Modelljahr 2021. Volvo limitiert jetzt auf Tempo 180.

Schneller,  sicher. Volvo limitiert auf Tempo 180. Alle Modelle ab Modelljahr 2021, dessen Produktion jetzt anläuft, sind davon betroffen. Der schwedische Hersteller setzt auf mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Straßenverkehr. Spannend! Denn wie wird die Akzeptanz der Kunden sein? Kaufen die in Zukunft ein schwedisches Auto, das bei 180 abriegelt?

Volvo V90 Modelljahr 21. Limitiert auf 180 km/h.
Volvo V90 Modelljahr 21. Limitiert auf 180 km/h.

Ich erinnere mich… Vor Jahren fuhr ich immer mal wieder amerikanische SUV – von Chevrolet oder Jeep,  und ihre Limitierung bei höheren Geschwindigkeiten empfand ich als lästig und teilweise sogar als gefährlich. Dabei war es eine vermutlich weise Entscheidung. Fahrwerk, Reifen und Bremsen entsprachen nicht den europäischen Anforderungen. Deshalb war es für Material und Mensch besser bei 170, 180 zwangsweise die Bremse reinzuhauen.

Jetzt aber Volvo? Zugegeben, Volvo Fahrer stehen nicht unter Generalverdacht,  aggressiv auf der linken Spur zu wildern. Da haben andere Marken die Haube deutlich vorne. Und außerhalb der Bundesrepublik spielt die Option auf freie Fahrt nur eine theoretische Rolle, was könnte also schiefgehen? Eine ganze Menge!  Deutsche Marken leben vom Image Autobahn. Aber nicht nur. Wer in Asien ein europäisches Fahrzeug erwirbt, der bekommt zusätzlich zu einem geschröpften Bankkonto eine Menge Image. Dazu das Versprechen,  sicher viel schneller als 120, 130 fahren zu können. Mit dem unerschütterlichen Glauben, dass Fahrwerk und Bremsen dafür ausgelegt sind. Das dieses Versprechen äußerst optional bleiben wird, ist zweitrangig.

Dinge können enttäuschen, Möglichkeiten nie.

Volvo könnte auf die Idee kommen, parallel zur Limitierung zu sparen. An Bremsanlagen, am Fahrwerk. Der Hersteller hat versichert, das nicht tun zu wollen. Was beruhigend klingt. Die Versuchung aber bleibt,  denn die Verlockung der Gewinnmaximierung steht immer hinter der nächsten Ecke bereit. Es ist zu hoffen, dass Volvo ihr widerstehen wird.

Zurück zu den Tempo-limitierten amerikanischen Fahrzeugen vom Beginn des Beitrags. Ihre Limitierung wurde akzeptiert, weil es viel Fahrzeug für vergleichsweise wenig Geld gab. Auf Volvo trifft das nicht zu. Die Preisgestaltung ist in den letzten Jahren dem enteilt, was man bürgerlich nennen darf. Hohe Preise gehen mit hohen Erwartungen einher. Volvo trifft diese im Design und bei der Verwendung von meist ausgesuchten Materialien. Wird das ausreichen und davon ablenken, dass der Schwede vor der Haustüre nur 180 läuft, während Nachbars gleich teurer BMW viel flotter ist?

Letztlich ist die Limitierung auf Tempo 180 eine Frage der Reife.

Die der Käufer. Darauf setzt man in Göteborg. Auf die Einsicht, dass Ressourcen endlich und das Leben kostbar ist. 180 sind so gesehen im Prinzip immer noch zu schnell. Die Schweden verfeinern ihre Entscheidung mit weiteren Komponenten. Kameras und Sensoren begleiten die Fahrt und reduzieren die Geschwindigkeit notfalls bis zu Stillstand, wenn der Fahrende Ausfallerscheinungen erkennen lässt. Das Care Key Konzept ist mit dem Modelljahr 2021 bei jedem neuen Volvo in Serie an Bord. Es ermöglicht, die Geschwindigkeit individuell noch weiter zu limitieren. Auf einen geringeren Wert, bei dem man sich sicher unterwegs fühlt. Oder auf eine Geschwindigkeit, den man Fahranfängern im Familienkreis zutraut und die dem Eigentümer des Fahrzeugs ein gutes Gefühl gibt.

Ob Volvo sich mit der Limitierung durchsetzt, bleibt offen. Der Trend zum Elektroauto spricht für ein kommendes Tempolimit auch in Deutschland. Die Umweltdiskussion, die aktuell hinter der Corona-Krise an Aufmerksamkeit etwas zurücktritt, ebenfalls. Aber Autos sind nun einmal irrationale Dinge. So wie Menschen stolz waren, sich das schnellste Pferd im Ort leisten zu können, so scheint heute immer noch ein potentes Auto vor der Türe parken zu müssen. Denn nicht umsonst verkauft Mercedes die AMG Modelle und BMW die Fahrzeuge mit dem bekannten M am Bug wie geschnitten Brot.

Alles eine Frage der Reife, und letztendlich wird sich zeigen,  wie weit wir wirklich seit dem Umstieg von Pferd auf den PKW damit gekommen sind.

Bild / Video (1/1): Volvo Cars

34 Gedanken zu „Modelljahr 2021. Volvo limitiert jetzt auf Tempo 180.

  • Ich persönlich finde die Limitierung gut, frage mich allerdings, was das für eine Auswirkung auf den Absatz der stärkeren Modell hat. Aber wir auch hier bald ein Tempolimit haben werden, ist es eh hinfällig, sein Auto nach der Höchstgeschwindigkeit zu kaufen.

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  • Eine Frage der Reife… Sehr gut formuliert, denn so ist es tatsächlich. Vielleicht den Beitrag auch an Volvo Deutschland weiterleiten, die könnten ihn 1:1 übernehmen. Spaß beiseite…
    Ich finde die Limitierung ebenfalls gut und zeitgemäß. Ob potentielle Volvo Kunden dies ebenso bewerten ist nach meiner Meinung offen. Wir werden sehen.

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  • Ein rein deutsches Problem. Oder. Das mit der Reife ist so eine Sache. Auf deutschen Autobahnen bewegen sich oftmals viele unreife Fahrer, meist mit deutschen Produkten. Muss man den mit seinem
    „Familienbomber“ schneller fahren als 180 Km/h? Thema Treibstoff sparen? Marketingstrategen brüsten sich gern mit 4, 5, oder noch weniger Verbrauch, aber nich bei 180+ auf der Bahn.
    Ansonsten bin ich der gleicher Meinung, der Markt und die Volvofahrer werden und aufzeigen, ob dies akzeptiert wird. Vielleicht der Erste von vielen Herstellern die diesen Weg zukünftig beschreiten werden.
    Gut fahre ich Saab.

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  • Selbst die Schweden …

    scheinen mir nicht reif dafür. Die Dichte an jüngeren und jüngsten Volvos im Land ist enorm.
    Trotz der Eigentumsverhältnisse gibt es offenbar einen gewissen Stolz auf und eine Solidarität mit der Marke.

    Und gesittet sind sie ja fast immer alle Unterwegs. Es ist schon irrational, trotzdem viel unter der Haube zu haben, aber sie haben es, haben es fast alle ! ! !

    Man sieht weit mehr T-irgendwas, als Modelle mit Einstiegsaggregat …

    Vielleicht machen die schwedischen Käufer trotzdem mit?

    Die Markenbindung ist noch immer hoch. Aber Zweifel sind angebracht. Für andere Märkte gilt das gleich doppelt.

    Der Umwelt- und Sicherheitsaspekt zieht auch nur eingeschränkt. Wer gestern Autos unter dem Aspekt, ich könnte wenn ich wollte und dürfte, gekauft hat, der kauft nicht von heute auf morgen unter dem Aspekt, selbst wenn ich wollte und dürfte, ich könnte nicht mehr …

    Zumal es weder der Umwelt noch der Sicherheit dient, wenn unter der Haube weiterhin Pferde für 250 Km/h Plus lauern und im Stadtverkehr, auf Landstraßen und Autobahnen mehr Sprit als ein kleinerer und leichterer Motor verbrauchen.

    Ein elektronisches Zaumzeug ist ineffizient und ein Stück weit unehrlich. Ehrlich und Effizient wäre es, die Motoren von Autos so klein und schwach zu dimensionieren, dass sie gar nicht schneller könnten, selbst wenn sie wollten und dürften.

    Dann würde im Prospekt nicht nur die Höchstgeschwindigkeit sinken, sondern auch die Verbrauchswerte. Es würde aber auch die Zeit für den Ich-könnte-wenn-ich-wollte-Sprint von 0 auf 100 steigen.

    So wenig Ich-könnte und so viel Einsicht und Vernunft traut Volvo seinen Kunden dann auch wieder nicht zu.

    Für mich ist der Begrenzer dann auch weder Fisch, Fleisch noch Tofu.

    Lustig finde ich, dass 2021 mein 51 Jahre alter 164E schneller (193 Km/h) als alle Göteborger Neuwagen sein wird – wenn ich wollte, versteht sich. Lustig auch, dass ich ihn zufällig und freiwillig noch nie über 180 beschleunigt habe (ein einmaliger Test).

    Jetzt sind seine Enkel elektronisch geregelt und assistiert also auch so unterwegs. Wow …

    Ich esse übrigens Fisch, Fleisch und Tofu, aber einen neuen Volvo kaufe ich wohl eher nicht …

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  • Für mich persönlich spielt die Limitierung keine Rolle, fahre aktuell einen leistungsstarken Kombi von Volvo, da er MY 2020 ist, hat er noch keine Limitierung, jedoch dürfen wir in der Schweiz offiziell eh nicht schneller als 120 Km/h.
    Ich glaube nicht, dass Volvo wegen der Limitierung deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen wird, steht ein Volvo doch eher für Komfort, Sicherheit und Langlebigkeit als für Sportlichkeit.

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  • Zitat:
    Alles eine Frage der Reife, und letztendlich wird sich zeigen, wie weit wir wirklich seit dem Umstieg von Pferd auf den PKW damit gekommen sind.
    Perfekt! Hier zeigt sich “im Kleinen”, wie weit wir uns als Mensch (weiter-)entwickelt haben…
    (bei mir im ländl. Umfeld sind mir 3 (!!!) AMG Besitzer bekannt… 🙁 )
    Ach ja, VOLVO gönne ich den Erfolg der Marketing-Geschichte.

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  • Mein “Schiff” hat auch eine “Limitierung” (bei 210 km/h).

    Ich fahre zwar selbst auf freien Autobahnen eigentlich längst nie so schnell (bzw z.B. nur mal am Anfang, um eben diese Limitierung zu testen). Ich “gleite” lieber las zu rasen! 😉

    Aber ein großer Fan einer generellen Limitierung bin ich trotzdem nicht unbedingt.
    Eine “Limitierung” sollte doch bei jedem schon von sich aus freiwillig im Kopf einsetzen (und die kann ja aber auch von Fall zu Fall mal und dann auch noch Situation zu Situation anders sein).

    Könnte man das nicht anders und mittlerweile schon intelligenter lösen, z.B. ohne zu hohen Endgeschwindigkeiten, aber ohne gleich auch an eigentlicher “Leistung” groß einzubüßen?

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  • Endlich ein Automobilhersteller, der mit Verantwortung in Vorleistung geht!
    Es gab ja auch mal Automobilisten, die sich partout nicht anschnallen wollten……
    Neben meinem alten Saab einen Volvo als Alltagsauto: gerne immer wieder.

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  • Man beobachtet in den letzten Jahren immer mehr, dass viele Audi und BMW Fahrer auf einen Volvo
    umgestiegen sind. Leider fahren diese dann auch so. Auf der Autobahn kann man somit immer häufiger drängelnde Volvo Fahrer beobachten. Früher war das nicht so !
    Ich hoffe, dass diese Käufer sich von einem Volvo , durch die Beschränkung, abwenden.
    Aus diesem Grund, begrüße ich die Beschränkung auf 180 km/h.

    Solche Rücksichtslosen Fahrer passen nicht zu einem Volvo , übrigens auch nicht zu einem Saab !
    Das Klientel der Volvo und Saab Fahrer fährt meistens sehr rücksichtsvoll und entspannt.

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  • Ich fahre neben Saab auch noch einen Lexus-SUV. Der ist auch bei 180 limitiert. Das hat mich noch nie gestört. Ich finde es gut so…

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  • Viel konsequenter …

    fand ich den Schritt von Saab vor mehr als 10 (!) Jahren. In einem Auto von mehr als 5 Metern einen Motor aus einem Mini ? ? ?

    Der 1.6T im NG war eine Sensation. Wenn wir Sprit sparen und weiterhin Verbrenner bauen wollen, dann müssen wir auf Dimensionen und Gewicht achten.

    Ein elektronischer Begrenzer bringt in der Stadt, auf der Landstraße und limitierten Autobahnen exakt null Komma nix.

    Es ist vollkommen gleichgültig, ob der in einem 400 PS Volvo, einem Porsche Cayenne oder einem 660 PS AMG verbaut wird.

    Sprit spart man so allenfalls in D auf ein paar Km unlimitierter BAB. Es heißt aber nicht German, sondern Global Warming …

    Kleinere Motoren erlauben leichtere Kupplungen und Getriebe, leichtere Fahrzeuge erlauben kleinere Bremsanlagen (und werden somit nochmals leichter) und so weiter und so fort …

    Je leichter ein Auto wird, desto umweltfreundlicher und agiler ist es auch mit einem relativ kleinen Motor. Es geht um intelligente Hardware und physikalische Gesetze, nicht um Software, die noch nie jemals auch nur ein einziges aller physikalischen Gesetze ausgehebelt hätte …

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  • da ich definitiv, werde Sa. 67, ein neues Auto im meinem Restleben nicht mehr kaufen, geschweige denn fahren will ist mir das egal.

    Bin derzeit auf der Suche nach einem 900 turbo und einem 914/6 Breitbau, bevorzugt 2.4 oder mehr.

    Diese Verkehrserzieher können mich …

    Ich fahre immer schnell und immer angepasst, bin kein Drängler und erst recht kein Schleicher, habe 0 Punkte trotz ca. 15.000 km/anno, aber der Irrsinn hat langsam aber sicher System

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  • Wie es richtig geht zeigt Mazda ! Hubraum statt kleiner Motoren. Der neue Skyactiv X mit 180 PS ist sehr sparsam und ausreichend schnell.
    In einen Saab 9-5 oder obere Mittelklasse gehört Minimum ein 2 Liter Motor .
    Ford hat es sogar im Mondeo mit einem 3 Zylinder 1 Liter und 125 PS versucht. So etwas fährt doch gar nicht…..ab 120 km/h ist doch so ein Motor so angestrengt, dass er anfängt zu saufen !

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    • Ja, Mazda macht das ganz richtig. Jenseits des Mainstreams. Subaru übrigens auch. 2.5 Liter, 4 Töpfe, ohne Aufladung. Nicht schlecht. Ein alter Saab 9000, mit oder ohne Turbo, fährt auch heute noch mit dem 2.3 Liter traumhafte Verbrauchswerte ein. Hubraum ist eben kaum zu ersetzen und in der Ruhe liegt die Kraft oder der sparsame Verbrauch.

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  • ‘Liebe Kunden, wir haben die Antriebe geschrumpft’ ist bei Volvo ja schon geschehen, mehr als 2 Liter Hubraum und 4 Zylinder gibt es weder für Geld noch gute Worte. Da kann man die Abregelung bei 180 km/h ja schon fast folgerichtig nennen.

    In dem Zusammenhang finde ich die Frage interessant, ob ein Volvo auch immer diese 180 km/h erreichen können muss, oder soll? Oder sind auch Einsteigermodelle denkbar, bei denen die maximale Antriebsleistung ‘nur’ für 160 – 170 km/h reicht, wenn selbst der Top-of-the-Line-Bolide nicht mehr als 180 km/h erreicht?

    Vielleicht ist das ja der nächste Schritt, dass sich Volvo traut, bei den 90-er-Hybrid-Modellen einen Dreizylinder einzusetzen?

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  • @ Capri 73,

    ganz wie Sie meinen …

    Sie sind mit dieser Meinung ja auch in guter Gesellschaft. In den USA hat man unter dem Eindruck der damaligen Ölkrise V8 mit 5.4 Litern auf 140 PS abgeregelt und das Wunder war vollbracht ….

    Der Verbrauch war gegenüber 420 PS gedrittelt und die Performance gegenüber einem 140 PS Europäer weiterhin ein Vielfaches …

    Ist ja auch logisch, dass ein Auto mit dem 2,7-fachen Hubraum die 2,7-fache Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit hat, wie ein 2.0 Liter …

    Die Dinger fuhren also tatsächlich über 500 Km/h und waren in 3 Sekunden von 0 auf 100. Und weil Hubraum auch ökologisch durch nichts außer durch Hubraum zu ersetzen ist, haben die Dinger auch um den Faktor 2,7 weniger Sprit gebraucht.

    Das waren innerstädtisch ca. 4 und auf Landstraßen sogar nur 2 Liter …

    Mal im Ernst, Sie wollen doch nicht ernsthaft den Hubraum antiproportional zum Verbrauch und Umweltschutz setzen?
    Und was wäre daran ggf. noch typisch Saab und was könnten Sie physikalisch erklären und begründen?

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  • Lieber Herr Hürsch, sehr viele Autozeitungen können meine Sichtweise bestätigen. Wenn so ein Kleinstmotor gefordert wird, fängt er an zu saufen.
    Schauen Sie sich mal in der aktuellen AutoBild Allrad den Zugfahrzeug Test des Honda CRV 1,5 VTEC mit 173 PS an. Kein Vergnügen mit so einem Auto einen 2T Anhänger zu ziehen und der Verbrauch erst.
    Ich ziehe mit meinem 9-5 2,3 T 185 PS spielend einen Pferdeanhänger mit 1,7 T ins Waldecker Land mit 13 Liter Verbrauch.
    Schauen Sie Mal in den Katalog von Saab 9-5 !
    Der sparsamste Benziner ist der AERO mit der höchsten Leistung !

    @ Tom, ja Subaru baut auch immer noch tolle Autos mit Hubraum !

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  • @ Capri 73,

    ja was denn nun? Erst sagen Sie, dass Hubraum Sprit spart und nun, dass die höhere Literleistung die effizientere Lösung und der Aero (2.3T) Ihrem 2.3t auch ökologisch überlegen sei.

    Dass das für mich keinen Sinn ergibt, sehen Sie mir bitte nach.

    Entweder ist per se der größere Motor besser (dann sollten Sie sich einen fetten V8 zulegen), oder es gibt tatsächlich Möglichkeiten für ein intelligentes Down-sizing …

    Ich dachte, diese Diskussion sei längst entschieden. Zumal auf einem Saabblog. Die Marke ist mir niemals durch großen Hubraum aufgefallen …

    Eher dadurch, dass ein relativ kleiner 4-Zylinder (9K Aero) zeitgenössischen V8 einen sowohl performant und auch ökologisch intelligenten Stinkefinger zeigen kann.

    Was ist hier plötzlich los?

    Hubraum sei durch nichts zu ersetzen, außer durch Hubraum, kann auf einem Saabblog doch wohl kaum und ernsthaft Dogma sein ? ? ?

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  • Es ist immer wieder äußerst spannend die Kommentare zu lesen wenn es um Geschwindigkeit und deren Begrenzung oder Beschränkung geht. Das wird gerade hier in Deutschland immer ein heißes Thema sein und bleiben.
    Ich bin viel unterwegs und ja, man braucht in der Tat kein Auto das schneller als 180 km/h fährt. Viele Dinge im täglichen Leben sind über proportioniert oder sogar überflüssig. Nur beim Auto wird in der heutigen Zeit gleich das Schwert rausgeholt.
    Zwei Dinge lehne ich für mich allerdings vollkommen ab. Zum einen die Behauptung das man unreif ist wenn man auch gerne mal 181 km/h 😉 fahren möchte und die Bevormundung durch einen Hersteller der mich zwingen will nicht schneller fahren zu können. Diese, vernünftige oder unvernünftige, bzw. reife oder unreife Entscheidung treffe ich gerne selbst. Daher ist für mich Volvo raus aus meinem Focus.

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  • Lieber Herr Hürsch,
    mein Text ist ja nicht schwierig zu verstehen !
    Die Größe des Motors sollte zur Größe des Autos passen ! Ein 1,6 T passt einfach nicht zu einem 9-5 er !
    Und ein 1 Liter Dreizylinder nicht zu einem Kompaktwagen und da geht Mazda halt den richtigen Weg !
    Ganz einfach !

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  • @ Capri 73,

    das haben Sie sehr schön postuliert und in Stein gemeißelt.

    Und doch baut Koenigsegg jetzt einen hochpotenten Dreizylinder und der 1.6T im NG hat 30 Pferde mehr als der 2.0t im Vorgänger und sogar eine fast identische Drehmomentkurve …

    Wäre auch nicht meine Wahl gewesen – muss ich ganz ehrlich zugeben. Aber heute würde ich ein NG SC auch mit dem 1.6er jedem Mazda vorziehen, wenn es ihn denn gäbe.

    Je nach Ausstattung ist er übrigens bis zu 300 Kg leichter als der 2.8T XWD und hat auch mehr Zuladung.

    Intelligentes Down-sizing ist möglich.
    Ganz einfach !

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    • Na ja. Ich unterbreche die Diskussion ungern. Der 1.6T war im 9-5 NG alles andere als eine Quelle der Freude. Ein GM Motor dem man nur mit einem (nicht offiziellen) Tuning Beine machen konnte. Nach meiner Meinung in diesem Auto der falsche Motor.

      Antwort
  • Auf dem Papier und für die EU Werte hört sich das ja alles ganz gut an.
    Die Praxis sieht anders aus……

    Antwort
  • Nein, auch in der Praxis verbrauchen leichtere Autos weniger als schwere.

    Das mag Ihnen nicht gefallen, ist aber trotzdem so.

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  • Unterbrechen?

    Jederzeit gerne. Ich bin jetzt perplex und lerne gerne. Es war im Zuge der Insolvenz vielfach von BMW die Rede. Von gelieferten Motoren und Verbindlichkeiten …

    Offen und ehrlich gesagt, ich dachte ernsthaft, der 1.6 sei von BMW und aus dem Mini …

    Da ist mir jede Form der Korrektur und Aufklärung sehr willkommen.

    Antwort
    • Schon (fast) richtig. Die BMW-Motoren waren für den 9-3 III (Phoenix) der nie kam. Und für 9-4x II und 9-5 III. Im 9-5 NG gab es nur GM Motoren in deren Entwicklung Trollhättan partiell eingebunden war. Der 1.6 war leider nur ein uninspiriertes Opel-Aggregat.

      Antwort
  • Lieber Herr Hürsch, sie dürfen sich gerne einen Mondeo mit Dreizylinder 1 Liter Motörchen zulegen. Ist ja leichter und sparsamer, wie sie behaupten.
    Vielleicht können sie sich auch ihren 9-5 er umbauen lassen. Von der Größe passt das Motörchen in den 9-5 er !
    Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.
    Übrigens ich bleibe bei 2,3 Liter Turbo !

    Antwort
  • Freut mich, dass Sie sich so prächtig amüsieren..

    Ich habe derweil mit meinem gehirschten Kleinmotor (2.0t) mehr Spaß als Sie mit Ihren 185 Pferden. Ich sprach von intelligentem Down-sizing und denke dabei nicht in so engen Grenzen, wie Sie …

    Sie, Monsieur Capri, haben natürlich den einzig optimalen Motor, die goldene Mitte.

    Bei 2.5 sprechen Sie bereits von einem großen Motor und bei 2.0 von einem Mindestmaß. Außerdem muss es ein Vierzylinder sein. Streng genommen muss es genau Ihr Auto sein …

    Ginge es nach Ihnen, wären die Automobilgeschichte und die Welt um etliche spannende Fahrzeuge, Motoren und Konstruktionen ärmer.

    Und in Schweden wäre vor 1968 kein einziges Auto gebaut worden …

    Und was die Zukunft betrifft, 1.6 sind übrigens nur 20% kleiner als 2.0. Es werden bereits heute Motoren in Serie realisiert, die Ihren 2.3t an Literleistung und Drehmoment um mehr als das Doppelte übertreffen.

    Und allen voran täte Saab heute vermutlich genau das (siehe Kommentar von Tom) …

    Aber lachen Sie nur. Sie werden gute Gründe und auf ewig das einzig goldrichtige Auto haben, das je gebaut wurde.

    Antwort
  • Lieber Herr Hürsch, ich glaube, sie wollen mich gar nicht verstehen oder sehen nur ihre Meinung.
    Der Motor muss zum Auto passen !
    Ich fahre sehr viele verschiedene Motoren.
    Unser 9-3 1,8 T läuft sehr harmonisch mit 150 PS
    und 240 NM . Ein vergleichbarer Dreizylinder mit erheblich weniger Hubraum würde nicht so fahren.
    Bei Autobahn Tempo 160 km/h würde er auch deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen oder im Anhängerbetrieb !

    Vor 40 – 50 Jahren waren die Ansprüche an ein Auto andere…..auch die Endgeschwindigkeiten.
    Mein Ford Capri 1,6 Liter 72 PSAutomatic hat nur eine Spitzengeschwindigkeit von 151.
    Das Auto bewegt sich….. allerdings wiegt es auch sehr wenig….hat z.B. auch kein Radio.
    Aber das kann man mit Heute nicht vergleichen.

    Ich freue mich , dass sie Spaß haben mit ihrem 2,0 T. Hätte ich sicherlich auch.
    Und das Saab keine Autos mehr baut ist ja sehr schade….aber es hat auch etwas positives….keine Dreizylinder und ich habe mit dem 9-3 Kombi immer noch das aktuelle Modell….es gibt ja keinen Nachfolger…..kleiner Scherz….

    Freue mich schon sie einmal persönlich kennen zu lernen.

    Antwort
  • Vermutlich ist die Abregelung bei 180 km/h neben der Frage der Reife auch eine Frage der Reifen. Wo bisher Reifen mit Geschwindigkeitsindex H oder V erforderlich waren, weil die Fahrzeuge mit mehr als 200 km/h Höchstgeschwindigkeit angegeben waren, werden dann zukünftig vermutlich Reifen mit Geschwindigkeitsindex T montiert werden (ich vermute mal, dass man nicht genau grenzwertig auf S gehen wird).

    Damit kann Volvo bei der Erstausrüstung etwas sparen (pro Reifen relativ wenig, aber die Masse macht es dann) und die Kunden auch ein wenig bei der Ersatzbeschaffung.

    Antwort
  • @ StF (Reifen),

    extrem steile These. Der letzte Reifen, den ich mit Index T gekauft habe, war ein 15″ Winterreifen 195/65 …

    Nach heutigen Maßstäben ein Teerschneider. Hat Volvo aktuell überhaupt ein einziges Auto mit diesen Rad- und Reifendimensionen im Programm?

    Könnte schwierig werden für Volvo, auf T oder gar S zu gehen. Am Markt werden die nicht fündig und mit Sonderwünschen sparen sie kein Geld.

    Ich denke, die Reifenfrage fällt erstmal weg. Die Reifeprüfung der Kunden wird auch so schon ein sehr spannendes Experiment mit offenem Ausgang …

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    Antwort
  • Um die Wahrheit zu sagen, ich weiß nicht ob Volvo Standard-Reifen von der Reifenindustrie verbaut, es würde mich aber sehr wundern.
    Von deutschen Herstellern kenne ich es so, dass bei der Erstausrüstung Reifen mit Verschleißanzeigern montiert sind, ich wäre überrascht, wenn Volvo das nicht machen würde.Das ist eine Reifenvariante, die sie im freien Reifenhandel ohne weiteres häufig gar nicht bekommen.

    Von Opel und VW habe ich gelesen, dass sie zum Teil spezielle Reifenversionen bekommen, bei denen die Steifigkeit der Reifenflanken optimal auf die Federung ihrer Fahrzeuge abgestimmt ist. Das gilt vermutlich aber nur für die in großen Stückzahlen georderten Standardreifen. Ob das bei Volvo auch so ist, kann ich aber nicht sagen.

    Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die großen Hersteller auf alle Fälle Sonderversionen der Reifen zur Erstausrüstung kaufen. Da wäre dann die Frage, ob eine weitere Änderung den Braten noch wirklich fett machen würde? Insbesondere eine, die eine geringere Schnelllauffestigkeit zur Folge hat.

    Antwort
  • Schöne neue Welt, in der alles reguliert wird. Für freiheitsliebende Menschen ein Greuel. Ich empfehle mal die Klassiker der Utopien bzw. Dystopie zu lesen (1984, Schöne neue Welt, etc.) – das alles wurde schon vor 100 Jahren vorhergesagt. Am Anfang scheint es ja noch schön, dass alles von oben “zu unserem Besseren” vorgeschrieben ist. Aber dann …

    Antwort

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