NEVS will mehr Zeit

NEVS hat in einem Schreiben an die Gläubiger einen Vergleich vorgeschlagen. Das wurde am Montag in Trollhättan bekannt.  Abhängig von der Antwort erwägt NEVS um eine Verlängerung der Rekonstruktion nachzusuchen.

NEVS  ©2014 saabblog.net
NEVS ©2014 saabblog.net

Anwalt Lars Eric Gustafsson der die Rekonstruktion leitet, sieht das Verfahren in einer entscheidenden Phase. Die Verhandlungen mit zwei asiatischen Herstellern wurden in letzter Zeit intensiviert. Es gibt eine realistische Chance zum Vergleich, auch wenn er einräumt dass weniger Geld zur Verfügung steht als ursprünglich angenommen.

Die Quote auf die offene Forderungen ist unklar. Sie soll aber höher ausfallen als 25%, was als üblich gilt. Das Svenska Dagbladet meldet eine Quote von 50%, voll bedient werden die Verbindlichkeiten auf jeden Fall nicht. Die Rekonstruktion endet in weniger als zwei Wochen, falls keine Verlängerung beantragt und gewährt wird.

Hmm. Vielleicht erinnern wir uns an die Aussagen, die von NEVS im Sommer kamen. Jeder Gläubiger sollte demnach seine Gelder komplett bekommen. Mir fällt dazu wenig ein.

20 Gedanken zu „NEVS will mehr Zeit

  • Die Verhandlungen wurden intensiviert… so so…

  • Na bei dem Stand sollte man eigentlich einen Schluss ziehen … so sehr ich die neuen Modelle mag wie 9-5 NG aber Saab ist damit wohl eher Classic als New Present ….
    Ich würde mich wahnisinnig freuen auch mal Stories in dem Zusammenhang zu lesen wie die Geschichte der Motoren.
    Eigentlich war der 9-3 I und II ja wohl mehr Saab als man denkt weil die Motoren waren doch eigentlich noch total Saab je nach Baujahr und so. Also ich fände das interesssant. Vielleicht auch mal eingebunden in die Historie eines schönen auf dem Block vorgestellten Fahrzeuges. Klar korresponiert das mit der Klassik Page.
    Oder mal ein Vergleich der Tuning Alternativen von Maps und Hirsch oder oder
    Aber das Saab Geschichte ist

  • So intensiv wie die Verhandlungen sind… müssen da schon mehrere Höhepunkte drin gewesen sein…

    Sorry, für den unqualifizierten Kommentar. Zeigt aber mal wieder, was für ein ewiges Märchen NEVS uns auftischt…

  • Genauso sehe ich das auch! Ein Märchen, aber ein böses! Und wenn es sich nur um asiatische Investoren handelt, ist meine Stimmung schon auf dem Tiefpunkt!

  • Eigentlich war es zu vermuten, dass nicht mehr Erlös für die Gläubiger herauskommt, denn auch von den geheimnisvollen asiatischen Käufern in spe wird NEVS keine großen Einnahmen zu erwarten haben.

    Bei Ablehnung des Vergleichs wird allerdings noch weniger für die Gläubiger herauskommen – aber wie würde es ggf. ohne Zustimmung und ohne Rekonstruktionsverlängerung weiterlaufen?

    Wenn dann die Stunde der Schnäppchenjäger schlägt, könnte es zu einem Neuanfang kommen oder aber im ungünstigen Falle auch nicht – also wäre die Zustimmung zum Vergleich einschließlich Rekonstruktionsverlängerung wohl eher geeignet fortzufahren

    Für mich ist allerdings mittlerweile völlig unverständlich, warum noch mehr Zeit für die Verhandlungen benötigt wird – falls das Gericht überhaupt verlängert, sollte dies nun letztmalig erfolgen und auf kleinen Fall noch mal bis auf 3 Monate ausgedehnt werden.

    • Wäre interessant zu wissen, was bis zum 29.November konkret als Resultat vorliegt. Es ist verdächtig ruhig. Oder hat man sich im Jahr vertan?

  • Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Entweder die bekommen es bis zum Ablauf der Rekonstruktion hin oder es soll eben zu ende sein. Sonst verhandeln die ja in einem Jahr noch. Wer Glaubt wirklich noch an einen guten Ausgang.

  • Wenn ich mich richtig erinnere geht es um einige wenige Millionen, die nur noch zu 50% bedient werden können?

    Das heisst im Klartext, dass die Aktiven von NEVS in der Summe nicht mehr wert sind. So viel sind nun also ein teil-verkauftes und zurück geleastes Werk (angeblich eines der produktivsten In Europa) und die heilsbringende Phoenix-Plattform wert.

    Es wird Zeit, diesem spekulativen Trauerspiel ein Ende zu setzen und mit anderen Eignern neu anzufangen.

  • Wenn NEVS in Konkurs geht, ist doch die Frage, ob dann die Insolvenzverwalter die Reste an irgendwelche Schnäppchenjäger verkaufen (möglicherweise Inder oder andere Asiaten) oder aber das ganze Werk womöglich tatsächlich als Großlager (siehe frühere
    Blog-Berichte) veräußert wird – dann wäre nämlich endgültig Schluss mit der SAAB-Produktion. Neue Eigner mit SAAB-Produktion kommen somit nicht zwangsläufig ins Spiel (dann lieber weiter Rekonstruktion)!

  • Mich ärgert daran, das die “alte” Saab Gesellschaft nicht mit dieser Rücksicht behandelt wurde, obwohl diese mit dem 9-4 und 9-5 NG einen Zukunftsplan hatten.

  • Hätte diese kleine Firma vor Wochen besser ihren Insolvenzantrag nicht zurückgezogen, dann wären diese elenden Spielchen schon lange beendet und eventuell mehr Geld für die Gläubiger geblieben.
    Das ist – wie schon einige Male erwähnt – reine Insolvenzverschleppung und führt zu nichts. Auch eine von uns erträumte Wiederaufnahme der Produktion rückt damit nicht näher.

  • Eine Wiederholung der Geschichte wie vor 3 Jahren. Einfach nur traurig. Trotzdem können/dürfen wir an den gebauten SAAB-Automobilen unsere Freude haben. Schauen wir in die Zukunft und üben Geduld, dass kennen wir ja.
    Grüsse
    Walter

  • Diese elenden, nicht endend wollenden “Gespräche” in Schweden…..
    Sind nur gut für die Anwälte: deren Gehälter sind zuerst abgebucht 😉 ! Die restlichen Kronen (Tipp: knapp über 25% ) gehen dann an die Gläubiger…KEINE weitere Zeitverschleppung mehr!
    Die Freude am SAAB vor der Tür bleibt! 🙂

  • So über die letzten Monate gesehen verstehe ich Vorgehensweise von NEVS nicht ein bissl. Hier wurde irgendwie ohne Marktkenntnisse gearbeitet. Nur auf Elektrofahrzeuge zu setzen war mehr als eine leichtsinnige Idee, die 9-3 nur als Benziner zu bauen geht auch an den meistens Kunden vorbei, keine Alternativen zu haben war auch weltfremd. Ich hätte mein Geld als Investor lieber anderweitig versenkt, da wo man auch Spaß dran hat. Hoffe nur noch auf einen weißen Ritter der jetzt mal die Sache richtig in die Hand nimmt…

  • Kluge Ratschläge zu geben, nachdem man gescheitert ist, ist sehr leicht. Ich möchte hier den NEVS Plan nicht verteidigen, aber ich möchte dennoch in Erinnerung rufen, dass NEVS immerhin die Einzigen waren, die sich an die Nachfolge der insolventen SWAN herangetraut haben. Hätten sie das nicht getan, hätte man die Abstimmung welche Themen der Saab Blog künftig behandeln soll, bereits vor drei Jahren durchführen können.
    Auch darf man nicht vergessen, dass aktuell, anders als zu Zeiten der Schausteller-Truppe um den allseits heiss geliebten Victor Mueller, mit eigenem Geld gearbeitet wurde. Geld, das nun verloren ist.
    Die Inhalte und die Schwierigkeit der aktuellen Verhandlungen können wir als Aussenstehende nur abschätzen. Es ist auch nachvollziehbar, dass NEVS versucht zumindest mit einem blauen Auge davon zukommen.
    Kommende Investoren – sofern sie wirklich bereit sind einzusteigen – werden nicht einen Millimeter auf NEVS zugehen und versuchen, für sich das Beste herauszuholen. Die werden sich sicher nicht von einer Deadline beeindrucken lassen. Wir können nur abwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Für die ein bisschen aufkommende Endzeit- Stimmung ist es aber mE noch zu früh.

    • Leider kann ich das so nicht stehen lassen. Es gab im ersten Quartal 2012 Käufer mit solidem Hintergrund, die von Politik, Gewerkschaften und Insolvenzverwaltern abgelehnt wurden. Die Gründe, die Mark und mir vor Ort genannt wurden, wollen wir nicht öffentlich wiederholen. Die grobe Fehlentscheidung für NEVS verantworten die obigen Institutionen, NEVS waren auf jeden Fall nicht die “Einzigsten”.

      • … und diese Institutionen/Politfiguren wollen jetzt nicht ihr Gesicht verlieren. Keine andere Firma hätte so viel Zeit (Verlängerungen) bekommen. Kleine Zulieferer springen dabei über die Klinge – wie schon geschehen.
        So sehr ich Land und Leute da oben mag, aber das reiht sich in die Liste dortiger Politskandale ein.

  • Um kluge Ratschläge an NEVS geht es hier nicht – eher um eine kühle Abschätzung, ob dieses Konstrukt in Schweden künftig eine Antwort auf meine Mobilitätsbedürfnisse haben wird.

    Mit NEVS war das definitiv noch nie der Fall. So gesehen vertane Zeit.

    Vom Einsatz von Eigenkapital kann zur Zeit keine Rede sein – die Löhne in der Rekonstruktion werden vom Steuerzahler bezahlt. Den Abschreiber haben die Lieferanten. Wie viele Subventionen und Gelder aus der Standortförderung NEVS kassiert und sinnlos verbraten oder nach Hongkong überwiesen hat, wäre interessant zu wissen. Von den verantworlichen Herren aus Fern-Ost und den Virgin-Islands hat mit Sicherheit keiner Verlust gemacht. Die stehen mit Sicherheit mit hohen Bezügen auf der Lohnliste.

  • NEVS waren nicht die Einzigen , die sich an die Nachfolge von SWAN herangetraut haben sie wurden damals fälschlicherweise von den Insolvenzverwaltern für die Besten dafür herausgesucht , leider

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