Saab China: Pang Da keine weitere Investition in Saab

Pang Qinghua, der "alte Pang"
Pang Qinghua, der "alte Pang"

Pang Da CEO Pang Quinghua, der alte Pang,  teilte mit Saab keine weiteren liquiden Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese Meldung kursiert seit dem Wochenende in den Medien Chinas wie zum Beispiel auf www.163.com.

Pang will warten bis die NDRC über den Einstieg in Schweden entscheidet. Das kann dauern. Beobachter und Automobilexperten rechnen mit September/Oktober diesen Jahres.  Pang Da hatte bereits für noch nicht produzierte Saab bezahlt und bewirbt den neuen Saab 9-5 Sportkombi in China.

Die ersten Saab für die Volksrepublik sollten im Herbst in China ankommen.

Ob Pang Da pokert, nicht weiter investieren darf, oder Pang Quinghua sein Investment riskiert – das ist die Frage. Auch teilte er wiederholt mit seine Anteile bis auf einen kleinen Prozentsatz umgehend an Youngman weitegeben zu wollen. Gut ist diese Nachricht auf keinem Fall. Allerdings sagte der zweite Partner in China, Youngman, letzten Monat dass man zu weiteren Investitionen bereit sei.

Text: tom@saabblog.net

6 thoughts on “Saab China: Pang Da keine weitere Investition in Saab

  • Man kann Pang Da, zu seiner Entscheidung nur beglückwünschen. Muß sich diese Firma doch getäuscht und betrogen fühlen, nachdem ihre hohe Vorauszahlung, die für eine Weiterführung der Produktion vorgesehen war, d.h. dafür, die Lieferanten zu bezahlen und danach ordentlich zu produzieren, umgehend zweckfremdet wurde. Nämlich dazu verwandt wurde, einen monatelangen Produktionsstop zu finanzieren, um in Schweden und bei der EIB den Druck für einen Einstieg von Antonov, also des Mannes hinter Muller, zu erhöhen.
    Den gutgläubigen Befürwortern eines Antonov Einstiegs empfehle ich ich einmal, im Internet nicht nur dessen Propagandaseiten sondern auch die kritischen Stimmen zu seinem Lebenslauf und seinen Aktivitäten anzuschauen (ist nicht leicht, zumal bei Wiki jede Information umgehend mit einer Löschung beantwortet zu werden scheint, aber möglich). Es ist keineswegs gleichgültig, in welchem Umfeld jemand reich geworden ist, zumal alles bis in die Gegenwart fortzuwirken scheint.

    Saabs früherer CEO Johnsson, der rechtzeitig ausgestiegen ist, und der designierte Vizepräsident und Finanzvorstand, der seinen Job niemals angetreten hat, dürften schon vor Monaten gewußt haben, was hier gespielt wird.

    Und was soll dann aus Saab werden, wird so mancher dann fragen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine solche Perle im Nichts versinkt, wenn sie erst einmal von dem dubiosen Muller-Antonov-Gespann befreit ist. Bezeichnend ist doch auch, daß Muller zu keinem einzigen der renomierten Autohersteller jemals eine Verbindung gesucht hat (ist hier im Blog auch schon angeklungen). Wollen wir daher hoffen, daß deren Stunde bald kommt, und wir wieder unsere Saabs erhalten.

    • Da kann man nur beipflichten. Hätte VM Verantwortungsgefühl hätte er schon längst den Abgang gemacht. Denn offensichlich bringt man es nicht zu einer Lösung und verbrennt seit 4 ! Monaten nur Geld. So reitet er Saab von Tag zu Tag tiefer in das Schlamassel.

      LG

      Leif

  • Warum zum Teufel sollte Pang Da für nochmals weitere Liquidität sorgen? – Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, dann sind bereits 45.000.000,– geflossen, für Fahrzeuge die noch nicht gebaut, aber relativ kurzfristig geliefert werden sollten. Ob diese Autos jemals gebaut werden, steht mehr als je zuvor in den Sternen. Seit April des Jahres wird nur noch Kohle verbrannt! – Was mag eigentlich, nur ein einziger Tag, Trollhättan bei ruhenden Bändern kosten??

    • Hallo J. Marquardt, man sollte nicht davon ausgehen, dass in der Automobil-Industrie 45.000.000 Euro bereits ein großer Betrag wären.

      Die bisher erbrachte Leistung durch Pang Da sollte ja auch mit dazu beitragen, dass die Produktion leichter wieder gestartet werden kann und die künftige Richtung – auch für Pang Da in Bezug auf SAAB – stimmt.

      Um diese künftige Richtung auch wirklich positiv
      hinzubekommen, wäre es schon sinnvoll gewesen, wenn Pang Da noch weitere finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt hätte – ich halte das dortige Vorgehen für zu zaghaft (so kann man spätere gute Geschäfte mit SAAB nicht sicherstellen).

      Viele Grüße
      Julie

  • Die Ausrichtung auf ausschließlich chinesische Investoren scheint nicht sehr geschickt zu sein.

    Es besteht immer eine gewisse Unsicherheit un Bezug auf das Verhalten der chinesischen Behörden – außerdem sind die Zeiträume hinsichtlich der Genehmigungsprozesse sehr lang.

    Vor einigen Tagen gab es doch Infos, dass auch wieder andere Investoren Interesse zeigen. Bei kapitalkräftigen Indern sollte man überlegen, ob man diese den Chinesen ggf. sogar vorzieht (hier gibt es auch keine monatelangen Wartezeiten hinsichtlich der Behörden – siehe Jaguar-Kauf).

    Daumen drücken, dass noch weitere kapitalkräftige Konzerne auftauchen!

    Joachim

    • Hej Joachim,

      die Verträge mit China sind unterschrieben und damit (erstmal) rechtskräftig. Die EIB meldet allerdings mehrere Investoren, ohne Namen zu nennen. Die Situation ist unübersichtlich, Überraschungen nicht ausgeschlossen. Daumen drücken muss helfen 😉

      Tom

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