Evergrande Auto schreibt Stellen aus (und startet neu)
Es ist still um Evergrande und die Marke Hengchi geworden. Die Krise des Immobilienentwicklers hat die ambitionierten Pläne auf Eis gelegt. Die Zukunft ist fraglich. Eigentlich sollte im Januar die Elektroauto-Massenproduktion beginnen und erste Fahrzeuge ausgeliefert werden. Davon ist nichts mehr zu hören, doch komplett abschreiben sollte man den Hersteller noch nicht. Es gibt Lebenszeichen in China und einmal mehr muss man sich fragen, was sie für Trollhättan bedeuten könnten.

Evergrande schreibt Stellen aus
Die automobilen Kompetenzen bündelt Evergrande Auto seit einiger Zeit in Tianjin. Das Werk wurde ursprünglich von NEVS errichtet. Heute gehört es zumindest optisch zu Evergrande Auto – statt dem NEVS Schriftzug prangt der Hengchi Löwe am Gebäude. Das Werk ist als einziges im Evergrande Reich in der Lage Fahrzeuge zu produzieren. Mit Maschinen, die zum Teil in Schweden demontiert wurden. Die anderen Evergrande Werke wurden aufgrund von Geldmangel bisher nicht fertiggestellt.
Für die Tianjin Fabrik werden rund 100 neue Mitarbeiter gesucht, die Stellen wurden lokal ausgeschrieben (Bewerbung an hr.china.tj@evergrandeauto.com).
Der Neustart der Elektroautoproduktion soll anstehen – berichten regionale Medien. Die Frage nach einer tragfähigen Finanzierung ist berechtigt und momentan nicht zu beantworten. OEM Partner von Evergrande sollen die Belieferung (angeblich) wieder aufnehmen, sie war zuvor eingestellt worden.

Offen ist immer noch die Frage nach den Produktionslizenzen. Die bisher für kein Evergrande Fahrzeug erteilt wurde.
Generell sind die Stellenausschreibungen mit einem Fragezeichen zu versehen. Sie könnten ein Instrument sein, um ein Signal zu senden. Freie Stellen, oder der Wille Personal aufzustocken, muss nicht zwingend mit ihnen verbunden sein.
NEVS und der Eigentümerwechsel
Die Frage, was das Lebenszeichen von Evergrande Auto für Trollhättan bedeutet, ist schwierig zu beantworten. NEVS plant den Eigentümerwechsel, der leichter durchzuführen wäre, würde Evergrande die Autopläne zu Grabe tragen. Doch danach sieht es noch nicht aus, obwohl es die letzten Wochen den Anschein hatte, dass nicht mehr allzu viel kommen könnte.
Auch der Aktienkurs von Evergande Auto (HK 0708) dümpelt nur lustlos vor sich hin und zeigt keine Fantasie in Richtung Zukunft.
Es scheint so, dass noch nichts in trockenen Tüchern ist und der Eigentümerwechsel erst dann vollzogen wurde, wenn die Unterschrift trocken und Geld geflossen ist. Vorher kann man auf gar nichts wetten. Die Zukunft von Trollhättan ist immer noch ungewiss.
Tom a question for you as an expert –
What have those employed by NEVS been doing for so many years?
Where are the results of their work?
What can you do for so many years and where are the results?
They have done a lot. Testing and developing for other car companies, for example.
But the most they have done are dreams, who will never become true.
Let’s wait what will happen. Maybe NEVS haves more than 9 lives.
“Bewerbung an …”
Beginne jeden Tag mit einem Lächeln. Ich amüsiere mich gerade. Danke für den Tipp und die E-Mail-Adresse. Ein, zwei Jahre in China würden mich kulturell und kulinarisch reizen 😉
Aber im Ernst, das ist Stillstand in ungeahnter Dimension. Ich muss bei Evergrande-Hengchi an das 400 m Containerschiff denken, dass im Suezkanal klemmte. Nur ist bei Hengchi der Effekt ein anderer. Je länger es dort klemmt, desto entspannter ist der ohnehin angespannte Markt für Halbleiter, die ohnehin angespannte Situation in Sachen Zulieferern der Automobilindustrie. Von Evergrande und deren Aktionären abgesehen, gibt es wohl kaum jemanden auf dieser Welt, der sich aktuell einen Start der Hengchi-Produktion herbeisehnt …
Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für große Ambitionen in Kombination mit Finanzierungs- und Zahlungsschwierigkeiten.