Dinge, die funktionieren. Die aber keinen Spaß machen.

Es lohnt sich,  Dinge auszuprobieren. Nur dann erkennt man, ob Ideen funktionieren. Manchmal gehen Pläne auf, aber man erkennt, dass sie trotz des Erfolgs keinen Spaß machen. Dazu gehört das Thema Volvo. Für mich war die Marke immer der Rettungsanker aus automobiler Sicht. Volvo fahren, wenn es keinen neuen Saab oder keinen Saab im akzeptablen Zustand mehr gibt. So kam es, dass Volvo als logisches Saab-Verwandtes den Weg auf den Blog fand.

Ja, es gibt auch einen Volvo bei den Bloggern. XC90 von Mark.
Ja, es gibt auch einen Volvo bei den Bloggern. XC90 von Mark.

Zusätzlich fährt Freund Mark und Co-Blogger mittlerweile Volvo Nummer 2, ist zufrieden mit ihm, und der XC90 passt gut in seinen Saab dominierten schwedischen Fuhrpark. Was könnte da noch schiefgehen? Eigentlich gar nichts. In den letzten Wochen gab es hier immer wieder Volvo Themen zu lesen. Eine bunte Auswahl, als Testlabor, was die Lesenden interessiert, und ob sie überhaupt etwas von Volvo lesen mögen.

Das Resultat ist sehr verblüffend. Volvo Texte haben eine mehr als gute Performance, fast egal, worüber man schreibt. Das übersteigt jede Erwartung. Mögen Saab Fahrer Volvo gut leiden? Das scheint so zu sein. Genau an dieser Stelle beginnen meine beiden Probleme, die ich aber erst mitten im Versuch erkennen konnte.

Problem Nummer 1. Es gibt zu viele Geschichten rund um Volvo.

Das Volvo Thema ist, aus schwedischer Sicht, vielseitig. Dramatisch, um es auf den Punkt zu bringen. Denn in Schweden macht  man sich aktuell Sorgen um die Marke. Die jüngsten Geely Entscheidungen bringen Erinnerungen an Saab zurück. Man spricht schon über den GM Effekt. Was ist passiert? Aus einem Volvo wird unter Geely Regie ein Lynk & Co oder auch ein Polestar. Gleiche Basis, anderes Design, bessere Leistungsdaten und ein günstigerer Preis. So zuletzt geschehen beim Volvo XC90, den es im neuen Gewand auch als Lynk & Co gibt.

Badge Engineering auf einem hohen Niveau, das an die Kannibalisierung von Saab erinnert. Dazu kommt, dass bei Volvo in der Entwicklung gespart wird, sich Neuheiten verzögern. Auf der anderen Seite muss der Vertrieb um jeden Preis Rekorde bringen. Ob das mit dem Börsengang in Stockholm und Shanghai zusammenhängt, der wieder einmal für das Jahresende auf dem Programm steht?

Problem der vielen Volvo Themen für den Blog: Würde man alle Ereignisse entsprechend würdigen, dann wäre das Volvo Thema dominierend. Und das kann nicht sein.

Problem Nummer 2. Es macht mir keinen Spaß.

Mein zweites Problem fängt bei der Produktpalette von Volvo an. Es gibt exakt ein Auto, das ich spannend finde. Der S60, der in der Volvo Welt keine tragende Rolle spielt. Der Rest? SUV,  wohin man schaut, und als Krönung der neue Volvo C40, den eine schwedische Autozeitung als einen „Klumpen“ bezeichnete. Und im nächsten Satz feststellte, genau wie ich es tue, dass man innovatives Design heute woanders findet. Bei Hyundai und Kia zum Beispiel.

Okay, ich kannte die Produktpalette,  bevor ich das Volvo Abenteuer auf dem Blog startete. Ich spürte die Langeweile, aber ich hoffte auf den Funken, der überspringt, wenn man sich intensiv mit einer Sache beschäftigt. Der Funke blieb aus, die Einsicht, dass selbst sehr gute Leserzahlen nicht jedes Projekt rechtfertigen, folgte auf den Fuß.

Für mich ist es an der Zeit,  Abschied vom Volvo Thema zu nehmen. Die Marke verschwindet nicht zu 100 % vom Blog, aber für mich als Autor ist sie kein Thema mehr. Kein Herzblut und kein Spaß. Das Leben ist zu kurz, um Kompromisse dieser Art einzugehen. Volvo bleibt ein Ausflug, eine kurze Romanze ohne Happy End. Die Beziehung zur Marke ist weiterhin nicht ohne Sympathie, auch wenn diese in erster Linie die alten Modelle betrifft. Leserzahlen und Klicks sind nie das Ziel des Projekts gewesen, und sollte ich den ein oder anderen Lesenden enttäuscht haben, dann tut es mir leid.

24 thoughts on “Dinge, die funktionieren. Die aber keinen Spaß machen.

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    Ich bin vor über 10 Jahren zu Saab gekommen, weil ich eigentlich einen Volvo wollte, und zwar einen V70 mit großem Kofferraum und somit viel Platz für den Kinderwagen. Herausgekommen ist dank der Abwrackprämie ein Saab 9-5 Kombi, dem ich heute noch hinterhertrauere. Einen bezahlbaren V70 gab es damals einfach nicht mehr.
    Zwischendurch waren ein Saab 9-3 Cabrio und ein 9-3 Kombi unsere Autos. Mittlerweile ist der auch der letzte Saab weg und wir fahren Volvo, einen V40 und einen V70 D5, der vor 2 Monaten durch einen V90 ersetzt wurde. Die steuerlichen Regelungen für Selbständige machen den Einsatz eines „alten“ Autos einfach total unwirtschaftlich. Also, weg mit dem V70.
    Der V40 ist ein tolles, wirtschaftliches Auto, was von Volvo leider zugunsten der SUV-Produktion eingestellt wurde. Ich frage mich wirklich, was diese Modellpolitik soll. Diese „Panzer“ können meiner Meinung nach nicht die Lösung sein. Und rein optisch ist das alles eine Zumutung finde ich.
    Da ich für den gelegentlichen Transport von Musikinstrumenten einen großen Kofferraum als wichtigste Anforderung an mein Auto habe und es aus meiner Sicht im Neuwagenbereich keine Alternative mehr zu Volvo gibt, blieb nur der V90. Sicher ein tolles Auto, wenn man Autotester ist, ich habe auch einen sehr günstigen Leasingvertrag bekommen. Aber ganz ehrlich, mir erschließt sich nicht, was der V90 sein soll: Man hat in dieser Riesenbude einen Kofferraum wie in einem alten Golf Kombi. Klar ist das alles oberschick und voller Technik, aber brauche ich das? Nein. Ich lasse das Auto lieber stehen, denn mich nervt der Verkehr nur. Für mich ist der V90 das seelenloseste Auto, was ich je besessen habe. Aber dieser Volvo hat auch was Positives: Er ist das perfekte Modell, mit dem ich mich emotional vom Thema Auto verabschieden kann. Ich hoffe, zum Ende des Leasingzeitraums im Jahr 2024 ist etwas erfunden worden, womit ich von A nach B komme und nicht mehr Auto fahren muss. Vom Verkaufserlös meines Saab 9-3 Cabrio hab ich mir übrigens ein richtig schönes Fahrrad gekauft.

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    Badge Engineering

    Erstaunlich, aber kein einziger der zahlreichen Kommentare geht auf diesen prominenten und brisanten Absatz des Artikels ein …

    In S ist es laut Artikel ein großes Thema, ob Volvo nun ausgeblutet wird. Und hier springt niemand darauf an. Ich auch erst jetzt und nur um den Artikel zu würdigen.

    Irgendwie stumpft man echt ab. Der Verlust von Marken und Markenidentitäten hat mich früher mal bewegt. Wenn die Ausnahme aber zur Regel wird?

    Heute zucke ich immer leichter mit der Schulter. Volvo?
    Das nächste Glied in einer langen Kette.

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    Hallo zusammen!
    Ok ich gebe zu das ich auch zu 100% immer noch das Saab Gen in mir trage und ich meine beiden Schätze hüte und pflege.
    Allerdings sind mir hier von Tom, Viel zu Viel persönliche Wertungen reingenommen worden und ich denke das auch Volvo wirtschaftlich handeln muss, was halt bei Saab in den letzten Jahrzehnten halt nie wirklich möglich war.
    Ihr feiert hier im Block den 9-4x den es in bescheidenen Einheiten gab, aber sein wir ehrlich, es war ein SUV mit dem man Europa erobern wollte.
    Das Auto war optisch top, die Verarbeitung aber bescheiden (so wie auch die 9-3 der 2 Serie, der 9-5 der ersten Serie und und und…).
    Volvo macht doch nichts anderes um sich in der Oberliga mit Ihren Suvs zu behaupten (das finde ich übrigens nicht schlimm).
    ich persönlich finde den V90 und V60 sehr gelungen (ok den V40….da bin ich wieder bei Tom und den Schweden, kann man niemanden anbieten).
    Aber und das zeigt ja auch die Zulassungsstatistik, der Plan geht auf und die Fahrzeuge sind in den Zulassungszahlen über 5% (das hat Saab übrigens in Deutschland nie geschafft).
    Ich sehe es ohnehin kritisch, dass alle Automobilhersteller nun krampfhaft versuchen mit anderen zusammen zugehen um wirtschaftlicher zu werden.
    Es ist halt hier nur eine Frage der Zeit bis zum Beispiel Opel,Alfa und Co wie eben Saab verschwinden.
    Ich für meine Teil(Ok ich arbeite bei einer Massen VAG Marke) kann einem Volvo durchaus etwas abgewinnen und finde es gut, dass egal wie, sich wenigstens eine schwedische Marke noch halten kann.
    In diesem Sinne schönen Feierabend euch

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    Ich unterschreibe jede Zeile dieses Artikels und ich fühle mich (nach dem Lesen aller Beiträge) in meinem Handeln bestätigt: Ich habe vor Kurzem meinen geleasten VOLVO V90 T8 ein Jahr vorzeitig aus dem Vertrag (für einen sehr deutlich 4-stelligen Betrag) abgelöst und mir einen SAAB 9-5 NG Vector 2.0T AWD (MY 2011) in „Vollausstattung“ (inkl. Glas-Dach) gekauft und bin glücklich und stolz, ein solches, 10 Jahre altes und trotzdem zeitgemäßes und im Design einmalig gelungenes Auto fahren zu dürfen.

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    Hallo Saab Freunde, ich habe mir mal eure Kommentare zum Thema VOLVO in Ruhe durch gelesen, vieles würde ich unterschreiben – anderes wieder nicht. Irgendwie ja auch logisch – Ansprüche und Geschmäcker sind natürlich so verschieden wie wir Menschen – und das ist auch gut so finde ich – wäre ja sonst auch irgendwie langweilig…
    Nun aber meine (provogatorische) Frage – wenn SAAB fest in chinesischer Hand WÄRE und genau diese Autos bauen würde – würden wir dann genau so urteilen oder wäre dann diese Modelle vieleicht doch das Nonplusultra des Automobilbaus ?!?
    Versteht mich nicht falsch – ich bin SAABianer aus Überzeugung und das wird wohl auch so bleiben (wenn man uns unsere Verbrenner noch weiter fahren lässt) , aber unsere rosa Saab Brille finde ich schon manchmal sehr subjektiv ….
    In diesem Sinne – schönen Abend noch und lasst uns unsere Schätze weiter hegen und pflegen…

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      Sehr gute Frage

      Ich stelle sie mir genau umgekehrt.
      Nicht alles was heute passiert ist allein deshalb ganz großer Mist, weil kein Saab-Logo mehr drauf ist, sondern weil es ganz einfach ganz großer Mist ist.

      Dass Saab da heute mitmachen würde, glaube ich allerdings auch. Dass Saab nie in die Verlegenheit kam, ist vermutlich nur die Gnade eines frühen Todes.

      Aber so kann man Saab immerhin in guter Erinnerung. behalten und pflegt sie gerne weiter. Volvo macht das mir jährlich schwerer ….

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      Wenn Saab an Chinesen gekommen wäre, ist ein ähnliches Schicksal wie das von Volvo möglich.

      Aber das muss nicht zwingend so sein. Es hätte alles auch anders kommen können.

      Vielleicht fehlt gerade Volvo die ewige Rivalität mit dem kleinen Kontrahenten aus Göteborg. Ich glaube beide Marken konnten davon profitieren und waren deshalb so anders und so „schwedisch“. Ohne Saab Kontrahenten ist Volvo leider nur eine beliebige Marke mit einer beliebigen Produktpalette und China Mainstream.

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      Wenn ich sehe, was Volvo unter chinesischer Führung baut, kann man froh sein , dass die Saab AB, NEVS die Namensrechte entzogen hat ! Nur die 420 gebauten NEVS Saab 9-3 mit Turbo sind positiv !
      Gut das uns StartStopp , 3Zylinder, BMW Motoren, Elektro, usw. erspart geblieben ist !
      Meine Saabs werde ich weiter pflegen und noch lange fahren und lache mich kaputt über Leute die mit 1 Liter Motörchen oder Elektrokarren unterwegs sind .
      Übrigens war die Qualität der Volvo Fahrzeuge unter Ford Regie die Beste die Volvo je hatte ! Nicht umsonst musste damals Tuve Johansson, wegen der schlechten S80 Qualität, seinen Posten als Volvo Car Chef Räumen und es folgte Hans Olof Olsson !

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    VOLVO fehlt die Konkurenz von SAAB, naja immerhin Polestar hat (noch)keinen SUV , und Nummer 1 wäre momentan mein Favorit wenn man mich zu einem neuem Fahrzeug zwingen würde.

    SUV macht manchmal schon Sinn, aber eben nur manchmal, deshalb hat auch nur ein SUV den Weg in den Fuhrpark unserer Familie (5 Fahrzeuge) gefunden.

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    Ich werde Volvo nicht vermissen…, war für mich eh nur schmückendes schwedisches Beiwerk. Die Volvos, die ich jetzt auf der Straße antreffe, erschreckend prollig von außen. Innen kann und werde ich nicht beurteilen.
    Warum sollte mich ein Volvo interessieren, wenn das Fahrzeug mich vom Äußeren nicht anspricht…
    Also: SAAB ich voller Breite! Die „berühmten“ Blicke über den Tellerrand gern weiter…, das Objekt muss ja nicht aus Schweden kommen… ;-).

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    Ja, Tom, ich kann nachvollziehen, was Du schreibst…..
    Volvo mit Google Assistant, das will ich wirklich nicht, vielleicht gehe ich auch nicht mehr mit der Zeit, möglich.
    Volvo war für mich lange Zeit eine eigenständige Alternative: die 2er.-, 7er.-, 9er-Serien, das waren solide, unaufgeregte, komfortable Kilometerfresser. Auch habe ich meinem XC 70 , Serie 1, einem 9-5 Kombi den Vorzug gegeben und bin immer noch hochzufrieden.
    Aber die Produkte unter der jetzigen Führung, siehe oben…..
    Reicht schon, wenn deutsche Premiumhersteller sich dem chinesischen Geschmack unterwerfen. Für mich aus diversen Gründen sehr bedenklich!

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    Volvo ist keine Alternative mehr. Die einstige Cleverness Dinge anders zu machen ist Geschichte und das Design Mainstream. Der Fokus liegt auf China und weil man dort fette SUV über alles liebt baut man diese Dinger. Es ist schade, denn nach der Trennung von Ford schien man einen guten Lauf zu haben.

    Leider wurde alles was spannend gewesen wäre nicht Wirklichkeit. Kein Coupe und kein schwedisches Cabriolet oder ein kompakter, kleiner Volvo. Alles wurde der Jagd nach Rendite untergeordnet. Andere Marken haben ein besseres Portfolio, keine chinesischen Eigentümer, und bieten noch Individualität zum angemessenen Preis. Bei Volvo und den aufgerufenen Preisen bin ich mittlerweile draussen. Nicht weil ich es mir nicht leisten könnte. Sondern weil ich es mir in diesem Fall nicht leisten mag.

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    Bin selber Ende der 90er Volvo gefahren, jedes Jahr zwischen 70-90.000 km. Meine Nachbarn dachten, ich würde mit Autos handeln, einmal in der Woche kam ich mit einem Ersatzwagen nach hause. Die Qualität war miserabel. Bedienung und Fahrverhalten waren top, der 5 Zylinder Diesel machte Spaß und der Verbrauch war vertretbar. Aber der Ärger mit den Werkstätten und der Ford-Qualität unglaublich. Vor zwei Jahren durfte ich für ein Jahr einen V90CC D4 fahren. Innerhalb eines Jahres 72.000 km geschrubbt. Super Sitze, Platzverhältnisse im Fond wie beim Skoda Superb, dass Fahrverhalten durch die Luftfederung auf der Hinterachse ein Traum. Aber 2 Tonnen Stahl fordern bei flotter Fahrweise schnell einen Tribut (11,5 l/100 km Diesel). Eindeutig zu viel in der Klasse. Und die Bedienung ein Graus, wenn ich heute noch dran denke bekomm ich Kopfschmerzen. Qualitativ eines der besten Fahrzeuge, welche ich gefahren bin. Aber seelenlos… Es kommt nicht nur auf das Design an, welches einem gefällt oder nicht. Fahrzeuge müssen im Alltag auch nutzbar sein. Und wenn man während der Fahrt kein Navigationsziel eingeben kann (bei der Spracheingabe haben meine Kinder sich regelmäßig kaputt gelacht) und einfach Funktionen in der dritten oder vierten Ebene des Systems versteckt sind, verliert man sehr schnell die Freude an dem Fahrzeug. Und bei den Listenpreisen graut es dem 1 % Versteuerer. Da hilft auch die günstigste Leasingrate seiner Klasse nicht. In meinen Augen ist es die falsche Politik, Fahrzeuge immer teuerer zu machen und dann Firmenkunden (80% der Neuwagenkäufe sind Firmenkunden) mit hohen Rabatten zu locken. Der Einzelne zahlt durch den Geldwerten Vorteil am Monatsende dann wieder drauf. Das kurze hoch der Marke (mal nicht Audi, BMW oder Mercedes fahren) scheint nur ein Strohfeuer gewesen zu sein. Immer wieder hat Volvo in meinen Augen für eine Zeit tolle Fahrzeuge auf die Straße gestellt, dann aber schnell wieder den Faden verloren und ist in die dritte Reihe abgetaucht. Alle machen nur noch Mainstream, SUV am besten mit Elektroantrieb. Aber wollen wir das wirklich? Wo ist das kleine handlich Cabrio mit Heckantrieb, dass uns in den Bergen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wo sind die schönen Formen, die Autos des Alltags, welche sich abheben vom Einheitsbrei. Designer wie Bangle werden gar nicht mehr zugelassen (nicht jeder mochte das Design, aber super erfolgreich für BMW gewesen), dass Risiko für die Unternehmen wäre viel zu hoch.

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      1 %-Regel

      Schön, dass das mal jemand anspricht. Mir sind da beide Parteien ein Dorn im Auge.
      Die Automobilindustrie schnallt nicht, dass ihre Rabattpolitik kontraproduktiv ist. Die bis zu 25% Nachlass gegenüber Liste sind vielleicht werbewirksam und marktschreierisch, aber am Ende zahlt der Käufer ganz einfach mehr an den Fiskus, als für ein Auto angemessen ist, dessen realer Neuwert weit unter dem Listenpreis liegt.

      Und den Gesetzgeber interessiert nicht, wie schädlich diese Regelung für Mensch & Umwelt, wie unfair sie ist. Ein Beispiel: 2009 kauft sich ein Selbständiger einen 9-5 SC BioPower mit nur 20 Tkm und noch keine 2 Jahre alt für nur 15.500 €. Will er den 3 Jahre nach der 1%-Regel ohne Fahrtenbuch nutzen, muss er rund 14.400 € geldwerten Vorteil versteuern – fast den gesamten Anschaffungspreis – nur um im Gegenzug ein paar Tankquittungen und Servicerechnungen relativ unbürokratisch absetzen zu dürfen. Das ist völlig grotesk. Das ist so, als würde der Staat gar nicht wollen, dass der Selbständige kosten- und umweltbewusst mit einem Gebrauchten zu seinen Kunden kommt. Das ist wie eine Strafgebühr. Du willst Arbeiten? Du brauchst ein Auto? Ein Fahrtenbuch willst Du nicht führen? Kein Problem! Zack, Hand auf. Geld oder Leben?

      So geht das nicht.

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      Hallo zusammen,
      wir fahren, neben 3 Saab’s, einen Volvo V40 mit dem einzigartigen 5 Zylinder 150PS Diesel.
      Leider wurde dieser tolle Motor wegrationalisiert. Ein klasse Wagen, sportlich, sparsam und auf laaaangen Strecken zu Hause. Ich wollte für meinen Nachwuchs einen kleinen, sicheren, modernen und zuverlässigen Wagen haben, dies wird einem von Saab leider nicht mehr geboten.
      Bitte jetzt keine Kommentare über Zuverlässigkeit und Sicherheit von Saab, ich fahre einen 2002er 9-5 Aero Kombi als Firmenwagen, möchte diesen auch nicht missen 🙂

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    Das Design von Volvo ist nicht mehr spannend, finde ich. Darum hab ich mir neben meinem SAAB 93 einen Lexus UX gegönnt. Der ist jedenfalls ungewöhnlich vom Design her…

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    Volvos, ganz großartige Autos …

    Das war einmal. Ich persönlich bin ja ganz großer Volvo Fan, aber das endet witzigerweise so ungefähr mit der Insolvenz von Saab …

    Für mich hat Volvo bis in die 1970er die besseren Autos gebaut. Danach ist Saab für mich gleichwertig oder gar besser, je nachdem, über welches Modell mit welchem Motor wir reden …

    Und nach der Saab-Insolvenz kam auch nix mehr aus Göteborg oder China, was mich interessieren würde.

    Es ist, als sei nicht nur Saab, sondern der schwedische Automobilbau insgesamt zu Grabe getragen worden. So zumindest meine subjektive und ganz persönliche Wahrnehmung …

    Neuwagen von Volvo sind für mich kein Trost für den Verlust von Saab. Autos von Evergrande übrigens auch nicht.

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    Ich habe mich vor kurzem auch mit Volvo befasst, da ich auf der Suche nach einem neuen Dienstwagen bin. Für mich gibt es zwei Bedingungen, ein großer Kofferraum und mindestens 1.500 kg Anhängelast für mein Hobby Segeln.
    Wenn man nun noch einen Plug-In-Hybriden sucht, wird die Luft sehr dünn. Einen SUV will ich nicht, mir ist ein Kombi lieber. Da bleiben nur noch der V60 oder V90 und die Kombis des VW-Konzerns übrig, auch dort aktuell nur ein paar wenige. Nimmt man dann das Preis-/Leistungs-Verhältnis steht der V60 schon schlecht da, der V90 noch schlechter. So bin ich nun beim Skoda Superb gelandet und mein Saab-Fuhrpark wird sich leider um einen 9000er verkleinern.

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    Keine Liebe für Volvo vom Blogger und von den Lesern. Ich kann das nachvollziehen. Volvo ist sehr erfolgreich, aber der spezifische Charme ist verflogen. Die 100 % Elektrostrategie demonstriert, dass man gehorsam das vollzieht, was in Peking angeordnet wird.

    Die Zeiten, als es eigenständige, typisch schwedische Lösungen und Wege gab, sind vorbei. Volvo ist leider nur noch China Mainstream.

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    Berichte über den Autohersteller VOLVO , der sich seit einigen Jahren in der Hand eines chinesischen Superreichen befindet, gehören ohnehin nicht zu meiner Lieblingslektüre. Schon das Design der aktuellen größeren Modelle wirkt auf mich irgendwie prollig – dies trifft insbesondere auf die Baureihen S 90 und V 90 zu.
    Eine ähnlich überzogene Frontpartie findet man auch bei neueren BMW-Modellen – auch dort ist es vermutlich dem Geschmack der chinesischen Kundschaft geschuldet.

    Ich freue mich auf neue Themen rund um unsere Lieblingsmarke SAAB – darauf sollte künftig wirklich der Fokus gerichtet sein. Über den Tellerrand darf dennoch gerne mal geschaut werden – es gibt aber auch noch andere Marken als VOLVO, über die hier Blog neben SAAB hin und wieder mal berichtet werden könnte.

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    Seitdem Volvo angekündigt hat keine Dieselmotoren mehr einzusetzen sondern ausschließlich auf Elektroantriebe zu setzten hat sich da Thema Volvo für mich erledigt.
    Weiterhin saufen die Plug-Ins ohne den Elektroantrieb zuviel , für mich als Vielfahrer daher uninteressant.
    Auch Modelpolitik mit dem Focus auf SUV`S ist nichts für mich.
    Schade …

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    Ich dachte der Lynk basiert auf dem XC40?!

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      Es gibt mittlerweile für China einen großen Lynk. Der ist ein verkleideter Volvo XC90.

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    Volvo ist, wie Du schon sagtes, ein gern gelesenes Thema, bislang. Mir geht es genauso, ich kann mit den vielen SUV´s nichts anfangen. Mein Interesse geht auch eher in die Richtung Limousine, Coupe, Cabrio. Also S60, S80, eventuell die Kombi Derivate noch dazu. Coupe? Fehlanzeige, Cabrio? ebenfalls Fehlanzeige. Die Entwicklung und Verwässerung der Marke durch den Besitzer kommt noch dazu, so das im Gegensatz zu früher Volvo für mich keine Rolle mehr spielt bzw. von Interesse ist. Schade eigentlich.

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