Saab-Enthusiasmus grenzenlos: Saab 9-3 “Custom built” aus Katar
Ich bin ein bekennender Fan sämtlicher gelber Saabs. Ob “Monte-Carlo-Gelb” oder auch “Inca-Gelb”, ich mag sie alle und sie waren prägend für die Marke. Es begann mit dem Saab 900 Turbo Monte Carlo Cabriolet, und es war zur damaligen Zeit ein frecher Tabubruch. Ein gelbes Auto, preislich in der Oberklasse zu Hause, das war neu.
Dass es italienische Sportwagenhersteller taten, war akzeptiert. Dort war alles anders, leichter, enthusiastischer. Aber die zutiefst seriösen Schweden – von denen man das nie erwartet hätte? Das war mutig. Dieser Mut zahlte sich aus. Diverse Gelbtöne prägten die Marke und wie nachhaltig das geschah, sieht man an den Preisen, welche für Monte-Carlo-gelbe Cabriolets immer wieder gefordert werden.

Saab-Enthusiasmus grenzenlos: Saab 9-3 “Custom built” aus Katar
Saab hätte mit dieser Farbigkeit noch mehr spielen dürfen, nach meinem Geschmack. Es gab nie einen gelben Saab 9-5 Aero oder eine 9-3 Limousine oder einen SportCombi ab Werk. Das war mutlos, denn es hätte den Fahrzeugen gut gestanden. Und mit dieser Idee bin und war ich nicht alleine. 2010 und 11 kündigte die schwedische Automarke unter Victor Muller an, in Zukunft mutiger sein zu wollen.

Mehr Farbigkeit, mehr Aufbruchstimmung bei Lackierungen und Innengestaltung. Ein Plus an Individualität, was unter den grauen Buchhaltern von GM so lange vermisst wurde. Dazu kam es nicht mehr und man sollte gar nicht darüber nachdenken, was wir alles versäumt haben könnten.

Ich freue mich immer, wenn wir internationale Post erhalten und wenn ich feststellen kann, dass Saab-Enthusiasmus verbindend und grenzenlos ist. Hassan aus Katar sieht die Dinge offenbar ähnlich wie ich und das Leben ist zu kurz, um keinen “Inca-Gelben” Saab zu fahren.

Seine Limousine wurde mit viel Aufwand in ein “Custom built” Einzelstück umgewandelt und ist jetzt ein wirklicher Blickfang. Sein gelber Saab zeigt einmal mehr das Potenzial, welches in der Basis steckt, und die Redaktion liebt dieses schwedische Auto aus dem arabischen Land.

Der Umbau wurde mit Liebe zum Detail durchgeführt, man sieht es an der Abgasanlage oder an den “Hirsch-Performance-Emblemen” am Heckspoiler. Hassan schreibt uns, dass er die “Geschichte von Saab liebt und die Marke zurückkommen sollte”. “Saab”, so sagt er “brachte das Erbe der Luftfahrt in die Autos und sein Projekt war eine Herausforderung an ihn selbst”.
Wir finden das klasse, mutig und einzigartig. Und typisch für Saab. Danke Hassan, gut gemacht!
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Ich erinnere mich an einen Besuch in Aschaffenburg bei der damaligen SAAB-Vertretung, oder war das schon nach der Übernahme durch “Opel Brass”? Da stand auf dem Hof ein Werkstatt-/Service-Wagen, ein umgebauter SAAB 9000 CS(?) in Gelb. Fand ich damals “voll krass”, und ich hätte am liebsten auch einen 9000 CS/CSE mit schwarzer Lederausstattung, am besten als Aero gehabt.
Sehr stimmig! Könnte eine GT Werksversion des Saab 9-3 sein.
Gratulation!
Das ist richtig stark! Und alles wirkt wie aus einem Guss. Da passt alles. Gratulation nach Katar! Wurde der Innenraum auch verändert?