauf unseres Ersthand 900 S Cabriolets BJ 1990 vor Jahren gemacht haben. Angebliche Fans die zum halben Preis uns von unserem Saab erlösen wollten. Dann kam ein älterer Herr, zahlte ohne Verhandlung und fährt den 900 noch heute. Im Rückblick hat er, wir haben immer noch netten Kontakt, das beste Geschäft seines Autolebens gemacht.

  • Der Käufer kann nur beglückwünscht werden, er hat clever gekauft. Ziehe ich die extra Felgen, Holz und Zusatz Instrumente ab, dann hat der SAAB weniger als 3 Scheine gekostet. Ein Turbo 16 S zu diesem Preis, egal welcher Zustand und dann noch letztes Bj. Wahnsinn!!!
    Frage mich nur was die anderen „Fans“ erwartet haben.

  • Die Typen, die Tom beschreibt, gibt es wohl in jeder Branche. Ich habe sowas mal beim Bootsverkauf erleben müssen. Da kamen Leute, die waren derart am rumnölen, dass man froh sein musste, wenn die es geschenkt nehmen. Das habe ich jeweils nicht lange mitgemacht und die Typen von Bord geschickt – worauf sie sehr entrüstet waren. Letztendlich haben wir auch unseren „Helden“ gefunden.

    Es gibt allerdings auch Fälle ( dazu gehört der 16 S oben natürlich nicht), da wittern Händler Morgenluft und haben das Eurozeichen in den Augen. So sah ich mir Ende 2012 einen 9000 Anniversary bei einem bekannten SAAB-Haus an, der 4 Scheine kosten sollte. Die Fotos sahen nett aus.
    Angepriesen als Nichtraucher, keine Kinder, keine Tiere…Das nützt aber nichts, wenn der Vorbesitzer Schwergut auf der Rückbank transportiert, das Löcher in den schönen Anniversary-Polstern hinterläßt! Außerdem hatte der arme Wagen mal heftig auf die Mütze bekommen. Das Dach war dick gespachtelt, wie man an einer losen Stelle sehen konnte. Die Motorhaube mit der Sprühdose nachlackiert und trotzdem rostig. An den Seiten waren Dellen, die von Höhe und Eindrücktiefe nicht von Einkaufswagen stammen konnten. Der Verkäufer wollte schon die roten Nummern holen, aber ich habe ihn gestoppt. Ein Blick in den Motorraum und unters Auto, da hatte sich der Fall erledigt, Probefahrt überflüssig! Die braune Pest hatte schon ganze Arbeit geleistet und der gesamte Antriebsstrang hätte neu verpackt werden müssen.
    Da muß man nicht mehr handeln und sich nicht lange ärgern – in den eigenen schönen SAAB steigen und die Rückfahrt genießen.

  • Tolles Auto in meiner Lieblingsfarbe. Das Fahrzeug hat es sogar bis in die ausländischen Saabforen geschafft. Der Preis erscheint mir mehr als fair. Glückwunsch an den neuen Besitzer !

  • Ich habe das Inserat auch gesehen und konnte mir sofort lebhaft vorstellen, dass das bei dem Modell und dem Preis ein echter Freakmagnet sein muss. Natürlich gibt es die Leute, die für weniger als 4000 Euro einen Neuwagen erwarten. Völlig abgesehen von denjenigen, die nur mal so aus Neugierde anrufen, um dann am nächsten Saab-Stammtisch davon erzählen zu können.

    Aber ich finde, dass man das Ganze fairerweise auch aus der Sicht des Interessenten sehen muss. Das Auto war bei einer Fachwerkstatt inseriert, die einen guten Ruf hat. Gerade weil es sich um eine kundige Verkaufsadresse handelte, hätte ich auch unterstellt, dass der 16s nicht grundlos für unter 4000 Euro inseriert ist, und mich nach den Mängeln erkundigt. Hat also alles seine zwei Seiten.

    Der Inseratstext war wenig informativ, die wenigen Bilder gaben auch keinen wirklichen Aufschluss. Wenn jemand so ein Inserat liest, der vielleicht etliche 100 Kilometer entfernt wohnt, finde ich es in Ordnung, wenn er sich vorher ausführlich nach dem Zustand des Autos erkundigt und auch Detailfragen stellt. Nur weil jemand detailliert nach Mängeln fragt, heißt da ja noch nicht, dass er erwartet, dass keine Mängel vorhanden sind. Und es gibt eben auch die umgekehrten Leidensgeschichten von Leuten, die geblendet von schicken Fotos durch die ganze Republik fahren und dann vor einer Grotte stehen.

    Ebenfalls in Ordnung finde ich es bei einem ernsthaften Kaufinteresse, wenn der Kaufinteressent den preislichen Verhandlungsspielraum schon am Telefon klären will, weil klar ist, dass kein Verkäufer besonders verhandlungsbereit ist, wenn er weiß, dass der Kunde gerade von Flensburg nach Garmisch gegurkt ist und das Auto sowieso kauft.

    Was ich allerdings wirklich für eine Unart halte, sind ellenlange E-Mails mit Fragelisten und die damit verbundene Anspruchshaltung. Wenn ich an einem Auto interessiert bin, rufe ich an. Und dann geht es beim Telefonat erst einmal nicht darum, ob am Auspuffendtopf Spuren von Flugrost zu erkennen sind, sondern darum, dass Verkäufer und Kaufinteressent einen Eindruck voneinander bekommen und grobe (!) Mängel des Autos abgeklärt werden. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mich erstens an seriöse Adressen zu halten und zweitens möglichst offene Fragen zu formulieren à la „Können Sie absehen, was für größere Reparaturen da anstehen? Sehen Sie an der Karosserie Handlungsbedarf?“ Ggf. kann man dann immer noch FRAGEN, ob man eine E-Mail mit einigen Detailfragen schicken DARF.

    Aber letztlich gilt: Auf die Ferne kann man niemals vom Gebrauchszustand des Zigarettenanzünders bis zum Zustand des Achswellentunnels alle Details klären. Letztlich muss das Gefühl stimmen, und es muss sich ein Grundvertrauen zwischen Verkäufer und Käufer einstellen. Meinen 9000 habe ich nach einem 20minütigen Telefonat blind gekauft. Die einzigen Bilder hatte ein Freund mit einer Handykamera gemacht, als er das Auto zufällig auf dem Hof entdeckte. Und die letzte Frage, die ich dem Geschäftsführer des renommierten Saab Zentrums stellte, war diese: „Sie haben ja einen guten Ruf in der Szene. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, so gut kenne ich mich nicht aus. Deshalb frage ich Sie jetzt einfach ganz direkt: Kann ich das Auto mit gutem Gewissen kaufen?“ Daraufhin zählte er mir nochmal auf, was man aus seiner Sicht noch machen könnte oder sollte, und sagte: „Ja, wenn Sie mich fragen: Den kann man kaufen.“ Kurz darauf habe ich das Fax mit der verbindlichen Kaufabsichtserklärung losgeschickt und bis zum Tag der Abholung keinen Zweifel daran gehabt, dass ich mich auf die Aussagen verlassen kann. Das Vertrauen wurde nicht enttäuscht.

    So übel ist die Saab-Gemeinde also nach meiner persönlichen Erfahrung nicht. Auf Verkäufer- wie auf Käuferseite.

  • In gewisser Weise kann ich die „Fans“ verstehen:
    – die wahren Fans haben sich bereits alle schon einen Saab900-Schatz zugelegt und man hat ja nicht Platz für alle angebotenen Schätze
    – ich weiß mittlerweile die Vorzüge des 9k im Vergleich zum 900 zu schätzen, deswegen hab ich mich aktiv gegen einen schicken 900er entschieden und ich kann mir gut vorstellen, dass einige andere „Fans“ genauso denken

    Die Nasen, die da dann anrufen und den Preis drücken, sind meiner Einschätzung nach Händler, die irgendwie auch über die Runden kommen müssen und bei so einem „Kult-Auto“ die Gewinnspanne maximieren wollen.

    Insgesamt kann ich (!) also das Verhalten nachvollziehen, auch wenn es schade ist für die „Kult-Objekte“, ABER auf der anderen Seite geht es hier doch nur um Autos – so sehr ich mit der Automarke Saab verwurzelt bin -, denn die Menschen hinter dem Lenkrad oder deren Name im Kaufvertrag stehen sind mir immer noch wichtiger als unsere „Schätze“ 😉

    allzeit gute Fahrt!
    SeSi

  • Ich habe einen SAAB 900 Turbo S Baujahr 1991. Ich bin Erstbesitzer, der Wagen wurde immer gemäß Anleitung von einem Fachbetrieb gewartet – hat insgesamt 96.000 km gelaufen – soweit ich weiß und es erkennen kann, hat der Wagen keinerlei Rostansatz. Das Fahrzeug ist quasi ein „Hobby“ und steht ganzjährig in einem gutbelüfteten Car-Port. In den letzten Jahren habe ich meinen Saab 900 Turbo S etwa 3.000 bis 4.000 km pro Jahr gefahren; ich habe noch einen weiteren Wagen zum täglichen Gebrauch. Nach 22 Jahren denke ich langsam daran, das Saab-Hobby wegen fortgeschrittenen Alters aufzugeben. Ich biete somit das Fahrzeug zum Kauf an.

    Bitte über den Blog melden!!!

    • Dann trag ich mal in die Liste mit ein … wo steht denn das Auto?

      @Tom – bitte an Hans-Henning weiterleiten

      • Steht im Norden… Ich leite alle Anfragen weiter 🙂

        • Jetzt wird man hier wieder zu Sachen verleitet, über die man gerade hinweg war.

          Menno.

          🙂

  • Wow! Klingt nach nem Traum … über mangelnde Nachfrage solltest Du Dich nicht beklagen können.

  • Moin Tom,

    bin ebenfalls aus dem Norden und an einem wirklich guten 900 Turbo 16 S interessiert. Deshalb bitte auch meine Anfrage weiterleiten – Danke !

    Beste Grüße
    Christian

    • Lieber Christian, mache ich gerne. Bitte schicke mir Deine Telefonnummer per Mail.

  • Hallo in die große Saab-Runde,

    bin ich froh, dass im Zusammenhang mit dem Bamberger Turbo mittlerweile eine etwas differenzierende Sichtweise eingekehrt ist ! War nämlich auch unter den „Spezialisten“, die sich auf die Annonce hin beim Autohaus gemeldet hatten. Herr Muckelbauer war ausgesprochen freundlich und hat meine – allerdings wenigen – Fragen kompetent und offensichtlich ohne zu beschönigen beantwortet. Ohne Einschränkung: Absolut seriös ! Aber zumindest ich kann nicht kurzfristig 500 Kilometer und zurück fahren, um mir ein Auto anzuschauen – erst recht nicht, wenn zuhause vier Kinder „betüttelt“ werden wollen. Also hatte ich mittelfristig für den kommenden Samstag die Tour nach Bamberg eingeplant. Doch jetzt ist der Wagen verkauft – glücklicherweise in offenbar gute Hände, aber eben bezeichnenderweise an jemanden, der auf die Schnelle vorbeifahren konnte. Hätte der 900er z. B. in Hannover gestanden, wär`s vielleicht anders gelaufen…

  • Generell sollte es gerade bei Klassikern wie dem 900 einfach wieder selbstverständlich werden, alle(!!) dem Verkäufer bekannten(!!) Mängel im Anzeigentext zu erwähnen. Das erspart schon im vorraus viele Fragen. Schliesslich will ein Käufer ja eine Gesamtkalkulation erstellen. Ich habe es oft erlebt, dass offensichtliche Mängel verschwiegen wurden und hätte mir eine lange Anfahrt letztlich ersparen können. Das prägt und macht bei der nächsten Anfrage umso misstrauischer. Leider bekommen die Händler, die ein ehrliches Auto anbieten durch die vielen schwarzen Schafe in der Branche viel von dem Missttrauen ab, dass sich durch mangelhafte Fahrzeugbeschreibungen und erlebte Enttäuschungen bei den Interessenten als Frust angestaut hat.

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