Sion und die Auswirkungen auf Trollhättan

In München stehen die Zeichen auf Sturm! Die Gründer von Sono Motors ändern ihre Strategie, suchen den Schulterschluss mit der Community und versuchen,  Finanzierung und Unabhängigkeit zu retten. Das hat Auswirkungen auf ihren Zeitplan. Und natürlich auch auf Trollhättan.

Die Krise bei Sono Motors hat Auswirkungen auf den Bau des Sion in Trollhättan
Die Krise bei Sono Motors hat Auswirkungen auf den Bau des Sion in Trollhättan

Wäre alles nach Plan gelaufen, dann wäre die Produktion des Sion 2020 in der Stallbacka gestartet. Jetzt überwiegen die Unsicherheiten. Selbst wenn Sono Motors die Krise meistern sollte,  sind Verzögerungen heute schon sicher. Bis der erste Sion in Kundenhand ist, würde man das Jahr 2022 schreiben. Mit dem Start der Vorproduktion ist nicht vor 2021 zu rechnen.

Für Trollhättan bedeutet das (vermutlich) keine Produktion im kommenden Jahr. Auch wenn NEVS nach unbestätigten Berichten mit mindestens einem weiteren OEM im Gespräch ist. Das Einstellungsprogramm für mehrere 100 neue Mitarbeiter liegt auf Eis, es bleibt bei den rund 800 Arbeitsplätzen in der ehemaligen Saab Fabrik. Das Sono Projekt selbst hat man bei NEVS noch nicht aufgegeben. Noch ist man bereit,  den Sion im Lohnauftrag zu produzieren und wartet ab,  wie sich die Lage in München gestaltet. NEVS und Evergrande entwickeln im Moment 15 neue Elektrofahrzeuge, das Erste davon wird im 1. Halbjahr 2020 vorgestellt. Die Produktion startet 2021, vielleicht auch in Trollhättan, wo es mit der angekündigten Modellflut in den nächsten Jahren immer voller werden könnte.

Mittlerweile in München

Sono Motors kämpft derweil seinen Kampf um das Überleben und die Unabhängigkeit. Die Gründer suchen den Schulterschluss mit der Community. Ein Konzept, das über 10.000 Bestellungen ermöglicht hat, und von dem man sich in den letzten Monaten immer weiter distanzierte. Ein Fehler, wie man nun selbstkritisch einräumt. Die Zukunft geht, wenn überhaupt, nur gemeinsam mit den Fans.

Jetzt touren Jona Christians und Laurin Hahn in kurzfristig einberufenen Terminen durch das Land. Der erste Termin in Stuttgart wurde live übertragen, das Publikum überraschend älter als vermutet. Auf dem Podium machte sich eine Männerrunde breit. Die Diskussion war recht sachlich, nur ab und zu menschelte es ein wenig. Vielleicht zu wenig. Wer vor Jahren die Saab Krise hautnah erlebte, den kann kaum noch etwas erschüttern, auch wenn es hier und da Parallelen zu entdecken gibt.

Klar wird aber auch: Es geht um ein völlig anderes Produkt, weniger Auto, mehr Mobilitätsanbieter. Und der Unterstützerkreis unterscheidet sich stark. Allerdings sind seit 2011 auch viele Jahre vergangen. Ob der mit viel Einsatz geführte Kampf um die Zukunft zum Erfolg führt, bleibt unklar. Man wünscht es den Gründern und ihrer Idee. Vielleicht starten sie auch zu spät, hätten Monate vorher beginnen müssen. Ohne Erfolgsaussicht ist sie jedenfalls nicht.

Denn die riesige Crowdfunding Kampagne segelt mit dem Zeitgeist. Es gibt vor allem junge Menschen, die auf der Suche nach Alternativen sind. Nicht allein was die Mobilität angeht, der Trend geht tiefer. Weg von den Großkonzernen, keine Lust auf Produkte aus zweifelhafter Produktion und Wachstum um jeden Preis. Sono, und die Haltung seiner Gründer, entsprechen dem, was sie erwarten.

Am Ende entscheiden die Fakten. Im Schnitt erhält Sono Motors pro Tag die Zusage von einer Million, was rein rechnerisch nicht reichen wird. Dem Projekt deshalb keine Chance zu geben wäre aber verfrüht. Zum einen gibt es den Effekt der “Lemminge”, die erst dann in das Boot klettern, wenn gesichert ist, dass es nicht sinkt. Sie öffnen ihren Geldbeutel in dem Moment, wenn die Aktion kurz vor dem Ziel steht. Und dann könnte es den ein oder anderen Großspender geben, ein Philanthrop, der vor Weihnachten ein paar Millionen unter den Sono Baum packt. Unmöglich ist es nicht, Gelder auf der Suche nach einer sinnvollen Verwendung sind in diesen Tagen reichlich unterwegs.

20 Gedanken zu „Sion und die Auswirkungen auf Trollhättan

  • Trotz Islandmoos nichts los.. Das Fahrzeugkonzept ist interessant, das Fahrzeug unfassbar häßlich. Jeder eckige VW-Bus ist schöner und das will was heißen..

    12
    5
  • Sooo hässlich finde ich den Sion gar nicht – konsequent eckig, schlicht, funktionell. Klar, das Eckige muss man mögen. Aber ich empfinde das Schlichte fast wohltuend gegenüber dem derzeitigen Trend: Überall Leisten, Linien, Zacken, hier noch ne Sickung, da noch ne Delle und Biegung und das Kaleidoskop der LED-Rücklichter auf der Autobahn erinnert das schmerzende Auge an den aus den USA herübergekommenen Trend zur Hochrüstung der Weihnachtsbeleuchtung auf ein einziges blinkendes Inferno!

    Optisch ist der Sion für mich das in eckig, was der A2 vor Jahren in rund war: Absolut funktionell und seiner Zeit weit voraus. Und ich mochte ihn immer. Mein Mann hatte lange Jahre einen, es war ein extrem praktisches, schnelles und zugleich sparsames Gefährt. Ein schwerer Fehler von Audi, dessen Produktion einzustellen. Hoffen wir, dass es dem Sion besser ergeht und er zunächst überhaupt erst einmal produziert wird.

    Und “form follows function” ist ja eine unserer überzeugenden Saab-Maximen, gell?!! 🙂

  • Sono Motors ist doch mausetot. Die haben kein fertiges Produkt, kaum Technologie, warum sollte man da investieren. Die Betteltour bei den Vorbestellern halte ich für unversntwortlich, da das Risiko nicht adressiert wird. Den Sion braucht niemand mehr, bis der kommt gibt es genug Auswahl von anderen Herstellern.

    9
    11
    • Ich denke schon, dass sie das Risiko kommunizieren, während der Regional-Veranstaltungen auf jeden Fall. Die Frage ist vielmehr, ob die Adressaten die Botschaft verstehen wollen.
      Dass grobe Fehler gemacht wurden und der Sion weit hinter dem Zeitplan hinterherhinkt ist klar. Dennoch sehe ich ihn als interessanten Ansatz mit Nutzwert, Nachhaltigkeit und einem konsequenten Solar Konzept. Es wäre schade, würde er nicht auf die Straße kommen. Denn dann könnten die Kunden entscheiden, ob das Konzept einen Markt hat oder nicht.

  • Das finanzielle Risiko ist in der Tat hoch. Aber – wie Tom schrieb – neue, innovative, querdenkende, unabhängige, kleine Hersteller sind für ein bestimmtes Publikum deutlich interessanter als die quer- und steuersubventionierten “anderen Hersteller”, die viel zu spät und nur mit Kleeblattfunktion nichts wirklich Neues und vor allem auch nichts nachhaltig Produziertes anbieten.

    Und innovative, querdenkende, unabhängige, kleine Hersteller sollten gerade uns Saab-Fans doch sympathisch sein – oder???

    10
    3
  • @ Thilo (unverantwortlich),

    das ist interessant. Bitte etwas mehr Infos. Wie funktionieren die “unverantwortlichen” Vorbestellungen? Zahlt man bar im Voraus und ohne Quittung oder wie genau läuft das ab?

    Wenn Sie solide Informationen über eine unseriöse Finanzierung Sonos haben, dann teilen Sie diese bitte mit und mit uns …

    Aber mal ganz im Ernst, Sie sind mir hier bislang als jemand aufgefallen, der vermutlich auf der Gehaltsliste von Tesla steht. 2,8 sec von 0 auf 100 und dafür eine brandgefährliche 600 Kg Batterie aus Seltenen Erden, für die es keine zertifizierten Entsorger gibt, finde ich wiederum unverantwortlich.

    Und wenn Sie schon mal dabei sind, hier zu erklären, warum und wie ein Tesla S die Welt retten wird und dass der Cybertruck nochmals geiler und zudem ressourcenschonender sei, dann schieben Sie doch bitte noch gleich zwei Worte nach, was das mit SAAB zu tun hat, worin sich Ihr persönliches Interesse an SAAB und diesem Blog begründet …

    Das würde mich brennend (blödes Wortspiel zu Ungunsten Teslas) interessieren.

    12
    5
  • Ich denke für schöne Autos gibt es andere Marken, Sion soll, wenn es denn klappen sollte, seinen Zweck als praktisches Kompaktfahrzeug mit alternativem Antrieb erfüllen.

  • @ Ebasil (A2),

    der Sion weckt bei mir die gleichen Assoziationen und Erinnerungen. Der A2 war eine positive Ausnahmeerscheinung. Die Preise für Gebrauchte sind mind. stabil oder gar schon länger wieder steigend, je nach Ausstattung.

    Erst neulich schlich ich auf einem Parkplatz um einen schwarzen 1,4 TDI mit beigen Ledersitzen und schicken Felgen, der quasi im Neuzustand war. Überhaupt trifft man überwiegend bis ausschließlich auf sehr gepflegte A2. Ganz im Gegensatz zu anderen Modellen gleichen Alters dieser Marke, die bei mir aber ohnehin auf Desinteresse stoßen …

    Man kann es sich getrost sparen, die Besitzer abzuwarten. Ein solcher A2 ist in aller Regel ebenso unverkäuflich, wie ein Liebhaberstück von SAAB im Bestzustand.

    Und Sie sagen es, Audi hat einen schweren Fehler begangen, dieses moderne, ökologische und raumökonomische Wunder des dt. Automobilbaus erstens nicht richtig zu promoten und zweitens vorschnell ersatzlos einzustellen. Ich allein kenne drei ehemalige und ausschließlich begeisterte A2-Fahrer. So oder so ähnlich hätte ich mir einen SAAB 9-1 als Zweitwagen zu einem neuen 9-5 SC gewünscht.

    Und so gesehen hätte es auch etwas Versöhnliches, wenn Sono einen gewissen Erfolg erzielen und in Trollhättan fertigen würde – auch wenn mir ein kleiner Turbo unter der Haube und E85 im Tank oder wenigstens ein E85-Hybrid lieber wäre, als ein reines EV …

    Aber das wird ja zunehmend politisch entschieden, weniger aus technisch wissenschaftlicher Sicht.

    4
    2
  • Naja, also bei Vorbestellern um die komplette Bezahlung des Autos zu betteln, um endlich einen seriennahen Prototypen bauen zu können halte ich nicht für sonderlich seriös (offensichtlich gibts ja aus anderen Quellen kein Geld mehr, warum wohl?).

    Nächstes Jahr kommen massig attraktive BEVs von vielen Herstellern, wer soll da übernächstes Jahr den Sion kaufen?

    Und zu Tesla, auch da ist nicht alles perfekt, aber ohne Tesla würde es heute weder e-tron, noch EQC oder Taycan auf den Strassen geben und die deutschen Hersteller würden immer noch ausschliesslich ihre Betrugsdiesel entwickeln und verkaufen. Auch heute noch bietet ausser Tesla niemand die Kombination aus alltagstauglichen Autos zusammen mit dem für Langstrecke notwendigen Schnelladenetzwerk.

    Woher das Interesse für Saab, ganz einfach, die bauten einmal Autos, die sowohl in Bezug auf Sicherheit und Umweltfreundlichkeit richtungsweisend waren (dazu noch geräumig und sportlich, der 9000 Aero war zudem von 60-100 in der Elastizität besser als mancher Sportwagen) – genau hier sind wir beim Model S: umweltfreundlich, sicher, geräumig und sportlich – wie es Saab in seiner besten Zeit auch einmal war… Der Strom fürs Model S stammt im übrigen aus Wasser- und Windkraft (sofern der Bedarf die Produktion der PV auf der Garage übersteigt.

    Den Cybertruck brauch ich nicht, passt auch nicht auf europäische Verhältnisse, aber in USA sind F150 & Co eben die meistverkauften Autos.

    Und nochmal etwas zur Info (da hier es hier ja offensichtlich Leute gibt, die ihr Wissen aus AfD FB-gruppen oder ähnlich niveauvollen Quellen beziehen): Batterien von BEVs (egal ob Tesla anderer Anbieter) enthalten keinerlei seltene Erden, auch ist die Brandgefahr bei einem VerBRENNER um ein vielfach
    es höher…

    Und wer jetzt meint, mit Kobaltabbau, Wasserverbrauch oder ähnlichem Unsinn zu argumentieren zu müssen, empfehle ich folgenden Artikel:
    https://graslutscher.de/warum-es-meistens-unertraegliche-heuchelei-ist-wenn-besitzern-von-e-autos-das-kobalt-in-den-akkus-vorgerechnet-wird/

    BTW: Nein, ich verdiene kein Geld mit der Förderung von BEVs, aber je länger wir unseren CO2 Ausstoss nicht reduziren, desto schmerzvoller werden die zukünftigen Einschnitte und die langfrïstigen Folgen.

    8
    4
  • Ja, in der Tat, der A2 war ein echtes Raumwunder und als serienmäßiger (!) Viertürer unheimlich flexibel. Wir hatten auch den 90 PS-Diesel, flott und sparsam – und das tolle Glas-Panoramadach.

    Und für die E85-Wiedereinführung müssen wir uns nun endlich mal ein medienwirksames Konzept zurechtlegen. Wenn ich privat zeitlich mal wieder etwas Luft zum Atmen habe, werde ich mir das für 2020 auf meine Agenda setzen! 🙂

  • @Thilo

    Wer hier anders und differenziert Denkende (nichts anderes proklamiert Ihr “Gras-Link”) und Diskutierende dahingehend diffamiert, dass sie ihr Wissen von der Partei der ewig Gestrigen beziehen (!!!), hat nicht nur nichts verstanden, sondern m.E. hier auch nichts verloren!

    BTW: Ich wusste noch gar nicht, dass diese Rattenfänger den Sion unterstützen. Dem hatten Sie ja jede Existenzberechtigung abgesprochen und Kommentatoren mit anderer Meinung in deren Nähe gerückt.

    5
    1
  • Ich denke, viele hier hegen Sympathien für Sono Motors, da das Fahrzeug in der alten Saab Fabrik gebaut werden soll. Würde das Auto in China gebaut, würde es keinen interessieren !
    Faktisch braucht das Auto keiner. Es gibt genügend Hersteller die auch Service und Ersatzteile bieten zu ihren Produkten.
    Das Geld für Sono wird auch nie reichen, siehe Borgward…..da war viel Geld da und wo stehen die heute !

    4
    1
  • Nein, da ging es eher um die Fake-news (seltene Erden…), die Rattenfänger verbreiten die gleiche dumme Stimmungsmache zum Thema Elektromobilität…

  • @ Thilo (graslutscher),

    ich muss Sie aspektweise um Entschuldigung bitten. Mir war nicht bewusst, dass Sono Private um Vorkasse bittet …
    Wohlmeinend unterlag ich der Annahme, dass weitere Vorbestellungen die Voraussetzung für die seriöse Finanzierung eines Fehlbetrages durch Investoren und Banken sei.

    Da mir dieses Wissen fehlte, bat ich Sie ja auch um Klarstellung. Da ich dies und meine Skepsis Ihnen und Ihren Meinungen gegenüber nicht unbedingt zurückhaltend verpackt habe, will ich mich auch nicht weiter über Ihre Replik beschweren, die mir geistige Nähe zu misanthropischen Leugnern des Klimawandels unterstellt.

    Sie könnten allerdings kaum falscher liegen …

    Und zwar sowohl was meine Person und meine Sorge um das Klima betrifft, als auch im Bezug auf wissenschaftliche Fakten. Selbstverständlich fußen die Batterien von Tesla auf Seltenen Erden. Wer spricht von Kobalt? Lesen Sie sich doch bitte zum Thema Lithium ein.

    Mit Batterien von 600 Kg ist da schon morgen das Ende der weltweiten Ressourcen ausgeschöpft, wenn wir diesen Weg global und für die gesamte Menschheit gehen.

    Und alle Infos zur Brandgefahr habe ich ausschließlich aus dem ÖR. Der ist bekanntermaßen ein scharfer Kritiker der AfD und sonstiger Leugner des Klimawandels. Insofern erscheinen mir die Nachrichten zu Tesla glaubwürdig. Erst heute wurden (auf InfoRadio RBB) mehrere Brände von Teslas in D und Österreich thematisiert. Es war von 9.000 Litern Löschwasser für ein einziges Auto die Rede.

    Aber vielleicht ist der Graslutscher (ich habe mir nicht die Mühe gemacht, einem Link mit einem derart blöden Namen zu folgen) ja die seriösere Quelle?

  • Hallo,

    kein Problem.

    Und habe absichtlich niemand direkt angesprochen, ja leider verbreitete selbst das ÖR teilweise den Mist mit der Rohstoffgewinnung oder dem Wasserverbrauch aber instrumemtalisiert wird der Unsinn eben vor allem von den Neoliberalen und den rechten Idioten (umd natürlich der Öl-Mafia).

    Der Link ist trotz dem komischen Namen wirklich sehr empfehlenswert und regt sicher zum Nachdenken an (auch wenn ich selbst nicht so konsequent bin und z.B. noch, wenn auch selten, Fleisch esse).

    Die brauchbaren Elektroautos werden schon noch kleiner, Das Model 3 wiegt kaum mehr als ein herkömmlicher heutiger Mittelklassewagen, ID3 ist nochmals etwas kleiner und selbst ein upgedateter e-up hat heute eine ganz brauchbare Reichweite. Von Nordnorwegen nach Süddeutschland idt aber der Tesla die problemlose Variante, Fliegen muss heute ja wirklich nicht mehr sein (Seit das Model S den 9000 Aero abgelöst hatte, gabs bei mir konsequenterweise keine privaten Flugreisen mehr).

    Wer keine Gewinne vom Verkauf der Verbrenner hat, muss eben bei den grossen/teuren Autos anfangen, da dort eine bessere Marge existiert. Ohne die Roadster Käufer hätten wir vor 4-5 Jahren kein Model S erwerbrn können. Ohne die Käufer des Model S/X gäbe es heute weder Model 3, e-tron oder EQC noch die Vielzahl der Modelle, die 2021 auf den Markt kommen. Ein Risiko sind die frühen Tesla-Käufer auch eingegangen, aber im Endeffekt hat man eben die Weiterentwicklumg der Elektromobilität umterstützt.

    Echte Alternativen gibts nicht wirklich, Wasserstoff/Fool-Cell verbraucht viel zuviel Energie und ist im PKW Bereich durch die batterieelektrischen Autos sinnlos, anders mag es teilweise im Schwerverkehr/Schiffsverkehr/Langstreckenflugverkehr aussehen, wo es die batterieelektrischa Alternative (heute) kaum/nicht gibt. Das gleiche gilt für synthetische Kraftstoffe.

    Die Stimmungsmache gegen Elektromobilität in Deutschland erreicht aber (neben dem Schaden fürs Klima) vor allem eines, eine Schwächung der dt. Autoindustrie und damit des Wohlstandes in Deutschland (das Ausland kümmert sich auf Dauer nicht drum, ob die deutsche Industrie noch ihren Dieselmurks produziert, wer sich nicht an die neue Technik anpasst, verliert).

    Und ehrlich gesagt wird mir schlecht bei dem Gedanken, was sich in Deutschland abspielt, wenn es der Schlüsselindustrie wirklich mal anfängt schlecht zu gehen. Dann haben wir plötzlich wesentlich mehr als die heutigen 15-25% AfD Wähler, kein angenehmer Gedanke (obwohl ich 2.000 km weiter im Norden lebe).

    Viele Grüsse aus Tromsø
    Thilo

    2
    6
  • “Fool-Cell” …

    … ist lustig. War das absichtsvoll oder Autokorrektur?

    Wie dem auch sei, einen schönen Gruß zurück und in ein gesegnetes Land.

    Gesegnet mit Wasserkraft, geringer Bevölkerungsdichte und gesegnet mit Öl, Gas und auch einer gewissen Selbstgerechtigkeit …

    Wäre es nicht viel konsequenter, wenn N auf die Einnahmen aus Öl und Gas verzichten würde?

    Es würde das Angebot auf dem Weltmarkt verknappen, Preise erhöhen und würde Alternativen beflügeln.

    Aber ganz so idealistisch ist man dann doch nicht.
    Und so viel besser als andere Vertreter von Eigeninteresse auch nicht …

    Schwierig. Und da sind wir wieder bei den Fools, denn wer als erster bremst verliert. Der Konsum und die Verschwendung werden weitergehen …

    Da sehe ich das eigentliche Problem. Ob wir die Welt nun elektronisch, digital oder analog und konventionell ruinieren, wird auf das Endergebnis wenig Einfluss haben.

  • Schon interessant hier die Kommentare zu verfolgen! Soweiit ich weiß wurde der Audi a2 von Audi wegen Nichterfolg eingestellt. Seinerzeit wurde das Auto eher belächelt. Ein Fehler finde ich es eher das er nicht neu und modifiziert wieder aufgelegt wird?! Bei Sobo Motors wird der Markt ebtscheiden, vielleicht hat er schon entschieden, wer weiß?!
    Alle Großkonzerne haben auch so oder ähnlich angefangen, Daimler, Benz, Horch, Maybach, Porsche ec. Daher könnte es bei Sono Motors auch funktionieren. Einzig die Begehrlichkeit des Autos liegt bei mir nicht an.

  • @ Alter Schwede,

    laut Branchenkennern hat der damalige Audi-Chef die Einstellung der Produktion betrieben und zuvor und von Anfang an offen Abneigung gegen den A2 gezeigt, weshalb das Auto auch nicht sinnvoll beworben wurde und nie sein Marktpotential ausschöpfen durfte.

    Verkauft wurde er als Handtasche für die Einkaufstour junger verwöhnter Frauen. Tatsächlich und dennoch gekauft wurde er aber überwiegend von umweltbewussten und praktisch veranlagten Männern.

    Das passte nicht ins Welt- und Männerbild des Audi-Chefs und auch nicht in das von ihm angestrebte Image. Ein Kanzler mit Zigarre auf dem Rücksitz und vorne ein fetter Motor unter der Haube, ja das war ganz nach seinem Geschmack …

    3
    1
  • Audi, have history in not developing good concept cars into proper production, but fail at the next attempt at development, think the NSU Ro 80.
    If course an engineering problem, but with development, who knows……..??,

  • @Thilo, der in seinem Kommentar schrieb:

    > “Den Sion braucht niemand mehr, bis der kommt gibt es genug Auswahl von anderen Herstellern.”

    Muss an mir vorbeigegangen sein… Da sich ja so gut auszukennen scheinen, bitte ich darum mir aus der Auswahl von anderen Herstellern ein E-Auto-Modell vorzuschlagen, welches…
    …gut unter 30.000 € kostet;
    …eine Anhängerkupplung ermöglicht;
    …solar selbstladend ist (an sonnigen Sommertagen minimal +30 km Reichweite);
    …mir für Arbeiten an meinem Bienenhaus eine 240-Volt-Steckdose bietet;
    …genug Laderaum (Rücklehnen dürfen umgeklappt sein) für mindestens 18 Zander-Bienenkästen bietet;
    …von jeder Krauter-Kfz-Werkstatt repariert werden darf;
    …mir ermöglicht, einem anderen E-Auto Strom zu spenden;
    …mir ermöglicht, von einem anderen E-Auto Strom-Spenden zu erhalten;
    …mit “eingebautem” Car- und Ride-Sharing daher kommt.

    Ich bin schon gespannt auf Ihre Tipps. (Dürfen auch E-Modelle sein, die erst 2022 auf den Markt kommen.)

    Aber bleiben Sie mir weg mit dem ID.3 … VW soll erstmal seine diesbezüglichen Software-Probleme in den Griff kriegen.

Kommentare sind geschlossen.