Trollhättan am Morgen: Kein Vertrauen in Saab ?

Seit einigen Tagen gibt es nur gute Nachrichten aus Schweden für Saab. Fast hätten wir uns daran gewöhnt. Eine Meldung von TV4 Väst vom heutigen Tag gefällt uns gar nicht.

Die DHL Basis in Trollhättan, von dort werden Just-In-Time Komponenten an die Bänder geliefert, hat heute 22 weitere Mitarbeiter gekündigt.

Bereits im Mai hat man 22 Mitarbeiter freigesetzt, diese später dann als Zeitarbeiter zurückgeholt um für den Produktionsstart gerüstet zu sein. DHL hoffte die ganze Zeit weitere Kündigungen vermeiden zu können und Entlassungen rückgängig zu machen. Statt dessen hat sich die Situation bei Saab verschlechtert, sagte DHL Betriebsleiter Peter Nilsson zum Sender TV4 Väst.

Verstehen wir die Welt ? Am heutigen Vormittag nicht. Wir rechnen nach wie vor mit einem Produktionsstart in absehbarer Zeit, da sich die Lage zusehends stabilisiert. Bleiben wir also ganz ruhig und warten was passiert.

Text: tom@saabblog.net

2 Gedanken zu „Trollhättan am Morgen: Kein Vertrauen in Saab ?

  • Oder wird hier (wie heute leider vielerorts üblich) nur versuch bzw die “Chance” genutzt, die Lohnkosten etwas zu senken … und eben durch Zeitarbeit zu ersetzen…!?

  • Hier noch eine Meldnung aus Handelsblatt-Online:

    “Der angeschlagene schwedische Autohersteller Saab hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 3,1 Milliarden Kronen (340,6 Millionen Euro) eingefahren. Der Umsatz lag bei 6,3 Milliarden Kronen. Insgesamt konnte das Anfang 2010 vom US-Konzern General Motors (GM) an den holländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte Unternehmen nur 28.284 Wagen verkaufen. 2009 fand das Unternehmen 39.700 Käufer, ein Jahr zuvor sogar 93.000.
    Die Zahlen gehen aus dem Jahresbericht hervor, der am Dienstag bei der Steuerbehörde eingereicht wurde. In dem Bericht schreiben die Revisoren von Ernst & Young, dass der weitere Betrieb von Saab davon abhängig ist, dass das Unternehmen die „erforderliche Finanzierung“ sicherstelle. Ansonsten sei die weitere Produktion „unsicher“.”

    Die Lage ist wohl doch dramatischer als bisher angenommen. Wollen wir hoffen, dass die Chinesen genügend Geld zur Verfügung stellen, um Saab langfristig zu retten.

Kommentare sind geschlossen.