Wer fährt sich besser? Saab 9-5 Aero vs. Saab 9000

1974 startete Saab mit der Entwicklung des 9000. Erst reichlich 20 Jahre später machte man sich an den Nachfolger. Der Unterschied von zwei Dekaden muss beim Fahren extrem fühlbar sein. Oldtimer gegen Youngtimer? Ur-Opa gegen einen späten Nachfahren? Geht dieser Vergleich überhaupt, oder ist er äußerst unfair? Ausgehend von den…

Jetzt weiterlesen...


Dieser Beitrag ist exklusiv für unsere Abonnenten.

Sie haben noch kein Saabblog Abonnement und möchten den kompletten Artikel lesen?

Werden auch Sie Abonnent oder melden Sie sich bei Ihrem laufen Abo an, um den Beitrag weiterzulesen.

13 thoughts on “Wer fährt sich besser? Saab 9-5 Aero vs. Saab 9000

  • Hinterachsen & Windgeräusche

    Ich finde die AW von Saab gar nicht so doof. Guckt man sich international oder auch national (D) die Kilometer an, die man schneller als 120 oder 130 fahren darf, bleibt wenig übrig.

    Ganz besonders irritierend fand ich da die A-Säulen und den Winkel der Windschutzscheibe vom 9-5 NG. Der Blick voraus ist zwar der beste Tunnelblick, den Saab je kreiert hat, aber auf mind. 99.5% aller europäischen Straßen hat man davon 0,nix …

    Es ist schon okay, wenn man Autos so baut, dass sie für 99,5% des Nutzungsszenarios optimiert sind. Eine immer flacher angestellte und innen immer fetter verkleidete A-Säule schafft im Alltag mehr Nach- als Vorteile.

    Zumindest ist das meine Erfahrung. Alles was den Blick zur Ampel, auf Fußgänger & Radfahrer einschränkt, halte ich für kontraproduktiv. Den besten Blick bieten 900 I & der 9K. Danach wird es schlechter.

    Natürlich kann man den Insassenschutz (fette Polster an der A-Säule) und Komfortmerkmale (weniger Geräusche ab 160+) als Argument ins Felde führen, aber ich persönlich fand den alten Ansatz deutlich smarter und verantwortungsbewusster.

    Wer allzeit einen guten Blick hat, braucht vielleicht auch weniger Insassenschutz? Und Komfortmerkmale ab 160+ opfere ich gerne dem Schutz von Radfahrern & Fußgängern – zumal ein Auto mit gutem Aus- und Rundumblick für mich selbst (und andere Egoisten) in 99,5% aller Situationen unter dem Strich ohnehin das komfortablere ist …

    Ist nunmal so, den besten Blick hat man mit den steilsten Windschutzscheiben und schlankesten A-Säulen. Da erübrigt sich jegliche Diskussion. Es sei denn, man möchte Windgeräusche ernsthaft gegen den Schaden aufrechnen, den eine eingeschränkte Sicht anzurichten vermag …

    Im Übrigen sind steile Windschutzscheiben kein Privileg älterer Saab. Selbst Porsche hatte sie. Saab ist nur die Marke, die entgegen dem Trend länger als andere Marken daran festgehalten hat. Eingeknickt vor diesem Trend sind sie letztlich gleichwohl. Ungeknickt war definitiv der 9K. Immer wieder ein geniales Auto …

  • @EF-elch Ich denke, das mit der HA hatte sich spätesten zu dem Zeitpunkt erledigt, als die Presse das Fahrwerk über den grünen Klee zu loben begann. Dann war von Rüsselsheim keine Rede mehr.
    Das mit den Windgeräuschen ist allerdings eine typische Saab Reaktion. Danke!

    4
    1
  • 9-5 vs. 9000 – mmh – wer ist besser !? Wahrscheinlich bei uns allen nur eine subjektive
    Beurteilung …
    Wir haben auch beide Fahrzeuge in “Fuhrpark” – der 9-5 ist meiner Meinung nach das bessere Alltagsauto – geht irgendwie immer – zuverlässig, ein wirkliches Arbeitstier im positivsten Sinne (Komi) – der 9K ist schon kultiger, mit Stiel und schon eine echte “Disignikone”, was die Technik angeht habe ich eine andere Meinung – die Elastizität des Motors im 9000 ist unschlagbar – da kommt der 9-5 mit seiner Ökogetriebeabstufung nicht in entferntesten ran.
    Okay – bei den Windgeräuchen im Bereich A-Säule hat der 9K natürlich Null Chance gegen den 9-5.
    Ich war in den frühen 90igern im Saab Werk und hatte hier auch mal die Ehre !! mit den Ingenieuren im Saab eigenen Windkanal zu sprechen – auf unsere Frage nach den Windgeräuschen beim 9K bekamen wir eine (wahrscheinlich) typisch schwedische Antwort – ” wir in Schweden haben keine Windgeräusche – ist nur deutsches Problem”!
    Das hat mir / uns schon zu denken gegeben – okay ,- wenn ich Schweden nur max. 110 km/h fahre passt es natürlich wieder.
    Und da war da noch die “hoch gepriesene HA am 9-5 – da verstehe ich die Welt nicht mehr – vom Verschleiß der Buchsen mal abgesehen ist sie mit Sicherheit der 9K Starrachse einiges Voraus – “aber” hier von einer Saab Entwicklung zu sprechen ist da wohl doch nicht wirklich ganz richtig – zumal man uns gegenüber während der technischen Schulungen vor der Präsentation 1997 immer wieder betonte, das die Schweden wohl zu Anfang überhaupt nicht glücklich waren mit der HA aus Rüsselsheim …
    Egal wie dem auch sei – ich fahre beide Autos mehr als gerne und das wird auch so bleiben – weil es einfach tolle Fahrzeuge sind ..
    Und genieße ich immer wieder auf Neue, die positiv erschrockenen Gesichter, wenn man(n) ” SAAB”! auf die Frage antwortet, was man für ein Auto fährt !?

    Lg. aus Thüringen und bleibt alle gesund !!

  • Bei meinem 2. Anlauf auf einen 9-5 umzusteigen bin ich ebenfalls auf die Nase gefallen. Diesmal habe ich nicht die letzte, sondern die erste Baureihe (NG) erwischt und war das zweitemal von einem 95er ziemlich enttäuscht. Ab dem Zeitpunkt habe ich den großen Saab für mich gestrichen. Ich weiß das die Reihe deutlich besser geworden ist, gerade beim Fahrwerk. Aber ich hatte fortan keine Lust mehr darauf.

  • Für mich ist der 9000 CSE das Maß aller Dinge. Schon das elegante Fließheck betont die Sportlichkeit des Wagens abgesehen von der tollen Lademöglichkeit des Kofferraums. Die 185 PS reichen vollkommen aus, ich benötige keinen Aero mit 230 PS. Habe mir die Höchstgeschwindigkeit auf Europas Straßen angeschaut nebst den Strafkatalog. Kann leider den Staat nicht finanzieren.

    2
    1
  • …tja, 1998 trat eine 9-5 mit 150PS zur Testfahrt an, der 9kCS Werkstattersatzwagen mit 195PS war da deutlich agiler, der Innenraum großzügiger und die Heckklappe praktischer, daher wurde es der aero9k mit 225PS…und der ist bis heute bei uns!

    11
  • Ich war richtig gespannt auf den letzten Teil. Auch als eingefleischter 9K-Fan hatte ich mit diesem Ergebnis gerechnet. Zu ähnlichen Schlüssen kam ich schon mit meinem 902 2.0 Turbo. Der ist zwar von der Entwicklung nur rund zehn Jahre jünger als der 9K, aber auch er verlangt schon weniger Bedienkräfte und bei den Windgeräuschen verhält es sich, wie Tom beschrieben hat. Wobei der CS gegenüber dem CC schon deutlich leiser war.

    Ich war 1997 bei der Vorstellung des 9-5 in unserem SAAB-Zentrum dabei, spannend gemacht und ein tolles Auto. Die Limo kommt für mich allerdings nicht in Frage, also auf den SC gewartet und meinen 9000 CC weitergefahren. Eines Tages war der CC zur Inspektion und als ich ihn nachmittags wieder abholte, bekam ich ein erstes Foto des 9-5 SC gezeigt. Der Verkäufer sah es mir gleich an, dass der SC mir nicht gefiel. Aber es gab noch einen allerletzten neuen 9000 CSE in Scarabäusgrün (230) mit sandbeiger Lederausstattung – daran führte kein Weg vorbei Der ist jetzt 23 Jahre bei mir!

    Ich habe dann dreimal Probefahrten mit verschieden motorisierten 9-5 SC gemacht. Der 2.0t ging gar nicht, dafür ist das Auto zu schwer, der 3.0TID mit seiner Kraft und tollem Klang war cool und zuletzt fand ich das Biopower-Konzept interessant. Als ich jeweils wieder in meinem CSE saß, stellte ich mir jedes Mal die Frage, was soll das? Hier ist doch alles gut! Zumal der 9K für meine 1,94 irgendwie doch mehr Platz bietet. Der Mehr-Verbrauch war mir damals ebenfalls aufgefallen.

    Die hier im Test mehrfach angesprochene Variabilität des 9K macht ihn zum eigentlichen SUV im wörtlichen Sinn. Das bringen diese Klötze und die meisten Combis nicht. Grade die riesige Heckklappe macht das Laden sperriger Güter (Fahrräder, 81qm Segelfläche zweimal pro Jahr, …) einfacher, als bei vielen Combis und es gibt noch einen ebenen Ladeboden!
    Wer das alles nicht benötigt, ist eventuell mit einem 9-5 moderner unterwegs.

    Schönes Wochenende 🙂

    10
  • Ein toller Vergleich Tom. Dass der 9-5er immer noch auf der Höhe der Zeit ist, kann ich voll und ganz unterschreiben.

    Meine Frau fährt einen Mercedes-Benz CLK, den sie über alles liebt. Da er noch viele Jahre halten soll, haben wir uns dazu entschlossen, dass er im Winter gar nicht mehr und ab dem Frühjahr nur noch bei schönem, trockenen Wetter bewegt wird. Für schlechtes Wetter haben wir noch einen Hyundai i30.

    Mein 9-3er Cabrio mag meine Frau überhaupt nicht. Sie findet ihn unkultiviert und laut.

    Da hatte ich natürlich einen schweren Stand als ich vorschlug einen 9-5 aus der ersten Serie als Winterauto zu kaufen. Die gibt es bei uns in der Schweiz schon ab wenigen hundert Franken.

    Sie war sehr skeptisch und wollte zuerst gar nicht einsteigen und ihn probefahren. Der sei ja schon 21 Jahre alt, habe mehr als 190,000 km gelaufen, habe die eine oder andere Beule und vieles mehr bekam ich zu hören, als wir uns den Wagen anschauten. Das einzige, was ihr gefiel war die dunkelgraue Farbe.

    Ich konnte sie dann doch dazu überreden eine Probefahrt zu machen. Ganz alleine ohne mich. Und diese Probefahrt dauerte eine ganz schöne Weile.

    Als sie zurückkam war die Sache klar. Der 9-5 2.0 LPT SE in Aero-Ausstattung wird ihr Winterauto. Sie meinte nur lapidar, dass sie einfach etwas weiter fahren musste, das Fahren mit dem Saab habe ihr so gut gefallen.

    Seit zwei Wochen ist der 9-5er nun bei uns. Sie fährt damit zur Arbeit im Dorf, zum Einkaufen in die Nachbardörfer und hat ‘ihren’ Saab drei Stunden innen von oben bis unten selbst geputzt inklusive einer kompletten Behandlung der Ledersitze mit Sattelwachs! Ihr Mercedes Cabrio hat eine solche Behandlung noch nie erhalten, ausser ich bringe ihn in die Garage.

    Ich muss mich jetzt um neue Alufelgen kümmern für die Sommerbereifung, die sie bestellen will. Ihr Mercedes werde nur noch bei ganz schönem Wetter gefahren. Der Saab fahre viel ruhiger und gelassener als ihr Mercedes oder der Elektro-Mercedes von unserer Schwiegertochter und wenn sie wolle, könne ihr Saab auch ganz schön schnell sein.

    Ach ja, fahren durfte ich den 9-5er noch nicht. Ich könne ja den i30 nehmen wurde mir beschieden.

    11
  • Mein Favorit ist hier der 9-5. Er hat mich damals, als er auf den Markt kam, sofort begeistert. Zu dem Zeitpunkt war ich noch kein Saabfahrer. Das kam Jahre später. Zur Probefahrt hatte ich die Chrombrille. Und ich muss ehrlich zugeben, der Wagen hat mich nicht begeistert. Ich war schon ziemlich enttäuscht. Das Fahrverhalten gefiel mir überhaupt nicht. Jetzt weiß ich warum. Schlussendlich wurde es dann der kleinere 9-3 SC. Und der war so gut, dass ich ihn 11 Jahre behalten und als Außendienstwagen genutzt habe. Immerhin 357.000km.

  • Ach ja, ich vergaß: Toole Fotos Tom!
    Besonders das Bild mit den kleinen blühenden Heidesträuchern…, herrliche Erinnerung an warme Zeiten.

  • Sehr aufschlussreich der “Test”…, interessant sowieso.
    Hätte ich die Wahl zwischen beiden Modellen, würde ich dann doch den 9000 CS oder CSE wählen…, die Heckklappe (für die Rennräder ;-)) und die Sparsamkeit (wieso für die gleiche Strecke mehr zahlen/Umwelt…) gäben den Ausschlag.
    Danke.
    Gutes WE allen Mitlesern! (und evtl. den Schneeschieber erneuern…!)

    10
  • Gut geschrieben, absolut lesenswert (für Saab Fans). Der 9000 wird irgendwie Jahr für Jahr appetitlicher. Woran liegt das nur? Vielleicht daran, das nur noch SUV Kisten herumfahren?

    Ach ja. In meiner Straße ist jetzt ein ID3 aufgetaucht. Was ein furchtbarer Klotz, hat VW keine Desinger mehr und lässt die Praktikanten dran?

    8
    2
  • Interessanter Vergleich! Aber der Getleman darf doch, obwohl keine ganz klare Herzensangelegeheit, doch hoffentlich bleiben? Schließlich waren Tom und Lizi ja gleich total begeistert gewesen (auch vom Bauchgefühl). Und wann wird die schwarze Folierung aufgeklärt bzw. abgemacht? Da war doch noch was …. 🙂

    Schönes Wochenende allen Saab-Fans!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.