Saab Story von Stefan

Unsere Saab Lesertassen sind in Produktion. Eine Tasse aus der limitierten Auflage geht demnächst auf den Weg zu Stefan in die Schweiz. Saab Lesespaß am Wochenende!

Als ich im Kindergarten war, wurde ich öfter mal von den Betreuern und Betreuerinnen um meinen Mittagsschlaf gebracht, da ich immer wußte was für ein Typ Auto vor der Tür stand. Vom Fiat 600 bis zum Lamborghini Countach (der Supersportwagen jener Tag schlechthin) war mir nichts unbekannt. Vom Saab hörte ich erstmalig, als ich 1985/1986 Austauschschüler in den USA war. Dort war die Rede von Crashtest-Sicherheits-Ergebnissen der amerikanischen Verkehrsbehörde, bei welchen der Mercedes S-Klasse Platz eins, aber gleich danach einem sogenannten Saab 9000 Platz zwei, der sichersten Autos der Welt bescheinigte.

2 Saabs in Schweden
2 Saabs in Schweden

Dies hatte ich noch in Erinnerung, als ich 10 Jahre später, eines Tages auf der Suche nach einem Ersatz für mein erstes eigenes Auto, einem schwarzen Peugeot 205 GTI, war. Ich fuhr bei einem norddeutschen FSH einen hellbraunen 900 SE Hatchback neuerer Gattung zur Probe und hatte, als völliger Saab-Anfänger, Schwierigkeiten den Zundschlüssel abzuziehen. Wenig begeistert war ich, als mir der FSH eröffnete, das zum Kaufpreis auch noch diverse Reparaturen hinzuzurechnen wären. Das einzige was damals zur Präsentation des Wagens getan wurde, ist neben der allgemeinen Reinigung, die Reifen schwarz einzufärben.

Dennoch war ich grundsätzlich dazu bereit, mich mehr mit der Marke und vor allen Dingen mit dem 900er einzulassen. Bei diesem Händler sah ich auch einen Prospekt vom Vorgänger-Modell einem 900er Turbo-Coupé in schwarz. Und so begann meine Suche nach genau eben diesem Auto. Eine Motivation einen Saab haben zu wollen und keinen Golf, war meine permanente Angst vor dem Tod, die ich heute nicht mehr habe. Aber das, ist eine andere Geschichte.

Endlich wurde ich im Norden Deutschlands fündig und zwar bei einem Familienvater der nunmehr einen Nachfolger seines 1989er 900 16Vs benötigte und sich bereits für einen Volvo Kombi entschieden hatte. Ich nahm einen Freund mit, der sich mit Autos auskennt. Er bescheinigte mir, daß die Kupplung meines zukünftigen zweiten eigenen Autos in Ordnung sei. Mit einer Laufleistung von circa 169.000 km und einem Preis von rund 10.000 DEM fuhr ich fröhlich von dannen und war auf der Autobahn angenehm vom großen Turbo überrascht. Selbst beim Gasgeben um die 180 km/h rum, wurden noch eine Menge Pferde lockergemacht und erst bei 220 km/h war Schluß.

Später entschied sich auch mein Vater für einen Neuwagen von Saab, um seinen knallroten Audi 80 1.9 zu ersetzen. Er entschied sich für einen 9000 CSE mit 146 nicht-Turbo-PS.

Darüber hinaus hatten meine Eltern sich für Ihren Lebensabend ein Haus in Schweden gekauft. Da waren wir nun mit der ganzen Familie und zwei Saabs vor der Tür (Foto).

Eines Morgens hatten die beiden nach einer sehr frostreichen Nacht eine enorme Eis-Schicht aufzuweisen, aber Sie sprangen beide an wie eine Eins. Super-Sache das mit den einheimischen Autos.

Am meisten mochte ich das Kutter-ähnliche Laufgeräusch meines schwarzen 900er Coupés, deswegen war ich eine Tages um so trauriger als ich in Berlin eine blech-eindrückende Berührung mit einem zu schnell fahrenden Smart hatte (dieser hatte in Folge dessen einen Totalschaden) und einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitt (Die Reparaturkosten überstiegen den Wert des Fahrzeuges). Deswegen verkaufte ich diesen Wagen für 800 DEM an einen Bastler in Süddeutschland, der einen Anhänger-Transport organisierte. Da ging mein Auto dahin, als Quelle für Ersatzteile.

Viele Jahre sind seither vergangen, aber vor kurzem (Ende 2013) ergab sich eine gute Gelegenheit eine Saab Chrombrille zu erstehen. Seitdem erfreue ich mich wieder jedesmal an kleinen klugen Designdetails der schwedischen Ingenieure aus Trollhättan.

Ich wünschte mir aber sehr, daß die 9-5 NG (vor allem der Kombi) wieder gebaut werden würden. Auch der Bio-Hybrid ist ein klasse Konzept. Mögen die Rechte an diesen Fahrzeugen in die richtigen Hände geraten und der Markenname Saab von der Militärsparte freigegeben werden. Dann wäre für mich die Saab-Welt wieder in Ordnung.

2 Gedanken zu „Saab Story von Stefan

  • Der 900 ist irgendwie aus jeder Perspektive gelungen.
    Danke für den Bericht und ganz besonders für die schönen Fotis!
    Beste Grüsse
    Martin

  • Schickes Bild oben mit dem Schwedenhäuschen, wie im Bilderbuch!

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