Cool in Trollhättan? Der Sango auf der Teststrecke.

Ein rein elektrisches, selbstfahrendes Robotertaxi aus Trollhättan. In der letzten Woche präsentierte NEVS das erste selbst entwickelte Elektroauto. Viel Platz für 6 Passagiere auf kleinstem Raum und irgendwie cool. Futuristisch, spannend. So wie man in den Metropolregionen oder auch im ländlichen Raum demnächst mobil sein könnte.

Der Sango auf der Teststrecke in Trollhättan
Der Sango auf der Teststrecke in Trollhättan

Zugegeben, der Sango kriecht noch mit nur 15 km/h über die Strecke. Kein Vergleich zu den alten Saab Zeiten, als Turbo Motoren vorbeizischten. Stattdessen Lautlosigkeit. Das mit der Geschwindigkeit wird sich ändern. Die Stille wird bleiben. Der Klang der Zukunft, an den man sich vielleicht gewöhnt, eventuell aber auch nicht und irgendwas vermisst.

Dennoch. Der Sango ist recht cool und irgendwie auch Saab. So unglaublich das erst mal klingt. Denn in Trollhättan hätte man auch zu Saab Zeiten vielleicht gerade so ein Ding auf die Räder gestellt wie dieses Robotertaxi. Beste Raumökonomie durch den Wegfall von Lenkrad und Fahrerplatz. Ein sehr reduziertes Ambiente, das bei optimaler Raumausnutzung doch noch Platz für Privatsphäre lässt. Die ausfahrbaren Milchglasscheiben zur Abschirmung gegenüber den Mitreisenden sind praktisch und genial.

Ein Robotertaxi aus Trollhättan

Die Querdenker von Saab, die alles hinterfragten, sie hätten darin vielleicht die Zukunft gesehen. Natürlich, so ein Produkt lockt niemanden an, der Benzin im Blut hat. Eventuell auch keinen, der einen Saab fährt. Zu sachlich, zu wenig etwas für die Sinne liefernd. Aber es passt zu Trollhättan und der Tradition des Standorts. Etwas komplett Neues wagen, das nicht Erwartete tun.

Ob der Sango und die Gattung der Robotertaxis seinen Markt finden wird muss man sehen. In Asien vermutlich mehr als hier, denn die Akzeptanz für neue Technik ist auf diesen Märkten ausgeprägter. Der Sango ist cool. Er könnte aus einem Science-Fiction-Film entsprungen sein, ist aber Realität auf der alten Saab Teststrecke.

Sein Design schreibt Automobile Geschichte fort. Es enthält auch ein Stück der alten Saab DNA. Mit an dem Projekt arbeitete Simon Padian. Der letzte Saab Designchef in Trollhättan, der die finalen Autos der Marke wie den 9-5 NG mitverantwortete.

Film / Bild: NEVS AB (1/1)

20 thoughts on “Cool in Trollhättan? Der Sango auf der Teststrecke.

  • Pingback:

  • @ Capri 73,,

    schade, dass Sie mir diese einfache Bitte abschlagen. Das ist nicht nett, war aber ein Versuch wert.

    Auch Blogteam und Leser hätten es sicherlich begrüßt, wenn Sie Ihre Leidenschaft zum “lieben Herrn Hürsch” überwinden könnten, an den Sie die Mehrheit Ihrer Kommentare richten.

    Übrigens ohne, dass es der Zuordnung dienlich wäre. Nicht jeder Leser kennt Ihren lieben Herrn Hürsch, teilt Ihre Leidenschaft …

    Also bitte, wenn Sie es partout nicht lassen, dann doch bitte “@ Volvaab Driver”.

    Danke

    1
    3
  • @ Herr Detlef Rudolf,
    sie haben völlig Recht. Ich kann ihren Texten und Ausführungen hier zum Sango zu 100 Prozent zustimmen !

  • Lieber Herr Hürsch,
    es war ja nur eine Antwort auf ihren Text.
    Da kann ich sie auch persönlich ansprechen, machen sie doch auch immer so. Ist ja nichts schlimmes.
    Machen doch fast alle hier so!
    Sie haben doch nur ihren Namen hier geändert damit es so aussieht, dass sie als Herbert Hürsch die Lust am Saabblog verloren haben und haben dann zwei Tage später unter einem neuen Namen hier wieder geschrieben.
    Mich stört es nicht, ist ja auch schön , dass sie hier wieder dabei sind. Hatte ich Ihnen ja auch schon so geschrieben.
    Freue mich schon auf weitere spannende Texte von Ihnen !

    3
    1
  • Mit 2 anderen Paaren einen genauen Zeitplan ausarbeiten, um dann bestimmte Ziele anzusteuern und möglicherweise auch Umwege fahren, da nicht jedes Paar an der günstigsten Strecke wohnt? Nein danke – dann fahre ich mit meiner besseren Hälfte lieber im 9-3 Cabrio ohne Anhang und Umwege, da dies für mich bestimmt die erholsamere Variante wäre!

    In den späten Abendstunden (nach dem Feierabendverkehr) ist auf den Straßen ohnehin nicht mehr viel los – wenn dann statt des Sango drei einzelne Fahrzeuge unterwegs wären, würde dies mit Sicherheit nicht zu einer Überlastung führen.

  • Lieber Herr Capri 73,

    ich habe Ihre Aussagen überprüft und gründlich recherchiert. Zu meiner allergrößten Überraschung stellte ich fest, dass Sie mit allem vollkommen richtig liegen.

    Es gibt tatsächlich und schon länger Taxis. WOW ….

    Mal ganz im Ernst, Sie adressieren mich wiederholt persönlich, obwohl ich das jetzt schon mehrfach ignoriert und meinen Namen geändert habe. Wäre schön, wenn auch Sie einen Weg fänden, sich hier zu äußern, ohne dafür eine persönliche “Beziehung” zu pflegen.

    Weder die Redaktion, die Leser noch ich haben ein Interesse daran. Welche plausible Erklärung haben Sie?

    Warum können Sie Ihre Meinung nicht ganz einfach äußern, ohne diese explizit an mich zu adressieren?
    Ich adressiere Sie und beziehe mich doch auch schon länger nicht mehr auf Sie und das funktioniert sehr gut.
    Ich brauche und will gar keinen Reibungspunkt.

    Es wäre mir sehr lieb, wenn auch Sie mich künftig ignorieren könnten und würden.

    Vielen Dank im Voraus.

    2
    3
  • Lieber Herr Herbert Hürsch,
    ich bleibe immer noch dabei, dass der Sango überflüssig ist und kein Mensch braucht.
    Nur weil das Fahrzeug aus Trollhättan kommen könnte, muss man es nicht gut finden.

    Übrigens, für ihre Szenarien mit dem umsteigen oder den 3 Paaren, gibt es seit Jahrzehnten eine Lösung !……es nennt sich TAXI !!!

    Man sollte vielleicht auch mal an unsere Arbeitsplätze denken. Wer kann mit dem Sango noch fahren , wenn wir alle Arbeitslos sind…..Zeit hätten dann ja alle !

    5
    3
  • @ Detlef Rudolf,

    lassen Sie Ihre Phantasie spielen. Tom schrieb in einem Kommentar von multiplen Konfigurationsmöglichkeiten.

    Es sind auch fahrende Paketstationen denkbar, die ohne Emission genau und erst dann vor einer inner- und womöglich altstädtischen Haustür in einer engen Gasse vorfahren, wenn der Empfänger über sein Smartphone bestätigt hat, daheim und empfangsbereit zu sein …

    Es ist so unendlich viel mehr denkbar.

    In den Großstädten dieser Welt – selbst in den vergleichsweise kleinen Metropolen Deutschlands – ergeben sich Fahrstrecken von bis zu 20 Km innerhalb (!) des Zentrums.

    Das Vorhandensein entsprechender Dienste vorausgesetzt, kann man privat und beruflich mit 6 oder mehr Personen diesen Radius, seine kulturellen und kulinarischen Angebote sehr bequem nutzen.

    Stellen Sie sich vor, stattdessen den ÖPNV zu nutzen, dreimal umsteigen zu müssen und auf dem Weg in die Oper und zuvor oder anschließend in ein Restaurant von links oder rechts jeweils angepöbelt zu werden – warum auch immer.

    Niemand hat je gesagt, dass ein solcher Service den alltäglichen und öffentlichen Verkehr zwischen Speckgürtel und City (das Pendeln) sinnvoll übernehmen könnte und sollte. Seine Berechtigung hat ein solcher Service abseits bestehender und bekannter Muster. Es geht um die Zukunft und neue Optionen, nicht darum, alte Verhaltensmuster besser zu bedienen und abzubilden, als bislang möglich.

    Ein Beispiel:
    Wenn 3 Paare (6 Personen) gemeinsam einen Abend planen, können sie mit 3 PKW einzeln von A, B & C nach 1. D, anschließend und 2. nach F und abschließend und 3. wieder nach A, B & C fahren.
    Das ergibt 9 innerstädtische Parkplatzsuchen, die sich schnell auf auf 1,5 bis 3 Stunden (jeweils 10 bis 20 min Parkplatzsuche) summieren.

    Würden sich die 3 Paare gemeinsam einen Sango für ihren Abend buchen, würden sie den innerstädtischen Verkehr erheblich entlasten und hätten mehr gemeinsame Zeit.

    Man kann das überflüssig finden. Man kann so ein Szenario aber auch herbeisehnen. Man sollte es aber keinesfalls vorschnell kaputtreden, finde ich.

    2
    6
  • Naja ganz so negativ würde ich die Zukunft des Teils nicht sehen, gerade im ländlichen Raum, wo der ÖPNV selten fäht und oft nur 2-3 Mersonen in einem Bus oder Zug sitzen, … wenn denn einer mal fährt. Da so ein Teil vermutlich über eine App gebucht werden muß, können unsachgemäßer Gebrauch auch nachvollzogen werde. Wie bereits zum letzten Arktikel geschrieben, steht das Teil im ländlichen Raum nicht zusätzlich im Stau, Personal für die tägliche Kontrolle des Zustandes ist nicht so teuer pro transportiertem Benutzer wir Busfahrer mit 2-3 Leuten im Bus. Wenn größere Gruppen buchen, fahren mehrere Teile im Konvoi,bei viel Gebäck noch ein Transportteil dazu. Also her damit, meine Omis und Schüler würden sich freuen!

    2
    2
  • Aus dem sog. Speckgürtel um Hamburg fährt man seit Jahren mit S- oder U-Bahn in die Innenstadt. Diese kleinen Taxis wie Sango & Co. haben doch viel zu wenig Platz um hier auch nur ansatzweise mithalten zu können. Auf längeren Strecken fährt man (vor allen Dingen in Zeiten mit weltweiten Pandemien) natürlich möglichst abgeschottet mit dem eigenen Auto.

    Also doch irgendwie überflüssig diese häßlichen Dinger!

    5
    2
  • Der Sango ist überflüssig, für die Innenstadt gibt es Bus & Bahn. Im ländlichen Raum funktioniert so etwas nicht.
    Wer reinigt diese Fahrzeuge und wie sehen die
    Fahrzeuge nach Jahren aus ?

    NEVS hat auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit gefunden viel Geld zu verbrennen für etwas was niemand braucht !
    Das Geld wäre besser angelegt worden für die Produktion von Verbrennungsfahrzeugen am Besten mit Turbo ! und mit Namensrechten von Saab !

    5
    4
  • Der Sango regt die Phantasie an

    Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen und wie ich den Kommentar beenden sollte.
    Der Sango und seine Konkurrenten – früher oder später wird es sie geben – haben das Zeug, Lebensweise, Verkehr und Verkehrs- und Stadtplanung und auch die Arbeitswelt zumindest in Innenstädten massiv zu verändern.

    Auch wenn ich ein Petrolhead bin und mir auch in Zukunft mind. einen möglichst analogen Verbrenner im eigenen Stall wünsche, aber ich kenne eben auch Leben, Verkehr und Parkplatzsuche mitten in verschiedenen Stadtzentren.

    Arbeit, Freizeit und Wohnen in einem “autofreundlichem” Stadtzentrum könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen. Freundlich ist da nix und niemand. Fußgänger, Radfahrer, Automobilsten und Berufskraftfahrer – alle leiden aneinander und verfluchen sich gegenseitig.

    Es bringt auch nix, wenn da ein Tesla statt einem AMG in 2. Reihe parkt oder wie eine gesengte Sau unterwegs ist. Die Innenstädte brauchen kein neues Antriebs- sondern ein neues Verkehrskonzept. Der Sango passt da sehr gut rein.

    5
    4
  • Hallo Griffin,
    Tom hat zum vorherigen Beitrag einen Kommentar angemerkt. Da stand nichts von einer autonomen Sanitärzelle…, aber evtl. war seine Aufzählung ja nicht max. umfassend.
    Ansonsten bin ich froh, dass die DIXI-Toiletten nicht so viele Fenster haben. 🙂

    4
    1
  • Hui, ein fahrendes Toilettenhäuschen…….

  • Der Sango soll sehr flexibel sein. Versionen mit weniger Sitzplätzen und mit Raum für Gepäck sind möglich. Ebenso Versionen für den reinen Gepäck- oder Güterverkehr als Auslieferungsfahrzeug.

    3
    1
  • Wohin mit dem Gepäck bei all den Insassen – warum kein Wort darüber ?

  • Besser als wie nix – aber es wäre wirklich toll, wenn zusätzlich auch richtige Autos für gern selbst fahrende Zeitgenossen in Trollhättan von den Bändern laufen würden. Bei diesen sog. Robotertaxis bin ich irgendwie froh, dass der Name SAAB nicht mehr auftaucht. Einfach nur häßlich dieser Sango,

    7
    3
  • Es enthält auch ein Stück der alten Saab DNA.
    Ja, wenn ich die angedeutete Frontscheibe sehe, sehe ich fast die Pilotenkanzel…, so rund um “die Ecke” gezogen. Klasse.
    Derartige Fahrzeuge flottenweise auf dem Land und in die Städten vernetzt unterwegs, kann ich mir gut vorstellen.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, mit anderen Menschen so ein Taxi zu nutzen. Ich persönlich muss auch nicht “allein” so ein Gefährt nutzen. Zusteigen möglich, wenn die Plätze reichen. Familie X kann auch ein anderes Ziel haben, als meine Familie.
    Der Routenplaner wird es schon richten… 😉
    Also, wann geht´s los?

    3
    1

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.