Ein SAAB Sommerurlaub mit Folgen …

Ein wenig inspiriert durch die Berichte zur Baltic Circle Rally hatten wir uns dieses Jahr vorgenommen eine – aufgrund eingeschränkter Urlaubszeit – abgespeckte und auch komfortablere Reise rund um die Ostsee zu machen. Die Frage ob 9-5 Kombi oder 9-3 Cabrio war dann angesichts der mitreisenden Gepäckstücke auch schnell beantwortet.

Kurz vor unserem nördlichsten Punkt der Reise - Tallinn
Kurz vor unserem nördlichsten Punkt der Reise – Tallinn

Unsere Reise sollte uns von Lübeck aus über Stettin, Danzig, Allenstein nach Litauen führen. Von dort – konkret von Kaunas aus – sollte uns dann die Reise nach Riga führen, und von dort weiter in das estländische Seebad Pärnu, einen Abstecher auf die Inseln Muku und Saaremaa und schließlich zu unserem nördlichsten Reisepunkt Tallinn. Von dort war die Fährpassage nach Stockholm, Abstecher zu den Verwandten und dann über Jönköping auf direktem Wege nach Hause geplant. Hotels hatten wir auf den einschlägigen Portalen vorgebucht, die Absicherung eines deutschen Automibilclubs war auch erledigt und vor allem lagen die Adressen der SAAB Servicestützpunkte entlang der Route im Handschuhfach bzw. dem iPad.

So gerüstet machten wir uns also Mitte Juli auf den Weg – bei bestem Wetter. Wir erkundeten den polnischen Norden, vor allem die masurische Seenplatte und stellten fest, dass die SAAB Dichte im Vergleich zu (Nord-)deutschland deutlich abnahm. Es waren vor allem Fahrzeuge „in ihrem letzten Lebensabschnitt“. Das Bild änderte sich dann auch nicht in Litauen, welches wir durch den so genannten Suwalki Korridor erreichten. In Kaunas genossen wir die kulturelle Vielfalt der Stadt, das Wetter und die Gastronomie – die Stadt hat sich seit unserem letzten Besuch vor 10 Jahren wirklich rausgemacht und ist eine Empfehlung wert.

Riga. Die Saab Dichte steigt.

Nicht so begeisert waren wir dann von der Entwicklung in Riga, das – wohl ob der regelmäßigen Anflüge von Billig-Airlines von den Inseln – zu einem einzigen großen Biertresen verkommen ist. Immerhin, die SAAB Dichte steigt – und der erste 9-5 NG.

Und an dieser Stelle muss ich einfügen, dass ich regelmäßiger blocket.se Leser bin, so dann auch im Urlaub in Lettland. Und siehe da – mal wieder ein gut aussehender 900 OG mit vertretbarer Laufleistung und akzeptablem Preis. Also, schnell mal angemailt – meine Erfahrung ist, dass 3/4 der Anbieter nicht antworten, von den restlichen 1/4 dann ein „wir verkaufen nicht ins Ausland“ oder ein kräftiger Preisaufschlag zu erwarten ist.

Nicht in diesem Fall – ein netter EMail Kontakt entsteht und warum nicht das Auto auf dem Weg nach Hause „mitnehmen“? Ich weiß a.) man kauf kein Auto unbesehen und b.) man kauft vor allem kein Auto ohne die Mitreisende zu informieren. Das Grübeln setzt sein.

SAAB hält Einzug in die estnische Sprache
SAAB hält Einzug in die estnische Sprache

Wir verlassen Riga in Richtung Pärnu, welches sich auch nach unserem letzten Besuch nicht unbedingt zum Positiven verändert hat, dafür entschädigt die Fahrt auf die Inseln Muhu und Saaremaa – hier kann man die Seele wirklich baumeln lassen und die Fährkapaziäten regulieren auch den touristischen Zustrom. Zeit zum Nachdenken, zu vorsichtigen Andeutungen, ob nicht ein vierter SAAB vielleicht doch ganz nett wäre …

Tallinn. Wir kaufen einen Saab 900.

Wir fahren weiter nach Tallinn. Die SAAB Dichte nimmt deutlich zu, auch einige 9-5 NGs kreuzen den Weg und wir stellen fest, dass „SAAB“ sogar den Einzug in die estnische Sprache gefunden hat – wenn auch im Zusammenhang mit Ausverkauf und Sonderangeboten. Aber das passt ja vielleicht auch zu unserer Marke.

So, jetzt aber vor der Fährüberfahrt Nägel mit Köpfen gemacht. Der 900er wird gekauft, Banküberweisung angestossen, unser Versicherungsmakler kennt schon unsere Vorliebe für schwedische Exportzulassungen und so klappen die Vorbereitungen eigentlich reibungslos.

Das Ergebnis unseres Sommerurlaubs
Das Ergebnis unseres Sommerurlaubs

So fahren wir (also eher ich) – die Vorfreude bei meiner Mitreisenden hält sich noch in Grenzen – nach Schweden, genießen ein paar Tage den Schärengarten vor Stockholm bevor es dann nach Växjö geht, wo „unser“ SAAB mit Exportkennzeichen zur Abholung steht. Er steht auch da – aber ohne Kennzeichen. Auch die schwedische Zulassungsbehörde befindet sich im Sommermodus und so beschließen wir dann weiterzufahren. Immerhin entschädigt das neue IKEA Museum auf dem Weg nach Hause.

Kaum nach 3.700 km und 14 Tagen zuhause angekommen, zeigt die email, dass die Kennzeichen da sind. Also, am nächsten Tag rein in die Bahn nach Malmö, der SAAB wird aus Smaland (kostenlos) nach Malmö geliefert und schon geht es über die Öresundbrücke und Dänemark nach Hause. In sein neues Zuhause.

Aktuell steht der SAAB beim SAAB Händler des Vertrauens und wird diese Woche zulassungsfähig gemacht und dann wollen wir damit einen zweiten Sommerurlaub genießen.

Danke an Björn  für seine Saab Summertime Story! Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, eine Restauration, der erste Kontakt mit der Marke aus Trollhättan oder einfach warum Saab zum automobilen Leben dazu gehört…

Was immer es ist, schreibt uns. Wir bedanken uns mit Saab Literatur und saabigen Kleinigkeiten für jeden veröffentlichten Artikel!

2 Gedanken zu „Ein SAAB Sommerurlaub mit Folgen …

  • Typische SAAB Geschichte 🙂 Mit einem fährt man los und kauft unterwegs noch einen. Kenne ich gut 😉

  • Nette Geschichte.
    Waren im Urlaub auf Usedom und an der Feldberger Seenlandschaft.
    Noch nie haben wir so viele Saabs gesehen.Es machte richtig Spass beim Begegnen zu gruessen, auch wenn leider nicht alle erwidern.
    Sogar der Wirt der Fischgaststätte hatte einen 9.3 Sportcombi.
    Da fand sich natürlich neben dem guten Essen auch Zeit für jede Menge Saabtalk.

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