Elektroauto. Würden Sie einen Sion fahren?

Ohne den Produktionsort Trollhättan wäre ich nicht auf das Sion Projekt aufmerksam geworden. Nach einem Besuch bei Sono Motors und Artikeln über das Elektroauto mündet es in einer entscheidenden Frage.  Würden Sie einen Sion fahren? Die Antwort sollte man sich nicht so einfach machen. Denn sie ist es nicht.

Sion Prototyp Interieur. Würden Sie einen Sion fahren?
Sion Prototyp Interieur. Würden Sie einen Sion fahren? Bild: Sono Motors

Der Klimawandel. Hitzerekorde.

Es ist Mittwoch, der 25. Juli 2019. Der bisher heißeste Tag in Deutschland seit Beginn der Wetter-aufzeichnungen. Mein Saab parkt im Schatten, trotzdem meldet die Temperaturanzeige 39 Grad. Im Schatten, wohlgemerkt! Die Klimaautomatik kühlt den Innenraum auf angenehme 22 Grad herunter, alles in Ordnung? Ist es nicht, ganz im Gegenteil! Der Klimawandel trifft das Land mit voller Wucht, nur so richtig gemerkt hat das scheinbar noch nicht jeder.

42,6 Grad werden es an diesem Mittwoch in Lingen. Ein neuer deutscher Rekord. Die Fernsehsender schalten Sondersendungen, viele intelligente Menschen formulieren betroffene Sätze. Konsequenzen zieht kaum jemand. Sonst könnte man sich die immer weiter steigenden Zahlen für Kreuzfahrten und Flugreisen kaum erklären, denn auch an diesem Tag warten die Reisenden am Frankfurter Flughafen in langen Schlangen. Das Land schwitzt, die Politik diskutiert über CO2 Abgaben, und im Münchner Norden hat ein Startup ein Fahrzeug in der Planung, das eigentlich das Auto der Stunde sein sollte. Nein! Müsste!

Wie kaufe ich eigentlich Autos?

Mein Kaufverhalten zu analysieren ist sehr einfach. Ich mag einfach Marken, die mit technischen Besonderheiten vorfahren. Begonnen hat alles mit Citroen. Die Marke mit dem Doppelwinkel. Visa Chrono GT, Citroen BX, CX GTI Turbo 2. Die Hydropneumatik, Sie wissen schon, etwas andere Bedienkonzepte, schlauer Leichtbau. Mehrere BX Exemplare schafften es sogar in unseren Firmenfuhrpark. 500.000 Kilometer waren kein Problem, ganz egal was die Fachpresse über ihn schrieb. Robust, komfortabel, genügsam. Und die Außendienstler weinten, als VW Passat die BX ersetzten.

25. Juli 2019. Hitzerekord in Deutschland. Und würden Sie einen Sion fahren?
25. Juli 2019. Hitzerekord in Deutschland. Und würden Sie einen Sion fahren?

Nach Citroen kam Saab. Turbomotoren und im Prinzip eine Art Citroen für Vernunftsmenschen. Der letzte Saab, den ich mit Überzeugung kaufte, war eine 9-5 BioPower Chrombrille. Das Auto war eine alternde Diva, aber das BioPower-Konzept überzeugte mich. CO2-neutrale Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, bevorzugt aus Abfällen der Agrar- und Holzindustrie, das versprach Zukunft. Zu diesem Zeitpunkt hatten humorfreie Amerikaner den Schweden das Querdenken allerdings schon weitgehend ausgetrieben. Im Prinzip war die Ethanol-Idee nur ein Nebenprodukt des Trionic-Projekts, hervorgezaubert aus irgendeiner Schublade in Trollhättan. Leider gab es dafür weder in Schweden noch in Deutschland eine Zukunft.

Eine Regierung, der eine die Energiewende proklamierende Klimakanzlerin vorstand, kippte die E85 Förderung zugunsten der Diesel Lobby. Wohin das führte, ist offensichtlich. Die Chance auf eine schnelle und günstige C02 Reduktion im Straßenverkehr wurde verspielt. Unsere französischen Nachbarn sind da pragmatischer. E85 ist vorhanden,  und jeder kann, mit geringem Aufwand, seinen Beitrag zur C02 Neutralität leisten.

Der Sion ist das Auto der Stunde?

Der Sion könnte einen Trend setzen, das Konzept bietet sämtliche Grundlagen dafür. Hoher Nutzwert, ein Akku,  der vernünftig dimensioniert die Balance zwischen Alltagstauglichkeit und Fahrzeuggewicht hält. Ein Auto, tauglich nicht nur für das urbane Umfeld, sondern auch für das tägliche Pendeln. Der Clou aber sind seine in die Karosserie integrierten Solar Paneele. Sie generieren jeden Tag bis zu 34 Kilometer grüne Fahrt – wenn sie Sonne bekommen. Wem das nicht ausreicht, der kann seinen Sion ohne Umwege direkt und ohne Leistungsverlust an der eigenen Solaranlage aufladen.

34 Kilometer am Tag können gratis sein. Das ist eine Ansage.

Zu wenig? Man neigt vielleicht dazu,  die 34 Kilometer als netten Marketinggag hinzunehmen. Unsere Gesellschaft ist leider abgestumpft und mit Reizen überflutet. Einige Botschaften verhallen da schon einmal ungehört. Daher eine kleine, bewusst konservativ gehaltene Rechnung dazu: Nehmen wir an, der Sion generiert über das Jahr gerechnet 10 freie Kilometer pro Tag. Das ist wenig optimistisch, ergibt aber über 12 Monate zusammen stattliche 3.650 Kilometer. Macht man sich zusätzlich bewusst, dass die durchschnittliche Jahresfahrleistung 2018 pro PKW bei 13.922 Kilometern lag, mit einer fallenden Tendenz, dann wäre jeder 4. Kilometer im SEV von Sono Motors eine CO2 neutrale Freifahrkarte. In Prozentzahlen ausgedrückt: 26,21 % der Fahrleistung gibt es geschenkt. Und ein gutes Gewissen mit dazu.

26,21 %! Angenommen, bei Shell oder Esso wäre jeder 4. Liter gratis, was sehr wahrscheinlich niemals eintreffen wird, was würde das für die monatliche Kostenrechnung einer Familie bedeuten? Oder Audi und BMW würden Jahr für Jahr 3.650 Kilometer freie Fahrt verschenken. Die Schlagzeilen wären fett, die Nachfrage unglaublich. Der Sion ist eigentlich das Auto der Stunde, es kommt zur passenden Zeit. Die zukünftigen Sommer und Winter werden maximal in unseren Träumen kühler werden, der aktuelle Hitzerekord wird nicht lange Bestand haben.

Bereit für den Systemwechsel?

Das Klima und unsere Mobilität benötigen so etwas wie einen Systemwechsel. Und der muss schnell kommen. Wenn es schon Neuwagen und Konsum sein müssen, dann bitteschön doch mit so nachhaltigen und sympathischen Idee wie ein SEV mit eigener Stromerzeugung.

Der Sion in der ehemaligen Saab Fabrik in Trollhättan
Der Sion in der ehemaligen Saab Fabrik in Trollhättan. Bild: Sono Motors

Bisher haben 10.000 Menschen einen Sion reserviert und anbezahlt. Nur 10.000 oder schon 10.000? Es kommt auf die Perspektive an. VW hat mehr Reservierungen für den ID, Porsche für seinen ersten Elektrosportwagen. Beide Fahrzeuge sind erheblich teurer als ein Sion. Nicht ähnlich nachhaltig, und mit großen, schweren Akkus im alten, konventionellen Denken verhaftet.

Also nur 10.000?

Wahrscheinlich ja, was schade ist. Beschäftigt man sich etwas intensiver mit dem Projekt, dann stellt man fest, dass die Basis noch recht überschaubar ist. Vielleicht, weil es mit zu vielen Unbekannten aufwartet. Oder, weil die mediale Breitenwirkung noch nicht die Durchschlagskraft entwickelt hat, die sie eigentlich verdient hätte. Eventuell aber, weil das Projekt, auf das ich ohne seinen Produktionsort Trollhättan nie aufmerksam geworden wäre, im Autoland Deutschland erst einmal nur eine sympathische Utopie für einen gewissen Personenkreis ist.

Wie sehen die Lesenden das? Wären sie bereit zum Umdenken und zum Systemwechsel? Oder ist das alles doch etwas zu viel verlangt?

 

Würden Sie einen Sion fahren?

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39 Gedanken zu „Elektroauto. Würden Sie einen Sion fahren?

  • Meine vorletzter Saab 9.5 habe ich bis zu 360’ooo km gefahren. Der jetzige hat er 160’000 und fährt noch wie zu Beginn!!

    Antwort
  • Das Sion ist immer noch nur ein paar Computerbilder und sehr weit von der Produktion entfernt. Finanzierung und Entwicklung fehlen.
    Ich fahre lieber einen NEVS 9-3 EV. Wenn NEVS die Werkzeuge für das 9-3-Cabrio finden könnte, wäre ich bei einer Bestellung an erster Stelle.

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    Antwort
    • Leider wird man die Werkzeuge nicht finden. Das Cabrio gehört GM, NEVS hat keine Rechte am Design.

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      Antwort
    • Wenn der kommunizierte Zeitplan wenigstens ansatzweise die Realität darstellt, kann der Sion eigentlich nicht soweit von der Produktion entfernt sein. Ein Produktionsstart Ende 2020 heißt üblicherweise Modelljahr 2021 und beginnt klassischerweise nach den sommerlichen Werksferien 2020. Ob da jetzt die schwedischen oder die bayrischen Ferientermine zugrunde liegen sei mal dahingestellt und ob die Nullserie vor oder nach den Ferien gefahren wird auch, aber prinzipiell reden wir so ungefähr vom Zeitraum August bis Oktober 2020.

      Das ist über den Daumen gepeilt etwa in einem Jahr und entspricht damit ungefähr der Zeit, die für die versuchstechnische Absicherung und Freigabe notwendig ist, wenn man klassisch vorgeht (1 Versuchsschleife mit Prototypen zur Funktionsabsicherung, notwendige Änderungen einbringen, dann 1 Versuchsschleife zur Freigabe & Homologation).
      Falls man mutig ist, oder sich auf vorliegende Ergebnisse stützen kann, besteht die Möglichkeit, die erste Versuchsschleife nur virtuell durchzuführen mittels Simulation, andererseits ist das fast eine Garantie, bei der Freigabe/Homologation auf unerkannte Probleme zu stoßen.

      Wie auch immer, dieses ungefähre Jahr bedeutet bei der zuerst skizzierten Vorgehensweise, dass die Versuche etwa dieses Jahr im August bis Oktober starten sollten. Wenn man innerhalb der nächsten 3 Monate zuerst Teile und dann auch ganze Fahrzeuge haben will, müssen die Lieferanten schon beauftragt sein, ihre Vorentwicklung abgeschlossen haben und eigentlich kurz vor der Produktion der ersten Prototypteile stehen.
      Selbst bei einer simulativen Funktionsprüfung müssen die Lieferanten an Bord sein und die Teile auf die jeweiligen Fertigungsmöglichkeiten angepasst sein, sonst ist auch dieses Vorgehen nicht möglich.
      Diese ganzen Vorarbeiten machen die wahrscheinlich nicht, wenn sie der Meinung sind, dass sie dafür nicht bezahlt werden.

      Also ist entweder der kommunizierte Zeitplan unmöglich zu halten, oder der Sion muss sowohl entwicklungs-, als auch finanzierungstechnisch, deutlich über ein paar Computerbilder und eine ungesicherte Finanzierung hinaus sein.

      Das trotzdem nicht alles so kommen muss wie angekündigt, dafür sind zum Beispiel Borgward oder Nevs durchaus anschauliche Beispiele, aber immerhin hat es dort ja zu einigen Neuwagen gereicht.
      Wie genau der Stand beim Sion jetzt tatsächlich ist, können nur Leute mit Einblick in die Interna von Sono Motors wissen und wir Außenstehenden müssen halt auf Erlkönigbilder, Messevorstellungen und den Verkaufsstart warten, so es denn dazu kommt.

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      Antwort
      • Sono hat versprochen, dass im zweiten Quartal 2020 ein Prototyp gezeigt wird. Nichts deutet darauf hin, dass Fortschritte bei der Produktion von Prototypenteilen erzielt wurden. Aus den Stellenanzeigen geht hervor, dass Zulieferer nicht beauftragt sind. „Projektingenieur (w/m/x) Chassis – Bremssysteme“ – „Du fällst Zulieferer- und Materialentscheidungen“

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        • VIELLEICHT …

          … der nächste Wirtschaftskrimi ? ? ?

          NEVS scheint ja endlich etwas mehr Gas zu geben, scheint finanziell inzwischen gut aufgestellt und auch wieder an Ingenieuren interessiert zu sein. In der mittlerweile langen Reihe eigentlich eher sporadischer Ankündigungen und Präsentationen war seitens von NEVS auch irgendwann schon mal von einem neu zu entwickelndem EV die Rede, welches man in Trollhättan bauen wolle und dessen Merkmale – soweit sie genannt wurden – im Nachhinein erstaunlich zutreffend für einen Sion sind …

          Vielleicht sollten NEVS und Sono noch enger kooperieren?
          Vielleicht tun Sie das schon längst und schon länger im Hintergrund?
          Vielleicht lassen sich personelle Engpässe so ausgleichen?
          Vielleicht ist das Interesse von NEVS am Sion größer, als man auf den ersten Blick erkennt?
          Vielleicht sind die gegenseitigen Interessen Sonos und NEVS‘ hinter den Fassaden aber auch etwas oder gar gänzlich anders gelagert, als bislang öffentlich wurde?

          Sono wäre nicht das erste Startup, dessen Gründer mit relativ geringem Aufwand eine möglichst hübsche Braut ins Schaufenster stellen und sich eine Mitgift (Übernahme) erhoffen, mit der sie selbst ausgesorgt hätten …

          Und NEVS wäre nicht der erste potentielle Bräutigam, der das durchschaut und auf Zeit spielt – im Wissen, dass die Liste der Anwärter kurz ist und die Zeit gegen die alternde Braut spielt, dass sie früher oder später darum bettelt, nicht in Einzelteilen und vom Insolvenzverwalter zerlegt verramscht zu werden …

          Spannendes Thema und ein wirklich sehr weites Feld für Spekulationen.
          Toll, dass man hier erfährt, wie diese Geschichte weitergeht …

          Ich bin auf diese Fortsetzung jetzt so dermaßen gespannt,
          wie eine echt krasse Armbrust …

          @Stephan,
          vielen Dank für diesen wirklich sehr anregenden Kommentar ! ! !

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        • So viel ich weiß, sagt Sono auch Produktionsstart Ende 2020. Darunter verstehe ich den Anlauf der Serienproduktion, eventuell bin da der Einzige, obwohl ich das jetzt nicht glaube. Meines Wissens nach wird es auch in den Informationen für Anleger so vermittelt. Und auf diesen Zeitpunkt waren meine Ausführungen abgestellt.

          Aus einer (oder auch mehreren) Stellenanzeige zu schließen, dass diese Aufgabe(n) nicht vorher jemand anderes erledigt (oder mit erledigt) hat, muss auch nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Dass die Personalzahlen nach oben gehen müssen, würde im Übrigen auch gut zum Fertigungsbeginn der Teile passen, da typischerweise dann viele Detailfragen bei der Umsetzung/Fertigung auftauchen, die z.B. ein Konstrukteur, der zuvor mehrere Teile betreut hat, dann nicht mehr zeitgleich leisten kann.

          Wie gesagt, es sieht jetzt für mich nicht völlig unrealistisch aus, aber das ist erst mal auch nur meine Einschätzung, aber etwas anderes habe ich, nach meinem Verständnis, auch nie behauptet.

          Antwort
  • Seit 5 Jahren und 5 Monaten fahre ich tagtäglich einen BMW i3, Arbeitgeber sei Dank. Dafür darf sich mein 9000er nun ausruhen und wird nur noch im Fall der Fälle aktiviert. Will sagen, Elektromobilität ist bei uns in der Familie schon seit über einem halben Jahrzehnt völlig normal und ich kann sämtliche Vorbehalte auch nur bedingt nachvollziehen. SION – her damit!

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    • Toller Bericht der zum Nachdenken auffordert.
      Eine kleine Photovoltaik Anlage inkl Akku habe seit Mai 19 auf dem Dach…Alternativ zum EV wäre noch n eBike…

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      Antwort
  • Witzigerweise habe auch ich mit Citroen CX angefangen, nach mehreren Jahren Audi 100 von 1971, das war mein erstes Auto. Notgedrungen CX, weil die billig zu haben waren und ein guter DS auch damals, Mitte der 80iger, schon Kultstatus hatte und zu teuer war. War eine schöne Zeit, und das hydraulische Fahrgefühl hat kein Auto jemals getoppt. Zeitsprung.

    Trotzdem halte ich E-Autos für eine Übergangstechnologie, und fahre zu lange Strecken, und habe auch bspw. noch nie einen Tesla so fahren sehen, die es das Design vermuten lassen würde. Ein Sportwagen, der von keinem sportlich gefahren wird? Eher merkwürdiges Konzept. Derzeit fahre ich 750 bzw. 1000 km mit einer Tankfüllung – beides Diesel. Passt für mich halt so. Und ganz ehrlich – nur weil es aus Trollhättan kommt, macht es das für mich nicht besser. Dass einige zu dem Ort eine Nostalgie verspüren, kann ich nachvollziehen, aber solange dort keine Saabs oder Teile mehr herkommen, interessiert mich nicht mehr so richtig, was sich dort tut, und finde es eher ermüdend, da jeder Bezug zu Saab für mich immer mehr mehr verloren geht… Nix für ungut.

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    Antwort
    • Der Tesla ist kein Sportwagen … wenn überhaupt nur ein flottes Reisemobil ! Er hat keine überragenden Fahrleistungen (Beschleunigung und KmReichweite) und auch keine Langzeitqualität !! Die Attribute die TESLA immer zugeschrieben werden sind in ´keinster Weise vorhanden´ … ich denke die Frühbesteller die sich im Vorraus gebunden haben, hätten sich im Nachhinein wohl anders entschieden, und sich für ein anderes Produkt erwärmt ! Der Elon Musk ist einfach nicht in der Lage ein Unternehmen so zu führen das es langfristig (15-30 Jahre mindestens) so erfolgreich wird das man sagen kann die Firma ist O.K. ! Wir sind hier in der Nähe von Mannheim … wenn ein Tesla-Fahrer den Kundendienst benötigt mag es hier relativ zügig klappen´ ist der Tesla-Fahrer aber aus j.w.d. dann wird es extrem schwierig zeitnah einen Techniker zu bekommen !! Alle diese Fakten sprechen doch die immer gleiche Sprache … Bei TESLA wird nur herum gewurschtelt, und die Kunden bleiben mit Ihren Problemen auf der Strecke. So was hätte bei BORGWARD in den 60ern noch funktioniert, aber heute 2019´ darf so eine Taktik eines Unternehmens keine Unterstützung mehr erfahren !! // Gut das mein AERO 9-5 Kombi Bj.02-2002´mit 302.169 km auf der Uhr (Austauschmotor vor 50.000 Km) mir hoffentlich noch 3-5 Jahre gute Dienste leistet ´ solange der TÜV mir keinen allzu großen Strich durch die Rechnung macht ! Der SAAB ist nach 17 1/2 Jahren immer noch ein komfortables, sicheres, und sogar relativ günstiges Auto´ (9 Liter auf 100 km-A.BahnStadtLand)!!

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      Antwort
  • Moin!
    Ich tue mich schwer damit, auf ein Auto umzusteigen, mit dem ich nicht sicher bei jeder Außentemperatur ohne Aufladen zu meinen Kindern fahren kann. Und die Wohnen nunmal rd. 250 Km entfernt. Ich wohne im ländlichen Bereich, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch keine Alternative.
    Von daher muss ein „Stromer“ eine größere Batterie haben, denke ich.

    Das Projekt Sion verfolge ich schon einige Zeit. Leider kann ich mich mit dem Design nicht anfreunden, ich finde ihn einfach nicht schön.

    Grüße aus Bad Salzdetfurth
    Uli

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    Antwort
  • Gute Kolumne und die Sache auf den Punkt gebracht! Der Punkt, der letztendlich unterm Strich entscheidend sein wird, ist der Preis der Mobilität. Kostenfreie „Gratis Kilometer“ sind da kaum zu schlagen.

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    • Gratis Kilometer gibts nicht.
      Der Aufpreis für die Solarzellen dürfte>2000 Euro sein…

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      Antwort
      • Völlig aus der Luft gegriffen

        Und zwar ganz egal, worauf Sie sich beziehen. EK, inkl. oder ohne Montage oder den realen VK ? ? ?

        Jedes Unternehmen, welches im Oberstübchen einigermaßen sauber tickt, würde bei solchen Konditionen schlicht die Reichweite erhöhen und für ein paar Euro mehr eine höhere Batteriekapazität verbauen.
        Oder eben den Wettbewerbsvorteil nutzen und den Sion ohne Solar nochmals entsprechend günstiger anbieten, als er ohnehin schon kalkuliert ist …

        Das wäre beim Sion eine Preissenkung von mind. 10 und bis zu 30 oder gar 40%, je nachdem, was genau Sie eigentlich gesagt haben wollen?

        Bezogen auf EK und Fertigung dürfte ein dreistelliger Betrag für ein kleines solares Extra an Energie deutlich realistischer sein, als über 2.000 € …

        Im Übrigen sind die Kilometer natürlich nicht vollständig gratis. Zumindest sind sie es für Portmonee und Umwelt erst, sobald der initiale Einsatz an Energie, Ressourcen und Geld zugunsten des Konzepts und im Vergleich zu anderen Autos kompensiert ist. Aber mit ein wenig gutem Willen hätten Sie den Kommentar von Anna Maria schon von Anfang an in diesem Sinne verstanden …

        Um die Möglichkeit einer solchen Kompensation – sie genauer auszuloten, sie fundiert anzuzweifeln oder gar fundiert auszuschließen – scheint es Ihnen also gar nicht zu gehen? Wozu dann überhaupt ein Kommentar?

        Antwort
  • Im Prinzip ja – aber !
    Ich bin 84 Jahre alt und fahre nach vielen Saabs einen SUV Volvo CX 60.
    10.000 km pro Jahr 7,9 l Diesel pro 100 km.
    Wenn ich den verkaufe, wird er ja nicht verschrottet sondern wird vielleicht 30.000 km pro Jahr mit 8,5 l pro 100 km vom neuen Besitzer gefahre.
    Ist es nicht „grüner“ beim SUV zu bleiben. Eigentlich wollte ich mal elektr. fahren aber ich muß doch die Umwelt schonen
    HJK

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    Antwort
    • Tom schreibt immer eine länger Nutzung ist nachhaltiger. Ich stimme ihm da zu, auch wenn das wahrscheinlich nicht Mainstream tauglich ist.

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      Antwort
  • Ich werde nicht im Traum daran denken ein E-Auto zu kaufen oder zu leasen. Die Hysterie ums Auto kann ich nicht verstehen. Nicht das Auto oder deren Nutzen sind für die Klimaerwärmung verantwortlich, oder wären dazu in der Lage diesen zu beschleunigen oder zu verlangsamen, geschweige denn zu verhindern. Wir hatten auch vor 20 Jahren Sommer mit 40 Grad, nur scheint sich keiner mehr daran zu erinnern, oder zu erinnern wollen.

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    Antwort
    • Doch, aber die die sich erinnern kennen den Unterschied zwischen Klima und Wetter…

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      Antwort
    • RECHT IM UNRECHT

      Dass es schon mal irgendwann seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen eine ähnliche Temperatur im selben Monat gegeben hat, ist noch längst keine Erklärung dafür, dass solche Temperaturen seit ein paar Jahren zum Standard geworden sind …

      (Wetter- und Klima-) Rekorde werden reihenweise in jeglicher Form gebrochen. In Form der geringsten oder heftigsten Niederschläge, der höchsten Temperaturen mehrerer Jahre in Folge, der höchsten Windgeschwindigkeiten und schnellsten Gletscherschmelzen aller Zeiten etc. und so weiter und so fort …

      Und dann gibt es noch einen Indikator, der vollkommen frei von jeglichem Interpretationsspielraum ist:
      Der Sauerstoffgehalt unser Atmosphäre nimmt langsam aber stetig ab, der Anteil von CO2 steigt im gleichen Maße.

      Die Ursachen sind sicher nicht im Individualverkehr allein zu suchen. Auch da haben Sie Recht im Unrecht. Aber leugnen lassen sich weder der Klimawandel noch eine gewisse Rolle des Verkehrssektors.

      Wenn Sie sagen wollten, dass man über den Individualverkehr hinaus nach Lösungen schauen sollte, dann bin ich voll und ganz bei Ihnen. Wenn Sie sagen wollten, dass man im Bereich des Individualverkehrs noch nach anderen und intelligenten Lösungen schauen sollte, bin ich ebenfalls voll und ganz bei Ihnen. Wenn Sie aber den Individualverkehr außen vor wissen wollen, dann widerspreche ich hiermit und tue das ganz vehement …

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      Antwort
  • Spannende Diskussion hier. E-Auto Befürworter treffen auf Traditionalisten. Fast wie im realen Leben.

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    Antwort
  • Moin zusammen.

    … meine letzten 3 Autos bin ich z.B. immer ca. 10 Jahre gefahren (und hab sie schon „gebraucht“ gekauft).
    Das jetzige Drömbil ist auch „gebraucht“ gekauft worden und ich hoffe, damit auch auf evtl. sogar 12-15 Jahre zu kommen (ist ja schließlich ein „recht neuer“ Saab). 😉

    Danach wird es wahrscheinlich dann kein Benziner mehr werden.

    Aber bei E-Mobilität bin ich immer so hin- und hergerissen:
    gut, schlecht; pro, contra; umwelt- & ressourcenschonender oder nicht; etc. 🙁

    Und in letzter Zeit hab ich auch schon Berichte gelesen/gesehen, das „Akku“ angeblich eh nur eine vorrübergende Lösung sei und doch eher Wasserstoff zukünftig langfristig zu empfehlen wär (und angeblich springt auch China ja gerade massiv auf den Zug auf und setzt nicht mehr nur auf Akku).

    Ich schau da als Laie aktuell nicht mehr durch, bin eher nur noch „verwirrt“ und daher froh, dass ich (hoffentlich) immer noch einige Zeit mit meiner „ollen Drecksschleuder“ fahren kann.

    P.S.: Aber die Berichte über Sion verfolge ich hier sehr gerne (und auch wesentlich interessierter als die meisten früheren von NEVS). 🙂

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    Antwort
    • Sehe ich genauso, der Akku ist nur eine Brückentechnologie, die Chinesen werden einen günstigen Weg finden um die ganze Welt mit Wasserstoff zu versorgen und die EU und die USA jammern die ganze zeit nur rum. Die Europäer haben dZ erste große Wasserstoffprojekt in Afrika in den Sand gesetzt, ich traue es zur Zeit nur den Chinesen zu dort etwas richtiges auf die Beine zustellen.

      Antwort
      • Die Chinesen werden das sicher tun. Es gibt in China aktuell ein ganz spannendes Wendemanöver zu beobachten. Weg vom Batterie-elektrischen Antrieben, hin zu Wasserstoff und alternativen Kraftstoffen. Subventionen für Batterie-Elektroautos werden ab 2021 komplett gestrichen.

        Antwort
      • Was man sich vielleicht mal klar machen sollte ist, dass ein Wasserstoffauto ohne Akku ziemlicher Unsinn ist. Zugegebenermaßen wird er natürlich viel kleiner sein als bei einem reinen batterieelektrischen Fahrzeug, mehr so wie bei aktuellen Hybridfahrzeugen (die aber auch eine große Bandbreite haben, von Mildhybrid bis PHEV).

        Er wird zwingend gebraucht zum Rekuperieren (wäre natürlich auch hydraulisch möglich, aber warum, wenn die elektrische Anlage schon im Fahrzeug ist), auf diese Verbrauchssenkung wird keiner verzichten wollen, und zur Unterstützung der Brennstoffzelle beim hochdynamischen Fahrbetrieb (vom Schiebebetrieb auf Volllast in Sekundenbruchteilen).

        Also darf man sich auch beim Wasserstofffahrzeug mit dem so gescholtenen Lithium- und Kobaltabbau arrangieren und wenn der Wasserstoff dann tatsächlich mal durch Elektrolyse erzeugt wird (ist augenblicklich eher nicht der Fall) kommt wieder der Strommix ins Spiel.

        Ein herzliches Willkommen für das Kohlendioxid an der Hintertür und auf Wiedersehen einfache Lösungen …

        Ach ja, alle die jetzt sagen, die Akkus werden doch besser werden, oder es wird ganz neue Technologien geben, die könnten auch sagen, herzlich willkommen batterieelektrisches Auto …

        Antwort
        • Richtig, das Thema ist weit komplexer als eine Knallgasprobe im Schulunterricht.
          Man müsste dicke Bücher schreiben und zwangsverordnen, um die Perspektive Wasserstoff in ihrer öffentlichen, politischen und wirtschaftlichen Wahrnehmung wieder gerade zu rücken.

          Momentan erinnert diese an die Euphorie der 1950er Jahre rund um das Atom und dessen Spaltung. Alles, aber auch wirklich alles schien den euphorisierten Optimisten (inkl. öffentlichkeitswirksamen und meinungsbildenden Teilen der Wissenschaft) möglich. Bis hin zum atomgetriebenen Auto. Alles Mögliche und Unmögliche wurde zudem als problemlos und schon für die unmittelbare Zukunft als real angenommen.

          Frei nach Fontane ist ein Optimist jemand, der über seine Verhältnisse hinaus Austern im Restaurant bestellt, in der Hoffnung, in diesen eine Perle zu finden, um anschließend die Rechnung begleichen zu können. Wie treffend …

          Ich vermisse Realismus und Fakten in weiten Teilen der H-Diskussion.
          Daher vielen Dank für Ihren Kommentar.

          Antwort
  • Nach wie vor finde ich, dass die vernünftigste Art sich fortzubewegen das schon vorhandene Fahrzeug ist. Sollten eines Tages meine Saabe den Geist aufgeben – was eher unwahrscheinlich ist – wäre ein Fahrzeug wie Sion eine durchaus denkbare Alternative. Den großen Teil des Jahres wohne ich in Spanien und fahre vorwiegend Kurzstrecke. Käme wahrscheinlich auf einen 90 % Anteil Solarstrom.
    Und für längere Fahrten würde ich das Auto mit einem meiner Bekannten tauschen. Das praktizieren wir schon heute. Je nach Bedarf verfügen wir so über ein Cabrio, Coupé, Van, Kleinwagen und SUV…..

    Gruß

    Der Lizi

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    Antwort
  • Diese Frage ist für mich nicht so einfach zu beantworten. Es kommt dabei auf den Bezug der Frage an.

    Wenn ich meinen Status Quo annehme und mich dann entscheiden müsste, dann würde ich nein sagen. Ich fahre einen Verbrenner, der meist klaglos funktioniert und den ich für ein neues Vehikel nicht verschrotten würde. Denn wenn ich ihn weiter nutze, schone ich die Ressourcen, welche für ein neues Auto benötigt werden. Und damit tue ich mehr für die Umwelt, als wenn ich mir ein motorisiertes Akkupack vor die Wohnung stelle. Außerdem lebe ich in einer Mietwohnung, ohne Lademöglichkeit für dieses Gefährt und was mein Arbeitgeber dazu sagen würde, wenn ich es dort lade …? Das sind mir noch zu viele offene Fragen, außerdem überwinde ich mich gelegentlich und nehme für meine 40 km Arbeitsweg sogar das Bike (OHNE E!).

    Wenn ich die Frage theoretisch betrachte und den Sion im Vergleich zu den Alternativen betrachte, könnte ich mir schon vorstellen, ja zu sagen. Er hat pfiffige Detaillösungen und die kostenlosen Kilometer sind auch ein Argument. Aber wenn ich z.B. an die Frage der Bequemlichkeit denke, dann sieht es vielleicht anders aus. Oder warum fahren so wenige Dacia u.ä. Billigautos auf den Straßen? Sie haben doch alles, was zum gemeinsamen im Stau stehen notwendig ist, nur halt nicht so viel Bequemlichkeit.

    Ich denke, der Sion ist ein Weg in die richtige Richtung und wir alle müssen unsere Ansprüche gewaltig nach unten korrigieren! Diese kleinen und feinen Detaillösungen des Sion erinnern immer wieder an Saab. Dass das Antriebskonzept im Moment so favorisiert wird finde ich persönlich nicht gut. Die gesamten Probleme bei der Beschaffung der Rohstoffe für die gesamte Akku- und e-Technik werden so gern verdrängt. Es lässt sich leicht sagen, ja wir hier in Deutschland sind beim Umweltschutz ganz vorn dabei (nun ja, wir denken es zumindest oft). Aber was in den Regionen mit der Umwelt passiert, in denen die notwendigen Rohstoffe abgebaut werden, interessiert kaum jemanden. Die sind ja zum Glück weit weg!

    Mit unseren (Kauf-) Entscheidungen haben wir Einfluss auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen und beeinflussen damit auch das Leben von Menschen in anderen Regionen der Welt.

    Siehe z.B. hier: https://www.businessinsider.de/e-autos-hinter-dem-rohstoff-lithium-steckt-ein-dunkles-geheimnis-2017-12

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    Antwort
  • DIE FRAGESTELLUNG

    Der Artikel ist mal wieder großartig geschrieben. Ich finde keinen Punkt, in dem ich widersprechen wollte.
    Und um die Frage des Autors zu beantworten, ja ich könnte mir einen Sion vorstellen …

    Aber ich bin ich – bin weder die Allgemeinheit, noch hätte ich dieser irgendwas voraus. Nein, ein Sion würde nur zufällig gut
    und auch erst seit ein paar Jahren in meinen ganz persönlichen Alltag passen.

    Unter anderen Umständen – kein Zweitwagen (SAAB) für Reisen und Langstrecke, keine Lademöglichkeit auf eigenem Grund – wäre der Sion auch bei mir ohne jegliche Chance. Die Fragestellung an uns Bürger und Konsumenten kommt verfrüht. Nicht weil es nicht höchste Zeit wäre, sondern weil Politik und Hersteller es viel zu lange versäumt haben, günstigere und allgemein gültige Voraussetzungen für ein solches Fahrzeug zu schaffen.

    Es ist schon traurig, dass ein neuer Fahrzeugtyp, welcher in der Innenstadt (Feinstaub und Stickoxyde) sein größtes Plus hätte, ausgerechnet dort schon allein wegen fehlender Lademöglichkeiten kaum auf Gegenliebe stoßen wird.

    Unter den gegeben Bedingungen, sehe ich im Sion die perfekte Ergänzung für einen Reisewagen.
    Welchen der beiden man als Erst- oder Zweitwagen definieren sollte, weiß ich nicht …

    Antwort
  • Toller Artikel! Regt zum Nachdenken an…
    Was bedeutet Mobilität für mich im praktischen Leben?
    Freunde in der Umgebung besuchen, gehe ich zu Fuss.
    Einkaufen vor Ort oder in der nächsten Stadt (6Km entf.), nutze ich mein Fahrrad mit Packtaschen bzw. für den sog. „großen Einkauf“ das Lastenfahrrad mit E-Unterstützung. 🙂 Hoher Spassfaktior!
    Familie in D besuchen, DB plus „Shuttle der Familie“ 😉
    Theater in der Stadt bzw. HH, nutze ich den PKW plus ÖPNV. Hier kann ich mir auch in Spe einen e-Mietwagen vorstellen.
    Urlaub in DK, S, N und natürlich D nutze ich teilweise in D die DB, sonst auch den PKW-Kombi. Auch hier in Spe ein Mietwagen.
    Urlaub in Südtirol oder Südfrankreich die Kombi DB plus Mietwagen. Urlaube ohne Fahrrad sind „unvorstellbar“… 😉
    Also: für meine Mobilität benötige ich unterschiedliche Unterstützung, die natürlich umweltfreundlich sein soll. Meinen jetzigen PKW ( leider kein SAAB mehr) werde ich „bis zur bitteren Neige“ nutzen.
    DANN erst wird neu entschieden.
    Dann wird sich auch zeigen, ob D genügend Busfahrer für den ÖPNV und genügend Lokführer für die DB hat…, bzw. genügend Fahrzeuge für den autonomen Transport…
    Wird der ÖPNV nutzerunfreundlich ausgedünnt, wird das nichts mit der Mobilitätswende!
    Es bleibt spannend!

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    • ALLES

      Was Sie da nicht alles ansprechen oder tangieren. Ein sehr, sehr weites und auch auf ministerialer Ebene interdisziplinäres Feld. Ich möchte Ihrem Kommentar in keinem einzigen Punkt widersprechen – ganz im Gegenteil …

      So lange ich hier mitlese ist Ihr Kommentar wohl der Kommentar aller Kommentare, welcher am deutlichsten aufzeigt, dass es nicht so einfach ist, wie man (Bürger, Politik, Wirtschaft & Medien – schlicht und ergreifend einjeder) es sich gerne machen würde.

      Da wurden beispielsweise dt. Busfahrer (nebst Tischlern, Ärzten, Lehrern, Zimmerleuten und anderen) aus Mecklenburg-Vorpommern mit vom Arbeitsamt geförderten Sprachkursen ins skandinavische Ausland geschickt, um einen einzigen Atemzug später den Mangel an Landärzten, Fachkräften, die Situation des ländlichen ÖPNVs im Speziellen und die Landflucht im Allgemeinen zu beklagen …

      Und gerade heute kolportierte der ÖR, dass AKK sich für eine Abwrackprämie von Ölheizungen einsetzen würde. Wäre nicht weiter schlimm, wenn sie nicht in einer Regierung säße, die am gleichen Tage Ölbrennwertthermen noch staatlich fördert …

      Aber wie dem auch sei, ALLES nicht so einfach und nicht frei von inneren Widersprüchen.
      Das deutet sich in Ihrem Kommentar sehr schön an …

      Man kann schlecht Busfahrer auf Kosten von anderen Steuerzahlern ins Ausland schicken (um die Arbeitslosenstatistik zu schönen) und quasi zeitgleich mehr ÖPNV und mehr Nutzung des selben fordern. Wie Sie schon sagten, so „wird das nichts mit der Mobilitätswende!“ …

      Wenn es damit etwas werden soll, dann müssen Landes- und Bundesministerien
      bitte schleunigst das interdisziplinäre Denken erlernen.

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  • Man spricht nur über E – Fahrzeuge mit Batterien, weniger spricht man über mit Wasserstoff und Brennzellen betriebener Fahrzeuge. Wieso ist eine Batterie nachhaltig, wenn Silicium mit einer großen Wasserverschwendung in ärmeren Ländern im Raubbau gefördert werden. Siehe dazu Berichte von Prof Lesch! Zudem kommt der Strom hauptsächlich gewonnen aus fossilen Brennstoffen, wie besonders umweltunfreundliche E Produktion der Braunkohle. Wo bleibt die Nachhaltigkeit? Ich sehe nicht die Zukunft in der E Mobilität mit Batterien, eher mit Wasserstoff gewonnen mit erneuerbarer Energie. Bis dahin bewege ich meinen Saab 900 Classic und 9-3 Cabrio nachhaltig umweltbewusst weiter.

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  • Eine interessante Frage. Aber meiner Meinung nach ist der Wechsel auf ein Elektro Auto nicht klimaschonend. Ich habe mit Experten gesprochen die meinen Eindruck bestätigen. Kurz gesagt ist die Herstellung der Akkus (und deren Entsorgung) umwelttechnisch eine Katastrophe. Abgesehen davon das Elektro Autos nach ca. 5 Jahren nicht mehr verkaufbar sind.
    Das eigentliche Problem ist unsere Überbevölkerung auf der Erde und die Globalisierung (zum Thema Klimawandel). Ganz ohne Wertung. Aber durch Elektroautos wird sich langfristig nichts ändern. Ich fahre meine Saab´s bis nichts mehr geht. Das schont die Natur und ihre Reserven. Ich hoffe die meisten User tuen es ebenfalls.

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  • DAS MEINUNGSBILD

    Spannend, was Tom hier angestoßen hat. Ich hoffe, die Politik liest mit …
    Neben einer großen Skepsis gegenüber Nutzen und Umweltfreundlichkeit der E-Mobilität finden sich auch Kommentare,
    die weniger an dem Sion etwas auszusetzen hätten, als viel mehr an den Rahmenbedingungen, unter denen man ihn betreiben sollte und müsste, wenn man sich denn „schon“ heute für einen Kauf entschiede.

    Auf der Wunschliste stehen innerstädtische Lademöglichkeiten und auch lückenlose Verkehrsangebote des ÖPNV und der Bahn, mit denen sich bequem und umweltfreundlich auch solche Ziele realisieren ließen, die den Aktionsradius eines vernünftig dimensionierten Stromers überfordern würden …

    Man kann diese Wunschliste auch als politisches Aufgabenheft für eine Verkehrswende sehen, der sich das Startup Sono Motors konzeptionell zugehörig fühlt. Da tut es vermutlich gleich doppelt weh, wenn man seine eigenen Hausaufgaben macht, nur um festzustellen, dass man von der Politik ohne Ladesäulen stehengelassen wird …

    Wer weiß, wie viele Vorbestellungen Sono erhalten hätte, wenn D reif für den Sion wäre und auch die Politik ihre Hausaufgaben gemacht hätte?

    Der Sion verkörpert einen Aufbruch – womöglich aber auch nur einen Früh- und Fehlstart?
    Quasi ein politisches Missverständnis …

    Es hat ja niemand je gesagt, dass einer (und ggf. welcher?) der vielen umweltpolitischen und die Energie oder den Verkehr wendenden politischen Startschüsse nun aber wirklich ernst gemeint sei …

    Alles ohne Gewähr und auf eigenes Risiko.
    Wirtschaftlich verlässliche Rahmenbedingungen für ein automobiles Startup sehen wirklich anders aus …

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  • Es ist für mich faszinierend, wie sich manches entwickeln kann. Ich war immer ein „Petrol Head“, werde es wohl auch bleiben, aber ganz anders als noch vor Jahren.

    Mit dem Ende von Saab setzte bei mir ein Umdenken ein. Es gab danach ein paar Autos, die kamen und gingen. Aber Fahrzeuge wurden mehr und mehr nur zu einem Fortbewegungsmittel ohne emotionale Aufladung. Heute schaue ich mir immer noch gerne leistungsstarke oder innovative Fahrzeuge an. Und doch- das Thema lässt mich zunehmend kälter, ich muss sie nicht mehr besitzen. Vielleicht auch eine indirekte Einwirkung des Zeitgeistes. Ob ich einen Sion nehmen würde- nun da kämpft noch mein „altes“ Denken gegen das „neue“, weswegen ich unentschieden gewählt habe. Innovativ hin oder her, E- Auto- Argumentationen außen vor, er sieht einfach aus zum Weglaufen. Da blitzt die „alte“ Leidenschaft wieder kurz auf. Wer weiß, wie lange noch…

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    • Danke für den Kommentar! Kann ich nach vollziehen, es geht mir in den letzten Jahren ähnlich.

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  • Sehr interessanter Artikel und eine sehr angenehme Diskussion hier!

    Ich oute mich mal als Sion-Vorbesteller. Ein paar Aspekte werden beim Sion gerne vergessen, bzw. möglicherweise nicht angesprochen, weil konkretere Details zu deren Implementation noch fehlen, und zwar: Car-Sharing, Ride-Sharing und Power-Sharing. Für all das ist der Sion auch vorbereitet. Inwieweit man das als möglicher Besitzer anbieten will, das ist die Frage, ich für meinen Teil habe mindestens zwei Nachbarn, denen ich den pfleglichen Umgang zutraue und die auch sonst Car-Sharing machen. Bevor der Sion im Urlaub sonst nur blöd vollgeladen an der Straße steht, hätte ich kein Problem ihn als mobile Ladesäule auszuweisen.

    Allerdings stelle ich mich im Vergleich zum Verbrenner auch schon auf einige Einschränkungen ein: eine spontane Reise >250 km? Hm … Sommerurlaub in Südtirol/Frankreich/etc.? Nö. Für sowas würde ich dann aber einfach einen Mietwagen nehmen. Aber die Alltagswege, die deckt der Sion locker ab, wahrscheinlich muss ich für diese zwischen März und November nur eine Handvoll Mal an die Ladesäule!

    Allerdings gibt es auch ein paar Aspekte, bei denen ich doch sehr schwanke. Garantie? 2 Jahre, das ist wenig. Zumal für ein „Erstlingswerk“. Freies Werkstatthandbuch und Verzicht auf Spezialwerkzeuge schön und gut, aber wenn meine freie Werkstatt mir sagt, dass sie trotzdem lieber ihre Finger von „Orchideen“ lassen, dann stehe ich da. Und 2020 werden durchaus auch andere interessante BEVs rauskommen. Am Ende kann der Sion relativ gesehen noch so günstig sein, eine Investition von 16-25 kEUR (ohne/mit Batterie) sind für mich auch kein Spielgeld. Wirtschaftlich gesehen fahre ich wahrscheinlich bei meiner geringen Km-Leistung besser gebrauchte Verbrenner, bis Benzin verboten wird … und ich denke, in dem Dilemma stecken so einige.

    Ich werden wahrscheinlich den Sprung aber doch wagen, zumal die Produktion des Sion (so ist es kommuniziert) CO2 neutral (bzw. kompensiert) stattfinden soll. Wenn also schon für mich nicht wirtschaftlich, so fahre ich dann doch trotzdem mit kleinerem CO2 Fußabdruck durch die Gegend.

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  • Ich habe mit Nein gestimmt. Der Wagen ist hässlich und kann keinen Pferdehänger ziehen. Ich denke, es wird noch etwas dauern, bis die Akku-Technik soweit ist, dass E-Autos wirklich universell alltagstauglich werden. Dann wird natürlich Trollhättan in die engere Wahl kommen, wie auch immer der Laden zu dem Zeitpunkt dann heißen mag.

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