SAAB Kult. Einsteigen mit dem Saab 9000 CS.

Heute würde man ein solches Auto nicht mehr bauen. Der Saab 9000 verbindet schwedische Ingenieurskunst mit einer fast italienischen Eleganz und Lässigkeit. Das Beste aus zwei Welten würde heute manche Marketingabteilung zum Wahnsinn treiben. Aber vor fast 30 Jahren waren Dinge realisierbar, die heute nicht mehr diskutabel wären.

Saab 9000 CS
Saab 9000 CS

Der Saab 9000 basiert auf der Tipo4 Plattform, die unter der Federführung von Saab und Lancia entstand und die ungleichen Vierlinge Saab 9000, Lancia Thema, Fiat Croma und Alfa 164 auf die Welt brachte. Während Lancia, Fiat und Alfa fast vergessen sind, ist der 9000 lebendiger denn je. Der 1992 erschienene Saab 9000 CS, in den Grundzügen von einem externen englischen Designstudio entworfen, ist nach dem Verständnis der Schweden die zweite Generation der 9000 Baureihe. Die erste Generation, der 9000 CC der ab 1985 gebaut wurde, ist heute selten, und sehr gute Exemplare sind in Sammlerhand. Dazu zählt vor allem die erste Turbo-Generation.

Unser Fokus gilt daher dem 9000 CS. Der 9000 ist die letzte Konstruktion der Saab-Scania Ära und Saabs erster Beitrag zur oberen Mittelklasse, wie man damals so schön sagte. Der Schwede mit südländischer Eleganz ist ein aussergewöhnliches Auto und ein Klassenloses dazu. Auch heute noch kleidet er seinen Besitzer gut, wie ein italienischer Maßanzug. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Einfach gut sitzend. Er transportierte die Gene des klassischen Saab 900 in eine höhere Klasse und eine neue Dekade. Der Saab 9000 ist sehr schnell, denn bis zu 224 PS treffen auf ein Leichtgewicht mit maximal 1.450 Kilogramm. Eine ausgewachsene Luxuslimousine in der Gewichtsklasse eines VW Golf !

Der 9000 ist vielseitig, denn eine riesige Heckklappe gibt den Zugang zu einem großen Ladeabteil mit umklappbaren Rücksitzen frei. Schrägheck in der Oberklasse. Heute fehlt den Herstellern der Mut dazu, was bedauerlich ist. Er hat Platz ohne Ende, denn er verfügt über eine revolutionäre Innenraum-Ergonomie. Der 9000 hat bei geringerer Fahrzeugbreite mehr Breite im Innenraum als sein Nachfolger. Der Saab 9000 war für den Kult-Hersteller die Quadratur des Kreises, und man kann  sagen: Operation gelungen!

Saab 9000 CSE Innenraum: Leder, Holz, Luxus pur
Saab 9000 CSE Innenraum: Leder, Holz, Luxus pur

Manche Dinge sind aber zu gut und können daher zum Problem werden. Der 9000 wurde es für Saab, als der Nachfolger erschien. Die Wenigsten wollten ihr Schrägheck gegen eine Stufenheck-Limousine tauschen, und wer einen 9000er fuhr, der blieb oft dabei. Das Problem, welches Saab bei  Generationswechsel vom 901 zum 902 erfuhr, erlebte sein Comeback. Für uns eine Chance, aber dazu später mehr.

Die Qualitäten

Manche sind der Meinung, der 9000 sei das beste Auto, welches je von Saab-Bändern lief. Da kann etwas dran sein. Mit dem hintergrundbeleuchteten Cockpit im Jetdesign, vorgestellt in einer Phase, als BMW, Mercedes und Co noch mit kleinen Birnchen die Instrumente von vorne beleuchteten, erregte Saab Aufmerksamkeit. Flugzeugbau war keine Marketingparole, es floß reelles Wissen von den Jets in die Auto-Division. Preise für vorbildliche Ergonomie und der Einzug des 9000 in die Designmuseen dieser Welt waren die Folge. Nette kleine Details, wie beleuchtete Gurtschlösser in manchen Versionen, zu einer Zeit, als Ambientebeleuchtung ein Fremdwort war, rundeten das Erscheinungsbild ab.

Dass der 9000 2.3 Aero im Zwischenspurt dem Ferrari F40 die Rücklichter zeigte, war gut fürs Turbo-Image und machte den 9000 zum begehrten Objekt und zum Understatement-Sportwagen.

Kann ein Schwede exzentrisch sein? Er kann, und der 9000 ist Beweis dafür. Als Option gab es statt Leder oder Velours eine Ausstattung mit Wollstoff, hergestellt von Italiens Luxus-Weber Ermenegildo Zegna. Dass Wolle im Sommer kühl und im Winter warm ist, war der logische Hintergrund bei dieser exzentrisch erscheinenden Entscheidung.

Saab 9000 CS Inneraum: Purismus, kühle Formen, Funktion pur.
Saab 9000 CS Inneraum: Purismus, kuehle Formen, Funktion pur.

Saab 9000 kaufen

In Schweden laufen die ersten Komplett-Restaurationen, und der 9000 gilt als kommender Klassiker. Die Auswahl an Motoren ist für Saab-Verhältnisse geradezu üppig, es gibt Saab-Saugmotoren von 128 bis 145 PS und Saab Turbo Motoren bis 224 PS.  Dazu noch einen 3 Liter V6 aus dem GM Regal und zwei Ausstattungsniveaus als CS und CSE. Eine coole und zeitlose Schrägheck-Limousine, die immer noch alltagstauglich ist.

Der 9000 ist, wie geschrieben, ein Ausnahme-Saab. Die Erstkunden wussten das. Sie waren außergewöhnlich loyal und das hat Folgen.

Wo kaufen?

Es ist verrückt, aber es entspricht der Realität. Die jüngsten 9000er sind mittlerweile 15 oder 16 Jahre alt, und es gibt immer noch Exemplare aus erster oder zweiter Hand. Fündig wird man in erster Linie beim traditionsreichen Saab-Betrieb. Oft hat man dort die Erstauslieferung durchgeführt und dann das Fahrzeug weiter gewartet. Auch in Frankfurt, auf dem Gelände der ehemaligen Saab Werksniederlassung, hat das Team von Saab Service Frankfurt den 9000er vom Neuwagen bis zum Youngtimer begleitet.

Scheckheftgepflegte Exemplare, die vom Seniorchef als Neuwagen verkauft wurden mit belegbarer Saab Historie, sind auch heute noch realisierbar. Nicht immer sind diese Schätze im Internet inseriert, und eine freundliche Anfrage kann dem Suchenden weiterhelfen. Oft kennen die Händler auch einen älteren Besitzer, der seinen Saab in gute Hände geben würde.

Saab 9000 Kompetenz: Saab Service Frankfurt
Saab 9000 Kompetenz: Saab Service Frankfurt

Worauf achten?

Der 9000 wurde als Langzeitauto konzipiert und ist es auch. Die Motoren sind bei guter Pflege für eine halbe Million Kilometer und mehr gut. Die Maschine sollte sich im trockenen Zustand präsentieren. Turboschläuche können überaltert und undicht seinn und man sollte einen Tausch einplanen. Die revolutionäre Saab Trionic, sie feierte Premiere im 9000, ist zuverlässig und ausgereiftn wenn man Originalteile verwendet. Denn es gibt die Zündkasette mittlerweile auch als billigen Nachbau aus China – in schlechter Qualität.

Wie immer gilt es auf einen guten Karosseriezustand zu achten. Während es bei der Mechanik Ersatzteile aus Originalquelle für kleines Geld gibt, können Arbeiten an der Karosse teuer werden. Der 9000 hat kein Rostproblem im herkömmlichen Sinn, aber einige neuralgische Stellen gibt es. Typische Schwachpunkte sind die hinteren Radhäuser, und auch unter den Gummidichtungen der Heckklappe und der Schloßaufnahme lauert der Rost. Der Rahmen der Windschutzscheibe kann durch eindringende  Feuchtigkeit betroffen sein. Türen können aber müssen nicht unbedingt ein Schwachpunkt sein. Exemplare ab Modelljahr 1995 sind deutlich resistenter, wobei nach meiner Erfahrung die Behandlung durch den Vorbesitzer den Ausschlag über den Zustand gibt.

Der Innenraum ist robust mit einem sympathischen weil ehrlichen Mix aus Leder, Holz, Textilien und Kunststoffen. Die Stoffeinsätze an den Türverkleidungen nehmen schlechte Behandlung übel, und bei seltenen Farbkombinationen ist Ersatz nicht immer leicht zu finden. Das Mäusekino der typischen 80er Jahre wie Klimaautomatik sollte wie die ganze Anlage problemlos funktionieren.

Ersatzteile & Werkstatt

Es ist erstaunlich, was in Nyköping für den 9000 immer noch auf Lager ist. Die Saab Parts AB liefert Vieles zum erträglichen Preis, und auch die Saab Traditions-Partner sind gut sortiert. Eine Werkstatt mit Saab-Erfahrung ist wichtig, und auch am Saab Helpdesk in Trollhättan findet sich der ein oder andere ältere Saab Mitarbeiter mit Saab 9000 Hintergrund. Bei vielen möglichen Problemchen sind die Werkstattketten überfordert, und daher gehört der 9000 in kundige Hände. Entsprechend gewartet ist er ebenso alltagstauglich wie ein Neuwagen, nur eben 20 Jahre alt und mit viel mehr Individualität.

Saab 9000: Turbo & Trionic
Saab 9000: Turbo & Trionic

Die Preissituation

Die Preisentwicklung ist uneinheitlich. Nur für gute 9000er steigen sie seit einiger Zeit.Die Betonung liegt auf “gut”. Das hängt mit einem schrumpfenden Angebot und mit der steigenden Akzeptanz in der Youngtimer Szene zusammen. Saab fahren ist cool, und das gilt auch für den 9000. Obwohl immer wieder, auch hier auf dem Blog, das Reflexhafte “viel zu teuer” fällt, belehrt uns der Markt, dass auch 10.000 Euro oder mehr für Ausnahmeexemplare gezahlt werden.

Das ist gut so, denn es sichert den Erhalt der 9000er auf lange Sicht. Investitionen müssen real sein, und die Zeiten billiger Exemplare sind irgendwann vorbei. Ein günstiger Einstieg und ein sagenhaftes Ersthand-Exemplar aus Rentnerhand ist mit etwas Glück immer noch möglich. Muss es kein Turbo mit Leder auf CSE Niveau sein, dann gibt es schöne 9000 CS mit Saugmotor schon zwischen  2- 3.000 Euro. Gute Turbos starten etwas höher, und je nach Zustand und Ausstattung ist alles möglich.

Saab 9000 Anniversary mit Flugzeug Logo
Saab 9000 Anniversary mit Flugzeug Logo

Welchen kaufen?

Wer günstig einsteigen will, der kauft sich einen 9000 CS oder 9000 CD –  die ungeliebte Stufenheck-Version. Auch diese Holzklasse-Varianten haben viel Saab Charme und eine Ausstattung, die nicht ärmlich ist. Mit dem höheren CSE Niveau hat man Klima-Automatik und hochqualitatives Leder mit an Bord. Echtholz im Innenraum ist weit verbreitet. Selten und begehrt ist die komplette Holzausstattung mit Paneelen an den Türen, Armaturenbrett, Schaltkulisse und Abdeckung des Stauraums der Mittelkonsole. Die Nachrüstung fehlender Teile scheidet aus, denn Holz ist ein Naturprodukt, und es gibt aus diesem Grund Farbunterschiede.

Besonders begehrt sind Aero-Versionen, die selten sind, weil sie oft im harten Alltagseinsatz verheizt wurden. Sammlerstatus bekommen die Anniversary-Modelle von 1997, die sich durch Einprägung des Flugzeug-Logos in  den Ledersitzen, andere Felgen und weitere Details von der Serie unterscheiden. Ein Jubiläums-Modell wird gegenüber der Serie mit Aufpreis gehandelt, und auch 1998 liefen “echte” Anniversarys vom Band. Ob man einen wirklichen Anniversary vor sich hat, klärt ein Blick in den Erstauslieferungsnachweis im Serviceheft.

Das Mauerblümchen unter allen Saab 9000 Varianten ist der 9000 CD Griffin. Mit 3 Liter V6, opulenter Ausstattung und riesigem Kofferraum eine Art Geheimtipp für den, der es mag. Denn der Griffin ist mit dem V6 zwangsverheiratet. Dieser stammt aus dem GM-Regal und ist – man hat es befürchtet – sowohl mit einem Zahnriemen geschlagen als auch nicht turbogeladen.

Meiden sollte man getunte Versionen mit unklarem Hintergrund und vor allem mit Automatikgetriebe. Die von ZF zugelieferte 4-Gang Automatik harmoniert sehr gut mit der Turbotechnik, ist aber vom Drehmoment limitiert. Saab beschränkte daher den 9000 Aero Automatik auf 200 PS, was immer noch für geniale Fahrleistungen sorgt. Wild getunte Exemplare überfordern unter Umständen das Getriebe und sorgen für teure Schäden.

Erstrebenswert hingegen – aber sehr selten – sind in der Leistung gesteigerte Exemplare von Saab-Werkstuner Rene Hirsch. Ab und zu kommt Eines auf den Markt und ist eben so schnell wieder verkauft. Wer sucht, wird manchmal in der Schweiz fündig und hat bei Erfolg die Gewissheit, so etwas wie ein Einzelstück zu besitzen.

Im Saab Museum: der letzte 9000er nach 503.087 Exemplaren.
Im Saab Museum: der letzte 9000er nach 503.087 Exemplaren.

Harmonisch und ein Geheimtipp ist der 2.3 Liter, der mit 170 PS nur moderat turbogeladen ist.  Die Fahrleistungen sind ansprechend, und auf Grund seines geringen Gewichts kann auch dieser Saab für Verwirrung bei Zwischenbeschleunigung bei den Dienstwagenfahrern sorgen. Wer keinen Sauger und einen vernünftigen, robusten Turbo mit geringen Unterhaltskosten haben will,  der ist mit dem  2.0 Liter Softturbo mit 150 PS gut bedient.

Der 9000 bietet Auto für jeden Geschmack. Leistungshungrige greifen zum Voll-Turbo, kühle Rechner zum Soft-Turbo oder Sauger. Wer Luxus sucht, der wird beim CSE fündig. Puristen, die zeitlose Formen, Funktion und eine klare Form zu schätzen wissen, werden mit dem CS glücklich. Das Tolle dabei: es ist immer ein Saab ! Immer schnell, immer schön, immer praktisch, immer individuell ! Und noch zum kleinen Preis.

Der Kultfaktor!

Intelligente Lösungen gesucht? Der 9000 ist der andere Saab. Innen groß, außen kompakt. Transportpotential und bequeme Ledersessel, die zum Cruisen animieren. Süchtig machende Turbos und starke Sauger. Wer nicht mit der Herde läuft, der wird mit dem 9000 auf lange Zeit glücklich und mag kein anderes Auto mehr fahren.

Der Kultfaktor-Schnellcheck:

+ Einsteigen. Wer mit der Marke Saab bisher nichts zu tun hatte, für den ist der 9000 die ideale Einstiegsdroge. Vorsicht: Suchtgefahr!

– Aussteigen. Weil das Zündschloss am falschen Fleck sitzt.

+ Geheimtip. Die Buchhalterversionen. Oft penibel gepflegt. Wir haben es getan. Ein weißer 9000 mit blauer Innenausstattung. Einfach genial.

+ Kult-Ranking. Bei jungen Leuten höher als bei der Gusseisen-Fraktion. Ein Auto mit Zukunft.

Text & Bilder: tom@saabblog.net

Noch mehr Saab Kult:

Einsteigen mit dem Saab 9-3 I

Einsteigen mit dem Saab 900 II

13 Gedanken zu „SAAB Kult. Einsteigen mit dem Saab 9000 CS.

  • 4. April 2013 um 10:45 AM
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    Gut geschrieben, Tom! Es erfüllt mich mit Stolz und Freude diesen 2,3 t mit nur 23.460 km zu besitzen. Als Zweitwagen genießt er Cabriostatus. Unvergleichlicher Wagen!

  • 4. April 2013 um 12:18 PM
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    Diese 9000 CD war mein Erster aber von der 9000 CSE habe ich mehrere gefahren; dies was bestimmt der feinste Saab die ich ueberhaupt mahl gefahren habe.
    Tolles Artikel.

  • 4. April 2013 um 12:29 PM
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    Hallo Tom,

    sehr guter Artikel, danke! Darf ich trotzdem eine kleine Korrektur vorschlagen? Der 9000 2.3T gewann im Zwischenspurt zwar gegen einen Ferrari – allerdings gegen den Ferrari Testarosse (12 Zyl., 390 PS), nicht gegen den F40 (V8 Biturbo). Gegen den hätte selbst ein Aero keine Schnitte gehabt.

    Gruß
    Martin (MOK24)

    • 4. April 2013 um 2:15 PM
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      Ich denke Du hast recht! In mancher Youngtimer Literatur wurde der F40 genannt, was aber falsch ist, habe mich eben noch mal schlau gemacht. Der Testarossa ist aber auch eine gute Referenz 😉

      • 5. April 2013 um 2:02 PM
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        Korrekte Bezeichnung wäre vermutlich “512 TR”, denn sonst stehts nur für “roter Kopf”, den ziemlich viele, wenn nicht alle haben… 😉

        • 5. April 2013 um 2:04 PM
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          Sehe gerade, dass es Tatsache vor dem 512 TR einen ohne das 512 gab. Interessant, man lernt nie aus ^^

  • 4. April 2013 um 6:39 PM
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    Schöner Artikel zum 9000.
    Ich bin die letzten Wochen viel mit meinem 9000 CS (Joe) in Norddeutschland unterwegs, die Fahrten vergehen wie im Flug und ich denke am Ziel immer: “schade, es hätten noch 200-300 km mehr sein können”.
    Aber dann freue ich mich nach einem stressigen Tag auf die Heimfahrt, die ist allerdings meistens auch zu kurz…9000-fahren ist einfach Entspannung und Genuß!

  • 4. April 2013 um 6:52 PM
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    Toller Artikel, der den 9000 CS zu recht würdigt! Und optisch auch im Jahr 2013 ein zeitloser Genuss! Bin Anfang der 1990 bei meinem örtl. SAAB-Händler erst meinen 900-Traum zur Probe gefahren—und war ernüchtert. Zwar stimmte Äußeres und Sound, doch das Fahrgefühl ließ mich meinen Opel vermissen! Der Händler schlug mir dann vor, ich sollte doch bitte den 9000 CS zu Probe fahren…..und da war es um mich geschehen! Das Äußere für die damalige Zeit perfekt zeitlos, der Innenraum (besser als Tom`s Beschreibung geht nicht) und der Motor satt (2.0 Turbo)! Da war dann klar: der nächste PKW wird ein SAAB! Und so ist es auch gekommen….und bis heute geblieben!
    Nette Grüße zum Wochenende!

  • 4. April 2013 um 9:15 PM
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    Guter Artikel. Den Absatz über das Mauerblümchen kann ich bestätigen und meine “bessere Hälfte” hat sich zu einem anerkennenden “eigentlich ein schönes Auto” verleiten lassen. Leider ist ihr der 9000 subjektiv zu groß. Ostern war wieder “Griffin-Time”, leider nur kurz, aber am 01.04. war der Winterschlaf für unser 901S-Cabrio vorbei. Bei seit langem wieder einmal Sonnenschein offen gecruist.Herrlich!
    Gruß aus Detmold!

  • 6. April 2013 um 11:24 AM
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    Moin!

    Ein schöner Artikel, weil der 9k ein schönes Auto ist 🙂
    ABER einige Stellen möchte ich kommentieren:

    – mein CS ist serienmäßig genauso edel (Klimaautomatik, Holz, Leder, …) ausgestattet wie der CSE oben. Es muss also nicht unbedingt die CSE-Version sein. Zudem lassen sich nahezu alle Ausstattungsgimmicks auch im CS nachrüsten
    – Aeros sind zwar seltenER als die “normalen” 9k, ABER Aeros sind immer mal wieder angeboten. Jedoch – und das ist ein individuelles Empfinden – finde ich die “normalen” 9k genauso bequem und beim Schulterblick stören nicht die “Ohren” auf Schulterhöhe. Zudem lassen sich beim “normalen” 9k im Fond die Sitze auch vernünftig umlegen, ohne das Leder allzu sehr zu quetschen. Außerdem können im Aero hinten nur 2 Personen sitzen. Deswegen würde ich eher zu einem 2,3FPT raten und wer dann noch mehr Pferdchen braucht, kann sich ja in Windeseile eine “redbox” nachrüsten. Damit hat man einen 9k, der praktischer und v.a. dezenter ist als der Aero, aber in den Fahrleistungen in nichts nachsteht.
    – die große Heckklappe schätze ich sehr und der Mangel dieser Kombicoupe-Version hält mich auch vom Umstieg auf 9-5 ab. Aber dass gar kein Hersteller aktuell sowas anbietet, dachte ich bisher auch, aber das gibt es tatsächlich einen und der verkauft zwar nicht so viel Fahrzeuge wie VW, aber ist auch kein Nischenhersteller: FORD MONDEO: http://fotos.autozeitung.de/462×347/images/bildergalerie/2012/02/Ford-Mondeo-2012-04.jpg
    – bzgl. des Verbrauchs unterscheiden sich bei sinniger Fahrweise der 2,3FPT kaum vom 2,3i. Erst wann man einen Bleifuß mit sich rumschleppt, macht sich das bemerkbar. Insofern kann man auch mit den 2,3FPT sparsam cruisen – denn der 9k ist m.E. nach ein rollendes Sofa – und bei Bedarf Vertretern der TDI-Fraktion davonfahren.
    Wer noch mehr sparen will, rüstet auf LPG um. Das lohnt sich, denn damit ist man fast so sparsam unterwegs wie mit Neuwagen auf Diesel – vom Anschaffungspreis mal abgesehen.

    Alles im Allen ist der 9k ein Individualisten-Auto, das Liebhaber verdient – genau wie der 900. Vor Reparaturen muss man nicht zurückschrecken, denn Saab hat schließlich die loyalsten Anhänger und auf im Saab-Forum die hilfsbereitesten Fahrer, die einem bei jedem noch so kleinen Problemchen weiterhelfen. …und qualifizierte Fachwerkstätten findet man nicht wie bei anderen Herstellern um die Ecke, aber es gibt doch reichlich.

    allzeit gute Fahrt!
    SeSi

  • 6. April 2013 um 5:22 PM
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    Hallo Tom!
    Auch von mir ein herzliches DANKE! für diesen Artikel. Die CD-Version ist für mich ein Geheimtipp, sie ist deutlich seltener, komfortabler abgestimmt, karosserietechnisch nochmal verwindungssteifer, abermals ein quentchen leiser im Innenraum und wurde von ihren Vorbesitzern weniger als Lastentaxi missbraucht, was sich oft in einer gepflegteren Innenausstattung bemerkbar macht. Deshalb ganz klar DER Geheimtipp. Noch ein Tipp sind die, wie schon in den Kommentaren erwähnt, vom Erstbesitzer beim Neukauf auf – oder sogar -über -CSE-Niveau aufgerüsteten CS-Versionen. Es lohnt sich, gezielt nach diesen zu suchen. Finger weg dagegen mE von nachträglich “gepimpten” Exemplaren. Wenn Automatik, dann einen 2,3LPT mit 170PS: Traumkombination zum dahingleiten. Mein Fazit ist, dass sich die Preissituation derzeit extrem spannend gestaltet, es gibt bereits sehr gute Ersthand-Exemplare um 1500€ mit weniger als 180tkm. Der Youngtimer-Markt kann sich anscheinend noch nicht so recht entscheiden, in welche Schublade er den 9000 einsortieren soll…

  • 6. April 2013 um 7:04 PM
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    Der Modeo ist aber nur grenzwertig obere Mittelklasse; er entspricht den Versuchen der Hersteller, die in dieser Klasse nicht (mehr) aktiv sind, den Kunden irgendwas anzubieten. So wie auch der Peugeot 508 gewachsen ist. Aber es gibt ja durchaus einen Trend zur Heckklappe, siehe Skoda Superb (vom Innenraum und Konzept her am ehesten mit dem 9000 zu vergleichen), den 3er/5erGT, den A7 (hat der Heckklappe?) und den Panamera

  • 8. April 2013 um 9:32 PM
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    DANKE für den Hinweis auf den SuperB:
    Habt ihr schon entdeckt, dass dessen Heckklappe geteilt ist? Lässt sich öffnen wie die Klappe eines CDs und eines CS *wow*

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