Schweden-Tour mit Saab 9-5: Spontan, exzessiv – genussvolle Erholung pur Part 2/3

Der nächste Tag der Schweden-Tour. Der Morgen offenbart die wahre Pracht des kleinen Industriedenkmals: Wunderschöne Gebäude und Reste der alten Eisenhütte, charmant eingebettet in eine Landschaft aus kleinen Hügeln, Wasserläufen und Brücken. Informationstafeln verraten, dass aus Borgvik das Eisen für den Bau des Eifelturms in Paris stammen soll. Wahrscheinlich zumindest ein Teil davon.

Saab 9-5 in Borgvik
Saab 9-5 in Borgvik

Im Haupthaus erwartet mich ein üppiges Frühstücks-Buffet. Man hatte es eigens für mich aufgebaut. Denn ich bin tatsächlich der einzige Gast. Etwas beschämt wegen der Mühe, die man sich meinetwegen gemacht hatte, checke ich aus, steige in den 9-5 und startete in den Tag.

Mein nächstes Ziel ist Falun in Dalarna. Wieder ein traditionsreicher Ort des Bergbaus. Wobei das nichts mit der Zielauswahl zu tun hatte. In Falun wurde über Jahrhunderte Kupfer abgebaut. Die alten Bergwerke mit der Industrielandschaft gehören mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe. Von hier stammt übrigens auch das berühmte Falun-Rot. Der für Schweden typische ochsenblutrote Anstrich der Häuser war ehemals ein Statussymbol. Heute eher Mode – und er gehört einfach zu Schweden wie der Turbolader in einen Saab.

Wie am Vortag ist der Weg das Ziel: Keinesfalls direkt dort hin fahren, sondern wieder kreuz und quer durch die Landschaft. Über Hügel, durch Wälder und vorbei an unzähligen spiegelglatten Seen, die sich schon ruhig und friedlich auf den nahenden Winter vorzubereiten scheinen. Mein 9-5 gleitet mit der Comfort-Einstellung des DriveSense-Fahrwerks förmlich über die geschwungenen Asphaltbänder. Der Tacho zeigt selten mehr als 80 Km/h. Eine Freude ist auch der Verbrauch des Turbo6, der sich um die 8 Liter eingependelt hat.

Die Zeit vergeht sprichwörtlich wie im Flug. Es dämmert bereits schon wieder. Auf den letzten 50 Kilometer bis Falun durchschneidet das helle Licht der Xenonscheinwerfer die Dunkelheit. Bei den kurvigen und dunklen Straßen weiß man das Kurvenlicht noch mehr zu schätzen, als daheim. Der Fenrnlich-Assistent hat hier hingegen wenig zu tun. Zu Hause nutze ich ihn eigentlich nie. Zu träge blendet die Automatik ab, wenn ein Fahrzeug entgegen kommt. Hier in Schweden scheint er besser zu funktionieren und ich möchte diese Komfort-Spielerei plötzlich nicht mehr missen. Wahrscheinlich liegt es auch an der totalen Finsternis in den skandinavischen Wäldern…

In Falun erwartet mich Ähnliches, wie in der Nacht zuvor. Mein Hotel – ein kleines und verträumtes Häuschen – liegt am südlichen Stadtrand. Es befindet sich ganz am Ende einer kleinen Straße, direkt am Golfplatz.

Immerhin brennt auch hier Licht im Inneren. Aber ich scheine wieder der einzige Gast zu sein, denn kein anderes Auto parkt vor der Tür. Die ist zum Glück nicht verschlossen. Nach betätigen der Klingel an der leeren Rezeption kommt die Chefin und begrüßt mich freundlich. Sie überreicht mir die Schlüssel zu meinem Zimmer und ich freue mich, nach all den Eindrücken des Tages wieder früh schlafen zu gehen.

Das nächste Ziel: Stockholm.

Saab Lesertasse 2015
Saab Lesertasse 2015

Fortsetzung folgt, die Hauptstadt Schwedens steht auf dem Plan.  Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, eine Restauration, der erste Kontakt mit der Marke aus Trollhättan oder einfach warum Saab zum automobilen Leben dazu gehört. Was immer es ist, schreibt uns. Wir belohnen jede Veröffentlichung auf dem Blog mit einer exklusiven Saab Lesertasse!

 

4 Gedanken zu „Schweden-Tour mit Saab 9-5: Spontan, exzessiv – genussvolle Erholung pur Part 2/3

  • Danke für die schöne Reisebeschreibung… würde am liebsten gleich die GS (Motorrad )satteln und auf große Tour starten… oder mit dem Aero, oder doch das Cabrio… egal, nur los! 🙂

  • Wunderbar! Da kommt Urlaubsgefühl auf! 🙂
    Danke für den Bericht aus dem Land der Trolle…

  • Guten Abend,
    ich hatte schon den ersten Teil des Urlaubsberichts gelesen und gelobt. Dieser Eindruck setzt sich nun fort. Eine wirklich begeisternde Art des Schreibens, angereichert mit persönlichen Bekundungen, automobiler Saab-Leidenschaft und interessanten Informationen über landestypische Gegebenheiten.
    Vielen Dank dafür.

  • Für die lobenden Worte kann ich mich nur bedanken! Es freut mich sehr, dass Euch mein Reisebericht gefällt. Und hoffe, dass der dritte und letzte Teil hier nahtlos anknüpfen kann…

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