Wie war das noch mit Saab und Opel?

Streiten ist nicht gut und schreiben löst etwas aus. Die Konsequenzen können, wie im Fall Saab und Opel, verheerend sein. Oder, wie in dieser Woche geschehen, zum Beginn von einer Menge Spaß werden. Am Mittwoch ging der “La Bella Rossa” Artikel online. Ein schönes, rotes Cabriolet aus Italien.

Wie war das mit Saab und Opel

Viel weiter westlich, am anderen Ende von Europa, las Freund Lizi die Geschichte. Er mag rote Autos mit beigem Leder, das muss man wissen. Wie der Zufall es mag, wartet in der Nähe von Barcelona ein entsprechendes Cabriolet auf seinen neuen Besitzer.

Red & Hot

Eine verrückte Idee machte sich breit, zwischen Deutschland und Spanien flogen Mails hin und her und es gab Telefonate. Bestimmt auch, weil unsere Zeit sehr ernst und weitgehend Spaß-frei ist, wurde spontan ein Projekt daraus. “Red & Hot”, sagt schon viel aus. Was daraus werden könnte, liegt in der Zukunft.

Der erste Teil der sich anbahnenden Geschichte geht in der neuen Woche online. Vielleicht wird uns das Projekt länger begleiten, oder es wird nur eine ganz kurze Episode. Wir wissen es nicht, denn die besten Storys schreibt nun mal das Leben selbst.

Wie war das mit Saab und Opel?

Zurück zum Thema Streit. Saab und Opel hatten nie ein von Harmonie geprägtes Verhältnis. Als ich zum ersten Mal von Saab Menschen Geschichten über Opel hörte, ordnete ich sie zunächst als temporäre Antipathie ein. Aus der Situation gegriffen, weil Saab sich in einer schwierigen Lage befand.

Dass dahinter eine chronische gegenseitige Antipathie steckte, begriff ich erst viel später. Schade, denn beide Firmen waren Ruderleute im gleichen Boot. Statt im Takt zu rudern, verschwendeten beide Parteien Energie auf die Vertiefung gegenseitiger Abneigung. Das Ergebnis ist bekannt. Der eine Patient ist bereits tot, der andere befindet sich in einem französischen Sanatorium, doch die Palliativ Station ist gerade mal ein Zimmer weiter.

Der ehemalige Opel Motorenentwickler Prof. Dr. Fritz Indra erzählt auf dem YouTube Kanal “Alte Schule” einen Teil der  Saab Geschichte aus der Opel Sicht. Er tut das auf seine charmante, unterhaltsame Art, unterlegt mit etwas Wiener Schmäh. Das Zuhören lohnt auf jeden Fall, und die Saab Episode kommt zum Auftakt.

Und auch nach der Saab Story ist es interessant, etwas weiter dranzubleiben. Indra ist immer noch blendend informiert und in der Branche beratend tätig. Was er über China und die Motorenentwicklung vor Ort berichtet, sollte uns nachdenklich machen.

Was passiert in der neuen Woche auf dem Blog?

Für unsere Abonnenten sind folgende, spannende Themen vorbereitet:

Was tut sich in Schweden? Ein Blick hinter die Kulissen von NEVS und hinter die immer dichtere Chinesische Mauer.

  • NEVS Gegenwart und Zukunft – mehr chinesisch den je

Der zweite Teil des Vergleichs zwischen Saab 9000 und 9-5 kommt!

  • Der bessere Design? 9-5 Aero vs. Saab 9000

Kultur kommt in diesen Zeiten zu kurz. Dagegen unternehmen wir was. Ponchielli, Bizet, Strauss und Dvorak kommen zu den Lesenden. Natürlich mit Saab, wir laden zum Ballettbesuch ein.

  • Kultur in drei Akten – Autoballett von Saab

Es lohnt auf jeden Fall ein Abo zu buchen, und so das Blog Projekt zu unterstützen.

Die kommende Woche wird wärmer, die Temperaturen steigen, der Frost verzieht sich langsam.

Hier wird es heiß. Glühende Saab Leidenschaft brodelt.

4 thoughts on “Wie war das noch mit Saab und Opel?

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    Wer hier die Nase hoch hat? Wenn ein Opel Ingenieur sagt, Saab hätte “ein brauchbares Auto” – oh Mann!

    Prof. Indra spricht von 1998, vergisst aber, das eine 50% Kooperation seit 1990 bestand, 900 II und 9-5 I. Er macht sich über den asymmetrisch aufgeladenen V6 lustig…
    Der Vortrag über die 2-Takt Schiffsdiesel ist ebenfalls fehlerbehaftet. Er sollte wissen, in welche Richtung die Abgase ausgeblasen werden müssen, wenn er solche Vorträge hält 😉

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    @ AERO-9-3,

    das beschäftigt mich auch – also wer wann wo welche Nase zu hoch trug …

    Sehr spannende Frage. Trotz einiger Innovationen und Eigenentwicklungen stellt sich Saab mir nicht als traditioneller Innovator und Treiber dar.

    Das Automobil hat man erst nach WW II entdeckt. Eigene Motoren nochmals deutlich später. Was sich durchzieht, ist ein gewisser Anspruch. Niemals zum Nachteil der Kunden. Aber etwas mehr Demut und Respekt vor den Konkurrenten hätte vielleicht auch nicht geschadet?

    Ich weiß es nicht. Mir fehlt aber der gewisse Anspruch, eigene Wege gehen zu wollen. Das verkörpert heute kein Hersteller mehr. Es scheint nur noch den einen Weg zu geben …

    Die Welt ohne Saab scheint mir irgendwie ärmer, ohne es richtig greifen zu können …

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    Danke für das Indra-Interview. Aufschlussreich… Zeigt, Perspektivwechsel hat seine Berechtigung. Die SAAB-Geschichte wird “anders” dargestellt. Ich finde, es wird deutlicher, weshalb es zum Ende für SAAB nicht mehr reichte. Zu viel klein klein, zu viel an alten Erfolgen hängend.
    Ich hätte nicht gedacht, das SAABianer in der Entwicklung sich nicht an Absprachen halten… Die trugen dann (wenn´s so stimmt, wie dargestellt) ihre Nasen ziemlich hoch!

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    Danke, der Video mit Indra ist interessant. Er erzählt sehr gut über die Saab Zeit, auch wenn ich bei manchen Aussagen innerlich zusammenzucke. War das wirklich so heftig?

    Allen einen schönen Sonntag!

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