Meine Story mit Saab

“Wir suchen Sie und Ihren Saab” – Leserwettbewerb. Platz 2.

Eine meiner vielen Geschichten mit Saab handelt von zwei unterschiedlichen Saab 96, die aber trotzdem nahezu identisch aussehen. Diese Story mit den beiden Grünlingen ist gefüllt von heftigen Emotionen aller Art, sozusagen von Himmel hochjauchzend bis zu Tode (gottseidank nicht) betrübt. Nur, dass sich hier die Reihenfolge genau entgegen gesetzt abspielt – eine zusammen hängende Story in mehreren Akten…

Welcher Saab ist seltener anzutreffen? ©2014 Uli Beitel
Welcher Saab ist seltener anzutreffen? ©2014 Uli Beitel

• Prolog

Nach vielen Jahren mit einem Saab 96 als Alltagsauto, das leider aufgrund heftiger Korrosion 1992 abgemeldet werden musste, reizte mich im Jahr 2000 ein seit Monaten bei einem Saab-Händler stehender 96 so sehr, dass ich nicht umhin konnte, diesen aus seinem verstaubten Abstellplatz zu erlösen.

Saab 96, verstaubt in einer Ecke beim Haendler ©2014 Uli Beitel
Saab 96, verstaubt in einer Ecke beim Haendler ©2014 Uli Beitel

Drei Jahre an intensiven Restaurierungsarbeiten folgten, bis der Fahrgenuss nach problemloser TÜV-Abnahme endlich beginnen konnte.

• Das Ende, der Schock und der zweite Geburtstag

April 2007, ein sonniger, früher Abend auf der berüchtigten Ostmerkstraße zwischen Cham und Weiden. In bester Laune genoss ich das dezente Rumoren des V4-Motors meines Saab 96 und dem Bewusstsein, ein individuelles Auto zu fahren. Mein Blick fiel auf die kerzen-gerade, vom Frühling verwöhnte Strecke vor mir. Auch die mir entgegen kommenden Fahrer schienen diesen Sonntag genussvoll beenden zu wollen, keine Raser, keine wilden Überhol-manöver. Alles friedlich.

Plötzlich – fast aus dem Nichts – ein SUV, der sich allmählich und unaufhaltsam meiner Fahrspur nähert. Ich hupe, mache eine Vollbremsung, verzweifeltes weiteres Hupen – keine Reaktion des SUV-Fahrers, nichts!!! Mein Schutzengel reißt das Lenkrad in die Gegenspur – oder war dies Resultat eines vor kurzem absolvierten Sicherheitstrainings? Leider um einige Sekundenbruchteile zu spät! Der SUV erfasst die rechte Seite meines geliebten Buckel-Saabs. Ein dumpfer Knall – NEEEEIIIIN!!! – Glassplitter überall – in Zeitlupe verdreht sich der Horizont um 90 Grad, verkehrte Welt – krrrrrccchhhh, der Saab schleift auf dessen linker Seite auf der Fahrbahn entlang, unendlich lange, bis dieses hässliche Geräusch endlich verstummt.

Stille – eine wirre Melange aus Splittern, Zeitschriften, Saab-Modellautos, Staub um mich herum: Realität oder nur ein böser Traum? Doch nun geht alles wie in Routine: Motor abstellen (warum ist der Zündschlüssel nun auf einmal so weit oben?), Gurt öffnen (geht verdammt schwer), raus aus dem Auto, bevor jemand in das Dach kracht. Doch wie aus dem Auto kommen? Rechte Tür hoffnungslos verkeilt und auf einmal oben liegend, linke Tür durch das Gewicht des Saab blockiert. Nur der Weg durch die noch halb im Karosserierahmen hängende Frontscheibenöffnung bietet Rettung. Endlich draußen. Fremde Menschen wuseln um mich herum, suchen nach weiteren Insassen. Der Saab blickt mich mit verzogener Front traurig an. Dann der Schock, als einige helfende Hände den 96 auf die Räder schmeißen. Totale Zerstörung, drei Jahre Restaurierung innerhalb weniger Sekunden zunichte gemacht. Ich renne zu dem SUV-Fahrer, der sich gerade aus dem ebenfalls auf der Seite liegenden Wagen befreit hat. Die fassungslose Frage – mehr ein Aufschrei „Warum ich, warum gerade ich?????“ kommt mir über die Lippen. „Bin eingeschlafen“ die ebenso unbegreifliche Antwort des SUV-Fahrers. Erst jetzt taste ich an mir entlang. Kein Blut, keine Verletzungen, keine Schmerzen. Erst später umarme ich meinen Schutzengel… .

Dsa Horrorfoto nach dem Einschlag des SUV ©2014 Uli Beitel
Dsa Horrorfoto nach dem Einschlag des SUV ©2014 Uli Beitel

Der Kommentar eines Polizisten: Wäre ich auf meiner Spur geblieben, keine Chance, Frontal-Crash, sicherer Tod. Wäre ich nach rechts ausgewichen, noch weniger Chancen, der SUV wäre im Innenraum gestanden. Auch die solide Schale des 96 hätte dieser Aufprallenergie nicht widerstanden. Dies alles wird mir erst am späten Abend bewusst. Der Schock zieht allmählich in meine Glieder. Unkontrolliertes Zittern der Hände, der Aufprall läuft immer und immer wieder in Zeitlupe vor meinen Augen ab. Mein zweiter Geburtstag!

• Drei Wochen später: Zufall, Vorbestimmung, oder was?

Irgendwie hatte ich an diesem Abend mit dem Hobby „Oldtimer“ abgeschlossen. Sinnlose Geld- und Zeitverschwendung, das alles! Oder doch nicht? Zwar wurde mein 96 von einem Sachverständigen mit der Zustandsnote 2+ nachträglich geadelt, aber was ist Geld im Vergleich zur bisherigen, täglichen Freude, sich in das Wikinger-Ei setzen zu können?

Diese Erkenntnis machte mich innerlich unruhig. Sollte ich wieder nach einem Oldie suchen? In zwiespältiger Stimmung forstete ich in deutschen Internet-Angeboten nach dem Buckel-Saab. Nur wenige, übel mitgenommene, von Rost und Spachtel zusammen gehaltene Alternativen waren zu finden, nichts im Vergleich zu meinem metallic-grünen Schmuckstück.

Der Tipp meines Saab-Freunds Dirk „schau mal ins schwedische Blocket“ änderte alles. Was sprang mir nach kurzer Suche wie ein Blitz in die Augen? Mein metallic-grüner 96 mit den gleichen Fußballfelgen, zusätzlich verziert durch große Bosch-Scheinwerfer und einer schwarzen Heckscheibenblende. Und ein unglaublich erscheinender Neuzustand mit 49.000 km innerhalb 28 Jahren vernebelten meinen Verstand.

Der Entschluss war klar: Auf nach Schweden!

• Die Spannung steigt: Schweden im Visier!

Nur ein Tag Bedenkzeit lag zwischen Anzeige und der Fahrt nach Mönsteras an der schwedischen Ostküste – eigentlich war dies nur eine Alibi-Bedenkzeit. Mir war sofort klar, dieser ist´s oder keiner.

Die Spannung steigt, Schweden naht ©2014 Uli Beitel
Die Spannung steigt, Schweden naht ©2014 Uli Beitel

Nach 14 Stunden Fahrt erreichte ich Mönsteras und klingelte vormittags nervös an der Tür von Göran.

Ankunft in Mönsteras ©2014 Uli Beitel
Ankunft in Mönsteras ©2014 Uli Beitel

Nach schier endlos erscheinender Wartezeit öffnete sich die Tür und Göran schaute mich verschlafen und etwas verdutzt an, bevor er wieder in der Gegenwart angekommen war. Beendete Nachtschicht, ok, sehr gut zu verstehen.

Aber die richtige Herausforderung stand noch bevor: Fast alle Schweden sprechen fließend Englisch, nur nicht dieser Saab-Besitzer. Kein einziges Wort!

Nach einer Runde Kaffee ging´s dann zur Garage des Grünlings. Die Tür öffnete sich und ….

• Entzücken, Wahnsinn, Luftmangel, innerer Jubel … die Gefühle spielen verrückt

…das Unglaubliche steht vor mir. Akaziengrün-Metallic, rund, glänzend, eine Kopie von meinem Saab.

Das erste Foto, noch mit schwedischer Nummer ©2014 Uli Beitel
Das erste Foto, noch mit schwedischer Nummer ©2014 Uli Beitel

Nur noch viel schöner – sorry, mein verblichener 96. Rost? Nichts! Verblasster Lack? Fehlanzeige! Abgenutzter Fahrersitz? Aber sicher nicht! Neue Original-Schonbezüge von Saab schützen ebenso neue Original-Sitzbezüge.

Auch der Innenraum im Neuzustand ©2014 Uli Beitel
Auch der Innenraum im Neuzustand ©2014 Uli Beitel

Fast entschuldigend wischt Göran über einen klitzekleinen Kratzer, einfach rührend! Wie soll ich nun die Balance finden zwischen innerer Ekstase und äußerer Abgeklärtheit? Die Grundregel, keine euphorischen Gefühle bei Kaufverhandlungen zu zeigen, gelingt mir schlecht!

Im genau richtigen Moment erscheint ein Bekannter von Göran, der als Dolmetscher unschätzbare Dienste leistet. Schnell wird klar, dass Göran sein Schmuckstück nur an jemanden verkauft, der diesen genauso pfleglich behandelt. Gottseidank hatte ich meinen Laptop mit der umfangreichen Restaurierungsbildersammlung dabei. Meine bis dahin 27jährige Saab-Erfahrung taten ein Übriges, um sein Vertrauen geschenkt zu bekommen. Warum verkauft man denn nun solch einen Goldschatz? Nun, Scheidungen sind auch in Schweden teuer. Es stellt sich heraus, dass dieser 96 der letzte aus seinem Besitz von insgesamt vier Stück ist, der verkauft werden muss. Göran, du tust mir sehr leid!

Schließlich wechselt ein hoher dreistelliger Euro-Betrag als Anzahlung den Besitzer und der Abholungstermin wird besiegelt.
Glücklich, aber mit einem etwas schlechten Gewissen gegenüber Göran und seiner Situation verlasse ich Mönsteras.

• Drei Wochen später – Freude und Abschiedsschmerz

Wie viele schlaflose Nächte innerhalb der nächsten drei Wochen bei mir anfielen? Wahrscheinlich 21! Endlich war es so weit. Eine Dienstreise zusammen mit einem Arbeitskollegen nach Schweden stand an. Ein Firmen-Passat versuchte mich auf dem Weg in den hohen Norden davon zu überzeugen, dass ein modernes Auto doch um vieles besser sei als so ein alter 96. Vergeblich. Die Vorfreude auf dem Weg zwischen Trollhättan und Mönsteras stieg unaufhaltsam.
In Mönsteras angekommen empfängt mich Göran mit einem noch weit verdutzteren Gesichtsausdruck als beim ersten Treffen.

Eigentlich dachte er, dass ich mit einem Trailer erscheinen und nicht auf eigenen Rädern die Reise nach Deutschland durchführen würde.
Nachdem ein nun vierstelliger Betrag die Stimmung von Göran ein wenig verbesserte (der Kaufpreis war fast identisch mit dem Betrag, den ich von der Versicherung des damaligen Unfallverursachers erhielt), nahte der Abschied. Göran verabschiedete sich mit Tränen in den Augen und einem Abschiedskuss auf den hinteren Kotflügel, was auch bei mir feuchte Augen verursachte.

Die letzten Streicheleinheiten von Göran, kurz vor dem Abschied ©2014 Uli Beitel
Die letzten Streicheleinheiten von Göran, kurz vor dem Abschied ©2014 Uli Beitel

Das aus dem Saab-Museum mitgebrachte 9-5- Modell als Abschiedsgeschenk für Göran war sicher nur ein schwacher Trost für ihn.

Nur schemenhaft konnte ich sein Winken im Rückspiegel erkennen, als wir ihn verließen.

Der Abschied von Göran und Mönsteras ©2014 Uli Beitel
Der Abschied von Göran und Mönsteras ©2014 Uli Beitel

• Der Heimweg nach Deutschland

Die ersten Kilometer starteten sehr schonend, schließlich stand der Neuzugang ca. 5 Jahre in der nahezu klinisch sauberen Garage. Da das Begleitfahrzeug mit allen möglichen Werkzeug und Auffangwannen bei Beginn der Reise nach Schweden aufgefüllt worden war, konnte der Öl- und Kühlwasserwechsel nach 50 km auf einem Parkplatz umweltschonend durchgeführt werden.

Der mit vielen Ersatzteilen bepackte Begleit-Passat ©2014 Uli Beitel
Der mit vielen Ersatzteilen bepackte Begleit-Passat ©2014 Uli Beitel

Erst dann setzte ich die Heimreise mit einem etwas besseren Gefühl fort.
Interessant waren die Reaktionen der Schweden, als diese einen so gut erhaltenen 96 auf ihren Straßen sahen.

Die erste Autobahn nach fünf Jahren Stillstand ©2014 Uli Beitel
Die erste Autobahn nach fünf Jahren Stillstand ©2014 Uli Beitel

Etliche hoch gehaltene Daumen und ein freundliches Lächeln beim Überholen zeugten von dem Autogeschichtsbewusstsein der Schweden.

Das erste Auftanken nach 5 Jahren Garage ©2014 Uli Beitel
Das erste Auftanken nach 5 Jahren Garage ©2014 Uli Beitel

Da bis auf die vorhersehbaren Vergasereinstellungsarbeiten auf dem Heimweg alles glatt lief, trennten sich unsere Wege, meinem Arbeitskollegen ging die maximale Reise-geschwindigkeit von 80 km/h wohl doch etwas auf die Nerven. Vorher wurde natürlich das Werkzeug in den 96 umgeladen – für alle Fälle.

An der dänischen Grenze ©2014 Uli Beitel
An der dänischen Grenze ©2014 Uli Beitel

Nur dieser Fall trat gottseidank nicht ein – abgesehen von einigen Vergasereinstellungs-korrekturen.

Vergasereinstellungskorrekturen auf dem Weg nach Deutschland ©2014 Uli Beitel
Vergasereinstellungskorrekturen auf dem Weg nach Deutschland ©2014 Uli Beitel

Erschöpft aber glücklich erreichte ich nachts mein Ziel.

Ankunft zuhause ©2014 Uli Beitel
Ankunft zuhause ©2014 Uli Beitel

• Bis heute: Genuss pur – hoffentlich ohne einen weiteren SUV-Kontakt…

Nun folgte ein zweijähriges Konservieren (keine Restaurierung, denn was soll man an einem nahezu fabrikneuen Auto schon restaurieren?), alle Teile der Karosserie wurden ausgebaut und sorgfältig gegen Rost geschützt. Auch wurden wieder Stahlstreben zur Verstärkung der Türen und des A-Säulenbereichs eingebaut, die beim vorher gehenden Saab das noch tiefere Eindringen des SUV reduziert hatten. Nur dieses Mal in noch wesentlich stabilerer Ausführung – und mit nun vier (!) Hupen, um eventuell eingeschlafene Fahrer rechtzeitig zu wecken…

Verstärkung des A-Säulenbereichs ©2014 Uli Beitel
Verstärkung des A-Säulenbereichs ©2014 Uli Beitel
Das Ergebnis nach zwei Jahren Konservierungsarbeiten, hier zusammen mit dem 900 ©2014 Uli Beitel
Das Ergebnis nach zwei Jahren Konservierungsarbeiten, hier zusammen mit dem 900 ©2014 Uli Beitel

Wie durch Zufall sah ich bei einer der ersten Ausfahrten ein heute leider geschichtsträchtiges Plakat, das natürlich mit meinem Grünling fotografiert werden musste.

Welcher Saab ist seltener anzutreffen? ©2014 Uli Beitel
Welcher Saab ist seltener anzutreffen? ©2014 Uli Beitel

Sicher werde ich diesem Saab die Treue halten so lange es geht. Und vielleicht wird es in Zukunft doch wieder einmal Werbeplakate mit einem neuen Saab geben!?

Text & Bilder: Uli Beitel

 

12 Gedanken zu „Meine Story mit Saab

  • Besser als jede andere Urlaubslektüre – ein wirkliches Schmuckstück, der Grünling!!

    Auch meine bessere Hälfte und ich konnten am Wochenende auf die Frage von Freunden, ob künftig wieder SAAB-Fahrzeuge produziert werden, leider immer noch keine klare Antwort geben – eigentlich schon sehr schade, dass von NEVS bisher kein weiteres Statement bezüglich der Verhandlungen abgegeben wurde.

    • Auf SU ist zu lesen , dass Gerüchten zu Folge wieder um die Saab Namensrechte geschachert wird und dies für M&M wie schon 2012 die Hauptsache sein soll . Wenn ich das richtig verstanden habe ( ich kann zwar englisch , aber perfekt ist was Anderes ) ist M&M hauptsächlich an der Nutzung der Marken und Namensrechte interresiert. Was natürlich schade wäre.

      • In dem Artikel steht auch, das M&M daher wohl aus dem Rennen ist…

  • Tolle Geschichte, wunderbar geschrieben. Ein Glück, dass Du damals heil aus dem Wrack steigen konntest ! Mögen Dir zukünftig solche Erlebnisse erspart bleiben !

  • DU hast diesen SAAB verdient! Der 1. fungierte als “Lebensretter” und der 2. soll nur noch dem erfreulichen Leben dienen…:-)! Tolle Geschichte, glücklicher Ausgang einer Tag tägl. möglichen Horrorsituation. Ab jetzt unfallfreie Fahrt mit der SAABine! 😉

  • Mehr mehr mehr, bis jetzt die beste Story. 🙂

  • Danke für diese schöne Geschichte.
    Beim Lesen konnte ich spüren wie sehr Dich der 96er bewegt.
    Dieses starke Empfinden gibt es wohl nur unter Saab-Fahrern.
    Ich habe noch nie gehört, dass sich ein Besitzer von sog. Premium-Cars mit derart körperlichem Einsatz sowie finanzellen Aufwendungen für sein Auto einsetzt.
    Der Werbespruch aus dem letzten Jahr hat seine volle Berechtigung: “Saab – more than a car!”
    Egal wie es in Schweden weitergeht, Saab-Fahrer wird es immer geben. Jeder der in diesen `Club´ eingetreten ist, hat damit eine lebenslange Mitgliedschaft abgeschlossen.
    Alles Gute – allzeit gute Fahrt.

  • Hallo Uli!

    Die Geschichte Deines Unfalls kenne ich ja aus dem Forum. Aber dass sich derart würdiger Ersatz gefunden hat, wusste ich nicht. Das MUSS Schicksal gewesen sein.

    liebe Grüße
    Gerald

  • Ich komme ja aus der Nähe von Cham und kenne die berüchtigte Ostmarkstraße Richtung Weiden nur zu gut. Die Unfälle auf dieser Strecke sind weniger geworden, aber die Strecke hat leider schon sehr viele Unfälle gesehen. Den gefundenen Saab in Schweden hast du Dir wirklich verdient. Sehr schöne Geschichte!

    • Servus Matthias,

      ich komme auch aus der Oberpfalz (aufgewachsen in Flossenbürg und Weiden), deshalb kenne ich die Ostmarkstraße ebenfalls sehr gut.
      Die Anzahl der Todeskreuze an den Straßenrändern zwischen Cham und Weiden ist schon sehr abschreckend. Beinahe wäre mein Kreuz auch bei Rhanwalting eingeschlagen worden…

      Nach diesem Erlebnis versuche ich noch bewusster zu fahren, immer im Hinterkopf, dass jedes Auto bei falschem Gebrauch eine Waffe darstellt. Deshalb auch meine “Sicherheitsmanie” dass ich schon 1974 bei meinem ersten Auto (natürlich ein Käfer, Baujahr 1953, “lebt” jetzt noch in OVI) Flankenschutz und vier Saab-Kopfstützen 🙂 einbaute.
      Diesen nachträglichen Einbau von Stahlstreben habe ich bis heute bei allen Alltagsautos wiederholt. Wahrscheinlich nützt dies auch nur bei einem weniger schwerem seitlichen Aufprall – aber die Türen klingen beim Zuschlagen wie eine Tresortür :-).

      Ist halt ein Spleen von mir, aber vor allem durch diese Sicherheitsdenke bin ich schon 1969 als 13jähriger zu Saab gekommen, als ich die erste Anzeige vom Saab 99 sah (“Der breitschultrige Schwede”, “überroll-steife Fahrgastzelle”…).

      Gleichzeitig möchte ich mich bei allen für die netten Kommentare bedanken! Vielleicht treffen wir uns einmal bei einem der vielen Saab-Veranstaltungen.

      Viele Grüße von Uli

  • Was für eine Geschichte, das leben so schreiben kann. Mit Happyend, schön! Ich wünsche Dir weiterhin Gute fahrt.
    Gruß Peter mit einem B212CC

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