Saab Verkauf: GM sagt “Nein”

GM lehnt es ab, im Zuge des Saab Verkaufs die Techniklizenzen für die neuen Eigentümer nutzbar zu machen. Die Entscheidung ist definitv, wie GM mitteilte. Wird Saab an Pang Da und Youngman verkauft, dann können Saab 9-5, Saab 9-4x und Saab 9-3 nicht weiter gebaut werden. Gleichzeitig ist GM aber offen für alle weiteren Komponentenlieferungen.

O.K. Das war, so nicht zu erwarten und wirft uns zurück auf “Start”. Was immer es für Saab bedeuten mag oder auch nicht, für heute ist es genug. Vermutlich gibt es wieder einmal ein Hintertürchen in diesem Poker – oder auch nicht. Nachvollziehbar ist die Entscheidung – auch im Hinblick auf die hohen Lizenzgebühren nicht. Diese Entscheidung kennt nur Verlierer. Ich schalte den Mac aus und warte auf eine Stellungnahme von Saab. Bis morgen.

Text: tom@saabblog.net

20 Comments
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Ksg
Ksg
14 Jahre zuvor

Nachtrag: es ist ja nicht sehr sinnvoll Komponenten liefern zu wollen für Autos, die aus Lizenzgründen nicht gebaut werden dürfen. Andererseits könnte man mit Lizenzen Geld verdienen.
Wenn man da von GM stur bleibt wird zumindest der Umsatz in Europa sinken. Potentielle Käufer eines GM Komponenten enthaltenden
Saab (in aktueller ADAC Kundenzufriedenheitsumfrage Platz 8 – vor BMW, Toyota, Audi oder Mercedes ) werden sich kaum einen Opel ( Platz 28) oder Chevrolet (Platz  35 = letzter!) kaufen.

Alex
Alex
14 Jahre zuvor

Hallo Gemeinde…

das Verhalten von GM ist für mich echt das Letzte… wie viele schon geschrieben haben geht es ihnen nur um Geld und Macht.(finde ich) Die Technologien holen sich die Chinesen ganz wo anders her… (vor 20 Jahren hatten wir Angst vor Japan und redet da jetzt noch einer drüber? Es sind Partner geworden und es hat nicht geschadet! )
Die Amis haben doch nur wieder Angst das sie noch weiter hinten runter rutschen und bald zum Ausverkaufsland werden… und das Reich der Mitte sich mit Europa verbündet und so mancher Europäer von der chinesischen Wirtschaft etwas lernen kann, denn schlecht gehts der ja nicht! 🙂
Hoffe das dieses Verhalten in China registriert wird und GM noch in Jahren eine Klatsche bekommen!
Da wird sich jetzt alles auf der politischen Ebene abspielen… schade um unsere schönen Autos und die Zeit bis zum P.Start…

Also dann…auf in eine neue Runde… VM viel Glück… 🙂

pmh
pmh
14 Jahre zuvor

wieso sollte GM jetzt Angst haben , dass Ihre Technologie nach China geht ?+ die ist doch schon in China , Shanghai GM ist doch ein Joint Venture mit SAIC , das heisst Saic hat auch Zugriff zur GM technologie , genau wie SAIC zugriff auf die Volkswagen technologie hat , durch das
joint venture mit VW, und diese joint venture bestehen schon seit vielen jahren , ohne dass
GM ein Proplem hatte, es geht GM doch nur um Macht und Geld und auf keinen Fall um Saab und
deren Mitarbeitern

Achim
Achim
14 Jahre zuvor

Auf der einen Seite kann ich GM verstehen, wenn sie verhindern wollen, dass ihre Technologie nach China geht. Auf der anderen Seite hat GM in den letzten 20 Jahren Saab Stück für Stück zu Grunde gerichtet und damit versucht, einen Konkurenten aus dem Weg zu schaffen. Das haben sie jetzt wohl geschafft.
GM wurde selbst durch Milliardenhilfen vom Staat gerettet. Vielleicht wäre es jetzt auch mal an der Zeit, ein ganz klein wenig soziale Verantwortung zu zeigen und einem kleinen Mitbewerber und damit 3500 Saab-Mitarbeitern und tausende Mitarbeitern von Zulieferern eine Chance zu geben. Soziale Verantwortung und die grenzelose Gier nach Geld verstehen sich aber nicht. Von amerikanischen Firmen braucht man im Allgemeinen ersteres sicherlich nicht zu erwarten. Dass es auch anders geht hat Ford mit Volvo gezeigt.
Für das Image von GM ist diese Haltung wohl nicht die beste. Aber spätestens ein halbes Jahr nach der Pleite spricht davon niemand mehr, und GM wird Rekordabsätze vermelden. Und die Welt für GM ist wieder in Ordnung.

Aber wie heisst es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Achim

Tobias
Tobias
14 Jahre zuvor
Reply to  Achim

Achim schrieb: “Aber wie heisst es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt…”

“Hoffnung ist nur ein Mangel an Information” – Heiner Müller 🙂

Ulrich Krebs
Ulrich Krebs
14 Jahre zuvor
Reply to  Tobias

Hoffnung ist die Aufgabe der Vernunft. (unbekannt)

Micha
Micha
14 Jahre zuvor

Hi
Ist eben Amerika.
Aber der Ausverkauf Europa hat doch schon lange begonnen nicht nur im Autosegment.
Aber zu warten bis es FAST in Sack und Tüten ist um dann NEIN zu sagen finde ich na ja………..
Ich glaube bei Opel war es nicht anders. Bleibt wieder nur die Hoffnung.
Schönen Tag euch allen.
Micha

TM7374
TM7374
14 Jahre zuvor

Und das hat man alles nicht vorhergesehen? In jedem normalen Laden gibt es doch eine Risikoprüfung vor einer Geschäftsanbahnung. War man wirklich so naiv zu glauben GM würde dem Verkauf so ohne weiteres seine Zustimmung geben?

ksg
ksg
14 Jahre zuvor

nun wenn man es sich da nicht einigt und es deshalb keine neuen Saabs geben sollte werde ich in Zukunft nie, nie, nie ein Auto aus dem GM Konzern kaufen

Frank Urban
14 Jahre zuvor

Jetzt wird man sicher den Kopf schütteln, aber ich als Unternehmer aus der Audiobranche finde das völlig ok und ehrlich gesagt auch gut so.
Natürlich fände ich es toll wenn unsere Marke überlebt, aber vor Saab Fan bin ich europäischer Unternehmer. Und den Ausverkauf europäischer Technologie für Kleingeld an die Chinesen kann ich nicht gut finden.
Also VM ich wünsche Dir und uns viel Erfolg !

Ulrich Krebs
Ulrich Krebs
14 Jahre zuvor
Reply to  Frank Urban

Ich stimme zu. Am besten wäre eine europäische Lösung. Der Erfolg von SAAB kam aus Europa, nicht aus USA. Aber Europas Autoindustrie ist durch Überkapazitäten gekennzeichnet. Welcher Europäer sollte noch in ein Nischenprodukt (sorry) unvorhersehbare Summen stecken?

Ich sehe schwarz für die Zukunft unserer Marke: Keine Autos am Markt, keine Ersatzteile, keine positiven Nachrichten ==> keine Kunden, keine Kunden => kein Investor

Ich befürchte, die Chinesen waren die letzte (ungeliebte) Chance.

gust
gust
14 Jahre zuvor

Leider und fairer Weise muss man dennoch GM das Recht zugestehen ihre Technologie vor den Chinesen zu schützen – is mal so, dass in unseren SAABs viel Technik von GM drinsteckt –obwohl wir das eigentlich als Kunden nie wollten.

Die Frage wird wohl auch sein, ob die Chinesen ohne diese Technologie überhaupt im Stande wären, einen halbwegs annehmbaren SAAB zu zimmern – ich denke vorerst nicht wirklich. Wer würde so einen richtig China SAAB kaufen wollen? Und auch klar, die Chinesen sind sehr wohl auf Technologie Know-How aus – die wollen ja so schnell wie möglich konkurrenzfähig sein.

Bei SAAB wäre zwar technisches Knowhow vorhanden, doch müsste eine komplett neues Modell in kürzerster Zeit aus dem Boden gestampft werden – inkl. komplett neuer Supplyerchain. Eigentlich unmöglich. Und was passiert dann mit den Autos die auf der Straße sind? Muss GM weiterhin Ersatzteile liefern, obwohl es keine Lizenzierung gibt? Wohl auch nicht.

Hier wird nur ein langwieriger Kompromiss (Übergangsregelung) gangbar sein und das lieben die Chinesen nicht – die wollen weiterkommen und sind wir uns ehrlich, die legen auch keine Millionen auf den Tisch für nichts. Das Zuckerl war eindeutig der Technologietransfer durch die Hintertüre, der nun von GM verweigert wird.

Für SAAB als Marke und für uns und unsere Autos ist das wiedermal alles nicht gut – das ist der Punkt.

Detlef Rudolf
Detlef Rudolf
14 Jahre zuvor
Reply to  gust

Dem kann ich nicht zustimmen: Die Technik in SAAB-Automobilen wurde nachweislich zu einem
Großteil in Trollhättan entworfen – das Design sogar vollständig. Aus diesem Grunde dürfte der Hinweis von VM ernst zu nehmen sein, dass die SAAB-Ingenieure nun schnell an die Reißbretter zurückkehren müßten.

Hervorragende SAAB-Automobile zu entwerfen gelang schon vor der trostlosen GM-Phase (unter GM wurde SAAB dann bekanntlich nur ausgebeutet).

Woran es fehlte, waren letztendlich nicht die technischen Inovationen und gute Ingenieure, sondern eigentlich fast immer die finanziellen Mittel dies alles in die Tat umzusetzen.

Die Chinesen hätten “mit Zitronen gehandelt”, wenn sie sich jetzt nicht verstärkt engagieren würden. Der Angriff auf GM im chinesischen Markt würde vermutlich immer noch erfolgreich hinzubekommen sein – lediglich mit etwas Verspätung!

Die qualitativ eher grenzwertigen GM-Produkte dürften im Vergleich auf lange Sicht eigentlich nicht so gut wegkommen!

Sollte alles schief gehen, gibt es für uns SAAB-Eigner ja noch andere Alternativen – natürlich auf jeden Fall wieder mal kein Produkt von GM!!!

D. R.

Frank Urban
14 Jahre zuvor
Reply to  gust

Hier ist noch einer der es genau so sieht.

Judy
Judy
14 Jahre zuvor

Vielleicht haben die Manager bei GM ja auch nachgedacht und sind zu dem Schluß gekommen das die Chinesen genau wegen der Lizenzen Saab haben wollen. Mal sehen was die Chinesen nun verlauten lassen.

Anddeu
Anddeu
14 Jahre zuvor

Genau das habe ich befürchtet. Jetzt geht die nervenaufreibende Achterbahnfahrt wieder in eine neue Runde.
VM warnte davor und ist nun wieder mitten im Spiel.

Julie
Julie
14 Jahre zuvor

Was sind das nur für asoziale Elemente – die sehen nur sich selbst und besonders schlimm ist, dass sie in den 20 Jahren zuvor die Firma SAAB ausgebeutet und kontinuierlich runtergewirtschaftet haben.

Hoffentlich gibt es Möglichkeiten, dass GM mit dieser Tour nicht voll zum Ziel kommt – nämlich SAAB völlig zu zerstören (wir befürchten allerdings, dass selbst bei anderen Investoren die Lizenzen nicht freigegeben werden, damit SAAB auf keinen Fall mehr durchstarten kann).

Hier ist guter Rat wirklich teuer…..

Julie

dsc
dsc
14 Jahre zuvor

Man sollte den ganzen Laden von GM in die Luft jagen…

Frank Christ
Frank Christ
14 Jahre zuvor

Extrem dumm und kurzsichtig. Verantwortungslos und GM tötet SAAB schon wieder !

Frank

gust
gust
14 Jahre zuvor

…das war wohl zu befürchten, wenn auch nicht zu hoffen.

Creativ
Creativ
14 Jahre zuvor

GM ist, wie üblich, ein verantwortungsloses Unternehmen, dass nur sich selbst im Zentrum der Welt sieht… Einfach eine große Schweinerei…