Der Kampf um den Sion und Sono Motors

Eigentlich hätte hier heute ein anderer Beitrag erscheinen sollen. Allerdings, das wahre Leben überholt manchmal meine Planung. Und auch wenn der Link von Sono Motors zum Blog eigentlich alleine der Produktionsstandort Trollhättan und in zweiter Linie die Idee der nachhaltigen Mobilität ist, so ist der dramatische Appell aus München es wert gelesen zu werden. Und im idealen Fall darauf zu reagieren.

Der Sion in der ehemaligen Saab Fabrik in Trollhättan
Der Sion in der ehemaligen Saab Fabrik in Trollhättan. Bild: Sono Motors

Ich mag kleine Anbieter, Querdenker. Menschen, die eine Vision haben, die kämpfen, auch wenn sie im Prinzip kaum eine Chance haben. Und ich würde mich freuen, würden in Trollhättan wieder innovative Autos gebaut. Danach sieht es allerdings aktuell nicht aus, die Unsicherheiten überwiegen.

Gestern ging dieses Schreiben der Gründer von Sono Motors an die Unterstützer ihres Projekts. Der Blog publiziert es ausnahmsweise unkommentiert, weil ich Sympathien mit den Gründern und ihrer Idee habe und um die Reichweite des Anliegens zu erhöhen.

Über Geld spricht man nicht. Normalerweise. Wir tun es trotzdem.

Was passiert ist.

Um Sono Motors zu finanzieren, sind wir den üblichen Weg eines Start-Ups gegangen. Im Laufe des Prozesses und in zahlreichen Verhandlungen mit internationalen Investoren haben wir immer wieder feststellen müssen, dass sich die Ziele und Erwartungen der Investoren nicht mit unseren Zielen und Werten vereinbaren lassen: Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, das bezahlbare und klimafreundliche Elektromobilität auf die Straße bringt. In einer der jüngsten Verhandlungen kam es zu einem entscheidenden Schlüsselmoment. Wir hätten die Abwanderung unserer Technologien und Patente in Kauf nehmen müssen. Das wäre das Aus für den Sion gewesen. Wir haben uns gegen den Ausverkauf von Sono Motors entschieden. Und für die Werte unseres Unternehmens. Wir wollen weiterführen, wofür wir angetreten sind. Mit den Menschen, die von Anfang an an das Projekt geglaubt haben.

Was jetzt passiert.

Ohne euch wären wir heute nicht hier. Der Sion ist von tausenden von Menschen geprägt. Der klassische Weg hat nicht funktioniert. Daher gibt es für uns nur einen Weg: wir gehen dahin zurück, wo wir hergekommen sind. Zu euch. Zur Community. Wir brauchen eure Unterstützung, um das Projekt Sion fortzusetzen. Konkret brauchen wir 50 Millionen Euro bis zum 30. Dezember 2019. Das entspricht 2.000 Reservierungen über den vollen Preis. Dieser Betrag wird benötigt, um in Produktionsanlagen und die Herstellung von Prototypen investieren zu können.

Dies ist keine leichte Nachricht. Das ist uns bewusst.

Wir haben Sono Motors mit dem Ziel gegründet, etwas zu verändern. Um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Für einen lebenswerten Planeten und die Generationen nach uns.

Wenn auch du etwas verändern willst und daran glaubst, dass wir diese Veränderung gemeinsam vorantreiben können, gibt es Möglichkeiten, uns zu unterstützen. Es liegt jetzt in euren Händen, ob der Sion auf die Straße kommt. Für eine Welt, in der die Menschen die Dinge in die eigene Hand nehmen, anstatt zu warten. Dafür werden wir weiterhin kämpfen.

Navina, Jona & Laurin

40 Gedanken zu „Der Kampf um den Sion und Sono Motors

  • Schade…das war ein interessantes Projekt. Aber 50 Mio, in 30 Tagen per crowd funding einsammeln? Das ist nicht unmöglich aber ziemlich unwahrscheinlich. Zu glauben, dass Investoren mehr an Idealismus als an Rendite orientiert sind, ist ebenso naiv. Dennoch drücke ich die Daumen.

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  • Ist es ein Naturgesetz, oder warum kommen so dramatische Nachrichten immer im Dezember? Mich erinnert das an SAAB.

    Ich drücke Navina, Jonas und Laurin fest die Daumen!

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  • Das ist wahrscheinlich bei den meisten Startups im Bereich Elektroautos das Problem der langfristigen Finanzierung.
    Von der Planung bis zur Produktion und Vertrieb kostet das extrem viel Geld und wenn keine größere Konzernmutter dahinter steht dann wird es schwierig.
    Vermutlich ist es nicht das letzte Unternehmen in dem Buisness das finanziellen Probleme haben wird.
    Mir wird momentan zuviel Hype um das Thema Elektroautos gemacht,die Technologie ist für mich noch nicht Alltagstauglich und auch nicht wirklich Umweltfreundlich.Ich hoffe aber das es zukünftig eine sinnvolle Alternative sein wird.

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  • David gegen Goliath… Oder ein Kampf gegen Windmühlen? Wie auch immer, in diesem Fall gilt: Daumen hoch!

    Aktuell sind fast 2.5 Mio eingesammelt. Der Weg ist noch lang, der Monat noch frisch.

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  • MIST

    Genau das hatte ich befürchtet, nach den letzten Artikeln hier über Evergrande …
    Die Vorstellung, dass die ewig Großartigen und ewig Großspurigen Sono eine Auftragsfertigung in Trollhättan zu fairen Konditionen ermöglichen würden, rückte mit jeder weiteren Meldung zu Evergrande immer mehr ins naiv Phantastische …

    Könnte ich es mir aktuell leisten, würde ich sofort einen Sion als zusätzliches Auto bestellen und dies als Zeichen gegen Evergrande und Tesla setzen …

    Wer noch Zweifel hatte, dass die E-Mobilität von manchem vermeintlichen Rettern als „grüner“ Vorwand für den maximalen Einsatz von Ressourcen missbraucht wird, der schaue sich auf der DuRöhre die Präsentation des jüngsten Teslas (Cybertruck) an.

    Den hat Herr Musk in „weiser“ Voraussicht so konstruiert,, dass er für militärische Auseinandersetzungen (den Kampf um Seltene Erden) geeignet scheint.

    Wir leben die Satire unserer selbst. Ein Sion wäre wahrlich ein Ausrufezeichen wider den allgemeinen Wahnsinn. Einen oder mehrere Saab zu hegen und so lange wie möglich auf der Straße zu halten, kommt dem erfrischend nah …

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  • Ein Krimi auf den man verzichten könnte. Tom schrieb irgendwo über Sono „Eine Utopie die wahr werden könnte“. (Oder so in etwa) Schön wäre es. Ich wünsche den Münchnern allen Erfolg!

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  • Schade, man hätte sicher einiges daraus machen können

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  • Mehr als Daumen drücken für SION geht bei mir nicht.
    Ich fahre meinen letzten Benziner bis der TÜV oder so uns auseinanderbringt. Danach ist Schluss mit eigenem Auto.
    VG und TOI TOI TOI

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  • Auch wenn ich überhaupt kein Fan von reinen E-Autos bin, finde ich es schade wenn junge mutige Unternehmer in Bedrängnis geraten!
    Das man jetzt auf einmal in knapp 4 Wochen so viel Geld einsammeln will/muss, finde ich schon bedenklich. Ist man zu blauäugig gewesen oder ist ein Investor kurzzeitig abgesprungen?

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    • Es ist wirklich bedauerlich. Heute gibt es als Update eine Veranstaltung in Stuttgart während dieser die Gründer von Sono der Community Rede und Antwort stehen. Die könnte vielleicht mehr Informationen liefern.

      Für alle mit Interesse startet ab 19.00 ein Livestream auf dem Youtube Kanal von Sono Motors.

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  • Mir tut das ja leid für die Arbeitsplätze in Trollhättan ! Aber was soll man denn mit einem Auto, welches unter besten Bedingungen 250 km weit kommt. Man braucht ja immer noch ein richtiges Auto für lange Strecken oder Anhängerbetrieb oder für den Wintereinsatz !
    Wie steht es eigentlich um die Crashsicherheit bei dem Sion ?
    Ich denke für 20000 € kann man sich besser einen i30 oder Focus kaufen. Für die Umwelt sollte man Fahrrad fahren oder einfach Mal zu Hause bleiben.
    Es gibt viele Möglichkeiten etwas für die Umwelt zu tun. Am reinen Elektroauto habe ich aber so meine Zweifel.

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  • Wenn man feststellt, dass einem die Reichweite von 250 km nicht reicht, dann ist das erste Ergebnis, das man erhält, die Aussage, dass man selbst wohl nicht zur Zielgruppe dieses Fahrzeugs gehört. Daraus zu schließen, dass es diese Zielgruppe dann nicht gibt, ist vielleicht ein wenig Selbstüberschätzung (das soll jetzt keine Beleidigung sein), weil jeder doch anders ist.

    Wenn ein Autofahrer für eine Prognose reicht, es ist schon Jahre her, dass ich eine Strecke größer als 250 km gefahren bin, theoretisch könnte das Auto für mich also ausreichend sein (und damit potentiell für viele andere, die ähnlich strukturiert sind).
    Mich stört eher, dass es nicht konfigurierbar ist und dass ich es optisch nicht wirklich schön finde. Aber auch ich bin nicht das Maß aller Dinge und > 10.000 Reservierungen zeigen ja, dass es anscheinend einen gewissen Markt dafür gibt.

    Das Problem liegt wohl eher darin begründet, dass man eine Großserienproduktion aufziehen will (und einige 1000 Autos pro Jahr sind dabei schon Großserie, auch wenn die üblichen Hersteller sich darüber vor Lachen ausschütten), was eben eine verdammt große Summe Geld kostet, die man nicht mal eben so auftreibt.
    Die gibt nicht die regionale Hausbank, nicht mal eine Hausbank in der nächsten Großstadt, sondern große Finanzinvestoren, die gerne auch Heuschrecken genannt werden. Das verdeutlicht auch schon das Problem, da prallen Return-on-Invest-Interessen auf die eigenen Ideen und, da Geld die Welt regiert, bleiben meistens die eigenen Ideen mehr oder weniger auf der Strecke.

    Wie das dann ausgeht, kann man sich jetzt wohl in aller Öffentlichkeit ansehen …

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  • Die Reichweite von 250 km ist doch nur ein theoretischer Wert. Wenn Winter mit Frost ist sinkt der Wert schon um 40 Prozent ! Und dann noch Sitzheizung und Heizung an und schon bleiben nur noch 100 km übrig. Das E- Auto ist einfach ungeeignet. Und die Solarzellen auf dem Wagen bringen im Winter auch wenig. Damit löst man keine Umweltprobleme !

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    • Ja, die Reichweitenangst. Ist sie wirklich ein Thema? Ich habe mein Fahrverhalten analysiert und siehe da: Bis auf 1, 2 Fahrten pro Monat wäre alles problemlos mit einem Fahrzeug wie dem Sion zu machen. Und dabei gehe ich nicht von 250 Kilometern aus, sondern habe noch mal 100 als „Vorsorge“ abgezogen. Es ist machbar, wenn man will. Mein Nachbar tut es mit einem Zoe den er mit Strom aus der eigenen Solaranlage „betankt“. Im Sommer funktioniert sein Konzept gut, der Verbrenner bleibt stehen. Im Winter weniger.

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  • Die Existenz einer Zielgruppe …

    … und entsprechender Nutzerprofile kann man nicht sinnvoll bestreiten. Und sei es als Zweitwagen einer vierköpfigen Familie mit Eigenheim.

    Sono kann sich bei Evergrande dafür bedanken, dass eine faire Auftragsfertigung in Trollhättan vom Tisch ist. Und sie können sich bei der Bundesregierung dafür bedanken, dass die Zielgruppe nicht viel größer ist, weil es in den Innenstädten quasi keine Lademöglichkeiten gibt.

    Ausgerechnet dort, wo die E-Mobilität den größten Nutzen für die Luftreinhaltung und Gesundheit hätte, ist in D der private Besitz und Betrieb eines EVs quasi unmöglich.

    Gleichwohl versteift man sich man sich auf einen Ausstieg aus dem Verbrenner, anstatt einen sinnvollen Mix beider Konzepte für Lang- und Kurzstrecke, für Ballungszentren und ländliche Räume anzustreben. Schade.

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    • Die Auftragsfertigung in der früheren Saab Fabrik ist nicht vom Tisch. Im gestrigen Livestream aus Stuttgart gab es ein klares Bekenntnis zum Standort Trollhättan.

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  • Drücke ihnen die Daumen aus Sympathie (wohl wissend um die „Utopie“). Hoffentlich (für die Beteiligten) wird es nicht ein weiterer Fall wie Loremo.

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  • Danke, mikros69, ein sehr interessanter Beitrag vom BR, der den Irrsinn und den gezielt pseudo-umweltfreundlichen Charakter der Elektroprämie offenlegt – selbst unter der Prämisse, dass Elektroautos umweltfreundlich und für die CO2-Bilanz vorteilhaft seien, was sie nicht sind, sondern schädlich. Die Prämie ist mal wieder nix anderes als ein Geschenk an die großen Automobilkonzerne von unseren Steuergeldern!

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  • 10.000 Vorbestellungen sind drin?! Aber es reicht nicht und es müssen nochmal 2.000 neue Bestellungen zur Rettung von Sion gezeichnet werden. Wie oben schon geschrieben, keine Möglichkeiten den Wagen zu konfigurieren oder in irgendeiner Weise zu verändern. Und nächstes Jahr müssen wieder 12-15.00 Bestellungen her. Ich sehe da ehrlich gesagt ziemlich schwarz.

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  • Danke Tom,

    hatte leider nicht die Zeit für den Livestream. Weiß man jetzt auch, wer da stattdessen dreist den Ausverkauf Sonos (Technologietransfer) gefordert hat?

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    • Nein. Da fällt in der Öffentlichkeit niemals ein Wort. In alten Saab Zeiten kannte ich die Details, auch wenn sie nicht kommuniziert werden durften. Bei Sono Motors bin ich außen vor und nur einer unter vielen Medienmenschen die zuhören.

      Interessant war der Livestream dennoch. Die Gründer kämpfen, man nimmt es ihnen ab. Und in der Community baut man sich das ein oder andere Luftschloss. Da unterscheidet die Sion Fans wenig von den Saab Fans im Jahr 2011.

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  • REICHWEITE

    ist für viele schon ein Thema! Wie auch überhaupt die Lademöglichkeit für E-Autos. Ich zB fahre seit Okt mindestens 2x pro Woche (mit meinem wunderbaren, wie neu aussehenden und fahrenden, absolut zuverlässigen, emissionsarmen 9-3 II TTiD Sportcombi mitb180t km auf der Uhr) in die niedersächsische Pampa, um meine pflegebedürftig gewordene Mutter zu besuchen und tausend Sachen zu organisieren. Hin und zurück jeweils mindestens 500 km. Dort gibt es keine Ladestationen und mangels Haus, Hof und Garage natürlich auch sonst keine Lademöglichkeit. Gleiches gilt hier in HH: Mit Altbauwohnung und drei angemieteten Stellplätzen wäre auch nichts zu machen. In keiner der beiden Garagen gibt es Steckdosen.

    Ich brauche meinen Saab Combi gerade für die langen Strecken (mit dem Cabrio fahre ich natürlich auch nicht zum Einkaufen), alles andere kann man in HH zu Fuß, mit dem Rad oder Öffis erledigen. Und ich bin froh, dass ich so ein zuverlässiges Auto habe, das nach acht Jahren noch in einem Zustand ist, wie es heutige Massen-Neuwagen im gleichen Alter und mit gleicher Laufleistung sicher nicht mehr sein werden, dass ich einfach losfahren kann, wenn ich muss und wohin ich muss, und dafür nur eine viertel Tankfüllung brauche.

    Meine Mutter leidet sehr, dass sie so wenig Besuch bekommt – weil die alten Bekannten und Verwandten nicht mehr mit Auto oder Fahrrad kommen können und weil es keine Öffis für den Weg zur Klinik gibt. Das sind die WAHREN Probleme!

    Wer in oder in der Nähe einer größeren Stadt und mit Haus und Garage lebt, und nur da so rumfährt, kennt das natürlich nicht und kann sich „for fun“ und für das Öko-Gewissen ein E-Auto kaufen. Womit ich den SION ausdrücklich nicht schlecht machen will, der Ansatz, gerade auch bzgl. der Produktionsbedingungen, Resourcen, Solarzellen etc. ist richtig! Aber es muss dringend eine differenziertere Mobilitäts- und Verkehrspolitik ohne Scheuklappen und gerade hippe „Freitagsparolen“ gemacht werden!

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    • Da gilt quasi mein Standardsatz: Das Auto muss in das Leben passen. In ihrem Fall würde es das nicht.

      Ihre Situation kann ich gut nachvollziehen, habe sie selbst mit meiner Familie über Jahre durchlebt. Ich habe Hochachtung vor jedem der in diesen Situationen sich kümmert und Verantwortung trägt! Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen!

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  • @ mikros69,

    auch von mir vielen Dank für den Link. Zwar habe ich die Prämie schon zuvor skeptisch gesehen, aber mir war nicht bewusst, dass sie einen derart negativen und existentiell bedrohlichen Effekt auf Startups und deren preiswerte Angebote hat. Traurig, was da mal wieder alternativlos als ganz großer Wurf verkauft wird.

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  • Siehe da..dein Nachbar hat zwei Autos, weil eines nicht für alle Fahrten tauglich ist…..es ist das Elektroauto !!! Nicht jeder hat Geld für zwei Autos ! Viele Menschen/Familien sind froh eines unterhalten zu können ! Nicht umsonst ,
    werden soviele Dacias und Hyundais verkauft.
    Auch bei der Crashsicherheit habe ich meine Zweifel bei einem Sion. Woher soll auch das
    Know-how herkommen ?
    Ich denke, der Sion ist überflüssig.

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    • Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ja, der Nachbar hat zwei Autos. Und, jetzt wird es interessant, aus einem wurden durch das Elektroauto 2. Da unterscheidet er sich nicht von Tesla-fahrenden Unternehmern um die Ecke. Da ist das Elektroauto die Nummer 4 oder 5, nach Porsche, SLS, Bentayga.
      Aber sollte man deshalb die Entwicklung ablehnen? Die Zukunft wird vielschichtig sein. Batterieelektro-, Hybrid-, Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe. Fahrzeuge optimiert für den jeweiligen Einsatz. Der Sion würde gut passen, für Menschen die Urban oder nahe an den Städten leben. Die bereit sind ihr Fahrzeug zu teilen und die auf Statussymbole verzichten. Aber Sono hat momentan ganz andere Probleme.

      Antwort
  • @Ebasli
    Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Das Recht auf unabhängige Mobilität sollte und darf keinem verwehrt bleiben. Und es sind ja nicht die „armen“ Menschen/Familien die sich keine teuren E-Autos leisten können. Es sind durchaus gut verdienende Menschen/Familien. Nur wenn ich heute nur um zu wohnen bis zu 43% des Einkommens abgeben muss, ist das Budget für ein Auto logischer Weise begrenzt. Es wird ja nicht nur gewohnt und gefahren. Ernährung, Gesundheit, Bildung, Ausbildung, Kultur, alles wird immer teurer und kostspieliger und die Einkommen halten nicht mit. Es sollte nicht soweit kommen, dass das Autofahren nur noch für wenige privilegierte Menschen möglich ist!

    Antwort
  • @ Capri 73,

    auch mein Nachbar hat mehr als ein Auto. Sie auch, soweit ich weiß. Ich auch …

    Es geht doch gar nicht darum, ob der Sion für alle Eventualitäten geeignet ist. Es gibt ja auch sonst keine einzige Eierlegende Wollmilchsau am Markt …

    Es gibt ausschließlich zweckgebunde Fahrzeuge und gute sowie auch schlechte Kompromisse, die relativ universell aber längst nicht für jeden erdenklichen Zweck optimal sind.

    Und was es schon gleich gar nicht gibt, ist eine Eierlegende Wollmilchsau, die sich auch jeder leisten könnte.

    Wenn das Ihre Kriterien für die Überflüssigkeit des Sions sind, dann wurde weltweit noch kein einziges Auto je gebaut, dass nach diesen Kriterien nicht ebenfalls überflüssig gewesen wäre …

    Sie haben ja möglicherweise trotzdem Recht, aber ich kann das so (ohne eine schlüssige Argumentation) leider nicht erkennen …

    Antwort
  • @Herbert
    Falls der Sion nicht genügend Sicherheit bietet ,wird meine Argumentation sofort schlüssig !

    Die eierlegenden Wollmilchsau habe ich mir vor 7,5 Jahren gebraucht für etwas über 12000 € gekauft.
    Ein Saab 9-3 Diesel Kombi. Dieses Auto bietet enorme Sicherheit und Fahrkomfort. Mit dem Auto kann man schnell und sparsam 5,5 Liter fahren . Es kann Langstrecke und meinen Pferdeanhänger mit zwei Isis ziehen. Es ist immer noch kompakt genug für Parkplätze und der linken Spur in Baustellen die auf 2,1 m begrenzt sind und es hat ausreichend Platz, desweiteren mit 58 Litern ein angemessenes Tankvolumen. Der 9-3 sieht immer noch modern aus. Der 9-3 ist eines der besten je gebauten Autos.
    Und der Sion ?

    Antwort
  • @capri 73 Ich finde die Diskussion und den Austausch der gegensätzlichen Meinungen spannend. Aber was führt Sie zu der Annahme der Sion könnte unsicher sein?

    Antwort
  • @ capri73

    Genügend Sicherheit hängt halt auch wieder von den persönlichen Anforderungen und Einschätzungen ab.

    Da sie einen Kombi fahren, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit klar, dass sie die potentielle Takata-Sprengfalle immer dabei haben. Dieses Risiko ist in unseren Breiten statistisch wohl sehr überschaubar, hat mich bis jetzt aber davon abgehalten, ein solches Fahrzeug zu kaufen, obwohl es mir sonst sehr zusagt.

    Soviel zur Einschätzung von Fahrzeugsicherheiten.

    Antwort
  • Woher soll denn Sion das Know-how im Bereich der Karosserie Sicherheit haben ? Andere Hersteller haben Jahrzehnte lange Erfahrung in diesem Bereich ! Saab und Volvo haben sogar immer etwas mehr Geld in die Entwicklung der Karosserie Sicherheit investiert , siehe Elchtest.
    ( Elch fällt auf den Scheibenrahmen )
    Nevs , Geely und BYD kaufen deshalb ja auch Karosserie Know-how ein. Saab , Volvo und B-Klasse. Dort gibt es schließlich Sicherheit.

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  • Celui-ci veut maintenant collecter en un peu moins de semaines 4 autant d’argent / doit, je pense déjà déjà discutable.

    Antwort
  • Sie geben sich die Antwort doch quasi selbst. Ich vermute, dass Sono Motors sein Geld nicht nur für fair gehandelten Kaffee und Second-Hand-Büromöbel ausgegeben hat, sondern auch, um Fahrzeugsicherheitsspezialisten einzustellen und/oder zu beauftragen.

    Antwort
  • @Tom 13:46

    Ja, genau, ein differenziertes, vielschichtiges und vielfältiges Energie- und Mobilitätskonzept ist vonnöten. Batterieelektro-, Hybrid-, Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe – und bitte auch ein bisschen recyceltes E85 auch in Deutschland! 🙂 Bleibt leider wohl ein hoffnungsloser Wunsch … 🙁

    Antwort
  • @ Capri 73,

    wir drehen uns im Kreis und reden aneinander vorbei.
    Selbstverständlich halte auch ich einen 9-3 SC für das attraktivere und universellere Auto.

    Diese Argumentation ist überflüssig, unfair und hinsichtlich der Fragestellung, ob ein Sion einen Markt und eine Berechtigung haben könnte, schlicht nicht zielführend.

    Ebenso könnten wir einen A2 versus einem 9-5 SC diskutieren. Oder einen R4 versus einem 9000.

    Die Fragestellung ist doch eine ganz andere. Gibt es Menschen, die in der Stadt und im Alltag gerne auch mal ein kompaktes Auto fahren – und sei es nur, um dem besten Pferd im Stall ein Übermaß an Kurzstrecken und Macken in den Türen zu ersparen?

    Die einzig korrekte und richtige Antwort lautet: Selbstverständlich. Ja, es gibt ein gewisses Potential für solche Fahrzeuge. Ob dieser Markt gesättigt ist oder nicht, ist eine andere Frage …

    Mit Saab hat sie schon allein deshalb nichts zu tun, weil Saab nicht aktiv am Markt ist und nie einen 9-1 realisiert hat. Wer einen Kompakten sucht, der muss die Saab-Brille zwangsläufig absetzen.

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  • Wir drehen uns nicht im Kreis. Wer sein Auto in der Stadt schonen möchte hat seit Jahren geñügend Möglichkeiten die auch eine lange Strecke bewältigen können z.B . ein Corsa …..der ist auch preiswerter als ein vollelektrischer Sion.
    Ich halte halt nicht sehr viel von einem vollelektrischem Fahrzeug von einem neuen Hersteller . Die nächsten Probleme kommen noch …..was ist mit Service und Ersatzteilen?
    Sie hierzu auch mal Borgward, die kommen auch nicht auf die Beine.
    Alles andere habe ich schon geschrieben…..
    Übrigens , alle Fahrten unter 10 km erledige ich mit dem Fahrrad….das schont meinen Saab und die Umwelt !

    Antwort
  • Oh doch, wir drehten uns ganz mächtig im Kreis …

    Die Diskussion hat sich soeben darauf reduziert, dass Sie einem kleinen Verbrenner gegenüber dem Sion den Vorzug geben würden, dass Sie EVs (zumal eines Startups und mit Mehrkosten verbunden) grundsätzlich skeptisch sehen. Auf diesen Punkt hätten wir aber auch wahrlich schneller kommen können …

    So wie Sie diesen jetzt gesetzt haben, reizt mich auch keinerlei Widerspruch. Es ist nunmehr eine gültige und in sich schlüssige Meinung unter anderen.

    Antwort
  • Tja, ich fahre im Monat ca. 2000 Kilometer, größtenteils, um zu meiner Arbeit und zurück zu kommen (Bremen – Wolfsburg und retour). Deshalb (und weil ich den Sion, ähnlich wie die meisten Elektroautos, optisch für eine mittlere Katastrophe halte) sind Elektroautos für mich nicht annähernd eine Option. Und das wird auch noch lange so bleiben.

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