Erste Bilder – so sieht der neue Citroën 2CV Van aus!

In der Lombardei steht der Brutofen für die neue Kastenente. Die Carosserie Caselani, die unter Citroën Lizenz den neuen 2CV Van auf die Welt bringen wird, versorgt die Fans in den sozialen Medien mit Bildern. Spärlich – aber fein dosiert. Und auch mit sonstigen Informationen hält man sich dezent zurück. Unklar bleibt die Motorisierung. Kommt der der legitime Nachfolger der 2CV Fourgonnette rein elektrisch, oder auch mit Verbrennermotoren? Beides wäre auf der Stellantis Plattform möglich.

Erste Bilder vom 2CV Van in den sozialen Medien
Erste Bilder vom 2CV Van in den sozialen Medien

Auch die Preisfrage bleibt offen, die Fans müssen geduldig sein. Das dürfte schwerfallen, schaut man auf die ersten Fotos. Das Design ist die Neuinterpretation des 2CV, und es ist gelungen. Der neue Citroën 2CV Van könnte die Basis für kleinere Camper, Familien-Vans und Transporter bieten.

Wellblech-Design - ziemlich cool
Wellblech-Design – ziemlich cool

Jede Menge Wellblech Design machen die Neuerscheinung cool und unterschiedlich von dem, was auf den Straßen sonst noch zu sehen ist. Setzt Caselani auf das Advanced Comfort Fahrwerk des Berlingo, dann wird es zwar kein Originales 2CV Gefühl geben, aber etwas, was typisch Citroën und nahe dran ist.

Authentisches Design - typisch 2CV
Authentisches Design – typisch 2CV

Den ersten, spontanen Test im familiären Kreis, unter Wellblech Fans, hat der Caselani 2CV Van auch schon bestanden. Wo und wann zu kaufen, und zu welchem Preis? Retro kann schön sein, wenn es gut und authentisch gemacht ist. Citroën Fans warten jetzt auf offizielle Bilder und auf die Preisliste. Und sind gespannt, ob es den Retro Van auch in Deutschland geben wird.

Bilder von Carosserie Caselani

9 thoughts on “Erste Bilder – so sieht der neue Citroën 2CV Van aus!

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    Optik, Optik, Optik …

    Schließe mich Artikel und Kommentaren an. Mir kommen aber auch zwei, drei kritische Gedanken zum Umgang der Automobilindustrie mit dem Thema Retro …

    Technik, Technik, Technik …
    Kaum ein Retro-Design steht auf einer sinnvollen Platform, ist auch in Sachen Nutzwert versus dem Einsatz von Ressourcen seinem historischen Vorbild ebenbürtig. Die New Beetles etwa wurden auf Golfbasis realisiert und die Käufer und Fans sollten mehr Geld für weniger Auto und einen kleineren Kofferraum zahlen. Das ist vielleicht sehr stylish, beschränkt die Vorzüge des Retro-Designs aber einzig auf die modische Komponente einer Sehnsucht nach ”der guten alten Zeit”.

    Mir wäre es umgekehrt lieber. Soll heißen, dass man mehr der alten Tugenden im Automobilbau wiederbelebt. Preiswerte Autos mit einem hohen Nutzwert, die ohne viel Brimborium Personen und Lasten von A nach B bringen. Solche Autos würden heute vermutlich anders aussehen, als zwischen 1945 und 1970, wären anders konstruiert, anders gefertigt. Vermutlich hätten sie optisch keinerlei Retro-Charme …

    Und doch wären sie in gewisser Weise Retro-Designs – eine Rückbesinnung darauf, möglichst simpel und preiswert funktional zu sein. Dieses Gefühl vermittelt mir kein Auto, welches mir auf der selben Plattform eines anderen mit dem selben Motor, Getriebe und Fahrwerk weniger Auto für mehr Geld bietet (Beispiel Golf versus New Beetle). Das ist so, als könnte man heute einen neuen Saab 9-5 NG SC kaufen, für 10.000 € mehr aber auch einen New 93 oder New 96, fast ohne Kofferraum auf der selben Plattform, dafür aber fast doppelt so Groß wie das historische Vorbild und schließlich ja immerhin ein Neuwagen im “Retro-Design”.

    Das kriege ich einfach nicht gebacken, ist mir persönlich nicht rational genug. Ich würde immer das technisch identische Fahrzeug wählen, dass mir für weniger Geld den größeren Nutzen bietet. Obwohl (oder auch gerade weil) ich alte Kisten mag, brächte ich es einfach nicht fertig, mir ein Retro-Design zu kaufen, welches mir auf einer bekannten Plattform weniger Auto für mehr Geld bietet. Geht gar nicht und widerspricht dem Lastenheft, welches die Konstrukteure des Originals ihrer Zeit hatten, diametral. Da stand nie und nimmer drin, dass ein Fiat 500, eine 2CV, ein VW-Käfer oder ein Mini in der Fertigung teurer sein dürften, als nützlichere Modelle der Konkurrenz, des eigenen Konzerns oder gar der eigenen Marke.

    Na ja, lange Rede kurzer Sinn, Wir sollten uns schon auch bewusst machen, dass ein Retro-Design nicht automatisch alte Tugenden verkörpert. Es muss auch technisch gut gemacht sein. Die Optik ist ökologisch und ökonomisch vollständig wertlos – mal abgesehen vom Hersteller, der von manchen Kunden mehr Geld für weniger Auto bekommt. Ist natürlich auch nicht ōkologisch, macht aber ökonomisch aus einseitiger Sicht (Hersteller) aber vielleicht trotzdem Sinn. Muss jeder selbst wissen, aber für mich persönlich ist es beim Autokauf ein Ausschlusskriterium, wenn ich für ein Modell mehr zahlen soll, obwohl es ein technisch identisches mit mehr Nutzwert günstiger gibt.
    Geht gar nicht. Aber genau das ist das aktuelle Retro. Ist mir persönlich zu wenig. Ich möchte den Inhalt, nicht die Verpackung, nicht die Verschwendung und möglichst wenig Verpackungsmüll …

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      “Alte Tugenden” … finde ich gut. 😉

      …. ich finde, dazu gehört aber auch besonders die Rückbesinnung auf “alte Maße” … und nicht immer größer/breiter/länger/höher oder schwerer werdende Autos!
      Der Trend geht (meiner Meinung nach) komplett in eine falsche Richtung!

      Dazu:
      Und nicht die (alten) Parkplätze sind zu klein, sondern nur die (heutigen) Autos zu groß! 😉 😉
      (mein Dickschiff leider eingeschlossen)

      Hier bei Quarks wird auch das Thema mal ganz gut behandelt (also meiner Meinung nach):
      https://www.ardmediathek.de/video/quarks/suv-und-co-warum-werden-unsere-autos-immer-groesser/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTg1Yjg5NjIxLTlkZjItNGI2MC1iYWYwLWI1Mjg5M2Y4YjUyNw

      Und ab ca. 40:35 min wird das Thema “Rückbesinnung auf alte Maße” sehr anschaulich einmal anhand eines Straßenzuges aufgezeigt!

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        Das unterschreibe ich sofort.
        Die alten Maße sind ja erstaunlich großzügig. Da hatten Autos absolut betrachtet bis zum Doppelten an Zuladung wie heute. Gemessen an ihrem Eigengewicht auch gerne das Vierfache.

        Fahrer und Passagiere finden heute in doppelt so viel Auto aber mitnichten doppelt so viel Platz. Wenn die Kopf- und Bein- und Schulterfreiheit um ein paar Prozent gewachsen ist, dann ist das schon gut. Man vergleiche einmal den Nutzwert eines chinesisch-schwedischen V90 mit einem seiner Vorgänger. Den besten aller Quotienten aus Gewicht und Außenmaßen einerseits, aus Innenraum, Kofferraum und Zuladung andererseits, hat noch heute die alte Duett. Die kam kurz nach WW II und ist in dieser Disziplin seit rund 70 Jahren unerreicht, obwohl Volvo seither durchaus schöne und große Kombis gebaut hat. Der Quotient wurde aber immer schlechter. Da müssen Neuwagen und neue Konstruktionen ansetzen …
        Wir brauchen wieder mehr Nutzwert je Ressource. Ist doch völlig egal, ob aus einer wirtschaftlichen Not heraus, oder im Namen der Umwelt. Wenn wir mal kurz ehrlich sind, dann wissen wir ganz genau, dass wir andere Autos brauchen, als wir aktuell fahren, produzieren oder neu kaufen – ganz egal, ob wir dabei jeweils über einen Stromer oder einen Verbrenner reden …

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          Ein bisschen schwerer als die alten “Vorfahren” müssen Autos heute allein wegen der Sicherheit wohl sein (Seitenaufprallschutz usw.), aber das wars dann auch schon. Würde man Innovationen konsequent für Ressoursenschonung und Effizienz statt für Machtgeprotze und Statussymbol-Gehabe in Form von immer schwereren SUV – die nur für die Insassen selbst bei Kollisionen mit kleineren Atos sicherer sind, aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer einschl. niedrigerer Autos ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen – nutzen, sähen die Autos ganz anders aus. Und leichter und trotzdem oder gerade auch deswegen mit genialem Design ginge es alle Mal – man denke an den genialen A2 (dem genau aus diesen Gründen von Audi der Garaus gemacht wurde: nicht schick, teuer und protzig genug, zu sparsam. Traurig traurig!)

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            Unterschreibe ich. Der A2 war das erste und bislang letzte Auto von Audi, das bewusst so konstruiert wurde, gemessen am Nutzwert möglichst wenig Ressourcen zu brauchen.
            Für mich persönlich hat der A2 inzwischen Kultstatus. Das war ein tolles Auto und es gab keinen Nachfolger. Auch wenn er nur ein paar Jahre in Produktion war, ich sehe da viele Gemeinsamkeiten mit älteren Dauerbrennern. Der A2 kann ja nix dafür, dass der (Audi-) Chef ihn gehasst hat

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      Ja, viiieeel zu groß, um als Wiederbelebung der
      Kastenente durchzugehen. Erinnert eher an einen (richtig großen) Lastkarren/Transporter/Van. Unter diesem Blickwinkel optisch ganz nett, aber eben gerade nicht das, wofür die Kastenente stand und deshalb keine Alternative, sondern noch eine weitere Riesenkarre – die (hoffentlich nur) für Gewerbetreibende, die es gerne stylish haben wollen, vielleicht interessant sein könnte. Deutlich besser gefiel mir da die Skizze der zweisitzigen Ente, die kleiner als das Original geworden (wäre).

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    Das ist sehr gelungen, das Design! Von allen Retro-Designs bisher das beste. Den ehemaligen HY haben sie sich auch vorgenommen und schön neu interpretiert. Die heutigen Ansprüche und Anforderungen sind natürlich anders als damals, die Italiener waren da aber sehr behutsam. Sehr schön!

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