Frankreich oder Schweden? Citroën und Peugeot vs. Saab!

Waren die Zeiten früher besser? Sie waren aus automobiler Sicht vielfältiger. Eckiger Einheitswahn in SUV Form war noch weit weg, Individualität aber möglich. Richtig bunt wurde es in den frühen 90er Jahren, als Citroën XM und Peugeot 605 zur Höchstform aufliefen. Saab stellte sich ihnen mit dem 9000 CD entgegen. Kann man diese drei sehr unterschiedlichen Charaktere überhaupt miteinander vergleichen?

Zwei Franzosen und ein Schwede 1991 auf dem Anderstorp Ring
Zwei Franzosen und ein Schwede 1991 auf dem Anderstorp Ring

Ich erinnere mich noch gut an die Premiere 89 auf der IAA und bei der lokalen Citroën Vertretung. Meine Saab Zeit lag noch vor mir, der CX Turbo war Realität. Der XM polarisierte. Nicht nur im Vergleich mit Saab, sondern auch die traditionelle Citroën Klientel. Er war ein Auto aus der Zukunft, mit einer ausgeprägten Keilform,  wie Saab sie später abgemildert beim 9000 CS aufnahm. Zukunftselemente setzten sich im Innenraum fort, worunter der Bedienkomfort litt. Aber das war egal, der XM war ein Auto auf einer Mission. Und alles andere war nicht so wichtig.

Beliebig kam im direkten Vergleich der Peugeot 605 daher. Saab nennt ihn fade, man darf auch konservativ sagen. Sein Design ist zwar gefällig, aber auch nichtssagend. Auf jeden Fall brachte der PSA Konzern das Kunststück fertig,  auf einer Basis zwei völlig unterschiedliche Charaktere entstehen zu lassen. Ob beide Marken sich damit in der oberen Mittelklasse Konkurrenz machten,  darf bezweifelt werden. Wer einen 605 fuhr, dem war der Citroën zu sehr das Auto von morgen. Oder übermorgen.

Wie immer gehen die Spotlight-Redakteure sehr fair mit den Modellen der Mitbewerber um. In vielen Disziplinen liegen die beiden Franzosen und der schwedische Beitrag auf einem Niveau. Bessere Bedienung im Saab, hoher Komfort im Citroën und im Peugeot durch Hydropneumatik beziehungsweise ein konventionelles, aber elektronisch geregeltes Fahrwerk. Der XM ist durch seine Heckklappe leichter zu beladen, die zweite Heckscheibe im Citroën unterschlägt die Redaktion leider. Sie verhinderte, dass Innenraumpassagiere bei geöffneter Klappe durch Zugwinde belästigt wurden. So viel Liebe zum Komfort war damals bei der Marke mit dem Doppelwinkel normal.

Die Schwächen der gallischen Mitbewerber sind klar definiert. Saab punktet mit dem starken Turbo. Dem kann der Europa-V6, den man auch bei Volvo findet, trotz 3 Litern Hubraum nichts entgegensetzen. Der Saab Motor hat ein Plus an Drehmoment und geht effizienter mit Kraftstoffen um. Ganz und gar nicht gut kommen die Vierzylinder an. Ohne Aufladung sind sie schwach im Durchzug und passen nicht in die gehobene Fahrzeugklasse. Sicher richtig beobachtet und auch heute noch gültig. Der XM hat mittlerweile Liebhaberstatus, der 605 ist mehr oder minder verschwunden, aber die Basismotoren bleiben weiter unbeliebt. Das änderte sich erst ein Jahr nach dem Vergleichstest. Ein 2 Liter Turbo mit anfänglich 141 PS war von nun an die goldene Mitte im Motorenangebot und begleitete die französischen Modelle bis zur Einstellung der Produktion.

Saab sieht am Ende des Vergleichs den 9000 CD Turbo vorne und schätzt ihn als das modernere Auto ein. Nimmt man die Motorentechnik und die Kernkompetenzen wie Sicherheit und Ergonomie, dann trifft dies wirklich zu. Generell fällt aber auf,  wie eng die Fahrzeuge in vielen Disziplinen zusammenliegen, auch wenn sie drei ganz ausgeprägte Charaktertypen sind.

Allen gemeinsam ist die lange Bauzeit. Zuerst verabschiedete sich 1998 der Saab 9000, ein Jahr später der 605. Der XM hielt bis zum Jahr 2000 durch. Während Saab mit dem 9-5 einen weiteren kommerziellen Erfolg lancierte, konnten die Franzosen mit dem 607 und C6 in Deutschland nie mehr an ihre große Zeit in den 90er Jahren anknüpfen.

18 Gedanken zu „Frankreich oder Schweden? Citroën und Peugeot vs. Saab!

  • Citroen, meine erste Autoliebe, 2CV, GS und dann Ende 70 iger einen CX. Was war das für ein Auto! Kam 1974 auf den Markt und sah aus wie von einem anderen Stern. Für den XM konnte ich mich nicht mehr so begeistern und so wechselte ich auf Lancia, nur um dann Jahre später bei Saab zu landen. Heute bin ich den zwei Verlierer-Marken Saab und Lancia immer noch treu, auch wenn es langsam ziemlich aufwendig wird die am Leben zu erhalten.

    Ein Erfolgserlebnis gestern. Mit dem Lancia Delta HF 1984 zum TÜV und ohne Probleme wieder raus. Der Prüfer hat über den komplett rostfreien Delta nur so gestaunt.

    Frohe Ostern wo auch immer und bleibt gesund!

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  • Danke Martin Schmuki,

    Spaß macht er in der Tat. Anders als die modernen Franzosen aus dem Film hat er sein max. Drehmoment ja auch schon bei 2.500 U/min.

    Schalter + Overdrive = spritzig + genügsam

    Schwarzes Leder und ursprünglich hellblau-metallic, leider vom Vorbesitzer umlackiert mit einem RAL-Ton …

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  • Einen 164E, so einen hatte ich auch einmal, in blaugrün metallic und cognac farbenem Leder, ganz feine Fahrzeuge.
    Da kann ich nur gratulieren und wünsche weiterhin viel Spass!

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  • @Alter Schwede

    Danke für den tollen Link – jetzt kann ich mir dieses höchst interessante Extra des Zitro-eeen auch bildlich vorstellen!

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  • @ Martin Schmuki,

    mir geht es so wie Ihnen. Ich mag auch Autos links und rechts von Saab und erkenne deren jeweiligen Schwächen und Vorzüge …

    Aber genau das gefällt mir ja auch an diesem Blog so gut. Die Berichte werfen immer auch einen fairen Blick über den Tellerrand. Der Blogger selbst scheint mir in erster Linie ein vergnügter Automobilist mit einem sehr weiten Horizont und in zweiter Linie ein überzeugter Saabfahrer zu sein.

    Außerdem sind alle Beiträge zu weit mehr als 90% faktisch korrekt. Hätte der ÖR diese Traumquote, würde ich ihn von morgens bis abends loben …

    Wenn Sie mit den 400er Volvos und deren Fronttrieben kommen, dann sollten Sie auch erwähnen, dass an diesen Autos technisch quasi nix von Volvo kam und es sich um Kleinwagen handelt. Die Dinger sind so sehr Volvo, wie ein 9-2 eine Eigenentwicklung von Saab wäre …

    Wenn hier der 850 als großer und moderner Wurf der Göteborger gehandelt wird, finde ich kein Haar in dieser Suppe. Alles korrekt und gut. Und das schreibt jemand, der sehr Volvo-affin ist und aktuell auch einen 164E sein Eigen nennt …

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  • Gut nennen wir es nicht Bashing sondern Seitenhiebe…..

    Wie stand es erst gerade in einem kürzlich von Ihnen verfassten Beitrag….
    “Der 740 GLE war veraltet, und man brauchte bis 1991, um eine Antwort auf die Herausforderer aus Trollhättan zu finden. Dann kam sie umso überzeugender in Form des 850, der mithilfe abgeworbener Saab Ingenieure auf die Welt kam.”

    Nein der Volvo 740 war nicht veraltet, er hatte eine Starrachse, dass ist richtig, dies war eine sehr aufwändige Konstruktion mit separatem Hilfsrahmen, die Vorteile der Starrachse sind ja hinlänglich bekannt, konstante Spur konstanter Sturz, kennt man ja auch vom SAAB 900 und 9000 😉
    Überlebt hat der 740 in überarbeiteter Form (940) bis ins Jahr 1998, so mies konnte er also nicht sein.

    Auch das der 850 nur mit Hilfe von abgeworbenen SAAB Ingenieuren entstehen konnte, wage ich zu bezweifeln, hatte doch der Hersteller aus Göteborg schon seit 1985 Fahrzeuge mit Frontantrieb im Lieferprogramm (440/460/480).

    Das es in diesem Artikel um den Citroen XM, den Peugeot 605 und den 9000er von SAAB geht, habe ich auch gelesen, bei der Feststellung das der PRV Motor, dem Motor von SAAB nicht das Wasser reichen könne, kam dann komischerweise trotzdem wieder Volvo ins Spiel 😉

    Da mein Herz halt neben SAAB auch für andere Marken aus Schweden und Übersee schlägt, ist mir das aufgefallen.

    An dieser Stelle möchte ich Ihnen aber auch noch ein grosses Lob aussprechen, der Blog ist stets sehr lesenswert und informativ. Gerade in dieser Zeit, ist es immer wieder ein willkommener Ausbruch aus dem Alltag, wenn wieder ein neuer Beitrag erscheint!

    P.S.
    ich habe diverse SAAB’s besessen, neben den klassischen 900ern (habe heute noch drei Stück) auch zwei 9-3er und mehrere 9-5er, ich habe sie alle geschätzt, auch diese Autos hatten ihre Stärken und Schwächen, wie es auch die Fahrzeuge von Volvo und jedem anderen Hersteller haben 😉

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  • Damals fand ich den XM schon klasse. Er stach so schön aus der Masse heraus, wie auch der BX wenn auch eine Nummer kleiner. Als GTI aber ein heißes Gerät. Hier noch eine Link zur 13. Scheibe des XM https://www.bxig.net/die-dreizehnte-scheibe-oder-was-unterscheidet-einen-citroen-xm-von-anderen-autos/
    Den 9000er fand ich erst nach dem Facelift schön und dann als Fließheck. Der Peugeot und sein Nachfolger waren aber auch sehr gute Autos und nicht ganz unerfolgreich. Die haben sich halt stark an die deutschen Mitbewerber gelehnt.

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  • Volvo Bashing …

    zumal vorsätzlich oder gar systematisch, habe ich hier auf dem Blog noch nie gefunden. Aber Martin Schmuki hat in der Sache Recht.

    Der viel gescholtene Euro V6 war ursprünglich ein 2,7 Liter Aggregat und wurde von Volvo ab 1975 in den 260er und später in 760er Modellen verbaut.

    Später trennten sich die Wege. Die Franzosen vergrößerten den Hubraum und Volvo hatte jegliches Interesse an den Dingern verloren.

    Im 900er hat es den nie gegeben. Stattdessen hat Volvo mit Beginn der 1990er verstärkt auf Turbos (4-Zylinder) und bei 6-Topfsaugern wieder auf Eigenkonstruktionen und Reihenmotoren gesetzt. Alle Benziner in den 900ern haben einen guten Ruf.

    Das Fahrwerk auch. Und die Kombis sind in ihrem Nutzwert unerreicht …

    Aber wie dem auch sei,
    Film und Artikel sind ein Vergnügen. Allein die Aussprache von Zitroh-eN ist Gold wert. Danke Tom ! ! !

    P.S.
    Die Motoren der Franzosen waren damals tatsächlich hoffnungslos unterlegen. 122 PS in einem PKW, der zumindest national der Oberklasse zugeschrieben wurde?

    Es verwundert ein wenig, wie gnädig das Filmchen damit umgeht. Heute würde man das gnadenlos ausschlachten.

    Mein persönlicher Sieger heute ist dann auch klar der 9K. Was sonst?

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  • … ich meinte natürlich, bevor die Passagiere EINsteigen … ts ts 🙁

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  • Uli Beitel

    Danke für diese informative und erheiternde Antwort – ich stelle mir gerade das grüne Männchen nach der Citroën-Dusche vor. Herrlich! 🙂

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  • @ ebasli

    Ich kann aus eigener Erfahrung nur von der Xantia sprechen:

    Hervorragende Lackierung, vor allem des vorderen Hilfsrahmens, auf dem die Motor-Getriebeeinheit installiert ist. Weit besser als bei meinen beiden 9-5 I, bei denen ich jeweils etliche Schutzlackschichten auftragen musste, um den unschönen Oberflächenrost zu vermeiden.
    Trotz der vergleichsweise dünnen Bleche der Xantia (entsprechend gab es miserable NCAP Crashtest-Ergebnisse, aber diese waren ebenso schlecht beim 900 II bzw. 9-3 I, die abeide auf der schwachen Struktur des Opel Vectra basierten) gab es absolut keine Rostprobleme.

    Einziger neuralgischer Punkt bei Xantia und XM: die oberen Befestigungen der vorderen Federbeine, die eine sorgfältige Konservierung erforderten. Im Extremfall bei sehr starker Korrosion in diesem Bereich konnten sich die Federbeine von ihrem Platz lösen und sogar die Motorhaube stark deformieren.

    Die oft skeptisch beäugte Hydropneumatik ist absolut problemlos, sofern man die grüne Flüssigkeit mindestens alle zwei Jahre wechselt und den Vorratsbehälter säubert. Eine Routinearbeit, die nur 30 Minuten erfordert – sofern man die Position der Schraube kennt, um den hohen Druck des Federungssystems entweichen zu lassen.
    Kennt man diese Position nicht, dann gibt es die berüchtigte “Citroen-Dusche”: Man sieht aus wie ein grünes (oder braunes – bei alter Flüssigkeit) Männchen, da man von oben bis unten begossen wurde :-).

    Schade, dass Citroen diese Hydropneumatik aus Kostengründen abgeschafft hat. Nicht mal für die Marketing geprägte “DS” gibt es dieses System, obwohl sich dieses kalkulatorisch wesentlich besser hier hätte unterbringen lassen. Chance vertan.

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  • Uli Beitel und Tom

    Danke für diese interessante Antwort. Und schier unglaublich, was für Finessen sich manche Designer oder Ingenieure ausgedacht haben. (Ich für mein Teil be- und entlade allerdings idR das Auto bevor die Passagiere aussteigen bzw. nachdem sie ausgestiegen sind. Aber witzig allemal.)

    Sehr interessant auch die anschauliche Schilderung, wie es einem auf der Rückbank des Citroën erging – und wie langlebig er auch war. Das entsprach ja eher nicht der landläufigen (deutschen) Meinung über frz. Autos.

    Wie schlug er sich denn beim Thema Rost im Vergleich zum Saab?

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  • @Ebasli

    Da ich neben Saab auch Citroen sehr schätze (ich hatte eine Xantia, der absolut keine Probleme bis zum Schluss, 470.000 km verursachte) und auch die XM vor allem formal besonders mag, kann ich die Frage nach der zweiten Heckscheibe beantworten. Beim Öffnen der Heckklappe bleibt diese in ihrer Position fixiert, d.h. sie verläuft parallel zur Scheibe der Heckklappe, wenn diese geschlossen wird.
    Natürlich kann diese zweite, innere Scheibe manuell geöffnet, also nach oben weg geklappt werden, z.B. für Reinigungszwecke – oder natürlich auch ausgebaut werden, wenn der gesamte Kofferraum bei umgeklappten Rücksitzen und Abdeckplatte benötigt wird.
    Eine gute Idee, aber diese Konstruktion kann bei älteren Fahrzeugen schon mal zum Klappern neigen, Abhilfe ist aber sehr einfach.

    Ich hatte vor ca. 17 Jahren in Schweden einen persönlichen Glückstag, als ich von unserem Vertreter mit einem XM vom Flughafen abgeholt wurde. Ich genoss diese Super-Federung (wie beim Xantia), leider saß ich auf dem Rücksitz und musste per Landkarte die Strecke zur zu besuchenden Druckerei “navigieren”, es gab ja noch keine Navis. Das Resultat: Ich stieg mit grüner, fahler Hautfarbe aus dem Auto, denn diese extrem komfortable Federung und das Schauen auf die Landkarte tat meinem Magen nicht gut. Auf den Vordersitzen hingegen, mit freier Sicht nach vorne, ist diese Hydropneumatik eine unübertroffene Sache, an die kaum ein anderes Fahrzeug heran kommt.

    Der Rückweg zum Flughafen: Nun mit einem Saab 9000 CS, vergleichsweise hart gefedert, aber hier hatte ich keinerlei Probleme auf dem Rücksitz.

    Trotzdem rangiert die XM in meiner Wertung vor dem 9000. Anders sieht es natürlich im Vergleich zum 900 I aus, meine bisherigen drei 900 i (bewusst keine Turbos) brachten es jeweils bis auf 560.000 km.

    Eine Kombination aus Citroen-Hydropneumatik mit der soliden Karosserie eines 900 I oder 9-5 wäre mein ideales Auto. Aber beides gibt es nicht mehr….

    Gruß,
    Uli

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  • Interessanter Bericht, etwas fällt mir in letzter Zeit immer wieder auf, etwas Volvo bashing scheint offensichtlich immer nötig zu sein, so lautet der Text “Dem kann der Europa-V6, den man auch bei Volvo findet, trotz 3 Litern Hubraum nichts entgegensetzen” finde dies schade und dem Blog eigentlich auch nicht würdig, falsch ist es ohnehin.
    Der Vergleich stammt von 1991, da war bei Volvo der 960 das Flaggschiff, dieser wurde aber von einem 3 Liter 24V Aluminium-Reihensechszylinder mit angetrieben. Ein modernes Triebwerk mit extremer Laufruhe und gutem Drehmoment. Zudem war der 960er mit einer Multi-Link Hinterachse ausgestattet, was neben hohem Komfort auch bestes Fahrverhalten mit sich brachte.
    So musste auch Technikens Värld im Herbst 1990 feststellen, das der SAAB 9000 gegenüber dem Volvo 960 das nachsehen hatte. So wurde dem SAAB zwar mehr Sportlichkeit attestiert, der Volvo überzeugte jedoch durchmehr Laufruhe und Fahrkomfort!

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    • Es geht in diesem Beitrag lediglich um den Euro V6, der unter anderem auch bei Volvo zu finden ist. Aber nicht um irgendein Modell von Volvo, sondern um Citroën und Peugeot. Ich frage mich, wo Sie Volvo “bashing” erkennen.

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  • Herzlichen Dank an den Blog für die tägliche (!) Ablenkung und Unterhaltung in Form einer schönen Dosis Saab! Auch dieser Film ist wieder eine gelungene Reise in drei Zeitmaschinen. Großartig, dass der Blog weder Zeit noch Mühen gescheut hat, diese alten Videos zu digitalisieren!

    Mal abgesehen von den Fahrleistungen und vom Verbrauch: Vom Innen-Design gefällt mir der 9000 mit Abstand am besten, von außen aber der “Zitro-eeen” 🙂 (herrliche Aussprache der Synchronstimme!). Liegt wahrscheinlich, wie Tom zu recht feststellt, daran, dass es ein Auto “aus der Zukunft” war und damit heutigem Geschmack näher kommt.

    Hätte man den XM deshalb nicht besser mit dem 9000 CC (Schrägheck) vergleichen sollen, der doch ja wohl auch bei den Saab-Fans das beliebtere Modell war?

    Und dann brauche ich leider noch ein bisschen Nachhilfe: Wo saß denn die zweite (!) Heckscheibe im Zitro-eeen??? Das kann ich mir beim besten Willen (leider) nicht vorstellen! War sie fest verbaut und trennte als Glaswand die Rücksitze vom Gepäckraum? Konnte man die Rückbank bei mehr Fracht auch umklappen? Was geschah dabei mit der zweiten Scheibe? Wurde die auch weggeklappt? Fragen über Fragen – allesamt eigentlich völlig irrelevant, aber sehr interessant! 🙂

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    • Die zweite Heckscheibe lag auf der Hutauflage auf. Klappte man die Heckklappe nach oben, um den Kofferraum zu beladen, blieb sie in Position. Es gab so keine Zugluft für Passagiere im Innenraum. Großer Luxus, Serie im Spitzenmodell mit V6. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, ist die Scheibe aus einem Kunststoffmaterial und kann herausgenommen werden. Sie neigt bei schlechten Straßen außerdem zur Geräuschentwicklung. Die Rückbank ist umklappbar.

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