Citroën ë-2CV Konzept – so sympathisch könnte die Zukunft sein

Saab Fans träumten einst von einem 96 Retro Projekt. Tatsächlich gab es 2011 in Schweden einige Ideen, wie ein kompakter Saab aussehen könnte. Jetzt träumen die Citroën Freunde in Frankreich von einer elektrischen Wiedergeburt des 2CV. Die Idee geistert durch die nationale Presse, unabhängige Designer liefern Skizzen. Komplett unmöglich wäre die Realisierung nicht. Denn Citroën arbeitet an einer Elektrisierung von C3 und C3 Aircross. Die Erwartungen hierfür liegen hoch.

Urban und knuffig - elektrisches 2CV Konzept
Urban und knuffig – elektrisches 2CV Konzept

Die aktuellen Modelle der C3 Familie können, trotz umfangreichen Facelifts, nicht elektrifiziert werden. Denn die verwendete Plattform ist zu alt, die Nachfolger werden die aktuelle CMP Konzernplattform verwenden. Nach dem Erfolg des AMI, den es in Frankreich bereits zum Preis eines Smartphones ab 19,99 € im Monat gibt, geht man bei dem kommenden ë-C3  von einer ähnlich aggressiven Preisgestaltung aus.

Der neue ë-C3 könnte mit 99 € im Monat, so meint Passionnémt Citroën, den Markt für die Marke verändern. Mit ihm soll der Einstieg in die Elektroauto Klasse für breite Käuferschichten für unter 20.000 € Kaufpreis möglich sein.

Was aber wäre, wenn Citroën auch einen elektrischen Retro 2CV brächte?

Citroën ë-2CV Konzept für die elektrische urbane Mobilität

Retro ist angesagt. Fiat zeigt es mit dem 500 seit vielen Jahren sehr erfolgreich. BMW hat den MINI und der ewige Citroën Rivale Renault kommt mit dem elektrischen R5 und elektrifiziert sogar die Sportwagen Ikone Alpine. Ein elektrischer ë-2CV könnte da als Antwort fast zwingend sein.

Mit welchem historischen Citroën Modell wären mehr Sympathien einzufangen?

Die Farbgebung nimmt die Charleston Modelle des 2CV auf
Die Farbgebung nimmt die Charleston Modelle des 2CV auf

Der Designer Jean Louis Bui hat nach aufsehenerregenden DS Konzepten seine Idee zum 2CV veröffentlicht. Kompakt, knuffig, angelehnt an die Farbgebung der Charleston Modelle könnte eine elektrische Ente so in etwa über europäische Straßen rollen.

Dabei setzt der Ideengeber auf urbane, vernünftige Abmessungen. Er schrumpft das Retro Mobil um fast einen Meter in der Länge. Die elektrische Ente, die jetzt so aussieht, als käme sie direkt aus einem Comic, könnte 3 Meter lang und 1,5 Meter schmal sein. Das ideale, handliche Fahrzeug für ein städtisches Umfeld, das preiswert die Massen mobilisiert. So wie einst der 2CV die Mobilität in den ländlichen Raum brachte.

Der Citroën ë-2CV ist im Moment reines Wunschdenken. Denn leider arbeitet Jean Louis Bui nicht für Citroën, er entwirft Designs für Protostyle. Der elektrische Retro 2CV ist eine rein private Fingerübung. Das ist, irgendwie, schade. Zusätzlicher Retro-Charme würde zur Marke mit dem Doppelwinkel gut passen. Nicht nur in Frankreich.

Mit Bildern von Jean Louis Bui

19 thoughts on “Citroën ë-2CV Konzept – so sympathisch könnte die Zukunft sein

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    Früher hat man sich offensichtlich an die Bedürfnisse der Kunden orientiert, zumindest versucht. Heute erzählen einem die Konzerne was man will, bzw. versuchen es.

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    Knuffig passt …

    Auf den ersten Blick bin ich begeistert vom Retro-Charme und vom Kindchenschema gerührt. Ein Auto wie ein Welpe …

    Aber dann setzen Ratio und kritisches Denken ein. Ein Auto wie ein Spielzeug, steht in einem Kommentar. Guter Punkt. Wo ist der Nutzwert und steht er (heute) in einem gesunden Verhältnis zum Einsatz von Ressourcen?
    Die 2CV, R4 und R5 waren ernstzunehmende Autos und sind in Frankreich genau so wenig belächelt worden, wie in der DDR ein Trabant oder eben in Schweden ein Saab 93 …

    In all diesen Fahrzeugen fanden 4-köpfige Familien mehr oder weniger Platz vor, sie sind damals als alltagstauglich und sogar reisetauglich empfunden und genutzt worden. Von den 3 genannten Franzosen gab es praktische Modelle erstaunlicher Ladekapazität für Handwerker und Lieferanten und mit dem Saab 95 und dem Trabant Kombi gab es auch jeweils „schluckfreudige“ Kleinwagen in S bzw. der DDR.

    Der kleine Saab 95 hatte sogar optional weitere Sitze im „Ladeabteil“ – wenn auch nur für kleine Kinder tauglich. Es war die Automobilisierung der Landbevölkerung, wie Tom schreibt. Mir kommt es dekadent vor, wenn wir heute Autos brauchen, um in der Stadt um die Ecke bis zum Bäcker zu „laufen“ und dafür eigens Autos kreieren, in die man gerade so einen Fahrer, sein Portemonnaie und auf dem Rückweg noch eine Tüte Croissants und zwei Baguettes quetschen kann. Das alles noch mit einem „zeitgemäßen“ Anspruch an Komfort und Verkehrssicherheit. ABS und Klimaanlage müssen schon sein, um es unversehrt zur Boulangerie und wieder zurück zu schaffen. Und nicht vergessen, ein großes Display, Navi und Internet gehören zwingend an Bord, bevor man sich abenteuerlustig auch nur 100 m von der Ladesäule vor der Haustür entfernt, die es auch noch zwingend braucht.

    Ich glaube nicht eine Sekunde, dass solche Konzepte Ressourcen sparen, ein sinnvoller Beitrag zum Umwelt- oder Klimaschutz sind. Bin gerade vorhin mit dem Fahrrad einkaufen gewesen. Vor mir ein junger athletischer Mann, der fast ohne zu treten genauso schnell wie ich war. Ich kam nicht an ihn ran. An der nächsten Ampel hatte ich ihn. Ihn und sein E-Bike. Morgen kauft er sich eine ë-2CV, fährt mir lässig und mit ökologisch reinem Gewissen davon und fährt fortan nicht mehr mit dem E-Bike zum Spinning-Kurs ins klimatisierte Fitnessstudio, sondern mit dem Auto.
    Für mich ist der Entwurf beim zweiten Hinsehen eher die perfekte Verkörperung unserer Probleme und eines längst eingeschlagenen Irrwegs, als ein Beitrag zur Lösung – Welpenschutz und Kindchenschema hin oder her …

    Mit der 2CV oder dem R4, R5 (Express) sind Bauern und Bäcker früher zum Markt gefahren. Dort haben sie an ein- bis zweihundert Leute, die alle zu Fuß gekommen sind, verkauft. Morgen fahren ein- bis zweihundert Leute alle mit ihrem ë-2CV erst zum Bäcker und holen dann woanders noch frische Kräuter, Obst und Gemüse und fahren dann zurück an ein- bis zweihundert Ladesäulen. Finde den Fehler.

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      Viele Punkte stimmen, aber es gibt in der Stadt oder im ländlichen Umkreis von 50 km auch viele Strecken, die man nicht mit dem Fahrrad oder ÖPNV zurücklegen kann. ZB weil es schlechte oder gar keine Verbindungen gibt, weil man nicht total verschwitzt, nassgeregnet oder verdreckt bei einem wichtigen beruflichen Termin erscheinen kann, zu dem man vielleicht auch noch viele wichtige Unterlagen mitnehmen muss, weil man nicht fit genug ist für längere Fahrradtouren, weil man seine behinderte Mutter zum Arzt bringen muss usw. usf. – mir fallen zahlreiche weitere Fälle ein. Es sind eben nicht alle jung, fit, mobil und gut zu Fuß und zu Rad. Da wünscht man sich ein kleines, charmantes, leicht zu händelndes Auto, mit dem man problemlos einen Parkplatz findet. Und seien wir mal ehrlich: Viele Haushalte bestehen aus ein oder zwei Personen, in fast allen vorbeifahrenden Autos sitzt nur eine Person und man muss auch nicht dauernd Kombi-große Kofferräume befüllen. Ich würde diese sehr charmante Studie eher mit einem Smart for two, in dem man als Einzelfahrer übrigens sehr gut einen Wocheneinkauf verstauen kann, vergleichen. Und von denen wimmelt es hier in der Stadt nur so, was ich grundsätzlich gut finde. Mit dieser Zielrichtung finde ich die Studie sehr charmant und halte sie für eine herzerwärmende Alternative zum Smart oder (viersitzigen) ebenfalls gelungenen Retro-Fiat 500 (hier stehen neben gefühlt 20 Smart in jeder Straße auch 10 Fiat 500 und 5 Retro-Minis). Und wenn einem ein Zweisitzer reicht, kann das auch ressourcenschonend sein. Und elektrischer Antrieb? Ja, davon halte ich nichts, wird aber ja nun bald vorgeschrieben, und dann besser so eine charmante Ente – die einem jedenfalls ein Lächeln ins Gesicht zaubert – als der 100. potthässliche, Ressourcen total verschleudernde Riesen-3-Tonnen-Elektro-SUV, der alles verschlingt (Platz, Batterien, Energie und jeglichen Geschmack)! Und in eine nachträglich elektrifizierte Alt-Ente würde ich auch lieber keinen Fuß setzen.

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        P.S. Und als Frau möchte man abends/nachts auch mal alleine ausgehen und heil (und mit einem sicheren Gefühl) wieder zuhause ankommen, was im ÖPNV oder per Rad auch nicht immer der Fall ist. Also viele Verwendungsmöglichkeiten für den kleinen Flitzer. Außerdem gestehe ich natürlich, dass das „Kindchenschema“ mich voll erwischt hat … 🙂

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          Ja, das Kindchenschema zieht natürlich. Da Smart demnächst größere Autos baut, tut sich hier eine Lücke auf. Außerdem wäre ein ë-2CV so komplett aggressionsfrei.

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      Sehr gut formuliert. Bringt die Spass-ohne-Verzicht-Gesellschaft auf den Punkt. Man könnte jetzt auch noch über die überflüssigen E-Trottis lästern… Aber lassen wir das. Es freut mich, dass ich nicht der Einzige bin, der mit dem Rad noch sein Brot beim Bäcker holt.

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        Ich bleibe dabei: So ein kleiner Flitzer ist nicht die Alternative für Wege, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt. Wer das kann, tut es ohnehin. Er ist die Alternative zu überdimensionierten Riesenkisten, die zu 95% fast leer von einer Person durch die überfüllten Innenstädte manövriert werden. Und für den Urlaub oder den Ikea-Einkauf mietet man sich was größeres (oder benutzt – viel viel besser – den Saab :-)).

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          Genau das macht mir Bauchschmerzen …

          „So ein kleiner Flitzer ist nicht die Alternative für (…)“.

          So ein kleiner Flitzer ist weder eine Alternative zum Rad, zum Fußweg, zum ÖPNV noch zum Lieferservice, einem Mietwagen oder einem anderen und weiteren Auto. Sie haben den Gebrauchswert und das Nutzungssenario ja schon selbst allumfassend beschrieben. Und ein genau solches Szenario und exakt diese Form der Nutzung beobachte ich überall auch beim Smart ForTwo, den sie erwähnen …

          Ich kenne nur einen einzigen Smart ForTwo, der einem Haushalt als Erstwagen und als einziges Kfz dient. Es ist der innerstädtische Singlehaushalt eines 85-jährigen Witwers, der noch gut zu Fuß ist, den ÕPNV nicht scheut und den Smart, Jahreslaufleistung von 1.500 km, nur zu besonderen Anlässen bewegt. Das 3 Jahre junge Fahrzeug hätte gar nicht erst produziert werden müssen und wäre problemlos kostenneutral durch Taxifahrten zu ersetzen.

          Wir produzieren (und verschrotten) auf Kosten der Umwelt zu viel Zeugs, das wir nie wirklich (auf-) gebraucht haben. Andere Smart ForTwo kenne ich nur als Zweit- und sogar Dritt- oder Viertwagen. Die werden auch alle nur zusätzlich produziert …

          Und sie fahren alle nicht genug Kilometer im Jahr, um sich für die Umwelt zu rechnen. Der Smart ForTwo bringt als EV übrigens über eine Tonne auf die Waage.

          So ein kleines Monster hat in der Herstellung Unmengen an Energie und Ressourcen verschlungen und muss verdammt viel und weit fahren, bevor es irgendetwas einspart. Es ist in der Tat umweltfreundlicher, mit dem großen Erst- oder Zweitwagen die paar Kilometer im Jahr spät abends privat oder tagsüber zum Business Termin zu fahren, als quasi für jeden Anlass passgenaue Autos zu produzieren, zu erwerben und letztlich zu verschrotten.

          Zum Vergleich. Eine 2CV (ein Viertürer) hat nur 560 kg gewogen. Eine BMW Isetta, die quasi ein Vorläufer des Smart ForTwo ist, nur 370 kg. Und heute reden wir ernsthaft darüber, wie viel Energie und Ressourcen es vielleicht spart, wenn wir uns für besondere Anlässe zusätzlich noch eine Tonne Auto kaufen und suchen nach „guten“ Gründen, uns neu in uns geweckte Begehrlichkeiten zusätzlich zu allen anderen und alten Begehrlichkeiten auch noch zu erfüllen.

          Heute gehört neben jedes Fahrrad noch ein E-Bike und neben jedes große Auto noch ein Kleinwagen. Die Flotte wächst, die Tonnage wächst und noch nie waren wir so sparsam, so genügsam und so umweltbewusst wie heute …

          Über eine Tonne für einen Zweisitzer …
          Das muss man sich auch erstmal schönrechnen. Aber es klappt. Unzählige Dritt- und Viertwagen legen Zeugnis ab. Toll, was wir jetzt so alles an Energie und Ressourcen sparen. Jetzt, wo sich „Vernünftige“ endlich auch noch solche Autos zusätzlich zulegen. Der Drittwagen hätte ja auch 3 Tonnen wiegen können. Aber nein, es ist nur gut eine und mit insgesamt „nur“ 7 Tonnen fühlt sich die 3-köpfige Familie auch wohl.

          Das sind fast 14 2CV mit insgesamt 56 Rädern, 56 Türen und 56 Sitzplätzen und bis zu 4,2 Millionen km Laufleistung ohne große Reparaturen. Das ist der Fuhrpark, den wir heute so zu brauchen glauben und am liebsten alle drei Jahre erneuern …

          14 Enten sind das neue Normal. Oder auch 5 Saab 9K in einem 3-Personenhaushalt mit nur 2 Führerscheinen und einem Kind.

          Da läuft etwas ganz gewaltig schief. Die Tonnage der Fuhrparks wächst und wächst und wächst und längst sind Kleinwagen Teil des Problems – auch wenn sie leichter als große SUV sind.. Es kann und darf doch nicht sein, dass ein moderner Zweisitzer trotz Leichtbau heute das Dreifache wiegt (Isetta vs. Smart ForTwo).

          Witzig übrigens (oder unendlich traurig):
          Der Club of Rome hat den Faktor vier postuliert. Und wir haben gut zugehört, denn heute heute liegen zwischen einer 2CV und einem Smart ForTwo der Faktor 4.. Bis 1990 brauchte es weniger als 150 kg Auto pro Sitzplatz und ein paar Dekaden später sind es fast 600 Kg.
          Schriebe ein Club of Rome 2.0 heute ein ähnliches Buch, spräche er heute von einem Faktor 16.

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            Da kommen wir nicht zusammen. Das sehe ich im Wesentlichen anders und es ist vielfach auch anders. Das Sein bzw. der Wohnort bestimmt wohl eben das Bewusstsein und die Wahrnehmung. Hier in unserer Straße stehen ca. 50 Smarts, Fiat 500 und Co., die, soweit ich das sehe, auch dauernd bewegt werden. Schon allein aus Parkplatzgründen hat natürlich niemand einen solchen Flitzer als Zweitwagen, es ist bei allen, die ich hier kenne, das einzige Auto, dass sie haben. Und zu Fuß oder mit dem Rad sind wir hier natürlich sowieso im näheren Umkreis auch alle unterwegs. Was ohne Auto erledigt werden kann (Einkauf, Bäcker usw. usf.), wird es hier auch. Mit Auto geht das gar nicht, da ist man dann wegen der Parkplatzsuche insgesamt länger zu Fuß unterwegs als ohne Auto. Seit es Smart und Co. gibt, sind diese, jedenfalls hier, in den kleinen engen Einbahnstraßen der innerstädtischen Altbauviertel, absolut vorherrschend. Und das ist auch gut so – sie werden anstelle der großen Kisten gekauft.

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              Da kommen wir wirklich nicht zusammen. Selbst wenn Kleinwagen anstelle großer Kisten gekauft werden, ist ein Zweisitzer von über einer Tonne für meinen Geschmack noch immer völlig neben der Kappe und ebenso „zeitgemäß“ wie ein 3 Tonnen SUV …

              Wo sind denn die abgespeckten Autos, die uns vor Regen geschützt mit einem Minimum an Einsatz von Ressourcen von A nach B bringen? Es gibt heute keine abgespeckten Kleinwagen mehr. Der Fiat 500 ab 2020 wiegt je nach Ausstattung mehr als ein Saab 9K. Der 500 zählt dabei als Kleinstwagen und der 9K als obere Mittelklasse mit Fühlern, die bis weit in die Oberklasse ausgestreckt sind …

              Den alten 500 gab es ab 470 kg. Den aktuellen erst ab 1,255 und bis zu gut 1,4 Tonnen. Wenn ein Kleinstwagen mit quasi null Kofferraum oder Zuladung so viel wiegen und so viel Ressourcen verschlingen darf und dafür auch noch Applaus bekommt, dann kommen mir die fetten SUV mit „nur“ dem doppelten Leergewicht vergleichsweise effizient und vernünftig vor.

              Ich will aber ja gar nicht den einen Teufel mit einem anderen austreiben. Mein Punkt ist nur, dass der Zeitgeist sich längst über die gesamte Fahrzeugpalette erstreckt. Wer ein ōkologisch reines Gewissen sucht, der kauft weder einen Zweisitzer oder einen anderen Kleinstwagen von 1 bis 1,5 Tonnen Leermasse. Einen Cyber Truck natürlich auch nicht. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem uns, unabhängig von der Fahrzeugklasse eine gewisse Konsumverweigerung am besten steht …

              Das ist nicht lustig und Konsum kann sehr viel Spaß machen, ist Freude und ein Stück Lebensqualität. Muss jeder selbst wissen, aber mir persönlich ist der Spaß vergangenen.
              Ich kann mir nichtmal mehr den geilsten aller heißesten Kleinstwagen als vernünftige Kaufentscheidung einreden, wenn er genau so viel oder gar mehr wiegt, als meine 52 Jahre alte Oberklasse mit dickem Blech und Ledersitzen, 600 Litern Kofferraum und einem 6-Zylinder-Motorblock aus Gusseisen und einer unten liegenden Nockenwelle, Die Kiste ist aus heutiger Sicht eine beknackte Dampflok und die Motorleistung ließe sich problemlos mit einem halb so großen Motor und einem Viertel des Gewichts realisieren.

              Und doch verkaufen wir heute Kleinstwagen, die nur die halbe Motorleistung haben, das halbe Kofferraumvolumen, weniger Innenraum und trotz Leichtbau doch das selbe Gewicht.

              Das kriege ich einfach nicht auf die Kette. Da muss irgendwo und irgendwann mindestens eine Weiche falsch gestellt worden sein …

              Selbst die Citroën DS, die hier schon Thema war, hat maximal und mit bis zu gut 5 m Länge nur 1.350 kg gewogen.

              Ich respektiere Ihren gedanklichen Ansatz, dass ein 1,5 Tonnen Kleinstwagen besser als ein 3 Tonnen SUV ist. Er ist mir aber zu genügsam.

              Wir hatten schon einmal PKW von über 5 m und Fahrzeuge der Oberklasse unter 1,5 Tonnen. Kann und darf doch nicht wahr sein, wenn wir heute Kleinstwagen von 1,5 Tonnen mit 190 km Reichweite als Umweltschutz mit einem gesunden Augenmaß abfeiern. Da ist dann wirklich jegliches Augenmaß dafür verloren, wie viele Ressourcen wir bedenkenlos für welchen Zweck einsetzen.

              Mit 1,4 Tonnen war man früher auf langen Strecken komfortabel und gut motorisiert unterwegs. Das können und dürfen Sie nicht zur neuen Benchmark für einen umweltbewusst städtischen Autofahrer erheben. Das ist nicht Ihr Stil und so denken Sie auch gar nicht …

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    …..fuer 10 bis 12 mille gibts bei franz. ententeilelieferanten bereits
    einen umbausatz elektrisch fuer die originale ente.
    das nachhaltigere prinzip.

    hab irgendwie das gefuehl, dass bei neuen elektrokleinwagen die haltbarkeit
    auf smartphone -niveau liegt………

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      Das ist richtig. Ich beobachte die Diskussion in Frankreich. Dort erwähnt man fairerweise aber auch, dass man mit einem elektrisch umgebauten 2CV lieber keinen Unfall haben möchte. Das Sicherheitsniveau ist leider nur rudimentär, der 2CV entstand eben vor Urzeiten.

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        …ja , die sicherheit….
        das totschlagargument fuer alle oldtimer….

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          Fast alle 😉 Es gibt da eine gewisse kleine schwedische Marke…

          Spaß beiseite: Ich fahre ja alte Autos. Schätze es aber, wenn ABS mit an Bord ist. Ein 2CV ist schon sehr rudimentär. Zum Spaß und in der Freizeit gerne. Im Alltag hätte ich Sorgen.

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            Ich möchten keinen 2CV umbauen. Was bekäme man? Eine klassische Hülle, Batterien, aber wo bleibt der berühmte Klang des Boxermotors? So stiehlt man dem Auto seinen Charakter.

            Damit könte ich mich nicht anfreunden.

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              Ich dachte, die 2CV hätte einen 2-Zylinder V-Motor …

              Auch ein Klassiker, aber kein Boxer. Je nach Winkel der Zylinder und Versatz der Kurbelwelle und Zündzeitpunkte, ist so ein V2 im Sound sogar prägnanter. Man denke an eine Harley …

              Ein Boxer ist ja letztlich auch nur ein Reihenmotor, der zur Hälfte um 180 Grad gedreht ist. Der Sound kommt nur daher, dass die Konstruktion auf zwei einander gegenüber liegenden Seiten auch zwei Abgaskrümmer braucht und die Abgase auch getrennt bis nach hinten geführt worden sind.

              Selbst ein Käfer hatte deshalb einen doppelten Auspuff. Umgekehrt hatten britische Nobelkarossen teils nur einen Endtopf, obwohl sie das Vierfache an Motorvolumen und dreimal so viele Zylinder hatten …

              Das Thema ist komplex. Aber es stimmt schon, verschiedene Zielgruppen, deren jeweilige Finanzkraft oder Vorlieben und und unterschiedliche Konstruktionen haben signifikant unterschiedliche Sounds produziert. Die 2CV ist da auch markant – sei sie nun Boxer oder V2. Scheißegal …

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                ganz sicher, die ent hatte normal einen 2 zyl. boxer……

                manche einen 4 zyl. boxer vom gs oder ami super.als wildent…..

                keine angst, ich hab das elektrothema schon vor 15 jahen abgeschrieben.
                wird sich beim entenumbau nie! rentieren.

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                  Danke!
                  Wieder was gelernt. Tatsächlich ein Boxer also …

                  Lese auf Wikipedia, dass jüngere Motoren der 2CV (ab 1972) nicht selten über 300.000 Km Laufleistung erreicht hätten. Faszinierend.

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    Und ich dachte gerade spontan an ein Spielzeugauto… Ist ja nicht die schlechteste Assoziation.

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