Preisverdächtig. Der schlechteste Saab Artikel des Jahres.

Vielleicht sollte die Saab Community einen Preis stiften, für den schlechtesten Artikel des Jahres. Der ginge dann 2013 an Holger Preiss von n-tv. Okay, es gab die letzten Tage viele schlechte Artikel. Was vorherzusehen war… Denn kaum ein deutscher Journalist beschäftigte sich wirklich mit der Materie, und leider kam auch keiner nach Trollhättan, wo er die richtigen Fragen hätte stellen können.

Saab Artikel von Holger Preiss auf n-tv
Saab Artikel von Holger Preiss auf n-tv

Schade eigentlich, denn die Geschichte hinter NEVS ist interessant. Die Krönung allerdings liefert Holger Preiss, dessen Artikel so voller Fehler ist, dass es schmerzt. Um es vorher klarzustellen: mir geht es nicht um Journalisten-Bashing, einige meiner Freunde sind als solche unterwegs, ich schätze deren Arbeit sehr. Es geht vielmehr um grottenschlechten Journalismus, der verantwortungslos gegenüber den Lesern und auch gegenüber den Auftraggebern ist.

NEVS hat am 2. Dezember klar kommuniziert, wohin man will und was man tun wird. Wer kein Flugticket nach Göteborg kaufen konnte oder wollte, der hatte die Möglichkeit, beim Schwedenfernsehen den Livestream zu verfolgen. Ganz sicher nicht zugehört hat man bei n-tv !  Greifen wir ein paar Zitate auf.

…das chinesisch-japanische Konsortium National Electric Vehicle Sweden, kurz Nevs, nahm die Produktion des Saab 9-3 Aero Sedan wieder auf. Wie, kennen Sie? Natürlich, das ist eben jenes Modell, dessen Ursprung im Jahr 1998 liegt.

Schon mal alles falsch. Denn wie wir wissen stammt das Modell nicht aus dem Jahr 1998, sondern basiert auf dem 9-3 Griffin aus dem Jahr 2011.

Und irgendwie hat Holger Preiss nicht nur ein Problem mit dem Alter von Fahrzeugmodellen sondern auch mit Motoren oder mit zeitlicher Zuordnung allgemein. Und er schreibt die Sache, so ich würde sagen, bewusst schlecht. Denn jetzt kommen Zitate, die man sich auf der Zunge vergehen lassen sollte.

Allerdings hat das auch zur Folge, dass der Motor ein alter Bekannter ist. Der im neuen 9-3 verbaute Zweiliter-Turbobenziner wurde von GM vor mehr als einem Jahrzehnt entwickelt, leistet 220 PS und wurde als Restbestand am Produktionsstandort im schwedischen Trollhättan in einem Lager „gefunden“…

Starker Tobak. Wären diese Sätze wahr, dann wären sie eine Sensation. Denn da hätte also GM, so fortschrittlich wie man ist, ein Direkteinspritzer Benzinmotor mit sequenziellem Turbolader vor mehr als 10 Jahren entwickelt, in den Regalen liegen lassen, um die Konkurrenz nicht zu erschrecken, und erst 2013 an das Licht der Öffentlichkeit gebracht. Dann wurden 3.000 Motoren in einem Lager um die Ecke vergessen, verstaubten, und der Hausmeister fand beim Aufräumen eben diese Maschinen. Worauf man bei NEVS gleich die Chance erkannte und spontan beschloß, ein paar Autos zu bauen. Haben wir die Zeilen richtig verstanden, Herr Preiss?

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Tatsächlich wurde der Motor weitgehend in Trollhättan entwickelt, kommt in vielen GM Modellen zum Einsatz. Der A20NFT, seit Juni 2013 auch im Insignia zu haben, ist mit das modernste Triebwerk in der Angebotspalette von GM. Gefunden hat NEVS die Motoren ebensowenig. Sondern eingekauft, und der größte Teil des Lagerbestands liegt bei NEVS Logistik Partner Orio in Nyköping.

Nachdem diese Details nicht stören, kann man auch großzügig über neue Sitze hinweg sehen. Denn die hat man einfach nicht registriert.

Die Änderungen fanden vor allem an der Front und am Heck statt, wobei der Wagen sich optisch mehr dem großen Bruder 9-5 II anpasste. Der Innenraum dürfte dem von 2007 entsprechen, als er seine letzte Überarbeitung erfuhr.

Nur, an Front und Heck wurde nichts geändert. Schon wieder knapp vorbei und schon wieder alles verdreht. Front und Heck kommen vom Griffin Modell, nicht aus 1998, aber aus dem Modelljahr 2011. Nur die Markenlogos sind neu und selbst die hatte der große Bruder nicht. Gut, hätte man in das Internet geschaut, dann hätte man es besser wissen können.

Das ist dann wohl auch der Grund, warum nach dem Produktionsstart lediglich zwei Autos pro Tag gebaut werden sollen. Die werden dann ab kommender Woche – auch nur übers Internet – nach China und Schweden verkauft.

Warum zum Start, aus Gründen der Qualitätssicherung, nur wenige Fahrzeuge gebaut werden, das wissen wir. Allerdings kommt Insiderwissen an das Licht. Auch die Chinesen müssen, schreibt Preiss, über das Internet bestellen. Können dann vermutlich nur direkt in Trollhättan abholen, bekommen aber wie alle anderen Kunden auch eine kostenfreie Führung durch das Saab Museum. Die ist auch nötig, denn das Auto ist viel zu teuer. Meint der Autor des Artikels.

Die Preise starten bei 31.400 Euro für das Modell mit Handschaltung, 32.500 mit Automatikgetriebe. Nicht wirklich günstig für ein Fahrzeug, das veraltete Technik nutzt. Wer vor seiner Bestellung eine Probefahrt mit dem neuen Auto machen will, muss nach Trollhättan kommen, etwa 35 Fahrminuten nördlich von Göteborg, sagte Nevs-Chef Mattias Bergman, denn ein Händlernetz hat Saab nicht mal mehr in Schweden. Und nur zum Vergleich: Ein aktueller VW Passat mit 200 PS ist ab rund 33.500 Euro zu haben. Die vergleichbaren Premium-Wettbewerber Audi A4 (225 PS) und Volvo S60 (180 PS) kosten rund 36.000 beziehungsweise 33.300 Euro.

Machen wir uns also den Spass und vergleichen den ersten bei NEVS gebauten Saab mit dem Passat. Der steht am Ende seiner Laufbahn, ist nicht mehr taufrisch. Die verbaute Motorengeneration bei NEVS vermutlich jünger als bei VW. Laut Holger Preiss ist der Passat gerade mal 2.100 € teuerer, also ein gutes Schnäppchen? Wir nehmen den Passat R-Line, der dem Aero Level am nächsten kommt, mit 210 PS. Packen dazu, was der Saab in Serie hat. Also Metallic Lack, Leder Sitze, elektrische Verstellung, 18″ Felgen. Dazu nehmen wir das günstigste Radio, welches  bei VW verfügbar ist und die Xenon Scheinwerfer mit Kurvenlicht. Da wir nicht den genauen Umfang des Aero Niveaus bei NEVS kennen, belasse ich es dabei. Der Preis: 42.195,00 € plus Überführungskosten. Ein kostenloser Besuch des Markenmuseums sollte auch bei VW dabei sein, wenn man in Wolfsburg abholt. Dennoch, hier stehen rund 10.000,00 € Differenz zu Gunsten von Saab. Und ein vergleichbarer A4 S-Line liegt bei etwas mehr als 46.000,00 €. Wie günstig sollte ein Auto, das in Schweden gefertigt wird, denn eigentlich sein?

Die anderen Zumutungen des Textes erspare ich uns. Wer will, der kann hier nachlesen. Trösten kann alleine die Tatsache, dass dieser Artikel nicht direkt aus dem Haus n-tv stammt, denn sonst wäre es um die Glaubwürdigkeit des Senders schlecht bestellt. Preiss arbeitet bei der „Nachrichtenmanufaktur“, die Artikel zuliefert. Kein wirklicher Trost, denn der Leser verdient glaubwürdige Berichterstattung, ganz egal, aus welcher Quelle diese stammt.

Alles andere ist unfair. Gegenüber den Lesern, der Marke Saab und gegenüber NEVS. Sollen wir in Zukunft solche Artikel einfach ertragen, oder sollten wir uns wehren? Vielleicht sollten wir doch einen Preis stiften, damit in Zukunft solche Artikel nicht mehr online gehen.

Text: tom@saabblog.net

Bild: saabblog.net

 

 

 

44 Gedanken zu „Preisverdächtig. Der schlechteste Saab Artikel des Jahres.

  • Dieser „Artikel“ ist eine bodenlose Frechheit. Mir wurde richtig schlecht, als ich den gelesen habe. Der Preiss sollte seinen Beruf nochmals überdenken. Schade finde ich, dass man keine Kommentare hinterlassen kann, um auf die zahlreichen Fehler hinzuweisen.

  • Superidee, die Berichterstattungen ist teilweise grottenschlecht wenn es um Saab ging und geht.

  • Moin.

    Hehe, sehr schön geschrieben! 🙂

    Hab den Artikel bei ntv gestern auch gelesen und musste nur den Kopf schütteln!
    Ich habe selber ein paar Journalisten/Redakteure im Bekanntenkreis.

    Aber so ist das heute wohl leider oft: es geht (wohl besonders auch bei großen Verlagen und online) oft nicht mehr um gut recherchierte Beiträge, sondern nur noch um „Schlagzeilen“ und „Klicks“.Da wir dann oft nur noch „behauptet“ und eben auch viel „fehlerhaft abgeschrieben“. 🙁
    (In anderen Bereiche erlebe ich das leider auch öfter „in der Online-Presse“ …)

    Schade eigentlich, dass das wohl so akzeptiert wird und viele Leute das unvoreingenommen auch dann glauben bzw. hinnehmen.

  • Zumindest sollte man n-tv darauf aufmerksam machen. Bei Herrn Preiss ist aus Gründen einer dt. Premiumbrille nicht micht Einsicht zu rechnen. Ich gehe aber jede Wette, dass spätestens am Montag Kollegen genau mit solch einem Schwachsinn, gespeichert in der Großhirnrinde, bei mir am Schreibtisch stehen.
    Was mich wirklich ärgt ist, dass es die Marke grundlos schlecht macht. So dauerhaft einen fairen Wettbewerb verhindert und somit auch der Generation Golf nachhaltig schadet. Denn auch die VW-Jünger sollten wissen, dass sie nur dem Unternehmerischen Gesamtziel untergeordnet sind: Erzeilen von Gewinnen. Die werden dann halt höher ausfallen 🙂

    Meint Sebastian

  • Ach Tom,
    der Typ weiß nicht mal wie man SAAB schreibt, musste aber den Artikel schreiben, würde mich nicht wundern wenn die arme Sau pro geschrieben Artikel bezahlt wird, und hat ein paar schlecht recherchierte Daten zusammengemixed. Eigentlich nichts neues, man braucht öfters die deutsche on-line Presse lesen.

  • Gute Idee mit dem Preis, ich würde einen Saab-Aukleber „seit 1947 innovative Autos….“ sponsern, habe mich seinerzeit gut eingedeckt, den kann sich der „Jurnalist“ dann an seinen evt. Passat 1.8 kleben.

  • Unglaublich, der Ntv-Kollege muss taub und blind sein, denn selbst bei minimaler Recherche (Videostream, Pressemiteilung von NEVS, …) wäre mehr Wahrheit zu erfahren gewesen. Oder er handelt vielleicht in anderem Auftrag ….

  • Tom,
    der Insignia hat diesen Motor 2008 schon gehabt, der neue von 2013 ist eine Weiterentwicklung von diesen.

    Aber man muss sich nicht unbedingt mit Opels auskennen. 😉

    • Ja, ich meinte die Weiterentwicklung mit 250 PS und 400 NM.

  • Hallo Tom,

    ich habe Herrn Preiss bereist vorgestern nach erscheinem des Artikels darauf aufmerksam gemacht daß sein Artikel ein haufen Fehler enthält. Seine Bilder vom Saab waren vom Modell bis 2006 und immerhin hat er diese dann geändert aber den Text wollte er so lassen. Naja …

    Gruss, Alex.

    • Leider ist das Innenraumbild auch falsch und vom 9-3 I. Denn der vom 9-3 2011 war definitiv nicht knopflastig, dank des sehr guten Navis mit Touchscreen.

    • Danke…hätte ich sonst gemacht! 🙂

  • Tom, hast Du super geschrieben!
    Aber den Kampf gegen solche „Experten“ und „Besserwisser“ hab ich schon lange aufgegeben.
    Wenn Fachleute es nicht für nötig halten mal den mittig positionierten Schlüssel zu erwähnen oder die Nightpanelfunktion (die immer wieder im Bekanntenkreis für staunen sorgt) und wenn man noch immer über PS und Sprintzeiten ein Auto definiert anstelle auf Bedienkomfort wie zB Lead-me-to-the-car oder gut umklappbare Rücksitze (Cabrio) zu verweisen, ja dann soll man den Idioten wohl ihren Weg lassen…
    Wir wissen es besser!

  • traurig… das es wirklich solch verblendete Menschen gibt die ihr „Wissen“ auch noch über diesen Weg preisgeben dürfen.

  • Hallo Tom,

    haste den Artikel auch entdeckt. Hatte mich schon in einem anderen Blogbeitrag von Dir dazu geäussert.

    Das Schlimme ist nur das dieser Artikel schon wieder Basis für einige ander ist (leider nicht die Links gespeichert). So das die stille Post nun wieder losgeht. Ich könnt mich jedesmal darüber aufregen. Alles irgendwo zusammengeklaut, neu geordnet und das Ergebnis nicht mehr überprüft sondern einfach rausgehauen.

    Gruß Cetak

    • Ich hatte Deinen Link gesehen und mir lange überlegt ob man darauf reagieren soll. Es ist nicht meine Art jemanden an den Pranger zu stellen, was die eine Seite ist. Die andere ist, dass auch Presse hier mitliest. Da niemand gerne seinen Namen in Verbindung mit schlechtem Beiträgen lesen möchte, sehe ich es als gut an zu reagieren. Vielleicht dämmt das die „stille Post“ in Zukunft etwas ein und man (Journalist) stellt Recherche an bevor man schreibt.

  • Leider gibt es halt solche Leute, die sich nur sehr oberflächlich mit einem Thema beschäftigen, da es sie offensichtlich eigentlich gar nicht interessiert. Dann entstehen solche reißerischen Beiträge, die niemandem nützen und sogar unnötigerweise erheblichen Schaden verursachen können.

    Ich bin der Meinung, man sollte diesen Herrn einmal kontaktieren und Ihn auf sein Fehlverhalten und die nackten Fakten hinweisen!

    Wirklich erschreckend, wie der wichtige Journalismus in diesem Falle fälschlich genutzt wird 🙁

  • Unglaublich!
    Ich habe Herrn Preiss ein paar nette Zeilen über Facebook geschrieben und ihm geraten ernsthaft über seinen auserwählten Beruf nachzudenken!

  • 1998 war es ausserdem noch ein Schrägheck. Das hätte auch Herr Preiss merken müssen 🙁

  • Eine positive Berichterstattung in der deutschen Presse über SAAB ist so selten, aber der Bericht ist so schlecht das ich ihn mir doch fast ins Archiv legen sollte.

  • Habe eben kurz im Web bei der Nachrichtenmanufaktur GmbH reingeschaut und mich gewundert, dass die Stelle von Holger Preiss noch nicht ausgeschrieben ist. Ich finde das wirklich grossartig von dieser Firma, dass sie davon absieht, sich in der besinnlichen Adventszeit von einem – ich möchte es mal so ausdrücken – möglicherweise komplett überforderten Mitarbeitern zu trennen. Angesichts dieses rühmlichen Verhaltens hoffe ich natürlich sehr, dass diese „grosszügige Geste Herrn Preiss gegenüber nicht den guten Ruf der Nachrichtenmanufaktur GmbH schädigen wird 😉

  • Journalisten haben im Großen und Ganzen ohnehin einen schlechten Ruf.

    Man kann eigentlich nie sicher sein, dass Objektivität im Spiel ist. Fast alle Schreiberlinge werden doch von irgendeiner Seite gesponsert – dies reicht bekanntlich sogar in die Reihen von Professoren und anderen „Experten“ hinein.

    Mittlerweile stößt diese Art der Volksverdummung aber immer mehr auf taube Ohren, weil die sog. Experten oder Journalisten (wie hier Herr Preiss) einfach allzu deutlich zeigen, dass kein fundiertes Wissen vorhanden ist. Er hat mit diesen extrem dummen Ausführungen seiner Berufsgruppe eigentlich nur zusätzlich geschadet!

  • Hallo allerseits,

    zu all den negativ behafteten Nachrichten bzw. Artikeln möchte ich gerne eine positive Meldung anbringen.
    Eigentlich lese ich sehr selten unsere Tageszeitung, nur am Dienstag hat es sich ergeben, dass ich in einem Cafe gemütlich die Zeitung las.

    Ich bin aus Kärnten, Österreich, und die Kleine Zeitung ist eine regionale Tageszeitung.
    Am 3.12.2013 gab es dort einen zwar sehr kurzen, eher nichtssagenden Artikel, dass SAAB wieder gebaut wird. Unspektakulär und ohne viel Inhalt, aber der erste Artikel ganz oben auf der Wirtschaftsseite.

    ( :

  • Ist natürlich nicht so schön, aber was man sich darüber so ereifern muss, ist mir ein Rätsel. Dank der Informationen die ich in diesem Artikel und auch beim Lesen vorher im Blog bekommen habe, werde ich einmal an die Autorengruppe und N-TV schreiben. Mal schauen wie die Antworten ausfallen und ob es überhaupt welche gibt.

    Aber vor allem das mit dem Ursprüngen in 1998. Klar ist das schlecht und auch noch bewusst so formuliert, aber jetzt macht euch doch deswegen nicht ins Hemd. Und nur weil ein Herr Preiss der Meinung ist, dass dieses megaalte Scheißauto – was dann wohl ein aktueller Passat für ihn ist, kommt ja auch aus 2005 – keine Chance hat und NEVS bald die Schotten wieder dicht macht – mein Gott, lasst die wirren reden.

  • …und ich dachte doch immer, dass VM die alten Motoren für „seine“ Spyker-Modelle verbaute..“!!!…
    Zum Glück kann man ja lesen, was man will. Und Papier nimmt ja bekanntlich alles auf…..
    Lassen wir uns die Zuversicht und Freude nicht nehmen und schauen vorwärts.
    Viele Grüsse
    Walter aus der Schweiz

  • … aber im Ernst: so unbedarft bzw. schlecht informiert kann man als seriöser Journalist ja gar nicht sein!
    Und dennoch: ich glaube nicht, dass es gelingt, mit solchen Berichten (mit welcher Absicht auch immer) Saab bzw. NEVS ernsthaft in den Dreck zu ziehen, denn jeder kritische Leser ist durchaus in der Lage, Qualitäts-Journalismus von diletantischer Schreibe zu unterscheiden. Vielleicht sind solche Berichte, angesichts ihrer offensichtlichen Fehlerhaftigkeit, ja sogar die beste Werbung für Saab, da sie klar machen, wie sehr sich VW und weitere Marken vor der neuen/alten Konkurrenz aus Schweden fürchten.

    • Na, das ist ja schon fast Qualitätsjournalismus für das Käseblatt NWZ 😉

  • Tja, das kommt wenn nur zufällig Bruchstücke zusammengestellt werden. Traurig… Jetzt fehlt nur noch Herr dudenhöfer…
    Natürlich kann man das ganze Geschehen aus nicht saabfan Sicht anders betrachten, aber die Fakten sollten Stimmen…
    Hier wurde ganz klar ein artikel zusammen gewürfelt der so nicht rausdarf… Setzen! Sechs!

  • Muss ich doch mal glatt in der Garage suchen ob ich auch noch paar 1000 Motoren finde die ich dann NEVS geben kann. So ein Schwachsinn wie der des Herrn Preiss hab ich lange nicht gelesen. 6, setzen. Aber das der vergleich mit dem Passat kommt war mir klar. Darüber hab ich mich ja gestern schon drüber geäußert.

  • Witzfigur…. aber was kümmert uns irgendein Geschreibsel von irgendeinem ….
    was war noch mal gleich sein Job ????!

  • Hallo zusammen! Das ist doch alles nichts neues mit der Presse. Latentes Halbwissen zusammen mit einer gewissen Arroganz das kennen wir doch schon. Bleibt alle locker und freut euch über euren Saab.

  • Klage einreichen um Schadensersatz durch und gezielte Falschinformationen zu realisieren.
    Oder: NEVS „lernt“, um VORHER ein eigenes briefing an ALLE wichtigen Wirtschaftsredaktionen zu schicken. Redakteure füttern, mit dem was gedruckt werden soll. SAAB hat nicht nur Freunde….Die Sorge vor Innovationen aus Trollhättan scheint gross zu sein! Erst mal „laut“ schlecht machen, das setzt sich beim Verbraucher gern im Kopf fest! Der Kampf im KFZ-Haifischbecken ist eröffnet!….
    Ich hab den offensichtichen Schwachsinn gar nicht erst gelesen…..
    Netten 2. Advent!

  • Journalismus und Allgemeinbildung sind halt nicht mehr, was sie mal waren. Sogar in der renommierten NZZ steht, dass die neuen Saab im nordschwedischen Trollhätten gebaut würden. Allerdings muss man den Journalisten zu Gute halten, dass sie in der heutigen allgemeinen Hektik gar keine Zeit mehr haben, irgend etwas gründlich zu recherchieren. Weil Zeit ist Geld, und letzteres regiert halt die Welt. Freuen wir uns, dass überhaupt wieder unsere Autos gebaut werden!!

  • Vielen Dank für dieses Qualitätsprodukt der Nachrichtenmanufaktur und Herrn Preiss, man hat wahrscheinlich sogar in der BRAVO schon fundiertere Fachartikel gelesen.

  • Manche hier regen sich ja ganz schön auf …

    Ich glaube mit Gelassenheit tut man sich und SAAB den größeren Gefallen – zumindest sollte man nicht allzu ausfallend werden und Journalisten schon gar nicht über Facebook oder andere Kanäle mit „netten Zeilen“ bombardieren …

    Das ist schon wirklich fragwürdig.

    Dies hier ist – wenn ich recht verstehe – der wichtigste SAAB-Blog im deutschsprachigen Raum? Ich las früher einen anderen Blog, bevor ich erstens begriff, wo dieser Blogger seine Infos her hat (überwiegend hier) und er zweitens einen Erfahrungsbericht darüber einstellte, wie sein 9-5 unterschiedliche Kraftstoffsorten verwertet. Was er tatsächlich auf hundertstel (!) Liter und tausendstel (!) Euro genau glaubte beziffern zu müssen …

    Um es neutral auszudrücken, ließ mich das auf eine Persönlichkeit schließen, die so oder so ähnlich in meinem Familien- und Freundeskreis garantiert nicht vorhanden ist und von der ich nie wieder etwas zu lesen brauche.

    Hundertstel Liter!

    So was habe ich noch in keinem Automobiltest gelesen, aber sehr wohl von einem SAAB-Fahrer und -Blogger.

    Lange Rede kurzer Sinn: Es wäre schon schön, wenn die SAAB-Community keine Schneise der Merkwürdigkeiten durch das Netz zöge. Hundertstel Liter, tausendstel Euro und Aufregung über alle Maßen über ein paar blöde Zeilen …

    So wird SAAB irgendwann noch der Ruf zuteil, es wäre das Auto einer Hand voll echauffierter Rechthaber, Erbsenzähler und Haarspalter. Tut das SAAB nicht an und entspannt euch. Und tut das mir nicht an. Ich mag meinen SAAB nämlich. Solch ein Image aber würde ich mir keinesfalls zumuten wollen und dann keinen neuen mehr erwägen.

    • Lieber Herbert, ich habe mir lange überlegt ob ich diesen Artikel veröffentlichen soll – oder besser nicht. Nach reiflicher Abwägung habe ich es getan, denn der Beitrag bei n-tv verdreht Tatsachen und ist schlichtweg nicht korrekt. Teile des Artikels finden sich jetzt im Handelsblatt, es geht also weiter. Wir sollten solche Dinge nicht ohne Kommentar lassen, denn wir haben aktuell mehr als 10.000 Leser am Tag, und können so dezent etwas „gegensteuern“. Ich hoffe in Zukunft darauf verzichten zu können, denn Freude macht es nicht.
      Morgen kehren wir zur üblichen Gelassenheit zurück, dann geht es um Trollhättan und um das Werk. Das sind die besseren Themen.

      • Eine Gegendarstellung finde ich ja auch OK.

        Fragwürdig finde ich so was hier: „Ich habe Herrn Preiss ein paar nette Zeilen über Facebook geschrieben und ihm geraten ernsthaft über seinen auserwählten Beruf nachzudenken!“

        Die Fakten rund um den Neustart haben wahrscheinlich eine größere Chance sich durchzusetzen, wenn sie sachlich und nüchtern kommuniziert werden und man sich persönliche Angriffe verkneift.

        Deutschland ist für den neu-alten 9-3 mit seinen geringen Stückzahlen nichtmal Vertriebsgebiet. Und doch steht er hier mit einem netten Bild seit Tagen auf der Titelseite von autoblöd.de. Dahinter kommt ein sachlicher Artikel. Was will man eigentlich mehr?

        Besser ein Herr Preiss frotzelt jetzt und verschießt sein Pulver bevor SAAB dereinst mit einem neuen Modell auch auf den deutschen Markt zurückkehrt. Z. Zt. kann er so gut wie keinen Schaden anrichten. Das und die Freude überhaupt wieder zurück in der Presse zu sein, sollte allen SAAB-Freunden Gelassenheit geben, finde ich.

        • Na, Herr Herbert Hürsch so ganz konsequent sind Sie aber nicht, denn der Kommentar über den Blog von Marcus U. sollten Sie sich lieber sparen, auch wenn ich’s versteh und Sie vom Prinzip schon Recht haben, aber es sieht doch schlecht aus, wenn sich Saab-Fangemeinde bzw. die sich dafür halten, gegenseitig niedermachen.
          Wie schreiben Sie so schön, „allen SAAB-Freunden Gelassenheit geben“.
          Ich hoffe Sie nehmen es mir nicht übel.

  • Was macht dieser „Journalist“ denn so beruflich?

  • Das darf doch nicht war sein!!!
    Es ist eine absolute frechheit das sich sowas Journaliste nennen darf!!!!

    Gibt es den keine möglichkeit diesem Schmierfinken seinen Artikel schallend um die Ohren zu Hauen???

    @ Claudia

    Ich hab den Artikel in der Kleinen Zeitung auch Gelesen 🙂

  • Ich hatte es auf der N-TV Facebook Seite versucht. Allerdings lassen Sie dort neue Posts nicht zu!?

  • Hatte den Artikel die Tage auch gelesen und mir meinen Teil dabei gedacht. Es muss auch qualitativ schlechte Presse geben. Der Leser muss in der Lage sein zu entscheiden ob das Geschriebene stimmen kann.
    Schade nur wenn es n-tv trifft. n-tv kenne ich als sehr aktuellen Sender, der aber auch gerne Schleifen schaltet, aber nicht als Nachrichtensender mit schlechtem Journalismus. Hier hat scheinbar der Preisdruck das Web Content Management System fast automatisch mit schlechter Abnahmekontrolle befüllt. Daraus sollte n-tv lesson learned umsetzen. Immerhin sieht er geneigte Leser die Webseite von n-tv und nicht von der Nachrichtenmanufaktur/ Herrn Preiss.

  • Der Artikel lässt mich kalt. Soll er doch den Käse schreiben wie er lustig ist. Ich haben einen SAAB 9.3 II Kombi 2005/11. Beruflich fahre ich immer wieder (Autovermietung) andere PKW. Ich kann nur sagen: würde es ein im Vergleich wirklich besseres und vergleichbares Fahrzeug geben – das auch mehr Spaß macht – hätte ich es wohl schon gekauft. Das Problem der Schweden (auch Volvo) ist nach meiner Meinung ganz klar, dass zu wenig Wert auf Marketing gelegt wird. Es kommt bei der breiten Masse, also bei den wenig bis gar nicht Informierten – auch unserem Autor bei Nachrichtenmanufaktur (wohl ein Student oder Praktikant) – nichts, oder fast nichts an. Das ist das eigentliche Problem.

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