Lockdown 2.0 – wenn die Einschläge näher rücken

Den gestrigen Beitrag zu schreiben fühlte sich merkwürdig an. Die Handlung spielt im Frühjahr 2020, Lizi und ich sitzen wegen des Lockdowns fest. Ein knappes halbes Jahr später sitzen wir schon wieder fest – zum Teil zumindest. Mit dem Lockdown 2.0 schließen Restaurants, Bars und kulturelle Einrichtungen. Das Leben wird einsamer.

Und das in der dunklen Jahreszeit

Im Sommer hatte ich die leichte Hoffnung, das alles nicht erleben zu müssen. Das Glas war halb voll und meine Illusion war, dass man es so mit in den Winter würde nehmen können. Die Hoffnung erfüllte sich nicht, gescheitert ist sie an Egoismen und mangelnder Reife.

Ein halbvolles Glas, um bei meinem Vergleich zu bleiben, gefiel in den Sommermonaten niemanden. Je nach Interessenslage wollte man mehr. Vollere Fußballstadien, Konzertbühnen, Urlaubsflieger, Clubs, Hotels und Strände. Branchenvertreter und Lobbyisten forderten das volle Glas, oder gleich die komplette Getränkeabfüllanlage. Mahnende Stimmen, und die gab es, waren ohne Chance.

Mäßigung hätte gewirkt. Ein gemeinsames europäisches Handeln auch. Aber das war alles nicht, und jetzt steht der Winter vor der Türe.

Und die Einschläge kommen näher

Man bekommt ein anderes Bild von COVID-19, wenn dieses Virus in unmittelbarer Nähe zuschlägt. Plötzlich ist es keine abstrakte Bedrohung mehr, sondern eine reale Gefahr. Einen meiner engsten Freunde hat es erwischt, trotz aller Vorsicht. Ein paar Tage zuvor war ich bei ihm zum Abendessen. Als die Meldung kam, galt der erste Blick dem Kalender. War das Abendessen vor – oder nach der Infektion? Deutschland kann manchmal ein wunderbares Land sein. Die Infektionskette war nachvollziehbar. Es gab Entwarnung.

Für mich.

Für meinen Freund weniger. Er hatte das, was man wohl einen milden Verlauf nennt. Mild ist jedoch relativ und COVID-19 weder eine kleine Grippe noch ein Schnupfen. Für eine Woche war er ausgeknipst, für 14 Tage angeschlagen, müde und kurzatmig. Das komplette Programm. Jetzt kämpft er sich zurück in den Alltag. Mit Schwächen in der Konzentration und Kondition und den bekannten Nebenwirkungen.

Wir sind ja routiniert

Im Prinzip wissen wir alle, dass nur Disziplin zählt. Ein Begriff aus Opas Tagen, der nun wieder wichtig wird. Mit Disziplin Hygiene wahren, Abstand halten, soziale Kontakte reduzieren. Das ist nicht einfach. Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden. Kein Abhängen mit Freunden nach Feierabend, kein Abendessen im Restaurant und kein Absacker in der Bar.

Aber wir haben ja Routine aus Lockdown 1.0 und wissen,  was auch sonst noch nötig ist. Sich um Freunde, Nachbarn und Familie kümmern und die nicht zurücklassen, die alleine sind. Ein Telefonat zu führen ist sicher altmodisch, aber eine nette Stimme zu hören ist die beste Medizin in diesen Zeiten. Außerdem gibt es Chats, Mails, der Plausch über den Gartenzaun.

Kleine Gesten zählen, und man darf durchaus auch mal beim Nachbarn klingeln, der alleine ist und niemanden mehr hat. Als Blog versuche ich meinen kleinen Beitrag zu leisten, damit wir alle gemeinsam gut durch die Zeit kommen. Mit Saab Geschichten, die eine absolute Nebensache und ohne Bedeutung sind, aber ablenken und im optimalen Fall inspirieren können.

Vielleicht auch ab und zu mit ein paar Gedanken zur aktuellen Lage in dieser Kolumne. Dann (fast) ohne automobilen Hintergrund.

Wenn einer der Lesenden etwas zu erzählen hat, freue ich mich über seine Beiträge, die er online verfassen kann. Und mit mir die komplette Leserschaft.

Sicher ist, auch die schwierigste Zeit dauert nicht für immer. Vielleicht kommt ein Impfstoff, ganz sicher aber das nächste Frühjahr und sonnige Tage. Das alleine ist schon eine ganze Menge.

14 thoughts on “Lockdown 2.0 – wenn die Einschläge näher rücken

  • Ich bin begeistert – hier im SaabBlog ensteht ganz Ad hoc eine hochgradig aufschlussreiche, unaufgeregte und sachliche Diskussion zu Covid-19 wie ich sie in den – wie formuliere ich es am vorsichtigsten – “Mainstream-Medien” so überhaupt nicht erlebe! Ganz große klasse, Dank an alle, an Tom und vor allem an August-Eric Hübner! Solche Stimmen vermisse in den offizellen Medien!

  • @ August-Eric Hübner,

    nochmals vielen Dank.

    Mir hilft es in diesen unsicheren Zeiten sehr, wenn ich lesen kann und darf, dass es für in sich widersprüchlich scheinende Zahlen auch schlüssige Erklärungen gibt. Denn solch widersprüchliche Zahlen, fliegen uns täglich um die Ohren …

    Mir zuletzt heute. Das Infektionsgeschehen an Berliner Schulen (in absoluten Zahlen) bzw. die 4-phasige Ampel, von grün über gelb & orange bis rot, zeigt einen deutlichen Rückgang – vor allem aber einen deutlichen Rückgang
    der Berliner Schulen insgesamt.
    In Quersumme sind innerhalb einer Woche knapp 100 Schulen vom Schirm verschwunden, sind nicht mehr auf der Skala. Gelb und orange sind dementsprechend rückläufig. Rot hat aber trotzdem zugelegt – in absoluten Zahlen (!) und prozentual dementsprechend überproportional.

    Aber wer bildet schon Quersummen, rechnet oder denkt nach?

    Schade, dass Verwaltung, Politik & Medien mehr Fragen aufwerfen, als zu beantworten. Toll, dass Sie in Ihrer Praxis und sogar Freizeit (hier) in die Bresche springen. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen. Und ich finde es sehr beruhigend – zumal von meiner 4-köpfigen Familie jetzt tatsächlich 3 in Quarantäne sind, kann ich mit in sich widersprüchlichen Zahlen und Aussagen nicht mehr gut umgehen. Ihre sind jedoch schlüssg & plausibel.
    Danke.

  • @ Volvaab Driver
    Es ist richtig. Der PCR-Test sagt nichts über eine Krankheit noch weniger über das Krankheitsstadium aus. Also kann das Labor auch nichts diesbzgl. unterscheiden. Es kann nur feststellen, das im Abstrich virale RNA gefunden worden ist. Der CT-Wert, den ein seriöses Labor auch mitliefert, kann mir dann als Arzt sagen, wie viele Amplifikationen = “Vermehrungsschritte” erforderlich waren, bis der PCR-Test “positiv” angezeigt hat. Bei einem CT-Wert >25 habe ich bisher bei keinem unserer Patienten einen schweren Verlauf gesehen.

  • @Volvaab Driver
    Ich will jetzt keine offizielle Lehrmeinung zu virologischen Themen verbreiten, sondern gebe das mal weiter, was ich gelesen, interpretiert und mit meinem Wissen als Hausarzt mit > 30 Jahren Erfahrung bei der Behandlung meiner Patienten versucht habe in Einklang zu bringen.
    Es ist sicher eine Möglichkeit, daß sich ein positiver PCR-Test bei jemandem findet, der zuvor symptomarm erkrankt war und seine Symptome nicht als CoViD19 eingeschätzt hat. Der könnte auch im Verlauf der Akuterkrankung wieder jemanden angesteckt haben, da nicht als CoVid19 krank getestet. Es scheint viel von der Viruslast/-menge abzuhängen, mit der man angesteckt worden ist. Es gab ja heftige Diskussionen um eine möglicherweise hohe Dunkelziffer bereits unbemerkt Erkrankter, die von Professor Iohannidis postuliert wurde. Dafür wurde er zunächst von “meinungsmachenden” Virologen medial heruntergemacht. Inzwischen hat man ihm in großen Teilen recht geben müssen, was dann aber weniger medial kommentiert worden ist.
    Eine weitere Möglichkeit ist auch, daß der positive Test bei einem Menschen erhoben wird, der auf Grund einer geringen Viruslast erst garnicht krank geworden ist. Leider wird von höchst offiziellen “Personen” nicht zwischen “infiziert” und “kontaminiert” unterschieden. Eine Infektion bedeutet das Eindringen eines “Keimes” (Virus/Bakterium/Pilz) durch die äußere Barriere in den Organismus, woraus sich dann von der Menge der Keime abhängig eine mehr oder auch weniger schwere Infektionskrankheit entwickelt. Eine Kontamination ist außerhalb der Barriere, ein wohl vielen bekanntes Beispiel ist der “Krankenhauskeim” MRSA, der vor Aufnahme ins Krankenhaus z. B. für einen Eingriff (Leistenbruch, Entfernung von “Material” nach ausgeheilten Knochenbrüchen)routinemäßig gesucht und bei sonst völlig symptomfreien und “gesunden” Menschen gefunden wird. Auch da spricht man von MRSA-Trägern, aber nicht von Kranken. Diese Unterscheidung wird leider bei CoViD19 nicht(!) gemacht, was ich für sachlich falsch halte.
    Liebe SAAB-Freunde, wir sind hier ein Forum von SAAB/Volvo Freunden, und ich möchte unsere Plattform nicht mit SARS-CoV2 “infizieren”. Ich sehe in meiner täglichen Praxis nur sehr viel Sorgen und Ängste vor “Corona”, und ich möchte einen kleinen Teil dazu beitragen, daß mehr Menschen verstehen, was sie verstehen müssen, um diese Zeit etwas angstfreier zu überstehen. Vieles, was diesem Virus an “Neuem” und “Gefährlichem” nachgesagt wird, ist weder “neu” noch “heimtückisch”. Es handelt sich m. E. um ein für unseren Organismus zunächst noch ziemlich unbekanntes Virus, was auch die schweren Verläufe bei einer Infektion mit einer hohen Viruslast erklärt. Das war bisher bei den meisten von Tieren auf den Menschen übergegangenen Viren so.

    Sollten weitere Fragen zum Thema “Corona” bestehen, darf Tom gerne meine Mailadresse weiterleiten. Wir haben beim Thema “Transatlantiker” wiederholt vertrauensvoll miteinander korrespondiert.

  • August-Eric H.

    Vielen Dank für diese höchst interessante und auch für Laien sehr gut verständliche Information. Das lässt doch hoffen, dass wir das Virus, seine Eigenheiten und Übertragungswege immer besser verstehen lernen und auf dem richtigen Weg sind! Auch dass diese ganzen Flächenkontakte nicht zu einer tatsächlichen Übertragung eines lebenden, infektiösen Virus’ führen, beruhigt etwas.

    Vielen Dank für diese Weiterbildung und ein schönes Wochenende!

  • @ August-Eric Hübner (P.S.),

    wenn ich Ihren Kommentar nochmals lese, dünkt mir, dass ich eine Komponente vermutlich noch nicht richtig erfasst hatte …
    Dass überstandene Infektionen als Neuinfektion gewertet werden könnten, scheint mir meinerseits so richtig verstanden?

    Sie weisen darüber hinaus aber auch darauf hin, dass Personen, welche nie infiziert waren, positiv getestet werden könnten, wenn diese Kontakt zu Fragmenten des Virus hatten und diese Fragmente im Labor nachweisbar wären? Ist das jetzt so richtig und von mir verstanden?

  • @ August-Eric Hübner,

    das ist interessant. Vielen Dank.
    Interpretiere ich richtig, dass die “falsch” positiven Ergebnisse vermutlich bereits unbemerkt überstandene Infektionen nachweisen?

    Dass im Labor nicht zuverlässig zwischen überstanden oder aktiv & infektiös unterschieden werden kann?

    Dass Neuinfektionen sich daher zuverlässiger identifizieren (und zahlenmäßig korrekter erfassen) lassen, wenn typische Symptome Voraussetzung für eine Laboruntersuchung sind?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, beißt sich die Katze da in den Schwanz, denn die unbemerkt überstandenen Infektionen waren vormals ansteckend und da sie ohne deutliche Symptome verlaufen sind, wären sie auch nicht oder würden seit dem 3.11. nicht mehr getestet werden.

    Um die Pandemie zu verstehen, den R-Faktor zu bestimmen und auch Erkenntnis über die Entwicklung einer Immunität der Herde zu gewinnen, bräuchten wir beide, besser noch alle drei Daten – ein Testverfahren, welches zuverlässig asymptomatische, symptomatische und überstandene Infektionsverläufe unterscheidet und erfasst. Ist das so richtig?

  • @ Linus,

    ich sehe das ähnlich und doch anders. Ich möchte einerseits mit keinem unserer Regierungsmitglieder von Bund und Ländern tauschen und habe großen Respekt vor deren aktueller Aufgabe und Leistungen …

    Andererseits möchte ich aber gar nicht, dass sie mir (oder wem auch immer) noch mehr als bislang erklären. Viel lieber wäre mir, wenn sie den richtigen Leuten zur rechten Zeit Gehör schenken und diese gebührend anerkennen würden.

    In Berlin startete der 1. Lockdown im Frühjahr damit, dass die Gesundheitssenatorin innerhalb von 24h alle Forderungen eines Amtsleiters umsetzte und fortan mit sehr viel Stolz als Eigenleistung deklarierte.

    Dass sie ihn keine 24h zuvor für seine Forderungen diskreditiert und.scharf kritisiert hat, schenkt man ihr gerne. Ihr gutes Ohr und die – je nach Sichtweise – frühe oder späte Einsicht innerhalb weniger Stunden sprechen ganz offenbar für sie …

    Kann jeder werten wie er will, aber Verschwörungstheoretiker mit Alufolie auf der Birne waren nicht dabei.
    Der Amtsleiter hat vermutlich mehre Menschenleben gerettet und ein Bundesverdienstkreuz verdient. Die Senatorin hat maximal etwas Alufolie verdient.

    Gleichwohl oder auch genau deshalb könnte die Senatorin vermutlich auch erklären, worin genau der pandemische
    Unterschied zwischen einem Friseursalon und einem Nagelstudio besteht – während dem Amtsleiter dazu partout nix einfiele …
    Man kann das von der Senatorin ja gerne hören wollen, aber mir wären Politiker, die ab und an auch zuhören, lieber.

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  • @ Volvaab Driver
    Mit dem R-Faktor und den steigenden “Infektionszahlen” geht das natürlich, man muß nur wissen wie. Wir Ärzte haben in den vergangenen Wochen “getestet, was das Zeug hält”: Menschen mit und ohne Symptomen, wenn nur irgendein Bezug zu SARS-CoV-2 zu vermuten war. So kam es zu einer großen Anzahl von Getesteten, die lt. RKI eigentlich garnicht hätten getestet werden müssen, von denen nun aber auch trotz fehlender Symptome ein “Positiv” gemeldet wurde.Die uns vorgegebene Teststrategie hatte zu einer geringen “Vortestwahrscheinlichkeit” geführt, und damit zu einer höheren Anzahl falsch positiver Ergebnisse. Lt. offizieller Lesart gingen diese “Fälle” in die Zahl der Neuinfizierten ein, was aber bei korrekter Interpretation des PCR-Testes falsch ist. Dieser Test weist Virus-RNA, also die “Matritze” für das Virus nach, aber kein replikationsfähiges Virus, und wenn ich dann einen hohen CT-Wert habe, also sehr viele Amplifikationen des Testmaterials brauche, um die RNA nachzuweisen, steigt die Wahrscheinlichkeit, daß es sich hier nur um Virusanteile, nicht(!) aber um ein vermehrungsfähiges Virus handelt. Der “Infizierte” wird somit niemanden anstecken können, also sinkt der R-Wert trotz steigender “Neuinfektionen”. Jeder weiß aus der Erfahrung und den Informationen der letzten Monate, daß positive Abstriche von Türklinken und Einkaufswagen keine Infektionen ausgelöst haben.
    Diesen geschilderten Umständen hat das RKI jetzt Rechnung getragen. Getestet werden von uns seit dem 03.11.2020 nur noch Personen mit deutlichen Symptomen oder mit einer “hohen Expositionswahrscheinlichkeit”. Personen mit wenig oder fehlenden Symptomen, die keinen Bezug zu Risikogruppen oder Clustern haben, sollen dezidiert nicht getestet werden. Diese Strategie erhöht die Vortestwahrscheinlichkeit und verringert die Zahl falsch positiver Ergebnisse. Zwangsläufig wird damit auch die Zahl der “Neuinfektionen” sinken und besser mit dem R-Faktor korrelieren.
    Warum diese Teststrategie erst nach Beginn des “Lockdown” ergriffen wurde, ist eine Frage, die je nach eigener Überlegung unterschiedliche Antworten nach sich zieht.

  • Danke für den schönen Beitrag!
    Ja, die Einschläge kommen näher. Ich versuche mich mit guter Literatur abzulenken und lese gerade viel.
    Als kleine Empfehlung an dieser Stelle der Krimi “Kalmann”, der in Island spielt und das wirklich schöne skandinavische Magazin “Nordis”, das mich immer wieder erfreut.
    Mein Highlight dieser Tage: Mein 9-3 aus 99 kam ohne eine Beanstandung gerade durch den TÜV! Tolle Leistung mit 21 Jahren und 240.000 KM auf dem Zähler.

  • Danke für die Worte. Etwas Nachdenklichkeit muss auch mal sein, ich schätze das sehr. Gerne auch mehr davon.

  • Dane Tom, es regt zum nachdemnken an.
    Insgesamt meistert das unsere Regierung recht gut denke ich, nur würde ich mir etwas mehr Erklärungen wünschen, z.B: Warum müssen Nagelstudios schliessen und Friseure dürfen offen bleiben? Dies würde auch deutlich die Akzeptanz erhöhen und den “Corona-Freiheits-Kämpfern” etwas den Zulauf mindern.
    Noch etwas für die, die immer von persönlicher Freiheit in der Corona-Zeit schwafeln:
    Der Winter kommt und kein natürlches Ereignis mindert die persönliche Frieheit mehr, als die dann vorherrschenden Witterungsverhältnisse.
    Badehose im Biergarten kommt nicht gut und volle Strassencafés sind doch eher selten zu dieser Zeit.
    Freiheit heisst primär, sich den unveränderbaren Umständen intelligent anzupassen und nicht wie ein kleines Kind rumzugrölen und mit dem Fuss aufzustampfen, “Ich will aber”.

    Die völlig Verpeilten haben ja wenigstens einen Hut auf, auch wenn er aus Aluminium ist :).

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  • Toms Covid-Kolumnen

    Danke Tom. Ich schrieb ja schon, dass ich sie vermissen würde. Und ja, wir hätten das alles verhindern können und mahnende Stimmen gab es genug …

    Während ich hier lese bekomme ich Nachricht von meinem Ältesten. Die Klasse sei bis 11.11. in Quarantäne und er sei soeben nach Hause geschickt worden. Kein Witz.

    Und kurz bevor ich hier las, lauschte ich dem ÖR. Der bzw. das RKI vermelden mit knapp 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24h einen neuen Höchstwert und der ÖR gibt den aktuellen R-Faktor für D mit 0,81 an …

    Obwohl sich steigende Zahlen und ein Faktor kleiner 1 gegenseitig ausschließen, mathematisch unmöglich sind.

    Das kann man nur in D, dem Land der Denker. Irgendwie um drei Ecken und durch 2 Wurmlöcher und mittels der Relativität von Zeit gedacht, geht auch das.

    Wir schaffen das. Wir schaffen alles. Wir schaffen sogar steigende Neuinfektionen mit einem R-Faktor kleiner 1. Wäre ja auch blöd, wenn wir das nicht hinbekämen, denn der R-Faktor ist Teil der Corona-Ampel und stünde tiefrot inkl. Punkten in Flensburg, bliebe er nicht unter 1.

    Wer zur Hölle soll das so schlucken? Und wem hilft das wirklich? Ehrlichkeit wäre schön. Angefangen mit einem ehrlichen R-Faktor, gefolgt von einer ehrlichen Diskussion darüber, ob ein Schrecken ohne Ende wirklich die bessere Alternative ist und ob wir wirklich und ganz ehrlich auf dem richtigen Weg sind …

    Dass wir uns inzwischen selbst belügen und schummeln, was unsere eigenen Kriterien betrifft, lässt nichts Gutes ahnen.

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  • Einfach nur ein guter Beitrag, der nachdenklich macht, Hoffnung verbreitet und zum richtigen Verhalten animiert.

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