Saab Pressespiegel

In jeder Familie gibt es die schwarzen Schafe…die wenig geliebt werden. Mal mit gutem Grund oder als Vorurteil. Ein ungeliebtes Auto der Saab Szene ist der 900 II, er leidet an dem GM- und Opel- Stigma. Das ist ungerecht, denn eigentlich ist der 900 II ein ganz passables Auto. Finde ich – meint auch die Oldtimer Praxis in der Ausgabe 11/2015.

Saab Pressespiegel
Saab Pressespiegel

Der Schwede von GM…

Der Artikel ist gut geschrieben, dem Autor F. Schobelt scheinen Saab und Schweden nicht unvertraut. Odin soll doch ein Auge zudrücken, das gefällt mir. Die Oldtimer Praxis arbeitet das Thema mit Liebe zur Marke ab, und ja, der 900 II als Underdog hat endlich seine Chance verdient, bevor es endgültig zu spät ist.

Denn der Saab Bestand schrumpft, die Marke wird immer seltener. Besonders selten sind die beiden Saabs, die Thema bei Auto Bild Reisemobil sind. Eine Zeitschrift, deren Existenz man als Nicht-Wohnmobil-Fahrer kaum auf dem Radar hat.

Saab Wohmobile. Saab Festival 2013.
Saab Wohmobile. Saab Festival 2013.

Zwei tolle Kisten…

Die Ausgabe 4/2015 berichtet von den Saab Wohnmobilen aus Ramsele. Nur zwei Exemplare wurden gebaut, Autor Richard Holz hat deren aufregende Geschichte recherchiert. Er ist Schweden-Insider, hat dort studiert, spricht die Landessprache, hat ein Faible für Autos aus dem Norden.

Die Geschichte ist spannend ! Schon deshalb,  weil wir unbekannte Saab Geschichte entdecken können. Das Heft ist ein Kauf- und Sammeltip. Die wenig bekannte und kaum dokumentierte Geschichte der Saab Wohnmobile, hier ist sie nachzulesen.

Während die Story der Wohnmobile eine klare Blog-Kaufempfehlung ist, schneidet die aktuelle Ausgabe der Autobild Klassik nicht gut ab.

Mehr Kraftwagen…

Es geht um günstige Youngtimer der 200 PS Liga. Man ahnt es schon, ein Saab 9000 spielt mit. Im kurzen Text, garniert mit Pressefotos vom Anniversary plus Innenraum eines früheren Modelljahrs, schreibt Autor Martin Puthz über mutmaßliche Saab 9000 Schnäppchen. Es ist nicht einfach,  einen guten 9000 zu finden. Hohe Kilometerstände, Wartungsstau. Und der große Saab ist mehr wert, als es sein lächerlicher Preis vermuten lässt. So weit richtig. Bis auf die Sache mit dem Preisschild.

Der Preis für einen guten 3er Zustand: 2.200 €… Ja mei, wo gibt es den zu kaufen? Schlagen wir doch gleich mal zu…

So kommt es, wenn man nicht wirklich mit dem Thema vertraut ist. Die Preisidee für einen guten 9000 der 200 PS Klasse ist schlicht falsch. Weil es ehrliche Fahrzeuge zu diesem Geld seit Jahren nicht mehr gibt, und wenn es sie gäbe,  hätte jeder von uns ein halbes Dutzend weggestellt. Die Preise liefert Classic Data, nicht der Autor selbst. Dies als Ehrenrettung für Herrn Puthz. Urteil aus Saab Sicht zum Heft: Liegen lassen. Im Regal !

52 Gedanken zu „Saab Pressespiegel

  • 18. November 2015 um 11:26 AM
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    Woher kommt eigentlich der schlechte Ruf des 900 II ?
    Nur weil der V6 und die Plattform von Opel stammen muss der Wagen doch nicht als GM Produkt abgestempelt werden…
    Bei einem 9-5 NG kommt doch auch niemad auf die Idee ihn als Insignia zu bezeichnen obwohl dort sichtbar Gleichteile verbaut wurden.

    • 18. November 2015 um 2:14 PM
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      Der schlechte Ruf kommt durch negative Presse (teils berechtigt), einen ersten total schlecht ausgegangenen Crashtest. Dann der Teufelskreis: Billiger Gebrauchter mit praktischem Schägheck, kein Geld wird in den Unterhalt investiert, keine Fans die das Auto mögen. Gibt schlechte ADAC Statistik etc… Das Ergebnis: Die 900 II sterben aus. 🙁

      • 19. November 2015 um 1:09 PM
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        …und ich als Zeitzeuge behaupte ganz frech dass der schlechte Ruf nicht durch schlechte Presse kam sondern vor allem durch uns enttäuschte 901er Fahrer- die jeden in den ersten Serien des 902er vorhandene Schwachstelle erbarmungslos und hitzig als indiskutablen Fauxpas hervorhoben. Der 901er kann und konnte gleich zu Anfang vieles besser oder zumindest gleich gut wie der 901er. Leider hatte er aber ganz im Stil der Zeit ein sehr zurückhaltendes, wenig polarisierende Styling abbekommen (was man beim Facelift zum 9-3 wieder etwas korrigieren konnte) und konnte somit mit den rein praktischen Vorzügen gegenüber dem Vorgänger und Mitbewerbern wenig Punkten. Irgendwie fand jeder einen Punkt im 902er der dann schließlich zum Gesamtresultat “indiskutabel” führte. Das die Bodengruppe vom Vectra / Calibra als Ausgangspunkt im Konstruktionscomputer für die Entwicklung diente und entsprechend den Vorstellungen von Saab kräftig modifiziert wurde, das konnte vom Verkaufspersonal ja recht gut kommuniziert werden. Schlechte Fading-Werte beim Bremsentest der ersten Serien oder mangelnde Qualität der Teile schon weniger und hinter vorgehaltener Hand wurde den Kunden schon sehr früh dazu geraten auf das Facelift zu warten. Die wenigen 902er die in vernünftigen Zustand überlebt haben sind sicherlich schützenswert, dennoch entspricht meiner Meinung nach der 9-3Ier eher dem, was sich die Saab-Ingenieure unter einem Nachfolger für den 901er vorgestellt haben – nachdem der 9000er hierbei versagt hat…

  • 18. November 2015 um 11:44 AM
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    Die Wohnmobile sind toll, danke für den Hinweis. Wird gekauft, das Heft hätte ich sonst glatt übersehen.

  • 18. November 2015 um 12:25 PM
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    Den schlechten Ruf kann ich überhaupt nicht nach vollziehen bzw. ist mir völlig schleierhaft. Ich fahre jetzt seit ziemlich genau 2 Jahren einen 900 II SE Cabrio Automatik mit 150 PS und ca, 197 K KM.
    Davon habe ich alle anderen Modelle gefahren vom 9000er, über 2x 9-3 Cabrios und einen 9-5 Kombi 2.3 Softturbo. Mein Fahrzeug ist so etwas von zuverlässig und es macht jedes Mal Freude, wenn ich mich hineinsetze. Im kommenden Jahr wird es ein Youngtimer sein und ich bin heute schon dabei das Fahrzeug als “Oldtimer” aufzubauen. Deshalb suche ich nach wie vor einen kompletten Satz Leder Garnitur in beige und im Jahr danach wird er teil-lackiert und aufbereitet.

  • 18. November 2015 um 12:35 PM
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    Die Gebrauchtwagenzuverlässigkeitsstatistiken sagen aber schon eher, dass er weniger zuverlässig ist. Auch die Gerüchte, dass er in einer “jetzt oder nie” Ordre de Mufti von GM erscheinen musste, deuten in diese Richtung, genau wie das “Facelift” mit irgendwo zwischen 900 und 1000 Änderungen.

    Die 900 II sind für mein Bauchgefühl auch schneller dezimiert worden als die 9-3 danach. Ich hab mir das damals recht genau angesehen, bevor ich mich für einen 9-3 entschieden habe.

  • 18. November 2015 um 1:55 PM
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    Die 900 II hatten und haben vor dem “facelift” zum 9-3 I ein paar Sachen die so nicht Saabtypisch waren, wie eine schlecht funktionierende Heizung, viele Motoren von Opel, die Bodengruppe von Opel usw….Der Saabaffine welcher den Nachfolger den 9-3 I kaufte, durfte alle 2ten Ölwechsel die Ölwanne abbauen und reinigen lassen, sonst gabs den Exidus des Motors vorzeitig…..Aber das ist doch allen bekannt, oder?

    • 18. November 2015 um 2:08 PM
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      Viele Motoren? Ich zähle nur einen Motor beim 900 II, der nicht von Saab war.
      Und es ist auch nicht so, dass bei jedem 9-3 I bei jedem zweiten Ölwechsel die Ölwanne abgenommen werden muss.

      • 18. November 2015 um 2:36 PM
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        Nicht die Diesel unterschlagen! Die kamen von GM-Powertrain hier aus Kaiserslautern….Genau wie der V6 für den Vectra ect.

        • 18. November 2015 um 2:40 PM
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          Gab kein Diesel beim 900 II… Und der V6 kommt aus England…

          • 18. November 2015 um 2:45 PM
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            Meinte doch den 9-3 I als Antwort auf den Kommentar von Anddeu und als “Verbesserung” zum 900 II seitens Motoren (Diesel) und dem V6.

          • 18. November 2015 um 2:49 PM
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            Okay, und ich begann schon zu zweifeln 😉

        • 18. November 2015 um 2:47 PM
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          Man muss noch hinzufügen dass der V6 eine nette Motorisierung war, total unterschätzt. Den V6 gab es auch im Omega und anderen GM Modellen, bei pünktlichem Zahnriemen Wechsel sehr langlebig!

      • 18. November 2015 um 2:38 PM
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        Aber beim 9-3 I das abnehmen der Ölwanne bei jedem zweiten Ölwechsel zu empfehlen wäre/ist, zumindest um den Ölschlamm zu begutachten….

        • 18. November 2015 um 5:57 PM
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          Lieber 900S16V, die Behauptungen, die Du hier von Dir gibst, entbehren jeglicher Sachkenntnis.

          Wir haben sehr lange einen 900 II, lange einen 9-3I Benziner und nun den “bösen” 9-3I 2,2 TID im Fuhrpark, also ich denke, ich kann diese Modelle einigermaßen beurteilen. Die Benziner sind originale SAAB-4-Zyl. wie im 9000 und bei denen war weder beim 900II (2,3i) noch beim 9-3I jemals eine Ölwanne ab, also wirklich….

          Der 2,2 Diesel ist von Steyr-Puch für GM entwickelt. Er ist etwas laut, aber genauso unkaputtbar wie die Benziner und noch ein ehrlicher Diesel!

          Inzwischen sind die drei so alt (15-19), dass natürlich ab und an etwas kaputt geht, aber nicht am Antriebsstrang. Sie stehen in der Zuverlässigkeit dem 9000 nichts nach. Das einzig sichtbare Opelteil ist die Außenspiegelverstellung und die nervt manchmal, sonst alles SAAB!!!

          Manchmal sollte man vielleicht erst über den 901-Horizont hinaus schauen, bevor man die anderen Modelle nieder macht, wie es einst die schlecht recherchierende Presse tat.

          • 19. November 2015 um 12:24 PM
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            Na dann sind wohl die Berichte vieler Saab 900 II Besitzer in vielen verschiedenen Foren (nicht nur Saab-Foren) zu dem Thema was am 900 II nicht richtig gemacht wurde und und beim 9-3 I zum Thema Ölschlamm wohl alle nur Behauptungen, einert Fraktion von Ungläubigen in Bezug auf die Marke Saab?

          • 19. November 2015 um 5:18 PM
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            Danke, es gibt für mich nichts Besseres und es bleibt bei: 1. 900 II 2,3i Cabrio / 2. 900 II 2,0i Coupè und 3. 900 II 2,0i Turbo Coupè, alles Baujahr 1995, einfach nur gut und alle knapp 200 Tkm auf der Uhr

    • 18. November 2015 um 2:11 PM
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      Aber, aber… im 900 II kam nur der V6 aus dem GM Regal, alles andere war Saab Original! Die Bodengruppe wurde so modifiziert, dass sie mit Opel nichts mehr zu tun hatte. Das Ergebnis sieht man heute noch. Der 9-3 I wurde nochmals verbessert, ist immer noch ein sicheres Auto, der Vectra als Spender der Bodengruppe gilt als unsicher auf allen Wegen 😉

    • 18. November 2015 um 4:02 PM
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      Bekannt ist, dass das Thema Oelschlamm bei den 4-Zylinder-Motoren tatsächlich jahrelang von SAAB nicht gelöst worden ist, obwohl es eigentlich ein banaler Konstruktionsfehler der Kurbelgehäuse-Entlüftung war und leicht zu beheben gewesen wäre.

      Man hat den Kunden Oelwechsel-Intervalle von 10’000 km zugemutet, als die Anderen schon längst auf 20’000 km waren. Wer sich nicht peinlichst daran gehalten hat, hat einen Exitus des Motors riskiert. Das hat dem Ruf der an sich gut konstruierten Motoren von SAAB nicht gerade gut getan, den Kunden völlig unnötige Kosten verursacht und zu etlichen liegengebliebenen SAAB’s geführt.

      2 unserer Nachbarn sind deshalb mit ihrem 9-5 er mit Motorenschäden liegengeblieben. Das wäre völlig unnötig gewesen und kam genauso bei den 9000-ern, 900ern und 9-3ern mit den 2.0 und den 2.3 Liter-Motoren vor.

      Zwischen 2004 und 2005 wurde der Motor dann bei Opel!!! überarbeitet. (Ich kenne einen Konstrukteur, der dabei war). Der Aufwand dafür soll bescheiden gewesen sein, der Motor anschliessend noch eine Klasse besser und vor allem zuverlässiger.

      Der 9-5 hat seither eine Service-Intervall-Anzeige. In der Praxis haben sich Intervalle um die 30’000 km ergeben und der Motor ist so robust, wie man es eigentlich schon immer hätte erwarten können.

      So gesehen, hat man den besten Job zu GM-Zeiten gemacht. Ich hätte nicht gedacht, an GM trotz Allem noch ein gutes Haar zu finden.

      • 19. November 2015 um 12:25 PM
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        So ist es! Einer der mir in dem Punkt Ölschlamm recht gibt….

  • 18. November 2015 um 3:17 PM
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    Einfach mal googeln: saab steering clamps

  • 18. November 2015 um 5:32 PM
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    Wir hatten über einen 1994 und eine 1996 900II beides Sauger fast in Buchhalterausstattung was gegenüber der Konkurenz aber schon sehr üppig war. Der 1996 war mit 3Ps weniger und einer Ausgleichswelle mehr laufruhiger. Wenn ich es richtig in Erinnerung waren die erste Crashtest auf dem Niveau der damalige C-Klasse und in manchen Dingen Vorreiter. ….grad noch mal im Fundus gewühlt, da gab es einen Sonderdruck der AMS aus 1993. (Tom…in die Mailkiste sehen 😉 )
    Noch heute halte ich die Karosse für modern und einen der zeitlosesten Entwürfe der Automobilgeschichte. Praktisch war sie sowieso. Zum 9-31 wurde die klare Linie des 902 verwässert und das Auto bulliger (aber immer noch schön!) technisch ist der 9-31 sicher ausgereifter. Wenn ich nicht schon 4 SAAB hätte würde ich mir ggf. noch einen zulegen!

    • 18. November 2015 um 5:55 PM
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      Danke, das ist perfekt! Hier der Testbericht, ein Sonderdruck von Saab Deutschland, als Download.
      Vor mehr als 20 Jahren war er für einen nagelneuen Saab enttäuschend, heute liest er sich viel besser.

    • 18. November 2015 um 6:04 PM
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      Genau so ist es 🙂 .

    • 19. November 2015 um 7:01 AM
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      Stimmt, guter Entwurf. Ich wein ihm immer noch nach, jedes Mal, wenn ich die Kombi-Heckklappe öffne. Ich will wieder einen Schrägheckwagen. Aber nicht so einen wie den Audi A5, wo über der Kofferraumabdeckung kein zusätzlicher Ladeplatz mehr ist.

  • 19. November 2015 um 10:09 AM
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    Was für eine wilde Diskussion hier …

    Eine regelrechte (Öl-) Schlammschlacht. Aber was ist mit den zwei tollen Kisten? Die muss man doch mal würdigen!

    Ich bin absolut kein Caravanist, aber diese beiden sind dermaßen knuffig und verschroben, dass ich mir augenblicklich einen schwedischen Sommerurlaub mit einem der beiden wünsche.

    Immer wieder erstaunlich, was es alles so in der SAAB-Geschichte zu entdecken gibt und schön, dass der Blog damit so gut zu unterhalten weiß.

  • 19. November 2015 um 11:14 AM
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    Sorry Tom, aber das es für 2200€ keine venünftigen 9000er mehr gibt stimmt nicht und der Beitrag in der Presse ist da doch schon recht nahe an der Realität. Das Problem, dass der Eindruck entsteht ist der, dass sich mehr und mehr technisch weniger versierte Saabliebhaber nun schnell noch einen 9k zur Seite stellen wollen, den Zustand eines Fahrzeuges aber selbst nicht selbst beurteilen können. Ein fehlendes Serviceheft ist da schon ein grober Mangel. Ich habe selbst vor kurzem versucht einen vollausgestatteten 9000 2.3FPT in überdurchschnittlichem Zustand zu verkaufen. 2500€ wollte ich haben. Leider sind die Kenner alle schon versorgt und die ganzen (Ex)Saabneuwagenfahrer die selbt zum Birnchenwechsel zum FSH fahren sind spätestens dann ausgestiegen wenn ich leider nicht nachweisen konnte, dass der Wagen maximal 2. Hand war und das Serviceheft schon beim Vorbesitzer verlorengegangen ist. Für 1300€ habe ich ihn abgegeben…Das Fahrzeug steht übrigens jetzt wieder im Netz… für über 5700€.

    • 19. November 2015 um 4:52 PM
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      Ich streue mal etwas Stoff zum Nachdenken ein. Technisch wenig versierte Saab Liebhaber? Tausende Besitzer von Klassikern und Youngtimern haben wenig Ahnung von der Materie? Sie lieben trotzdem ihre Autos, haben Spaß. Sie fahren in die Werkstatt, sorgen für Aufträge. Gut so. Wenn wir in den kommenden Jahren wenigstens ab und zu einen Saab auf der Strasse sehen wollen, brauchen wir Werkstätten die sich mit Saab-Klassikern befassen. Und die brauchen Kunden. Saab überlebt nur, wenn sich möglichst viele Betriebe dadurch eine Existenz sichern können. Vorbild ist Mercedes mit den Klassiker Centern.

      Im Zuge des Anna Projekts habe ich viel mit Gutachtern zum Thema Youngtimer kommuniziert. Ein 9000 ist ein relativ “junges” Auto, die Kriterien sind klar. Unklare Historie, keine Wartungsnachweise (Scheckheft!!), viele Besitzer, hoher Kilometerstand? Ist wertmindernd, kein Sammlerobjekt. Der Markt ist knallhart, die Bewertungen auch. Gekauft wird nur was wirklich gut ist. Dann darf ein 3er Zustand auch 5 bis 6.000 € kosten.

      • 19. November 2015 um 5:38 PM
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        Deinen Einwand kann ich so nicht unkommentiert lassen. Wenn ich keine Ahnung von Technik habe nehme ich mir zur Besichtigung jemand mit, der den Zustand des Wagens beurteilen kann. Geht es eigentlich nur um irgendwelche Wertzuwächse und interessante Geschichten eines Wagens oder kauft man sich z.B. einen 9k weil es ein “geiles” Auto ist?. Gekauft wird nach Zustand, nach nichts anderem. Wer einen Wagen kauft weil er einen tollen Vorbesitzer hatte oder ein niedriger Kilometerstand wertfördernd ist, kauft oberflächlich und ist nicht wirklich ein Liebhaber des Modells, m.M.. Ich habe schon einige fertige 1. Hand 901 und 9000er gesehen und teilweise topgepflegte 5. Hand Fahrzeuge. Mal im Ernst, was interessiert mich irgendeine Bewertung oder Gutachter (außer im Schadensfall). Ich kaufe lieber einen Saab ohne Scheckheft und gerne auch 5. Hand wenn ich dem Wagen ansehe, erfahre und es auch merke, dass der Wagen eine regelmäßige, kompetente Zuwendung erhalten hat, als irgend ein “scheckheftgepflegtes” Exemplar vom Händler bei dem mir auf der Rückfahrt der Motor platzt weil der Wagen nach Werksvorgaben nur alle 20tkm frisches Öl bekommen hat und jetzt leider das Ölsieb zu ist. Aber gerne jeder wie er will, so wird es weiterhin echte Schnäppchen geben. Aber eben nicht für die “nach Scheckheft-Käufer”

        • 19. November 2015 um 7:46 PM
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          Daniel, das ist genau das, was ich meinte. Es gibt da zwei Welten, die sich gegenseitig akzeptieren sollten. Oder es zumindest versuchen könnten. Die einen möchten einen restaurierten, oder sehr gepflegten Saab. Ihnen ist die Historie, Kilometerstand, und all das wichtig. Auch der Fahrzeugwert.
          Dann gibt es Menschen, die kaufen gerne aus 5. Hand, Kilometerstand ist egal, so lange die Substanz stimmt. Eine, wie Du sagst, “geile” Kiste eben. Auch das ist in Ordnung, und ich kann beide Blickwinkel sehr gut nachvollziehen.

          Nur, wenn Du zur Gruppe zwei gehörst, ist kein Jammern über einen schlechten Wiederverkauf angesagt.

          • 19. November 2015 um 9:02 PM
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            Das ist ein interessanter Aspekt, über den ich mir noch nie so richtig Gedanken gemacht habe. Wahrscheinlich gibt es Sammler und Fahrer. Der Sammler hat eher die Euros vor Augen, geizt mit Km (Gruppe 1) und der Fahrer genießt und bewegt den SAAB vielleicht täglich (Gruppe 2).

            Ich denke, ich gehöre eher Gruppe 2 an. Wobei – da hat Daniel recht – es kann auch in dieser Gruppe tolle Autos geben und grade beim 9000 sind wenig Km nicht immer ein gutes Zeichen.

          • 19. November 2015 um 9:07 PM
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            Es gibt eben Fans die ihren Saab nur bei schönem Wetter bewegen, mit Saisonkennzeichen. Das sind nicht wenige. Die Marke transformiert sich gerade, da findet ein Umbruch statt.

        • 20. November 2015 um 12:47 PM
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          Die Lage beim 9000 ist immer noch relativ entspannt. Mit Geduld fndet man schöne Opa Exemplare die im Top Zustand sind. Kaufen, wegstellen, der Wert wird steigen.

          Ein gut gewartetes Exemplar mit hoher Laufleistung taugt dafür nicht. Da kann man nur billig kaufen, fahren, Spass haben. Ist doch auch nett übel, oder?

          • 20. November 2015 um 6:06 PM
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            Es stellen sich mir dabei Fragen wie, für wen man wegstellt?
            Wie lange muss so ein Auto stehen?
            Hat man selbst noch etwas davon?
            Rechnet sich der angebliche Wertzuwachs gegen die Kosten für einen wirklich guten Stellplatz, den man dafür unbedingt benötigt?
            Wie lange klappt der Teilenachschub noch?

            Ich habe auch zwei, die ich nur noch im Sommer und möglichst bei nettem Wetter fahre. Aber dann will die fahren und Spaß damit haben, wie Franken Troll schreibt – ich lebe jetzt!
            Ansonsten verheizen oder verscherbeln die Nachfahren die Dinger im schlimmsten Fall eines Tages und man hat außer Stellplatzkosten nichts davon gehabt.

            Ich stelle mir diese Fragen manchmal, wenn ich einen der beiden aus der Halle hole – schwierig.

    • 20. November 2015 um 10:39 AM
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      Die Lage beim 9000 kann man hier in Berlin gut nachvollziehen. In den üblichen In-Vierteln werden seit 1-2 Jahren abgewirtschaftete 900 durch 9000 ersetzt. SAAB ist cool, aber der Personenkreis hat kaum Geld um die Fahrzeuge sinnvoll in der Substanz zu sichern. In ein paar Jahren werden die 9000 genau so fertig und verbraucht sein wie die 900, die zum Schrott gehen.

      ich würde nie einen 9000 ohne geklärte Vergangenheit und Nachweis kaufen, und ich schraube selbst. Warum sollte ich mir so eine Bude antun? Mein aktueller 9k kommt aus der Schweiz. Erste Hand, penibel gewartet, kein Service ausgelassen, alle Stempel. Die Schweizer haben kapiert wie es geht. Da lege ich gerne 5000 Fränkli auf den Tisch.

      Tom hat mit dem ANNA Projekt gut beschrieben wie es um Fahrzeuge mit Wartungsstau bestellt ist, Mut und Engagement vom Blog sind bewundernswert. Auf dem Blog wird gehandelt und nicht nur heiße Luft produziert.

      Wenn die Gebrauchs 9k in ein paar Jahren verschwunden sind, werden die Preise erheblich nach oben gehen. Weil kaum noch was übrig bleibt. Wer clever ist, sichert sich einen Anni oder Aero, mit möglichst geringer Laufleistung oder holt sich was aus der Schweiz.

  • 19. November 2015 um 12:51 PM
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    Bitte nicht auch hier das Gerücht verbreiten bestimmte Motoren hätten ein Problem mit Ölschlamm. Das hatten die nie. Das Problem ist Ölkohle!!! Die setzt das Sieb zu und führt zum Motortod. Leute die ihren Saab viel Langstrecke und sehr wenig Kurzstrecke gefahren sind und fahren sind davon in der Regel viel seltener betroffen. Meine Ölwanne wurde zum ersten Mal bei 260tkm abgenommen und es wäre sogar noch Luft gewesen…

  • 19. November 2015 um 12:59 PM
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    Hier nochmals der Trollifan: Nachdem ich den Artikel gelesen hatte in dieser Oldtimer Zeitung, bin ich auch nervös geworden und habe mich mit 2 Werkstätten darüber unterhalten. Beide haben mir unabhängig von einander gesagt, dass das Problem mit dem Oelschlamm nur in den Turbo Versionen vorgekommen ist. Nach den vielen Kommentaren der letzten Tage, nochmals meine Bitte an euch alle: soll ich nachschauen lassen?

  • 19. November 2015 um 1:37 PM
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    Hallo aus dem hohen Norden!

    Also wenn ich mich recht erinnere waren auch wirklich nur die Turbomotoren betroffen.
    Die Sauger hatten da viel weniger Probleme, auch wenn die etwas weniger Spaß beim Fahren gebracht haben(meine Empfindung).

    Um auf deine Frage zurück zu kommen, also sofern das Auto im Stand nicht kreischt bzw schreit oder ganz komisch summt, ist denke ich nichts zu tun.

    Sollte das aber bei Dir der Fall sein, solltest Du möglichst bald mal zum Händler bzw Werkstatt des Vertrauens fahren um dort mal die Ölwanne abnehmen zu lassen und das Ölsieb zu reinigen(tolle Lehrlingsarbeit…).

    Es gab zum Ende hin auch mal andere Ölsiebe etc. die nicht wirklich was gebracht haben.

    Was eventuell noch wichtig zu wissen ist, das es nie einen Diesel im Saab 900 II gab.

    Die 2.2 TID gab es meines Wissens erst ab Saab 9-3 I und waren bis auf die Leckleitungen recht robust,wenn auch recht rauh im Leerlauf.

    Beim 900 II gab es meines Wissens einen 2.0 I ; einen 2.0 mit Trionic 5/rote Kassette und einen 2,5 Liter aus dem BMW/Opel Regal mit dem bescheidenen Zahnriemen und noch bescheidenen Zündkerzenwechsel(besser gesagt absoluter Mist).

    In diesem Sinne einen schönen Donnerstag noch.

  • 19. November 2015 um 3:52 PM
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    Hallo Sebastian,
    danke für deine Info. Er kreischt nicht, summt nicht und schreit auch nicht. Er schnurrt wie ein Kätzchen und auch sonst bin ich sehr zufrieden

  • 19. November 2015 um 5:43 PM
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    Hallo Trollfan,

    zum Thema Öl gibt es sicher x-verschiedene Meinungen und Theorien (auch von Leuten, die diese Modelle nie gefahren haben), aber ich habe es persönlich immer so gehalten:

    Mein normaler Weg zur Arbeit ist Kurzstrecke (14Km Bundesstraße), Langstrecke fällt gelegentlich an. Also habe ich bei meinem 9000 CSE und dem 900 II von Anfang an synthetisches Öl (Valvoline) gefahren und alle 10.000Km Öl- und Filterwechsel selbst gemacht. Ich halte gar nichts von langen Intervallen, das ist sparen am falschen Ende.

    Die später dazugekauften 9-3I und 9000CS habe ich auch sofort auf synthetisches Öl umgestellt und wechsle die genauso. Dabei war nach kurzer Zeit festzustellen, das keine schwarze Pampe mehr am Peilstab hängt, sondern nach ca. 30.000Km (drei Wechsel) leicht transparentes goldbraunes Öl, wie bei den anderen beiden.

    Die vier Motoren haben zwischen 172.000 und 230.000 gelaufen sind topfit und haben keinen sichtbaren Ölverbrauch. Die 9000er sind Turbos die beiden “Kleinen” sind Sauger – keinen Unterschied bei diesem Thema festgestellt.

  • 19. November 2015 um 8:20 PM
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    Technisch gesehen, gibt es mit den heutigen Oelen keinen zwingenden Grund für 10’000 er-Intervalle. Es sei denn, man fährt nur 10’000 km / Jahr. Das zeigt sich ja auch daran, dass der 2.3-Liter-Motor nach den letzten Anpassungen und dem Einbau der Service-Intervallanzeige ohne Probleme Intervalle um die 30’000 km hat.

    Finanziell gesehen liegt der Unterschied schlicht darin, ob man bei 35- 40’000 km Jahresfahrleistung alle 3 Monate oder ca. 1x / Jahr einen Fixtermin in der Garage hat. SAAB Stützpunkte sind heutzutage ja nun auch nicht mehr an jeder Ecke zu finden.
    Mein 9-5 er Aero hat nun demnächst seine 300’000 km erreicht. Das macht bis dahin einen Unterschied von ca. 6000.- verglichen mit dem Vorgänger aus.

    Ob das eine Rolle spielt, soll jeder für sich selbst entscheiden.

    • 20. November 2015 um 2:59 PM
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      Am Öl liegt es nicht, der Motor B205 und B235 bis MY04 sind im Bereich KGE und Lage des Kats einfach eine Fehlkonstruktion, wer das mit 30tkm Intervallen fährt ist selbst schuld wenn ihm der Motor hochgeht. Bei übermäßigem Langsteckenanteil kann man das Risiko minimieren, aber nicht ausschließen. Ein Ölwechsel kostet auch deutlich weniger als ein neuer Motor. 35€ für 5L 0W40 Mobil1, 6€ für den Filter und 50ct für die Dichtung. Selbst wenn man 3x pro Jahr wechselt sind das gerade mal 120€ im Jahr. Das sollte doch drin sein!?

      • 20. November 2015 um 8:03 PM
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        Das genau wollte ich mit meinem ersten Kommentar weiter oben sagen. Klar wenn man max. 5000 Km im Sommer (Cabrio) fahre und die restlichen 5000 Km mit dem Zweit/Drittwagen im Winter, dann kann es nicht zu den Schäden kommen, die ich und Daniel und 9-5 Aero genannt haben. Nur das wollen so Fahrer und Besitzer wie GP362 nicht wahr haben, bis der erste Schaden (Motorexidus) eingetreten ist….

        • 21. November 2015 um 9:00 AM
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          900S16V, nun lass uns hier nicht streiten, wir treffen uns doch hier alle aus den gleichen Interessen.
          Mir platzt nur immer der Hut, wenn die 902/9-3 I Serie mit den Opelvorurteilen erschlagen werden soll und das noch aus den “eigenen Reihen”. Darüber hat Tom auch mal einen Beitrag verfasst. Die allererste Serie 902 mag ja Mängel gehabt haben, die wurden aber behoben: Heizung top, Bremsen besser als im 9000, u. s. w. Die Motoren vom 9000CS bis zum 9-3I haben viele Gleichteile und sind bei ordentlicher Wartung problemlos für viele 100.000Km gut.

          Es ist doch gut, wenn SAAB aus allen Serien erhalten werden. Mein Bruder fährt z. B. seit Jahrzehnten 901, den 900S finde ich auch wirklich schick. Ich persönlich möchte aber keinen haben und würde mich darüber auch nicht äußern, weil ich keine Ahnung davon habe.

          In diesem Sinne… Frieden?!

          • 21. November 2015 um 7:00 PM
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            Sorry aber wenn es hier schon um 902er und den Nachfolger den 9-3 I geht, sollten nicht nur Vorteile, sondern auch die Nachteile genannt und nicht verschwiegen werden. Es ist nun mal so, dass der 902 und der 9-3 I ausser den Motoren die Saabspezifisch gebaut wurden, leider ein paar Macken/Fehler des Opel Vectra in diesen Jahren mitbekommen hat u.a. beim 9-3 die Bodengruppe, sodass der Kat in der Nähe der Ölwanne lag und das Problem des Ölschlamms/Ölkohle verschärft hatte…. Das Problem hatte der 9000er in den Jahren übrigens nicht, weil der noch seine eigene Bodengruppe hatte. Frieden.

      • 20. November 2015 um 8:24 PM
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        Ich spreche ebenfalls bei den Motoren bis Baujahr um 2005 von einem Konstruktionsfehler und von möglichen Intervallen nach Anzeige von 30’000km AB diesem Baujahr. Da steht nichts von einer Empfehlung, die Intervalle älterer Motoren auf 30’000 km auszudehnen. Siehe oben, wer lesen kann und es auch tut, ist im Vorteil.

        Abenteuerliche Rechnung mit 120 Euro Kosten für 3 Wechsel pro Jahr. Da würden sich jedem seriösen Kaufmann die Nackenhaare aufstellen.

        Bei 40’000 km pro Jahr wären es eigentlich deren 4 und über 8 Jahre deren 32 aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein.
        35 Euro für 5L Oel? Bei mir stehen / standen sfr. 27.5 pro Liter auf der Rechnung. Das ist nicht mal SAAB-spezifisch – bei unseren anderen Fahrzeugen stehen ähnliche Beträge. Und – ja richtig, beim Oel spart man nicht.
        Was ist mit der Arbeitszeit und dem ganzen Drumherum, das mir der Händler zu Vollkosten verrechnet / verrechnen muss? Ab sfr. 150/h ist man in der CH dabei.
        Anreise und Verlust an Arbeitszeit nicht eingerechnet.

        Das macht dann ganz schön was aus, ob man Intervalle von 10’000km oder 30’000 km fahren kann.

        Unter dem Strich kann aber jeder rechnen wie er will – oder auch nicht – wenn es um ein Hobby geht.

        Gut, hat SAAB reagiert und Aenderungen durchgeführt. Bei mir wäre SAAB mit der alten Konstruktion bei der letzten Beschaffung in 2007 auf jeden Fall durch den Raster geflogen. Wäre schade um das schöne Fahrzeug gewesen.

  • 20. November 2015 um 2:55 PM
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    Ich jammere nicht über den Wiederverkaufswert. Ich frage mich nur worum es eigentlich geht? Ein Auto ist zum Fahren da, egal ob täglich oder mit Saisonkennzeichen. Ich fasse mir nur an den Kopf wenn man die Chance auf ein wirklich gutes Exemplar nicht wahrnimmt nur weil einem der Wagen zuviele Vorbesitzer hatte (was nicht unbedingt etwas aussagen muss). Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass die, die nur darauf schauen ob ein Wagen wenig gelaufen hat und später im Wert steigen wird keine fans sind, sondern eher die Totengräber. Wenn Saab für tolle Turbomotoren steht habe ich persönlich nichts davon wenn dieser Turbomotor 11 von 12 Monaten unter einer Plane in der Garage steht nur damit der Kilometerstand nicht sechsstellig wird.
    Außerdem stellst du die zwei Gruppen so da als ob Gruppe eins die guten Exemplare sucht während die andere nur fahren will und der Rest ist mehr oder weniger egal. Im Gegenteil, ich zähle mich zur Gruppe zwei aber das wichtisgste ist mir immer der technische Zustand, gefolgt von der Optik. Für mich sind immer nur Fahrzeuge in Frage gekommen die technisch und optisch überdurchschnittlich waren, der Rest ist erstmal egal (Kilometer, Vorbesitzer etc.) An das Auto stelle ich die gleichen Anforderungen wie die Gruppe eins, nur an das drumherum eben nicht.
    Aber wer das anders machen will, kann das natürlich auch.

  • 25. November 2015 um 9:21 AM
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    203196 km , 1 Motor, nie geöffnet, Ölwechsel immer alle 10 ts km und nur synthetisches öl, Saab 900 , Baujahr 1996, R Sondermodell, Fazit:
    keine Ölkohle bei Abbau der Ölwanne und Reinigung des Ölsiebes gefunden,normale Gebrauchsspuren. Es wird weiter gefahren und der R 900 ist auf dem Weg zur Oldtimerikone.
    Also, besser nicht alles glauben was geschrieben wird- falls doch; besser VW kaufen.
    Daniel

    • 25. November 2015 um 10:31 AM
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      Das mag bei deinem so sein, weil du ihn so gepflegt hast. Aber all die anderen Besitzer und erst recht Neubesitzer von den Modellen wo das Problem der Ölkohle vorlag, mussten sich nach soundso vielen Km auf dem Tacho und einem Restwert von eben genau dem Betrag, den ein neuer Motor kosten sollte, von diesem trennen. Vielleicht kommt auch daher, die Inaktzeptanz des 902 und seines Nachfolgers des 9-3 I ? Erst recht, nachdem es Foren hier im Net gibt, die diese Fehlkonstruktion und deren Folgen erwähnte….

      • 25. November 2015 um 10:49 AM
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        Das Thema ist hinlänglich bekannt und durchgekaut. Ich denke nicht dass es hilfreich ist, dies auf jede postive Stellungnahme erneut zu posten, oder? Es gibt eben eine Welt jenseits des 901, und einiges was dannach kam richtig gut und macht heute noch Spaß.

        • 25. November 2015 um 11:43 AM
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          Tom doch man muss das Thema Fehlkonstruktion(en) beim 902 und 9-3 I bringen. Auch und erst recht dann, wenn wie hier, fast alles positiv vom 902 dargestellt wird. So entsteht der Eindruck für Kaufinteressenten, dass dieses Modell wie jedes andere Saab Modell unproblematisch ist und Zitat von dir ám 18. November 2015 um 2:14 PM

          “Der schlechte Ruf kommt durch negative Presse (teils berechtigt), einen ersten total schlecht ausgegangenen Crashtest. Dann der Teufelskreis: Billiger Gebrauchter mit praktischem Schägheck, kein Geld wird in den Unterhalt investiert, keine Fans die das Auto mögen. Gibt schlechte ADAC Statistik etc…”

          Das nun Kaufinteressenten für einen 902 oder einen 9-3 I abspringen, liegt also nicht nur an so Leuten wie mir, die sich nur für Prä-GM Saabs interessieren. Ebenso der Niedergang von Saab generell im Oldtimer und Youngtimerbereich, bloss weil viele diese Modelle nicht mehr kaufen. Dort liegt es zusätzlich daran (und das habe ich hier schon mehrfach gepostet), dass Saab schon vor Jahrzehnten versäumt hat, eine Oldtimersparte wie Mercedes und Porsche aufzubauen und die Ersatzteilversorgung für ältere Modelle (auch und gerade nach dem vollständigen Verkauf an GM) sicherzustellen. Es fehlt also an wichtigen Ersatzteilen die grösstenteils Überlebenswichtig für das Fahrzeug sind und an Werkstätten wie Lorenz in Kiel usw., die (von mir aus auch zweigeteilt in Prä-GM und GM Zeit) Reparaturen sicherstellen könnten. Es kann nicht jeder Besitzer eines Saabs (und da nehme ich auch die 9-3, 9-5, 9-4X ect. hinzu) ein Schrauber vor dem Herrn sein, geschweige denn Hebebühne und Werkzeug haben….
          Das ist mein letzter kommentar zu diesem Thema.

          • 25. November 2015 um 12:06 PM
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            Ich sehe da ein ganz anderes Problem. Werden die Intervalle von 10.000 Kilometern eingehalten, wird der 902 problemlos sein. Tut man das nicht, hat man die beschriebene Problematik. Das ist der Punkt, und der wurde schon mehrmals auf dem Blog immer, und immer wieder beschrieben. Wer sich über den 902 informiert kann das lesen, gut so.
            Wir Saab Fans neigen leider dazu unsere Produkte so richtig in Grund und Boden zu schreiben, bei anderen Marken mit weitaus größeren Schwachpunkten, passiert das weitaus seltener. Warum? Sind diese Fans weniger kritisch, loyaler zur Marke, haben sie weniger Lust den eigenen Untergang zu zelebrieren? Meine Gedanken dazu, ein kleiner Wink wie man mit Problemen umgehen könnte.

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