Saab News: Vladimir Antonov will immer noch Saab Anteile kaufen.

Vladimir Antonov
Vladimir Antonov

Die Saab Immobilien in Trollhättan möchte Vladimir Antonov nicht mehr kaufen. Zu gefrustet ist der Investmentbanker, der am 20.06 seinen 36. Geburtstag gefeiert hat, von der EIB und den Behörden.

Aber Saab Anteile, die möchte er nach wie vor, was in der aktuellen Situation ein gute Zeichen ist.

Antonov ist ein absoluter Autonarr und hat Saab nicht abgeschrieben. Das ist die gute Nachricht Nummer eins. Antonov ist auch der Mann hinter Victor Muller, der das Geld gibt und auf die ein oder andere Art die Strippen zieht und zumindest die grobe Richtung vorgibt.

Auf jeden Fall einer, davon sollten wir ausgehen, der sehr, sehr gut über alles informiert ist.

Wenn jemand wie Antonov heute zu Reuters sagt, er möchte 30 Millionen Euro in Saab investieren, dann ist nicht alles ohne Hoffnung. Gute Nachricht Nummer zwei also.

Soweit der philosophische und spekulative Teil des Abends. Zurück zu den Fakten. Vladimir Antonov hat heute in Vilnius, wo ihm auch ein Finanzinstitut gehört, den Reuters Journalisten ein kurzes Statement gegeben.

Seine Einstiegspläne bei dem Autobauer aus Schweden sieht er durch den Einstieg von Youngman oder Pang Da nicht berührt. Er strebt immer noch eine Beteiligung von 30 % an Saab an und ist bereit dafür 30 Millionen € zu zahlen. Ob er dafür bestehende Anteile aufkauft oder ob durch die Ausgabe von neuen Aktien dieser Anteil erreicht wird sei nicht die Frage. Es kommt darauf an ob man ein Eigenkapital aufstocken will oder fremde Anteile kaufen will sagte er.

So weit so gut. Der Antonov Einstieg wird aber erst dann kommen, wenn Saab sich von dem EIB Darlehen befreit hat. Im Herbst also. Mit chinesischer Hilfe. Kurfristige Probleme werden so nicht gelöst. Das verhindert schon die Bank aus Luxemburg.

Text: tom@saabblog.net