Saab in Barcelona – ein pessimistischer Ausblick

Liebe Saab Gemeinde. Ich schreibe diese Zeilen als Besitzer der letzten auf Saab-Fahrzeuge spezialisierten Werkstatt im Großraum Barcelona. Mein Blick in die Zukunft ist äußerst pessimistisch. Und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind es die Regierungen und Hersteller mit ihren angeblichen Bemühungen, mithilfe von Elektrofahrzeugen die Umweltbelastung zu reduzieren, und den Klimawandel aufzuhalten.

Rote Schönheit von Saab in Barcelona
Rote Schönheit von Saab in Barcelona

Absichtlich sage ich „angeblichen“, da es in keinerlei Weise klar ist, wie dies die Welt retten soll.

Ich bin weder Ingenieur, noch Wissenschaftler. Meinem persönlichen Verständnis der Materie nach ist es jedoch unmöglich, die immense Flotte an Elektrofahrzeugen mit sauberer Energie zu betreiben. Ganz zu schweigen vom Ressourcen- und Energieverbrauch bei deren Produktion. Weiterhin werden wir in der gesamten Kette von fossiler und nuklearer Energie abhängig bleiben.

Alternativen werden im Keim erstickt

Es mehren sich Stimmen, die das Gesamtkonzept infrage stellen, und das Fehlen an Alternativkonzepten beklagen. Oder besser gesagt beklagen, dass Gedanken an Alternativen im Keim erstickt werden.

Zum anderen sind es Fakten, die von der Stadtverwaltung in Barcelona geschaffen werden.

Bereits vor einigen Jahren hat ein brutaler Kreuzzug gegen ältere Fahrzeuge in unsrer Stadt begonnen. Hierbei beschränkt man sich leider auf Einschränkungen und Verbote was deren Nutzung angeht. Die Entwicklung von Alternativkonzepten fehlt vollständig.

Nur damit die Leser eine Idee haben:

Benziner mit EZ vor 2000 und Diesel vor 2006 dürfen sich im gesamten Stadtgebiet wochentags zwischen 08.00 und 20.00 Uhr nicht mehr frei bewegen. Jedes dieser Fahrzeuge muss registriert werden, und kann bei einer Voranmeldung gegen eine Gebühr von 2 Euro pro Tag 10 Mal im Kalenderjahr ins Stadtgebiet. Dabei muss die Anmeldung mindestens am Vortag erfolgen.

Am selben Tag ist die Einfahrt nur in medizinischen Notfällen gestattet, was nachgewiesen werden muss. Es darf ohnehin nur ein Fahrzeug pro Halter registriert werden. Und in der Stadt angekommen, freut man sich auf die doppelte Parkgebühr – mit bis zu 8 Euro pro Stunde.

Automatisierte Überwachung

Polizei ist für die Überwachung des Ganzen nicht nötig. Es wurde ein perfekt funktionierendes automatisiertes Kamerasystem in Betrieb genommen. Die Stadtverwaltung denkt schon über eine Ausweitung des Ganzen auf Euro 5 Fahrzeuge ab dem 01.01.2022. Wobei zunächst Anwohner verschont bleiben sollen. Zunächst…

Werkstätten müssen jedes Kundenfahrzeug, welches bewegt wird, ebenfalls online registrieren – gar nicht störend in einem 2-Mann Betrieb. Dies gilt dann für eine Woche. Das zu erreichen war ein langer Kampf. Ursprünglich sollten hierfür die 10 Tage der Kunden genutzt werden. Was mit Probefahrten, TÜV oder Überführung in Partnerwerkstätten recht schnell verbraucht werden dürfte.

Auf viele Halter hat das gravierende Auswirkungen. Über 40 % des Bestandes fallen unter diese Regelung. Und aus kleinen Werkstätten macht es im Wechselspiel mit der Coronakrise eine aussterbende Spezies.

Unsere Werkstatt ist auch noch auf ein Marke spezialisiert, die es leider nicht mehr gibt.

Ich stelle fest, dass sie umso intensiver in den Köpfen und Herzen der Saab Fahrer weiterlebt.

Diese Liebe und Treue wird hoffentlich die Existenz der einigen wenigen in Spanien auf Saab spezialisierten Werkstätte sichern. Ich stelle aber auch fest, dass viele Halter sich von ihren Schätzen trennen müssen. Und manchmal wenn die Zeit drängt, und es ein außergewöhnliches und schwer schnell verkäufliches Auto ist, schrecken sie nicht vor der Schrottpresse zurück.

Hoffnung auf eine Änderung der Situation

Es gibt aber auch einige Exemplare, die Dank engagierter Enthusiasten wie Lizi oder Tom es außerhalb des Landes schaffen, um in liebevollen Händen weiterzuleben. Ich durfte bereits an einigen dieser Projekte teilnehmen. Und es erfreut meine Saabige Seele mit meinem Wissen dazu beizutragen, dass diese Autos ihre neuen Besitzer in einem makellosen Zustand erreichen.

Ich hoffe noch viele Saabs am Leben erhalten zu können. Und, dass sich die Situation vor allem hier in Spanien für viele Halter ändert. Zumindest was die Möglichkeit angeht, ihre Autos zu behalten und zu genießen.

Grüße aus Barcelona.

Juan von Talleres Berma

17 thoughts on “Saab in Barcelona – ein pessimistischer Ausblick

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    Eine kleine Info, die mit der tollen Duskussion, die Juan ins rollen gebracht hat, nichts zu tun hat….
    Alle abgebildeten Fahrzeuge gehören zu seiner Sammlung….

    Gruss

    Der Lizi

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    @ Volvaab Driver

    Gern geschehen!

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    @ Zsolt,

    also eine ähnliche E85-„Karriere“ wie in D. Danke für die Info.
    Ich hoffe ja immer noch, dass Biosprit nochmals eine Renaissance erlebt. Eine Forderung nach der Einführung von E20 (Interview im ÖR) habe ich schon vernommen.

    Die Vorteile der Beimischung liegen ja auf der Hand. Je größer ihr Anteil, desto weniger CO2 und auch Stickoxide (wegen niedrigerer Verbrennungstemperatur). Größere Unabhängigkeit von Importen usw..

    Den Sprit hat es immer gegeben. In D gab es mal so genannten Kartoffelsprit (war E35, wenn ich das richtig habe).

    Die Frage Ethanol wird anscheinend ausschließlich hinter verschlossenen Türen verhandelt. Man hört quasi rein gar nichts.
    Dabei sollte man doch annehmen, dass Lobbyisten der Mineralölkonzerne und der Autoindustrie in steigenden Beimischungen längst eine Chance erkennen sollten, die sie aktiv (Lobbyarbeit und PR) ergreifen würden.

    Immerhin sichern auch E-Stoffe höher E10 (Etwa von E20 bis E85) den Mineralölkonzern langfristig eine Perspektive im angestammten Geschäftsbereich. Der Autoindustrie würden sie Verbrenner mit besserer CO2-Bilanz und besseren Abgaswerten bescheren.

    Eine verdächtige Stille herrscht, die ich mir eigentlich nur so erklären kann, dass sich die Konzerne (Öl & Auto) das EV durchgerechnet haben und es tatsächlich wollen.

    Der Automobilindustrie eröffnet es neue und ungeahnte Möglichkeiten, die garantiert nicht von einem Streben nach Nachhaltigkeit, sondern nach Obsolesenz getrieben sind. Selbstverständlich nicht nach der Obsolesenz ihrer selbst, aber der ihrer jeweils vorletzten Produkte, deren Hard- & Software in immer schnellerer Folge. Wenn wir Autos erst wie Handys, Tablets und neue Laptops kaufen und entsorgen, dann erfüllt sich der Traum so machen Managers.

    Und die Ölkonzerne?
    Denen ist herzlich egal, ob sie fördern oder seltene Erden schürfen – ebenso egal, wie die Konsequenzen des einen oder anderen.

    Verdächtige Stille. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich eine Renaissance von Ethanol wohl doch abschreiben.

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    E85 wurde in Spanien bis ungefähr 2011 an einer sehr begrenzten Anzahl von Tankstellen verkauft. Durch staatliche Unterstützung war der Preis günstig so dass es sich lohnte, trotz höheren Verbrauch diesen Treibstoff zu kaufen. Die Subvention wurde jedoch von einem auf den anderen Tag entzogen und plötzlich kostete das Zeug mehr als E10. Traurig. In Bezug auf Barcelona ist es leider so dass die Bürgermeisterin trotz solchen Maßnahmen weiterhin gewählt wird.
    Bekanntermaßen jeder hat was er verdient…

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    Danke Juan, für diese offenen Gedanken.
    Doch warum so pessimistisch?
    Die jetzige Form der individuellen Mobilität hat ihren Zenit erreicht. Mehr geht nicht, das lassen die Innenstädte nicht zu.
    Der SAAB kann ja in Barcelona bis zum gut (relativ ;-))gelegenen P-Haus genutzt werden, dann erfolgt der Umstieg in den gut ausgebauten öff. Nahverkehr. Wo ist das Problem? Außer, das sich der Mensch „etwas“ verändern darf…Und ja, parken darf kosten. Nur über € verändert der Mensch sein Verhalten. Leider.
    Ich jedenfalls möchte als Fußgänger mehr Platz und ruhigen (!) Raum in der Innenstadt, weniger Gestank wäre auch ein Thema. Nette Cafes oder Bistros zum Verweilen, statt an einer lauten Straßen zu sitzen… Als Radfahrer wünsche ich mir zügige Verbindungswege, da ich ja sowieso innerhalb 5-8 km schneller unterwegs bin :-). Warum noch schneller? Damit mehr mitmachen und dann die wirklichen KFZ-Nutzer mehr Möglichkeiten haben staufreier unterwegs zu sein.
    Ein schweres Thema… und wir ALLE dürfen/müssen uns geistig bewegen und unser Handeln überdenken.
    Ich denke, die „alten PKW´S“ haben ihre Chance. Es sind die neuen Oldies. Und die müssen gepflegt werden, so wie der SAABblog Werbung dafür macht. Mehr geht nicht, handeln muss der Mensch selbst.
    By the way: der (individuellen) E-Mobilität kann auch ich nichts abgewinnen. Da wird das eine Auto nur durch ein anders ersetzt. Das macht die Städte auch nicht lebenswerter…
    Ich hoffe, deine Werkstatt hat noch lange (!) viele SÄÄBe zu betreuen…

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    Parteiübergreifender Konsens (@ Ebasil)

    Verdammt gute Frage, wen man besser nicht wählen und, noch besser die implizierte, wen stattdessen man sollte.

    Gehört hier allerdings gar nicht her, weil der Blog unpolitisch sein will und es wohl auch sein sollte. Viel besser noch – oder je nach Lesart auch trauriger – es getrost sein und bleiben kann …

    Viel besser, weil sich hier so etwas wie ein parteiübergreifender Konsens in umwelt-, energie- & verkehrspolitischen Fragen bildet. Saab-Fahrer sind alles mögliche, sind progressiv und so konservativ wie ein Denkmal aus der Kaiserzeit, sind sozial, liberal und grün. Und anstatt sich dafür zu bekriegen, findet ein regelrechter Überbietungswettbewerb darin statt, sich gegenseitig in Fragen der Nachhaltigkeit, des Konsumverhaltens und der Energie- & Verkehrspolitik gegenseitig beizupflichten.

    Traurig, weil es für diesen hier parteiübergreifend herrschenden Konsens keinen einzigen Vertreter gibt, der ihn glaubwürdig repräsentieren könnte. Nicht eine einzige (verfassungstreue und wählbare) Partei, die ernsthaft auch nur in Ansätzen am eingeschlagenen Weg und dessen vermeintlicher Alternativlosigkeit zweifeln würde. In dieser Landschaft (der parteipolitischen) spielt sich ein parteiübergreifender Konsens und ein Überbietungswettbewerb der ganz anderen Art ab. Hier geht es nur noch darum, wer die Alternativlosigkeit am konsequentesten zum Programm erhoben hat.

    Ist nicht unbedingt ein Garant für Meinungsvielfalt, aber es ist, wie es ist …

    Dass hier Menschen unterschiedlichester Prägung und politischer Vorlieben sich trotzdem auf gemeinsame Positionen zu diversen brennenden Fragen verständigen können und tatsächlich auch zu einem alternativen und gleichwohl ebenfalls parteiübergreifendem Einverständnis gelangen, ist schlicht phantastisch gut.

    Ein Bollwerk der Demokratie & Meinungsvielfalt. Das Ziel, unpolitisch sein zu wollen, hat der Blog dann meiner Meinung nach auch klar verfehlt. Ich empfinde ihn als politisch abseits von Parteibüchern und Programmen. Ich empfinde ihn als parteiübergreifend sachlich. Und genau deshalb als politisch und gesellschaftlich wertvoll und relevant.

    In der Frage nach der falschen oder richtigen Partei, bringt mich das zwar nicht weiter,. aber die Erkenntnis, dass die Anhänger verschiedener Parteien ein und der selben nicht oder unterrepräsentierten Meinung sein können, ist mir noch wertvoller, als irgendeine Wahlempfehlung.

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    Das Grundproblem ist doch, dass es, insbesondere in den Städten – zumindest fällt es dort auf den ersten Blick auf – zu viele Autos gibt: Man kann ja vor Autos kaum noch treten, wobei ich sowohl fahrende (laut Statistik meistens mit einer Person Inhalt) als auch stehende (laut Statistik 90 Prozent eines Autolebens, bei meinen dürfte sich der Wert den 100 Prozent noch deutlicher annähern) meine. Denkmalgeschützte Gesamtensembles aus einer weitgehend autolosen Zeit sind restlos zugeparkt, sodass diese als Fotomotiv ausscheiden und Wohnort – ich spreche aus Erfahrung – nicht wirklich interessanter sind.
    Wer glaubt, was aus pragmatischen respektive strategischen Gründen (ab und zu finden in demokratischen Staaten Wahlen statt) praktisch niemand ausspricht, dass man unter „Mobilitätswende“ den Ersatz der fossil betriebenen Flotten – in Deutschland rund 40 Millionen (?) PKW – durch elektro- oder/und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge verstehen kann, hat das Thema nicht erfasst. Und ich habe den Eindruck, dass dies mehr oder weniger unterbewusst stattfindenden besitzstandswahrenden Denkens wegen nicht nur hierzulande ziemlich viele (vermeintlich angekommene) Menschen tun. Ja mehr noch: Wenn die neuen Autos so umweltfreundlich sind, kann man doch vielleicht sogar über die Anschaffung eines weiteren Fahrzeugs nachdenken.
    Da fahr ich doch lieber mit meinem BMW 635CSi durch München und verbrauche rund 16 Liter Super Plus, immerhin ist es bleifrei (er besitzt sogar einen nachgerüsteten geregelten Katalysator). Und wenn mir das zu teuer (oder umweltschädlich) ist, hole ich den Saab 900 Turbo 16S aus der Tiefgarage, der benötigt nur 10 Liter (und ich erwäge den Einbau eines Edelstahl-Katalysators). Mein Toyota Yaris Hybrid benötigte nur 3,5 Liter und führe in der Stadt rund 60 Prozent der Strecke geräuscharm und ohne qualmenden Auspuff, aber das ist doch irgendwie auch langweilig. Doch da ich ja im Jahr nur 6000 bis 8000 Kilometer, auf drei Autos verteilt, zurücklege – ich weiß, rational betrachtet bräuchte ich gar kein eigenes Auto -,…

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    @ Saabansbraten,

    das würde mich auch interessieren. Gleichzeitig glaube ich, dass man innerhalb der EU von einem zum anderen Mitglied gewisse Vergleiche hat, wie es ungefähr läuft.

    EU-Standards zur Luftreinhaltung, Klagen einzelner Anwohner und so weiter. Ist die große Altbauwohnung in der Innenstadt erstmal günstig bezogen, weil sie an einer frequentierten Hauptverkehrsstraße liegt, findet sich garantiert für alles ein Kläger.

    Der erste will einen Parkplatz (also Gebühren für alle anderen, ein Anwohner-Jahresticket für sich selbst). Der zweite will Ruhe (Tempo 30 zumindest von 22-6) und der dritte Kläger saubere Luft. Bevor man etwa in HH den Hafen dicht macht, dreht man am Verkehr. Bevor alle Heizungsanlagen modernisiert werden (etwa die alte Ölheizung des Wohnhauses, in dem der Kläger sich günstig eingenistet hat), dreht man am Verkehr.

    City-Maut, Parkgebühren, Umweltzonen – sie generieren kommunale Einnahmen und kurbeln die Wirtschaft (Neuwagen mit höherem Abgasstandard oder EVs) an und wenden Klagen und EU-Strafverfahren ab.

    Die Rechtsgrundlage ist demokratisch zustande gekommen und der mehrheitliche Wille interessiert auf judikativer Ebene keinen Menschen mehr. Diesbezüglich ist kaum etwas so sehr mit inneren Widersprüchen beladen, wie der Straßenverkehr.

    Hier müssen Richter von einer Verhandlung zur anderen mal einem einzelnen Kläger stattgegeben, weil dieser als Anwohner vor dem Hintergrund seines Rechts auf körperliche Unversehrtheit und geltender Grenzwerte für Lärm oder Luftverschmutzung geeignete Maßnahmen gegen (!) die Allgemeinheit einklagt …
    Und mal enteignet der selbe Richter Grund und Boden, beteiligt Anwohner gar an Straßenbaukosten für den unerwünschten Ausbau einer Wohn- zur Durchgangsstraße im Namen des Volkes und zum Wohle der Allgemeinheit – erhöht also diesmal Lärm und Abgase. Wie gesagt, innere Widersprüche …

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    Logik und Vernunft, scheint sowohl in Deutschland als auch in weiten Teilen von Europa abhanden gekommen zu sein.

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    @ JB

    Wo kann man denn noch lokal E85 tanken? In D?? Bitte bitte eine kurze Auskunft hierzu – vielen Dank im Voraus!

    Der Irrsinn ist ja, dass in D, nämlich in M-V (ich meine, in Anklam), auch heutzutage sehr erfolgreich große und steigende Mengen Bioethanol produziert und über Hamburg weitertransportiert werden. Zu den Raffinerien (E10 und E5 sind laut unseren Regierungen natürlich nicht „böse“, sondern toll) und ins Ausland, u.a. Schweden.

    Wenn wir uns da doch hierzulande was abzapfen könnten … 🙁

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    @ Juan und alle

    Schrecklich, schrecklich, schrecklich traurig! Vielen Dank an Juan für diesen schonungslosen Bericht, der die Potenz des Wahnsinns und dessen Maßnahmen, die ja schon öfters in Lizis Berichten angeklungen waren, nun auch im Detail beschreibt. Man kann angesichts dessen eigentlich nur (in noch tiefere) Depression verfallen …

    Juan und alle Vorkommentatoren haben es traurigerweise auf den Punkt gebracht.

    Wir in D sollten uns genau überlegen, wen man im Herbst besser (nicht) wählt, um hoffentlich ähnlich groteske Verhältnisse, jedenfalls in dieser Potenz, vermeiden zu können.

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    einfach nur „bescheuert“! Klar ausgedrückt! Die Ressourcen, was es alles braucht! Das Recycling! Wir werden alle für „dumm“ verkauft. Von den aktuellen Modellen der jetzigen Hersteller, scheint nach wenigen Jahren schon alle wieder auszusterben. Schauen wir mal, was noch von den Modellen 2003 noch alles von der Konkurrenz von SAAB noch „fährt“. Schon der Audi Modelljahr 2007 – 2009, ist schon kaum mehr sichtbar. Das Modell zuvor ist schon fast längst ausgestorben.

    Golf 4 sieht man noch mehr wie Golf 5 und 6.

    Schon krass, dass E85 nicht einmal in Schweden eine Chance hatte. Warum? Weil VW, Audi, Seat und die deutsche Mafia mit ihren „Schummeldiesel“ den Markt betrogen haben. Ich kann zum Glück noch lokal E85 tanken, wer weiss wie lange. Denn die E85 Autos sterben ja bekanntlich weg.

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    Heute Barcelona, morgen Deutschland. Wenn ab Herbst die grüne Verbotspartei mitregiert wird es bei uns auch so kommen. Unter dem Deckmantel der Umwelt werden Verbrenner stillgelegt und Batterieautos gekauft. Das dient leider alleine nur dem Konsum und dem Wirtschaftswachstum. Klingt aber gut, ist das Mobilitätswende. In Wirklichkeit eine Konjunkturprogramm und Enteigung.

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    Da wird´s einem schwindelig beim lesen …Ich war ´88 in Barcelona mit dem Auto und war froh, wieder heil herausgekommen zu sein. Heisst, zu viele Autos gabs damals schon. Halt durch, Juan und viel Glück!

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    Einfach nur traurig! Danke Juan für diese offenen Worte.

    Es ist schon lange meine Befürchtung, dass das auch in D, A und CH kommt. Schöne, gute Autos die noch viele Jahre dienen würden werden dann einfach so verbannt. Was mich aber am meisten ärgert ist diese Verlogenheit der Politik. Alle halten sich jetzt an den Stohhalm Elektroauto und wissen doch eigentlich genau, dass das bloss ein Ablenkungsmanöver ist um die wirklichen Probleme anzugehen.

    Wir sind zur Zeit daran eine PV Anlage mit Speicher zu installieren. Das machen wir alles mit eigenen Mittel. Weil die E-Autos alle Beiträge wegfressen gibt es keinen Förderbeitrag mehr für diese sinnvolle Anlage. Das kann man ja noch schlucken. Was mir aber gewaltig aufstosst, ist die Tatsache, dass man auf selbst produzierten und selbst verbrauchten Strom noch Mwst. bezahlen muss! Eine absolute Frechheit. Hat jetzt wenig mit dem Artikel und Saab zu tun, ist aber ein Spiegelbild von dem was im Moment in der Energiepolitik abgeht. Und dann schliesst sich ein gewisser Kreis wieder zum Artikel.

    Alles Gute nach Barcelona und danke für die Initiative zusammen mit Lizi. ( wenn der für mich richtige Saab auf dem Blog auftaucht werde ich ev. noch einmal zuschlagen ).

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    Danke für die für mich sehr interessanten Infos, Juan!

    Ich frag‘ mich an solchen Stellen immer:
    Wer hat das gewünscht, und wie kommen solche Regelungen zustande? Ist das tatsächlicher Bürgerwillen? Wenn nein: wie passiert es dann, dass trotzdessen solche Regelungen in Kraft treten und durchgesetzt werden können?

    Welche Formen des Widerspruchs, des Wehrens dagegen, des eigenen Entscheidens und in die Schranken Weisens der Regelungsgeber gibt es da bei Euch, Juan? Wie wurde sich bisher gegen solche Regelungen oder auch Gedanken solcher ausgesprochen und verbunden? Gibt es da Initiativen, die unterstützt werden können?

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    Danke Juan,

    exzellent und aufschlussreich geschrieben. Tatsächlich ein Lesevergnügen, auch wenn der Inhalt eher traurig ist.

    Mich würde ja brennend interessieren, ob E85/BioPower je eine Rolle in ES gespielt hat? Der Nachbar im Norden (F) scheint beim Biosprit ja recht aktiv zu sein …

    Traurig, dass anscheinend niemand diesem klimafreundlichen Beispiel folgen will.

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