«Heja Sverige» – eine einmalige Ausstellung, die begeisterte!

Präzise zum schwedischen Nationalfeiertag fand am Sonntag, 6. Juni 2021 unter dem Motto «Heja Sverige» eine einmalige Ausstellung von je 35 Saab und Volvo Oldtimern im historischen Stedtli von Unterseen statt. Die insgesamt 70 Klassiker repräsentieren schwedisches Kulturgut und Autobaukunst der Epoche von 1950 bis 2000.

Saab im Vordergrund, Tower im Hintergrund. Das passt.
Saab im Vordergrund, Tower im Hintergrund. Das passt.

Besondere Highlights der Präsentation waren diverse Saab 93 – 96, die leichtgewichtigen Saab Sportwagen Sonett, ein seltener Volvo PV 831 von 1954, ein rarer PV 444 Modell C von 1952, ein PV 544, der von Hamburg nach Hongkong fuhr sowie ein P1800 und ein Amazon 122 S, die völlig pannenfrei die Route von Gstaad über Berlin nach Peking unter die Räder nahmen. Zusätzlich bereicherten zahlreiche historische Sport- und Rallye-Modelle beider Marken die einzigartige Präsentation.

Die Ausstellung inmitten der malerischen Altstadt von Unterseen begeisterte ein großes Publikum und war rundum ein sehr gelungener Anlass und ein Versprechen für die Zukunft.

«Heja Sverige» – Saab und Volvo Enthusiasten zeigten ihre Oldtimer in Unterseen am Sonntag, 6. Juni 2021, dem schwedischen Nationalfeiertag.

Volvo und Saab mit hohem Stellenwert

Seit je besitzen Volvo und Saab Fahrzeuge in der Schweiz einen hohen Stellenwert. Sie gelten als innovativ, langlebig und bieten eine hohe aktive und passive Sicherheit, was sonst bei Oldtimern eher selten ist.

An der attraktiven Präsentation «Heja Sverige» im historischen Stedtli von Unterseen am Sonntag, 6. Juni 2021 zeigte die IG Swiss Volvo in Kooperation mit Saab-Enthusiasten einen spannenden Querschnitt durch die Geschichte schwedischer Automobilbaukultur. Präsentiert wurden je 35 Modelle beider Marken aus der Epoche von 1950 bis 2000.

Besondere Hingucker bei den Klassikern aus Trollhättan waren die Saab Modelle 93 bis 96, der innovative Saab 99, das Saab 900 Cabriolet sowie die quirligen, leichtgewichtigen Sonett Sportwagen.

Ein Schwergewicht der besonderen Art war ein seltener Volvo PV 831 von 1954, der als legendäres Grossraum-Taxi in die Geschichte einging. Ebenso sehenswert und beliebt waren die «Buckeli»-Volvo PV 444 und 544 – darunter ein Modell, welches die Strapazen einer 15’000 km Reise von Hamburg nach Hong Kong überstanden hat. Dass Volvos äußerst robust und auf langen Strecken zu Hause sind, zeigte auch ein P 1800 Coupé und ein Amazon 122 S, die die Fahrt von Gstaad über Berlin nach Peking völlig problemlos gemeistert hatten.

Abgerundet wurde die Präsentation der schwedischen Autokultur-Geschichte durch die sportiven Versionen von Saab und Volvo, die im Motor- und Rallye-Sport für Furore sorgten – beispielsweise ein erfolgreicher Saab 96 V4 mit satten 185 PS, getunte Saab Sonett II und III oder ein Volvo 850 T-5 R mit 240 PS, der zu seiner Zeit einer der schnellsten Kombis auf dem Markt war.

Ein Versprechen für die Zukunft

Zum gelungenen Anlass «Heja Sverige» im Stedtli von Unterseen tat Petrus das Seinige und verwöhnte das Publikum mit einem meist sonnig warmen Tag. Ebenso war die perfekte Organisation durchdacht: Um einen Verkehrsstau in Unterseen zu vermeiden, wurden die Oldtimern auf dem Flugfeld von Wilderswil gesammelt, in fünf Konvoi ins historische Stedtli von Unterseen geführt und gemäss «Masterplan» auf den zugeteilten Standplätzen positioniert, je nach Modellart, Alter oder Einzigartigkeit.

Die einzigartige «Heja Sverige» im Stedtli von Unterseen ist Geschichte und ein Versprechen für die Zukunft.

5 thoughts on “«Heja Sverige» – eine einmalige Ausstellung, die begeisterte!

  • P.S.
    Da steht ja sogar ein roter P 145 Express …
    Wahrlich ein tolles Treffen mit vielen Stars, die sich gegenseitig die Show stehlen. Grandios.

    P.P.S.
    Allein über der Express könnte man ein Buch schreiben. Falls es hier jemand nicht wissen sollte, Volvo hat die Duett (Kombiversion vom Buckel) bis zum Erscheinen des Express weiter gebaut. Weder die Kombi-Amazone noch der normale 145 mit seinem bekanntermaßen großen Kofferraum schien Volvo ein adäquater Ersatz. Volvo?

    Verschiedene schwedische Behörden sollen damals mitgeredet haben. Die Fortsetzung des Duett haben Forstbehörden, die Post, Telefon und Militär gefordert. Erst mit dem Express hat der Staat Volvo erlaubt, dass man die Duett nunmehr einstellen dürfe, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

    Druckmittel und Einfluss auf die Modellpolitik hatte der schwedische Staat damals reichlich. Die Duett hat zuletzt keine hohen Stückzahlen mehr erreicht und der Express blieb immer ein Exot. Gelohnt hat sich das für Volvo nicht. Oder eben doch .,.

    Die Duett und der Express waren zuletzt bzw. lebenslänglich querfinanziert. Etwa durch den Kauf von LKW und anderen Fahrzeugen – ebenfalls durch den Staat, von Behörden …

    Unter anderen als diesen sehr speziellen Umständen, hätte es den Express vermutlich nie gegeben. Nochmals, ein großartiges Treffen ! ! !

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  • …muss ein phantastischer Tag gewesen sein.
    Danke für die vielen tollen Bilder, zum Schwärmen.

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  • Die Autos waren wirklich grosses Kino.

    Ich habe selten so viele schön restaurierte Saab und Volvo zusammen gesehen.

    Der Star der Ausstellung war für mich ein monaco-yellow 900er Turbo Cabrio, welches leider nur sehr kurz da war.

    Für mich war es der schönste Sonntag seit vielen Monaten und ich hatte eine wunderschöne An- und Rückreise über Strecken, welche ich vor Jahren mit meinen Motorrad-Oldtimern regelmässig befahren habe.

    Meinem 9-3er Cabrio hat es beinahe so gut gefallen auf diesen Strassen wie seinerzeit meinen Guzzis.

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  • Es war ein toller und sehr gelungener Anlass! Danke für den schönen Bericht und die tollen Fotos!

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    • Großartig. Abermals 2.000 Dank an C. Bleile für Artikel und Bilder. War mir wieder ein großes Vergnügen …

      Wenn ich mir da was aussuchen dürfte, hätte ich gerne den 96 mit 185 PS – oder dessen Gegenteil, das riesige, gemütliche Taxi aus Göteborg mit seinem schlappen aber unverwüstlichem Vorkriegsmotor …

      Oder, oder, oder einen der vielen anderen zwischen diesen beiden Extremen. Ein ganz phantastisches Treffen, zweifellos …

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