Kein Weg zurück – Neue Mitspieler revolutionieren die Autoindustrie

Für die traditionelle Autoindustrie wird es immer ungemütlicher. Da sind der politische Wille zum Elektroauto und verschärfte Abgasnormen für Verbrenner. Und als wäre das nicht schon genug, drängen neue Mitspieler auf den Markt. Diese sind keine Emporkömmlinge aus China. Es kommen Revolutionäre, welche die Branche komplett verändern werden.

Sony Vision S unterwegs in Österreich
Sony Vision S unterwegs in Österreich

Noch dreht sich die Elektroauto-Diskussion um das Thema Reichweite. Nicht mehr lange, denn in China sind für 2021 die ersten Fahrzeuge mit mehr als 1.000 Kilometern Aktionsradius angekündigt. Damit dürfte sich die Reichweitenangst nach und nach in Luft auflösen. Sie ist sowieso eine Hardware-Diskussion, die in 10 Jahren keiner mehr führen wird.

Hardware Anachronismus

Wie bei einem Tablet oder Smartphone werden die Hardware und ihre Herkunft zweitrangig werden. Ein Elektroauto ist ein Smartphone auf Rädern mit einem oder mehreren Elektromotoren und einer gewissen Batteriekapazität. Dass man sich bei Volvo entschlossen hat, in Zukunft eigene Elektromotoren zu bauen, ist ein Anachronismus, der noch auf altem Hardwaredenken basiert.

Dem Interessenten wird es egal sein, woher dieser Motor kommt. Schlimmer noch, er wird im Alltag keinerlei Unterschied wahrnehmen.

Entscheidend ist die Software, die für das stehen wird, was man Fahrerlebnis nennt. Speziell hier tut sich die traditionelle Autoindustrie schwer. Ihre Schwächen sind offensichtlich, die Transformation vom Autohersteller zur Softwareschmiede gelingt nicht über Nacht. Wenn sie überhaupt möglich ist, denn die Firmenkultur der IT Industrie unterscheidet sich sehr stark von der, die sie in der hardwarebasierten Autobranche pflegen.

Software Bugs und Beta Tester

Wie gründlich das schiefgehen kann, konnte man bei den Neuerscheinungen des letzten Jahres bestaunen. VW ID3 Kunden wurden zu Beta Testern, die dafür zahlten. Zu den offiziell kommunizierten 22 Softwarefehlern des ID dürften noch weitere dazugekommen sein. Publik wurde in Deutschland kaum etwas, weil Volkswagen das bemerkenswerte Meisterstück gelang, seine Kunden in einer geschlossenen, von VW moderierten „First Mover“ Facebook Gruppe zu sammeln.

Jenseits von Deutschland, in Norwegen, ging man damit offener um. ID3,  die nicht laden und Fahrzeuge,  deren Scheiben derart beschlagen, dass sie im Winter nicht mehr sicher fahrbar sind, gehören zu den Anekdoten. Nicht besser ging es Polestar. Einige Polestar 2 schalteten sich während der Fahrt einfach ab, die Software hatte erhebliche Bugs, und die Chinesen mit Sitz in Göteborg mussten dringend nachbessern.

Polestar geht, im Unterschied zu Volkswagen, mit den Problemen offener um und hat eine Support Seite für aktuelle Softwareprobleme, die immer wieder in neuen Varianten auftauchen.

Die Probleme der Autoindustrie beobachten die, die Software von Geburt her können, ganz genau. Die IT Industrie kennt ihre Stärken und sieht den Markt der nächsten Jahrzehnte, der grenzenlos und lukrativ sein wird. Mit Europa und China haben sich die wichtigsten Regionen subventionsgetrieben dem Elektroauto verschrieben.

Das Risiko ist gering, und dieses Filetstück ist zu lecker, als dass das man nicht zugreifen würde.

IT Giganten machen sich zum Sturm bereit

Daher wundert es nicht, wenn sich die IT Riesen auf den Weg machen, die Autoindustrie zur revolutionieren. Sie werden dies auf dem üblichen Weg tun. Die Hardware, die von der Wertschöpfung her immer uninteressanter sein wird, dürfen weiter die Anderen bauen. Design, Software und Infrastruktur machen das Nutzererlebnis und die Wertschöpfung aus – die IT Giganten wissen das.

MBUX Hyperscreen von Mercedes
Mercedes-EQ. MBUX Hyperscreen

Wer es hier schafft,  ein geschlossenes Ökosystem zu etablieren, erschließt sich den Markt der Zukunft. Das haben Apple, Sony, Baidu und Foxconn und Andere schon längst erkannt. Sie lauern nur auf den perfekten Zeitpunkt zum Einstieg. Baidu, eine der drei größten Suchmaschinen mit Schwerpunkt auf China, sieht die Zeit reif. Der Konzern steigt in das Geschäft mit der Mobilität ein und lässt Elektroautos bei Geely bauen.

Foxconn, der taiwanesische  Hardware-Montage-Partner von Apple, hat ebenfalls das fahrende Smartphone entdeckt. Auch Foxconn dockte unlängst bei Volvo Eigentümer Geely an, die Hintergründe bleiben aber unscharf. Die Elektroautos könnten Auftragsfertigungen für kleinere Marken sein, und dass Foxconn und Geely für Apple produzieren,  ist nicht sehr wahrscheinlich.

Denn Apple ist, mal wieder, in Gesprächen mit Hardwareproduzenten,  um das eigene Elektroauto zu verwirklichen. Neben einem deutschen Hersteller wird primär Hyundai genannt. Die Partnerwahl ist noch offen; dass Apple mitmischen wird,  ist wahrscheinlicher denn je.

Weiter vorangeschritten sind die Pläne von Sony. Das Vision S Concept des japanischen Elektronikriesen nähert sich der Serienreife und wurde bei Testfahren auf öffentlichen Straßen in Österreich gesichtet.

Die KI fährt mit und sieht Wünsche voraus

Ein Vorgeschmack,  wie das Auto der Zukunft – und diese fängt nicht in 5 Jahren, sondern morgen an – aussehen wird,  zeigte Mercedes auf der CES 2021. Der Hersteller ist im Unterschied zu anderen Marken traditionell nicht IT fern, und der MBUX Hyperscreen demonstriert, was demnächst Standard sein wird. Mercedes spricht von einer Elektro-Ästhetik, denn es wird nur ein einziger Bedienknopf für den Anwender übrig bleiben.

Der Startknopf.

Alles andere wird über den MBUX Hyperscreen mit haptischer Rückmeldung gelöst. Die Künstliche Intelligenz (KI) ist dem Anwender dabei stets einen Schritt voraus und blendet vorhersehend das ein, was gewünscht wird.

Um zu den relevanten Anwendungen auf dem MBUX Hyperscreen zu kommen, muss der Nutzer weder durch Untermenüs scrollen noch muss er Sprachbefehle eingeben. Daher bezeichnet Mercedes das System als Zero‑Layer (Null-Ebene). Die wichtigsten Applikationen, zum Beispiel Navigation oder Telefon, werden – immer situativ und auf den Kontext bezogen –  auf der obersten Ebene im Blickfeld angeboten.

MBUX Hyperscreen - "Zero Layer" concept
MBUX Hyperscreen – „Zero Layer“ concept

Über 20 weitere Funktionen – vom Aktiv-Massage-Programm bis zum Vorschlag für die To-do-Liste – werden mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisch angezeigt, wenn sie für den Kunden relevant sind.

Dieses Vorhersehen zeigt, wie gründlich das Elektroauto seine Passagiere analysiert. Geheimnisse gibt es keine mehr, die KI erforscht die Reisenden bis in das kleinste Detail. Der daraus resultierende Datenschatz ist so umfangreich, dass seiner Verwertung nur die Fantasie Grenzen setzen kann.

Beeindruckende IT Infrastruktur

Der Hyperscreen hat deshalb eine Rechenleistung, die 1969 zu einer ganzen Armada von Mondlandungen auf einmal gereicht hätte. Die Daten lesen sich beeindruckend.

Für die haptische Rückmeldung bei der Bedienung sitzen insgesamt zwölf Aktuatoren unter den Touchscreen-Flächen. Berührt der Finger dort bestimmte Stellen, lösen sie eine spürbare Vibration der Deckscheibe aus. Acht CPU-Kerne, 24 Gigabyte RAM und 46,4 Gigabyte pro Sekunde RAM-Speicherbandbreite gehören zu den Highlights.

Damit alleine ist es freilich nicht getan. Der Hyperscreen kommuniziert permanent mit der Cloud, fragt nach, gleicht ab und aktualisiert. Der Aufwand der IT Infrastruktur für Smartphones auf Rädern ist gigantisch; den Verbrauch an Ressourcen für das, was wir so verharmlosend eine Cloud nennen, in der Wahrheit aber Energie fressende Rechenzentren sind, analysiert kein Mensch.

Denn so faszinierend der Fortschritt und seine daraus resultierenden Möglichkeiten auch sind, ein kritisches Hinterfragen,  was wir da überhaupt tun,  könnte zu Antworten führen, die uns nicht gefallen. Also versuchen wir es lieber erst gar nicht.

18 thoughts on “Kein Weg zurück – Neue Mitspieler revolutionieren die Autoindustrie

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    Bergsaab hat meine Meinung eigentlich schon perfekt und knackig auf den Punkt gebracht.

    Mein iPhone vermag zu keiner Zeit vorherzusehen, was ich gerade mit ihm anstellen will, obwohl es mich von früh bis spät beobachtet.

    Habe zum Spaß eine Zeit lang auf meinen Hauptrechner Google-Chrome für alles genutzt und sämtliches Tracking/Cookies/Werbe-ID dauerhaft erlaubt: zu keiner Zeit wurden die gezeigte Werbung oder Suchvorschläge irgendwie zutreffend auf meine Interessen personalisiert.

    „Über 20 weitere Funktionen – vom Aktiv-Massage-Programm bis zum Vorschlag für die To-do-Liste – werden mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisch angezeigt, wenn sie für den Kunden relevant sind.“

    Klingt für mich nach einer bunten Seifenblase…

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    Zero Layer Concept

    Alle Autos, die ich je gefahren habe, haben eins. Und das bleibt auch so. Ganz ohne touchy, touchy, wischi-waschi.

    Je mehr Touchscreens mir das Leben aufzwingt, desto genußvoller wird für mich das Drücken und Greifen von Knöpfen, Schaltern, Tasten, Hebeln, Griffen usw.

    Einfach herrlich, einen Wiederstand, einen Anschlag, ein Einrasten, Formen, Oberflächen und Material zu spüren. Ich brauche das.

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    Ein iPhone im SAAB ist genug it, und da ist es egal welcher SAAB es gerade ist! 😉

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    Ich denke nicht daß ich das möchte… Als IT-Leiter vorbelastet was die ewigen Lobpreisungen der Segnungen moderner Technik angeht, und als gelernter Maschinenschlosser entsetzt was heute alles so mit Software gesteuert wird. Und damit natürlich immer anfälliger für IT Angriffe wird.
    Möchte ich ein vernetztes Fahrzeug mit zig km/h bewegen das ständig dem Risiko ausgesetzt ist gehackt, übernommen, zu werden? Nein. Dafür habe ich zuviel Respekt vor der mechanischen Energie die, wenn es kracht, nicht nur seltene Erden freimacht sondern auch mich von diesen irdischen Leiden erlöst.
    Ich lobe mir meinen 9-5 I der mit klarem Bedienkonzept und guter Fahrbarkeit es mir ermöglicht mich auf die Straße zu konzentrieren, sicher anzukommen und trotzdem die Reise zu genießen.
    Ich werde meinem Mädchen einen Gasumbau spendieren und sehen wie lange wir zwei damit steigenden Brennstoffkosten paroli bieten werden.

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    Ob die Hardware so schnell uninteressant wird, hängt vermutlich auch davon ab, wie sich die Mobilität entwickelt. Geht es tatsächlich immer mehr in Richtung Mobilitätsdienstleistungen statt Individualverkehr mit eigenem Fahrzeug, treten natürlich technische Aspekte der Fahrzeuge in den Hintergrund.
    Bleibt es aber erst mal beim eigenen Fahrzeug, verliert ja z. B. die Frage nach Front-, Heck, oder Allradantrieb nicht plötzlich ihre Bedeutung. Und wenn einen die Technik interessiert, gibt es auch beim Elektroauto Gründe, eine Asynchronmaschine einer permanenterregten Synchronmaschine vorzuziehen und eine Batterie mit festem Elektrolyt für besser als eine mit flüssigem Elektrolyt zu halten, oder jeweils auch umgekehrt.

    Natürlich muss man als großen Trend schon sehen, dass es in vielen Bereichen immer mehr in Richtung Virtualisierung geht. Ich habe gelesen, bei Geschäften träumt man davon, dass jeder Kunde beim Betreten automatisch identifiziert wird, Sensoren erfassen, was er in den Wagen, den Korb oder die Tasche legt und wenn er den Laden verlässt, wird die Rechnung automatisch abgebucht. Dagegen ist Big Brother ja Kindergeburtstag.

    Ich befürchte aber, dass der wahre Datenschatz gar nicht unbedingt in der Mobilität versteckt ist, sondern in der Immobilität, Stichwort SmartHome. Jetzt fallen Häuser natürlich nicht wie Autos vom Fließband, aber wenn dort tatsächlich mal alle Mensch-Maschine-Schnittstellen Daten erzeugen, die irgendwer auswerten kann, dann war es das mit ‚my home is my castle‘. Stattdessen hat man dann ‚my home is my jail‘ und der Direktor ist man garantiert nicht selbst …

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    Ich habe ueberhaupt kein grosses Vertrauen im IT. Wer von euch hat nicht mahl im Leben grossere Schwierigkeiten gehabt mit den Software auf dein PC? Und was sagt Man ueber den Handy? Ich habe letzte Woche auf meine I-Phone den neue Software Update 14.3 installiert. Danach waren alle meine Kontakten weg!! OK dan mal schauen im I-Cloud. Auch da waren alle meine Kontakten verschwunden. Apple angerufen; „Ja wir wissen das soetwas mahl passieren kann. Ich darf es eigentlich nicht sagen weil ich fuer Apple arbeite aber ichselbst lade niemals eine neue Software Version so lange mein Handy gut fonktioniert. Es gibt zuviel Problemen mit diese neue Software Versionen“.
    Und wen soetwas passieren wuerde mit den Software in Auto? Tolle Voraussichten…… Ich bin noch nicht interessiert in eine Smartphone auf Raedern.

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    Zitat: Berührt der Finger dort bestimmte Stellen, lösen sie eine spürbare Vibration der Deckscheibe aus. Acht CPU-Kerne, 24 Gigabyte RAM und 46,4 Gigabyte pro Sekunde RAM-Speicherbandbreite gehören zu den Highlights. ??? Was soll ich damit???
    Spätestens nach diesem Artikel frage ich mich, will ich in einem solchen Fahrzeug sitzen, fahren, transportiert werden?
    Ich fürchte nein.
    Mal schauen, wie ich so etwas in spe vermeiden kann…

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      @AERO-9-3 Eine gute Frage. Die andere Fragestellung wäre, was passiert, wenn dieses fantastische Hightech Teil einen Defekt nach 4 oder 5 Jahren hat. Der Austausch, verbunden mit einer Demontage der Innenverkleidung, dürfte alles, aber nicht preiswert sein. Ein wirtschaftlicher Totalschaden? Wirft man dann das ganze Auto weg?

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    Kritische Fragen & unbequeme Antworten

    Der letzte Absatz (das Fazit) dieses Rückspiegels hat es in sich.
    Ich gehe davon aus, dass die Antwort zur Reichweite auch über 10 Jahre hinaus ökologisch unbequem bleiben wird. Eine Miniaturisierung wie bei der IT (etwa von Speicher) ist bei Energiespeichern physikalisch nicht möglich.

    Ressourcen kann auch ein Stromer nur sparen, indem bei Fertigung und Betrieb auf ihren Einsatz verzichtet wird. Ein EV müsste klein, leicht und recycelbar sein. Das werden sie aber nicht …

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    2014 bin ich bei SAAB gelandet, weil mich das Bedienkonzept sofort begeistert hatte. Nach diversen Probefahrten in neuen Wägen war ich oft genervt über unlogische und / oder überfrachtete Bedienelemente. Als ehemaliger Softwaretester stehe ich dem ganzen doppelt kritisch und reserviert gegenüber. Ob dies Bedienkonzept wirklich die Zukunft ist? Vom Antrieb ganz zu schweigen. Aber der Käufer gestaltet hier gewaltig mit und von einmal fünf Fans von E-Mobilität sind nach 3 Jahren nur mehr zwei übriggeblieben. Zwei sind wieder beim Benziner(-hybrid) gelandet, einer versucht es nun Wasserstoff. Ich selbst versuche mir meine SAAB als daily driver zu erhalten. Ich selbst benötige nicht mehr, will aber auch nicht weniger.

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    Schöne neue Welt oder totalitärer Staat, respektive allmächtige Konzerne?

    Muss man das alles haben wollen? Ich bin wohl eindeutig zu alt um das mit ja beantworten zu können.
    Saab fahren so lange es geht, das ist bei mir angesagt. Meine Befürchtung ist einfach, dass uns das mit vielen Vorschriften und sehr teurem Treibstoff vermiest wird.

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    Herzlichen Dank an Tom für diesen nachdenklich machenden Beitrag.
    Auch ein 9-3 jüngeren Datums kommt ohne Elektronik nicht aus, ein Helferlein da,, ein Steuerteil dort. Und auch Daten werden gesammelt, sicher. Nur bleiben sie dort, wo sie hingehören, am Fahrzeug. Und sind beschränkt auf Fahrzeugdaten, nicht erweitert um Körpertemperatur und sellischen Zustand des Fahrers.
    Ich bin kein Freund der Datensammelwut, weniger ist da mehr.
    Solange ich kann und darf, werde ich mit meinen saabigen Verbrennern am Verkehr teilnehmen, wohl wissend, dass mein Saab seine gesammelten Daten nur dem Diagnosegerät der Werkstatt preisgibt 🙂

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    Ein Irrsinn auf Rädern. Deutschland schafft es ja nicht einmal ein flächendeckendes Mobilnetz aufzubauen, was soll ich dann mit einem Smartauto?! Die Entwicklung ist erschreckend. Ich möchte mobil sein, für alles andere nehme ich mein Smartphone (wenn ich dann ein Netz habe) und das wars. Die Frage nach der Antriebstechnologie der Zukunft vermag ich nicht zu beantworten.

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    „Der Aufwand der IT Infrastruktur für Smartphones auf Rädern ist gigantisch; den Verbrauch an Ressourcen für das, was wir so verharmlosend eine Cloud nennen, in der Wahrheit aber Energie fressende Rechenzentren“ Genau dies scheint die chinesische Regierung erkannt zu haben und lässt deshalb ständig mehr Subventionen für Elektromobilität fallen und wendet sich wieder dem Verbrenner zu. Wenn ich es richtig mitbekommen haben, sind einige chinesische Motorenhersteller mit ihren Motoren schon bei einem thermischen Wirkungsgrad von mehr als 50% angekommen.

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      @Jean-Pierre Leider korrekt. China ist Technologie-offen und entkoppelt sich zusehends von Europa. Verbrenner, alternative Kraftstoffe, Wasserstoff und Wechselstationen im großen Maßstab für Elektroautos. In diesen Bereichen wird geforscht und richtig investiert. Moderne Verbrenner der nächsten Generation kommen aus China oder es ruhen chinesische Lizenzen darauf.

      Europa (Brüssel) kennt nur das Batterie-Elektroauto. Alternativlos, mal wieder, und leider sehr kurzsichtig. Wir sägen massiv an dem Ast, auf dem wir sitzen und halten unseren Wohlstand für selbstverständlich und ewig während.

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    Erschreckend! Da konserviere ich meine SAAB’s für eine lange Zukunft. Nur neue Multimedia Radios mit DAB+ und sonstigen Gadgets, das reicht. Der Rest kann „alt“ bleiben.

    So ein 9-3 I, sogar ein 9000er fährt wie ein heutiges Auto. Da ist eigentlich fast nichts passiert. Ein 9-5 I oder 9-3 II ist ja auf Augenhöhe, wenn man nicht elektrisch fahren will.

    Und ist nachhaltiger, als wenn man später keine Ahnung hat, wie man den ganzen Elektroschrott sauber entsorgt, oder schon mal die Ressourcen für den Bau generiert.

    Und wahrscheinlich wird es dann nur noch Sony, Samsung, Huawei als Autoproduzenten geben. Die alten Marken verschwinden dann gänzlich vom Markt.

    Wie damals das Beispiel zeigte von der manuellen oder elektrischen Schreibmaschine zum PC! Die alten ehemaligen Hersteller manueller Schreibmaschinen sind fast alle weg.

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    Moin
    Danke für den informativen Artikel.
    1. Ich liebe auch Knöpfe im Auto.
    Zwar war mir die Knopfamader im 9-3 II bis 2006 zu viel. Aber wie ab 2007 wenig Knöpfe, die ich blind bedienen kann. Also z. B. den Tempomat oder Wisch intervall einzustellen ohne den Blick bei 130kmh von der Fahrbahn zu nehmen…
    2. Mal schauen wie sich GM und auch die Besitzer von Opel mit der IT Aufgabe schlagen werden.
    VG André

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    Toller Beitrag! Ich bin ein Fan von Knöpfen und einfacher Bedienung. Trotzdem ist die Entwicklung faszinierend und gruselig zugleich. Ich glaube, als Fahrer macht man sich „nackig“ in so einem Auto.

    Es ist natürlich die Zukunft und ich vermute, die Branche wird sich viel stärker wandeln als es die Mehrheit vermutet. Es stellt sich mir nur die Frage, ob ich das fahren möchte? Oder lieber bei meinem alten Saab bleibe? Ich tendiere stark dazu 😉

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