Früherer Byton CEO Dr. Daniel Kirchert zu Evergrande Auto

Über das Gerücht eines möglichen Wechsels zu Evergrande Auto hatte der Blog schon vor zwei Wochen berichtet. Jetzt bestätigen chinesische Medien den Wechsel von Dr. Daniel Kirchert (Dai Lei) zu Evergrande Auto. Kirchert hatte im Jahr 2016 mit dem ehemaligen BMW Manager Carsten Breitfeld Byton gegründet. Während Breitfeld Byton bereits 2019 den Rücken kehrte, hielt Kirchert noch bis 2020 durch. Heute arbeitet Breitfeld für Faraday Future. Und Kirchert geht als Executive Vice Präsident bei Rivale Evergrande Auto an den Start.

Dr. Daniel Kirchert - hier noch im Dienst von Byton
Dr. Daniel Kirchert – hier noch im Dienst von Byton. Foto: Byton

Für Evergrande Auto ist es ein bedeutender Schritt. Bisher standen Manager an der Spitze des Mobilitätsanbieters, die auf keine Expertise in der Autoindustrie zurückgreifen konnten. Mit Dr. Kirchert, der als einer der erfahrensten Manager für den chinesischen Markt gilt, ändert sich das.

Kirchert war zuvor Managing Director von Infiniti China und leitete anschließend das Marketing und den Verkauf von BMW-Brilliance. Während seiner 11 Jahre währenden Tätigkeit konnte Kirchert den Absatz der bayerischen Marke in China um das 8-fache steigern.

Nicht rein zufällig sind die Marke BMW und das Premium Segment das erklärte Ziel von Evergrande Auto. Dr. Kirchert gilt außerdem als Experte für Produktstrategie und den Aufbau von Vertriebsnetzen. Bei geplanten 36 Ergebniszentren, 1.600 Verkaufspunkten und rund 3.000 Servicestützpunkten für die Evergrande Marke Hengchi eine Expertise, die dem neuen Arbeitgeber willkommen sein wird.

4 thoughts on “Früherer Byton CEO Dr. Daniel Kirchert zu Evergrande Auto

  • Ich freu mich weiter auf die El.-Show in Shanghai.
    Und freue mich, das Dr. Kirchert sich demnächst “austoben” kann. Viel zu tun mit den “Erlebniszentren”…
    Schaun wir mal.

  • Schwindelerregend

    Die 4636 Erlebniszentren, Service- & Vertriebsstellen sind alle für den chinesischen Markt, wen ich das richtig habe?

    Dazu der Nationalstolz einer Zielgruppe, die sich an dem Firmennamen und den Modellbezeichnungen nicht stört. Vom Start weg eine breite Modellpalette im gehobenen Segment …

    Ein großes Land, aber viel Platz für die (europäische & amerikanische) Konkurrenz bleibt da vermutlich nicht mehr?

    Ist das noch eine rein privatwirtschaftliche Strategie? Oder spielt die Politik kräftig mit?

  • Ein guter Indikator in Richtung Seriosität. Wenn Kirchert an Bord geht, dann sieht er die Chance. NEVS als Beispiel hat es ja nie fertig gebracht einen großen Namen zu verpflichten, nicht ohne Grund, wie wir wissen.

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  • Viele planen, Evergrande scheint auch zu liefern,…spannend!, danke Tom!

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