Mehr C5 wagen – neuer Citroën C3 Aircross (2024)

Citroën hat erst mit der Auslieferung des überarbeiteten C3 Aircross begonnen, schon macht der Nachfolger von sich reden. Erste Bilder eines noch gut getarnten Prototyps wurden in Indien gemacht. Mittlerweile scheint klar, der für 2024 erwartete neue C3 Aircross wird sich in Richtung des größeren C5 Aircross entwickeln. Während der jetzige kleine C3 Aircross noch eine Mischung aus kleinem Van und urbanem SUV ist, geht der Weg ab 2024 eindeutig in Richtung SUV. Aber, der neue C3 Aircross soll nicht ein anderes, beliebiges kleines SUV werden. Er soll die Citroën typische Cleverness behalten.

Citroën C3 Aircross (2022)
Citroën C3 Aircross (2022)

Weg vom Minivan, hin zum SUV

Mit dem 2017 neu eingeführten C3 Aircross war es der Marke wichtig, nicht die angestammte Kundschaft des C3 Picasso zu verlieren. Wer mit dem erfolgreichen Minivan unterwegs war, der sollte sich auch im neuen Aircross willkommen fühlen. Es entstand ein polarisierender Spagat zwischen cleverem Van und kleinem SUV. Widersprüchlich, sicher nicht den Geschmack von jedem treffend, aber doch mit seiner intelligenten Variabilität ein typischer kleiner Citroën.

C3 Picasso Minivan von Citroën
C3 Picasso Minivan von Citroën

L´Automobile zeigt jetzt eine erste Grafik, wie der kleine Aircross 2024 aussehen könnte. Die Marke mit dem Doppelwinkel schrumpft dafür den großen C5 Aircross und herauskommt ein kleiner Bruder. Das sieht auf den Grafiken gut aus, Citroën würde damit in eine bisher von der Marke nicht bespielte Nische vorstoßen. Dort, wo Lokalrivale Renault seit Jahren beste Geschäfte mit dem Captur macht.

C3 Aircross (2024) - Photo Credit L `Automobile
C3 Aircross (2024) – Foto Credit L`Automobile

C5 wagen – aber die Variabilität bleibt

Es soll so sein, dass der neue C3 bei aller Anlehnung an das große SUV seine in dieser Klasse bisher unerreichte Variabilität beibehalten soll. Dazu würde die verschiebbare und umklappbare Rücksitzbank gehören, die auf kleinstem Raum größte Flexibilität bereithält. L´Automobile vergleicht den neuen Citroën deshalb mit dem längst nicht mehr produzierten Skoda Yeti.

Dessen Fans trauern dem auf dem SUV Altar geopferten Auto und seiner Robustheit und Variabilität bis heute dicke Tränen nach.

C5 Aircross (2022)
C5 Aircross (2022)

Der Citroën C3 Aircross (2024) wird im Unterschied zum aktuellen Modell als Mildhybrid mit 48 Volt Technologie und auch mit einem rein elektrischem Antrieb angeboten werden. Der neueste Beitrag von Citroën liefert dann auch die technische Basis für die nächste Generation des Opel Crossland.

Bilder Citroën Communication (3) und L´Automobile (1)

7 thoughts on “Mehr C5 wagen – neuer Citroën C3 Aircross (2024)

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    Auf dem SUV-Altar geopfert …

    Das ist wieder ein typischer Tom und für mich ein Schlüsselsatz.
    Fahre zufällig gerade selbst ein geliehenes SUV, weil der Saab 9-5 SC in der Werkstatt weilt. Der 9-5 SC hatte in allen Vergleichstests seiner Klasse immer den kleinsten Kofferraum. Die von Volvo, Audi oder Mercedes waren etwas oder gar deutlich größer …

    Im Vergleich zu den meisten SUVs von heute, ist der SC-Laderaum aber riesig …

    Guckt man sich die Seitenlinie von Aircross und Picasso an, fürchte ich, die Reise geht weiter in diese Richtung. Kofferraum, Ladekapazität und Nutzwert werden immer unwichtiger.

    Das mag so sogar zutreffen und dem Geschmack der Mehrheit potentieller Käufer entsprechen. Dann folgt es auch einer inneren Logik oder ganz einfach den Gesetzen der Marktwirtschaft. Ist schon okay, oder eben auch nicht …

    Ich finde es reichlich inkonsequent von uns Käufern, wenn wir unsere Transportbedürfnisse reduzieren, uns beliefern lassen und in den Urlaub fliegen (statt zu fahren) und trotzdem noch relativ fette Autos kaufen …

    Wer aufgrund seiner modernen und zeitgeistigen Lebensführung keinen großen Kofferraum braucht, sollte heute auch nach dem kleinstmöglichen Neuwagen schielen, der die Bedürfnisse mit möglichst kleinen Außenmaßen, einem niedrigen Leergewicht und Einsatz an Ressourcen deckt.

    Es läuft aber umgekehrt. Wir lassen uns die neue Waschmaschine, Getränkekisten und auch sonst alles ganz einfach liefern, fliegen in den Urlaub und brauchen kein Kofferraumvolumen mehr. Das nehmen die Hersteller gerne zur Kenntnis. Und doch werden die Autos größer und schwerer. Nach meinem persönlichen Geschmack läuft da etwas nicht so ganz optimal, um es mal vorsichtig zu formulieren …

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      Sehe ich nicht unbedingt so. Citroën bietet Fahrzeuge mit einem hohen Nutzwert an. Das ist das, was die Kunden fordern. Der neue C3 Aircross wird die Erwartungen bedienen, da bin ich mir sicher. Auch da wird wenig Raum sehr viel Platz bieten 😉

      Für Menschen und Transportaufgaben. Ist halt ein Citroën.

      Generell aber, jenseits des Doppelwinkels, stimme ich Ihnen zu.

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        Bin kein Experte und kein Citroënist,

        aber ich habe den Eindruck, dass auch Citroën in gewisser Weise dem allgemeinen Trend folgt …

        Von der DS über den CX bis zum XM hatte man Fließhecks und große Kombis im Angebot. Mit dem C5 der ersten Generation dann eine konventionelle Limousine neben einem noch immer großen und praktischem Kombi. Mit der 2. Generation C5 wurden die Autos optisch noch gefälliger, beliebiger und auch 100 kg schwerer. Habe die Zahlen nicht, aber augenscheinlich sind der Kofferraum und die Heckklappe vom ersten C5 (Break) deutlich größer, obwohl das Fahrzeug leichter ist. 5 Sterne im Crash-Test haben aber beide Generationen …

        Citroën war einst eine Marke, die gegen den Strom geschwommen ist, echte Alternativen gebaut hat, die in Technik und Design eine Vielzahl an Modellen mit echten Alleinstellungsmerkmalen hatte …

        Das sehe ich so heute leider nicht mehr. Man konkurriert als einer von vielen Fischen im Teich darum, dem Mainstream ein wenig näher zu kommen, ein wenig gefälliger und kostenoptimierter unterwegs zu sein, als die globale Konkurrenz von 1.000 anderen Fischen. Das mag heute in der Automobilindustrie “alternativlos” der richtige Weg sein, produziert aber eben auch keine echten Alternativen mehr, sondern nur noch Kaufoptionen unter 1.000 anderen. Gerade mit Blick auf Citroën schmerzt mich das …
        Welcher Hersteller sonst hatte je so viel Rückgrat, war so eigenwillig und besonders?

        Kein anderer, altehrwürdiger und noch immer existierender Automobilhersteller hat diese enorme Fallhöhe von wirklich ganz besonders bis nahezu vollständig beliebig, wie diese große, alte und traditionsreiche Marke …

        Mir persönlich ist es zu wenig, wenn Citroën sich im Mainstream mit Kostenoptimierung und Fertigung in China selbst ein Sprungtuch ausbreitet und auf sanfte Landung hofft. Wo bleibt denn da der Charakter der unbeugsamen Gallier, den ich seit meiner Kindheit so sehr schätze?

        Ich hätte lieber eine 2CV, einen R4, einen R5 Turbo, als einen C3 Aircross. Von einem Citroën Avant Traction (am liebsten der kurze Zweitürer), einer DS (beliebig als Cabrio, Limousine oder Break), dem SM oder einer CX (auch in beliebiger Form) mal ganz zu schweigen. Peugeots fielen mir auch noch ein …

        Wenn ein Automobilhersteller und eine große Nation des Automobilbaus mehr historisch motivierte Begehrlichkeiten weckt, als aktuell und gegenwärtig zu begeistern, weckt das bei mir Zweifel, ob man im Strom auch den richtigen Wasserweg und Nebenfluss gewählt hat, um zu laichen? Man kann genauso gut in der Masse mitschwimmen, wie auch sang- und klanglos in ihr untergehen und einfach gefressen werden.

        Ob da ein paar intelligente und meinetwegen französische, aber in China gefertigte Details mittelfristig den Unterschied machen? Ich habe da so meine Zweifel …

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    Schade, dass es keine kleineren Vans von Citroën mehr geben wird. Bleibt nur der Berlingo und der große Spacetourer. Vermutlich ist das Segment tot, alle Kunden wünschen SUV.

    Auch Citroën muss mit der Mode gehen. Wenn es nach wie vor intelligente Besonderheiten geben wird, komme ich auch damit klar 😉

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      Ja, seh ich ähnlich.
      Ich finde auch “Minivans”, “Familien-Kastenwagen” o.ä. und sogar auch teils noch Kombis meist wesentlich sinnvoller als olle SUVs.
      Schade, dass sie wohl aber eher “aussterben”.
      (und irgendwie fand ich auch, dass unsere früheren Fließheck-9000`er die “perfekte” Lösung waren)

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        Hier sprechend die SUV-Nutzer 😉 , also der von Tom beschriebenen Wagenklasse würde ich das Prädikat SUV eh absprechen, der 9-7x ist einer, der 9-4x schon mit Abstrichen. Das Marketing der Firmen liefert den Umweltbewegten doch nur Argumente das zu viele SUV produziert werden, wenn sie Klein- und Mittelklassewagen mit Allrad als SUV bezeichnen.
        Der Aircross von 2022 sieht ja grausam aus, der C3 Picasso hat ja wenigstens eine Form.
        Aber Fließheck ist sicher die Variante welche für die meisten Nutzungen den optimalen Kompromiss darstellt. Das der 9000er die perfekte Lösung ist kann ich unterscheiben. Er ist nach wie vor für mich das Refernzauto in der gehobenen Mittelklassen aber auch der 900NG/9-3OG sind mit ihrem Fließheck und ihrem kompaktem Aufbau universell nutzbar. Gegenüber dem 9000er finde ich die Form noch stimmiger und halte den Entwurf für eine der stimmigsten aller Zeiten. Das möchte ich von den C3 aircross 2022 und 2024 nicht behaupten, die sind für mich vom Design her beliebig. Doppelwinkel weg und ein beliebiges anders Emblem drauf und schon ist es als Citroen nicht mehr erkennbar. Wird ja vermutlich auch passieren, die Basis des C3 findet doch bestimmt auch als Peugot verwendung.

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          Gute Diskussion. Wie schrieb der Autor? Polarisiernder Spagat. Man muss den aktuellen C3 Aircross nicht gut finden, aber ich finde den Wiedererkennungswert hoch. Der Opel, auf gleicher Plattform, hat keine erkennbare Ähnlichkeit.

          Aber ja, das Fließheck wäre es. Ich wünsche mir vom Autor ein Test des C5 X, und habe es ihm auch geschrieben. Vielleicht werden Leserwünsche Wirklichkeit?

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