Der lange Weg zum werbefreien Blog

Am letzten Montag ging es darum, den Blog ohne Werbung zu lesen. Die Reaktionen waren großartig, und ich erhielt viele Mails zu diesem Thema. Wie toll es sei, zukünftig ohne Werbung und Tracking lesen zu können, war zu erfahren. Die neue Freiheit in einer Zeit, wo jedes moderne Auto Bewegungsdaten aufzeichnet. Ein Leser schrieb von einer Unabhängigkeitserklärung, er spielte dabei auf die „State of Independence“ Kampagne von Saab an.

Saab 9-4x in Kiel

Die hatte ich ganz vergessen, ein netter Vergleich. Generell war ich auf die Reaktionen sehr gespannt. Denn seit dieses Projekt online ist, gibt es Menschen, die sich an der Finanzierung durch Werbung stören. Die Kritik verfolgt mich seit 10 Jahren. Sie ist hartnäckig,  und sie kommt immer wieder hoch. Eigentlich müsste speziell diese Gruppe auf einen fairen Deal, der den Blog werbefrei macht, nur gewartet haben. Die Zeit,  um zuzuschlagen, sie ist jetzt da! Oder doch nicht?

Der Beitrag wurde sehr gut gelesen, aber dabei blieb es. Weniger als ein Dutzend Abonnenten, exakt waren es 11, fehlten am Montag zum Glück. Und es schien so, als warteten alle,  dass irgendwer irgendwas unternehmen und die Werbung vom Blog verschwinden würde.

Ist alles Psychologie?

Vielleicht war es auch mein Fehler. Zahlen sind Psychologie. 50 fehlende Abonnenten könnten eine Herausforderung sein, die mobilisiert. 11 sind aber gerade mal eine lästige Kleinigkeit, die sich irgendwie von selbst erledigt haben wird. Eine sehr zähe Kleinigkeit,  wie man feststellen muss. Es tröpfelte in dieser Woche,  und gerade mal 6 Neuzugänge kamen tatsächlich zum Abschluss.

So fehlen immer noch 5 Abonnenten,  und auch in der neuen Woche werden Pop-Ups und Werbeeinblendungen das Lesen begleiten. Warten wir also ab,  was passiert. Wird die magische Linie in den nächsten Tagen überschritten, folgt ein Update und der Abschied aller Werbeeinblendung.

Abschied, das ist das Motto der kommenden Woche. Nicht nur die Google Werbung steht zur Disposition, es naht auch ein Abschied von anderen Dingen. Das Leben ist Bewegung, der Blog ist ein Teil davon. Er verändert sich, neue Dinge nehmen ihren Lauf, andere gehen. Interessant bleibt es immer!

21 thoughts on “Der lange Weg zum werbefreien Blog

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    Saab-Fan bin ich je seit vielen Jahren. Da ich aber die letzten 2 Jahrzehnte das Privileg eines Dienstwagens genoss, das Häuschen abbezahlt werden musste und die Kinder zur Uni gehen wollten, habe ich die Anschaffung eines Saab aus immer wieder aufgeschoben.
    Vor einem Jahr ist mir dann telefonisch ein 9-3 II Cabrio von 2004 angeboten worden und ich habe spontan zugesagt. Eine Entscheidung die ich nicht bereut habe. Saab fahren ist was ganz Besonderes.
    Seit diesem Spontankauf habe ich immer wieder das Internet nach „Saab“ durchforstet und bin so auch auf diesen Blog gestossen. Schön, immer wieder Beiträge aus der Welt der leider verstorbenen Marke Saab zu lesen. Schön, dass es noch Leute gibt, die einen solchen Blog am Leben halten. Schade, dass es nur noch 300 Saabisten gibt, die dies zu schätzen wissen. Ich hoffe aber, dass Tom weiter macht mit diesem Blog und dass sich immer mehr Abonnenten finden die die ganze Arbeit zu würdigen wissen.
    Die Reklamen stören mich absolut nicht, ganz im Gegenteil. Die Internetseiten der Inserenten sind interessant und informativ. Allerdings sollte es bei Reklamen zum Thema Saab bleiben. Also bitte keine Werbung für Shampoo und Baumarktprodukte.
    Und was die Kosten eines Jahresabos betrifft, da ist für mich alles im grünen Bereich. Wenn ich die Wahl habe zwischen für 60,- oder 100,- € mit der Familie 1x beim Italiener essen zu gehen oder ein ganzes Jahr lang in diesem Blog unterwegs zu sein, dann entscheide ich mich für den Blog.
    Bitte weiter so !

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    Ich schließe mich da @Francis mal an. Wirklich gut finde ich das auch nicht und zeigt ein düsteres Bild. Ich meine nicht den Blog damit, den finde ich nach wie vor super und die Aktionen die hier gestartet werden sind Extraklasse, danke dafür.
    Aber das letztendlich nicht mal 300 Abonnenten ihren Weg hier hin finden stimmt mich nachdenklich. Und unter den 297 werden ja alle Abo´s (vom Einstiegs bis zum Vollabo) mitgezählt sein! Die Frage, die ich mir stelle, wird das für die Zukunft reichen um den Blog mit Freude weiter zu machen?

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      300 Abonnenten (die es noch nicht sind), und hier wären alle enthalten, sind das absolute Minimum. Ich hatte mir ehrlich gesagt eine höhere Akzeptanz erhofft. Die bringt vielleicht die Zeit, eventuell gibt es sie auch niemals, weil das Thema auserzählt ist und es die Marke nicht mehr gibt.

      Reicht es? Es reicht nicht, um die Dinge anzugehen, die den Lesern und der Marke einen echten Mehrwert bringen würden. Zahlen sind unbestechlich, das Resultat ist eindeutig.

      Ich plane bis Jahresende, bleibt die Situation so wie sie ist, dann wird 2022 das letzte Jahr mit diesem Projekt. Dann hat die Mehrheit so entschieden und es hat mir 10, 11 Jahre Spaß gemacht. Und das ist doch auch schon eine ganze Menge.

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        Wäre traurig 🙁 wenn es so kommen würde.

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        Mich stört die Werbung auch nicht – ich habe mir da ein dickes Fell zugelegt und mich ans Ignorieren sehr gut gewöhnt. SEHR GERNE nehme ich die Werbung auch in Kauf, wenn nur der Blog länger als bis 2022 bestünde!! Ich hoffe, da gibt es noch Hoffnung?!! Dabei nehme ich die Werbung zusätzlich zu den Zahlungen der Leser – sei es als Abo, sei es als Spende – sehr gerne in Kauf (sic!).

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        wenn alle Stricke reißen, dann lass uns doch aus dem Blog einen Club machen. Also, natürlich können wir das nicht machen, der Blog ist ja Deiner;-), aber vielleicht ein Weg um sich 2022 nicht aus den Augen zu verlieren?! Mit Live Treffen, Ausfahrten, Info Austausch ec. Mit wechselnden Treffpunkten in der ganzen Republik.

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          Ich bin da komplett entspannt. Mal sehen, wo wir am Jahresende stehen. Außerdem gibt es da die Sache mit den Türen. Die eine geht zu, eine andere auf. Ich habe das Luxusproblem, dass zu viele Türen aufgehen. Ungefragt, aber spannend und ich bin mir sicher man würde sich irgendwo erneut lesen 😉

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    Damit wäre man bei dem Status der früheren Spendenaktionen. Ist das gut oder doch zu wenig? Etwas mehr Engagement der Fans wäre der Blog sicher wert.

    Er ist immerhin der letzte tägliche Saab News Lieferant… Oder sieht es rund um Saab mittlerweile so düster aus?

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      Mich stört die Werbung auch nicht – ich habe mir da ein dickes Fell zugelegt und mich ans Ignorieren sehr gut gewöhnt. SEHR GERNE nehme ich die Werbung auch in Kauf, wenn nur der Blog länger als bis 2022 bestünde!! Ich hoffe, da gibt es noch Hoffnung?!! Dabei nehme ich die Werbung zusätzlich zu den Zahlungen der Leser – sei es als Abo, sei es als Spende – sehr gerne in Kauf (sic!).

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    Also mich stört die Werbung überhaupt nicht. Die ist halt am Rand und macht da so ihr Ding wie auf anderen Webseiten auch, nur dezenter. Wenn die jetzt dauert den Lesefluss unterbräche und stören würde oder Geräusche machen würde oder so nen Quatsch wäre es was anderes… aber so? Nö.

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    Dann sollten die 296 extrem gut zusammenhalten und die letzten 4 noch für das herrliche Hobby anstecken.
    Auf geht’s

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    Jetzt sind es nur noch 4… 🙂

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      Die letzten 4 müssten sich doch noch finden lassen. Auf, auf Gemeinde für ein gemeinsames Ziel. ‍♂️ … und ein großes Dankeschön an Tom und das SaabBlog-Team für ihr Engagement

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      Bescheidene Frage Tom – reden wir eigentlich von allen Abo’s zusammen oder nur von dem AERO Abo !?!?
      Also wenn aus den ehemaligen 2000 täglichen Blog Besuchern nur noch 300 Abo’s übrig geblieben sind – wäre ich schon enttäuscht …

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        Die grausame Antwort: 300 komplett. Die Saab Szene lebt sehr bescheiden.

        Interessant: Sie ist auch anspruchslos. Nach einem leichten Einbruch mit Einführung der Bezahlschranke haben sich die Zahlen erholt und steigen von Monat zu Monat. Der schweigenden, lesenden Mehrheit genügen dabei die frei zugänglichen Artikel oder die Zeilen der Anmoderation.

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      Endspurt, jetzt aber wirklich. Das wäre doch gelacht, wenn nicht!

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    Nur noch 5… Der Countdown läuft. Ich freue mich! 🙂

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    … und der Himmel auf dem Foto könnte Sehnsüchte beflügeln… Sonne, Kaiserwetter am NOKanal. Nehme ich an.
    5 Abos fehlen, was soll dazu gesagt werden…, bei ehemals über 1000 registrierten Mitlesern eine vermeintliche Kleinigkeit. In einer anderen Betrachtung evtl. ein Hemmnis, weil es beim Leser z. Zt. finanziell eng zugeht oder weil dem Leser die Werbung egal ist, oder weil der Leser sich sagt, 300x ca. 100 € = 30.000 € für den Blog…, soooo Kostenintensiv kann das doch ALLES gar nicht sein. Das bisschen Internet, diese paar Clicks für ´ne gute Webseite…
    Also, ich würde mich freuen, wenn es diese „paar“ SAABioaner:innen noch gibt und diesen Blog perfekt als freundlich nette Insel im WWW fördern…
    Sonnige Zeit!

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      Gefährliche Rechnung

      Nicht das da jemand, der so noch gar nicht gedacht hat, nun auf die Idee kommt, es jetzt zu tun …

      Das Jahresabo (Aero) kostet ja keine 100, sondern nur 60 €. Ich verstehe was Sie meinen, möchte aber ergänzen, dass Leser dieser Denkweise das Abo mal eben 66,7% teurer machen als es ist.

      Das gleiche gilt für das Blog-Budget. Die Aero X Club-Mitglieder zahlen zwar mehr als 60 € (tatsächlich knapp 100), aber das macht ja nicht jeder und zweitens bekommen die Club-Mitglieder eine aufwendige Sonderbehandlung/werden belohnt. Das Geben und Nehmen dürfte ganz nah an einem Nullsummenspiel sein, ist mehr Freundschaft als Finanzierung.

      Also komme ich auf ein Budget von nur 1.500 €/mtl. für einen werbefreien Blog. Und davon sind rund ein Sechstel Mehrwertsteuer. Bleiben nur 1.250 € für alles, was dieser Blog erfordert. Daran kann und darf niemand Anstoß nehmen. Und wer das nicht versteht, dem ist vielleicht auch nicht zu helfen? Aber ein Versuch ist es wert …

      Sie verstehen das. Vielleicht ist diese Rechnung für Sie so selbstverständlich, dass Sie glauben, die Gegenrechnung könne nur satirisch aufgefasst werden? Ich bin mir da nicht so sicher.

      Es ist ja nicht jeder Saab-Fahrer selbständig oder betriebswirtschaftlich unterwegs. Nicht jede Skepsis, nicht jedes Unverständnis ist per se Ausdruck eines fragwürdigen Denkens oder Charakters. Manchmal sind sie schlicht eine Frage der Kommunikation. Daher meine Ergänzung.
      Vielleicht hilft sie ja?

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    🙂 … übrigens, ein SERH SCHÖNES AUTO auf dem Foto. 😉 😉 😉

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